Scotsman FaD: Das Diageo Whisky-Archiv (mit Video)

Auf Scotsman Food and Drink können Sie heute einen ausführlichen Bericht mit einem Video über das Whisky-Archiv von Diageo sehen, das gestern im Rahmen des International Scotch Days zum ersten Mal generell öffentlich zugänglich war.

Beim Diageo Whisky-Archiv handelt es sich um das größte Getränkearchiv der Welt, eröffnet im Jahr 1990 und signifikant erweitert im Jahr 2014. Geleitet wird es von Christine McCafferty. Normalerweise ist das Archiv nicht für Besucher zugänglich, aber es kann von Gruppen auf Anfrage von Fall zu Fall besucht werden.

Über 500.000 whiskybezogene Gegenstände finden sich im Archiv – und über 10.000 Flaschen, darunter auch Whisky aus dem Jahr 1880.

Der Bericht ist recht ausführlich und gut geschrieben, das Video auf jeden Fall sehenswert.

Christine McCafferty. Bild: Diageo

PR: „Drink Whisk(e)y like an Expert“ Master Classes auf der Whisk(e)y-Messe Nürnberg

Nur noch knapp vier Wochen sind es bis zur Whisk(e)y-Messe THE VILLAGE in Nürnberg. In seiner heutigen Presseaussendung informiert der Veranstalter über die dortigen Master Classes:

In den Master Classes der Whisk(e)y-Messe Nürnberg können Whisk(e)y-Experten und solche, die es werden möchten, besondere Raritäten kennenlernen und eine Reise zu den Ursprüngen verschiedener Whisk(e)ys machen. Whisk(e)y-Größen und Kenner präsentieren in den Seminaren Besonderheiten und haben echte Raritäten zur Verkostung im Angebot. Für Einsteiger gibt es die Basic-Seminare bei THE VLLAGE.

Nürnberg – Die Whisk(e)y-Messe THE VILLAGE öffnet dieses Jahr bereits zum fünften Mal parallel zur Freizeit Messe an zwei Tagen ihre Tore (18. und 19. März 2017). Rund 80 namhafte Importeure und Destillerien bringen über 2.000 verschiedene Whisk(e)ys aus 14 Ländern auf THE VILLAGE.

Das Richtige für Kenner und Genießer
In den Master Classes präsentieren bekannte Whisk(e)y-Experten Raritäten und Besonderheiten aus der Welt des Whisk(e)ys. Ist das Alter des Whisk(e)ys ein unerlässliches Qualitätsmerkmal oder wird es in einigen Fällen überbewertet? Im Seminar „Age Matters?“ geht Bernhard Schäfer, Master of the Quaich, genau dieser Frage auf die Spur. Ewald Stromer sagt in seiner Master Class, worauf es für ihn bei gutem Whisk(e)y ankommt. Das Seminar steht unter dem Titel: „We believe terroir matters“. Whisk(e)y-Liebhaber, die vor allem das torfige Aroma schätzen, finden in einem anderen Seminar von Ewald Stromer „The Ultimate Peat Experience“.

Für viele steht Whisk(e)y unmittelbar mit Schottland in Verbindung. Die verschiedenen Whiskyregionen Schottlands stellt Thomas Plaue (Master of Whisky Germany and Austria) in seiner Master Class vor. Verschiedene Whiskys von der Whisky-Insel Jura präsentiert Michael Rennies in seiner Master Class „Journey to Jura“. Guter Whisk(e)y kommt aber nicht nur aus Schottland, Irland oder den USA – das zeigt Timo Lambrecht in der Master Class unter dem Titel „Ultimative Whisk(e)y Weltreise“. Für Genießer gibt es darüber hinaus eine Master Class, bei der die Verbindung von Whisk(e)y mit Schokolade im Vordergrund steht.

Die limitierte THE VILLAGE Fair Edition 2017
Highlight im Programm ist die Master Class zur exklusiven THE VILLAGE Fair Edition 2017, präsentiert von “Chieftains and Friends” – das sind Michael Gradl (Inhaber vom Nürnberger Whiskyfässla), John Glass (Malt Master Ian MacLeod), Robin Tucek (Inhaber von Blackadder International) und Nicole Cook (Export Regional Executive Benromach). Sie präsentieren neben der THE VILLAGE Limited Edition 2017, einem neun Jahre alten Ledaig mit Pommerol Wine Finish, noch zwei weitere Besonderheiten: Die Blackadder St. Patrik`s Day Edition 2017 und die Benromach Franconian Edition 2017.
Die THE VILLAGE Fair Edition 2017 ist streng limitiert: Die 567 Flaschen der beiden einzigen Fässer gibt es nur auf der Whisk(e)y-Messe Nürnberg. Malt Master John Glass signiert einige Flaschen und macht sie damit zu einem besonderen Andenken an die Whisk(e)y-Messe Nürnberg.
Die Master Classes laufen an beiden Veranstaltungstagen (18. und 19. März 2017) von THE VILLAGE. Das vollständige Programm gibt es unter: http://www.whiskey-messe.de/programm-2017. Tickets für die Master Classes sind nur im Online-Vorverkauf erhältlich, die Master Classes sind nicht im Preis des Messetickets inbegriffen. Tickets für THE VILLAGE 2017 und für die Master Classes gibt es unter www.whiskey-messe.de/ticket.

Basic Seminare für Einsteiger
Für alle, die Whisk(e)y gerade erst für sich entdecken und mehr zum richtigen Genuss des flüssigen Goldes erfahren möchten, gibt es die Basic Seminare von Deutschlands ältestem Whiskyclub „The Most Venerable Order of the Highland Circle“ aus Nürnberg. Gegen eine geringe Gebühr können sich die Besucher der Whisk(e)y-Messe direkt am Stand des Highland Circles für die Basic Seminare anmelden. Diese finden gleich vor Ort auf der Messe im gemütlichen Cottage House statt.
Das exklusive Pre-Opening am Vorabend der Whisk(e)y-Messe ist dieses Jahr bereits ausverkauft aber allen Liebhabern und Kennern bleiben die beiden regulären Veranstaltungstage, um THE VILLAGE 2017 zu erkunden. Die Whisk(e)y-Messe Nürnberg läuft parallel zur Freizeit Messe und wird von der R(h)um-Messe Nürnberg PUEBLO DEL RON begleitet. Der Zutritt zur Whisk(e)y-Messe ist erst ab 18 Jahren gestattet. Weitere Informationen und Tickets unter www.whiskey-messe.de.

Tod und Wiedergeburt des schottischen Whiskys (1975-2020)

Es war ein Gemetzel: Als der letzte Whiskyboom endete, starben die schottischen Whiskydestillerien wie die Fliegen. De facto gab es keine Region, in der nicht Brennereien geschlossen, geschleift oder eingemottet wurden. Manche legten nur einen kurzen Schlaf ein (wie zum Beispiel Bunnahabhain im Jahr 1984), manche, wie Glen Keith, brauchten über ein Jahrzehnt bis zur Wiedererweckung – manche sind auch heute noch eingemottet (Dallas Dhu ist zum Beispiel ein Museum). Von anderen, wie Littlemill oder Imperial, ist nichts mehr Nennenswertes übrig – sie fungieren als Lost Distilleries.

Es dauerte bis 1990, bis die ersten neuen Destillerien nach der großen Depression eröffnet wurden: Kininvie und Speyside. Und bis auf Arran 1995 sollten dies die einzigen bleiben, die vor der Jahrtausendwende neu in Betrieb gingen. Erst im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends explodierte die Zahl der neuen Brennereien. Aus dem Niedergang wurde ein (Bau)boom.

Zum ersten Mal auf Karte: Depression und Revival

Bislang kannte man diese Ereignisse anekdotisch – jetzt hat Alba Collection, der Hersteller detaillierter und fachlich herausragender Whiskykarten, zwei großartige Schautafeln und eine tabellarische Übersicht des Sterbens und Auflebens der Destillerien in Schottland zwischen 1975 und heute erstellt – und uns zur exklusiven Veröffentlichung überlassen. Wir bringen die Schautafeln nicht nur zum Ansehen, Sie können sie in guter Größe auch herunterladen und zum Beispiel ausdrucken.

Die Whisky-Depression

Hier zunächst die Karte der Großen Depression mit den Destillerien, die starben oder eingemottet wurden (hier können Sie sie in voller Auflösung herunterladen):

   © Alba Collection

Tote, Geburten und Wiederbelebungen

Als zweites Dokument finden Sie hier eine Liste der geschlossenen und neu- oder wiedereröffneten Destillerien im Zeitraum zwischen 1975 und heute – ebenfalls zusätzlich in einer großen Version zum Herunterladen:

  © Alba Collection

Das Whisky-Revival 

Als Whisky wieder zu boomen begann, kam zunächst die Zeit der Wiedereröffnungen, danach jene der Neubauten. Erst seit kurzem ist der Einschnitt, den die Große Depression in die Whiskylandschaft bedeutete, wieder wettgemacht – was alles an neuen Brennereien entstand, zeigt diese dritte Schautafel zum Whisky-Revival, die Sie ebenso wieder herunterladen können:

 © Alba Collection

Haben wir nun den Zenit erreicht? Überschritten? Ist der Boom noch nicht zu Ende? Es darf spekuliert werden. Spannend bleibt es in jedem Fall – nicht nur in Schottland.

Serge verkostet: Ardbeg und Ardbeg und Ailsa Bay

2x Ardbeg und 1x Ailsa Bay – was wie eine seltsame Mischung klingt (und wohl auch eine ist), scheint heute auch ein wenig der schlechten Laune von Serge geschuldet zu sein – was herauszufinden bliebe, wäre die Antwort auf die Frage, ob das Miesepeterische in der Stimmung von Serge auf die Verkostung oder ein früheres Ereignis zurückzuführen sei. Auf jeden Fall teilt der Altmeister heute keine Medaillen, sondern satte Ohrfeigen aus:

  • Ardbeg 15 yo 2001/2016 (47%, Dun Bheagan, casks #256, 258, 380, 682 bottles): 87 Punkte
  • Ardbeg ‚Corryvreckan‘ (57.1%, OB, +/- 2016): 75 Punkte
  • Ailsa Bay (48.9%, OB, +/-2016): 70 Punkte

Autsch!

Inver House Distillers investiert 45 Millionen Pfund in Wachstum

Anfang 2016 haben Inver House Distillers ein 10 Millionen Pfund schweres Investitionsprogramm abgeschlossen (wir berichteten hier darüber), nun wird kräftig nachgelegt: Laut einem Bericht von Herald Scotland (für Vielleser ist ein Abo vonnöten) hat sich der Betreiber von Destillerien wie Pulteney, Balblair, Knockdhu, Speyburn und Balmenach einen Kredit von 45 Millionen Pfund bei der Bank of Scotland gesichert, der in den Aufbau der Whiskykapazitäten und die Expansion investiert werden soll. Besichert wird der Kredit durch die gelagerten Whiskys.

Man will damit vor allem in drei Märkte expandieren: Indien, Polen und Kasachstan – und allgemein das Wachstum der Marken in den nächsten 12 Jahren sichern, so der Finanzdirektor von Inver House, Roger Hall.

Inver House Distillers beschäftigt insgesamt 210 Angestellte, die meisten davon aber nicht in den Destillerien, sondern in der Zentrale in Airdrie in North Lanarkshire.

Pulteney Destillerie, Foto von K. Schwebke, CC-Lizenz

Exklusiv: Video-Interview mit Stuart Nickerson

Auf der Finest Spirits in München war auch Stuart Nickerson anwesend, ehemaliger Distillery Manager von Glenglassaugh und jetzt mit der Saxa Vord Distillery auf den Shetlands beschäftigt, die bald schon die nördlichste Destillerie Schottlands sein soll. Stuart erzählt darüber, was die Destillerie so besonders macht, warum es wahrscheinlich keinen dreijährigen Whisky von dort geben wird und warum er eine Crowdfunding-Kampagne andenkt.

Fast im Nirgendwo – die Saxa Vord Distillery. © Google Maps

Weiters sprechen wir mit ihm über seine Tätigkeit als unabhängiger Abfüller (The Whisky Company) und die Chance, dass es von ihm bald wieder eine neue Abfüllung geben wird, wahrscheinlich eine aus der Destillerie Glenglassaugh.

Viel Vergnügen beim Zuhören!

Stuart Nickerson. © Whiskyexperts

Video: The Heart of Glenlivet

Ein Abfallprodukt, Resteverwertung – so könnte man das Video böswillig bezeichnen, das wir Ihnen heute vorstellen wollen. Aber natürlich ist es das nicht – sondern steckt voller Schönheit:

Kirk Norbury wurde Ende 2015 von Glenlivet beauftragt, die Landschaft rund um die Destillerie für einen Imagefilm aufzunehmen. Und weil man natürlich wesentlich mehr Material shootet, als man dann letztendlich für das Endprodukt braucht, bleibt genügend davon übrig, um einen sogenannten „Director’s Cut“ fürs eigene Showreel aufzunehmen (oft auch Material, das der Regisseur oder Kameramann liebte, aber damit nicht auf Gegenliebe beim Kunden traf).

Ein solcher Director’s Cut ist „The Heart of Glenlivet„, das Kirk Norbury in der vorigen Woche auf Vimeo hochgeladen hat. Wir finden, diese tollen Bilder mit der Musik von Huma Huma haben sich jede Menge Öffentlichkeit verdient – sehen Sie sich das an!

PR: FINEST SPIRITS 2017 – Ein Resümee

In unserem digitalen Briefkasten finden wir heute den Rückblick des Veranstalters Frank-Michael Böer auf die Finest Spirits in München am letzten Wochenende. Diese Pressemitteilung präsentieren wir Ihnen hier ungekürzt:

München, im Februar 2017: 12 Jahre FINEST SPIRITS – ein grandioses Festival-Wochenende liegt hinter uns: Mehr als 100 Aussteller und 9.300 Besucher ließen die Welt der Spirituose in München hochleben! Die Begeisterung an spannenden Neuheiten, Sonderabfüllungen, Klassikern und gelebter Bar-Kultur ließen die Besucher ins MVG Museum pilgern. „Der gute Vorverkauf hat uns schon sehr gefreut, aber für mich als Veranstalter ist es auch nach 12 Jahren einfach noch Gänsehaut pur, wenn ich 30 Minuten vor Eröffnung die Schlange draußen sehe, die auf Einlass wartet. Genau dafür machen wir es: für die Freude an der Spirituose“, so Frank-Michael Böer, Gründer und Veranstalter der FINEST SPIRITS.

Was die FINEST SPIRITS seit Jahren auszeichnet, ist die große Bandbreite an Ausstellern, aber auch die einzigartige Festival-Atmosphäre. Egal ob Hobby-Aficionados, Greenhorns der Szene, versierte Sommeliers und Barkeeper, Chefeinkäufer großer Feinkost- und Handelshäuser, Raritätensammler, Journalisten, Barliebhaber oder eingefleischte Whisky-Fans – alle lieben das besondere Flair in München. Das Spirituosenjahr zwischen den alten Trambahnen zu beginnen, die neuesten Craft-Spirits zu verkosten und Raritäten zu entdecken, ist für sehr viele ein gesetzter Termin.

Die diesjährigen Premiumpartner CAMINNECI WINE & SPIRIT PARTNER, CAMPARI DEUTSCHLAND, DIAGEO und MBG hatten neben ihren Neuheiten und Klassikern passend zum 2017er Motto „Bitter and Sweet“ ausgesuchte Likör- und Bitter-Spezialitäten im Gepäck. „Wir haben gemeinsam mit unseren Premiumpartnern und ausgewählten Ausstellern das Genre der Liköre in diesem Jahr erstmals auf ein kleines Podest gestellt. Richi Link an unserer FINEST SPIRITS BAR setze mit Drinks wie Maracuja Flipper oder Klassikern wie Rusty Nail ein Angebot mit Likör, das sehr gut von den Besuchern angenommen wurde“, erklärt Frank-Michael Böer. Die Master Classes mit Whisky-Sonderabfüllungen, über Likör-Tastings mit DEN Spezialisten der deutschen Szene bis Raritätenverkostungen von Craft Spirits – am Freitagabend waren bereits die Tickets fürs Wochenende komplett ausverkauft.
Was die Premiumpartner zur FINEST SPIRITS 2017 sagen, was besonders war und worauf sie sich 2018 freuen:

„Das Interesse der Besucher an den verschiedensten Spirituosen wird in München immer größer – nach dem Motto „Klassiker mit Twist“. Die Besucher der FINEST SPIRITS sind sehr interessiert und sehr viel offener für neue Kombinationen und Geschmacksrichtungen als noch vor einigen Jahren – wir haben die Chance, den Gaumen der Menschen neu zu entdecken und vielfältige Geschmacksexplosionen anzubieten. Das macht einfach Freude!“
Thomas Plaue (DIAGEO)

„Das Münchener Festival ist eine Institution in der Welt der Sprit-Messen. Hier auf der FINEST SPIRITS sind vom großen Konzern bis zum kleinen Mikro-Destiller alle da, die was zu sagen und zu bieten haben – das ist toll für die Besucher und für uns als Premium-Partner ein Ansporn. Hier müssen wir zeigen, was wir können und dass wir die Trends aufgespürt haben, die unsere Kunden am Bartresen dann begeistern. Wir freuen uns 2018 wieder auf das breite Publikum von Aficionados.“
Raphael Schmidt (MBG)

„Absolut spannend an der FINEST SPIRITS finde ich die von Tag zu Tag wechselnde ‚Gästeliste‘. Am ersten Tag kommen meist viele Journalisten und Blogger, aber auch viele begeisterte Neulinge und Nachtschwärmer. Der zweite Tag steht dann eher im Zeichen des Fachpublikums – viele Bartender, Sommeliers, Brenner oder Gastroeinkäufer schauen am Stand vorbei und fachsimpeln mit uns über neue Trends in der Branche. Der letzte Tag ist ruhiger im Vergleich zu den anderen. Sonntags ist der Tag der Aficionados. Hier kommen viele Kenner und Liebhaber, die sich alle Messestände in Ruhe anschauen und intensiv verkosten wollen. Für mich als Aussteller einfach eine perfekte Plattform, um mich meiner ganzen Zielgruppe zu präsentieren.“
Andrea Caminneci (CAMINNECI – WINE & SPIRIT PARTNER)

 Vorfreude für alle FINEST SPIRITS-Fans: Im nächsten Jahr öffnet die 13. FINEST SPIRITS vom 26. bis 28. Januar 2018 ihre Pforten. Bleibt neugierig auf www.finest-spirits-muenchen.de

Spirit-ambassador.de: Irish Whiskey – ein Drama in vier Akten – Teil III

Weiter geht es mit der exzellenten Aufarbeitung der Geschichte des irischen Whiskeys durch Thomas Zilm auf seinem Blog Spirit-ambassador.de – diesmal mit dem dritten von vier Teilen. Er beschäftigt sich mit den Entwicklungen im 19. Jahrhundert, als die Politik unmittelbare Auswirkungen auf den Whisky hatte. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Der Friedensvertrag und die Gründung des irischen Freistaates am 6. Dezember 1922 beendeten zwar die Auseinandersetzungen, aber das Kind war längst viel zu tief in den Brunnen gefallen. Der einzige noch bedeutende Exportmarkt für die irische Whiskey-Industrie waren die Vereinigten Staaten von Amerika; und ausgerechnet diese führten mit dem 18. Zusatzartikel der Verfassung vom 16. Januar 1919 im Jahre 1920 die flächendeckende Prohibition ein. Damit gab es außerhalb Irlands keinen nennenswerten Absatzmarkt für die Whiskeys und der heimische Markt litt extrem an einer durch den britischen Boykott ausgelösten Wirtschaftskrise. Dies war eine verheerende Situation für die Brenner der grünen Insel. Und das „noble Experiment“ der Amerikaner hatte nicht nur kurzfristige Folgen.

Wer die ersten beiden, ebenso lesenswerten Teile noch nicht kennt, findet sie auf Thomas‘ Seite ebenfalls verlinkt.

Foto der alten Dunville Distillery von Thomas Holmes Mason (1877-1958), aus der Mason Photographic Collection der National Library of Ireland.

Pernod Ricard mit mehr Gewinn

0

Positive Zahlen vermeldet der französische Getränkekonzern Pernod Ricard: Laut einem Bericht in Euronews konnte man in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres die Gewinne dank der ausgezeichneten Marktsituation in den USA und dem sich erholenden chinesischen Markt steigern.

In den USA war es Jameson, der für den Gewinnzuwachs sorgte, in China der hauseigene Cognac Martell. Insgesamt konnte man einen Gewinn von 1.5 Milliarden Euro aus wiederkehrenden Geschäften (also ohne Einmalerlöse durch Verkäufe von Geschäftsanteilen oder Immobilien) erwirtschaften.

Genauere Zahlen finden sich im von uns referenzierten Artikel.

Serge verkostet: Aultmore x3

Bei Serge Valentin findet man heute Verkostungsnotizen zu drei unabhängigen Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Aultmore. Normalerweise schreibt Serge zu seinen Tasting Notes immer etwas längere Einführungen, aber diesmal ist alles, was gesagt werden muss, mit einem kurzen Satz gesagt: „Aultmore is not an underdog“. Genau.

  • Aultmore-Glenlivet 19 yo 1997/2017 (54.2%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 252 bottles): 85 Punkte
  • Aultmore 24 yo 1990/2014 (46%, Hart Bros, Finest Collection, sherry butt): 88 Punkte
  • Aultmore 25 yo 1990/2016 (54.4%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, sherry butt, cask #11066, 302 bottles): 90 Punkte

Und was wir sagen: „The Aultmore Distillery is not a beauty“ 🙂

PR: Die Welt stößt morgen auf den International Scotch Day an

Diageo hat eine Pressemitteilung zum International Scotch Day ausgesendet, den das Unternehmen für morgen, Freitag, den 10. Februar, ausgerufen hat. Hier ist der Text, den wir natürlich gerne mit Ihnen teilen:

Die Welt stößt mit ihrem Lieblingswhisky auf den International Scotch Day an

London (ots/PRNewswire) – Zu Ehren von Schottlands Geschenk an die Welt, dem Getränk, das schon seit langer Zeit Menschen mit seinem Stil und Status verlockt, wird am kommenden Freitag, den 10. Februar 2017, weltweit der erste International Scotch Day gefeiert. An diesem Tag sind Menschen überall auf der Welt dazu eingeladen, mit einem Glas Scotch auf das Getränk anzustoßen, das man am besten in netter Gesellschaft überall und jederzeit genießt.

Ronan Beirne, Global Marketing Director von Diageo, erklärt: „Scotch ist der weltweit beliebteste Whisky. Keine andere Spirituose bietet eine vergleichbare Bandbreite an Geschmack, Textur und Aromen; schottischer Whisky wird seit mehr als fünfhundert Jahren in kleinen und großen Destillerien in ganz Schottland auf dieselbe Art und Weise hergestellt. Die Einführung des International Scotch Day zeigt, wie überzeugt wir von der Dynamik des Scotch Whiskys sind. Wir sind stolz auf die Tradition, Authentizität und Qualität dieser Kategorie, setzen aber auch den Geist von Innovation und Unternehmertum fort, indem wir unserem Kalender neue kulturelle Momente und Anlässe hinzufügen und damit die Zukunft des Scotch Whiskys ausbauen und weiterentwickeln.

Die offiziellen Feierlichkeiten zum International Scotch Day finden rund um die Welt statt, angeführt vom berühmten Supermodel Coco Rocha und der Schauspielerin Freida Pinto.

 Coco Rocha. (c) Diageo
Freida Pinto (Mitte). (c) Diageo

Für die Eröffnungsfeierlichkeiten entstand eine wundervolle Fotoserie, die Coco Rocha in einigen ihrer berühmten Posen vor dem Hintergrund von Whiskyfässern in Schottland zeigt. „Dieses Fotoshooting hat mir so viel Spaß gemacht, weil es auf verspielte Art und Weise Lässigkeit und Stil mit der Handwerkskunst hinter dem Whisky verbindet“, erklärte Coco Rocha.

Coco Rocha. (c) Diageo

Am International Scotch Day wird Coco Rocha in einigen der lebhaftesten Bars und Clubs von Mexiko City Scotch-Cocktails genießen, während Freida Pinto die internationalen Feierlichkeiten bereits zuvor vom anderen Ende des Erdballs aus in einer glamourösen Veranstaltung mitten in Manila an der Seite weiterer Prominenter und Berühmtheiten eingeleitet haben wird und am Feiertag selbst einen Festakt in Mumbai moderiert.

Scotch ist der absolute Inbegriff von Nonchalance und erfreut sich rund um die Welt großer Beliebtheit. Und er kann auf jede beliebige Art und Weise genossen werden. In China beispielsweise wird Scotch oft mit eisgekühltem Grüntee vermischt, während man ihn in der Karibik mit Kokoswasser serviert und in Indien pur genießt.

„Ich persönlich trinke am liebsten Johnnie Walker mit Gingerale“, so Coco Rocha, „aber ich mixe ihn je nachdem, wie ich mich gerade fühle oder was ich gerade tue. Wenn ich trinke, ist mir ein wirklich gut gemixter Drink lieber als zu viele.“

Um sich an der Aktion zu beteiligen, können Sie die Hashtags #LoveScotch und #InternationalScotchDay verwenden. Weitere Informationen finden Sie auf facebook.com/LoveofScotch (https://www.facebook.com/LoveofScotch/)

Trinken Sie maßvoll.

Exklusiv: Video-Interview mit Finn Thomson (Morrison & MacKay) über Old Perth

Der unabhängige Abfüller Morrison & MacKay ist unter Whiskyfreunden vor allem für die Linien „Strictly Limited“ und „Celebration of the Cask“ bekannt, aber das schottische Familienunternehmen hat unter anderem auch einen sehr interessanten Blend im Angebot: Old Perth.

Bei diesem Blend legt man bei Morrison & MacKay auch auf die Produkt- und Markenpflege großen Wert – und so hatte Finn Thomson, der Sales Director des Unternehmens, zur Finest Spirits in München an den Stand von Caminneci Wine & Spirit Partner vier neue Abfüllungen mitgebracht, über die er uns im Videointerview erzählt.

Finn ist übrigens Ur-Urenkel des Gründers der Marke Old Perth – und im Sommer auch ein echtes Familienmitglied der MacKays, wenn er Kenny MacKays Tochter Amye heiratet.
Und die Preise der vier neuen Abfüllungen reichen wir hier wie im Videointerview versprochen nach:

Whisky im Bild: Loch Indaal House und Leuchtturm (Wallpaper)

Heute dürfen wir einmal einen Leserwunsch erfüllen: Herr Stefan B. aus Geretsried schreibt uns, dass er gerne einmal ein Wallpaper von Islay sehen möchte, dazu eines in einem eher quadratischen Format, denn er möchte das Wallpaper für seinen Whiskykeller ausdrucken.

Von Islay hatten wir tatsächlich noch kein Wallpaper – das ändern wir hiermit. Hier ist also ein Bild vom Loch Indaal House und vom Leuchtturm daneben, etwas südlich von Bruichladdich und gleich gegenüber der immer noch in Planung befindlichen Islay-Distillery Gartbreck gelegen. Ganz quadratisch schaffen wir es nicht, aber 4000×3000 Pixel sind eine gute Annäherung. 

Hier können Sie das Bild in der vollen Auflösung herunterladen, untenstehend wie immer zum Ansehen und Anklicken.

Passt das so, Stefan? 🙂