Whisky im Bild: Loch Indaal House und Leuchtturm (Wallpaper)

Heute dürfen wir einmal einen Leserwunsch erfüllen: Herr Stefan B. aus Geretsried schreibt uns, dass er gerne einmal ein Wallpaper von Islay sehen möchte, dazu eines in einem eher quadratischen Format, denn er möchte das Wallpaper für seinen Whiskykeller ausdrucken.

Von Islay hatten wir tatsächlich noch kein Wallpaper – das ändern wir hiermit. Hier ist also ein Bild vom Loch Indaal House und vom Leuchtturm daneben, etwas südlich von Bruichladdich und gleich gegenüber der immer noch in Planung befindlichen Islay-Distillery Gartbreck gelegen. Ganz quadratisch schaffen wir es nicht, aber 4000×3000 Pixel sind eine gute Annäherung. 

Hier können Sie das Bild in der vollen Auflösung herunterladen, untenstehend wie immer zum Ansehen und Anklicken.

Passt das so, Stefan? 🙂

Neu: Old Particular “Consortium of Cards” Collection von Douglas Laing

Neues vom unabhängigen Abfüller Douglas Laing: Die erste von vier Abfüllungen aus der Serie Old Particular “Consortium of Cards”, angelehnt an ein Kartenspiel, ist heute angekündigt worden: „Queen of the Hebrides„, ein 18 Jahre alter Old Particular aus der Destillerie Laphoaig.

Mit 50% abgefüllt bietet dieses Bottling laut Fred Laing “Richly peated barley on the nose with a tarry, ashy palate and a finish full of chimney soot” – also eine Nase mit stark getorfter Gerste und einen teerig aschigen Eindruck am Gaumen, sowie ein Finish, das wie Ruß im Rauchfang schmeckt. Die Einzelfassabfüllung stammt aus einem refill butt – insgesamt 665 Flaschen sind erhältlich.

Laut Auskunft des deutschen Importeurs Bremer Spirituosen Contor wird die Queen of the Hebrides ca. 199 Euro kosten. Für Deutschland sind 120 Flaschen vorgesehen, die in ca. 2 Wochen in den Handel kommen werden.

Serge verkostet: The Macallan

The Macallan lebt für viele Whiskyenthusiasten momentan eher vom Flair vergangener Zeiten als von den aktuellen Abfüllungen die, wenn sie leistbar sind, in den Augen vieler nicht mehr das bieten (können), was The Macallan einst war – oder schlichtweg für Normalverdiener unleistbar sind. Wieviel davon Vorurteil ist und wieviel Realität, das zu beurteilen liegt nicht an uns als Newsmedium, sondern an unseren Lesern – und an ausgewiesenen Experten wie Serge Valentin, der heute mit einer Verkostung von The Macallan versucht, den Status Quo auszuloten. Das Ergebnis in Punkten:

  • Macallan ‘Gold’ (40%, OB, +/-2016): 80 Punkte
  • Macallan 12 yo ‘Double Cask’ (40%, OB, +/-2016): 74 Punkte
  • Macallan 12 yo ‘Sherry’ (40%, OB, +/-2016): 81 Punkte
  • Macallan 25 yo 1991/2016 (51.1%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, refill hogshead, cask #11489, 231 bottles): 88 Punkte
  • Macallan-Glenlivet ‘As We Get It’ (57.3%, J.G. Thomson & Co., 75cl, +/-1975?): 87 Punkte
Eine Aussenansicht von Macallan. Bildrechte bei Marcel Freudenstein

Facelift für die Bowmore Core Range – neue Abfüllung und VR-Tour

Ab Februar wird die Core Range von Bowmore ein neues Gesicht bekommen – und eine neue Sorte. Laut einer Pressemitteilung aus England soll die neue Verpackung eine Hommage an den Vault No. 1 darstellen, indem die Verpackungen die Farben der Wände und die Struktur der Eingangstüre aufnehmen und stilisiert wiedergeben.

Wer die Destillerie und Vault No. 1 auf einer virtuellen Tour kennenlernen will, kann dies auf dieser neuen Website von Bowmore tun – mit oder ohne VR-Headset. Auch ohne Headset kann man beim Film übrigens eine tolle Rundumsicht genießen!

Neu in der Core Range ist der alterslose Bowmore Vault No. 1, der den Small Batch ersetzen wird. Abgefüllt ist er mit 40%, er stammt aus First Fill Boubon Casks und kostet in England 32 Pfund.

Auch die weiteren Abfüllungen der Core Range zeigen das neue Design, sind aber in der Komposition unverändert.

 

Whisky im Bild: Die neuen Loch Lomond für den Travel Retail

Über die neuen Abfüllungen von Loch Lomond, die ab sofort am Flughafen Glasgow, danach in den nordischen Ländern und später auch anderswo erhältlich sind, haben wir ja schon hier berichtet. Nun hat uns die Agentur der Destillerie ein Bild der vier Flaschen geschickt, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Nur zur Erinnerung: Die vier Bottlings stammen aus allen vier unterschiedlichen Stills der Brennerei:

  • der Loch Lomond 12yo (er kommt aus zwei der vier Stills)
  • der Inchmurrin Madeira Cask Finish (er kommt nur aus den Pot Stills)
  • ein Loch Lomond Single Grain
  • und der Loch Lomond Signature, ein Blend, der im Solera-Verfahren abgefüllt wird.

Video: Glen Moray – neuer Imagefilm

Die Speyside-Destillerie Glen Moray hat einen neuen Imagefilm produziert und auf Youtube hochgeladen. Der zweiminütige Clip beschreibt nicht nur die Destillerie selbst, sondern zeigt auch die Landschaft, in die sie eingebettet ist. Elgin, die Speyside, Gerste von den umliegenden Feldern, die lokale Quelle, aus der Glen Moray das Wasser bezieht – all diese Elemente werden im schön gemachten Film zu dem verbunden, was die Destillerie in den Augen ihrer Betreiber ausmacht – erzählt von Graham Coull, dem Glen Moray Master Distiller.

Balcones Distillery verdoppelt Produktion

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Wie die Waco Tribune aus Texas berichtet, wird die Balcones Distillery ihre Produktion in absehbarer Zeit verdoppeln und damit der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach amerikanischem Whiskey nachkommen.

Dazu wird man ein zweites Set von Kupferbrennblasen einbauen. Momentan sind die Stills noch mit einem Schiff auf dem Weg, aus Schottland, sollen aber mit Hilfe eines Kranes im März im Gebäude aufgestellt werden. Die Produktionskapazität wird sich nach der Beendigung des Einbaus auf 90.000 Cases pro Jahr erhöhen. Damit zählt Balcones aber immer noch zu den kleineren Destillerien in den USA.

Balcones ist ja im Vorjahr in ein neues Gebäude übersiedelt (wir berichteten hier), erst dadurch ist der Ausbau der Kapazität möglich geworden.

Bis Ende April wird man daher keine Führungen anbieten können, aber danach werden die Besuchsmöglichkeiten deutlich ausgebaut.

Serge verkostet: Springbank

Exzellente Wertungen für Standards und unabhängige Abfüllungen gibt es heute von Serge Valentin für einige Bottlings aus der Destillerie Springbank. Der Standard mit 10 Jahren bekommt von ihm 92 Punkte, der 12jährige in Fassstärke 91 Punkte. Aber auch die anderen beiden Springbanks in der Verkostung sind sehr gut bewertet:

  • Springbank 10 yo ‘Against The Grain’ (46, OB for Oddbins, +/-2000): 90 Punkte
  • Springbank 10 yo (46%, OB, 2016): 92 Punkte
  • Springbank 18 yo (46%, OB, 7200 bottles, 2016): 86 Punkte
  • Springbank 12 yo ‘Cask Strength’ (56.3%, OB, 2016): 91 Punkte

Wie immer ist die nackte Punktezahl eine Orientierungsmöglichkeit, die Begründung, sprich Beschreibung der Whiskys, ist aber das Wesentliche – und bei Serge immer lesenswert.

Exklusiv: Video-Interview mit Stuart Nickerson und Garret Ahearn (Tipperary)

Manchmal enthält die Geschichte eines Whisk(e)ys Zutaten, die keine Marketingabteilung erfinden könnte. Bei Tipperary sind es Liebe – und die richtigen Eltern.

Als der Bruder von Garret Ahearn, Farmersohn aus Irland, nach Schottland zum Studieren ging, lernte er Jennifer kennen und lieben. Heuer im Sommer ist die Hochzeit, und sie werden gemeinsam in Irland leben.

Der Vater von Jennifer ist Stuart Nickerson, der frühere Distillery Manager von Glenglassaugh und jetziger Besitzer einer noch zu vollendenden Destillerie auf den Shetlands. Mit dieser Mischung aus schottischem Know How und irischem Land war es faktisch unvermeidlich, dass in den Köpfen der beiden Familien die Pläne reiften, auf dem Land der Ahearns einen eigenen Whiskey zu produzieren. So entstand der Gedanke zur Tipperary Boutique Distillery.

Drei gesourcte Tipperary-Whiskeys gibt es bereits, ein vierter, der bereits aus eigenem Getreide gemacht ist, ist im Entstehen, und auch die Destillerie soll bald hochgezogen werden.

Wir hatten auf der Finest Spirits in München das Vergnügen, ein exklusives Interview mit Stuart und Garret führen zu können und mehr über die Whiskeys und die Destillerie erfahren zu dürfen. Das Interview finden Sie obenstehend. 

Whisky im Bild: Karte der englischen Whiskydestillerien

Immer mehr Destillerien siedeln sich auch in England an, und wir berichten fast wöchentlich über Neuigkeiten aus ihnen. Aber kaum einer von uns hat die Lage dieser Destillerien wirklich im Kopf.

Wie gut, dass die im Vorjahr gegründete Cooper King Distillery (wir berichteten hier) eine exzellente Karte der englischen Whisky-Destillerien gestaltet hat und uns erlaubt, diese Karte auf Whiskyexperts für unsere Leser zu präsentieren. Auf ihr sind alle englischen Whiskydestillerien mit Stand November 2016 verzeichnet, und zu jeder dieser Brennereien gibt es auch Infos über die Gründung, den Status und zum Beispiel die Größe der Stills. Wir bringen die Karte in Originalgröße für den Download (800kb) hier, und untenstehend fürs schnelle Ansehen.

Vielen Dank an die freundlichen Leute der Cooper King Distillery! Highly appreciated, folks!

Bald neu im Travel Retail: Bowmore 10yo, Bowmore 15yo, Bowmore 18yo

Fünf Jahre sind vergangen, seit Bowmore das letzte Mal Whisky mit Altersangabe im Travel Retail veröffentlichte. Ab April 2017 kommen gleich drei neue Abfüllungen aus der Islay-Destillerie in die Duty-free-Regale: Der Bowmore 10yo, der Bowmore 15yo und der Bowmore 18yo.

Der Bowmore 10yo stammt aus sherry casks und hogsheads. Er wird mit 40% abgefüllt in Literflaschen und seine originalen Tasting Notes lesen sich so: „sonnengetrocknete Früchte, Ahorn, Sultaninen, Meersalz, dunkle Fruchtöle und ein rauchiges Walnuß-Finish“.

Der Bowmore 15yo kommt ebenfalls als 1l-Bottling, wird allerdings mit 43% abgefüllt. Er stammt aus first-fill ex-bourbon casks – er soll die weiche Rauchigkeit von Bowmore bieten, dazu einen Hauch Zitrone.

In einer 0.7l-Flasche wird der Bowmore 18yo mit 43% erhältlich sein. Er stammt aus einer Kombination aus Oloroso und PX-Fässern. Er soll Schokoladenaroma bieten, Sirup, Kaffee und Datteln, Orangenschalen und Macadamia-Nüsse.

Ein Preis wurde im Artikel auf The Spirits Business noch nicht genannt.

Ardgowan Distillery verpflichtet Willie Phillips (ex-Macallan)

Viel ist noch nicht zu hören gewesen über die geplante Ardgowan Distillery in Inverkip – im Oktober des Vorjahres berichteten wir über einen eingereichten Bauantrag, von dem man hoffte, dass er bis Frühjahr 2017 positiv erledigt sei, damit man bis zum Jahr 2019 mit der Produktion von Whisky beginnen könne.

Heute allerdings gibt es die nächste Neuigkeit zu dieser geplanten Lowland-Distillery zu vermelden. Man hat sich die Mitarbeit einer Whiskylegende gesichert: Laut einem Eintrag auf der Website der Destillerie von heute, soll der frühere Managing Director von Macallan,  Willie Phillips, zum Team der Ardgowan Distillery hinzustoßen. Phillips war Managing Director von Macallan in den Jahren 1978 bis 1996, als die Destillerie an Highland Distillers verkauft wurde – und über zehn Jahre lang auch Chairman der SMWS. Er soll mithelfen, den Whisky aus Ardgowan zu einem hochqualitativen Produkt zu machen, gemeinsam mit, wie die Destillerie schreibt, „anderen führenden Nasen“.

Willie Phillips. Bild: Ardgowan Distillery

PR: Aufstieg im Führungsteam bei Beam Suntory Austria  

Von Beam Suntory Austria haben wir eine Pressemitteilung über eine Neustrukturierung des Führungsteams erhalten, die wir gerne mit Ihnen teilen. Von unserer Seite aus herzlichste Glückwünsche an Sabrina Ratschnig, Karl Wurm und Thomas Reicher zu den neuen Aufgaben!

Aufstieg im Führungsteam bei Beam Suntory Austria

Management mit erweiterten Aufgaben und Expansion in Westeuropa

Wien, 6. Februar 2017. Mit Jahresbeginn stellt Beam Suntory Austria sein lokales Management-Team breiter auf. Karl Wurm avanciert zum Area Commercial Director und verantwortet neben Österreich auch die Distributionsmärkte Schweiz und Italien. Sabrina Ratschnig wird zur Marketing Managerin befördert und Thomas Reicher leitet weiterhin als Sales Manager die Vertriebsmannschaft in Österreich.

Neues Führungsteam für Österreich

Karl Wurm, der bisherige Commercial Director für Österreich, verantwortet ab sofort zusätzlich zum heimischen Markt auch die Distributionsmärkte in der Schweiz und Italien. Er berichtet weiterhin an Manfred Jus, Managing Director Western Europe bei Beam Suntory. An seiner Seite verantwortet Sabrina Ratschnig die markenstrategische Kommunikation in allen drei Ländern. Sie steigt von der Senior Brand Managerin zur Marketing Managerin auf. Vervollständigt wird das Team durch Thomas Reicher, der seit April 2016 das inzwischen fünfköpfige Vertriebsteam in Österreich leitet.

Verantwortungsexpansion nach Italien und in die Schweiz

Durch die Steuerung der gesamten Drei-Länder-Region ab 2017 können Synergieeffekte optimal genutzt werden. Zusätzlich sorgt die neue Struktur für einen besseren Austausch zwischen den Ländern und ermöglicht ein rasches Reagieren auf Trends und Marktveränderungen.

“Österreich hat sich nach der Gründung einer eigenen Marketing- und Vertriebsorganisation in den letzten vier Jahren deutlich schneller als der Markt entwickelt. Wir sehen hier auch in Zukunft großes Potential für unsere Premium-Spirituosen aus allen Teilen der Welt. Zusätzlich nützen wir nun das Know-how des lokalen Führungsteams, um das Wachstum in Italien und der Schweiz weiter voranzutreiben.“ erklärt Karl Wurm, Area Commercial Director AUT, CH & ITA.

v.l.n.r.: Sabrina Ratschnig, Karl Wurm und Thomas Reicher. Bildrechte: © Beam Suntory

Whisky, Drams & More: Interview mit Thomas Krüger (whiskyauction.com)

Wenn es in Deutschland um Whiskyauktionen geht, kommt man um Whiskyauction.com nicht herum: Seit 20 Jahren ist das Unternehmen in Holzbunge, nach Angaben des Artikels die größte Whiskyauktionsplattform der Welt, als Auktionshaus tätig. Und wer über whiskyauction.com spricht, spricht unweigerlich auch über den Gründer, Thomas Krüger.

Whisky, Drams & More hat nun ein dreiteiliges Interview mit Thomas Krüger anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums von Whiskyauction.com geführt, in dem der Whiskyliebhaber und Geschäftsmann über seinen Werdegang, seine Sicht auf Whisky und natürlich auf Whiskyauktionen erzählt. Wirklich interessanter Lesestoff, aus dem wir Ihnen hier, als kleinen Appetitanreger, einen kurzen Ausschnitt präsentieren, der wohl zeigt, wie sehr Thomas Krüger im Thema Whisky verwurzelt ist:

B.B.: Wie viele Sorten Whisk(e)y haben Sie selber denn schon probieren/sammeln können? 
T.K. :  Meinen ersten Whisky hatte ich mit 21 Jahren. Anfangs hatte ich Bedenken, ob mir das Getränk überhaupt zusagt und ich dann mehr oder weniger vergebens gesammelt haben könnte… Aber probiert habe ich mittlerweile schon über 5000.
Meine Sammlung umfasst momentan über 7000 Exponate.
Thomas Krüger. Bildrechte bei Benjamin Becker