Neu ab heute: Springbank Local Barley 11yo

The race is on: Ab sofort ist laut Springbank der neue Springbank Local Barley 11yo erhältlich – wohl momentan nur direkt in Campbeltown, dann im United Kingdom, aber sicher innerhalb der nächsten (überschaubaren) Zeit auch bei uns am Kontinent. Und wenn er so begehrt sein wird wie sein Vorläufer, dann sollte man sich auf einen ziemlichen Run auf das Bottling vorbereiten.

Der Springbank Local Barley 11yo wurde mit Gerste von der Aros Farm nahe dem Machrihanish Airport gebrannt. Dabei handelt es sich um Bere Barley. Abgefüllt wurde er mit 53.1%  – 13 Tonnen Gerste wurden verarbeitet und der so gewonnene Spirit in 26 Bourbon Casks gelagert. Die Ausbeute: ca. 9000 Flaschen, die weltweit verkauft werden.

Hier die Tasting Notes im Originaltext:

Nose: Freshly baked bread with sweet notes of sun dried bananas to contrast with the salted caramel topping
Taste: The promise given in the nose delivers, a lovely creaminess and sweetness of grapes, custard, honeycomb and marshmallow.
Finish: There’s a nutty quality about this, almonds, hazelnuts and walnuts as wellness an air of indulgence, rich and buttery with an elegant finish that keeps on giving.

In Schottland wird er ab heute um £82.50 im Cadenhead Shop in Campbeltown verkauft (1 Flasche pro Besucher). In den nächsten Tagen gibt es ihn dann im Vereinigten Königreich, danach in den anderen Ländern (ca. 40 an der Zahl). Wann exakt, hängt von den Importeuren in den einzelnen Ländern ab, es wird aber in Deutschland nicht sehr lange dauern, bis er auf dem Markt ist.

Interessant übrigens auch eine Stellungnahme von Springbank zur Preisgestaltung der Abfüllung, die Sie hier auf der offiziellen Website finden können. Absolut lesenswert, weil sie gut die Problematik der Preisfindung für Destillerien beschreibt.

BBC: Single Malt Exporte erstmals über einer Milliarde Pfund

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Es scheint, als würde der Boom bei Single Malt wieder Fahrt aufnehmen: Wie die BBC heute berichtet, ist der Wert der Exporte bei Single Malt im Vorjahr erstmals in der Geschichte über die Grenze von 1 Milliarde Pfund gestiegen – und jener von Scotch insgesamt auf fast vier Milliarden. Diese positiven Zahlen kommen nach einer kleinen Delle in den Jahren 2014 und 2015.

Das Plus ist durchaus beachtlich: Von 914 Millionen Pfund auf 1.024 Milliarden stiegen die Exporte im Jahresvergleich an. Zwar ist die Menge der exportierten Single Malts im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen, aber die Preise haben angezogen und das Plus verursacht.

Exporte machen bei Single Malt 93% des Wertes aus, also nur 7 Prozent werden auf dem heimischen Markt verkauft. 

Welche Märkte besonders zum Plus beigetragen haben, können Sie dem Artikel auf BBC entnehmen.

(Unser Titelbild zeigt einen Blick in die Kinninvie Distillery)

spirit-ambassador.de: Glenfiddich – Von Visionen und dem Willen zum Erfolg

Thomas Zilm widmet sich heute mit dem neuesten Beitrag auf seinem Blog spirit-ambassador.de der Destillerie Glenfiddich, die manchmal, so absurd das klingt, unter ihrer Pionierleistung leidet – wie auch Thomas Zilm schreibt. Für viele war Glenfiddich der erste Malt, mit dem sie in Verbindung kamen, und dementsprechend haftet ihm der Ruf des Einsteigerwhiskys an. Wer allerdings mit unterschiedlichen Single Malts von Glenfiddich in Berührung gekommen ist, der weiß, dass man von dort auch Komplexes und Außergewöhnliches erwarten darf. Hier ein Auszug aus dem Artikel, der Lust auf mehr machen soll:

Die Geschichte der Firma ist permanent geprägt von eigenen Wegen und innovativen Herangehensweisen – so auch ihr Auftritt. Fast schon ikonisch ist die dreieckige Flasche, welche es so mittlerweile seit 1957 gibt. Eine Wiederspiegelung der Trinität aus Luft, Wasser und Gerste – den Grundelementen von Scotch Whisky. Nicht nur ein gelungener Marketing-Schritt, sondern auch eine Verbeugung vor dem eigenen Produkt. Doch für viele bemisst sich die Bedeutung der Brennerei Glenfiddich in der Handlung des Jahres 1963. Damals brachte man mit einiger Werbung einen 8jährigen Single Malt Scotch Whisky auf den Markt als Gegenentwurf zum damals sinkenden Blended-Konsum. Lange Jahre hielt sich der Mythos, Glenfiddich habe damit Single Malt überhaupt erst erfunden.

Die imposanten Stills von Glenfiddich. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.

Serge verkostet: Bunnahabhain – letzter Teil (#6)

Haben Sie auch gerade ein déjà-vu? Das ist kein Wunder, denn die letzten fünf Verkostungsbeiträge von Serge Valentin beschäftigten sich mit der Destillerie Bunnahabhain auf Islay. Und auch heute gibt es eine Verkostung mit fünf unabhängigen Abfüllungen – aber bei der Menge an Whiskys aus Bunnahabhain ist so eine geballte Ladung durchaus gerechtfertigt. Hier also die letzten fünf Kandidaten und ihre Wertungen:

  • Bunnahabhain 23 yo 1991/2015 (49.3%, Lockett Bros, the Island of Bass, sherry hogshead, cask #5420): 87 Punkte
  • Bunnahabhain 23 yo 1991/2015 (47.5%, Whisky-Fässle, for WET, hogshead): 88 Punkte
  • Bunnahabhain 24 yo 1989/2014 (42.9%, Berry Bros & Rudd, cask #5716): 82 Punkte
  • Bunnahabhain 27yo 1987/2014 (51.9%, The Whisky Agency for TFWS Taiwan, Refill Hogshead, 190 bottles): 89 Punkte
  • Bunnahabhain 39 yo 1976/2016 (49.4%, Cadenhead, Small Batch, sherry butts): 89 Punkte

Nun ist es nur noch an uns, ein weiteres Bild der Destillerie zu finden, et voilà:

Bunnahabhain. Photo credit: Nigel_Brown via Visualhunt.com / CC BY

Ardross Distillery vor Bescheid über Baugenehmigung

Bereits im November haben wir Sie darüber informiert, dass die Betreiber der geplanten Ardross Distillery, die nahe von Alness in den Highlands gebaut werden soll, zur Genehmigung eingereicht worden sind. Dank eines Artikels im Rosshire Journal gibt es nun ein Update über den Satus quo des Ansuchens:

Über die Baugenehmigung soll morgen, am Dienstag, endgültig entschieden werden. Wie man aus den Kreisen der Verantwortlichen hört, steht die Bevölkerung dem Bau durchaus positiv gegenüber, allerdings gibt es zwei Punkte, bei denen man Bedenken habe. Zunächst sei man sich unsicher, was die Destillerie für die lokale Wasserversorgung bedeutet, denn eine Brennerei verbraucht jede Menge an Wasser für den Betrieb. Zweitens befürchtet man, dass die mit der Destillerie zu bauende Tasting Lodge zu groß sei und damit negative Auswirkungen auf das Naherholungsgebiet, in dem die Destillerie gebaut werden soll, entstehen können.

Sobald wir die Entscheidung der Behörden kennen, werden wir natürlich darüber berichten.

Felder bei Alness. Photo credit: foxypar4 via VisualHunt.com / CC BY

Neu: Jameson St. Patrick’s Day Limited Edition

Nicht mehr allzu lang hin ist es bis zum St. Patrick’s Day am 17. März, und wie schon in den letzten fünf Jahren hat Jameson auch heuer eine Limited Edition seines Whiskeys angekündigt. Diesmal wurde das Etikett vom Dubliner Künstler Steve McCarthy gestaltet, der sich Jameson’s Motto „sine metu“ (lateinisch für „ohne Furcht“) als Motto seiner Gestaltung genommen hat.

Die spezielle Flasche wird im Preis bei ca. 30 Euro liegen und auf diversen Märkten weltweit erhältlich sein. Auch wenn Deutschland nicht explizit erwähnt wird, so dürfte man auch bei uns an die Limited Edition gelangen, war es doch auch in den Vorjahren so.

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (11)

Auch diese Woche gibt es wieder eine Zusammenfassung deutschsprachiger Videos und Podcasts zum Thema Whisky. Hier sind die Beiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden. Wiederum viel Vergnügen beim Durchstöbern und Ansehen!

Hier unser wöchentlicher Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

whisky

Titelbild: rbrwr via VisualHunt / CC BY-SA

Video: Die Westküste Schottlands aus der Luft

Unser Sonntagsvideo zeigt Ihnen heute wieder einmal Schottland aus der Luft – in Drohnenaufnahmen, die vor einigen Monaten entstanden und von User songasport auf Youtube hochgeladen wurden.

Gut acht Minuten lang sehen Sie wunderschöne Aufnahmen  aus den Gegenden um Arisaig, Morar, Glenfinnan und Ullapool – in Full HD und mit ansprechender Musik unterlegt. Wir empfehlen: Schalten Sie auf Vollbild und genießen Sie Schottland in voller Pracht!

Whisky im Bild: Eilean Donan Castle #4 (Wallpaper)

Es gibt Motive, von denen kann man nicht genügend Bilder haben. Eilean Donan Castle, am Loch Duich auf einer Landzunge gelegen, ist so eines für uns. Daher möchten wir Ihnen heute die vierte Version davon als Wallpaper anbieten, diesmal 5.5MB und 6000×4000 Pixel groß. Das rechtefreie Original von Toni Moeckel können Sie hier von unserem Server herunterladen, untenstehend finden Sie eine verkleinerte Version zum Ansehen.

Alte Schwarzbrenner-Hütte in der Region Moray gefunden

Dass Whiskybrennen in Schottland nicht immer eine geregelte Industrie war, ist wohl Allgemeinwissen. Schwarzbrennerei war früher nicht die Ausnahme, sondern die Regel – und entgegen aller romantischer Vorstellungen nicht verwegener Widerstand gegen den Staat, sondern oft eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens, das nicht selten mit dem tatsächlichen Überleben verknüpft war.

Gebrannt wurde dabei nicht inoffiziell im Schuppen hinter dem Haus, sondern in abgelegenen Hütten, weitab der Zivilisation, um möglichst sicher vor Zollfahndern zu sein, die durchaus auch Waffengewalt anwenden durften – also wieder eine Überlebensfrage.

Eine solche Steinhütte, auch Bothy genannt (daher rührt übrigens auch der Name des fassstarken Whiskys von Arran, „The Bothy“), oder besser gesagt deren Grundmauern, hat man nun laut The Scotsman am Südende von Moray, in der Cabrach Area gefunden. Die auf das 19. Jahrhundert zurückgehende Hütte am Clayshooter Hill wurde von zwei Archäologen im Zuge einer Arbeit über die Destillationsmethoden in der Gegend im 18. und 19. Jahrhundert gefunden.

Ein Bild des Fundes, das wir aus rechtlichen Gründen hier leider nicht bringen können, und weitere interessante Infos zur Entdeckung können Sie im Ursprungsartikel finden (ein weiteres Bild findet sich noch auf thetele.co.uk). Dafür haben wir für Sie eine alte Darstellung des Schwarzbrennens und der Jagd auf die Missetäter durch die Behörden gefunden, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Wahrscheinlich kein Motiv aus Schottland – was wohl beweist, wie weit verbreitet diese Tätigkeit war.

Image from page 698 of „A philosophical and statistical history of the inventions and customes of ancient and modern nations in the manufacture and use of inebriating liquors; with the present practice of distillation in all its varieties“. Photo credit: Internet Archive Book Images via Visual hunt / No known copyright restrictions

Whisky im Bild: Arran beginnt mit Bau der Lagg Distillery

Symbolischer Spatenstich gestern bei der zweiten Destillerie auf Arran, der Lagg Distillery. Im untenstehenden Bild sehen Sie den Spatenstich zu den Arbeiten an der Brennerei, die im Süden der Insel ausschließlich getorften Whisky herstellen wird. Am Spaten: Master Distiller James MacTaggart, rechts daneben Euan Mitchell.

Der symbolische Spatenstich bei der Lagg Distillery © Arran Distillers
© Arran Distillers

Wie die Destillerie einmal fertiggestellt aussehen wird, können Sie in dieser Computergrafik sehen:

So soll die neue Arran-Destillerie im Süden der Insel einmal aussehen

Und hier noch die genaue Lage der neuen Destillerie, die 2018 in Betrieb gehen soll:

SWA: Scotch Whisky Statistical Report 2015 als Download

Die SWA hat ihren Statistik-Report für das Kalenderjahr 2015 öffentlich für den Download bereitgestellt. Sie können ihn hier als pdf herunterladen (2.4 MB).

Was zunächst nach trockener Zahlenwüste klingt, ist für alle, die sich für die Entwicklung des Whiskymarktes interessieren, dank guter Aufbereitung und grafischer Darstellung, eine wahre Fundgrube an Informationen. So sieht man zum Beispiel, dass die Produktion 2015 erstmals seit 2010 wieder gesunken ist, die Lagerbestände aber weiterhin anwuchsen. Auch die Entwicklungen auf allen Exportmärkten lassen sich mit dem Datenmaterial detailliert einsehen (Deutschland schrumpfte mengenmäßig um fast sechs Prozent, legte wertmäßig aber über zweieinhalb Prozentpunkte zu).

Auch interessant: Obwohl Single Malts mengenmäßig nur 9% des Exportes betrugen, bedeuteten sie fast 25% der Einnahmen aus dem Export.

20 höchst interessante Seiten von der Scotch Whisky Association, die wir jedem an Hintergrundinformationen Interessierten ans Herz legen.

© SWA

SMWS mit neuem Design der Labels

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Geschmacksrichtung und Alter stehen im Vordergrund des Redesigns der Flaschen der Scotch Malt Whisky Society. Während die typische Flaschenform unverändert bleibt, ändern sich die Etiketten und Verschlüsse, wie man dem Blogeintrag auf der Website der SMWS entnehmen kann.

12 Farben, die verschiedene Geschmacksrichtungen kodieren, sind es nun, die man am Etikett und Korken der Flaschen sehen kann. Name und Tasting Note kann man am Label wie üblich finden, ebenso wie den gängigen SMWS-Code, der allerdings kleiner geworden ist. 

Neu oder deutlich sichtbar sind das prominente Alter und zusätzliche Angaben zu Region und Fasstyp.

Neu: Mackmyra Moment Tolv 12yo

Der erste zwölfjährige Whisky aus Schweden wurde in dieser Woche auf den Markt gebracht (und ist unseres Wissens nach auch vereinzelt in Deutschland verfügbar): Mackmyra Moment Tolv (schwedisch für zwölf) ist laut Ryan Benink’s Whisky World im November 2004 destilliert und danach in sechs Jack Daniel’s-Fässer aus amerikanischer Eiche gefüllt worden. Diese lagerten dann 12 Jahre lang im 50 Meter tiefen Lagerstollen der Destillerie.

Insgesamt wurden 1500 Flaschen mit 47% abgefüllt, verkauft werden sie um umgerechnet 145 Euro.

Geschmacklich wird er so beschrieben: Die Nase ist fruchtig, mit Aromen von Birne, Vanille, gerösteter Eiche. Am Gaumen ist er ebenfalls fruchtig mit etwas öligen Tönen, danach geröstete Eiche, Vanille, sanfte Gewürze und Beeren. Ein langes Finish folgt danach mit Eiche, würzigen Kräutern, Vanille und Beeren.