Die Namensgebung für den Fanclub der Malts of Distinction von Beam Suntory sorgte für einige Irritationen unter deutschsprachigen Whiskyfreunden, insbesondere der Whiskyfreundinnen. Denn sie fühlten sich mit „Men of Malts“ nicht unbedingt angesprochen (wir berichteten).
Beam Suntory nahm dieses Feedback sehr ernst, überdachte diesen Namen wie angekündigt und hat ihn heute geändert (wir danken unserem Leser Jochen Wied für den Hinweis). Von nun an heißt dieser Fanclub „Malts of Distinction Members Lounge“.
Heute wurden wir mittels einer Pressemitteilung darüber informiert, dass Whiskymax den Vertrieb der Abfüllungen von MURRAY McDAVID für Deutschland seit dem letzten Monat übernommen hat. Hier die Pressemitteilung inklusive Tastingnotes, bei denen wir eine redaktionelle Auswahl vorgenommen haben:
MURRAY McDAVID – The Art of maturation
Die Tradition des unabhängigen Abfüllens reicht 150 Jahre zurück und war zur damaligen Zeit die einzige Möglichkeit in den Genuss der hochwertigen Single Malts der kleineren Brennereien zu kommen. MURRAY McDAVID, der Whisky-Abfüller mit dem besonderen Anspruch, wurde 1996 von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright gegründet, deren Vorfahren schon seit Generationen im Whisky– und Weingeschäft tätig waren. Der Name kommt von Mark Reyniers Opa, Harriet Maurray, und Jock McDavid, persönlicher Assistent von Winston Churchill während des 1. Weltkrieges. Unterstützt wurden sie ab 2003 von Andrew Gray und Jim McEwan (ehemals Bowmore, 2001-2013 Bruchladdich), Masterdistiller der Brennerei Bruichladdich. MURRAY McDAVID bietet Whisky-Genießern die Möglichkeit außergewöhnliche Raritäten zu kosten. Nur die besten Fässer der jeweiligen Distillery werden ausgesucht und ohne Zusatz von Farbstoffen und ohne den Einsatz von Kältefilterung abgefüllt. Die Philosophie ist auch stark von der Tradition der Welt der Spitzenweine inspiriert. Mark Reynier -in der 3. Generation im Weingeschäft tätig – benutzte viele Aspekte aus der Wein-Welt, wie z.B. immer jedes Faß zu probieren oder verschiedenen Fässern einer Destillation für maximale Komplexität zu kombinieren. Im Mai 2013 begann ein neues Kapitel der MURRAY McDAVID Geschichte, indem es an ACEO Limited verkauft wurde. Seit Oktober 2015 freut sich Whiskymax den Vertrieb für Deutschland übernehmen zu dürfen. MURRAY McDAVID bezieht Sherryfässer aus den Bodegas Spaniens, kräftige Weinfässer aus Madeira, Portwein-Pipe-Fässer aus Portugal und eine breite Auswahl an Wein-Barriquefässern von Europas exklusivsten Weingütern. Darüber hinaus spürt MURRAY McDAVID Fässer der karibischen Rumdestillerien auf und die der Bourbon-Hertsellen der USA. So entsteht die einzigartige, exklusive Range von MURRAY McDAVID.
Offizielle Tasting Notes
Eine redaktionelle Auswahl
MISSION GOLD
Bowmore 26yo, Chateau Latour Wine Finish, 50,4%
Single cask bottling 1 of 313 (Cask #3)
Nase: Weintrauben, rauchig-medizinische Aromen Geschmack: Trockene Holzkohle, weihnachtliche Gewürze, Trockenfrüchte und Leder Abgang: Viele Beeren, buttrige Konsistenz
BENCHMARK
Highland Park 26yo, Banyuls Wine Finish, 46%
Single cask bottling 1 of 698 (Cask #10006)
Nase: Sanfter, rauchiger Torf mit angekohlten Holzschnitzen und süßem Karamell, grünem Apfel und feinen Fruchtnoten Geschmack: Sanfter Rauch, milde Vanille und dezente Orange Abgang: Holzkohle
MYSTERY MALT
Darach Ruadh 16yo, Sherry Finish, 46%
Single cask bottling 1 of 60 (Gaelic Red Oak)
MargareteMarie vom Blog whiskyundfrauen. auch für männer. hat auf ihrer Seite einen ausführlichen Bericht von einem Tasting im Rahmen der Armorik-Tour gepostet, in dem sie die verschiedensten Whiskys, die man in dessen Rahmen probieren konnte, beschreibt. Das geht über insgesamt acht Abfüllungen vom New Make bis hin zum Armorik Port, Single Cask pour l’Allemagne, den MargareteMarie so beschreibt:
7 Jahre lang reifte dieser Whisky ausschließlich im Portwein-Fass – und hier sind endlich die Trockenfrüchte, die beim Maître du Chai verloren gegangen waren. 300 Flaschen wurden aus diesem Single Cask für Deutschland abgefüllt.
Als Corinna und Dietmar vor ungefähr zwei Jahren dieses Fass zusammen mit vier weiteren Fässern (2x Sauternes, 1x Chardonnay, 1x Breton Oak, 1x Port Pipe) auswählten, haben sie ein tolles Näschen bewiesen. Ich mag dieses Aroma-Monster auf Anhieb. Und wünsche mir mehr davon.
Zudem erfährt man im Bericht auch Wissenswertes über die Destillerie und den Importeur für Deutschland, Alba Import, der mit sehr viel Engagement dafür sorgt, dass dieser französische Whisky in Deutschland immer bekannter wird.
The Irish Times hat irische Whiskeyspezialisten gefragt, welche irische Whiskeys sie lieber selber trinken würden, anstatt sie zu verschenken. Herausgekommen ist eine recht schöne Liste von zehn irischen Whiskeys, die es auch unserer Meinung nach wert sind, gekostet zu werden. Jeder der Experten nennt einen persönlichen Favoriten für Einsteiger und einen Whiskey, den man auch als Fortgeschrittener gerne einmal probieren will. Vielleicht eine kleine Anregung nicht nur fürs eigene Whiskyregal, sondern auch zum Verschenken?
Serge Valentin hat sich heute eine kurze, aber teure Verkostung vorgenommen – nur zwei Whiskys sind es. Beide stammen aus der Destillerie Macallan, beide sind ohne Altersangabe und beide kommen aus dem Sherryfass. Die eine kostet 190 Pfund, die zweite dann die Kleinigkeit von 3000 Euro. Und hier die Wertung:
Macallan ‚Rare Cask‘ (43%, OB, +/-2015): 87 Punkte
Macallan ‚Remix Remixed‘ (58.9%, OB, Masters of Photography, Asia Travel Retail, first fill sherry, cask #15245, 500 bottles, 2013): 93 Punkte.
Vom Team der Messe Bremen haben wir eine Pressemitteilung zum Bottle Market am vergangenen Wochenende erhalten, die wir hier gerne mit unseren Lesern teilen:
Whisk(e)y ist nicht nur Männersache
BOTTLE MARKET lockte rund 3000 Einsteiger und Whisk(e)y-Kenner
Viel zum Probieren und Fachsimpeln rund um das Thema Whisk(e)y gab es auf dem BOTTLE MARKET am vergangenen Wochenende, Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. November, in der Messe Bremen: Fast 3.000 Besucher kamen in die stimmungsvoll dekorierte Halle 7, das ergab die Auszählung der verkauften Nosinggläser. „Gut 600 Besucher mehr als noch im Vorjahr, damit können wir zufrieden sein“, sagt Projektleiterin Anja Rickmeier. 45 Aussteller präsentierten drei Tage lang eine exklusive Whisk(e)y-Auswahl aus 14 Ländern – und darüber freuten sich nicht nur die Männer.
„Der BOTTLE MARKET zeigte mit seiner Premiere im vergangenen Jahr, dass auch Frauen gerne edle Brände kaufen und verkosten“, so Rickmeier. Der Frauenanteil auf der Messe hat sich in diesem Jahr nochmals deutlich erhöht, das ergab die Besucherbefragung. „Damit spiegelt Bremens Whisk(e)y-Messe den allgemeinen Trend der Branche wieder.“ Als Whisky-Expertin waren unter anderem Master-Blenderin Angela D’Orazio von der schwedischen Destillerie Mackmyra vor Ort und auch die in Fachkreisen bekannte Julia Nourney vermittelte den Besuchern erstmals auf dem BOTTLE MARKET ihr Fachwissen.
Whisk(e)y – das scheint ein Thema zu sein, das vielen Menschen in Bremen und Umgebung bisher fehlte. Auf dem BOTTLE MARKET stand den Besuchern ein Angebot aus Whisk(e)ys, britisch-irischen Delikatessen und Lifestyle-Produkten zur Verfügung. Bereits im Vorfeld waren beinahe alle Tastings ausverkauft. „Der Mix aus Destillierien, Importeuren, unabhängigen Abfüllern und Händlern kamen bei den Besuchern und Ausstellern gleichermaßen gut an“, sagt Rickmeier. Außerdem wechselte der BOTTLE MARKET in diesem Jahr seinen Standplatz und zog in die Halle 7. Dadurch konnte nicht nur das Angebot vergrößert werden, auch breitere Gänge und mehr Sitzgelegenheiten waren das Resultat, das kam an bei den Besuchern.
Neu dabei war in diesem Jahr der German-Whisky-Point. Darunter tummelten sich namhafte Destillerien aus Deutschland, so die „Blaue Maus“, „Slyrs“ oder „Finch“. „Der deutsche Whisky ist derzeit stark im Kommen und wird mehr und mehr wahrgenommen“, sagt Hans-Gerhard Finch. „Das hat sich auch auf der Messe bemerkbar gemacht. Uns hat es sehr gut gefallen.“
Spaß an dem BOTTLE MARKET hatten auch die restlichen Aussteller. „Uns ist vor allem aufgefallen, dass das Publikum hier sehr altersgemischt ist und viele erst anfangen, sich für Whisky zu begeistern. So macht das Ganze natürlich noch viel mehr Spaß“, freut sich Birgit Bornemeier von Reisekultouren, die Tipps zu Schottland- und Whisk(e)y-Reisen gab. Auch Christoph Kirsch von Kirsch Whisky zeigte sich zufrieden. Sein Fazit: „Interessante Gespräche und ein aufgeschlossenes Publikum, nicht zuletzt durch die Kombination mit der Christmas & MORE.“
Der Termin für den BOTTLE MARKET steht bereits fest und zwar von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. November 2016.
Noch vor Weihnachten wird ein neues Buch erscheinen, das besonders für Whiskyenthusiasten interessant sein könnte – nicht nur unter dem Gabentisch: „The Legend of Port Ellen“ von Holger Dreyer wird auf 96 Seiten in englischer Sprache die Geschichte und den Mythos einer Ikone der schottischen Destillerien beleuchten und trägt den Stand des Wissens über die Islay-Destillerie zusammen.
Der Autor, Holger Dreyer, ist 52 Jahre alt und gelernter Historiker. Seit Mitte der 90er ist er Port Ellen Sammler, hat diese Sammelleidenschaft auch auf Fakten und Geschichten rund um die Destillerie ausgeweitet. Für das Buch, dessen Datenlage sich anfänglich relativ schlecht gestaltet hat, weil beim Archiv von Diageo wenig vorhanden war, hat er versucht, viele Puzzleteile zusammenzusetzen. Neben der Geschichte bis zur Schließung der Brennerei 1983, werden ausführlich die Gründe für die Schließung von Port Ellen behandelt, es gibt ein Kapitel über den Niedergang und Verfall der Gebäude bis zum Abriß und eine Fassanalyse – und zum Ende noch die dem Autor bekannten Originalabfüllungen und einige schöne Abfüllungen in Bildform.
Holger Dreyer hat uns dankenswerter Weise eine kleine Leseprobe als PDF zur Verfügung gestellt, die wir exklusiv mit Ihnen teilen wollen.
Wenn Sie sich für das Buch, das Euro 29,80 kosten wird, interessieren, können Sie es über folgende Links beziehen:
Zehn Abfüllungen von Kilchoman hat Serge Valentin heute verkostet, darunter sowohl Standards als auch Einzelfassabfüllungen für diverse Händler oder Clubs. Die Wertungen werden vielleicht einige Leser überraschen, denn Serge’s Favorit ist ein Standard:
Kilchoman ‘Machir Bay 2014’ (46%, OB, 2014): 83 Punkte
Kilchoman ‘Loch Gorm 2015’ (46%, OB, 2015): 90 Punkte
Kilchoman ‘Loch Gorm 2013’ (46%, OB, 2013): 87 Punkte
Kilchoman ‚100% Islay 5th Edition‘ (50%, OB, 2015): 83 Punkte
Kilchoman 2009/2014 (55.2%, OB for De Tongerse Whiskyvrienden and Massen, Luxembourg, 100% Islay, PX finish, 218 bottles): 77 Punkte
Kilchoman 2009/2014 (59.3%, OB, for Whisky Circle Pinzgau, Austria, PX finish, cask #379/2009: 79 Punkte
Kilchoman 2009/2014 (58.3%, OB, for Abbey Whisky, PX finish, cask #285/2009, 270 bottles): 79 Punkte
Kilchoman 2010/2015 (58.3%, OB, for The Whisky Exchange, PX finish, cask #679/2010, 262 bottles): 80 Punkte
Kilchoman 2010/2015 ‚The Trilogy‘ (60.6%, OB, for LMDW, sherry butt, 642 bottles): 83 Punkte
Kilchoman 2007/2014 (60.4%, OB, for Whisky in Leiden, Holland, cask #239/2007): 81 Punkte
Zwei Flaggen wehen momentan über dem Gelände der Bladnoch-Destillerie: eine britische und eine australische. Die australische Flagge symbolisiert den neuen Besitzer der Lowland-Destillerie, David Prior, ein australischer Millionär, der mit Joghurt reich geworden ist.
Kann so einer Bladnoch wirklich retten? Mit dieser provokanten Frage leitet die Australian Financial Review einen ausführlichen Artikel über die Person David Prior und sein Engagement in Schottland ein. In ihm geht es auch um die zukünftigen Pläne mit der Destillerie und um seine Marketing-Vorhaben dafür. Bislang vielleicht der ausführlichste Artikel, der uns zum Besitzerwechsel bei Bladnoch untergekommen ist, und auf jeden Fall sehr lesenswert…
In der letzten Woche hat Malt Fascination die Speyside besucht und im Rahmen dieser Reise auch einen ausgedehnten Besuch bei Balvenie eingelegt, von dem man auf dem Blog in Text und Bild berichtet. Auch die Cooperage, also die Fassbinderei, konnte man im Rahmen der Tour besuchen – und zum Ende hin gab es auch ein Tasting. Mit dabei auch ein einundvierzigjähriger Whisky aus dem Members’ Cask, refill bourbon barrel 17703.
Insgesamt ein schöner, stimmungsvoller und lesenswerter Bericht.
Bitte anschnallen: Die nächsten drei Minuten befinden Sie sich einem Vogel gleich über acht Islay-Destillerien, um diese aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben (manchmal weit oben, manchmal fast auf Meeresspiegel). Mit Hilfe einer Flugdrohne hat Per Lundgren fantastische Aufnahmen gewonnen, die er der Allgemeinheit auf Vimeo zur Verfügung gestellt hat und auf die wir von verschiedener Seite aufmerksam gemacht wurden. Wer das entsprechende Endgerät besitzt, kann die prächtigen Aufnahmen in 4k-Auflösung ansehen. Die Musikauswahl dazu ist vielleicht nicht jedermanns Sache, also Hand an den Lautstärkeregler, bitte 🙂
Vor über einem Monat haben wir über die Pläne für die nördlichste Whiskydestillerie am schottischen Festland berichtet (siehe unseren Artikel hier). Ein Bericht in Press and Journal fügt dem Ganzen die Würze eines veritablen Konflikts hinzu – und zwar zwischen einem Millionär und der lokalen Gemeinschaft, die eigentlich beide das selbe wollen. Und das geht so:
Nicht nur der ortsansässige Millionär namens Morrison, von dem wir in unserem Artikel berichteten, sondern auch eine Gruppe lokaler Geschäftsleute, wollen die Destillerie rund um Loch Eriboll errichten. Während Mr. Morrison Whisky, Gin und Wodka brennen will und eine Micro-Brauerei auf dem dafür vorgesehenen Grundstück errichten will, möchte die lokale Gruppe eine Brauerei und Destillerie mit lokaler Infrastruktur knapp eine Meile entfernt davon bauen. Mr. Morrison sagt, die Geschäftsleute hätten es verabsäumt, sich mit ihm auf ein gemeinsames Projekt zu einigen, nun ziehe er seines durch. Zudem sei das Projekt der Geschäftsleute zu bürokratisch aufgezogen, er richte sich strikt nach marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten. Die lokalen Geschäftsleute hingegen betonen, ihr Projekt solle vor allem der Gemeinde zugute kommen.
Beide Gruppen beantragten bereits Planungsgenehmigung und – um es in Neudeutsch zu sagen – dissen sich über die Medien, ohne noch offensichtlich nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.
Die lokalen Behörden hoffen derweilen, dass beide Projekte genehmigt werden (das Vertrauen auf eine nachträgliche Einigung scheint dort nicht vorhanden) – mit der Begründung, dass Platz für beide wäre. Man meint das wohl sowohl räumlich als auch wirtschaftlich.
Wir haben ja bereits über ihn im Rahmen einer Meldung über Neuigkeiten von Diageo im Duty Free Dubai berichtet, hier nun ein Bild des ältesten jemals veröffentlichten Cragganmore, der Cragganmore 43yo. 474 Flaschen, mit 47.4% abgefüllt, gibt es in Dubai zu erwerben. Und bei uns zum Ansehen:
Bis zum 30. November noch auf arte+7 zum Ansehen, am 1. Dezember dann um 18:25 im TV wiederholt – die Dokumentation „Europa hochprozentig“ zeigt in schönen Bildern und insgesamt vier Folgen den „Geist Europas“. In der ersten Folge besucht die Dokumentation Schottland – der knapp 45minütige Beitrag ist wie gesagt online abrufbar und wirklich sehenswert. Hier der Begleittext dazu, der die Stationen der ersten Folge beschreibt:
Die Dokumentation begleitet Eugen Kasparek auf seiner Reise in die Welt des schottischen Nationalgetränks. Sie führt über die Whisky-Inseln Islay und Skye, durch die schottischen Highlands und nach Glasgow, wo der reinste Whisky höchste Preise erzielt.
Die Hebriden-Insel Islay ist die Whisky-Insel schlechthin. Eugen besucht zwei der acht Destillerien und sieht, wie der Whisky gemacht wird. Er ist dabei, als Torf aus dem Moor gestochen wird. Das pflanzliche Brennmaterial gibt dem Insel-Whisky die rauchige Note.
„Uisge beatha“ ist gälisch und bedeutet Lebenswasser. Einst wurde Schottlands flüssiges Gold geschmuggelt, entlang alter Viehwege. Mit dem Motorrad fährt Eugen ins Hochland, nach Dalwhinnie, wo die Schmugglerrouten zusammenliefen.
Die Isle of Skye gilt als Schottlands schönste Insel. An einem Meeresarm liegt ihre einzige Destillerie. Kenny Bain ist der Stillman, er steuert den Brennvorgang, im Nebenberuf züchtet er Austern. Sternekoch Marcello Tully kommt vorbei, um frische Austern zu kaufen. Er lädt Eugen in seine Küche ein, auf der Speisekarte stehen Langusten mit Paprikawurst und Passionsfrucht, verfeinert mit Whisky von der Insel.
In einem Industriegebiet von Glasgow ist Eugen mit David Stirk verabredet, der mit einzelnen Fässern bekannter Destillerien handelt. Single-Cask-Whiskys, Abfüllungen aus einem einzelnen Brennvorgang, sind weltweit begehrt. Ein Fass kostet 10.000 Euro aufwärts, und die Preise verdoppeln sich von Jahr zu Jahr. Noch nie bestand ein so reiches Angebot an Whisky, sagt der unabhängige Abfüller David, und noch nie war die Nachfrage so hoch. Aber ein Ende des Booms ist in Sicht. Gute Holzfässer verschwinden vom Markt. Noch zwanzig Jahre vielleicht, dann könnte das flüssige Gold wieder sein, was es einmal war: Uisge beatha, das Lebenswasser der schottischen Provinz.