Montag, 12. Januar 2026, 07:44:07

In eigener Sache: Whiskyexperts baut um

Über die nächsten Tage wird Whiskyexperts den Internetauftritt etwas umbauen – dabei kann es zu einigen kurzen Auszeiten oder zu nur teilweise verfügbaren Features kommen. Auch kann die Seite hin und wieder nur unvollständig oder etwas chaotisch geladen werden.

Natürlich bemühen wir uns, diese Umbauzeiten so kurz wie möglich zu halten und wir werden dazwischen auch immer wieder den ungestörten Betrieb garantieren können. Jedenfalls freuen wir uns darauf, Ihnen die Änderungen und Verbesserungen schon bald präsentieren zu können. Danke für Ihr Verständnis!

Details zur Produktumstellung bei Nikka Whiskys

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Wir haben ja schon vor einigen Tagen die Nachricht gebracht, dass Nikka seine Produktlinie radikal umstellen wird, da geringe Lagerbestände eine Fortführung in der gewohnten Weise unmöglich machen. Der japanische Whiskyboom hat die Lager geleert, man muss nun darauf achten, mit den bestehenden Lagern sinnvoll umzugehen und daneben mittel- bis langfristig wieder ausreichende Bestände aufzubauen.

The Spirits Business hat nun Details zur Umstellung bestätigt – und sie ist wirklich umfassend. Eingestellt werden mit sofortiger Wirkung:

  • Alle Yoichi und Miyagikyo Single Malts mit Altersangabe
  • ebenso deren NAS-Ausgaben
  • der Tsuru 17yo in der Keramikflasche
  • der Tsuru 17yo im Glasdecanter
  • G&G White
  • Black Nikka 8 yo
  • und Malt Club.

Für Yoichi und Miyagikyo werden neue NAS-Statements auf den Markt kommen, aber diese mit einem neuen Blending und einem neuen Preis. Die neuen Abfüllungen werden in Japan im September vorgestellt, international dann Anfang 2016.

Prinz Charles besucht Ardbeg und Laphroaig

Zwei Islay-Destillerien feiern dieses Jahr ihren 200. Geburtstag: Ardbeg und Laphroaig. Gestern war Prinz Charles auf der Insel der acht Destillerien, und von seinem Besuch bei Ardbeg hat Deadline News einen Bericht und einige Fotos gebracht, die wir hier aus Copyrightgründen leider nicht bringen können.

Charles erhielt eine Flasche Kildalton als Gastgeschenk, denn dieser Whisky wurde ja zur Unterstützung einer seiner Initiativen für lokale Anliegen in Schottland aufgelegt.

Kildalton

Vom Besuch bei Laphroaig hat Beam Suntory zwei Bilder veröffentlicht:

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Serge verkostet: Drei alte Ben Nevis

Die Whiskys aus der Destillerie Ben Nevis gehören zu jenen, die mit einem gewissen Abenteuergefühl beim Öffnen einer unbekannten Flasche verbunden sind: Mal sind es wunderbare Tropfen, mal breitet man lieber den Mantel des Schweigens über sie. Einfach sind sie aber niemals, denn sie haben einen ausgeprägten Charakter, der vom Prädikat „lieblich“ ziemlich weit entfernt ist.

Serge Valentin hat heute drei ältere Abfüllungen aus der Destillerie verkostet, und er kommt zu folgenden Wertungen:

  • Ben Nevis 22 yo 1990 (60.4%, Jack Wiebers, cask #0218, 120 bottles): 84 Punkte
  • Ben Nevis 32 yo 1972/2004 (47.6%, OB for LMDW, hogshead, cask #600, 116 bottles): 87 Punkte
  • Ben Nevis 43 yo 1970/2014 (44.7%, Berry Bros & Rudd, single blend, cask #3): 80 Punkte

Video: Whisky und Tee – wie man mischt

Vor einiger Zeit brachten wir einen Artikel des Wall Street Journals über die asiatische Gepflogenheit, Whisky und Tee zu mixen. Hier ist nun ein Video (auch auf Youtube), das an einem Beispiel zeigt, wie man diese Mischung in der Menge vornimmt. Wie mit Wasser beginnt man mit einer kleinen Menge und beobachtet, wie der Tee den Whisky verändert. Viel Vergnügen beim Nachmachen und Ausprobieren, und wir würden uns über Ihre Erfahrungsberichte freuen.

Blogrundschau: Benromach, Glendronach, Laphroaig, Balblair, Springbank

Den Whiskytag heute beginnen wir wieder einmal mit einer Blogrundschau, in der wir uns englischsprachigen Seiten und deren Verkostungsnotizen widmen. Und los geht’s:

  • Der Benromach 15yo ist zunächst einmal auf Maltfascination verkostet worden – mehr Holz, mehr Frucht als der 10yo, also durchaus sehr gut; aber man findet ihn nicht so herausragend wie es der 10yo bei seinem Erscheinen war.
  • Auch Words of Whisky hat den Benromach 15yo verkostet – hier findet man ihn ebenfalls sehr gut, mag aber den 100 Proof noch lieber.
  • Der Laphroaig Cairdeas 2014 wird auf Boozedancing sehr gemocht – und nebenher gibts einen schönen Bericht über einen Besuch bei Laphroaig
  • Besthotwhiskyreviews schenkt sich den Balblair 10yo von Gordon & MacPhail ein – man mag ihn, bricht aber nicht vor Begeisterung zusammen.
  • Sehr begeistert zeigt man sich hingegen auf Masterquill vom Springbank 18yo – auch wenn man meint, er wäre wegen seiner „Maskulinität“ nicht für jedermann.
  • Und WhiskyIsrael hat den Glendronach Cask Strength Batch #4 im Glas – man ist sehr erfreut, auch wenn der große Sherryhammer ausbleibt.

 

PR: Launch des Girvan Patent Still Single Grain Scotch Whisky (mit Tasting Notes)

Campari Deutschland hat uns eine Pressemitteilung über zwei Girvan Patent Still Single Grain Whiskys von William Grant & Sons geschickt, da diese nun auch in Deutschland erscheinen werden. Wir bringen sie hier für Sie in leicht gekürzter Fassung:

Deliciously different – exklusiver Whisky-Genuss

Whisky-Pionier William Grant & Sons führt mit dem Launch von The Girvan Patent Still in die Welt der Single Grain Scotch Whiskys ein. Ab sofort vertreibt die Campari Deutschland GmbH die zwei außergewöhnlichen Novitäten Girvan Patent Still Single Grain No. 4 Apps und Girvan Patent Still Single Grain 25 Year Old Scotch Whisky auch in Deutschland.

Beispiellose Experimentierfreude

The Girvan Patent Still richtet sich an anspruchsvolle Whisky-Liebhaber, die Freude am Experimentieren haben und ihr bestehendes Whisky-Repertoire mit einer Besonderheit ausbauen wollen. Dank eines einzigartigen, kontinuierlichen Destillationsverfahrens und der Verwendung von feinsten Getreidesorten entstehen außergewöhnliche und edle Single Grain Scotch Whiskys, die rein und leicht im Geschmack sind. 1963 erbaut unter der Leitung von Charles Gordon, Vorreiter in der Whisky-Herstellung und Urenkel von William Grant, stellt die Girvan Distillery seit über 50 Jahren Grain Whisky für Blended Scotch her. Nun zeigen William Grant & Sons die Vielfalt und den hervorragenden Geschmack von Single Grain Scotch durch das Release der Girvan Patent Still Single Grains aus der Girvan Distillery.

Einzigartige Qualität

„The Girvan Patent Still Single Grain ist ein ganz neuer, sehr exklusiver Stil von Scotch Whisky, der vom Innovationsgeist des Familienunternehmens zeugt“, so John Ross, Master Distiller der Girvan Destillerie. „The Girvan Patent Still verwendet nur feinstes Getreide, um einen sehr feinen, fruchtigen und rein schmeckenden Getreidebrand, der leichter in Aroma und Charakter als die meisten Malt Whiskys ist, zu produzieren. Über lange Reifejahre in First-Fill-Fässern aus amerikanischer Weißeiche bilden sich Geschmack, Charakter, Farbe und Komplexität. Diese Reifezeit macht den Whisky milder und verstärkt das Aroma. Von Vanille, Toffee, Honig und karamellisierten Fruchtnoten gekennzeichnet, zeigt der Whisky einen einzigartigen Geschmack, der das bahnbrechende Destillations-Erbe von William Grant & Sons widerspiegelt.“

Zur Herstellung von besonders reinem Getreidebrand hat die Girvan Distillery 1992 einen neuartigen Destillationsapparat mit Vakuum-Verfahren eingeführt. The Girvan Patent Still No. 4 Apps steht für eben diese Innovation, die bei niedrigeren Temperaturen besonders schonend destilliert, und ist zugleich Namensgeber für den ersten Single Grain der Destillerie ohne Age-Statement. Er überzeugt Whisky-Liebhaber durch seinen besonders sanften und wunderbar milden Charakter von kandierten Früchten. Eine dezente Eichennote mischt sich nach und nach mit süßer Vanille.

The Girvan Patent Still Single Grain 25 Year Old reift für mindestens 25 Jahre in First-Fill-Fässern aus amerikanischer Weißeiche und zeigt einen ausgewogenen und seidig-weichen Charakter mit reichhaltig süßen Geschmacksnuancen, welche an Crème Brûlée und Karamell erinnern.

Ihr mild-süßes Vanillearoma verdanken beide Qualitäten den langen Reifejahren in Fässern aus amerikanischer Weißeiche – ein Genuss für jeden Whisky-Liebhaber. Perfekt in Szene gesetzt werden die edlen Single Grain Spezialitäten durch eine weiße, hochwertige Verpackung, die mit den üblichen Konventionen bricht. Das schlanke Design der Whiskyflasche versprüht zudem exklusive Eleganz.

Tasting Notes

Girvan Patent Still No. 4 Apps Single Grain Scotch Whisky

The Girvan Patent Still No.4 Apps_Tasting Notes

 

Farbe: Warmes Bernstein

Duft: Leicht und zart mit spritzigen Fruchtaromen. Der Einfluss des Eichenfasses ist perfekt auf die fruchtigen Nuancen des Girvan Getreides ausbalanciert.

Geschmack: Sanft und elegant mit wunderbar mildem Charakter von kandierten Früchten und dezenter Eichennote mit süßer Vanille.

Abgang: Erfrischend, kurz Alkoholgehalt: 42% Vol.

UVP: 49,99 € (0,7 l Flasche)

 

 

Girvan Patent Still Single Grain 25 Year Old

The Girvan Patent Still 25YO_Tasting Notes

Farbe: Leuchtendes Bernstein

Duft: Intensiv und exquisit mit Noten von Vanille, Karamell und Zimt. Mit einigen Tropfen Wasser entfalten sich zarte Zitronen-Nuancen.

Geschmack: Seidig-weich auf der Zunge mit einer Süße, die an Crème Brûlée und kandierten Apfel erinnert und in Verbindung mit sanften Zitronen-Noten ein faszinierendes Wechselspiel der Aromen auslöst. Mit der Zeit entfaltet sich ein intensiver Geschmack nach dunkler Schokolade, Orange und gebackenem Apfelkuchen.

Abgang: Langanhaltende Süße    Alkoholgehalt: 42% Vol.

UVP: 299,00 € (0,7 l Flasche)

 

Scapa 16yo wird vom Markt genommen

Bislang war das Verschwinden des Scapa 16yo vom Markt ein (wenn auch schon ziemlich lautes) Gerücht, nun aber kann man es, dank der Berichterstattung von Words of Whisky und dem Adlerauge von Chris Hayn als erhärtet betrachten, obschon die offizielle Bestätigung von Pernod Ricard noch aussteht. Wie es aussieht, und laut einer kurzen Anmerkung auf der Produktseite bei whisky.de, wird der Scapa 16yo durch eine 14jährige Abfüllung ersetzt werden.

Für das zweite Gerücht über das Sortiment von Pernod Ricard, das Verschwinden des 16jährigen Longmorn, haben wir noch keine zweite unabhängige Quelle gefunden – sind aber dran.

Scapa Destillerie, Foto von Lakeworther, CC-Lizenz
Scapa Destillerie, Foto von Lakeworther, CC-Lizenz

Serge verkostet: Benromach 15yo, Benromach 1976

Benromach ist nicht umsonst unser Whisky des Monats März geworden: Eine sehr eigenständige Produktlinie mit einem sehr prägnanten Geschmack, der Fokus auf Whiskys mit Altersangabe und eine vernünftige Preisgestaltung machen Benromach zu einem Liebling der Whiskyszene.

Unlängst erschien aus der Speyside-Destillerie eine neue 15jährige Abfüllung, die die bisherige Linie ergänzt. Serge Valentin hat diese neue Abfüllung nun verkostet, Seite an Seite mit dem Benromach 1976, dem wir hier bereits unsere eigenen Verkostungsnotizen gewidmet haben. Übrigens kommen Serge und wir zu einem sehr ähnlichen Ergebnis beim 1976er – wunderbare Nase, dann ein Bruch im Erlebnis am Gaumen, insgesamt schwer zu werten. Serge hat den neuen 15yo um einen Hauch voran:

  • Benromach 15 yo (43%, OB, 2015): 86 Punkte
  • Benromach 1976/2012 (46%, OB, sherry cask): 85 Punke

Whisky im Bild: Bowmore was???????

Ohne viel Kommentar hier wieder einmal ein Label vom US Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau. Bowmore aus dem japanischen Eichenfass. Alles Bedeutende kann man vom Label ablesen: 2000 Flaschen, 53.9%, zunächst einmal für die Zulassung in den USA vorgesehen. Ein faszinierendes Fundstück vom Whiskosity-Blog.
Bowmore_Mizunara-Front

Bowmore_Mizunara-Back

 

Glenmorangie: Online Golf spielen und Golfreise gewinnen

Auf der Website von Glenmorangie kann man jetzt mit einem virtuellen Golfspiel eine Reise zum Royal Troon Golfturnier im Jahr 2016, eine private Runde am Old Course von St. Andrews und eine private Führung durch die Destillerie gewinnen. Bei der Glenmorangie Challenge gibt es monatlich einen Sieger, und diese Sieger treten in einem Championship-Event gegeneinander um den Hauptpreis an. Und wenn man es nicht ganz an die Spitze schafft, werden unter den Mitspielern monatlich dennoch recht nette golfbezogene Preise verlost.

Das Spiel ist recht professionell aufgemacht, und mit einer reinen Click-und-Glück-Strategie wird man nicht weit kommen. Ein schöner Zeitfresser, auf den wir Sie gerne aufmerksam machen – und der Hauptpreis klingt auch nicht schlecht…

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Whisky-Laster bei Dalwhinnie in Brand geraten (mit Update)

Auf Press and Journal ist soeben eine Eilmeldung erschienen, dass auf der A9 nahe Dalwhinnie ein Whisky-Tanklaster in Brand geraten ist und die A9 deshalb gesperrt werden musste. Feuerwehren aus Aviemore, Grantown und Pitlochry sind unterwegs. Näheres zum Unfall und ob es dabei Verletzte gegeben hat, ist noch nicht bekannt, aber die Seite mit der Meldung sollte mit aktuellen Informationen ergänzt werden.

Nachtrag 15:45 – wir haben eine weitere Quelle für die Meldung gefunden: BBC berichtet, dass das Feuer in der Fahrerkabine des Lasters (nicht Tanklasters) ausgebrochen sei und von den Feuerwehren nach 50 Minuten unter Kontrolle gebracht wurde. Der Laster hatte leere Whiskyfässer geladen, die durch das Feuer allerdings nicht beschädigt worden sein sollen.

Serge verkostet: Drei junge Jura

Auch Serge Valentin ist heute wieder in Sachen Verkostung unterwegs, und diesmal hat er sich drei junge Abfüllungen aus der Inseldestillerie Jura ausgesucht. Zwei davon sind Originalabfüllungen, eine stammt vom unabhängigen Abfüller Douglas Laing und aus dessen „Single Minded“-Serie. Für alle drei Abfüllungen gibt es eine einzige Wertung: 82 Punkte. Vor allem fällt auf, dass Serge meint, der Superstition sei in der letzten Zeit zumindest in seinen Augen besser geworden. Hier die verkosteten Whiskys:

  • Jura 10 yo ‚Origin‘ (40%, OB, +/-2015): 82 Punkte
  • Jura ‚Superstition‘ (43%, OB, +/-2015): 82 Punkte
  • Jura 8 yo 2006/2014 (41.4%, Douglas Laing, Single Minded): 82 Punkte

Ralfy’s Video review #541: Benromach Peat Smoke 2005

Nach längerer Zeit möchten wir auch wieder einmal auf ein Video von Ralfy hinweisen: Diesmal widmet er sich dem Benromach Peat Smoke 2005, der rauchigsten Abfüllung aus dem Hause Benromach. Rauchig sind sie ja alle, da Benromach seine Whiskys generell mit 10ppm produziert und damit den alten Speyside-Stil aus den Fünfzigern und Sechzigern nachbaut. Der Peat Smoke ist deutlich stärker getorft, und seine Speyside-Rauchigkeit (die sich vom Islay Rauch doch deutlich unterscheidet) scheint Ralfy sehr zu gefallen. Er bewertet den Whisky mit 90 aus 100 Punkten.

Wie üblich geht es bei Ralfy im knapp halbstündigen Video nicht allein um den Whisky, sondern er erzählt auch viel Hintergrundwissen dazu. Es zahlt sich also immer wieder aus, seine Videos auf Youtube oder hier bei uns zu verfolgen.