Mit einem fast schon biblisch zu nennenden Alter zählt der anlässlich der Eröffnung der neuen Destillerie herausgegebene The Macallan 72yo in Lalique zu den wirklichen Raritäten. Dass dieser aufwendig in einem Lalique-Decanter präsentierte Whisky damit auch einen Wert präsentiert, steht wohl außer Frage. Welchem Wert man so einer Rariät beimisst, muss dann wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Bei einer Versteigerung der Just Whisky Auktionsplattform erzielte diese Flasche am Sonntag jedenfalls £90,750 – der Mindestpreis, unter dem nicht verkauft worden wäre, lag bei £83,000.
Der von Lalique geschaffene Decanter soll mit seiner sich hebenden und senkenden Silhouette an das Dach der neuen Destillerie erinnern, die Kasette ist nach einem Design von Burgess Studio von NEJ Stevenson handgefertigt. Der Whisky selbst stammt aus den 1940ern und wurde in ausgewählten Stores, an einigen Flughäfen und im Besucherzentrum selbst verkauft – wir haben zum Erscheinen von einem Verkaufspreis von ca. £48,000 berichtet.
Und falls Sie sich fragen, ob so ein alter Whisky überhaupt noch schmecken kann: Ja, kann er, und zwar ganz vorzüglich. Auch wenn wir diese Abfüllung selbst nicht verkosten konnten, so wurde zu der Eröffnungsfeier in der neuen Destillerie, zu der auch wir von Whiskyexperts eingeladen waren, ein The Macallan aus dem Jahr 1947 serviert – und dieser war hervorragend, absolut nicht überholzt und keine Spur von müde.
Abschließend noch die Tasting Notes zur Abfüllung, die jetzt in der Auktion versteigert wurde – man darf ja ein wenig träumen…
COLOUR
Golden Amber
NOSE
A delicate peat starts, leading to a soft, aged oak smoke. A body of refreshing citrus lemons and green apples, with a background of vanilla pods and raisins, with the smallest hint of ginger.
PALATE
Delicate peat smoke combines with a soft vanilla, and a surprising sweet oak smoke. A gentle wood spice combines with a delicate peat smoke, which gradually fades to leave a viscous mouth coating of citrus fruits and subtle green apples.
Was wir diesmal als Gewinnspiel für Sie vorbereitet haben, ist einzigartig: Gemeinsam mit dem Craft Whisky Club und seiner Caskshare-Plattform aus Schottland verlosen wir unter unseren Lesern 10 Fassanteile von Fässern aus den Brennereien Ardnamurchan und Isle of Raasay Distillery. Dort lagern insgesamt 10 Fässer, deren Inhalt nach der Reifung abgefüllt und als Bottling den Anteilhabern übergeben wird. So besitzen Sie dann Ihre ganz spezielle Einzelfassabfüllung, die niemals in den Handel kommt.
Das geht natürlich auch abseits unseres Gewinnspiels bei Caskshare – und hier einige Infos zu dieser Plattform von deren Webseite:
Was ist Caskshare?
Caskshare ist Crowdfunding für Whiskyfässer. Unsere einzigartige Plattform ermöglicht es Whisky-Liebhabern, Anteile an Fässern zu reservieren, sodass Sie auf viele Vorteile des Fassbesitzes zugreifen können, ohne einen großen finanziellen Aufwand zu benötigen. Kombinieren Sie Ihre Anteile in verschiedenen Fässern und entdecken Sie eine völlig neue Art, sich mit Ihren Lieblingsbrennereien zu verbinden.
So funktioniert es:
Reservieren: Sie reservieren Anteile an Fässern. Um dies zu vereinfachen, sind die Anteile in Flaschen und Sie können eine oder mehrere Flaschen in Fässern reservieren. Sie können aus verschiedenen Fässern mischen und anpassen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Hölzern, verschiedenen Reifedaten, verschiedenen Brennereien. Bauen Sie Ihr eigenes Whisky-Portfolio! Der von Ihnen bezahlte Mindestpreis deckt alles außer Versandkosten ab (einschließlich Mehrwertsteuer und Zoll, sofern sich dies nicht wesentlich ändert). Der Versand erfolgt nach Abfüllung Ihres Whiskys.
Reifen: Ihr Whisky reift in den Brennereien. Alle Ihre Freigaben werden über die Caskshare-Online-Plattform verwaltet. Hier haben Sie Zugriff auf alle wichtigen Informationen und können den Fortschritt Ihrer Aktie auf dem Weg zur Reife verfolgen.
Genießen: Sobald Ihr Whisky die Reifung erreicht hat, wird er von der Brennerei in Flaschen abgefüllt. Wir kümmern uns um Versand und Etikettierung und Ihr Whisky wird zu Ihnen geliefert!
Und von diesen 10 Fässern können zehn unserer Leser jeweils einen Anteil gewinnen:
Malerisch an der Westküste Schottlands gelegen: Ardnamurchan
Fass 706P – Ardnamurchan
Typ: Ex-Bourbon
Spirit: getorft
Fülldatum: August 2015
Lagerung: Bei Ardnamurchan
Abfülldatum: Kurz nach dem Erscheinen des ersten Ardnamurchan Single Malts – ca. 2021
Abfüllung in Fassstärke
Fass 707P – Ardnamurchan
Typ: Ex-Bourbon
Spirit: getorft
Fülldatum: August 2015
Lagerung: Bei Ardnamurchan
Abfülldatum: 2 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Ardnamurchan Single Malts – ca. 2023
Abfüllung in Fassstärke
Fass 708P – Ardnamurchan
Typ: Ex-Bourbon
Spirit: getorft
Fülldatum: August 2015
Lagerung: Bei Ardnamurchan
Abfülldatum: 4 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Ardnamurchan Single Malts – ca. 2025
Abfüllung in Fassstärke
Isle of Raasay Distillery
Fass 18/487 – Isle of Raasay Distillery
Typ: ex-Bourbon Four Roses
Spirit: getorft
Fülldatum: Oktober 2018
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: November 2031
Abfüllung in Fassstärke
Fass 19/232 – Isle of Raasay Distillery
Typ: Gelbeichenfass (Quercus muehlenbergii)
Spirit: ungetorft
Fülldatum: März 2019
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: April 2024
Abfüllung in Fassstärke
Fass 19/415 – Isle of Raasay Distillery
Typ: ex-Bordeaux Chateau Margaux
Spirit: ungetorft
Fülldatum: April 2019
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: Mai 2027
Abfüllung in Fassstärke
Fass 19/233 – Isle of Raasay Distillery
Typ: Gelbeichenfass (Quercus muehlenbergii)
Spirit: ungetorft
Fülldatum: März 2019
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: April 2024
Abfüllung: 46% Alk. vol.
Fass 18/433 – Isle of Raasay Distillery
Typ: ex-Bourbon Four Roses
Spirit: getorft
Fülldatum: Oktober 2018
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: November 2031
Abfüllung: 46% Alk. vol.
Fass 19/235 – Isle of Raasay Distillery
Typ: ex-Ex american Rye
Spirit: getorft
Fülldatum: März 2019
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: April 2029
Abfüllung in Fassstärke
Fass 19/118 – Isle of Raasay Distillery
Typ: speziell angefertigtes ex-Speysidefass mit 30 Liter
Spirit: ungetorft
Fülldatum: Februar 2019
Lagerung: Bei der Isle of Raasay Distillery
Abfülldatum: März 2022 (rasche Reifung durch kleines Fass)
Abfüllung in Fassstärke
Und so gewinnen Sie einen Anteil aus unseren zehn Fässern:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Welche Holzart wird für alle unsere Whiskyfässer (und alle Whiskyfässer in Schottland) verwendet?
a) Eiche
b) Zirbe
c) Birne
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Caskshare“!
3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.
Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 4. August 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die drei Gewinnerinnen oder Gewinner der Preise und geben sie am 5. August 2019 bekannt. Der Gewinn wird dann von uns versendet.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Caskshare“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 4. August 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 5. August 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Craft Whisky Club und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen nach deren Abfüllung erfolgt durch den Craft Whisky Club. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Und wieder was Schönes, was gerade in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgetaucht ist: Vom Singleton of Glen Ord wird es eine fassstarke Ausgabe mit 55.3% Alkoholgehalt geben, mit einem Alter von 18 Jahren. Auffällig auch die recht interessante Gestaltung des Labels – sollen die Brombeeren auf eine Geschmacksakomponente hinweisen?
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Ein Glenmorangie ist ein Glenmorangie. Und ein Westport ist auch ein Glenmorangie – allerdings einer, der technisch gesehen ein Blended Malt ist, weil man ihm „einen Teelöffel“ Glen Moray oder ev. einen anderen Whisky zugegeben hat. Denn Glenmorangie erlaubt keinem unabhängigen Abfüller, den Markennamen zu verwenden.
Die zugefügte Menge kann dabei durch aus homöopathischen Usancen entsprechen (kleine Randbemerkung: eine D12-Potenz in der Homöopathie entspricht einem Tropfen Wirksubstanz in der 100.000fachen Wassermenge des Atlantiks).
Sind wir also froh, wir dass unsere Whisky nicht in dieser Verdünnung zu uns nehmen müssen – und dass es auch Serge nicht muss. Sonst hätten wir die nachfolgenden Tasting Notes der heutigen Verkostung nicht:
Westport 17 yo 1997/2014 (48%, Wilson & Morgan, sherry butts, 2nd fill PX finish, casks #3353-3357, 1110 bottles): 86 Punkte
Glenmorangie 27 yo 1991/2019 (55.9%, OB, Rare Cask for 10th Anniversary Loza Dzentelmenow, Poland, oloroso cask finish, 230 bottles): 90 Punkte
Bis Mitternacht sind die zahlreichen Einsendungen bei uns eingetrudelt – kein Wunder, denn der Preis war speziell: Mit Whiskyexperts und nur bei uns konnten Sie die Limited Malthead Edition der DVD „Scotch – A Golden Dream“ gewinnen – und zwar als ein Unikat – handsigniert mit einer Widmung von Lynne McEwan, der Tochter von Jim McEwan, dem ehemaligen Master Distiller von Bruichladdich. Sie hat eine ganz spezielle Widmung auf die DVD geschrieben, die nicht nur Octomore-Fans Freude machen wird. 😉
Bevor wir aber den Gewinner oder die Gewinnerin verraten, hier wie üblich nochmals ein paar Infos zum Film und der Limited Malthead Edition:
Scotch – A Golden Dream
Der Film SCOTCH – A GOLDEN DREAM macht sich gemeinsam mit einigen der größten Namen der Branche auf die Spuren des Whisky-Handwerks. Komplett in Schottland vor Ort gedreht, erzählt der Film die Geschichte des „Wassers des Lebens“. Er wirft einen umfassenden Blick auf die Herstellung von Whisky und die faszinierenden Menschen, die damit täglich zu tun haben. SCOTCH – A GOLDEN DREAM ist zugleich auch die Geschichte von Jim McEwan, Brennmeister und Whisky-Legende. In seiner über 50-jährigen Karriere hat er es vom Auszubildenden zu einem der bekanntesten Gesichter der Branche geschafft. Gekrönt wurde sein Werdegang mit der Übernahme der brachliegenden Bruichladdich Distillery auf seiner Heimatinsel Islay, die er zu neuem Weltruhm geführt hat. In einer Reihe persönlicher Interviews mit ihm und einigen der wichtigsten Köpfe der Whiskybranche wie u. a. Dr. Bill Lumsden (Glenmorangie), Georgie Crawford (Lagavulin), Richard Paterson (The Dalmore) und dem Whisky-Experten Charles MacLean werden die Geschichte des und Geschichten um das „Uisge Beatha“ (gäl.: Wasser des Lebens) mit Leben erfüllt.
Die Limited Edition enthält eine Menge Goodies, so zum Beispiel einen Kofferanhänger, eine Karte Islays, einen Artikel über Whiskyfässer, Postkarten und eine Broschüre, in der wir aus jeder arbeitenden Islay-Destillerie einen Einsteiger-Whisky vorstellen.
Und unsere spezielle Unikat-Edition wurde von Lynne McEwan mit „Octomore – Our Favourite Head F**K!“ signiert – eine Hommage an den torfigsten Whisky der Welt, der vielen Peatheads komplett den Kopf verdreht 😉
Und gewonnen hat:
Anja Klein aus 90429 Nürnberg
Wir gratulieren recht herzlich und senden Ihnen die DVD in den nächsten Tagen zu!
Und schon heute geht es in Kürze mit einem neuen Gewinnspiel los – mit Preisen, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Aber nur fast 😉
Mit freundlicher Genehmigung von Tomatin bringen wir hier elf Bilder von den Wartungsarbeiten, die zur Zeit in der Highland-Destillerie Tomatin durchgeführt werden. Im Moment werden gerade die Wash Stills 2-5 mit neuen Schulterteilen versehen. Dazu musste das Dach des Mash Hauses abgetragen und ein Wassertank ersetzt werden. Dazu kommt noch, dass die Schulterteile der Brennblasen etwas „ausserirdisch“ wirken – was insgesamt recht interessante Fotos ergibt.
Nochmals herzlichen Dank an Tomatin für die Erlaubnis zur Verwendung dieser Bilder!
Leser, die schon länger den Whiskymarkt verfolgen, werden jetzt wahrscheinlich ebenso stutzig werden wie wir es wurden: Holla, einen 34 Jahre alten Dailuaine gab es doch schon mal, und zwar im Jahr 2015? Stimmt, aber der war mit 50.9% Alk./Vol. abgefüllt – und ein Teil der Special Releases von Diageo damals.
Jetzt aber ist da ein Label zu finden, das zu einer Flasche mit 44.3% Alk./Vol. gehört – und bislang gab es weder eine offizielle noch eine unabhängige Abfüllung mit genau dieser Alkoholstärke. Was auch noch interessant ist: Abgesehen von einem Importhinweis auf der Rückseite, findet man nichts über die Abfüllung, auch nicht eine Flaschenanzahl oder über die Fassauswahl.
Insofern ist dies ein sehr eigenartiger Eintrag in der us-amerikanischen TTB-Datenbank, und man könnte nun annehmen, dass er entweder a) fehlerhaft, b) vielleicht eine Abfüllung der Special Releases 2019 darstellen könnte oder eventuell c) eine Abfüllung der nicht breit gehandelten Prestige-Range ist, in der seltene Abfüllungen abgefüllt werden? Denn eine unabhängige Abfüllung kann das nicht sein, da dürfte nämlich der Destilleriename nicht so groß auf dem Label stehen…
Schauen Sie sich das Label mal an und bilden Sie sich Ihre Meinung…
Addendum: Die wahrscheinlichste Auflösung des Rätsels dürfte wohl c) sein, denn offensichtlich handelt es sich um eine Einzelfassabfüllung aus einem Fassaus Privatbesitz:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
An diesem Sonntag im Juli können wir Ihnen bereits zum 137. mal die Whiskyvideos und Podcasts der Woche vorstellen, in denen wir Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ bringen, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Folge Nummer 137 haben einen Podcast und diese Videos für Sie vorbereitet:
Whisky & Vinyl – Broadbay (Laphr.) aus der Darkness!-Reihe
Schnaps.Blog – St. Kilian One
Whisky Dodo – Ben Nevis 22 Jahre von Best Dram
Pat Hock – Glentauchers & Highland Park
Malte Talks Malts – Glendronach 21yo „Parilament“
Whisky Evening – Michel Couvreur Malt Whisky aus Frankreich
Malt Mariners – St. Kilian The One
Whisky a. d. S. eines Amerikaners – Oban 2018 DE
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Am Donnerstag präsentierte die Teeling Distillery bei einem gelungenen Event den ersten Single Pot Still Whiskey aus der eigenen Destillerie in Deutschland. Von Teeling war dafür Commercial Manager Darran Lovely extra nach Fulda angereist – und im Vorfeld konnten wir mit ihm ein interessantes Interview führen, das wir Ihnen heute als unser exklusives Sonntagsvideo präsentieren möchten.
So interessierte uns zum Beispiel die Frage, warum erst Batch #3 den Weg aus Irland gefunden hat – die Antwort von Darran war so einfach wie ehrlich (und für uns nach der Verkostung übrigens auch absolut nachvollziehbar). Außerdem wollten wir von ihm unter anderem wissen, welchen Whiskey man zur Zeit als Distillery Exclusive in der Brennerei in Dublin kaufen kann. Wer also einen Urlaub in Irland und einen Besuch in der Brennerei plant, der weiß dann Bescheid.
Jedenfalls wünschen wir Ihnen viel Vergnügen beim 10 Minuten langen Gespräch mit Darran – und freuen uns darauf, Ihnen etwas später heute auch wieder Verkostungsvideos aus Deutschland vorstellen zu können. Bis dahin einen schönen Sonntag!
Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun über einem Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Die meisten Islay-Abfüllungen, die man so im Glas hat, sind jung und kräftig – man will das ja in der Regel auch so. Wer dann hin und wieder einmal zum Beispiel einen über 30 Jahre alten Bunnahabhain oder Caol Ila im Glas hat, der kann davon berichten, dass diese gut gereiften Abfüllungen eine ganz eigene und nicht wirklich mit den Jungspunden vergleichbare Qualität haben.
Und weil wir als Beispiel einen Bunnahabhain mit 30 Jahren angeführt haben: Der wäre in der heutigen Verkostung von Angus MacRaild auf Whiskyfun ein solcher Jungspund, denn hier werden Sie heute nichts jünger als 40 Jahre finden. Die Destillerien heute: Bowmore und eben Bunnahabhain.
Lassen Sie sich also von den Beschreibungen der alten Islay-Whiskys verzaubern, die sich in der Verkostung fanden:
Bunnahabhain 40 yo 1978/2018 (47.8%, Signatory Vintage 30th Anniversary, cask #2578, refill sherry butt, 484 bottles): 90 Punkte
Bunnahabhain 50 yo 1968/2019 (41.8%, Signatory Vintage 30th Anniversary, #12397, refill sherry butt, 323 bottles): 91 Punkte
Bowmore 40 yo 1970/2010 (43.2%, Signatory Vintage ‘Cask Strength Collection’, cask #4467, 1st fill oloroso sherry butt, 489 bottles): 91 Punkte
Bowmore 41 yo 1974/2016 (50.4%, Signatory Vintage ‘Cask Strength Collection’, cask #9007, hogshead, 108 bottles): 87 Punkte
Und da sage noch einer, die Vergangenheit seit bestens erforscht: Laut einem Artikel im Whisky Magazin (unbedingt lesenswert) haben Historiker in einem alten Text den ersten Hinweis auf eine Whiskybrennblase in Schottland gefunden – und zwar in einer alten Handschrift aus dem Jahr 1505 in Aberdeen.
Das ist zwar nicht die erste urkundliche Erwähnung von Whisky in Schottland überhaupt (die datiert ins Jahr 1494 mit einer Bestellung von Zutaten zur Whiskyherstellung in der Lindores Abtei), aber die erste Erwähnung einer technischen Apparatur dazu. Und: Es kann durchaus sein, dass die Bestellung der Zutaten für die Brennblase am Hof gar nicht für Trinkwhisky gedacht war, sondern als wichtiger Zusatzstoff für die Schießpulvererzeugung.
Gefunden hat diesen Hinweis Dr. Claire Hawes in den Burgh Records in Aberdeen, einem Stadtregister mit über 1.5 Millionen Wörtern, im Zuge der Digitalisierung des Archivs. In der Vorbereitung für das Register der Zeit zwischen 1398 und 1511 ist sie über die Erwähnung gestolpert.
Image from page 45 of „The armorial ensigns of the royal burgh of Aberdeen : with some observations on the legend relating to the capture and demolition of the castle“ (1888)
Es ging um die Hinterlassenschaft von Sir Andrew Gray, dessen Besitz aufgelistet wurde. Darunter fand sich auch der Hinweis auf „ane stellatour for aquavite and ros wattir“ – und auch für uns Laien unschwer darin zu erkennen das Wort auqavitae, die historische Bezeichnung des Wassers des Lebens, also Whisky. Ebenfalls enthalten: ros wattir, also Rosenwasser – und damit ist es zumindest recht plausibel, dass der Whisky hier zum Trinken erzeugt wurde.
Vielleicht auch erwähnenswert: Die Forschung wird nun mit einem Zuschuss von 15.000 Pfund weiter finanziert, um vielleicht mehr über diese Brennblase zu erfahren. Geldgeber ist Chivas Brothers, die Besitzer von Glenlivetr und Aberlour.
Der Neubau der Macallan-Destillerie, der im vorigen Jahr im Rahmen einer großen Feier eingeweiht wurde (wir berichteten von dort), ist nach einem Bericht in scotchwhisky.com für den anerkannten RIBA Stirling Prize 2019 nominiert worden, der jedes Jahr für das beste neue britische Gebäude vergeben wird.
Die von den Architekten Rogers Stirk Harbour + Partners entworfene Anlage hat bereits den RIAS Award 2019 und den RIBA Award für Schottland 2019 gewonnen und ist nun auf der sechs Einträge starken Shortlist für den nationalen Preis.
Gelobt wird in der Nominierung die gelungene Integration der Gebäude in die Landschaft der Speyside und die Verbindung zwischen Whiskytechnologie und Architektur.
Anbei nochmals ein paar Eindrücke, die wir zu unserem Besuch bei der Eröffnungsfeier aus der Destillerie festgehalten haben – und ein Video vom Besuch:
Nach den doch recht dicht bestückten Verkostungen der letzten Tage auf Whiskyfun gibt es diesmal bei Serge Valentin wieder ein kleines, aber feines Duo: Er verkostet zwei unabhängige Abfüllungen aus der Glenburgie Destillerie, eine typische Vertreterin der Speyside-Whiskys.
Die beiden gehören allerdings sehr unterschiedlichen Stilrichtungen an: Während die eine Abfüllung aus einem Sherryfass stammt, ist die andere eine reine Bourbonfass-Abfüllung. Insofern ist also die Frage, welche besser schmeckt, von jener nach der besseren Benotung unabhängig zu betrachen, denn da zählt wohl auch mit, welchen Stil man selbst präferiert.