Whisky im Bild: So schmeckt der Gordon & MacPhail Mortlach 75yo – Versuch einer Näherung

Vor einiger Zeit hat Gordon & MacPhail den ältesten kommerziell erhältlichen Whisky der Welt abgefüllt (wir berichteten hier) – ein Methusalem von 75 Jahren aus der Destillerie Mortlach. 20.000 Pfund muss man für eine der 100 Flaschen auslegen.

Ein ausgewählter Empfängerkreis konnte aber diesen Whisky verkosten, ohne für eine ganze Flasche bezahlen zu müssen: Gordon & MacPhail hat an einige wenige Leute ein 1cl-Sample des Whiskys zur Verkostung versendet – und wir gehörten nicht dazu 🙂

Aber hier kommen gute Freunde ins Spiel und vor allem Menschen, die Freude am Miteinander und am Teilen haben. Und so wurde dieses Sample (das übrigens umgerechnet einen Wert von über 400 Euro repräsentierte), geöffnet und geteilt. 1 cl, ein Glas, acht Personen – und jeder davon konnte diesen wirklich außergewöhnlichen Whisky riechen und vor allem schmecken. Für ein richtiges Tasting war es natürlich bei weitem nicht genug, aber genug, um einen guten Eindruck davon zu bekommen:

In der Nase zeigte der Mortlach 75yo überraschende Frische, und zugleich den Duft einer Puderdose einer feinen Dame, etwas Edles und Distinguiertes. Am Gaumen setzte sich die wirklich überraschende Frische und Fruchtigkeit fort, der bittere Anteil von Holz, meist ein Zeichen von sehr lang im Fass gelegenen Whiskys, war nur ganz leise und am Ende zu merken, im Gesamten aber überwog der Eindruck einer gediegenen Präsenz, die Reife, aber kein Alter verriet. Für eine umfassende Beschreibung der Qualitäten, die der Whisky im Finish zeigen könnte, war die Menge im Mund nicht groß genug, aber die Anflüge von ihm, die man erahnen konnte, fügten sich ins Bild: dicht, wenig Holz und viel Lebendigkeit.

Das Schönste an diesem Tropfen war aber, dass dieser eine Zentiliter acht Personen lang hielt und den Glücklichen eines der Whiskyhighlights des Jahres ermöglichte. Für dieses gemeinsame Erlebnis gebührt dem Spender ein ganz besonderer Dank.

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Zwei Whiskycocktails, die Barmaid Olympics und eine Bitte um Hilfe

Dass Whisky und die Whiskykultur Frauen ebenso begeistert wie Männer, dazu reicht ein Blick in viele Tastingveranstaltungen, oder in das Impressum unserer Seite. Die Whiskykultur wird aber auch hinter dem Tresen von ambitionierten und sachkundigen Frauen gefördert und beflügelt. Das zeigen Wettbewerbe wie die Barmaid Olympics, die von Mixologin Cordula Langer mit einer Kollegin in Eigenregie und auf eigenes finanzielles Risiko ins Leben gerufen wurden.

BRYK

Zwei Whiskycocktails, die im Rahmen der letzten Veranstaltungen präsentiert wurden, möchten wir Ihnen heute hier gemeinsam mit ihren Schöpferinnen kurz vorstellen – als Beweis für die Creativität, die hinter Cocktails stehen kann.

Von Charlotte Fedtke aus der Schwarzen Traube / Berlin stammt der

Smoky Foggy white Manhattan

5cl White Dog Single Malt

2cl Lillet Blanc

dashes Orange Bitters

Charlotte

Er wird mit Zuckerwatte serviert.

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Suzanne Fiebiger aus dem Taschenbergpalais / Dresden servierte den

Egalite

4cl Glenfiddich 15 Y.

1 BL Bowmore 12 Y.

1cl Thmiansirup (selbst gemacht)

12-14 Körner Kubebenpfeffer

2 dash TBT Aromatic Bitters

3cl Thomas Henry Spicy Ginger

Garnitur: Orangenzeste und Thymian

Suzanne

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Und wenn es auch nur indirekt mit Whisky zu tun hat, möchten wir dem Ganzen eine Bitte von Cordula Langer anschließen, die sich vor allem an die Unternehmen der Getränkeindustrie richtet und um Unterstützung für ihr Projekt wirbt:

Gemeinsam mit einer Kollegin und Freundin habe ich einen ausschließlich Frauen zugänglichen Cocktailwettbewerb, die Barmaid Olympics,  ins Leben gerufen.

Unser Ziel ist es, das Bild der Frau in der Barszene zu festigen, junge Talente zu entdecken und zu fördern. Wir möchten die Hemmschwelle unserer Kolleginnen senken, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Junge Frauen sollen den Mut finden an Cocktailwettbewerben teilzunehmen, sie sollen an sich glauben und ebenso wie männliche Kollegen voll akzeptiert und unterstützt werden.

Unser Teilnehmerfeld kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, in den nächsten Jahren soll der Wettbewerb graduell erweitert werden. Jeder kann als Zuschauer an dem Wettbewerb teilnehmen.

Die Barmaid Olympics der zwei letzten Jahre haben wir privat finanziert. Nunmehr benötigen wir Spenden für die Umsetzung des für 2016 geplanten Wettbewerbs, damit wir diesen noch besser gestalten können.

Mit eurer Unterstützung hoffen wir, die Reisekosten für die Finalisten übernehmen zu können (die bisher von den Teilnehmerinnen selbst aufgebracht werden mussten),  unseren Wettbewerb ausreichend bewerben zu können, damit wir seinen Bekanntheitsgrad vergrößern können.

Bitte helft uns, damit unser Traum wahr werden kann!

Wer von den Unternehmen die Teilnehmerinnen und den Wettbewerb selbst unterstützen will, der kann sich über info@barmaid-olympics.de mit den Veranstalterinnen in Verbindung setzen. Auch private Unterstützung ist natürlich gerne gesehen. Eine Möglichkeit dazu wäre auf generosity.com gegeben. Wir wünschen Cordula jedenfalls viel Erfolg.

Die Compass Box Affäre: Tomatin drängt SWA zu mehr Transparenz

Eine recht interessante Entwicklung zeichnet sich in der Affäre um die Abmahnung der Scotch Whisky Association gegen Compass Box ab (wir berichteten hier). Die SWA hat den Erzeuger hochwertiger Blends ja wegen zu viel Offenheit in seinen Produktangaben zu seinen Blends gerügt (Compass Box hat nicht nur das Alter des jüngsten Whiskys offengelegt, sondern auch die älteren Whiskys im Blend und auch deren Mengenanteile. Das ist, laut den Regeln der SWA und nach EU-Recht, bislang nicht gestattet).

Während die Verwunderung über das Vorgehen der Scotch Whisky Association unter den Whiskyfreunden laut und deutlich war, haben sich die Destillerien und Konzerne mit Bewertungen des Geschehens bislang zurückgehalten.

Nun aber setzt Tomatin als erste Destillerie ein Zeichen der Solidarität mit den Forderungen nach mehr Transparenz. Auf ihrer Website veröffentlichte die Highland-Destillerie gestern folgende Mitteilung, die wir hier im Original wiedergeben:

Greater transparency required

You may have read about the situation which has arisen concerning Compass Box’s breaching of Scotch Whisky Regulations by openly declaring the detailed composition of two of its new products which breach the rules that that a maturation period or age ‘may only be specified in the description, presentation or labelling of a spirit drink where it refers to the youngest alcoholic component’. In cases where whisky from several years has been used within a bottling, we are prohibited from displaying this information on packaging, and indeed any brand marketing materials, including our website.

At Tomatin Distillery, we pride ourselves on our open, transparent and honest nature – in our place, our people and our product. Consumers are often interested in the age of our NAS (No Age Statement) expressions (Legacy and Cask Strength) – we are happy to discuss this with those who are interested.

With this in mind, and in response to an Open Letter from scotchwhisky.com, we agree that greater transparency is needed and we would like to ask the Scotch Whisky Association (SWA) to lobby for a clause to be inserted in the Regulation permitting this option to exist for Scotch whisky.

Robert Anderson
CEO
The Tomatin Distillery Co Ltd

In Kürze: Tomatin bittet die SWA, eine Klausel in die Bestimmungen aufzunehmen, die größere Transparenz gegenüber den Verbrauchern ermöglicht.

Wir sind gespannt, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.

Zeit online: Schottland, Deine Kurven – die NC 500

Lassen Sie uns heute das Wochenende mit einer Nachricht beginnen, die nur ganz indirekt etwas mit Whisky zu tun hat, aber sehr viel mit dem Lebensgefühl, das wir mit dem Wasser des Lebens verbinden: Auf Zeit online wurde vor kurzem ein Artikel über die NC 500, die Northcoast 500, veröffentlicht – eine Strecke, die den Norden Schottlands umrundet. Diese Autostrecke wird oft auch als schottische Route 66 bezeichnet und führt durch landschaftlich beeindruckende Gegenden.

Der Autor des Artikels beschreibt eine Reise auf dieser Route, und wenn sie auch nicht ausführlich bebildert ist, entstehen die Bilder doch beim Lesen im Kopf. Hier ein Ausschnitt als Appetitanreger:

Auf dem kurzen Weg von Shieldaig nach Torridon halte ich hoch über einem sea loch, wie sie hier ihre Fjorde nennen. Sie machen sich gern lustig über Engländer, die das weiche Kehlen-ch nicht aussprechen können und stattdessen „lok“ sagen. Ich breite meine Karte auf der Motorhaube aus. Den Verlauf der NC 500 habe ich mit Textmarker aus dem Internet darauf übertragen. Nicht weit südlich finde ich ein Burgsymbol knapp abseits meiner Rundfahrt. Eilean Donan, eine Festung, die von einer kleinen Felseninsel aus die Wasserwege zwischen drei Lochs kontrolliert, liegt spektakulär. Hier entlang ritt Connor MacLeod im Film Highlander nach Hause. Über eine Steinbrücke erreiche ich den Burgeingang, davor spielt ein Mann in traditioneller Montur Dudelsack. Ich nehme mir fest vor, dieser Folklore mit ironischer Distanz zu begegnen. Das fällt nur so verdammt schwer, wenn man dabei einen Kloß im Hals vor Rührung hat! Und ja, ich weiß, dass das, was wir heute für uralte schottische Volkstradition halten, zum Teil erst 150 Jahre alt ist und noch dazu von den englischen Royals zum Erfolg gehypt wurde. Das hilft mir bloß gar nicht. Ich finde: Kilts sehen hinreißend aus, und schon beim ersten Brummen des Dudelsacks atme ich tief durch, um nicht die Kontrolle über meine Tränenkanäle zu verlieren.

Eine schöne Einstimmung auf den Tag, würden wir meinen…

Geplante Three Stills Distillery sichert sich Investitionen von 10 Millionen Pfund

Vier ehemalige Manager von William Grant & Sons, George Tait, John Fordyce, Tim Carton und Tony Roberts, haben für ihre geplante Destillerie im idyllischen Städtchen Hawick 10 Millionen Pfund an Investitionen gesichert und sind damit einen großen Schritt weiter, um die Three Stills Distillery im Jahr 2017 auch tatsächlich eröffnen zu können, berichtet Herald Scotland heute.

Es wäre die zweite neue Destillerie in der schottischen Grenzregion, und sie soll einmal 20 Mitarbeiter beschäftigen. Schon jetzt beschäftigt ist dort Stuart Nickerson, ex-Glenglassaugh, der gerade auf den Shetlands seine eigene Saxa Vord Distillery aufbaut. Er wird der Three Stills Distillery als Consultant zur Verfügung stehen.

Mehr Details zu diesem neuen schottischen Destillerieprojekt auf Herald Scotland.

Serge verkostet: Amrut

Der bei uns wohl bekannteste indische Whisky ist Amrut. Man findet von ihm nicht nur Originalabfüllungen wie den neuen Amrut Spektrum in den Geschäften, sondern hin und wieder auch ein unabhängiges Bottling. Mit beiden Ausprägungen hat Serge Valentin heute eine Verkostung gestaltet – und recht ansehnliche Benotungen vergeben:

  • Amrut ‚Spectrum‘ (50%, OB, 1000 bottles, 2015): 88 Punkte
  • Amrut 4 yo 2011/2015 (59%, OB for Whisky-L Taiwan, Port pipe, cask #2714-A, 380 bottles): 88 Punkte
  • Amrut 2009/2015 (62.8%, OB for Whiskybase, bourbon, cask #3434, 150 bottles): 89 Punkte
  • Amrut 5 yo 2009/2015 (62.8%, Single Cask Nation, 1st fill bourbon, cask #2635, 162 bottles): 89 Punkte
  • Amrut (61%, Blackadder, Raw Cask, sherry cask finish, cask #BA2015/21, 370 bottles): 88 Punkte
  • Amrut 5 yo (56.5%, OB, exclusive for Taiwan, oloroso, cask #3823, 600 bottles): 86 Punkte

Wir verkosten: Miltonduff 7yo, 60.3%, C&S Dram Collection

[alert type=white]Miltonduff 7yo, 60.3%, C&S Dram Collection
Hogshead, 211 Flaschen

destilliert: 5.3.2008
abgefüllt: 10.8.2015
nicht gefärbt , nicht kühlfiltriert
Sample: Caminneci Wine & Spirit Partner 
Verkoster: Reinhard Pohorec[/alert]

Gegen Ende des Jahres 2015 holen ein paar zusammengekratzte Zahlen von stolzer alkoholischer Gesamtausbringungsmenge jenseits der Millionengrenze niemanden mehr hinterm Kamin hervor. In einer Zeit der Kapazitätsaufstockung, Ausbauten, Umbauten, Zubauten und Neueröffnungen, fließt der destillierte Gerstensaft in rauen Mengen.

Miltonduff Distillery im Herzen der Speyside darf dennoch zweifellos als fleißiges Arbeitspferdchen beschrieben werden – kein Wunder, füttert man hieraus doch unter anderem die nicht ganz unbedeutende Weltmarke Ballantine’s des ebenso nicht unbekannten Corporate Multinationals Pernod Ricard.

Immer wieder einmal stößt man auf unabhängige Abfüllungen unter dem ureigenen Destillerie-Namen, wenngleich diese Ausprägungen rar sind – in diesem Falle als Jungspund in ehrgeiziger Fassstärke.

Nase: Schmeichelhaft lullen einen die ersten Wellen von Schokolade, cremig zarter Marille und röstig-sämiger Vanillecreme ein, süßlich galant ist der Duft, dann grünliche Einsprengsel, Getreide von frisch saftigem Charakter, Quitte, rohe Erdäpfel, Sandelholz und Rosen, etwas Earl Grey umkleidet die Erinnerungen an Obstbrand, Williams und Pfirsich, auch ein Zuckerl und Kaugummi Ton ist im Mix, Hubba Bubba, Banoffee Pie und unreife Erdbeeren, sehr frisch, sehr hell, glockenklar

Gaumen: Analog der Eindruck des ersten Schluckes, saftiger Zug, fesselnd prickelnde Jungendlichkeit, grünlich, Teeblatt, English Breakfast, auch die Adstringenz eines zu lange gezogenen Grüntees, Kardamom, Quittengelee, gesalzene Butter, unreife Melone, grüner Apfel und Zitrusfrische, dahinter dann eine süßlich wärmende Note, das Spiel aus Karamell und Alkohol, wieder Obstbrand, Marille ist ganz vorne mit dabei, Mürbeteig, Butterstreusel umhüllt von Vanillesauce, Blockmalz und trockenblättrig-stängelige Würze

Finish: Anhaltend, schmeichlerisch-verführerisch weich, grünlich und die bisherige Signatur noch einmal unterstreichend, es kommt wenig Neues ins Spiel, more of the same und ein süßlich sowie grünlicher Ausklang, harmonisch trotz der Kraft, insgesamt frisch und von mittlerer Länge

Alles in allem: Schließt man die Augen und geht gänzlich unvoreingenommen ans Glas, könnte man stundenlang in der Welt- und Spirituosengeschichte herumraten. Ein kraftvoller Steinobst-Brand würde da genauso passend daher schimmern wie ein dezent kerniges Getreidedestillat, die Spuren der Reife sind sehr hintergründig. Das Fass hat in den sieben Jahren wenig Charakter beisteuern können, lediglich leise Oxidationsnoten und eine Harmonisierung sind auszunehmen. Körnig, mit Biss und etwas Gerbstoff am Gaumen zeigt sich der Miltonduff, frische Würze, cremige Süße, ein spannendes Ensemble wenngleich doch Vielfalt und etwas Typizität abgehen. Von uns ein „Gut“.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

miltonduff_7_jahre

Jim Murray’s Whisky Bible 2016: Der weltbeste Whisky ist Royal Crown Northern Harvest Rye

Jim Murray’s Whisky Bible 2016 ist noch nicht erschienen, aber es werden die ersten Details bekannt. Er hat natürlich, wie jedes Jahr, den für ihn weltbesten Whisky des Jahres gekrönt – und seine Wahl wird auch heuer wieder sehr kontroversiell aufgenommen werden. Diesmal ist es ein kanadischer Rye Whisky, der Royal Crown Northern Harvest Rye.

Jim Murray hat seine Top 3 diesmal übrigens auf 5 erhöht, und darunter findet sich wieder einmal kein Schotte. Hier sind die 5 besten, so wie es auf The Whisky Exchange gepostet wurde:

1. Crown Royal Northern Harvest Rye
2. Pikesville Straight Rye
3. Midleton Dair Ghaelach
4. William Larue Weller Bourbon (Bot.2014)
5. Suntory Yamazaki Mizunara (Bot.2014)

Bester Single Cask ist ein Schotte: Glenfarclas Family Cask 1957 #2110.

Weitere Gewinner sind: European Whisky (Multiple casks) – English Whisky Co. Chapter 16; European Whisky (Single cask) – Kornog Taouarc’h Chwec’hved 14

Hier die gesamte Gewinnerliste:

SCOTCH

Scotch Whisky of the Year
Glenfarclas 1957 Family Casks #2110
Single Malt of the Year (Multiple Casks)
Glen Grant 10yo
Single Malt of the Year (Single Cask)
Glenfarclas 1957 Family Casks #2110
Scotch Blend of the Year
The Last Drop 50yo
Scotch Grain of the Year
Clan Deny Cambus 1987 25yo #9320
Scotch Vatted Malt of the Year
Compass Box The Lost Blend
SINGLE MALT SCOTCH

No Age Statement (Multiple Casks)
Ardberg Supernova 2009
No Age Statement (Runner Up)
Laphroaig An Cuan Mor
10 Years & Under (Multiple Casks)
Glen Grant 10yo
10 Years & Under (Single Cask)
Saar Gruwehewwel
11-15 Years (Multiple Casks)
Gordon and MacPhail Connoisseurs Choice Strathmill 2002
11-15 Years (Single Cask)
SMWS 4.199 (Highland Park 1999)
16-21 Years (Multiple Casks)
Old Pulteney 21yo
16-21 Years (Single Cask)
Old Malt Cask Highland Park 1998
22-27 Years (Multiple Casks)
Glen Moray Port Cask Finish
22-27 Years (Single Cask)
Wemyss Kirsch Gateau (Bunnahabhain)
28-34 Years (Multiple Casks)
Tomatin 1988 25yo Batch 2
28-34 Years (Single Cask)
Glenfarclas 1985 Family Casks #2593
35-40 Years (Multiple Casks)
Tomatin 36yo Rare Casks Batch 1
35-40 Years (Single Cask)
BenRiach 1977 Batch 11
41 Years & Over (Multiple Casks)
Ledaig 42 Years Old
41 Years & Over (Single Cask)
Glenfarclas 1957 Family Casks #2110

BLENDED SCOTCH

No Age Statement (Standard)
Ballantine’s Finest
No Age Statement (Premium)
Ballantine’s Limited
5-12 Years
Johnie Walker Black Label
13-18 Years
Ballantine’s 17
19 – 25 Years
Royal Salute 21
26 – 50 Years
The Last Drop 50 Years Old Sherry Wood

IRISH WHISKEY

Irish Whiskey of the Year
Midleton Dair Ghaelach
Irish Pot Still Whiskey of the Year
Midleton Dair Ghaelach
Irish Single Malt of the Year
SMWS 118.3
Irish Blend of the Year
Powers Gold Label

AMERICAN WHISKEY

Bourbon of the Year
William Larue Weller 2014
Rye of the Year
Pikesville Rye 110 Proof
US Micro Whisky of the Year
Notch 12
US Micro Whisky of the Year (Runner Up)
McCarthy’s Batch U14-01

BOURBON

No Age Statement (Multiple Barrels)
William Larue Weller 2014
No Age Statement (Single Barrel)
Buffalo Trace Single Oak Project Barrel 20
9 Years & Under
Booker’s Bourbon 63.95%
10-17 Years (Multiple Barrels)
Eagle Rare 17yo 2014

RYE

No Age Statement
Thomas H Handy
Up to 10 Years
Pikesville Straight Rye 110 Proof
11 Years & Over
Sazerac 18yo 2014

WHEAT

Wheat Whiskey of the Year
Parker’s Heritage 13yo / Release 8

CANADIAN WHISKY

Canadian Whisky of the Year
Crown Royal Northern Harvest Rye

JAPANESE WHISKY

Japanese Whisky of the Year
Yamazaki Mizunara 2014 (Japan only)
Single Malt of the Year (Multiple Barrels)
Yamazaki Mizunara 2014 (Japan only)
Single Malt of the Year (Single Barrel)
SMWS 119.14

EUROPEAN WHISKY

European Whisky of the Year (Multiple)
English Whisky Co. Chapter 16 / Peated Sherry Cask
European Whisky of the Year (Single)
Kornog Taouarc’h Chweec’hved 14 BC

WORLD WHISKIES

Asian Whisky of the Year
Amrut Greedy Angels 10yo
Southern Hemisphere Whisky of the Year
Heartwood The Good Convict

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Kickstarter: OKA, das Fass-Glas

Die Suche nach dem besten Glas für Whisky ist wohl aufwendiger und kontroversieller als die Suche nach dem heiligen Gral. Was haben wir nicht schon alles kommen gesehen – und was ist nicht schon alles wieder vom Markt verschwunden.

Ein neuer Kandidat um das „beste Whiskyglas“ hat sich nun auf Kickstarter vorgestellt: OKA – etwas, das man am besten als „Fass-Glas“ beschreibt. Es ist aus amerikanischer Eiche gefertigt und innen angekohlt – und soll so dem Trinken direkt aus dem Fass möglichst nahe kommen. Eine animierte Schemazeichnung soll die Vorzüge des OKA-Glases darlegen:

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Ob das funktioniert, und ob man überhaupt will, dass es funktioniert, falls es funktioniert, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Weitere Infos gibt es auf der Kickstarter-Seite des Projekts, das im Übrigen schon ziemlich gut ausfinanziert ist. 1.500 Pfund von 6.000 fehlen noch, und die Kickstarter-Phase läuft noch 34 Tage. Ab 26 Pfund ist man übrigens schon mit einem der Holz-Tumbler dabei…

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Schwetzinger Zeitung: Vorbericht zur 2. Whisky-Spring in Schwetzingen

Es ist ja noch etwas hin, aber die Vorbereitungen zur zweiten Whisky-Spring in Schwetzingen laufen natürlich bereits auf Hochtouren. Die Schwetzinger Zeitung hat einen Vorbericht dazu gebracht, der vor allem auch die Veränderungen zur 1. Messe beleuchtet. Hier ein Auszug:

Es wird diesmal keine Bühne geben, da die Darbietungen im Raunen der Probierwilligen eher untergegangen sind. Des Weiteren wurden die Bar und ein Tasting-Raum aus dem Theaterfoyer eliminiert und nun finden dort zehn zusätzliche Aussteller Platz. Zusätzlich zum Tasting-Raum im Hauptgebäude beim Eingang, gibt es nun zwei weitere im ersten Saal des Südzirkels, genau gegenüber dem Eingangsbereich der Messe im Nordzirkel. „Dadurch haben wir jetzt für die Sonder-Tastings viel mehr Raum. Wir bieten 27 Master-Classes mit je 24 Plätzen an, das ist quasi eine Verdoppelung zur Erstauflage“, erzählt Joe Seidel.

Veranstalter Joe Seidel wird übrigens auch bald einen eigenen Shop eröffnen: „Joe’s Malt Shop“ in Brühl in der Mannheimer Straße. Pre-Opening ist am 26. November, die offizielle Eröffnung am 28. November von 12-19 Uhr.

Serge verkostet: Laphroaig x6

Drei offizielle, drei unabhängige Abfüllungen – bei Serge Valentin finden sich heute jede Menge Whiskys aus Laphroaig in der Verkostung. Bei den Offiziellen sieht die Sache ziemlich durchmischt aus: Der Brodir kann, um es freundlich auszudrücken, nicht besonders begeistern, der 18jährige aus diesem Jahr kommt ganz gut weg, und der 32jährige Laphroaig begeistert. Die Unabhängigen können durch die Bank punkten:

  • Laphroaig ‚Brodir batch #002‘ (48%, OB, Port Wood Finish, +/-2015): 70 Punkte
  • Laphroaig 18 yo (48%, OB, +/-2015): 84 Punkte
  • Laphroaig 32 yo (46.6%, OB, 5,880 bottles, 2015): 90 Punkte
  • Laphroaig 1994/2015 (46%, Coopers Choice, 1st fill sherry, cask #3441, 690 bottles): 87 Punkte
  • Laphroaig 12 yo 2002/2015 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, refill butt, cask #11511, 332 bottles): 89 Punkte
  • Laphroaig 16 yo 1998/2014 (49.1%, Douglas Laing, Old Particular, for HNWS, refill hogshead, cask # DL10579, 300 bottles): 90 Punkte

Wir verkosten: Glen Grant 1954, 40%, Gordon & MacPhail

Glen Grant 1954, 40%, Gordon & MacPhail
Rare Vintage Series
destilliert: 1954
abgefüllt: Januar 2006
nicht gefärbt, kühlfitriert

Sample: Gordon & MacPhail
Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems

Nase: Druckvoll mit gekochten dunklen Früchten, roten Beeren, aber auch Apfelkompott mit seiner feinen Säure, untergemengt Noten von altem, poliertem Holz, Bücherrücken in der Sonne, angefeuchteter Zigarettentabak. Mit der Zeit setzt sich die Fruchtigkeit immer stärker in den Vordergrund, jetzt mit Erdbeermarmelade, Maraschinokirsche, mit einem Hauch warmer Kondensmilch. Die Nase erzählt von Reife und Alter.

Gaumen: Weiche Süße flutet auf die Zunge, dann aber schnell  ein Ton von altem Holz, glattes, warmes Leder, Tabaknoten, dezent bitter wie ein Dash Pampelmusensaft, an den Wangen ein Gefühl wie zerbissene Traubenkerne. Darunter Rumfrüchte, leicht pfeffriger Eindruck.

Finish: Abtrocknend, endlos lang. Das Holz teilt sich mit. Die Früchte halten sich anfangs eher im Hintergrund, stellen sich mit der Zeit aber stärker ins Rampenlicht.

Alles in allem: Die Nase ist sensationell, am Gaumen zeigt er nicht ganz die Fruchtigkeit, die er in der Nase verspricht. Alles an ihm erzählt von Reife, von Alter, ohne dabei müde zu wirken, und der Charakter ist sehr distinguiert, besonders im Finish. Für das perfekte Vergnügen hat er aber für uns schon etwas zu viel vom Holz mitgenommen. Darum knapp kein „Spitzenklasse“, aber ein ganz dickes „Sehr Gut“.

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Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Whisky im Bild: So soll die Boann Distillery aussehen

Nachdem wir hier auf der deutschsprachigen Site über ein Interview von Anne-Sophie Bigot mit Sally-Ann Cooney über die Boann Distillery in Drogheda/Irland berichtet haben und auf unserer englischsprachigen Site whiskyexperts.com heute deren Fasskauf- und Flaschenaboprogramm ausführlich vorgestellt haben, möchten wir Ihnen heute zeigen, wie diese Destillerie nach ihrer Fertigstellung aussehen wird. Teile davon stehen ja bereits, aber vom gesamten Komplex gibt es bislang nur eine künstlerische Darstellung, die wir heute von der Destillerie zur Veröffentlichung erhalten haben. So also soll die Boann Destillerie einmal aussehen (zum Vergrößern anklicken):

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Toms Whisky Reviews: Erste Notes vom Glendronach Peated

Normalerweise bringen wir keine Meldungen über einzelne Whiskyreviews – aber von diesem Whisky, der demnächst auch bei uns erscheinen wird, wissen wir, dass er auf reges Interesse stößt und man auf erste Eindrücke gespannt wartet.

Und hier sind sie: Toms Whisky Reviews hat von Glendronach ein Sample des neuen Glendronach Peated zum Verkosten erhalten. Seine Eindrücke sind sehr positiv, so lobt er eine rauchig-grasige Nase, den süßen, rauchigen und zugleich fruchtigen Eindruck am Gaumen und das gute Preis/Leistungsverhältnis. Zusammenfassend meint er, dass ihn der Glendronach Peated ein wenig an den Curiositas von BenRiach erinnere und er den Whisky nur empfehlen kann.

GlenDronach Peated - bottle in front of tube LR