Whisky im Bild: Tantallon Castle (Wallpaper)

Sich für Whisky zu begeistern heißt nicht nur, der Leidenschaft am Genießen des Wassers des Lebens zu frönen – es bedeutet für viele auch Begeisterung für die Whiskyregionen dieser Welt und deren Schönheit, und etwas Gemeinschaftliches, das dazu beflügelt, den Genuss zu teilen.

Maik Ahlers verbindet diese drei Leidenschaften in einer Person: Er liebt das Wasser des Lebens (auch in seinem Beruf, er arbeitet bei Kirsch Whisky), er begeistert sich für die Schönheiten Schottlands – und er gibt dies gerne weiter. So zum Beispiel mit einem Wallpaper von Tantallon Castle, das er bei einer seiner letzten Schottlandreise fotografiert hat. Sein stimmungsvolles Bild teilt er rechtefrei mit unseren Lesern – ein herzliches Danke dafür!

Das Bild in seiner vollen Auflösung (12.8 MB, 6000×4000 Pixel) können Sie hier für sich herunterladen, untenstehend finden Sie es verkleinert zum Ansehen und Anklicken. Dazu hat er uns auch drei weitere Bilder zur Verfügung gestellt, die Tantallon Castle und die Umgebung zeigen. Maik schreibt dazu:

Das Bild zeigt Tantallon Castle, eine Burgruine die ca. 5km von North Berwick entfernt ist (ca. 1 Stunde Fahrt von Edinburgh). Das Foto habe ich im August letzten Jahres geschossen.

Bei unserem Besuch der Ruine – den ich übrigens nur sehr empfehlen kann – ist uns ein sehr schöner Strand östlich der Burg aufgefallen. Man sah dort eine Höhle, viele kleine Klippen und einen wirklich schönen Sandstrand. Zu unserer Verwunderung war der Strand komplett verlassen, niemand war dort zu sehen. Auf Google Maps war auch nicht ersichtlich wie man dort hingelangen könnte. Beim netten Wärter erfuhren wir dann, dass der Strand im Privatbesitz eines ansässigen Bauern ist, der auf einer Klippe oberhalb des Strandes wohnt. Es gibt aber die Möglichkeit für 3 Pfund durch eine Schranke dort hinzukommen – für das Geld ließen wir uns natürlich nicht lumpen dort vorbeizuschauen. Man muss nur beachten: Bei Sonnenuntergang muss man wieder raus sein, da man sonst nicht mehr durch die Schranke kommt.

Was soll ich sagen, wir waren echt begeistert! Man konnte einiges dort unten entdecken – ich hätte mich noch stundenlang dort aufhalten können. Natürlich habe ich die Gelegenheit noch genutzt um ein paar schöne Bilder dort zu machen. So auch diese Langzeitbelichtung des Tantallon Castle in einer etwas düsteren schwarz-weiß Version.

Hier also das Wallpaper dazu:

Tantallon Castle© Maik Ahlers

Und hier die weiteren Bilder:

Tantallon Castle Innenhof. © Maik Ahlers
Tantallon Castle © Maik Ahlers
Blick vom Schloss auf Bass Rock © Maik Ahlers
Der geheime Strand © Maik Ahlers

Forbes: Die 25 meistverkauften Whiskymarken der Welt

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Eine recht interessante Liste auf Forbes, zusammengestellt aus Veröffentlichungen vom Anlaysten IWSR, The Spirits Business und anderen Quellen, nennt die 25 Whiskymarken, die weltweit die größten Mengen an Whisky verkaufen. Die Liste repräsentiert Zahlen für 2017, und die angegebenen Mengen sind in Cases, also Einheiten zu 12 Flaschen oder 9 Litern, angegeben.

Die meistverkaufte Whiskymarke kommt aus Indien und hat 2017 283.5 Millionen (!) Liter verkauft – Officer’s Choice. Auch Platz 2 bis vier gehen an indische Marken, erst auf Platz fünf folgt der erfolgreichste internationale Whisky, Johnnie Walker, noch vor Jack Daniel’s. Jim Beam schafft es in die Top Ten, die ansonsten, abgesehen von den oben erwähnten Whiskeys, rein indisch belegt sind. Jameson findet sich als bester (und einziger irischer Whiskey) auf Platz 15, noch hinter dem bestplatzierten kanadischen Whiskey, Crown Royal.

Interessanter Lesestoff, auch um zu sehen, wie die Verteilung der Top-Marken auf die Getränkegiganten aussieht. Die komplette Liste können Sie hier abrufen.

Hier sehen Sie die meistverkaufte Whiskymarke der Welt.

Serge verkostet: Loch Lomond in Variationen

Loch Lomond ist die „japanischste“ der schottischen Destillerien. Warum? Weil eine Besonderheit der japanischen Brennereien ist, dass sie viele verschiedene Arten von Stills unter einem Dach beherbergen, und damit in eigentlich verschiedenste Stile unter einem Dach produzieren können. Das ist auch bei Loch Lomond der Fall. Und daher ist der Output der Highland-Brennerei so mannigfach wie bei keiner anderen schottischen Destillerie.

Nur: Bis vor einiger Zeit war die Vielzahl der Möglichkeiten nicht unbedingt immer von Qualität begleitet. Das hat sich in den letzten Jahren, so sagt auch Serge, wesentlich gebessert, so dass er nach seinen Worten Loch Lomond nicht nur aus „experimentellen Zwecken“ verkostet, sondern auch aus positivem Interesse.

In diesem Sinne verkostet er heute also eine Auswahl an Loch Lomonds unter den verschiedenen Namen, die sie tragen können, und die Ergebnisse reichen von brauchbar bis sehr gut:

  • Loch Lomond (46%, OB, single grain, 2016): 78 Punkte
  • Inchmurrin (46%, OB, Island Collection, Madeira finish, 2015): 79 Punkte
  • Inchmurrin 18 yo (46%, OB, Island Collection, 2015): 81 Punkte
  • Loch Lomond 18 yo (46%, OB, 2016): 76 Punkte
  • Inchmurrin 10 yo 2007/2018 (53.5%, Kintra, 1st fill bourbon, 234 bottles): 84 Punkte
  • Inchmurrin 13 yo 2004/2018 (50.3%, OB for The Whisky Mercenary, cask #2231, 230 bottles): 88 Punkte
  • Inchmurrin 23 yo 1993/2016 (56.5%, Signatory Vintage, hogshead, cask #2854, 260 bottles): 82 Punkte
  • Croftengea 10 yo 2007/2017 (56.6%, Jack Wiebers, Fighting Fish, bourbon, 324 bottles): 86 Punkte
  • Inchmoan 14 yo 2004/2018 (52.4%, OB, for Holy Dram IL, bourbon hogshead, cask #68, 220 bottles): 87 Punkte

Und wenn Sie jetzt von der Vielzahl der Namen verwirrt sind, dann lesen Sie die Verkostung bei Serge ganz, er zählt im Einleitungstext noch weitere auf 😉

Loch Lomond. Bild: Potstill Wien

PR: Templeton Rye kündigt Abfüllung in Fasstärke an

Aus den USA sind wir über eine Neuerscheinung informiert worden: Templeton Rye Whiskey aus Iowa kommt mit einer fassstarken Version des beliebten Rye Whiskeys auf den – zunächst wohl nur – us-amerikanischen Markt. Die neue Version ist mit 57,2% vol. abgefüllt und kostet 59,99 US-Dollar. Ob diese Abfüllung es so wie die reguläre Abfüllung auch in unseren Handel kommen wird, können wir nicht sagen – in letzter Zeit schaffen es aber immer mehr fassstarke Bourbons, in den Regalen der deutschen, österreichischen und schweizer Fachhändler aufzutauchen.

Alle weiteren Infos, auch das Geschmacksprofil, können Sie dem untenstehenden englischsprachigen Text entnehmen:


INTRODUCING TEMPLETON RYE BARREL STRENGTH STRAIGHT RYE WHISKEY

New Limited Edition Expression Pays Homage to Templeton Iowa’s Spirit on Heels of Distillery Grand Opening

Templeton Rye Whiskey announces the launch of a new limited edition expression, Barrel Strength Straight Rye Whiskey in celebration of the people and rich history of its hometown, Templeton, Iowa.

Templeton Rye Barrel Strength is both complex and intriguing and represents the expression in its purest form. This exquisite whiskey is a fitting tribute and salute to the town of Templeton – a small town with a strong spirit.

Natural, non-chill filtered and bottled at 57.2% ABV, this special addition to the Templeton Rye portfolio is a barrel strength edition matured and aged to perfection in flame charred American oak barrels bursting with rye spice and black pepper giving way to summer fruits, butterscotch and oak. Complex notes of orchard fruits deliver a delicate warmth with a lingering finish dovetailing beautifully with a velvety character that balances its considerable strength.

In August, Templeton Rye hosted a grand opening event, welcoming city and state officials, special guests and Templeton residents. The event was held in celebration of the organization’s new 34,500 square-foot distillery, a $35 million project that will more than double its staff, bringing 17 jobs to a community of 350 residents, feature a museum and visitor center, and produce up to 500,000 proof gallons of rye whiskey annually.
Templeton Rye Barrel Strength Straight Rye Whiskey is now available at a suggested retail price of $59.99. Boasting a full body, luscious finish and complex flavor, Templeton Rye Barrel Strength Straight Rye Whiskey is best enjoyed neat or on the rocks.

Whisky im Bild: Ein Besuch bei BenRiach (10 Bilder)

Unser nächster visueller Destilleriebesuch steht an, und diesmal zieht es uns gemeinsam mit Lydia Frontczak zu BenRiach in der Speyside – jene Destillerie, die von einem Konsortium rund um Billy Walker (er leitet nun GlenAllachie) an den us-amerikanischen Getränkekonzern Brown-Forman (Jack Daniel’s) verkauft wurde, gemeinsam mit Glendronach und Glenglassaugh.

Lydia Frontczak hat uns von ihrer kürzlichen Reise in die Highlands und in die Speyside 10 Bilder aus BenRiach mitgebracht, und viele davon zeigen interessante, nicht so häufig gesehene Perspektiven auf die Brennerei.

In diesem Sinne: Willkommen bei BenRiach!

BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak
BenRiach. Bild © Lydia Frontczak

Blackwater Distillery in Ballyduff beginnt Whiskeyproduktion

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Es scheinen momentan irische Wochen in der Whisk(e)yindustrie zu herrschen, denn auch heute können wir mit einer Nachricht aus Irland aufwarten. Diesmal ist sie, im Gegensatz zum Bericht über den Baustopp bei der Quiet Man Distillery, erfreulich:

Wie The Spirits Business berichtet, hat die Blackwater Distillery in Waterford mit der Produktion begonnen und ist damit die 21. operative Brennerei in Irland. Erst Ende März 2017 hat man die Baugenehmigung erhalten, und damals ein Video produziert, das das Gebäude zeigte, in dem die Brennerei entstehen sollte:

Nun also ist es soweit, die Produktion von Whiskey hat, neben der bereits laufenden Gin-Produktion, begonnen. Die drei Stills wurden in Siena, Italien, von Frills hergestellt und nach Irland gebracht. Die Brennerei in Ballyduff, nahe Lismore in County Waterford, will Single Malt und Pot Still Irish Whiskey produzieren. Man gibt an, die erste Brennerei zu sein, die auf Blockchain-Technologie setzt, unseres Wissens gehört aber die Krone in dieser Disziplin der Adelphi-Destillerie Ardnamurchan.

Ab Anfang 2019 will man auch Führungen für die Öffentlichkeit anbieten.

Die Stills der Blackwater Distillery. Quelle: Facebook

PR: Eva Kasprowski wird Field Force Managerin bei DIAGEO Germany GmbH

Neuigkeiten von Diageo Deutschland, die vor allem unsere Fachleser betreffen: Eva Kasprowski wird Field Force Managerin für den deutschen Off Trade (also für den Verkaufsbereich, der nicht Bars und Rstaurants – On Trade – sondern Lebensmittel- und Fachhandel betrifft).

Über ihre neuen Aufgaben und ihren Werdegang informiert Diageo Deutschland in der folgenden Pressenotiz:


Eva Kasprowski wird Field Force Managerin bei DIAGEO Germany GmbH

Eva Kasprowski übernimmt zum 1. Dezember 2018 die Position der Field Force Managerin Germany Off Trade bei DIAGEO Germany. Sie folgt damit auf Frank Thoms und wird in ihrer Position an Horst Körte, Sales Director Off Trade Germany, berichten.

Eva Kasprowski. Bild: Diageo

Eva Kasprowski bringt umfassende Erfahrungen aus den Bereichen Vertrieb und Trade Marketing mit. Während ihrer beruflichen Laufbahn hat Kasprowski zum nationalen und internationalen Auf- und Ausbau von Märkten, Kunden und Abteilungen beigetragen sowie Sales- und POS-Strategien geplant, umgesetzt und Sales-Teams erfolgreich aufgebaut und entwickelt. Vor ihrer Tätigkeit bei DIAGEO war sie als Business Director Vertrieb bei der Stein Promotions GmbH tätig, wo sie das Wachstum bei Bestandskunden sowie das Projektgeschäft erfolgreich ausbauen konnte. Weitere Stationen waren Capri Sun, BlackBerry, Nielsen und Mars.

„Wir haben mit Eva Kasprowski eine versierte Vertriebsspezialistin mit einem großen Erfahrungsschatz fürunser Off Trade Team gewinnen können, die die besten Voraussetzungen für diese wichtige Schlüsselposition mitbringt“, so Horst Körte, Sales Director Off Trade Germany. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir mit Eva Kasprowski die positive Entwicklung unseres Off Trade Bereichs in Zukunft weiter ausbauen werden.“

Entscheidung über Zukunft von Dallas Dhu im Januar 2019

Eine ewige Geschichte mit vielen Schritten und wenig Bewegung – so könnte man die bisherigen Vorkommnisse um eine mögliche Wiedereröffnung der jetzt als Museum fungierenden Brennerei Dallas Dhu in der Speyside bezeichnen.

Dallas Dhu. Photo credit: shnaider_sem on Visualhunt / CC BY-ND

Nun aber ist, laut einem Artikel in The Herald, mit einer essentiellen Entscheidung zu rechnen: Im Januar soll aus sechs Vorschlägen, wie man Dallas Dhu wieder zu einer arbeitenden Destillerie machen kann, ein Projekt ausgewählt werden. Mehr als 70 Unternehmen haben sich nach einem Aufruf von Historic Environment Scotland gemeldet und Ideen eingebracht, die nun vorliegenden sechs Konzepte sind schon die Shortlist dessen, was zur Auswahl stand.

Gemeinsam mit Brora, Port Ellen und Rosebank könnte Dallas Dhu also eine wiedererstandene historische Brennerei werden – im Januar wissen und berichten wir mehr.

Dallas Dhu – Wash Back. Photo credit: shnaider_sem on VisualHunt / CC BY-ND
Dallas Dhu Mash Tun. Photo credit: shnaider_sem on VisualHunt.com / CC BY-ND

TTB-Neuheiten: Aberlour, Glendronach, Highland Park, Bruichladdich, Tamdhu

Von einer großen Menge neuer Einreichungen für die us-amerikanische TTB-Datenbank können wir heute berichten, und wir haben uns dabei auf Abfüllungen beschränkt, die nicht nur für die USA von Interesse sein sollten (auch wenn ein Erscheinen in der Datenbank nicht zwangsläufig ein Erscheinen am Markt bedeuten muss). Lassen Sie uns gleich ohne viel Vorrede beginnen:

Von Aberlour scheint eine aus Bourbon-Fässern stammende Variante in Vorbereitung, der Aberlour A’Bunadh Alba. Auf dem Label wird er mit 55.5% vol. angegeben, und die Batchnummer ist 082, wir vermuten deshalb, dass beide Zahlen eher Platzhalter darstellen. Hier die Etiketten:

Glendronach ist gleich mit zwei hochinteressanten Neuheiten vertreten: Ein Glendronach Port Wood 10yo, der die Altersangabe aber nur sehr versteckt im Begleittext trägt. Drei der zehn Jahre durfte er in Port Pipes aus den Douro-Tal in Portugal reifen. Die Tasting Notes finden sich auf der Rückseite. Auch hier die Etiketten für Sie:

Neuheit Nummer 2 aus der Highland-Destillerie Glendronach ist ein Glendronach Master Vintage 1993, der 25 Jahre alt ist. Er stammt aus PX und Oloroso Sherryfässern und wird mit 48.2% Alkohol abgefüllt. Die Mehrzahl bei den Fässern deutet darauf hin, dass man von ihm eine größere Flaschenanzahl erwarten darf. Die Etiketten finden Sie hier, die Tasting Notes befinden sich wieder auf der Rückseite:

Von Bruichladdich wurde der Bere Barley 2010 eingereicht. Er wird aber offensichtlich erst 2019 abgefüllt. Vier verschiedene Farmen haben die Gerste für den 50% vol. starken achtjährigen Single Malt geliefert, wie man den Etiketten entnehmen kann.

Bei Highland Park „Heart of it all“ sind wir eher skeptisch, ob er bei uns erhältlich sein wird, ist er doch eine auf 587 Flaschen begrenzte Einzelfassabfüllung. Warum wir ihn trotzdem aufnehmen: Er ist laut Etiketten nicht für einen Partner gemacht, sondern eher eine generelle Abfüllung. Destilliert 2ßß4 und abgefüllt 2018 kommt der dreizehnjährige Whisky aus einem Refill Sherry Butt in die Flasche, und das mit 63.2% vol.:

Und dann wäre da noch die neue Ausgabe des Tamdhu Batch Strength Batch #004, diesmal mit 57.8% Alkoholstärke. Sie komplettiert unsere Highlight-Liste der neuen Einträge. Die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Scotchwhisky: Hinweise auf mittelalterliche Destillieranlage bei Lindores Abbey

Dort, wo die erste urkundliche Erwähnung von Whisky in Schottland stattfand, nämlich in der Lindores Abbey (und wo jetzt die gleichnamige Brennerei steht, die letzten Dezember den ersten Spirit produzierte), dort haben sich bei Ausgrabungen Hinweise auf eine viel ältere Geschichte der Destillation in Schottland verdichtet.

Lindores Abbey Distillery © Kurt Rottenfusser

Wie Scotchwhisky.com in einem langen und ausführlichen bebilderten Artikel berichtet, hat man schon vor Ort eine Produktionsstätte ausgegraben, deren Reste auf mittelalterliche Tätigkeiten im Bereich Brauen oder Destillation oder Schmiedekunst deuteten – und zwar in einem für diese Zeit industriellem Ausmaß. Zwei Gruben, die auf die Benutzung als Ofen, sowie Abflüsse für Flüssigkeiten, waren entdeckt worden – wofür genau sie aber verwendet wurden, war lange Zeit nach deren Entdeckung 2016 unklar. Man scheute sich zu sagen, wofür die Gruben wirklich verwendet wurden.

Nun aber ist Licht in die Sache gekommen, als man die Rückstände in den Resten der Anlage genauer untersuchte. Man fand nämlich Holzkohle, Keramik und verschiedenste Getreide – was auch im Kontext des Fundes innerhalb eines Klosterbereichs auf Destillation hindeutet. Wohlgemerkt: hindeutet. Auf eine Festlegung mit absoluter Sicherheit will man sich von Seiten der Archäologen nicht einlassen – aber die Möglichkeit, dass es sich tatsächlich um eine mittelalterliche Anlage zur Erzeugung von Alkohol aus Getreide handelt, ist jedenfalls deutlich größer geworden.

Muss man nun die Geschichte des Whiskys in Schottland umschreiben? Nun, die erste urkundliche Erwähnung von Whisky im Jahr 1494 bedeutet nicht, dass die Whiskyproduktion tatsächlich damals erst begann – dass es nun schon weitaus früher als bislang gedacht sein könnte, ist tatsächlich eine kleine Revolution in der Betrachtung des Themas.

Mehr dazu im äußerst interessanten und lesenswerten Artikel auf scotchwhisky.com.

Lindores Abbey, die Geburtsstätte des schottischen Whiskys. Bild von Bubobubo2, GNU-Lizenz

 

Video: Ralfy verkostet Balblair 2000 2nd Edition (Review #754)

Was zeichnet die Highland Destillerie Balblair aus, wenn es um ihre Whiskys geht – und zwar noch ohne dass man sie probiert hätte? Das herausragende Merkmal ist, dass die offiziellen Jahrgänge niemals mit dem Alter, sondern immer nach Vintage, also nach dem Jahr der Einlagerung ins Fass bezeichnet werden – und es daher verschiedene Editionen eines Jahrgangs geben.

Vom Balblair 2000 hat Ralfy die 2. Edition verkostet. Der mit 46% abgefüllte Whisky wurde 2017 aus dem Fass geholt, ist deshalb 17 Jahre alt. Mit 89 von 100 Punkten bewegt sich Ralfy in jenem Bereich seiner Skala (er zeigt keine Whiskys, die unter 80 Punkte erhalten, also nichts, was in seinen Augen nicht mindestens gut ist), mit der er sehr gute, aber nicht herausstechende Whiskys bewertet.

Wieso und warum er diese 89 Punkte vergibt und was er heute sonst noch so in seinem Video zu sagen hat, sehen Sie obenstehend oder auf Youtube, wo sein Video gehostet ist. 

Whisky im Bild: Rundgang durch die Pearse Lyons Distillery (31 Bilder)

Bei unserem Besuch in Dublin Mitte November haben wir auch die Pearse Lyons Distillery in den Liberties besucht, eine kleine und höchst interessante Whiskeybrennerei, die in einer ehemaligen Kirche errichtet wurde.

22 Millionen Euro hat sich der im Frühjahr des Jahres leider verstorbene Besitzer Thomas Pearse Lyons die Renovierung des Gebäudes und des umliegenden Friedhofes kosten lassen, und nicht nur diese Summe, sondern auch die Liebe zum Objekt und dessen Geschichte sieht man der Brennerei an. Sie ist auf ihre Art einzigartig und sehenswert, und wer in Dublin ist und Zeit für einen Besuch findet, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Whiskey aus der Brennerei gibt es noch keinen, allerdings gibt es bereits dreijährigen Whiskey des Unternehmens, der in einer provisorischen Brennerei außerhalb Dublins erzeugt und gereift wurde und der einigen gesourcten Abfüllungen, die man momentan dort kaufen kann, beigefügt wurde. Man kann also noch nicht beurteilen, wie der Whiskey aus Dublin einmal schmecken wird, darauf wird man noch einige Zeit warten müssen.

Kommen Sie mit uns auf einen Rundgang durch die Brennerei – unter den 31 Bildern, die wir ausführlich kommentiert haben, finden sich auch wieder einige Panoramaaufnahmen, die sich wie alle Bilder durch Anklicken vergrößern lassen. Mit einem Mouseover können Sie unsere ausfürhlichen Anmerkungen zu den Aufnahmen lesen. Viel Vergnügen!

Wir danken Mareike Spitzer von irish-whiskeys.de für die Unterstützung bei der Vorbereitung des Besuchs!

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PR: The Sexton – Der Totengräber als Symbol des Aufschwungs!

Ein neuer irischer Whiskey kommt in die deutschen Regale: The Sexton, ein irischer Single Malt Whiskey von Master Blenderin Alex Thomas, macht nicht nur durch sein Flaschendesign auf sich aufmerksam.

Was es mit The Sexton auf sich hat, können Sie in nachfolgender Pressemitteilung lesen:


Der Totengräber als Symbol des Aufschwungs!

THE SEXTON befeuert den Irish Whiskey Boom

The Sexton ist ein irischer Single Malt Whiskey aus der Region Antrim, im Norden der grünen Insel. Seine Heimat verrrät auch die Flasche selbst. Denn das ungewöhnlich sechseckige Design ist nicht nur als Hingucker gedacht, sondern ein Hinweis auf die an der Nordküste Irlands beheimateten Basalt-Gesteine. Die dunkelgrauen bis nahezu schwarzen Gesteinssäulen entstehen durch thermodynamische Vorgänge während der Erkaltung von Lava und ragen als geometrisch regelmäßige und zumeist sechseckige Gesteinssäulen aus dem Boden heraus.

Master Blenderin Alex Thomas hat mit The Sexton einen Whiskey entwickelt, der sich vor allem an Einsteiger richtet; Menschen, die bisher wenig Berührungspunkte mit der Spirituose hatten, aber dennoch nach etwas Besonderem suchen.

Für die Herstellung von The Sexton wird ausschließlich irische Gerste verwendet. Die dreifache Destillation erfolgt in traditionellen Kupferbrennblasen; anschließend reift der Whiskey für vier Jahre in Ex-Sherry-Fässern (Oloroso).  

Im Geschmack präsentiert sich The Sexton mild und zugänglich, aber durchaus mit Tiefe und Charakter – so wie man es von einem Single Malt erwartet. Die Nase zeigt Aromen von dunkler Schokolade, Nüssen, Piment und Marzipan. Am Gaumen Honig, getrocknete Früchte und zarte Eichennoten. Das Finish ist weich und macht Lust auf den nächsten Schluck. Der Alkoholgehalt liegt bei 40% Vol.

Im ausgesuchten Fachhandel ist The Sexton ab sofort für 29,99 EUR UVP erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auch unter https://thesexton.com/

Gratis: Broschüre „Distilleries to Visit“ – Details zu allen besuchbaren Brennereien

Heute dürfen wir Ihnen mit der Unterstützung und freundlichen Erlaubnis der SWA ein besonderes Service bieten, das vor allem für eine geplante Whiskyreise nach Schottland dienlich sein kann, aber auch einfach interessanten Lesestoff bietet:

Die Broschüre „Distilleries to Visit 2018“ ist die aktuellste Zusammenfassung der Daten aller schottischen Brennereien, die Besucher offiziell willkommen heißen. Auf 23 Seiten finden Sie darin die Adressen, Telefonnummern und weitere Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten sowie die Beschreibung aller Tourmöglichkeiten samt der Preise dafür – übersichtlich nach Regionen und darin alphabetisch geordnet.

12 Brennereien im Besitz von Diageo – aber die Broschüre der SWA bietet natürlich auch Infos zu allen anderen schottischen Brennereien mit offiziellem Besucherzugang…

Die Servicebroschüre können Sie untenstehend durchblättern (ein Klick auf das Symbol rechts oben macht sie bildschirmgroß), und bei Bedarf mit dem Link darunter auch auf Ihr Endgerät speichern.

Wir danken nochmals der SWA für die Erlaubnis, die Broschüre unseren Lesern anbieten zu können und wünschen Ihnen viel Vergnügen und vielleicht auch erfolgreiche Vorbereitung Ihres nächsten Schottlandurlaubs…

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