Serge verkostet: Die neuen The Deveron und einen MacDuff – also vier MacDuff

MacDuff, Glen Deveron und jetzt The Deveron – die Whiskys aus der Destillerie MacDuff haben sich immer wieder umbenennen lassen müssen – jetzt, unter dem Eigentümer Bacardi, nennen sie sich The Deveron und kommen in drei Altersabstufungen: 10, 12 und 18 Jahre. So sehr man Bacardi zu dieser Entscheidung, Whiskys nach wie vor mit Altersnennung zu veröffentlichen, gratulieren muss – so sehr ist es schade, dass die Whiskys nun doch alle mit „nur“ 40% abgefüllt werden, besonders auch die Älteren, wie der 18jährige oder der neue 21jährige Aberfeldy.

Wie schlagen sich nun die neuen The Deveron in der Verkostung bei Serge Valentin? Nun, eigentlich ganz gut. Der Zehnjährige (übrigens nur in Frankreich erhältlich) bekommt – das war zu erwarten – die niedrigste Benotung, zwischen dem 12jährigen und 18jährigen ist zumindest in der Wertung kein Unterschied, die durchaus ansprechend ist. Und der Unabhängige von Cadenhead aus dem Jahr 2013 setzt sich knapp an die Spitze:

  • The Deveron 10 yo (40%, OB, France only, +/-2015): 79 Punkte
  • The Deveron 12 yo (40%, OB, +/-2015): 85 Punkte
  • The Deveron 18 yo (40%, OB, +/-2015): 85 Punkte
  • Macduff 24 yo 1989/2013 (53.3%, Cadenhead, Small Batch, sherry, 516 bottles): 87 Punkte

Bourbonveach: Was „Straight“ und „bottled in bond“ bei Bourbon bedeuten

Ein Begriff, den man oft auf Bourbons sieht, dessen Bedeutung aber weniger bekannt ist, als seine tatsächliche Wichtigkeit es vermuten ließe, ist der Begriff „Straight“ – ein Schicksal, das er sich mit „bottled in bond“ teilt. Was die Begriffe bedeuten und wie sie mithalfen, amerikanischen Whiskey zu dem zu machen, was sie heute sind, erzählt ein schöner Artikel auf Bourbonveach mit dem Titel „The Evolution of Straight Whiskey„. In ihm geht es unter anderem um den Bottled-in-Bond Act von 1897, die Taft Decision und den Pure Food and Drug Act von 1906. Lesenswert für alle, die mehr über amerikanischen Whiskey wissen wollen…

Maker’s Mark mit zusätzlicher Brennblase

67 Millionen Dollar steckt Beam Suntory in den Ausbau der Destillerie in Loretto, Kentucky – und mit dem Geld ist unter anderem eine dritte Brennblase eingebaut worden; eine, die den beiden anderen bis auf die kleinsten Details gleicht. Wie The Spirits Business berichtete, sind zusätzlich noch zwei neue Boiler, 21 Fermenter und eine neue Kornmühle eingebaut worden.

Die Ausbaupläne, die vom Getränkegiganten bereits im Frühjahr 2014 bekanntgegeben wurden, sollen die stetig steigende Nachfrage befriedigen helfen.

Burks' Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky
Burks‘ Makers Mark Distillery, 3 Meilen östlich von Loretto, Kentucky

The Spirits Business: Käufer der SMWS nun bekannt

Dass die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) von einer unbekannten Investorengruppe von Glenmorangie gekauft wurde, darüber haben wir und andere Medien Ende März berichtet. Die Käufer blieben bislang im Hintergrund, aber nun hat The Spirits Business exklusiv die Schleier gelüftet. Hinter der neuen SMWS stehen Paul Skipworth, früherer CEO von The Glenmorangie Company als non-executive CEO sowie, unter anderem, Ben Thomson, früher CEO der Noble Group und Chairman von Inverleith Capital, sowie John Dunsmore, ex-CEO bei S&N und C&C.

Skipworth hat nun bekannt gegeben, dass die SMWS ab sofort völlig unabhängig von Glenmorangie operieren wird und sich neue Vertragspartner für Beschaffung und Lagerung der Fässer gesichert hat.

Einziger zehnjähriger Kilchoman wird auf Website versteigert

Bislang gab es keinen Kilchoman, der älter als 7 Jahre war, im offiziellen Verkauf. Auch die in der Destillerie erhältliche Jubiläumsedition enthielt gerade mal ein paar kleine Anteile aus einem zehnjährigen Fass.

Aber jetzt ist der erste und bislang einzige offizielle zehnjährige Kilchoman zu haben – und zwar in einer Auktion für einen guten Zweck. Wie heute auf der Kilchoman-Website von Peter Wills angekündigt, wird ein zehnjähriger Kilchoman auf der Website versteigert – und zwar für The Beatson Cancer Charity.

Die Auktion, an der alle Kilchoman Fans teilnehmen können, beginnt am 7.12. um 12 Uhr Mittag lokaler Zeit und dauert bis 14. Dezember 12 Uhr Mittag lokaler Zeit.

Eine einzige Flasche wird von Anthony Wills aus dem Fass Nr. 1 abgefüllt, und zwar exakt 10 Jahre, nachdem es am 14.12. 2005 befüllt wurde. Einen Zehnjährigen wird es die nächsten Jahre nicht mehr geben, aber eine Krankheit des Distillery Managers John MacLellan und der Wunsch, den Jahrestag zu feiern, hat Anthony Wills zur Auktion bewogen.

Mitbieten kann auf der noch anzukündigenden Auktionsseite jeder, der Interesse an der Flasche hat, natürlich auch mehrmals. Und wir sind uns sicher, das Interesse wird sehr groß sein. Wir werden rechtzeitig vor Auktionsbeginn nochmals einen Hinweis bringen.

Und so sieht das mit 58.2% gefüllte Schmuckstück, Flasche 1 von 1, aus:

kilcho10

 

Chilled: Kanadischer Whisky – 10 Mythen klargestellt

Ein kanadischer Whisky, der Royal Crown Northern Harvest Rye, ist in Jim Murray’s Whisky Bible zum Whisky des Jahres gewählt worden. Das rückt Whisky aus dieser Region in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – und man darf sich durchaus fragen, wie fundiert und umfangreich unser Wissen über kanadischen Whisky eigentlich ist.

Ein sehr guter Artikel in Chilled beschäftigt sich mit dieser Whiskygattung, und er nimmt sich 10 Mythen oder Vorurteilen an, die über kanadischen Whisky im Umlauf sind. So zum Beispiel beschäftigt er sich mit der Frage, ob kanadischer Whisky tatsächlich leichter als andere Whiskyarten ist oder ob die Produktion in Kanada tatsächlich so unreguliert ist, wie viele sagen.

Nach der Lektüre dieses empfehlenswerten Artikels weiß man auf jeden Fall mehr über kanadischen Whisky.

Crown-Royal-Northern-Harvest-Rye

Diageo arbeitet mit Team an Fass mit weniger Angel’s Share

Bis zu einem Fünftel des Inhaltes eines Whiskyfasses kann durch den Reifungsprozess verdunsten. Umgangssprachlich bezeichnet man dies als Angel’s Share, als Anteil der Engel.

Dass dieser Verdunstungsverlust durch das Holz sparsamen oder gewinnorientierten Menschen ein Dorn im Auge ist, kann man sich durchaus vorstellen. Auch wenn dieser Schwund ein Stück Whiskyromantik und Whiskyflair ist – in der Bilanz ist er eher des Teufels, verringert er doch den möglichen Verkaufserlös.

Diageo hat ein Team der Napier University in Edinburgh damit beauftragt, ein verlustminimierendes Fass zu erfinden – unter Verwendung traditioneller Küfermethoden. Und das scheint laut Professor Adby Kermani tatsächlich gelungen zu sein – die Verdunstung dieses speziell konstruierten Fasses ist auf ein absolutes Minimum reduziert worden, berichtet ein Artikel in Harpers, und das ohne Verwendung von Kleber oder anderen zusätzlichen Substanzen.

Wie genau das geht, wird im Artikel nicht erwähnt, aber wir können nach einem Gespräch mit Ian McWilliam von Glenfarclas sagen, dass es solche absolut dichten Fässer schon immer gegeben hat, wenn auch vielleicht eher zufällig. Ian hat erzählt, dass ein im Jahr 2006 abgefülltes Family Cask aus dem Jahr 1968 noch immer einen Alkoholgehalt von 65.1% hatte – so unwahrscheinlich viel, dass man bei Glenfarclas zwei zusätzliche Probemessungen machen ließ, um den Alkoholwert zu bestätigen.

Serge verkostet: Ardmore

Vier Abfüllungen aus der Highland-Destillerie Ardmore hat sich Serge Valentin heute für seine Verkostung eingeschenkt – keine davon ein offizielles Bottling aus der Destillerie, aber ein halboffizielles, wenn man die Ardmore-Abfüllung unter dem Destillerielabel von Gordon & MacPhail so sehen will. Gut gepunktet haben alle, mit Wertungen zwischen 85 und 90 Punkten:

  • Ardmore 1996/2013 (43%, Gordon & MacPhail, licensed bottling): 88 Punkte
  • Ardmore 24 yo 1990/2015 (48.1%, Scotch Malt Whisky Society, #66.67, 2nd fill sherry butt, 148 bottles): 86 Punkte
  • Ardmore 1993/2015 (49.9%, Gordon & MacPhail, Exclusive for Whisky-Online, cask #5750, 176 bottles): 90 Punkte
  • Ardmore 14 yo 2000/2014 (58.3%, James MacArthur, Old Masters, barrel, cask #217): 85 Punkte

Hier noch einige Ansichten der Destillerie aus unserem Bildarchiv:

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Berliner Morgenpost: Schottische Statements zu Jim Murray’s Whisky Bible

Dass Jim Murray’s neues Buch für Unmut unter den Schotten sorgen wird, war für viele schon vor dem Erscheinen absehbar. Im Vorjahr hat man aus dem Land des Scotch offiziell noch vornehm dazu geschwiegen, dass der schottische Whisky im Buch auf die Plätze verwiesen wurde, wenn es um den weltbesten Whisky ging, diesmal halten sich einige weniger zurück – auch wenn der in der Überschrift verwendete Ausdruck „stinksauer“ wohl etwas zu hoch gegriffen ist.

Die Berliner Morgenpost bringt einen kurzen Artikel über die neueste Auflage der Whisky Bible von Jim Murray, und zitiert darin einen etwas indignierten Charles MacLean, selbst Autor von zehn Büchern über Whisky:

„Man sollte Gleiches mit Gleichem messen“, sagt er. „Kanadischer Whisky erlaubt alle möglichen Zutaten wie etwa Pflaumensaft zum Süßen – beim Scotch ist das verboten, da dürfen nur die Rohmaterialien Gerste, Wasser und Hefe verwendet werden.“

Auch von Richard Patterson gibt es ein Statement, und von Becky Paskin von scotchwhisky.com – sie geben sich aber eher gelassen.

whiskybible2016

BBC: James Sedgwick Distillery – Warum südafrikanischer Whisky groß im Geschäft ist (Video)

In Wellington, im Westen Südafrikas, steht die einzige Destillerie des Landes, die James Sedgwick Distillery. 99% ihres Umsatzes macht sie im Land, aber sie richtet sich mit ihren Produkten, zum Beispiel Bain’s Whisky oder Three Ships, immer mehr international aus.

Auf BBC finden Sie einen knapp vier Minuten langen Videobeitrag über die Destillerie und die Pläne, die man dort hat. Man hört Master Distiller Andy Watts und einige Experten zum Thema. Interessant!

james sedgwick distillery

Destillerie im Blickpunkt: Auchentoshan

Mit einem Nachrichtenstamm von derzeit über 4600 Artikeln ist Whiskyexperts nicht nur die größte auf aktuelle Whiskynachrichten spezialisierte Seite im deutschen Sprachraum, sondern auch ein Füllhorn von vernetzten Daten, Ereignissen und Bildern zu verschiedenen whiskybezogenen Themen.

Wir arbeiten daran, diesen Schatz an Wissen leichter zugänglich zu machen, so zum Beispiel sammeln wir unsere Infos zu einzelnen Destillerien auf Subseiten, die sich automatisch mit den Nachrichten und neuesten Infos aktualisieren. Auf diesen Seiten finden Sie:

  • Eine Bildgalerie zur Destillerie
  • Tabellarische Daten
  • Die Geschichte und Hintergrundinfos aus wikipedia
  • Unsere Tasting Notes zu Whiskys der Destillerie
  • Eine zoombare Lagekarte, zum Teil auch mit Google Streetview erlebbare Rundgänge
  • Videos zur Destillerie
  • Alle Nachrichten auf Whiskyexperts, die sich mit der Destillerie beschäftigen

Diese sich selbst aktualisierenden Seiten wollen wir Ihnen ab sofort über den Menüpunkt „Die Destillerien“ im Hauptmenü Features zugänglich machen (momentan sind die ersten zehn Destillerien verfügbar, Updates werden wir laufend vornehmen).

In loser Reihenfolge wollen wir Ihnen diese Seiten auch in unserem Newsfeed vorstellen – heute rücken wir unsere Info-Seite zum Thema Auchentoshan in den Blickpunkt.

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Haben Sie selbstgemachte Bilder aus dieser Destillerie für uns und unsere Leser, die wir verwenden dürfen? Dann senden Sie diese Bilder bitte an team@whiskyexperts.net. Mit der Einsendung übertragen Sie uns die zeitlich unbegrenzten Verwendungsrechte.

[divider]Daten zur Destillerie Auchentoshan[/divider]

Land Schottland
Region Lowlands
Geographische Lage 55° 55′ 19,2″ N, 4° 26′ 20,4″ W
Typ Malt
Status aktiv
Eigentümer Beam Suntory
Gegründet 1823
Gründer John Bulloch
Wasserquelle Quellen in den Kilpatrick Hills
Washstill(s) 1 × 17.300 l
Intermediatestill(s) 1 × 8.000 l
Spiritstill(s) 1 × 11.500 l
Produktionsvolumen 1.650.000 l
Website www.auchentoshan.com

[divider]Geschichte der Destillerie Auchentoshan[/divider]

Auchentoshan (übersetzt „Feldecke“; sprich Ochentóschen) ist eine Whiskybrennerei in Old Kilpatrick, West Dunbartonshire, Schottland.

Die Brennerei wurde um 1800 von John Bulloch als Duntocher Distillery erbaut. Nach seinem Bankrott übernahm sein Sohn Archibald Bulloch 1822 die Destillerie, doch auch er musste schon 1826 Bankrott anmelden. Vermutlich ging aus der bestehenden Duntocher Distillery im Jahr 1823 die heutige Auchentoshan Brennerei hervor. Darüber, ob es sich bei der Auchentoshan-Brennerei tatsächlich um die frühere Duntocher Distillery handelt, herrscht in der Literatur keine Einigkeit. 1834 verkaufte die inzwischen gegründete Bulloch & Co Ltd. die Brennerei an John Hart und Alexander Filshie. 1875 wurde die Destillerie renoviert und 1878 an C.H. Curtis & Co. verkauft, welche sie 1900 an Alexander Ferguson & Co Ltd. veräußerten. Schon 1903 ging die Brennerei an George & John McLachlan Ltd., welche 1923 in McLachlans Ltd. umbenannt wurden. Im März 1941 wurde die Destillerie bei einem deutschen Fliegerangriff teilweise zerstört und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Am 3. Februar 1948 wurde sie wieder in Betrieb genommen. In den 1960er Jahren übernahm J & R Tennent Ltd. den damaligen Eigentümer McLachlans Ltd., um schon 1964 selbst von Charingtons – welche ab 1967 Bass Charington hießen – geschluckt zu werden. 1969 wurde Auchentoshan an Eadie Cairns Ltd. verkauft, welche sie 1984 an Morrison Bowmore verkauften, womit sie letztendlich 1994 bei Suntory landete.Heute ist sie eine der letzten in Betrieb befindlichen Brennereien in den Central Lowlands.

Das Wasser der Brennerei stammt aus den Kilpatrick Hills. Das verwendete Malz ist nur ganz leicht getorft. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (6,825 t) aus Edelstahl und sieben Gärbottiche (wash backs) (je 35.000 l), davon drei aus Edelstahl und vier aus Douglasienholz. Destilliert wird in einer wash- (17.300 l), einer intermediate- (8.000 l) und einer spirit still (11.500 l). Ungewöhnlich für schottische Brennereien ist die Dreifachdestillation, der Alkoholgehalt des new makes liegt daher relativ hoch – bei etwa 80 bis 82 %. Vor dem Abfüllen in die Fässer wird er auf etwa 63,5 % reduziert.

[divider]Lage von Auchentoshan[/divider]

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[divider]Videos zu Auchentoshan[/divider]

[divider]Unsere News zu Auchentoshan[/divider]

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Fosm.de: Whisky-Wissen für Einsteiger

Leitlinien und Guides für Whiskyneulinge gibt es online ja einige, auf Englisch oder auch auf Deutsch – jetzt hat Peter Moser vom Blog Friends of Single Malts einen vornehmlich auf schottischen Single Malt ausgerichteten Guide gestaltet, der Tiefgang und Kompaktheit recht gekonnt verbindet. In „Whisky-Wissen für Einsteiger“ erklärt er, was Whisky ist, wie er hergestellt wird, wie man die Infos auf der Flasche liest – und dazu Tipps zu Einkauf, Lagerung und Verkostung. Zudem gibt es Links zu weiterführenden Infoquellen.

Wer sich also erst seit kurzer Zeit mit dem Thema Whisky beschäftigt, findet dort sicherlich viel Wissenswertes an einer Stelle.

Video: Unterwegs auf dem Nordküstenradweg (Von den Highlands bis Aberdeen)

Nachdem das Connemara-Video, das wir heute am Vormittag für Sie gepostet haben, von Youtube verschwunden ist (der dazugehörige Account wurde gelöscht, und wir löschen unseren Newsartikel dazu jetzt auch, um keine Verwirrung zu stiften), bringen wir nun doch schon diesen Sonntag den zweiten Teil der Reportage „Unterwegs auf dem Nordküstenradweg“. Diesmal geht es von den Highlands nach Aberdeen, nachdem wir zunächst auf den Orkneys unterwegs waren (siehe hier). Erleben Sie die wunderschöne Landschaft Schottlands hier oder auf Youtube.

 

The Independent: Wer überlebt den irischen Whiskey-Boom?

Um 300% soll der weltweite Marktanteil der irischen Whiskeyindustrie bis ins Jahr 2030 steigen, sagt die Irish Whiskey Association. Eigentlich müssten da mit dem Whiskey-Boom goldene Zeiten für alle irischen Destillerien anbrechen, möchte man meinen.

Nur für wenige, sagt nun ein Report, der heute in einem Artikel auf The Independent Erwähnung findet. Denn am Wachstum werden wohl nur die Großen wirklichen Anteil haben – die kleinen, unabhängigen irischen Destillerien, ob es sie nun schon gibt oder ob sie noch in Bau oder Planung sind, werden nur dann Chancen vorfinden, wenn sie einen robusten Großhandelsmarkt schaffen können.

Warum? Die Erklärung klingt logisch: Viele schottische Destillerien leben vor allem vom Handel von Spirit für Blends – ein Handel, der auf einer eigenen Schiene lebt und durch die Masse das Destillieren wirtschaftlich sinnvoll macht. Dafür gibt es einen eigenen Markt, der auf Angebot und Nachfrage basiert. Damit liessen sich Weltmarken aufbauen, die nicht auf einzelnen Destillerien basierten, sondern von vielen Zulieferern gespeist werden. Und damit kann man eine solide Basis für die eigene Destillerie schaffen.

Ähnliches findet man für irischen Whiskey nicht. Der Report schlägt vor, auch in Irland solche Marken, die nicht einer einzigen Destillerie gehören, sondern mit Whiskey aus mehreren gespeist werden, ins Leben zu rufen, die dann im Ausland vermarktet werden könnten.