Montag, 12. Januar 2026, 15:49:05

Wir verkosten: Bunnahabhain 24yo, 44.2%, Five Lions

Neben den „All Regions, All Tastes“ sowie „The Ambassadors of Scotland“ bietet Five Lions in dem spannenden Line Up noch die blaue Etikettenserie feil, unter der sich rauchig, salzig, torfige Whiskys subsumieren.

Bunnahabhain, eine für Verlässlichkeit und äußerst interessante Qualitäten geschätzte Destillerie, gehört nicht immer zu den extremen Islay Bomben. Hier gilt es oft filigrane, delikate Nuancen zu entdecken und nicht primär von der Peat-Keule erschlagen zu werden.

Wie das mit 24 Jährchen in einem 2nd fill Bourbon Hogshead aussieht, das der unabhängige Abfüller als Single Cask, Cask Strength, weder gefärbt noch kühlfiltriert in die Flasche gebracht hat? Die Vorzeichen jedenfalls sehen vielversprechend aus.

 

 

Bunnahabhain, 24yo, 44.2%
Distilled 1991, Bottled 2015
2nd Fill American Bourbon Hogshead
Single Cask, Cask Strength
ungefärbt, nicht kältefiltriert
Verkoster: Reinhard Pohorec
Sample von: Five Lions

 

 

FL_Etikett_15-06-Bunnahabhain

Nase: weich rund, charmanter Duft mit sanfter Entwicklung, süßlich die Anmutung, vollreife Fruchtnoten, etwas Kirschmarmelade, auch Orangenzeste, sehr saftig, üppig gelblicher Apfel, fast überreif, mehlig, dahinter lugt leise der Rauch hervor, die maritime, jodige Assoziation wirkt etwas in Watte gehüllt, umschmeichelt von so viel Eitel Wonne und schmelziger Süße, es braucht ein wenig Zeit bis sich Würze und Tiefe zu erschließen beginnen, dann ist da Olivenlake, Salzgebäck, grüne und herbe Einsprengsel, Algen, Vanillezucker, Toffee

Gaumen: oha! Der süßliche Eindruck der Nase ist nicht ganz so ausgeprägt auf der Zunge, eher fein ziselierte Würze, grasige und sehr grünliche Anmutung, Seetang, unreife Banane, schmelzig süßliche Entfaltung dann aber auch am Gaumen, weich, rund, mit der Zeit kommt noch Steinobst mit in den Akkord, welch wohlklingend melodische Signatur und Gaumenmusik

Finish: langanhaltend und ausgeprägt sind die spielerisch tänzelnden Komponenten des Malts, der Abgang ist gezeichnet von dem Spannungsfeld aus Süße, Harmonie und doch prononcierter Eigenständigkeit, Charakterschädel Assoziation, die maritim frische Salznote, schwarzer Pfeffer, auch rosa Beeren klingen noch einmal an, nie aufdringlich oder laut, immer subtil und elegant

Alles in allem: äußerst gelungen und filigran ist der Spagat, den dieser Ballettkünstler eines Malts vollzieht, nie vergisst der Bunnahabhain hier sich von der lieblichen und zugänglichen Seite zu präsentieren, dahinter aber schlummert und bringt sich die komplex, fordernde Note ein, Jod, Meersalz, herbschalige Würze, das Holz von einer Eingeflochtenheit, die Gespür und feinen Einsatz von Reife beweist. Sehr gut!

Reinhard Pohorec

Bunnahabhain

 

Mixen mit Whisky: Der Swilcan Temple

Noch was Leichtes für den Abend? Hier ein einfaches Rezept, das uns Glenmorangie geschickt hat – einfach zu machen und sehr erfrischend. Der Swilcan Temple ist dem alkoholfreien Shirley Temple nachempfunden und eine Hommage an die berühmte Brücke beim 18. Loch in St. Andrews (zwei weitere Cocktails finden Sie übrigens auf unserer englischsprachigen Site):

 

Zutaten:

  • 35ml Glenmorangie Original
  • 80ml Fever Treen Ginger Ale
  • 15ml Grenadinensaft

Zubereitung:

  • In einem Hi Ball Glas über Eiswürfel gießen, mit Maraschino-Kirsche und einem Limettenrad garnieren.

Wir wünschen viel Vergnügen damit 🙂

SM Swilcan Temple

Glen Ord bekommt neue Kondensatoren – momentan eingeschränkte Führungen

In der Destillerie Glen Ord werden gerade neue Kondensatoren eingebaut – das bedeutet, dass Kleingruppen und Einzelpersonen nur eingeschränkt Touren machen können (laut einem Statement auf der offiziellen Website sind allerdings Alternativen vorgesehen). Bei vorangemeldeten Gruppen sieht es nach einem Eintrag auf Tripadvisor anders aus.

Die Führungen sind noch diese und nächste Woche nur eingeschränkt verfügbar. Falls Sie einen Besuch der Destillerie eingeplant haben, könnten Sie sich unter 01463 872004 bei der Destillerie über die Situation erkundigen.

Glen Ord hat ja im letzten Jahr auch neue Brennblasen erhalten, ein Bild davon sehen Sie untenstehend.

Neue Brennblasen für Glen Ord. Quelle: Media Releases from Cognis PR
Neue Brennblasen für Glen Ord. Quelle: Media Releases from Cognis PR

PR: Fore! Glenmorangie bietet Vorgeschmack auf die British Golf Open

Am 24. Juni haben wir bereits das Glenmorangie-Golfturnier am Computer für Sie entdeckt (siehe unseren Bericht hier) – nun ist es auch offiziell und mit einer Pressemitteilung vorgestellt. Diese Pressemitteilung von Glenmorangie veröffentlichen wir wie üblich für Sie in den relevanten Teilen:

Bild: Glenmorangie
Bild: Glenmorangie

Welcher Golf-Enthusiast träumt nicht davon, auf dem legendären „Old Course“ im schottischen St Andrews einmal zu spielen – den historischen Ort des Golfsports? Glenmorangie bietet ab sofort Gelegenheit dazu, im Rahmen eines einzigartigen Online-Golfturniers. Den Siegern winken persönliche Runden auf dem legendären Platz, VIP-Tickets zu den Britisch Open 2016 und exklusive Aufenthalte im Glenmorangie House, unweit der Destillerie im schottischen Hochland.

Unter Glenmorangie.com/unseen sind keine monatelangen Vorreservierungen für knappe  Abschlagzeiten notwendig. Online und zu jeder Zeit heißt es Tee-off. Der berühmte Old Course steht auch im Mittelpunkt der diesjährigen 144. British Open, Glenmorangie ist zum vierten Mal offizieller Partner als „Spirit of the Open“. Das Online-Golfturnier wird gemeinsam mit  WGT Golf realisiert, der führenden Plattform für Online Golfspiele.

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Das weltweit älteste Golfturnier und einzige Major in Europa steht auch im Mittelpunkt des Online-Magazins Glenmorangie „Unseen“. Kein geringerer als der sechsmalige Major Champion Sir Nick Faldo und Golflegende Tony Jacklin werden darin exklusive Beiträge schreiben, illustriert mit spektakulären Bildern des Golffotografen David Cannon. Alle Beiträge sind unter http://Glenmorangie.com/unseen zu finden, die Registrierung ist kostenfrei.

Tony Jacklin. Bild: Glenmorangie
Tony Jacklin. Bild: Glenmorangie

Die British Open:
Die British Open sind das älteste internationale Profi-Turnier im Golf. Seit 1860 wird es auf einigen der weltweit am meisten geschätzten Links-Plätzen ausgetragen, von denen sich viele in Schottland befinden. Ihre Trophäe, der erstmals 1873 überreichte Claret Jug, ist inzwischen ebenfalls zu einer bekannten „Sportikone“ geworden. 2015 werden die British Open vom 12.–19. Juli auf dem Old Course in St Andrews, Schottland, ausgetragen.

Glenmorangie, Spirit of The Open:
Glenmorangie ist seit 2012 Teil der British Open. Damals wurde mit dem Veranstalter des Turniers, der R&A, eine Partnerschaft über drei Jahre festgelegt, die den Single Malt als offiziellen Whisky der British Open etablierte. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr vertiefte sich die Partnerschaft weiter, und in den Jahren 2013 sowie 2014 wurde Glenmorangie zum „Spirit of The Open“. Derzeit läuft eine neue dreijährige Partnerschaft, die bis einschließlich 2017 vereinbart wurde.

 

Blogrundschau: Schotten und ein Ire

Es wird wieder einmal Zeit, um sich auf den englischsprachigen Blogs nach Verkostungsnotizen umzusehen – in unserer Blogrundschau. Auch dort hinterlässt der Sommer seine Spuren – es ist ziemlich warm und ziemlich warm ist nicht unbedingt Whiskywetter. Vier interessante Reviews haben wir dennoch gefunden:

  • Malt and Oak knöpft sich einen Balblair 1979 in der Limited Edition vor, 24 Jahre, 46% – er stammt aus ex-Bourbonfässern und wird vom Verkoster als „klassischer Highlander“ beschrieben, was man durchaus als Kompliment verstehen sollte.
  • Master Quill verkostet den Teeling Small Batch Rum Finish – hier hat man keine besondere Freude an ihm, der Rum sei zu dominant, man könne eigentlich keinen Iren im Rum finden.
  • Malt Review hat sich den Glenfarclas Family Casks 2003 eingeschenkt – um wirklich, wirklich großartig zu sein, meint der Verkoster, hat er ein paar Schwächen zu viel, aber summa summarum sei er ein sehr feiner Tropfen um 80 Pfund.
  • Und bei Best Shot Whisky Reviews steht ein Ledaig 40yo von Alambic Classique – Rare & Old Selection auf dem Programm – zwei bemerkenswerte Dinge notiert der Autor: Völlige Absenz von Holz von Anfang bis Ende, und wie gut sich der torfig/rauchige Geschmack gehalten hat. Aber etwas Balance fehlt, daher keine Spitzenbewertung.

Whisky und Zigarren – Matilde Renacer Robusto

Whisky und Zigarren, zwei Genussmittel die zusammen passen? Dieser Frage geht Benjamin Roscher in seinem dritten Gastbeitrag nach (den ersten über die Montechristo Open Master können Sie hier nachlesen, jenen über die Dunhill 1907 Robusto hier) und testet das Zusammenspiel beider Produkte. Heute kombiniert er die Matilde Renacer Robusto mit vier Whiskys – exklusiv bei uns und ab dem Wochenende dann auch auf  seinem Blog www.notesofmalt.de.

Die Matilde Renacer Robusto ist eine Zigarre, dessen Tabak überwiegend aus der Dominikanischen Republik stammt, wo sie auch hergestellt wird. Die Zigarre hat ein Ringmaß von 54 und ist 133mm lang. Die Rauchdauer wird wohl ungefähr 45-60 Minuten betragen. Preislich ist sie für ca. 8,40 € zu bekommen.

Schon zu Beginn zeigt die Matilde leicht süßliche Aromen, welche sich jedoch mit einer dezenten Bitterkeit vereinen und an Schokolade sowie Milchkaffee erinnern. Ergänzend halten sich ledrige und erdige Aromen im Hintergrund.

Foto Range Matilde

Whisky No. 1:  Bruichladdich Rocks, 46% Alkohol  (schottischer Single Malt von der Insel Islay, Nachreifung in Weinfässern)

In der Nase lässt sich der Bruichladdich kaum durch die Zigarre beeinflussen, zarte Weinaromen, Beerenfrüchte, Malz und Vanille sind präsent, die Matilde hält sich hier noch zurück. Auf dem Gaumen ändert sich dies jedoch schnell, durch die Zigarre wirkt der Bruichladdich Rocks viel würziger, trockener und leicht salzig. Die Matilde steuert cremige Kakaoaromen bei, fast schon ein wenig Zartbitterschokolade. Beide harmonieren hier fein miteinander, jedoch geht die eigentliche Süße des Whiskys etwas verloren. Der Abgang wird durch die Zigarre holziger und verlängert sich, es kommen hier klare Eichenholzaromen hervor, die leichte Bitterkeit der Matilde Renacer Robusto kitzelt jede Menge Gewürze aus dem Whisky. Ich assoziiere Kakao, Espresso, Tabak und Zimt.

Fazit: Schön, trotz der leicht verloren gegangenen Süße des Bruichladdich. Dafür verpasst die Matilde ihm ein neues, würzigeres Gesicht. Miteinander genießen? Ja klar! 4/5 Sterne

Whisky No. 2: Glendronach 8 Jahre, Whiskymanufaktur (Jack Wiebers),  43% Alkohol (Single Malt aus der Speyside, Schottland)

In der Nase erkenne ich den Whisky kaum wieder, er hat plötzlich eine leichte Alkoholnote, die ich so bisher nie wahrgenommen habe. Dahinter Orangen und Nüsse, ein wenig geröstetes Malz. Die Zigarre gibt den Ton an, sie bestimmt wo es lang geht. Auf dem Gaumen dann viel besser, die Matilde harmoniert wunderbar mit dem 8-jährigen Glendronach. Fruchtig süß sind sie gemeinsam, Milchschokolade, ein paar Gewürze und getrocknete Orangen kommen auf. Die Eiche hält sich erstaunlich zurück, hier ist kaum Bitterkeit zu spüren. Der Abgang wirkt lang und sehr trocken, dennoch süß und fruchtig. Dazu kommen Wintergewürze, Nelken und Tabakrauch. Auch die Nüsse sind wieder präsent.

Fazit:  Die Nase ist echt nichts, Gaumen und Abgang passen hingegen super. 3/5 Sterne

Whisky No. 3: Glen Grant 1992-2014, 22 Jahre, Signatory Vintage (Single Malt aus der Speyside, Schottland)

Der Glen Grant verändert sich in der Nase kaum, er wirkt vielleicht etwas flacher als sonst. Ich rieche Bienenwachs, Aprikosen, Vanillecreme und eine leichte Holzwürze, welche durch die Zigarre zunimmt und sich in den Duft von Zedernholz wandelt.  Auch auf dem Gaumen herrschen die Aromen des Glen Grants, die Zigarre darf unterstreichen. Der hohe Alkoholgehalt passt wunderbar zur Matilde Renacer Robusto. Auch hier wieder Schokolade, Beerenfrüchte und Kaffee. Der Abgang wird von erdigen Tönen und vielen verschiedenen Holzaromen dominiert, die Matilde ist ein herrlicher Begleiter.

Fazit: Ich mag diesen Glen Grant sehr und an dieser Stelle liebe ich die Matilde – beide harmonieren, beide ergänzen. Dass einige Aromen wegfallen, liegt in der Natur der Sache. Eine gemeinsame Verkostung ist sehr empfehlenswert! 5/5 Sterne

Whisky No. 4: Ardbeg Ten, 46% Alkohol (Single Malt von der Insel Islay, Schottland)

Hier bin ich besonders gespannt, denn bei der Auswahl der Whiskys konnte ich mir die Matilde mit rauchigen Vertretern kaum vorstellen. Na dann, mal schauen wie dieses Paar sich verträgt.

Die Nase wirkt bei weitem nicht so komplex wie sonst, dafür verschafft die Matilde dem Ardbeg eine leicht medizinische Note. Die Süße des Whiskys ist kaum wahrzunehmen, dafür viel Lagerfeuer und trockenes Holz. Auf dem Gaumen hat die Matilde dahingegen kaum etwas zu melden, der Ardbeg setzt sich durch (Phenol, Salz, Vanille), die Zigarre darf auch hier maximal mit einer cremigen Bitterkeit und ihren Holzaromen unterstreichen. Der Abgang ist lang, feurig und würzig, leicht pfeffrig und von Eichenholz und Bitterschokolade geprägt.  Hier kommt auch die Süße wieder etwas zum Vorschein.

Fazit: Besser als erwartet, nur die Nase wurde, wie häufig, allein vom Tabakrauch eingenommen. 4/5 Sterne

Gesamtfazit: Die Zigarre weiß in vielerlei Hinsicht zu überzeugen, auch in Verbindung mit verschiedenen Single Malts. Wirklich schlecht fand ich keine der Kombinationen.

Matilde im humdor

Großmälzerei erwartet 2015 stagnierenden Absatz

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Falls es im Jahr 2015 überhaupt zu einem gesteigerten Absatz von gemälztem Getreide kommen wird, so ein Sprecher der Großmälzerei Bairds Malts, eine der führenden Mälzereien in Großbritannien, wird er vom Craft Beer kommen und nicht vom Whisky.

In einem Artikel auf Aberdeen Press and Journal zeigt sich die Mälzerei eher skeptisch, was das laufende Jahr anbelangt. Durch das Zurückstellen vieler Erweiterungspläne in der schottischen Whiskyindustrie und den schwächelnden Whiskyabsatz dürfte aus diesem Sektor eher eine Schrumpfung als ein Wachstum kommen, so Bairds Malts.

Wie groß eine Großmälzerei ist, kann man übrigens an den Umsatzzahlen sehen: Im Vereinigten Königreich waren das 2014 245 Millionen Pfund, in Europa und im Mittleren Osten 25 Millionen, in den USA immer noch 5 Millionen.

Wind deckt Heaven Hill Lagerhäuser ab

Autsch – nach dem Feuer in der Whiskey Row (wir berichteten gestern hier auf unserer englischsprachigen Site) hat die Naturgewalt diesmal in Bardstown zugeschlagen: Gestern am Nachmittag kurz vor vier Uhr hat der Wind ein Lagerhaus der Heaven Hill Distillery komplett abgedeckt, ein zweites zur Hälfte. Im Bericht auf WHAS11 sind auch Bilder davon zu sehen – wir dürfen sie hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht bringen.

Herzlichen Dank an Maximilian Glane für den Hinweis.

Heaven Hill Lagerhäuser, Foto von Shadle CC-Lizenz
Heaven Hill Lagerhäuser, Foto von Shadle CC-Lizenz

Die neuen Glen Scotia nun auch in Deutschland (mit Tasting Notes)

Wir haben ja bereits im Dezember des Vorjahres über die drei neuen Abfüllungen aus der Campbeltown-Destillerie Glen Scotia berichtet – nun sind sie laut des Importeurs, der Hanseatischen Weinhandelsgesellschaft Bremen, auch in Deutschland erhältlich.

Der Glen Scotia Double Cask ist mit 46% abgefüllt, in amerikanischer Eiche gereift und in Pedro Ximenez-Fässern gefinisht. Er soll ca. 54 Euro kosten.

Die Tasting Notes dazu wie üblich bei uns als Service in deutscher Übersetzung:

  • Nase: Sehr süß. Creme Caramel, karamellisierter Fruchtzucker, Toffee und Fudge, dann erscheinen Äpfel und Pfirsich. Später dann der verkohlte Geschmack der Bourbon-Fässer, mit einer schönen, staubigen Trockenheit. Hat ziemlich Kraft.
  • Gaumen: Es beginnt süß und dicht, und obwohl der Alkohol auf der Zunge prickelt, ist das Gaumengefühl recht ausgewogen und mittig. Der trockene Destillerien-Stil ist vorhanden, aber mit Tiefgang ergänzt. Wasser „zerlegt“ die einzelnen Elemente, aber fügt auch getrocknete Minze hinzu.
  • Finish: Tief und dunkel.

glenscotia_doublecask

Der Glen Scotia 15yo ist ebenfalls in amerikanischen Eichenfässern gelagert und mit 46% abgefüllt. Er wird an die 68 Euro kosten.

Auch hier die Tasting Notes in unserer Übersetzung:

  • Nase: Breit und mittelschwer, mit Zitronenschalen, Kekse mit Ingwerstückchen. Süß und viel Tiefgang. Aus Aprikosengeschmack wird später der Geschmack von Fruchtsalat. Dann tritt das Holz in den Vordergrund. Mit Wasser entdeckt man gebackene Früchte.
  • Gaumen: Vielschichtig, der Anfangsgeschmack in der Nase lässt auf Früchte schließen, aber letztendlich erhält man etwas erstaunlich Trockenes. Der Gaumen wird deutlicher wenn der Eindruck aus der Nase verfliegt. Wasser betont Holz, wie man es nach 15 Jahren erwarten würde, und karamellisierte Elemente.
  • Finish: Kräftig und leicht trocken.

glenscotia_15year

Dann gibt es als dritten Whisky den Glen Scotia Victoriana. Mit 51.5% wurde er in stark gekohlten Eichenfässern gefinisht. Er schlägt mit 95 Euro zu Buche.

Die Tasting Notes:

  • Nase: Elegant. Eiche treibt den Gesamteindruck. Creme brulee entwickeln sich zu karamellisierten Früchten und dann zu polierter Eiche.
  • Gaumen: Süßer und verdichteter Start mit schwarzen Johannisbeeren. Gehaltvoll und doch sanft am Gaumen, sich nach hinten etwas verengend. Wird mit Wasser herber.
  • Finish: Sehr klar und anfänglich süß. Dann grüne Bohnen und Kakao.

glenscotia_victoriana

Wer wird Millionär: Mann gewinnt 16.000 Euro für Whisky

Heute mal eine Meldung aus der Rubrik „Es muss nicht immer alles ganz wichtig sein“: Bei der Sendung „Wer wird Millionär“ auf RTL mit Günther Jauch gewann der Kandidat Christopher Popp, Lehrer aus Heidelberg, 16.000 Euro (nachdem er an der 64.000 Euro-Frage scheiterte).

Warum uns das überhaupt eine Meldung wert ist? Nun, die Bewerbungsunterlagen hat laut dem Bericht auf bild.de die Frau des Lehrers ausgefüllt – und auf die Frage, was er mit dem Geld machen würde, gab sie die Antwort: Whisky kaufen. Und Popp in der Sendung:

„Sie hat reingeschrieben, dass ich von dem Geld Whisky kaufen würde. Und das würde ich mir auch rausnehmen. Ist ja jetzt auch notariell“

Und auf die Frage, wie alt so ein Whisky denn für ihn sein müsse, meinte er, er trinke ihn lieber, als dass er sich akademisch damit beschäftige. Nun, mit Whisky um 16.000 Euro hat er dann ja einige Zeit vor sich, in dem er das Wasser des Lebens genießen kann.

Stellt sich die Frage: Welche Whiskys würden SIE um 16.ooo Euro kaufen, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten? Wir sind gespannt auf Ihre Ideen 🙂

Whisky im Bild: Teeling füllt erste Fässer

Bei Teeling ist es soweit: Heute wurden in der Destillerie in Dublin die ersten Fässer gefüllt. Der New Make Spirit ist also ab sofort seiner Bestimmung zugeführt.

Wir gratulieren Jack und Stephen herzlich zu diesem wichtigen Moment. Dublin ist wieder eine Whiskeystadt!

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BenRiach will 25 Millionen Pfund investieren

Laut einem Bericht der BBC von heute plant die Speyside-Destillerie BenRiach, 25 Millionen britische Pfund in Geschäftsvorhaben zu investieren. Ein Gutteil davon soll zur Errichtung neuer Lagerhäuser verwendet werden.

Die Ankündigung kommt zeitgleich mit der Bekanntgabe eines Gewinns vor Steuern von 11.1 Millionen Pfund im letzten Finanzjahr und solidem Wachstum, vor allem in Taiwan.

Die größten Märkte von BenRiach sind nach eigenem Bekunden Taiwan, Deutschland, UK, Afrika und die USA.

Whiskyrätsel: Was wurde eigentlich aus… (jetzt mit Lösung)

… diesem wunderschönen, aber total herunter gekommenen Gebäude? Unsere Aufnahme für das heutige Whiskyrätsel stammt aus dem Frühjahr 2013 – und mittlerweile ist diese Ruine nicht wieder zu erkennen.

Also, was würden wir sehen, würden wir heute ein Bild vom selben Objekt aufnehmen? Wir bitten um Ihre Lösungsvorschläge als Kommentar auf Whiskyexperts.net oder auf Facebook.

Update: Gratulation an Koloman, kessenicher und Joe hier auf der Site, sowie Robby Hoffmann und Rainer Münch auf Facebook. Unser Bild hier zeigt das Gebäude, in dem die Kingsbarns Distillery errichtet wurde. Danke fürs Mitmachen, und das nächste Mal wird es wieder ein wenig schwerer (glauben wir) 🙂

whichdistillery

Neu: The Dublin Liberties Oak Devil Irish Whiskey

Ein neuer irischer Whiskey kommt von Quintessential Brands auf den Markt: Er nennt sich The Dublin Liberties Oak Devil Irish Whiskey und ist ein Blend aus Malt und Grain Whiskeys aus dem Bourbon Barrel. Hergestellt wird er von First Ireland Spirits, die zu Quintessential Brands gehören. Das Unternehmen beschreibt ihn als „Premium-Whiskey für Leute, die Tiefe und Komplexität suchen“. Er wird mit 46% abgefüllt und soll 35 Pfund kosten, schreibt The Spirits Business.

Geschmacklich wird er so beschrieben: Am Gaumen Karamell und Weihnachtskuchen, ein weiches, langanhaltendes Finish mit Pfeffernoten.

The Dublin Liberties Oak Devil