Serge verkostet: Bunnahabhain Teil 2

Wie versprochen setzt Serge Valentin heute seine Verkostung von Abfüllungen aus der Destillerie Bunnahabhain fort – wieder mit fünf unabhängigen Bottlings, allerdings diesmal ohne torfige Abfüllungen. Was sie gemeinsam haben: Ein recht ansehnliches Alter – und hohe Bewertungen:

  • Bunnahabhain 28 yo 1987/2015 (48.6%, Maltbarn, sherry cask): 85 Punkte
  • Bunnahabhain 28 yo 1988/2016 (44%, The Nectar of the Daily Drams, 10th Anniversary): 88 Punkte
  • Bunnahabhain 44 yo 1968/2013 (41.2%, Glen Fahrn Airline, refill oak, No.14): 90 Punkte
  • Bunnahabhain 34 yo 1980/2014 (46.6%, The Single Malts of Scotland, sherry butt, cask #847945, 257 bottles): 90 Punkte
  • Bunnahabhain 28 yo 1987/2015 (49.1%, The Maltman, 228 bottles): 89 Punkte
Bunnahabhain auf Islay. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.

Neu in den USA: Wild Turkey Master’s Keep Decades

Seit 35 Jahren ist der jetzige  Wild Turkey Master Distiller Eddie Russell bei Wild Turkey beschäftigt, und zu diesem Jubiläum veröffentlichte die Destillerie in Kentucky eine besondere Abfüllung: Wild Turkey Master’s Keep Decades. Er besteht aus Bourbons der verschiedensten Altersstufen zwischen 11 und 20 Jahren und wurde mit 104 proof, also 52% Alkohol abgefüllt. Leider gibt es die Sonderausgabe nur in den Vereinigten Staaten, dort wird sie um 150 Dollar pro Flasche ab sofort erhältlich sein. Bourbon-Fans werden ihn sich wohl über inoffizielle Kanäle besorgen müssen…

Interessant zu sehen ist, dass der Wild Turkey Master’s Keep Decades nicht mehr kostet als der Wild Turkey Master’s Keep 17yo, der vor gut eineinhalb Jahren erschienen ist (wir berichteten hier).

 

Neu: Teeling Revival Volume III

Von der Teeling Distillery aus Dublin sind wir über einen neuen Whiskey informiert worden, der anlässlich des 18monatigen Jubiläums der Eröffnung der Destillerie herausgebracht wird und in einer Auflage von 10.000 Flaschen erhältlich sein wird:

Der Teeling Revival Volume III ist ein 14jähriger irischer Single Malt Whiskey, der zunächst in ex-Bourbon Casks reifte und danach in 350 Liter ex-Pineau Des Charentes Fässern gefinisht wurde. Der mit 46% abgefüllte Whiskey wurde nicht kältefiltriert.

Im Geschmack soll er getrocknete Früchte zeigen, Ananas-Toffee sowie geröstete Mandeln komplementieren das Aroma dunkler Bitterschokolade. Dazu soll man Honig und Haselnüsse schmecken.

Kosten soll der Revival Volume III 120 Euro, zunächst gibt es ihn in der Destillerie, am Flughafen und im gut sortierten Handel in Irland. Er wird danach auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, erhältlich sein.

PR: Bowmore feiert die Einführung des neuen No.1 Single Malt

Vor einigen Tagen konnten wir Ihnen bereits von der neuen Core-Range bei Bowmore (die sich in einer neuen Packungsgestaltung und dem Abtausch des Small Batch durch den neuen No. 1 Single Malt manifestierte) berichten. Heute nun haben wir eine Pressemitteilung von Bowmore erhalten, die auf die Besonderheiten des neuen No. 1 Single Malt eingeht. Natürlich bringen wir sie im Originalwortlaut für Sie:

Aus dem ältesten Lagerhaus Schottlands: Bowmore feiert die Einführung des neuen No.1 Single Malt

Das gesamte Portfolio präsentiert sich im neuen Design der No.1 Vaults

Frankfurt am Main, 13. Februar 2017. Bowmore® Islay Single Malt Whisky bringt Mitte März seinen neuen No.1 Single Malt auf den Markt. Gereift in den „No.1 Vaults“ – dem ältesten Whisky-Lagerhaus Schottlands – offenbart der Single Malt geschmacklich den vollen Charakter der Traditionsmarke. Inspiriert durch die legendären Gemäuer der ersten Destillerie Islays, lädt der No.1 Malt dazu ein, Bowmores Geschichte zu entdecken. Als Hommage an das 1779 gegründete Lagerhaus im Herzen der schottischen Insel Islay, präsentiert die Whisky-Marke ab März nicht nur ihren No.1 Malt, sondern das gesamte Kernsortiment im neuen Design.

Mit dem neuen Bowmore No.1 das älteste Lagerhaus Schottlands entdecken

Seit mehr als 230 Jahren schützen die teilweise unter dem Meeresspiegel liegenden Kellergewölbe des Lagerhauses „No.1 Vaults“ die kostbaren Scotch Whisky-Fässer Bowmores vor der starken Brandung des rauen Atlantiks. Diese einzigartigen Lagerungsbedingungen verleihen jedem Bowmore Islay Single Malt Whisky seine komplexen und perfekt ausbalancierten Aromen. So auch dem No.1 Malt. Charakteristisch für den in First-Fill-Bourbon-Fässern gereiften Whisky sind der unvergleichliche Geschmack von süßer Vanille, würzigem Zimt und Eichenholzrauch sowie die Aromen von Zitrusfrüchten, Honig und Kokos. Im Abgang runden Noten von Torfrauch, Bourbon-Vanille und Limone das vollmundige Geschmackserlebnis ab. Bowmore No.1 Malt hat 40 Alc. Vol. % und ist ab Mitte März im deutschen Fachhandel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 29,99 Euro.  

„Unlock hidden depths“ – die verborgenen Schätze Bowmores entdecken

Ebenso wie der neue Bowmore No.1 präsentiert sich das gesamte Kernsortiment von Bowmore 12yo bis Bowmore 25yo im neuen Design.

„Wir möchten Whisky-Liebhabern die Möglichkeit geben, die einzigartige Umgebung der Bowmore Destillerie und die Schätze, die sich in den Tiefen der Gewölbe verbergen, mit allen Sinnen zu entdecken“,

erklärt Jens Rosenberg, Brand Ambassador Peated Malts of Distinction bei Beam Suntory.

Inspiriert durch das massive Holztor und die weißen Steinmauern der No.1 Vaults, ist die neue Verpackung in dezenten, natürlichen Farbtönen gestaltet. Ein Blickfang ist die Unterschrift des Bowmore Gründers David Simpson, die jeden Flaschenkarton ziert. Wer mehr über die Destillerie erfahren möchte, findet unter http://www.bowmore.com/virtual-reality eine spannende 360 Grad Virtual Reality Tour. Sie lässt Zuschauer getreu der Kampagnen-Leitidee „Unlock hidden depths“ noch tiefer in die Geschichte der Marke und das älteste Lagerhaus eintauchen.

Discover: Neue Methode „reift“ Spirituosen in Tagen statt Jahren

Bislang wurde es in dieser Art und Weise nur an Brandy ausprobiert – aber die Methode hätte das Potential, auch mit Whisky verwendet zu werden: Forschern der Universität Cádiz in Spanien ist es laut einem Bericht von Discover gelungen, durch Ultraschall Brandy, der durch einen Aufbau mit Eichenchips floss, innerhalb von drei Tagen einen Reifegrad zu verleihen, der im Fass erst nach zwei Jahren möglich gewesen wäre.

Dazu wurde der Brandy beim Durchdringen der Eichenchips mit Ultraschall beschossen, was die Zellmembranen der Eiche zum Platzen brachte und die Inhaltsstoffe freigab.

Acht professionelle Verkoster schätzten den Geschmack des so gewonnenen Brandys nahezu gleichwertig mit jenem ein, der traditionell gereift wurde, und lobten die Fruchtigkeit und Intensität des Geschmacks.

Whiskyfreunde brauchen sich – ebensowenig wie Freunde von Brandy – vor der neuen Methode nicht zu fürchten. Technisch gesehen darf in der EU ein solches Produkt weder als Brandy noch als Whisky verkauft werden – und als Scotch nirgendwo. Die Erfinder der Methode sehen aber dennoch Vorteile für die Produzenten und Konsumenten in ihrer Entwicklung: Mit ihr könne man rasch erkennen, wie sich die Verwendung verschiedener Fasstypen auf das Grundproukt auswirken würde.

Einige Fässer in der Destillerie Glendronach. Bildrechte bei Marcel Freudenstein

 

Serge verkostet: Bunnahabhain

Bunnahabhain auf der Insel Islay erzeugt sowohl rauchige als auch nichtrauchige Whiskys – und bei beiden Arten kann man als Whiskyfreund wirklich ausgezeichnete Bottlings finden. Serge Valentin hat heute einige Abfüllungen verkostet – allesamt von Unabhängigen, drei davon getorft, und bewertet diese mit recht guten bis sehr guten Noten:

  • Bunnahabhain 8 yo ‘Fruit by the Sea’ (48%, Langside, Distillers Art, 374 bottles, +/-2016): 83 Punkte
  • Bunnahabhain 8 yo (43%, Gordon & MacPhail, The MacPhail’s Collection, +/-2015): 80 Punkte
  • Bunnahabhain 6 yo 2007/2014 (57.7%, Berry Bros & Rudd, cask #800089): 85 Punkte
  • Bunnahabhain 17 yo 1997/2015 (57.5%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 258 bottles): 88 Punkte

Morgen gibt es dann noch mehr Abfüllungen aus dieser interessanten Destillerie auf seiner Verkostungsliste – wir berichten wieder.

Die Destillerie Bunnahabhain. Bildrechte bei Gerald Petö

Chivas bestätigt: Alle 450 Mitarbeiter übersiedeln nach Kilmalid

Im Zuge der Übersiedlung von Chivas von Paisley nach Kilmalid (wir berichteten über die Pläne im Januar) gab es auch die Befürchtung, dass nicht alle Arbeitsplätze erhalten werden können. Nun hat aber Chivas laut einem Artikel im Daily Record bestätigt, dass alle 450 Arbeitsplätze auch in Kilmalid (Dumbarton) erhalten bleiben werden und die gesamte Belegschaft mit übersiedelt wird.

In einem anderen Bericht, diesmal im Dumbarton Reporter, schlägt das schottische Parlamentsmitglied Derek Mackay dem Unternehmen vor, die danach leerstehenden Gebäude in Paisley der Allgemeinheit zu übergeben, um keine Probleme durch einen mehrjährigen Leerstand entstehen zu lassen. Diesbezüglich wollte der Abgeordnete am Wochenende Gespräche führen, über deren Verlauf aber noch nichts bekannt ist.

Die Firma Chivas Brothers Ltd. ist seit 2001 ein Tochterunternehmen des Pernod-Ricard-Konzerns. Der Name des Unternehmens leitet sich vom Schloss Schivas am Fluss Ythan in Aberdeenshire ab.

Der Chivas-Standort in Kilmalid. Bild: Chivas

Whisky im Bild: Fortschritt bei der Raasay Distillery

Auf der Nachbarinsel von Skye bauen R&B Distillers gerade die nach der Insel benannte Raasay-Distillery. Vor kurzem brachten wir ein Audio-Interview mit einem der Besitzer, Alasdair Day, wo wir einige Bilder vom Baufortschritt zeigten.

Nun hat das Unternehmen ein ganz aktuelles Bild vom Status der Arbeiten aufgenommen, das wir mit freundlicher Genehmigung unseren Lesern zeigen können. Man sieht, dass das Stillhouse bereits weit fortgeschritten ist und auch weitere Gebäude hochgezogen werden. Die beiden Kupferbrennblasen sind gut zu sehen, sie wurden in der Toskana für die Destillerie gefertigt und nach Schottland geliefert.

© R&B Distillers

Mannheim24: Bericht zur Whiskymesse in Schwetzingen

Noch bis 18 Uhr läuft er, der Whisky-Spring in Schwetzingen, und hört man die Stimmen derer, die gestern schon dabei waren, wird die Messe auch in diesem Jahr wieder gut angenommen. Über 1500 Besucher hat der Veranstalter für den Samstag gezählt, und von diesem Samstag ist auch der Bericht, den Mannheim24 heute online gestellt hat.

Auch eine Fotogalerie ist dabei, und ein kurzer Überblick über das, was die Besucher in Schwetzingen erwartet. Wer auf den Geschmack kommt, findet hier alles Wissenswerte über die Messe.

Ein Blick in die Hallen des Schlosses, von der vorjährigen Messe. Foto: Petra Milde

Titelbild: „Schwetzingen Zirkelbau Festspiele 2002“ by Andreas Praefcke – Own work (own photograph). Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.

 

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (10)

Das erste kleine Jubiläum für unsere Zusammenfassung der Whiskyvideos und Podcasts der Woche: Zum zehnten Mal bringen wir sie jetzt schon, und ab letzter Woche immer bereits am Sonntag. Hier sind die Beiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden. Wiederum viel Vergnügen beim Durchstöbern und Ansehen!

Hier unser wöchentlicher Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

whisky

Titelbild: rbrwr via VisualHunt / CC BY-SA

Video: Malt in the Making – der Texel Whisky

Nicht Schottland, sondern Holland ist im Fokus unseres heutigen Sonntagsvideos, das wir auf Vimeo für Sie gefunden haben. Es stammt von David van Brakel und handelt vom Texel Whisky, der auf der Insel Texel, der größten der westfriesischen Inseln im Nordwesten Hollands destilliert wird. Brennmeister Joscha Schoots erzählt vom Abenteuer Destillation, von seiner Liebe zum Whisky und der Besonderheit der Destillerie: Nachdem es keinen Torf auf der Insel gibt, mit dem man die Gerste trocknen und räuchern kann, macht man das auf der Insel mit Seegras.

Das hervorragend gemachte und interessante Video läuft 14 Minuten in HD, in der Originalsprache mit englischen Untertiteln. Lassen Sie sich davon nicht abhalten – es zahlt sich aus.

Whisky im Bild: Edinburgh Castle (Wallpaper)

Mit unserem heutigen Wallpaper entfernen wir uns einmal aus den ruralen Landschaften und begeben uns mitten in die Stadt – nach Edinburgh. Diese wunderschöne und rechtefreie (Sie können sie ganz nach Gutdünken verwenden) Aufnahme des Edinburgh Castle stammt von Omar Yassen – und ist im Original, das Sie hier herunterladen können, 4000×6016 Pixel und 6MB groß.

Wie immer bringen wir es untenstehend auch in einer kleineren Größe zum Anschauen – und aus Respekt vor unseren mittlerweile sehr zahlreichen mobilen Usern.

Neu von Compass Box: Double Single Third Edition

Auf der TTB-Datenbank gibt es ein neues Label zu vermelden, das besonders – aber natürlich nicht nur – für die Freunde von Compass Box interessant ist: Es scheint so, als würde es schon bald eine dritte Auflage des Double Single geben.

Der Compass Box Double Single ist ein Vatting aus einem Single Malt und einem Single Grain, rechtlich gesehen daher ein Blend. Er geht auf eine Idee von Tatsuya Minagawa und Duncan Elphick aus dem Highlander Inn zurück.

Diesmal besteht der Double Single aus einem 19jährigen Glen Elgin, der in einem re-charred hogshead reifte, und einem „mindestens ebenso alten“ Girvan.

Hier die beiden Labels:

 

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Scotsman FaD: Das Diageo Whisky-Archiv (mit Video)

Auf Scotsman Food and Drink können Sie heute einen ausführlichen Bericht mit einem Video über das Whisky-Archiv von Diageo sehen, das gestern im Rahmen des International Scotch Days zum ersten Mal generell öffentlich zugänglich war.

Beim Diageo Whisky-Archiv handelt es sich um das größte Getränkearchiv der Welt, eröffnet im Jahr 1990 und signifikant erweitert im Jahr 2014. Geleitet wird es von Christine McCafferty. Normalerweise ist das Archiv nicht für Besucher zugänglich, aber es kann von Gruppen auf Anfrage von Fall zu Fall besucht werden.

Über 500.000 whiskybezogene Gegenstände finden sich im Archiv – und über 10.000 Flaschen, darunter auch Whisky aus dem Jahr 1880.

Der Bericht ist recht ausführlich und gut geschrieben, das Video auf jeden Fall sehenswert.

Christine McCafferty. Bild: Diageo