Michter’s legt Produktion des Michter’s US*1 Toasted Barrel Bourbon auf Eis

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Wie heute in Hospitality Industry zu lesen steht, wird Michter’s seinen in den USA sehr beliebten Michter’s US*1 Toasted Barrel Bourbon in diesem Jahr nicht produzieren. Grund dafür ist, dass das Unternehmen der großen Nachfrage wegen Schwierigkeiten hat, die normalen Chargen für Importeure und Händler zu bedienen und die getoasteten Fässer für die Produktion des Standards braucht.

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Die Destillerie gab im gleichen Atemzug auch Ausbaupläne für die Produktionsstätten bekannt. Ihre M2 Distillery soll im Zuge der Erweiterung fähig werden, die doppelte Menge (1 Million Proof Gallons im Jahr) wie bisher zu produzieren. Das wird auch dadurch möglich, indem man vier neue Fermentierbehälter zu je 16.000 Gallonen installieren und doppelte Schichten fahren will.

Exklusiv: Veronika F. Rost (Diageo Deutschland) zum Brexit

Nach dem überraschenden Brexit-Votum der Briten haben wir uns bemüht, zeitnah zum Statement der SWA einige Stellungnahmen betroffener Unternehmen und derer Handelspartner zum Thema einzuholen (siehe den Artikel unter dem obenstehenden Link). Gestern haben wir dann eine Reaktion der Destillerie Arran erhalten, heute können wir Ihnen exklusiv die Stellungnahme aus der Führungsetage von Diageo Deutschland präsentieren.

Auf unsere Anfrage an Veronika F. Rost, Geschäftsführerin der Diageo Germany GmbH, erhielten wir von ihr folgendes offizielle Statement des Unternehmens zur momentanen Situation übermittelt:

Veronka F. Rost
Veronka F. Rost

„Wir respektieren die Ansichten der Briten im Rahmen des EU Referendums. Als einer der führenden Exporteure in Großbritannien, bleibt Diageo dem langjährigen Erfolg der Scotch Whisky Industrie verpflichtet. Wir werden nun eng mit unseren Industriegremien zusammenarbeiten, um mehr Klarheit über den Übergangsprozess zu schaffen.

Es ist eine Priorität, dass Großbritannien weiterhin vom freien Zugang zur EU sowie von günstigen internationalen Handelsabkommen profitiert, um die wichtigen britischen Exportindustrien ­– inklusive der Scotch Whisky Industrie – zu schützen.“

 

Serge verkostet: Bowmore

Nach der gestrigen Lagavulin-Verkostung bleibt Serge auch heute auf Islay und widmet sich einer nordöstlich von der Jubiläumsdestillerie gelegenen Brennerei: Bowmore. In der Session heute werden vor allem neuere Abfüllungen verkostet, aber es ist auch eine der SMWS, der Scotch Malt Whisky Society, dabei, die schon einige Jährchen am Buckel hat.

Egal, was Serge heute geöffnet hat: Enttäuschung war keine darunter. Im Gegenteil, die Wertungen reichen von sehr gut bis fantastisch:

  • Bowmore 2003 (52.4%, Jack Wiebers, Wanted, PInki + Brain, 293 bottles, +/-2015): 88 Punkte
  • Bowmore 1996/2015 ‚Coastal Confection‘ (54.7%, Wemyss Malts, hogshead, 269 bottles): 90 Punkte
  • Bowmore 15 yo 2001/2016 (54.8%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 264 bottles): 90 Punkte
  • Bowmore 1976/1985 (64.2%, Scotch Malt Whisky Society, sherry, #3.4): 93 Punkte
  • Bowmore 41 yo 1974/2016 (50.4%, Signatory Vintage, hogshead, cask #9007, 108 bottles): 86 Punkte

Titelbild: Bowmore Distillery. Bildrechte bei Etienne Kientzler

Exklusiv: Euan Mitchell (Managing Director, Isle of Arran Distillers Ltd) zum Brexit

Während in London und Brüssel langsam die Weichen für das weitere Vorgehen in den bilateralen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU gestellt werden, beginnen nun auch die von den Veränderungen betroffenen Unternehmen, Ihre Meinung zu den Geschehnissen offiziell zu machen. Während sich zunächst einmal die Scotch Whisky Association mit einem Statement zu Wort meldete (wir berichteten hier), gab es auf unsere Anfrage bei den big players der Branche die Bitte um Verständnis, dass man zur Zeit noch keine Stellungnahme abgeben wolle.

Anders bei den unabhängigen Produzenten. Auf unsere Kontaktaufnahme hin erhielten wir vom Managing Director der Isle of Arran Distillers Ltd, Euan Mitchell, eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens, die wir hier im englischen Wortlaut und in unserer Übersetzung wiedergeben, und in der sich die Destillerie enttäuscht über den Ausgang des Referendums zeigt:

Euan Mitchell, Managing Director. Bild: Isle of Arran Distillers Ltd
Euan Mitchell, Managing Director. Bild: Isle of Arran Distillers Ltd

“Isle of Arran Distillers were extremely disappointed by the outcome of the EU referendum as we do not believe it was in the best interests of the Scotch whisky industry. Like most Scotch whisky companies our business is driven by building sales in global markets and the European Union accounts for almost half of our exports. Any change to the UK’s status within Europe has a direct consequence for us and we will be watching carefully as events unfold over the coming months and years. Scotland as a nation is very pro-European and whatever transpires in the future we look forward to working closely with our friends across the continent to ensure the continuing success of the Arran Single Malt.”

Unsere Übersetzung:

„Isle of Arran Distillers waren vom Ausgang des EU-Referendums extrem enttäuscht, da wir nicht glauben, es sei im besten Interesse der schottischen Whiskyindustrie gewesen. Wie die meisten Whisky-Unternehmen ist unseres davon abhängig, dass wir Verkäufe in internationalen Märkten aufbauen – und nahezu die Hälfte unserer Exporte gehen in die EU. Jede Veränderung des Status des Vereinten Königreichs in Europa hat direkte Konsequenzen für uns, und wir werden die Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate sehr genau verfolgen. Schottland als Nation ist sehr pro-europäisch eingestellt, und wie auch immer sich die Entwicklungen in der Zukunft gestalten werden, freuen wir uns darauf, eng mit unseren Freunden auf dem Kontinent zusammenzuarbeiten und den fortlaufenden Erfolg der Single Malts von Arran sicher zu stellen.“

Neu: Wolfburn – The Kylver Series

Die Destillerie Wolfburn hat heute auf ihrem Blog eine neue Abfüllung angekündigt: Wolfburn – The Kylver Series. Die Abfüllung wurde für das Caithness Viking Festival vom 2. bis 9. Juli aufgelegt und wird nur in Thurso selbst zu haben sein.

Für die Abfüllung hat man sich spezielle Fässer ausgesucht, Fässer, die durch ihre Eigenarten bei der Reifung besonders hervorgestochen sind. Diese hat man speziell markiert und überprüft immer wieder, wie sich der Whisky in ihnen über die Zeit verändert. Dieser Whisky, von dem wir Ihnen zunächst einmal das Label zeigen können (Bild: Wolfburn), ist der erste der Kylver Series und ein Teil des Verkaufserlöses geht an das Festival, um dessen Fortbestand zu sichern.

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Mehr Bilder und Infos werden wir hier posten, wenn sie zugänglich werden – also ein Bookmark setzen und wieder vorbeischauen!

Nachtrag 28.6. – in der Destillerie schätzt man, dass man 1100 Flaschen wird abfüllen können…

Disclaimer: Der Whisky ist nur, ausschließlich und einzig vor Ort in Schottland erhältlich! 🙂

Die Geburt eines neuen Whisky-Cocktails: Vom White Russian zum „Scoffee“

Manchmal hat man das Glück, besonderen Momenten persönlich beizuwohnen. So geschehen vor einigen Wochen, als die Herausgeberin und der Chefredakteur von Whiskyexperts zu Besuch bei Bar-Genie Reinhard Pohorec in der Tür 7 waren und unter anderem einen White Russian als Opener für den Abend bestellten. Und es wäre nicht World Class Finalist und Gastautor Reinhard Pohorec gewesen, wenn er nicht in einem Anflug von spontaner Kreativität… – aber das soll er hier in seinen eigenen Worten erzählen. Die Geschichte eines neuen Cocktails, den wir uns bei Whiskyexperts zu unserem hauseigenen Signature Cocktail erkoren haben und das Rezept zum Nachmixen – viel Vergnügen!

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White Russian, White Scotsman

Ob White, ob Black, Russe oder Schotte – wir leben in einer kosmopolitischen Welt, deren Grenzen einerseits immer mehr zu verwaschen scheinen, die sich öffnet, andererseits jeden Tag neu vor strapaziöse Zerreißproben gestellt wird.

Kulinarik, Genuss, Speise und Getränk haben sich in der Geschichte der Menschheit stets als Brückenbauer und verbindende Elemente bewährt; in schlimmen Zeiten bleiben zumindest noch heimelige, trostspendende, benebelnde oder betäubende Wirkung von Soul Food und Drink.

Seit den frühen Jahren der Barkultur stand Völkerverbindendes Trinken an der Tagesordnung – nun, truth be told,  generell war der Konsum alkoholischer Getränke dazumal etwas ausschweifender und in jeder Form freizügiger als in der modernen, selbstbeherrschten Gesellschaft – glutenfrei, Lactose unverträglich und auch sonst spaßbefreit, möchte man meinen, wo nur der Three Martini Lunch hingekommen sei?

Was gibt es Schöneres als wenn am Tresen Vorurteile ausgeräumt, Freundschaften geschlossen und Bruderschaften getrunken werden, wenn alle gleich sind, ungeachtet jedweder Herkunft, Hautfarbe und Gesinnung?

Eiskalter Krieg

Dass das Verhältnis der Vereinigten Staaten, Wiege der Barkultur und immer noch Epizentrum Bar-affiner Eruptionen, zu Russland im 20. Jahrhundert mindestens so unterkühlt und trocken wie ein crisper Martini Cocktail war, ist hinlänglich bekannt. Selbst Vodka war lange ein in den Staaten wenig bekanntes Novum aus dem Land von Rasputina und Blinys. Die goldene Bar Ära basierte auf Gin und dunklen Spirituosen, verstärkten Weinen und Likören. Im Laufe des 20. Jahrhunderts schlich sich das Wässerchen aus dem Osten nach und nach ungeniert in die Gläser der Barfliegen, dies dann aber mit kolossaler Auswirkung und bis heute andauernder Nachhaltigkeit.

Um 1930 las man erstmalig zaghaft von Vodka Drinks – die Anzahl ist überschaubar, passend jedoch, dass man den bekanntesten Vertreter schlicht und einfach „Russian“ nannte. Die geschmacksverwirrte Kombination gleicher Teile Gin, Vodka und Creme de Cacao hätte vermutlich den überzeugtesten Pazifisten in den kalten Krieg getrieben. Der Digestif „Barbara“, später etwas maskuliner als „Russian Bear“ bezeichnet, spielte mit Kakaolikör, dem neutralen Getreidebrand und Obers. Klassisches Rebranding würde man wohl im Neudeutschen Sprech sagen.

Das Bild des Russen

Auch der Russian erfuhr eine Überarbeitung und irgendwo entlang des historischen Cocktail Zeitstrahls wurde Creme de Cacao durch den hippen Kaffeelikör Kahlua ersetzt, Gin fiel überhaupt dezent unter den Tisch.

Die 1961’er Auflage des Diners’ Club Drink Book schreibt dann schließlich von einer „Black“ Variante des Drinks ohne Schlagobers, womit wohl auch eine weiße Abwandlung inklusive Kuh Fond anzunehmen wäre. Heute kennt man Black und White Russian rund um den Globus, ob mit Lebowski’s Milch, als Wake Up Call oder Nightcap, süße Verführung oder schwarzer Untergang.

Das Getränk weiß seine alkoholischen Muskeln hinter Herbe, zartschmelzender Süße und molligen Kaffeerundungen zu verstecken.

Bleibt noch die Frage: warum wühlen wir uns so ausschweifend durch die Annalen eines Drinks, der mit Whisky in etwa so viel zu tun hat wie ein Kamel mit irischer Folk Musik?

Richtig: alles (Anregungen und Gegenbeweisversuche bitte an reinhard@spirits-journey.com) schmeckt besser mit Whisky, auch ein Vodka Cocktail. Und wenn ein lieber, whiskyaffiner Freund am Tresen sitzt und einen White Russian bestellt, kommt dem findigen Bartender schon einmal die Hand sowie ein Grinser aus, sodass final rauchiger Islay Malt, hausgemachter Kaffee Likör und ein dezentes Obers Häubchen im Glas miteinander zu Höchstform auflaufen dürfen. Eine spontane Idee, eine noch spontanere Neuinterpretation, ein epochales Geschmackserlebnis.

Wie man das Getränk dann nennen möge, sei der Kreativität des geneigten Lesers überlassen, wir sparen uns an dieser Stelle die Schenkelklopfer oder ach so überwältigenden namentlichen Geniestreiche à la White Scotsman…

Zur Not heißt er einfach „Scoffee“ – denken Sie darüber nach, aber jedenfalls mixen Sie die Idee zu Hause selbst und probieren den wunderbaren Trunk, ohne Kreml und White House, aber mit viel völkerverbindendem Verständnis.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Bild: Reinhard Pohorec

„Scoffee“

  • 50ml Islay Single Malt Scotch Whisky (z.B. Laphroaig 10yo)
  • 30ml selbstgemachter Kaffeelikör oder ein hochwertiges Produkt wie Patron XO Café auf großen Eiswürfeln miteinander vermengen und eiskalt rühren, in eine gefrostete Cocktailschale abseihen
  • über den Rücken eines kleinen Barlöffels vorsichtig leicht angeschlagenes Obers laufen lassen, sodass dieses auf der Drink Oberfläche aufschwimmt
  • nach Belieben mit den ätherischen Ölen einer Orangenzeste parfümieren und garnieren

(Alle Bilder: Reinhard Pohorec)

Serge verkostet: Lagavulin 25yo und zwei Sparringspartner

Drei interessante Abfüllungen aus der Destillerie Lagavulin, die in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiert, verkostet Serge Valentin heute: Die Abfüllung zum Jazz Festival 2015, die diesjährige Feis Ile-Abfüllung und den neuen 25jährigen zum Jubiläum.

Drei Abfüllungen, drei Wertungen über 90 Punkte – da kann man wohl mit Fug und Recht daraus schließen, dass Serge jeden Schluck genossen hat:

  • Lagavulin ‘Jazz Festival 2015’ (55.4%, OB, 2015): 91 Punkte
  • Lagavulin 18 yo (49.5%, OB, Bicentenary Edition, Feis Ile 2016, 6000 bottles): 92 Punkte
  • Lagavulin 25 yo (55%, OB, Bicentenary, 8000 bottles, 2016): 92 Punkte
Die Stills on Lagavulin aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive...
Die Stills on Lagavulin aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive…

Video: Ralfy verkostet High West Campfire & Four Roses Small Batch Bourbon

Ralfy und amerikanischer Whiskey? Ja, warum nicht? Ralfy trinkt, abseits von Scotch, auch gerne mal anderen Whisk(e)y, und in den nächsten vier Videos wird er nach eigenem Bekunden amerikanischen Whiskey verkosten.

Heute, im Video #589, gibt es einen Whiskey aus Utah, einem Bundesland, das eher für seine strikten Alkoholgesetze bekannt ist als für seine Alkoholproduktion, und den gehobeneren Ableger von Four Roses, den Small Batch Bourbon.

Der neue und erst vor kurzem veröffentlichte High West Campfire, ein Malt Blended Bourbon, bekommt von Ralfy 85 Punkte, der Four Roses Small Batch 90 von 100 Punkten. Vielleicht für den einen oder anderen ein interessanter Anstoß, sich selbst einmal näher mit amerikanischem Whiskey zu beschäftigen?

Jedenfalls aber wieder 20 unterhaltsame Minuten hier bei uns oder auf Youtube

Schon bald? Glenmorangie „Bacalta“

Sku’s Recent Eats ist am Wochenende wieder einmal bei neuen Labels auf der TTB-Database in den USA fündig geworden – und da gibt es, unter anderem, auch ein Label des neuesten Mitglieds der Glenmorangie Private Edition, den Nachfolger des Glenmorangie Milsean.

Die achte Ausgabe der Private Edition, der Glenmorangie Bacalta stammt laut Label aus „Baked Malmsey Madeira Casks“ – dabei geht es um Fässer eines süßen, üppigen Madeiras, der aus einer bei uns unter dem Begriff Malvasia bekannten Rebsorte gewonnen wird. Zuvor lagerte er in ex-Bourbon Casks und wurde danach in diesen Madeira-Fässern gefinisht. Sein Geschmack soll von „gebackenen Früchten und sonnendurchfluteter, sirupartiger Süße“ bestimmt werden. Abgefüllt ist er mit 46%.

Wie immer bei Labels auf der TTB-Database gilt: Nichts ist fix, aber alles sehr wahrscheinlich 🙂

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Video: Inside Jack Daniel’s – und so wird aus einem Whiskeyfass ein Snowboard

Ein besonderes Gustostück haben wir für Sie zu Beginn des Newstages auf Youtube aufgetrieben, sozusagen eine Bastelstunde für große Kinder :-): Gettin‘ Barreled hat die Jack Daniel’s Destillerie in Tennessee besucht und sich die Produktion von Whiskey zeigen lassen. Danach hat man aus einem gebrauchten Bourbonfass ein voll funktionsfähiges Snowboard gebastelt – und gleich mit viel Spaß auf der Piste ausgetestet.

Über 16 Minuten lang tolle Aufnahmen in Full HD – die hochprofessionelle Produktion und eine Verknüpfung von zwei Themen, die schon jedes für sich jede Menge Spaß machen, lassen das Sonntagsvideo zu einem ausgiebigen Vergnügen werden. Genießen Sie es – und genießen Sie den Sonntag!

PR – Neu: Cofaidh, der Whisky mit Kaffeefass-Finish

Whisky gibt es schon mit allen möglichen Finishes, aber das hier ist unseres Wissens nach neu und einzigartig: Sebastian Büssing hat sich mit der Sauerländer Edelbrennerei zusammengetan und das erste Mal einen Whisky in einem Fass, das zuvor mit Filterkaffee gefüllt war, gefinished. Sebastian hat uns ein paar Infos und Bilder zum Thousand Mountains Cofaidh geschickt und uns gebeten, diese Infos zu veröffentlichen. Machen wir gerne! Hier also das, was wir von Sebastian bekommen haben:

Thousand Mountains Cofaidh

Ich habe zusammen mit der Sauerländer Edelbrennerei eine meiner Ideen umgesetzt und das erste Mal einen Whisky in einem Kaffeefass gefinished 🙂

Ja genau, richtig gelesen, Kaffeefass 🙂

Anbei ein paar Fotos und auch das Label sowie das Ergebnis des Whiskys. Auf den Bildern gut zu erkennen, welche Farbe der Whisky vor dem Finish im Kaffeefass hatte.

Label Front
Label Front
Label Rückseite
Label Rückseite
Vorher - nachher
Vorher – nachher

Das Kaffeefass ist ein frisches europäisches Eichenfass, welches alle 2 Tage neu mit Kaffee befüllt wurde um so die Aromen und auch die Farbe des Kaffees in sich aufzunehmen. Dabei ist ein unglaublich leckerer Whisky in Fassstärke herausgekommen.

Das Kaffeefass
Das Kaffeefass

Es gibt nur 48 Flaschen à 0,2l und der Preis liegt bei 39,90€ zzgl. Versand. aber er ist jede Sünde Wert.

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Der Cofaidh – noch ohne Label
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Die gesamte Ausbeute – mehr gibt es nicht

Bestellt werden kann der Whisky bei mir via Email oder PN via Facebook.

Aktuell ist das nächste Kaffeefass Finish im Gange und diesmal wird es einen schönen, rauchigen Islay-Whisky in Fassstärke geben.

Ein weiteres Projekt ist ein 60 Liter Fass, welches gerade mit Schwarzbier belegt ist und danach auch mit Whisky für ein Schwarzbierfass Finish benutzt wird.

Cocktail: Tullamore D.E.W. Apple und Tullamore D.E.W. Ginger

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„Habt ihr nicht auch gaaanz einfache Cocktails, bei denen absolut nichts schiefgehen kann?“, wurden wir unlängst gefragt. Abgesehen davon, dass bei Cocktails ohnehin wenig schiefgehen kann: ja, haben wir. Vor einiger Zeit hat man uns von Tullamore D.E.W. den Hinweis auf zwei wirklich simple, aber recht erfrischende Cocktailrezepte gesendet – und die bringen wir hier gerne für Sie.

Tullamore D.E.W. Ginger und Tullamore D.E.W. Apple sind tatsächlich in weniger als einer Minute gemixt und für so heiße Tage, wie sie zum Beispiel heute rund um die Redaktionsräume herrschen (wir erwarten 35°), ein erfrischender Sip nebenbei. Hier mal die Rezepte – und dazu oben ein Video, das die Zubereitung noch einmal in schönen Bildern zeigt und erklärt, warum es gerade diese beiden Drinks sind, die zum Whiskey passen:

Tullamore D.E.W. Ginger

Zutaten
50ML TULLAMORE D.E.W. IRISH WHISKEY
2 Teile GINGER ALE.
Zitrone

Scotch Whisky Association: Erste Reaktion auf Brexit

Die Scotch Whisky Association (SWA) hat auf ihrer Website ein erstes kurzes Statement ihres CEO David Frost gepostet, das auf die Situation der schottischen Whiskyindustrie nach dem Austrittsvotum der Briten aus der EU reagiert.

David Frost, Chief Executive Officer der Scotch Whisky Association. Bild: SWA
David Frost, Chief Executive Officer der Scotch Whisky Association. Bild: SWA

Hier sein Statement im englischen Originaltext:

„Voters have spoken and decided that the UK should leave the European Union.  All must now get behind the government as it faces the challenges, and the opportunities, this decision brings.

„The process of leaving the EU will inevitably generate significant uncertainty.  Of course, we are confident Scotch Whisky will remain the pre-eminent international spirit drink.  But equally, there are serious issues to resolve in areas of major importance to our industry and which require urgent attention, notably the nature of future trade arrangements with both the single market and the wider world.

„The government will now need to consult as it prepares its negotiating approach.  We look forward to working closely with them on that.  We urge thoughtful and serious consideration by all parties so that we can secure the best possible continued access to the EU and other export markets on which Scotch Whisky’s success has been built, whilst minimising costs and complexity.“

Wie nicht anders zu erwarten, sieht die SWA schwere Zeiten auf die schottische Whiskyindustrie zukommen. Der Austritt aus der EU bringe Zeiten der Unsicherheit. Obwohl man voller Hoffnung sei, dass Scotch nach wie vor die bedeutendste Spirituose weltweit bleibt, sei es doch von größter Wichtigkeit, zukünftige Handelsabkommen klug zu gestalten. Es ginge darum, den bestmöglichen Zugang zum Binnenmarkt und anderen Exportmärkten zu erhalten, und dabei darauf zu achten, dass Kosten und Komplexität der Handelsbeziehung nicht ausufern werden.

Wir haben auch in Deutschland bei Alba-Import, Importeur unter anderem von Kilchoman und Wolfburn sowie mehrerer unabhängiger Abfüller, nachgefragt, was der Brexit für den Handel bedeutet.

Corinna Schwarz und Dietmar Schulz
Corinna Schwarz und Dietmar Schulz

Corinna Schwarz, gemeinsam mit Dietmar Schulz für das Unternehmen verantwortlich, hat uns folgendes Statement übermittelt:

Für uns war der Ausgang des Referendum undenkbar und völlig überraschend. Damit hätten wir nie gerechnet.

Für den modern denkenden international orientierten Menschen eine Katastrophe. Ich denke, dass die Folgen für uns alle – gerade für Unternehmen, die Handel mit Großbritannien betreiben noch gar nicht absehbar sind.

Vielleicht ist damit das Ende des vereinten Königreichs angebrochen, hoffentlich jedoch nicht der Anfang vom Ende der EU. Auf jeden Fall wird es die Briten sicher teuer zu stehen kommen.

Offensichtlich ebenso undenkbar scheint der Ausgang für viele Produzenten gewesen zu sein. Auf Anfragen bei namhaften Herstellern hat man uns darauf verwiesen, dass es noch keine offiziellen Stellungnahmen aus den Konzernen gäbe, sie sich aber in entsprechender Zeit mit ihren Statements bei uns melden würden. Wir werden dann natürlich berichten.

Was der Brexit für die Whiskypreise bedeutet, versucht Marco Jansen von whisky-investments.de auf deren Blog unter dem Titel „Brexit – und jetzt?“ kurz zu umreißen.

Marco Jansen von Whisky-Investments.de
Marco Jansen von Whisky-Investments.de

Dort gliedert er die Auswirkungen in „jetzt“ und „später“:

…Was könnten die Auswirkungen der gestrigen Abstimmung für die Whiskypreise sein?

Im ersten Moment – gar keine! Das die Briten für „BREXIT“ und nicht „BREMAIN“ gestimmt haben bedeutet nicht, dass Großbritannien ab heute nicht mehr Mitglied der europäischen Gemeinschaft sein wird. Vielmehr werden in den nächsten Tagen und Wochen die zähen Austrittsverhandlungen beginnen und sich sicherlich über einen Zeitraum von 2 Jahren – wenn nicht sogar mehr – erstrecken. Es bleibt auch abzuwarten wie schmutzig diese Scheidung werden wird, ist sie doch die erste ihrer Art. Insofern erstmal „business as usual“.

Anders, so Jansen, sieht es nach der Trennung aus – dort könnte die Whiskyindustrie durch Zölle und Steuern zu Preissteigerungen gezwungen sein.

Wir von Whiskyexperts werden die Entwicklungen und Stimmungslage rund um den Brexit natürlich weiter für Sie beobachten.

 

Für die, die alles haben: Louis Vuitton Whiskybar für Reisende (ca. 1980)

Ein antikes Stück von besonderer Eleganz haben wir heute auf Muted.com entdeckt: Eine tragbare Whiskybar, die in den 1980ern hergestellt wurde und die man zum Beispiel auf 1stdibs.com um ungefähr 34.000 Euro kaufen kann.

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Feinstes Leder und vergoldete Beschläge machen die portable Whiskybar zu einer, nun sagen wir, deutlich gehobeneren Version des Flachmanns mit Faltbechern. Auch innen ist der Koffer mit edlem Leder beschlagen – und bietet alles, was der Whiskytrinker braucht.

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Aus unserer Sicht besonders interessant: Der Flaschenöffner und der Eisbehälter – damit sind Sie auch für Whisky Soda (damals sehr populär) bestens ausgerüstet.