147.4 Millionen Pfund Gewinn nach Steuer – das ist das Ergebnis der Geschäftstätigkeiten von William Grant & Sons im abgelaufenen Finanzjahr. Es bedeutet eine ansehnliche Steigerung von 8.9%, was den Gewinn betrifft, und 6.1% beim Umsatz, der von 832.7 auf 885.5 Millionen Pfund stieg.
Das Unternehmen betonte, dass es das erfreuliche Ergebnis trotz schwieriger Märkte in Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika einfuhr.
Bei ihrem Flaggschiff, der Marke Glenfiddich, gab es eine Mengensteigerung um 5%. Es bleibt abzuwarten, ob Glenfiddich damit wieder die Nummer 1 am Markt wird – ein Titel, den man an Glenlivet verloren hat.
Von Top Spirit, Österreichs führender Vertriebsorganisation im Sekt- und Spirituosenbereich, haben wir eine Pressemitteilung zur Übernahme des Vertriebs der Produkte von William Grant & Sons erhalten, die gestern im Rahmen eines Events in Wien gefeiert wurde. Wir bringen hier die whisk(e)yrelevanten Teile der Information für unsere Leser:
Top Spirit: „Welcome Home!“ den Premium-Marken von William Grant & Sons
Smell, touch & feel – Verkostung im Rahmen eines „interactive Tasting“ im Planter’s Club
Wien, 27. September 2016
Top Spirit, Österreichs führende Vertriebsorganisation im Sekt- und Spirituosenbereich, heißt nach kurzer Unterbrechung die Premium-Spirituosen von William Grant & Sons wieder im Sortiment willkommen. Die erneute Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Familienbetrieb und weltweit drittgrößten Whiskyproduzenten wurde gestern im Rahmen eines „interactive tasting“ feierlich eingeläutet. Dabei wurden die mehrfach ausgezeichneten Whiskys Glenfiddich, The Balvenie, Grant’s, Tullamore D.E.W., Monkey Shoulder und Hudson Whiskey nicht nur verkostet, sondern auch mit allen Sinnen fühl- und erlebbar gemacht.
„Die Entscheidung von William Grant & Sons, sein Premium-Sortiment wieder in die Hände von Top Spirit zu legen, beweist einmal mehr, dass das Streben nach höchster Qualität verbindet. In der fast 130-jährigen Geschichte des Familienunternehmens wurden nicht nur traditionelle Handwerkstechniken perfektioniert, sondern die Marken – und damit auch die Kategorien Whisky und Gin – durch Innovationen beständig weiterentwickelt. Top Spirit stärkt somit bereits zum zweiten Mal innerhalb dieses Jahres seine Kompetenz im Bereich Whisky und hat mit Hendrick’s nun einen weiteren, absoluten Premium-Gin im Portfolio. Wir können als Marktführer unseren Partnern in Handel und Gastronomie dadurch eine noch größere Auswahl an Top-Marken aus einer Hand bieten“,
so Mag. Walter Wallner, Geschäftsführer von Top Spirit.
William Grant & Sons ist das älteste Familienunternehmen der Whiskyindustrie, noch heute leiten die Nachfahren des Gründers William Grant das Unternehmen. Der weltweit drittgrößte Whiskyproduzent besitzt sechs verschiedene Destillerien und wurde in den letzten 15 Jahren zehn Mal zum „Distiller of the year“ gekürt.
Smell, touch & feel. Bei einem „interactive Tasting“ nach dem Motto „Smell, touch & feel“ in der legendären American Bar Planter’s Club im Herzen Wiens konnte – im Beisein von Jean-Christophe Terzaghi, Regional Director William Grant & Sons und begleitet von den Spirituosen-Experten Jason Turner und Thomas Breitwieser – die Welt der Whiskys von William Grant & Sons mit allen Sinnen erforscht werden: die feinen Unterschiede im Duft verschiedener Jahrgänge wahrnehmen, Whisky in Kombination mit Schokolade verkosten, an Dauben von verschiedenen Whiskyfässern riechen und die Vielfalt der Whisky-Gläser kennenlernen.
Im Zuge eines „interactive tasting“ hieß Top Spirit die Marken von William Grant & Sons wieder herzlich Willkommen. Copyright Top Spirit/Marie-Thérèse FriedrichTop Spirit GF Walter Wallner und Spirituosen-Experte Jason Turner führten durch das Tasting und den Abend. Copyright Top Spirit/Marie-Thérèse FriedrichIm noblen Verkostkeller des Planter’s Club wurden die verschiedenen Whiskies aus dem Hause William Grants an fünf „tasting stations“ für das Publikum erlebbar gemacht. Copyright Top Spirit/Marie-Thérèse Friedrich
Glenfiddich ist der weltweite Nr. 1 Single Malt Scotch Whisky und der meist prämierte. Für seine konstante, hochwertige Qualität garantieren das handwerkliche Wissen der hauseigenen Malt Master, Kupferschmiede und Küfer sowie ungewöhnlich kleine, Geschmack schonende Brennblasen. Der Single Malt Whisky wird nur aus hochwertigem Gersten-Malz und dem kristallklaren Wasser der hauseigenen Quelle in einer einzigen Destillerie hergestellt.
The Balvenie ist ein einzigartiges Sortiment an Single Malts, die eine Fülle an Aromen bieten, außerordentlich samtig sind und von einem charakteristischen Honigton getragen werden. Balvenie ist die einzige Whisky-Destillerie in Schottland, in der bei der Herstellung auch heute noch die fünf traditionellen Handwerkskünste zum Einsatz kommen: die Gerste stammt aus Eigenanbau, die Mälzereien werden selbst betrieben und zum Team gehören Kupferschmiede, Fassbinder und die erfahrensten Master Blender der Branche.
Grant’s Family Reserve Whisky ist der der älteste Blended Scotch Whisky in Familienhand und einer der weltweit beliebtesten Scotch Whiskys – er ist in über 180 Ländern erhältlich. Seine Komplexität zeichnet sich durch eine weiche und milde Note aus, Orange und Kamille verleihen ihm den klassisch fruchtigen Geschmack.
Tullamore D.E.W. ist ein dreifach destillierter Irish Whiskey, der für seinen feinen Geschmack bekannt ist. Er hat in den letzten zwölf Jahren bereits beeindruckende 30 Goldmedaillen gewonnen. Seine Herstellung macht ihn einzigartig: Neben der Dreifach-Destillation ist dies die Vermählung aller drei Arten von Irish Whiskey – Single Pot Still, Malt und Grain Whiskeys. Die Kombination von Ex-Bourbon und Sherry-Fässern verleiht ihm seinen Geschmack aus Vanille und geröstetem Holz.
Monkey Shoulder ist der erste Triple Malt Scotch Whisky weltweit – ein sogenannter Blended Malt, der aus drei verschiedenen Speyside Single Malt Whiskys hergestellt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mischungen besteht er aus 100% Malt Whisky, was zu einem reichen Malt von außergewöhnlicher Sanftheit führt. Monkey Shoulder eignet sich hervorragend für die Zubereitung vieler Longdrinks und Cocktails.
Hudson Whiskey wird in der einzigen Whiskey Brennerei im Staate New York, Tuthilltown Spirits, noch mit viel Handarbeit zu 100% aus Mais hergestellt. Sogar die Flaschen werden mindestens sieben Mal in die Hand genommen: Sie werden gewaschen, gefüllt, mit einem Korken verschlossen, gewachst, mit dem Etikett versehen, nummeriert und verpackt.
Nach unserem exklusiven dreiteiligen Feature über die Diageo Special Releases (Teil eins und die nachfolgenden Teile finden Sie hier) hat uns nun auch die offizielle Pressemitteilung von Diageo erreicht. Sie listet nochmals die einzelnen Bottlings mit ihren Besonderheiten auf. Als besonderen Service bieten wir Ihnen die gesammelten Tasting Notes als Download nach der Pressemitteilung an. Übrigens: Ein Klick auf die Vorschaubilder vergrößert sie.
Hier nun aber der Pressetext:
DIAGEO SPECIAL RELEASES 2016
DIE BEGEHRTESTEN UND WERTVOLLSTEN SCOTCH WHISKYS DER WELT AB SEPTEMBER IM HANDEL
Hamburg, 27.09.2016 – Von Sammlern und Whiskyliebhabern lang ersehnt, lanciert Diageo pünktlich zum Herbst die limitierte Special-Release-Serie mit zehn unverkennbaren Scotch Whiskys in voller Fassstärke (natural cask strength). Die streng limitierte und fein selektierte Kollektion besticht mit namhaften Abfüllungen von Auchroisk, Linkwood, Cragganmore, Brora, Cambus, Caol Ila, Glenkinchie, Lagavulin, Mannochmore und Port Ellen.
Über die Special Releases
In den späten Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts machten sich die Single Malt Whiskys von sechs Destillerien unter der Bezeichnung CLASSIC MALTS einen Namen. Zu dieser Zeit wuchs unter Liebhabern ganz allgemein das Interesse an älteren und selteneren Malt Whiskys. Ein Resultat davon waren die RARE MALTS, eine Serie seltener Whiskys, die im Jahr 1995 erstmalig erschien und im Jahr 2005 angesichts von zur Neige gehender Lagerbestände ihr Ende fand. Bestehen blieb jedoch die Nachfrage nach besonderen, unverkennbaren und einzigartigen Fassstärkeabfüllungen. Solche Abfüllungen ermöglichten es Sammlern, Kennern und Enthusiasten, Lagerrestbestände und/oder besondere Charakteristiken einer Destillerie zu erleben und zu genießen – ein wahrer Schatz an unvergleichlichen Whiskys. Um diese Nachfrage zu befriedigen, wurde im Jahr 2001 die Special-Releases-Serie ins Leben gerufen. Seither wird diese Kollektion – jeweils bestehend aus bekannten Namen in Kombination mit einigen Überraschungen – von Whisky-Enthusiasten jedes Jahr aufs Neue ungeduldig erwartet.
Auchroisk 25 Jahre
Dieser nur selten erhältliche Single Malt, der von der nördlichsten Brennerei in Speyside kommt, umfasst nur 3.954 individuell nummerierte Flaschen weltweit. Es ist ein fruchtiger Aperitif, der sich mit ein wenig Wasser von seiner besten Seite zeigt. Der Whisky ist herrlich frisch und fruchtig, weich und hat eine gute Struktur. Erwarten Sie frische Säure, eine leichte glatte Textur und Würzigkeit. Der 1990 abgefüllte Auchroisk mit 51,2 Vol.-% ist für 389,- € je Flasche im Fachhandel erhältlich.
Linkwood 37 Jahre
Als der erste Linkwood Special Release seit acht Jahren, ist diese Abfüllung wunderbar rein, leicht und elegant: der Inbegriff von Speyside „Finesse“. Dieser Linkwood, der traditionell bei niedrigerem Alkoholgehalt destilliert wird, damit sein duftender Reichtum besser zum Vorschein gebracht wird, behält weiterhin seinen typischen frischen Obst- und blumigen Charakter. Dieser sehr anspruchsvolle Malt ist ein komplexer und klassischer Malt. 1978 gebrannt, sind weltweit nur 6.114 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar. Mit 50,3 Vol.-% ist Linkwood 37 für UVP 829,- € je Flasche im Fachhandel erhältlich.
Cragganmore FL
Für die mittlerweile sechste Cragganmore Special Release und den dritten Flavour-Led-Whisky wurden Whiskys aus drei Fasstypen vermischt: ehemalige Bodegafässer aus europäischer Eiche sowie wiederbenutzte und verjüngte amerikanische Eichenfässer – allesamt allein für den Geschmack ausgewählt. Dieser Cragganmore erkundet den trockenen Cragganmore-Brennereicharakter und ist dabei fein strukturiert, besinnlich und besitzt eine weiche, süße Nase. Der Whisky ist am Gaumen vollmundig und intensiv aromatisch und entwickelt sich in einem cleveren Zusammenspiel zwischen Eiche und Malz zu einem langen, wärmenden Finish. Mit Wasser herrlich subtil. Weltweit sind nur 4.932 einzeln nummerierte Flaschen des Cragganmore FL (55,7 Vol.-%) verfügbar. Für UVP 559,- € ist dieser im Fachhandel zu erwerben.
Brora 38 Jahre
Als die fünfzehnte einer begrenzten Reihe von jährlichen Sonderabfüllungen ist dies der älteste Brora, der in dieser Serie bisher abgefüllt wurde. Mit nur 2.984 individuell nummerierten Flaschen weltweit sind die Bestände dieses unersetzlichen Whiskys langsam erschöpft. Die Brennerei, die im Jahre 1819 als Clynelish von der Marquise von Stafford gegründet wurde, kostete nur 750 £, um gebaut zu werden. Heute würde dieser Betrag gerade einmal zum Kauf einer halben Flasche reichen.
Ein hervorragender und ausgewogener Single Malt; mit einer luftigen maritimen Note in der Nase behält der Whisky den Brennereicharakter – selbst in diesem fortgeschrittenen Alter mit mehr Rauch, Asche und Torf als die letzte Abfüllung. Brora 38, abgefüllt 1977 mit 48,6 Vol.-% ist für UVP 1.999,- € im Fachhandel erhältlich.
Cambus 40 Jahre
Dieser seltene Single Grain Whisky kommt aus Cambus, einer inzwischen geschlossenen Brennerei in der Nähe von Alloa. Obwohl er der älteste Cambus ist, der von der ursprünglichen Brennerei produziert wurde, ist diese Abfüllung erst der dritte Single Grain Whisky, der als Special Release veröffentlicht wird. Der 1975 destillierte Single Grain ist unglaublich komplex und frisch für sein Alter.
Trotz eines Alters von vierzig Jahren ist der Cambus leicht und dennoch üppig und frisch – am besten mit Wasser zu genießen. Sein feiner, entspannter Abgang macht den Whisky zu einem ungewöhnlichen und köstlichen Aperitif. Sie können einen Schluck erwarten, der sowohl leicht ist als auch süß, salzig, würzig und leicht wachsartig schmeckt. Mit weltweit nur 1.812 einzeln nummerierten Flaschen ist Cambus 40 mit 52,7 Vol.-% für UVP 1.039,- € im Fachhandel erhältlich.
Caol Ila 15 Jahre
Dieser Whisky wurde im Jahre 2000 destilliert und ist daher der erste dieser Reihe, der aus dem neuen Jahrtausend stammt. Diese limitierte Auflage ist die elfte Sonderabfüllung der Brennerei. Das typische Geschmacksprofil des Caol Ila hat eine markante Änderung erfahren: auf den Torf wurde bei dieser Special Release verzichtet.
Dieser Caol Ila, der idealerweise verdünnt wird, ist im Wesentlichen frisch, leicht und temperamentvoll und hat einen insgesamt süßen Geschmack. Zuerst gibt es kühlendes Menthol, intensive Frucht und dann Malz sowie Toffee. Weich, leicht süß und saftig. Caol Ila ist weltweit begrenzt verfügbar und ist mit seinen 61,5 Vol.-% für UVP 119,- € je Flasche erhältlich.
Glenkinchie 24 Jahre
Die Glenkinchie Brennerei ist nur 20 Meilen von Edinburgh entfernt und der Whisky deshalb auch als „The Edinburgh Malt“ bekannt. Diese limitierte Auflage des natürlich fassstarken Single Malts ist der älteste Glenkinchie in dieser Serie, der bisher produziert wurde und der erste aus europäischer Eiche. Diese Abfüllung ist vollmundiger als jüngere Ausgaben und enthält erheblich mehr Würze. Der vollmundige Geschmack leitet über in einen komplexen langen Abgang, der mit einer wunderbaren trockenen und aromatischen bitteren Süße endet. Weltweit sind nur 5.928 einzeln nummerierte Flaschen des 1991 destillierten Glenkinchie verfügbar, die je für UVP 419,- € mit 57,2 Vol.-% erhältlich sind.
Lagavulin 12 Jahre
Dieser Cask Strength Single Malt Whisky in limitierter Auflage zum 200. Jubiläum (1816–2016) kommt von der felsigen Islay-Südküste. Er ist der vierzehnte in einer Reihe von speziellen 12-jährigen Whiskys aus Lagavulins Destillierbeständen. Dies ist ein klassischer, gut strukturierter Lagavulin, den Torfliebhaber schätzen werden: wunderbar rauchig, ölig und bittersüß, rein im Stil, ausgewogen und mit einer inspirierenden Raffinesse. Diese Flasche passt zu Hause sowohl als Begleitung beim Essen als auch nach dem Abendessen, denn der Whisky hat ein leichtes Aroma und Textur und ist weniger trocken als die letzten Ausgaben. Die Jubiläumsabfüllung mit 57,7 Vol.-% gibt es weltweit nur in limitierter Auflage und ist zu einem UVP 109,- € im Fachhandel verfügbar.
Mannochmore 25 Jahre
Diese limitierte Auflage des fassstarken Single Malt stammt aus der relativ jungen Speyside-Destillerie Mannochmore. Der Whisky ist ungewöhnlich reich an Aroma und ideal als robuster, unverdünnter Digestif. Obwohl die Brennerei relativ jung ist, hat diese spezielle Version sowohl einen reifen und klaren Brennereicharakter als auch eine bittersüß-verkohlte Kraft. Ein paar Tropfen Wasser offenbaren noch mehr Nuancen und Komplexität. Die Textur bleibt aber dennoch weich, der Geschmack süß und mit einem Hauch von bitterschwarzem Kaffee, Kräutern und kühler Lakritze. 1990 destilliert, sind von dem Mannochmore mit 53,4 Vol.-% weltweit nur 3.954 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar und zu einem UVP von 349,- € je Flasche im Fachhandel zu erwerben.
Port Ellen 37 Jahre (16. Release)
Dies ist der älteste Port Ellen, der jemals abgefüllt wurde und der von der inzwischen geschlossenen Brennerei auf der Insel Islay stammt. Obwohl dieses besondere Destillat einer sorgfältigen jährlichen Zuteilung unterliegt, sind die Bestände niedrig und dieser unersetzliche Malt wird nicht mehr lange zur Verfügung stehen.
Dieser Whisky ist eine Rarität und seine Qualität macht ihn bis dato zum teuersten Special Release. Bei nur 2.940 individuell nummerierten Flaschen weltweit kann ein glücklicher Käufer die enorme Komplexität des Port Ellen entdecken. Subtil, anspruchsvoll und dezent zugleich – mit einer mühelosen Balance aus süßen Fruchtnoten, tiefen schmackhaften Tönen, Zitrusfrüchten, Honig, Rauch, Feuer und Eiche beweist diese Abfüllung des Port Ellen, dass er mit dem Alter besser wird. Der 1978 abgefüllte Port Ellen mit 55,2 Vol.-% und einem UVP von 3.459,- € ist die teuerste Special Release aus der Kollektion.
Im Gegensatz zu Blends bestehen Blended Malts ausschließlich aus Single Malts (also sind ohne Grainanteil komponiert), allerdings nicht nur aus einer Destillerie. Hier können findige Köpfe wie John Glaser von Compass Box mit dem Zusammenspiel verschiedener Geschmacksausprägungen experimentieren und dem Genre neue Varietäten hinzufügen.
Serge Valentin hat heute einige neue Blended Malts (darunter auch solche der angesprochenen Firma Compass Box) verkostet, und geht man nach seinem Urteil, müssen sich die Ergebnisse nicht hinter denen von guten Single Malts verstecken:
Three Year Old Deluxe (49.2%, Compass Box, blended malt, 3,282 bottles, 2016): 90 Punkte
The Anniversary Dram XO (45.4%, The Nectar of the Daily Drams, blended malt, 2016): 87 Punkte
Rich Fruity Sherry 36 yo (44.5%, Cadenhead Creations, blended malt, batch 2, 2016): 89 Punkte
Yula 21 yo (52.3%, Douglas Laing, blended malt, 2016): 83 Punkte
Whisky de Table 3 yo (40%, Compass Box, with La Maison du Whisky, blended malt, 2016): 79 Punkte
Hier die interessante Rückseiteninfo des erstverkosteten Three Year Old Deluxe, die das Altersstatement des Whiskys erklärt (in der Tat sind nur 0.4% des Whiskys drei Jahre alt):
Am Erscheinungstag ist uns der Artikel in Scotsman Food & Drink durch die Lappen gegangen, aber dank Facebook und unserem oftmaligen Gastautor Ernst J. Scheiner können wir ihn Ihnen dennoch nachträglich präsentieren: Das Online-Magazin stellt in diesem Bericht neun interessante Destillerieprojekte vor, die derzeit in Schottland in Planung oder kurz vor Baubeginn sind.
Sie finden im Artikel Bilder und Informationen zu folgenden Projekten:
Clydeside Distillery
Ardnahoe Distillery
Torabhaig Distillery
Raasay Distillery
Drimmin Distillery
Holyrood Park Distillery
The Borders Distillery
GlenWyvis Distillery
Dornoch Distillery
Eine Bauzeichnung der Clydeside Distillery (ehemals Glasgow Distillery) (c) Morrison Glasgow Distillers Ltd
Gibt es so etwas wie die besten Whiskys der Welt überhaupt? Berechtigte Frage, und die Antwort müsste wohl sein: Für jeden Whiskyfreund individuell: ja. Als generellen Anspruch: nein.
Aber dennoch ist der Ansatz, den das Men’s Journal in seinem Artikel gegangen ist, recht interessant: Man hat 18 Personen, darunter viele Bartender sowie Buchautoren und Whiskysammler (die dem Magazin nach gemeinsam über 1.000 verschiedene Whiskys verkostet haben) nach ihrer Top-Liste gefragt, und die besten 50 daraus in einer Sammlung verewigt. Die ist jetzt natürlich noch immer nicht absolut, und wenn man sie ansieht, dann ist sie auch durch den Standort des Magazins (USA) geprägt – aber interessant ist sie allemal, denn unserer Meinung nach finden sich unter den 50 Whiskys, die aufgelistet werden, keine Vollnieten (persönlich diskussionswürdige Kandidaten vielleicht). Folgen Sie unserem Link und sehen Sie, was man in den USA für die 50 besten Whiskys unter den aktuell verkauften hält.
Wäre Ihre Liste anders? Mit Sicherheit. Aber hier geht es „nur“ um Meinungen, nicht um Wahrheiten – und da darf man sich auch einmal von anderen inspirieren lassen…
Auch in den Top 50 – dieser Blend von Compass Box…
Von der österreichischen Manufaktur Gölles haben wir die Presseinfo für einen neuen Whiskey aus der Steiermark erhalten – den Gölles BREXIT. Dieser Whiskey nimmt Abschied von der klassischen schottischen Machart und versucht, mit seiner außergewöhnlichen Rezeptur neue Wege zu gehen. Hier die Informationen mitsamt den offiziellen Tasting Notes:
BREXIT – Der Whiskey aus der Steiermark
Wir sagen „Ja!“ zur Loslösung vom traditionellen britischen Single Malt. BREXIT ist eine Mashbill der steirischen Vielfalt: Mais, Roggen, Gerste, Weizen und Dinkel von hauseigenen Feldern, perfekt aufeinander abgestimmt. Sorgsam vergoren, behutsam destilliert und über Jahre in Eichenfässern gelagert. Vollmundig und würzig – ein Abstimmungsergebnis, das allen Freude bereitet.
(c) Manufaktur Gölles
NO Single Malt
Die Anzahl der Whisk(e)y-Liebhaber steigt stetig. Dass dabei zumeist vor allem die Schotten mit ihren Single-Malts im Vordergrund stehen, motiviert die meisten „Festlandbrenner“ dem Beispiel zu folgen und hauptsächlich Gerstenmalz zu verarbeiten.
Der BREXIT
Wir bei Gölles gehen bewusst einen anderen Weg. Keineswegs sympathisieren wir mit dem Austritt des vereinigten Königreiches aus der EU– vielmehr erzählen wir die Geschichte der Loslösung vom Single Malt hin zu einem vielschichtigen Whiskey aus verschiedenen heimischen Getreiden.
(c) Manufaktur Gölles
Die Rohstoffe
Förmlich ein Spiegelbild der steirischen Felder und Äcker ist die Zusammensetzung unseres Whiskeys. Neben dem Hauptanteil Mais (mehr als 50% – man könnte sagen „Bourbon Style“) fanden noch vier weitere Getreidesorten ihren Weg in unsere durchaus ausgefallene Mashbill. Roggen, Gerste, Weizen und nicht zuletzt Dinkel tragen das ihre zum Geschmack unseres Whiskeys bei.
Die Destillation
Wer Gölles kennt weiß, hier kommt nur eines in Frage: 100 % Pot-Still – in Kupferkesseln doppelt gebrannt. Dies ergibt feine, elegante und tiefschichtige Destillate.
Die Lagerung
Über viele Jahre haben wir unseren Produkten in unterschiedlichsten Eichenfässern die Zeit zum Reifen gegeben. Neue Barriques verschiedenster Herkunft (first fill) wurden ebenso verwendet, wie gebrauchte (second fill). Fässer mit unterschiedlichstem Toasting kamen auf der Suche nach der perfekten Harmonie zum Einsatz. Insgesamt durften die einzelnen Bestandteile des Whiskeys zwischen vier und dreizehn Jahre lang im Fass verbringen. Mit steirischem Quellwasser wird der Whiskey am Ende seiner Lagerdauer auf Trinkstärke gebracht.
Der Geschmack
Die unterschiedlichen Getreidesorten tragen jeweils das ihre zum Gesamtbild des Whiskeys bei:
Der Mais bringt die Milde und eine gewisse Süße mit sich. Ausgewogene Harmonie und Vollmundigkeit.
Der Roggen kann als der etwas ungestümere Bruder des Mais bezeichnet werden. Seine kräftigen Aromen geben dem finalen Produkt gewisse Ecken und Kanten.
Die Gerste bringt den „typischen“ Whiskey-Geschmack. Eine edle Eleganz gepaart mit spannendem Tiefgang.
Der Weizen wird in Bourbons oftmals als sanfte Alternative zum Roggen verwendet und besticht durch seine sehr weiche und milde Aromatik.
Der Dinkel ist der Exot unter unseren Getreiden. Er erinnert an frisch gebackenes Dinkelbrot und gibt dem fertigen Whiskey eine feine, leichte getreidige Note mit auf den Weg.
Am Sonntag, dem 25. September 2016, fand die erste BREXIT Whiskey-Verkostung in der Manufaktur Gölles statt. Weit mehr als 1000 Besucher erhielten erstmals einen exklusiven Einblick in den Fasskeller und hatten die Möglichkeit sowohl die einzelnen Bestandteile als auch das fertige Produkt, den BREXIT Whiskey, zu verkosten. (c) Manufaktur Gölles
Aus der Whiskywelt (aber nicht nur von dort) kennen wir den Begriff „nightcap“ – der kleine Schluck vor dem Schlafengehen, der für einen tiefen, ruhigen Schlaf sorgen soll. Und in der Tat hört man oft, nightcap (also: Die Schlafmütze) wäre eine kleine, nette Entspannungshilfe für gestresste Gemüter – etwas, was die Wissenschaft auf den ersten Blick bestätigt (mal abgesehen von den generellen Gefahren, die vom Alkoholkonsum ausgehen).
Leider muss man aber diesen positiven Effekt in das Reich der Fabeln verweisen: Der nightcap ist alles andere als schlaffördernd – er bewirkt nämlich das genaue Gegenteil und kann die jeweilige Person um alle positiven Effekte des Schlafes bringen. Wie ein Artikel auf Business Insider berichtet, hat eine Studie ergeben, dass der physische Effekt der Muskelentspannung und des tieferen Schlafes zwar gegeben ist, man also schneller einschläft, aber durch den Abbau des Alkohols im Körper Gehirnaktivitäten zu laufen beginnen, die alle erholsamen Wirkungen des Schlafes zunichte machen. Die Gehirnmuster zeigen nämlich die Strukturen von andauernden Schlafunterbrechungen und -störungen.
Das geht soweit, dass die Probanden, die auch nur eine kleine Menge Alkohol vor dem Schlaf einnahmen, am nächsten Morgen durch die Bank unausgeruhter und weniger multitaskingfähig waren.
Fazit der Studie: Wenn man einen erholsamen Schlaf will, ist Alkohol vor dem Schlafengehen die absolut falsche Wahl.
Es wird noch einige Zeit dauern, bevor wir wieder neue Abfüllungen aus der Lowland-Destillerie Bladnoch erhalten werden (es gab dort unter Raymond Armstrong eine längere Produktionspause). Derweilen müssen sich Whiskyfreunde mit älteren Bottlings begnügen – es soll einem nichts Schlimmeres passieren.
Serge Valentin hat heute sieben Abfüllungen aus Bladnoch verkostet, darunter vier einer bislang unpublizierten Session von vor drei Jahren. Die Resultate finden Sie hier, seine ausführlichen Notizen wie immer hinter unserem Link:
Bladnoch 22 yo 1992 (53.3%, Exclusive Malts, cask #4270, 295 bottles, +/-2015): 78 Punkte
Bladnoch 25 yo 1990/2015 (52.2%, The Whisky Agency and Acla Selection, barrel): 85 Punkte
Bladnoch 25 yo 1990/2016 (50.7%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon, 264 bottles): 87 Punkte
Bladnoch 22 yo 1990/2013 (49.5%, OB, cask #5762): 77 Punkte
Bladnoch 23 yo 1990/2013 (54%, Duncan Taylor, Dimensions, cask #3484, 116 bottles): 73 Punkte
Bladnoch 21 yo 1991/2012 (54.9%, Riverstown, hogshead, cask ref #2012-123, 296 bottles): 82 Punkte
Bladnoch 23 yo (46%, Cadenhead, dumpy, handwritten label, +/-1990): 84 Punkte
Wir haben ja schon vor einiger Zeit über den neuen KilchomanOriginal Cask Strength Editionberichtet. Die neue Abfüllung (56.9%) stammt aus 95 Quarter Casks und reifte in ihnen über sechs Jahre lang.
Ab heute, 11 Uhr unserer Zeit ist es soweit: Man kann sie online im Kilchoman Webshop (nur 1 Flasche pro Person) erstehen – für 69 Pfund plus Porto und Verpackung (aus Schottland leider in der Regel keine Lappalie). Wer unter den ersten sein will, die sie haben, der sollte sich bereit machen, allerdings ist anzunehmen, dass der Whisky danach auch weltweit in die Geschäfte kommen wird – bei einer Flaschenzahl von 12.000 Stück erscheint uns eine reine Limitierung auf den Verkauf im Kilchoman Webshop eher unwahrscheinlich..
Das Whisky-Weekend in den Kavernen von Salzburg ist mittlerweile ein Pflichttermin für die Regionen Österreich und Süddeutschland geworden. Aber auch darüber hinaus besitzt es durch sein besonderes Flair merkbare Strahlkraft. Schon zum siebten Mal findet die Veranstaltung in diesem Jahr statt, diesmal am 7. und 8. Oktober. In diesem Jahr ist auch die 2. (kleinere) Kaverne für alle Besucher geöffnet. Das heißt noch mehr Whisky-Vergnügen für alle Fans. Und wie immer kommen auch andere Genüsse (z.B. Zigarren) nicht zu kurz.
An zahlreichen Ständen in der einzigartigen Atmosphäre der Kavernen im Mönchsberg präsentieren über zwei Dutzend Aussteller ihre Produkte und Neuheiten. Hier einige Impressionen aus dem Vorjahr:
Das Programm dieser außergewöhnlichen Messe bietet nicht nur Master Classes, sondern auch Musik und Tanzdarbietungen:
Fr. 7. Oktober – 14 Uhr bis 21 Uhr
Bühne in der Kaverne 2
16.00: Bunoscionn – Traditionelle irische Musik
19.00: Irish Beat Factory – Irische Tanzgruppe
Zigarren-Lounge:
15.00: Bruichladdich Ewald Stromer (8 Euro)
Im Kellergewölbe:
15.00: Malts of Distinction Malts of Distinction – Einzigartige Reise durch die Welt der Single Malts mit Bowmore, Auchentoshan und Laphroaig (8 Euro)
15.00: Bourbon Legends Legenden aus Kentucky von Beam-Suntory (8 Euro)
17.30: William Grant’s Marken Jason Turner (8 Euro)
Der Eintritt kostet an beiden Tagen jeweils €10, inkl. Welcome-Drink (solange der Vorrat reicht)
Und für Sie kostet er vielleicht gar nichts, denn:
Wir verlosen unter unseren Lesern 3×2 Eintrittskarten zum Whisky Weekend in Salzburg.
Und so gewinnen Sie die Tickets:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Für welchen Musiker ist Salzburg berühmt?
a) Wolfgang Amadeus Mozart
b) Wolfgang Petry
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net
Wichtig: Verwenden Sie für Ihre email den Betreff: Salzburg
Unter allen richtigen Antworten, die uns (mit korrektem Betreff!) bis Donnerstag, den 29. September 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Karten und geben sie am Freitag bekannt.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und viel Spaß beim Mitmachen!
Ralfy präsentiert das letzte Video vor Nummer 600, das „vor Ort mit einem ganz besonderen Tropfen“ geschossen wird – und heute geht es um einen Blend mit Altersangabe, den Cutty Sark 12yo. Ralfy outet sich als Fan von Cutty Sark. Bei der Verkostung gibt er trotz der 40% noch etwas Wasser dazu, denn er meint, es würde den Whisky noch etwas lebendiger machen. Im Endeffekt bewertet er den Cutty Sark mit 83 von 100 Punkten.
Für einen an und für sich günstigen Blend nicht schlecht. Allerdings, und das ist etwas, über das Ralfy nach der Verkostung dann ausführlicher spricht, scheint es momentan einen Trend zu geben, dass Blend im Preis anzieht – und dennoch Charakter verliert. Als Beispiel bringt Ralfy den Black Bottle. Er war, so Ralfy, hervorragend, rauchig – nun sei er kaum mehr rauchig und durchschnittlich. Aber auch der Cutty Sark kostet in UK momentan 25 Pfund, und um das Geld bekommt Ralfy, so sagt er, im Supermarkt auch einen Single Malt wie den Aberlour 10yo, den er weitaus höher einschätzt.
Wie immer interessant und hervorragend präsentiert, bei uns oder auf Youtube.
Vor einem Jahr nahm die neue Destillerie auf der Isle of Harris ihren Betrieb auf – jetzt hat das Team der Brennerei einen lesenswerten Rückblick auf dieses erste Jahr auf der Website der Destillerie gepostet. Man berichtet vom Eröffnungsfest, den Erfolgen, die man mit dem dort produzierten Gin feierte und feiert, und natürlich auch über den Prozess der Destillation für den Whisky, dessen erste Ergebnisse bereits in Fässern lagern, die ehemals Buffalo Trace-Bourbon enthielten.
Wer die Geschichte der Isle of Harris Distillery mit unseren eigenen Berichten hier nachvollziehen will, der kann dies von dieser Seite aus tun…
(Zurück zu Teil 2) Es ist seit fast zwei Jahrzehnten ein beweglicher Feiertag im Kalender von Whiskyfreunden: Das Erscheinen der Special Releases von Diageo. In diesem Jahr sind die zehn Abfüllungen der Diageo Special Releases 2016 am 21. September auf den Markt gekommen und bei den Händlern verfügbar.
Wir möchten Ihnen diese Sonderabfüllungen in einer dreiteiligen Artikelserie detailliert vorstellen (heute mit Teil 3, den ersten Teil finden Sie hier, Teil 2 hier) – mit den Infos zu den jeweiligen Destillerien, der Bedeutung der Abfüllung im Verlauf der Special Releases und im Zusammenhang mit den anderen offiziellen Abfüllungen der Brennerei. Auch dabei sind die ausführlichen offiziellen Tasting Notes und Infos zur Auflage und zum Preis.
Im letzten Teil bringen wir die Informationen zu den Abfüllungen aus den Destillerien Linkwood, Mannochmore und Port Ellen:
Die Gründung der Destillerie Linkwood erfolgte im Jahr 1825. Die Destillerie wurde von Peter Brown erbaut und 70 Jahre lang von ihm und seinen Sohn betrieben. Linkwood ist einer der wenigen Whiskys, die bereits im viktorianischen Zeitalter als Single Malt verkauft wurde. Sie ist der romantischsten Destillerien in Speyside. Das Kühlwasser stammt aus einem See, in dem Schwäne und andere Tiere leben.
Tradition wurde dort immer groß geschrieben: Der spätere Manager, Roderick Mackenzie, war so veränderungsresistent, dass er sich sogar weigerte, Spinnweben zu entfernen!
Traditionell werden in Linkwood Malts hergestellt, die nicht so hochprozentig sind, damit die Fülle der Aromen zur Geltung kommt.
Die Nachfrage nach LINKWOOD überstieg stets die Nachfrage. In den Jahren vor 1971 war dies so ausgeprägt, dass neben dem alten Brennereigebäude ein neues errichtet wurde. Bei der Produktion dieses Linkwood 37 Jahre waren beide Brennereien nebeneinander in Betrieb.
Der Linkwood aus diesem Jahr ist erst die zweite Special Release-Abfüllung und die erste seit acht Jahren. Er stammt aus wiederbefüllten Fässern (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche.
Weltweit sind 6.114 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar
Empfohlener UVP je Flasche 829 €
Offizielle Tasting Notes:
Köstlicher reiner und leichter LINKWOOD, mit Stil und Eleganz. Der Inbegriff der „Finesse“ der Speyside. Sich nur langsam öffnend, zeigt er einen typisch frischen fruchtigen und blumigen Charakter, wobei die Nase zunächst nur wenig Hinweise auf die herrliche Eleganz und Komplexität liefert, die sich auf dem Gaumen und im Abgang dieses raffinierten Malt entfaltet.
Nase: Weich, braucht etwas Zeit, sich zu öffnen; dann langsame Entfaltung delikater frischer Fruchtnoten, süßer reiner Fruchtsalat aus Honigmelone, Trauben, Mandarinenzesten, Apfel und Birne über einer Basis aus krümeligem Buttertoffee. Allmählich intensiver und kräftiger wie Fruchtsalat in Sirup; vielleicht cremiger mit Marzipan, Vanille und einer Spur Süßholz. Dann anmutig betörend und berauschend, mit Noten von weißer Rose über weicher Creme Brulée. Wasser schließt sein Aroma auf, ohne es zu verändern. Mehr Buttertoffee; dann duftend wie ein altmodischer Obstladen im Sommer
Körper: Mittelschwer
Gaumen: Verlockend, zunächst großzügige weiche Textur; fruchtig süß und insgesamt zuckrig, dann wärmend und herb mit Bratapfel in der Mitte des Gaumens. Schnelle Entfaltung einer appetitlichen Trockenheit mit schwarzem Tee und Kräuter-Hustenbonbons, ausbalanciert durch Rum & Raisin-Eiscreme, Limette und wachsiger Vanille. Schließlich Noten von Ingwer, Nelken und einer Prise Salz. Mit Wasser wird der Apfel leicht karamellisiert und geht mit zuckersüßem Vanillebiskuit einher.
Abgang: Lang anhaltend und wärmend, mit pfeffriger Note. Eichenholzbetont und kräuterig mit trockenen umhüllenden Tanninen und einem sauberen, aromatischen Finish; im Nachgeschmack Gewürze in Kombination mit Milchschokolade und geschliffenem Hartholz. Mit Wasser trockener, aber dennoch wärmend; leichter, mit Nuancen von Zedernholz, wachsig und späten weicheren und längeren Tanninen.
1971 wurde Mannochmore in Birnie südlich von Elgin gegründet. Nach dem „Mannoch Hill“ benannt, der das Wasser für die Destillation liefert; am nördlichen Berghang, in dem die ganze Region Glenlivet liegt – Ein malerisches Gerste-Anbaugebiet, von Flüssen durchzogen.
Es besteht eine Partnerschaft mit der viktorianischen Destillerie Glenlossie, einer Brennerei mit ähnlich aromatischem Charakter
Bisher gab es drei Destillerie-Abfüllungen. Eine 12 Jahre alte „Flora & Fauna”-Abfüllung, die nur Anfang der 90er Jahre erhältlich war. Frisch und rein, mit Aperitif-Charakter und einem für einen Speyside-Malt überraschend trockenen Abgang.
1997 wurde ein 22 Jahre alter Malt in Fassstärke (1974) als „Rare Malt” präsentiert. Frisch, blumiges Bukett, weicher Körper, pfeffrige Frucht auf dem Gaumen, robuster Abgang.
2009 wurde ein 18 Jahre alter Malt (1990) in Fassstärke als Special Release aufgelegt. Abgerundet, köstlich und elegant, mit einer ansprechenden Ausgewogenheit zwischen seidiger, öliger Weichheit und flüchtigeren, aromatischeren Eigenschaften.
Diesmal ist es ein Whisky mit einer einzigartigen Mischung von First-Fill Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche, neuen Fässern aus amerikanischer Eiche und neuen Ex-Bodega-Fässern (Butts) aus europäischer Eiche.
Verglichen mit dem früheren 18 Jahre alten Special Release (destilliert 1990) ist es eine ähnlich ungewöhnliche Mischung von wiederausgeflammten Ex-Bodega-Sherry-Fässern aus europäischer Eiche, wiederausgeflammten Ex-Bourbon-Fässern und neuen Fässern aus amerikanischer Eiche, die ebenfalls Sherry enthielten
Weltweit sind 3.954 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar
Empfohlener UVP je Flasche 349 €
Offizielle Tasting Notes:
Ungewöhnlich kräftiger MANNOCHMORE, ein sehr kompetenter und souveräner Digestif in natürlicher Fassstärke; mit Wasser gewinnt er an Tiefe und Komplexität. Perfekt gereift, aber dennoch den typischen Charakter der Destillerie bewahrend, ist er ein vollkommenes Beispiel für einen Malt mit appetitlich verkohlter bittersüßer Schärfe.
Farbe: Tiefer Bernsteinton mit kupfernen Reflexionen. Gute Perlung.
Nase: Mild, langsam, tief und ätherisch. Im Wesentlichen fruchtig, mit kandierter Orangenschale, wachsiger roter Apfelschale, süßer Muskattraube, reifen roten und herben grünen Äpfeln. All diese Noten steigen aus einer dichten zuckrigen Schicht von angebranntem Früchtekuchen empor. Wärmend und kräftig, zunehmend leicht würzig und erdig mit einem späten Hauch von Stechginster. Mit etwas Wasser frisch, direkt und mit cremiger Note. Jetzt riecht man Fruchtsalat auf zerstoßenen Ingwernüssen, zitronenglasierten Plunder und frische Kirschen; später mentholartige Kühle.
Körper: Leicht bis mittelschwer
Gaumen: Weiche Textur, umhüllend; zunächst scharf und süß im Geschmack, mit Anklängen von angebrannter Orangenschale, Vanilletoffee und Milchkaffee. Dann duftender und blumiger durch Noten von Orangenöl und Lokum, vor ansprechenden bitteren Nuancen von angebranntem Gebäck und einer aufsteigenden eichenbetonten Trockenheit. In reduzierter Stärke weiche Textur und süßes Aroma, gefolgt von bitterem schwarzen Kaffee; kräuterig und auch ölig, mit kühlender Lakritze.
Abgang: Mittellang, fest, bittersüß und stechend, mit leicht rauchiger Wärme; im Nachgeschmack findet man Stechginster (Kokosnuss) oder gemischte Trockenfrüchte und Eukalytus. Ölig und teerig; mit Wasser reinigend, wärmend und bitter; mit Orangenöl und Orangenschale; im Nachgeschmack Makronen und Milchschokolade.
Port Ellen 37 Jahre, Destillation 1978, 55,2% Vol. Region: Isle of Islay
Port Ellen wurde 1825 als Malt Mill an der berühmten Südküste von Islay gebaut. 1833-92 erfolgte die Weiterentwicklung unter John Ramsay zu einer großen Destillerie. Sie wurde auch zum Direkthandel mit Nordamerika verwendet. 1848 erwarb Ramsay das Recht, Whisky in größeren Fässern zu exportieren und sie vor dem Export in geschlossenen Zoll-Lagern aufzubewahren. Dieses System besteht bis heute.
Auch die Lagerhäuser, die Ramsay baute, sind noch heute vorhanden und stehen unter Denkmalschutz.
Der Rest der Geschichte ist kurz und unspektakulär: 1967 Umbau der Destillerie, Produktion während der 70er Jahre und Stilllegung 1983. Und dann wurde sie Kult.
Der Name Port Ellen wird übrigens durch die Mälzerei der Insel aufrecht erhalten.
Die älteren Sonder-Abfüllungen von Port Ellen wurden auf der IWSC regelmäßig mit Gold- oder Silbermedaillen ausgezeichnet. Ein 29 Jahre alter Whisky wurde zum besten Single Malt Scotch gewählt und erhielt auf der San Francisco World Spirits Competition 2009 zweimal Gold.
Gies ist nun der sechszehnte aus einer Serie jährlicher Abfüllungen in limitierter Edition. Es ist der älteste PORT ELLEN und, wenig erstaunlich, die teuerste Special Release bisher. Frühere Abfüllungen dieser Serie werden unter Sammlern für hohe Summen gehandelt.
Durch die jährliche Limitierung ist es sehr wahrscheinlich, dass dies nicht die letzte Special Release aus Port Ellen sein wird.
Sie stammt aus wiederbefüllten Fässern (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche – die Abfüllung erfolgte im Jahr 1978
Weltweit gibt es davon nur 2.940 einzeln nummerierte Flaschen
Empfohlener UVP je Flasche 3.459 €
Offizielle Tasting Notes:
Souveräner, fein abgestimmter und äußerst komplexer PORT ELLEN, voller Raffinesse; mit einer mühelosen Balance süßer Fruchtnoten und intensiven köstlichen Aromen von Zitrus, Honig, Rauch, Feuer und Eichenholz – der älteste PORT ELLEN, der bisher abgefüllt wurde. Um es mit den Worten eines Verkosters auszudrücken „diese alten PORT ELLEN werden einfach immer besser!“
Farbe: Poliertes Teakholz, gute Perlung.
Nase: Raffiniert und unaufdringlich; im Wesentlichen trocken; anfangs leichter Rauch, dann entfaltet sich eine Welle bekannter süßer und rauchiger Noten, begleitet von Jute und warmen Holztönen. All dies weist auf sein hohes Alter hin. Ferner Rauch kommt rasch näher und wird duftiger, während darüber die angenehmen Aromen von in Honig mariniertem geräuchertem Fleisch oder Wurzelgemüse schweben. Durch alles hindurch entwickelt sich eine frische reinigende Note, die mit süßer Minze, spritziger Zitrone und weinigen Tönen wetteifert. Schließlich tauchen weiche Noten von dunklem Kakao auf sowie etwas Vanille und weiterer Holzrauch. Mit Wasser, zunächst süß, dann etwas abgetönter und pikanter, bevor die klare fruchtige Süße wiederkehrt.
Körper: Mittelschwer
Gaumen: Wundervoll in natürlicher Fassstärke. Süß, prickelnd und trocken, mit einer großartigen Mischung aus Holzasche, gebrannten Marmeladentörtchen, Melassetoffee und karamelisierter Orange. Dann alles durchdringender Rauch mit würzig-kräutriger Note und Nelken. Wasser macht ihn kühler und milder, verändert aber sein gut ausgewogenes Geschmacksprofil nicht. Zuerst dunkler Toffee, dann Räucherfleisch, Bücklinge, Asche und reinigende Phenole.
Abgang: Lang, kühlend und komplex; trocken, aber auch umhüllend. Sofort appetitlich, mit kandiertem Apfel, angebranntem Toast, Zitronenzesten, reifen roten Äpfeln und gebranntem Pflaumenkuchen. Ausgesprochen kräuterbetont und schwer mit holzigem Rauch, mit Wasser weicher.