Mittwoch, 05. August 2020, 15:09:47

Exklusiv: Interview mit David Roussier, Armorik/Distillerie Warenghem

armorik4Nach dem Armorik Tasting in Essen verabredeten wir mit David Roussier, Directeur Générale der Distillerie Warenghem in der Bretagne, ein Interview. Unsere Fragen waren schnell formuliert und per Mail in die Bretagne verschickt. Doch David war in Sachen Armorik in der letzten Zeit sehr viel unterwegs, so mussten wir auf seine Antworten ein wenig warten. Bis jetzt.

 

Whiskyexperts: David, Du warst 5 Tage mit deiner Armorik Tasting Tour in Deutschland unterwegs. Welche Erfahrungen hast Du gemacht, wie waren die Reaktionen auf eure Whiskys?

David Roussier: Es war eine völlig neue Erfahrung für mich. Es war tatsächlich das erste Mal, dass ich auf einer Tasting Tour mit Präsentation und Verkostung an jedem Abend war. Aber ich hatte wirklich eine gute Zeit: erstens, weil alles gut organisiert und die Leute sehr nett zu mir waren, aber auch, weil die Reaktionen auf unsere Whiskys fantastisch waren. Die Leute waren wirklich überrascht. Ich verstehe, dass die Menschen misstrauisch sind, weil Whisky aus der Bretagne unüblich ist. Aber sobald sie die Whiskys probierten (vor allem die Fass Proben), waren sie von der Qualität überzeugt.
Alles in allem war es eine wirklich schöne Woche.

Whiskyexperts:Du hast vor vier Jahren die Nachfolge in der Geschäftsführung bei der Warenghem Distillery angetreten und scheinbar einige Dinge in der Whiskyherstellung verändert. Kannst du uns etwas dazu sagen?

David Roussier: In der Tat kam ich vor 4 Jahren in die Brennerei, um sie von meinem Schwiegervater zu übernehmen. Dabei beschlossen wir gemeinsam eine Strategie für die Zukunft: Wir wollen mehr für die High-End-Märkte wie den Export arbeiten. Also beschlossen wir, mit dem Breizh, dem Armorik Classic und dem Armorik Double Maturation eine neue Reihe von Whiskys zu erstellen. Wir haben auch beschlossen, unsere Produktion vollständig zu überprüfen und änderten ein paar Dinge, um einen noch besseren New Spirit zu bekommen. Wir haben uns zusätzlich sehr darauf konzentriert, die bestmöglichen Fässer zu bekommen, weil sie uns den besten Whisky ermöglichen.
Also ja, durchaus ein paar Änderungen und ich denke, es ist eine Verbesserung.

Whiskyexperts: Du betontest, dass eure Situation als Familienunternehmen euch viel Spielraum für Ungewöhnliches lässt. Welche Experimente hattet ihr schon gemacht, welche laufen gerade noch, welche können wir noch erwarten?

David Roussier: Die gute Sache an der Unabhängigkeit und als Familienunternehmen ist, dass man machen kann, was man möchte, auch Dinge, die als seltsam betrachtet werden. Wir experimentierten mit vielen verschiedenen Getreiden: Gerste, Weizen, Buchweizen, Roggen … Wir haben zum Beispiel Weizen Whisky für unsere Blends destilliert und lassen ihn in einigen ungewöhnlichen Fässern wie Sherry reifen. Wir experimentieren natürlich mit verschiedenen Arten von Fässern wie unter anderem Sauternes, und möglicherweise sind wir die einzigen, die einen Whisky verkaufen, der zu 100% in Sauternes reifte.
Ich denke, in der Zukunft werden wir noch eine Menge dieser verschiedenen ungewöhnlichen Dinge abfüllen können.

Whiskyexperts: Vielen Dank für deine Zeit und deine Antworten.

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