Montag, 12. Januar 2026, 05:48:52

Neu: Hibiki Japanese Harmony

Ein neuer Hibiki namens Japanese Harmony ist dieser Tage in Australien vorgestellt worden, berichtet The Shout. Bei Hibiki Japanese Harmony handelt es sich um einen Blend ohne Altersangabe, komponiert aus „mehr als 12 Malts und Grain Whiskys“ von Master Blender Shingo Torii und Chief Blender Shinji Fukuyo. Er kommt in einer Flasche mit 24 Facetten, die die 24 Jahreszeiten des alten japanischen Mondkalenders darstellen sollen. Der Blend ist laut Beam Suntory dem ersten Hibiki-Blend nachempfunden und enthält exakt die gleichen Malts und Grain Whiskys, die damals Verwendung fanden: Whiskys aus Yamazaki, Hakushu and Chita. Fässer aus amerikanischer Eiche dienten als Basis, akzentuiert wurde mit Whiskys aus Mizunara- (japanische Eiche) und Sherryfässern.

Riechen soll der Hibiki Japanese Harmony nach Rose und Litschi, mit Anklängen an Rosmarin, reifer Holzigkeit und Sandelholz. Am Gaumen soll man Honigsüße finden, kandierte Orangenschalen und weiße Schokolade. Ein langes Finish soll uns erwarten.

Whiskyexperts wird von den eigenen Eindrücken anlässlich des Vorstellungsevents des Hibiki Japanese Harmony in Deutschland berichten.

HibikiJapaneseHarmony

 

Franken.de: Edelbrennerei Haas – Ein Pretzfelder eifert den Schotten nach

In Franken.de wurde ein Bericht über die Edelbrennerei Haas und deren fränkischen Whisky veröffentlicht. Anlass dafür ist die Auszeichnung als Brenner des Jahres beim Wettbewerb „Franken kulinarisch“. Seit fünfzehn Jahren brennt Johannes Haas nun auch Whisky, und im Gegensatz zu vielen anderen Brennereien in Deutschland hält er einen Verkauf von Whisky, der gerade erst seine obligatorischen drei Jahre im Fass lag, für problematisch. Sein Whisky ist 10 Jahre alt:

Seit 2010 hat er verschiedene Whisky-Sorten im Verkaufsprogramm, da er die gesetzlich vorgegebene Reifezeit von drei Jahren als unzureichend einschätzt. Im Whisky-Lager finden sich nur Einzelfassabfüllungen wie „Single malt“ oder „Single cask“, wobei die Fassnamen mit „Sherrypipe“ (Fass aus Eiche, frisch entleert von Pedro Ximanez Sherry) oder „Whisky Glenmorangie“ (Fass aus französicher Eiche mit diversen Vorbelegungen) bezeichnet sind.

Mehr über den Whisky aus der Edelbrennerei Haas im Artikel oder auf deren Website.

Wir verkosten: Glenallachie Whiskyhort bottled for Just Whisky Oberhausen 2015

 

 

 

Glenallachie, 55,4 % Vol. Whiskyhort
Riegger’s Selection
Whiskyhort bottled for Just Whisky Oberhausen 2015
Single Malt, Speyside
Destilled 2004
Bottled 28.05.2015
Sherry Single Cask No. 768
cask strength

597 Flaschen, 0,5 l
Verkoster: Dirk Piesczek
Sample von: Whiskyhort

Glenallachie-Whiskyhort

Nase: Ohne Umschweife, direkt und unmissverständlich zeigt die Nase das Volumen dieses Glenallachie. Voll, kräftig und würzig direkt schon im Antritt zeigt er deutlich Malz-Aromen mit einer leichten, angenehmen Bitterkeit. Sie erinnert an Sauerkirschen, dazu noch eine Spur Vanille, insgesamt sehr vielschichtig.

Gaumen: Trotz der 55,4 % Vol., dieser Malt benötigt kein Wasser. Eher dezent zu Beginn, entwickelt er sehr schnell und deutlich wieder seinen schon von der Nase her bekannten Charakter: voll, würzig und kräftig. Dazu wieder malzig, aber deutlich süßer, mehr wie Gebäck denn Frucht.

Finish: Raum einnehmend, voll, kräftig, lang.

Alles in allem: Ein mächtiger Malt, der einnimmt, ohne zu überfordern. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, mit seinem natürlichen Volumen ist er einfach präsent. Keine allzu forsche Stärke wie bei manchem seiner jungen Kollegen, sondern gereifte Kraft und Fülle. Sehr gut.

MeinWhisky.com: 150 Jahre Brennerei Ziegler

Petra Milde hat heute auf Meinwhisky.com ihren Bericht vom Fest zur 150-Jahre-Feier der Brennerei Ziegler (sie erzeugt den bekannten Aureum-Whisky) online gestellt. Gewohnt ausführlich und reich bebildert schildert sie die Aktivitäten dort und berichtet von ihrem Rundgang durch die Brennerei. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Fast 800 Fässer lagern hier in Freudenberg, die meisten davon sind Bourbon-Fässer und sind hier im Lagerhaus den hiesigen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Aber auch in Weinfässer wie vom Château d’Yquem, in Sherry-, Portwein-, Cognac- oder Rumfässern reift Aureum Single Malt Whisky heran (sie liegen nicht alle hier im Gebäude, aber dazu gleich). Man ist stolz darauf, der Qualität schottischer Whiskys nacheifern zu können und weiß, dass dafür ein sorgfältiges Fassmanagement oberste Priorität hat.
Auch eine kleine Verkostung direkt aus dem Fass erwartet uns hier im Lagerhaus und wir haben etwas ganz Besonderes im Glas: Ein getorfter Whisky wird das, 35 ppm im Ausgangsmalz. Auch einer mit 55 ppm reift gerade heran. Mehr will ich noch nicht verraten, aber ihr dürft gespannt sein…

Serge verkostet: 3x Octomore

Die Octomore aus der Destillerie Bruichladdich haben alles, um kontroversielle Abfüllungen zu sein: ein extrem ausgeprägt rauchiges Geschmacksprofil, eine unverkennbare Flaschengestaltung, die mit Traditionen bricht – und ein Preisschild, das manchmal schmerzhaft sein kann. Und tatsächlich scheinen die Octomores die Whiskygesellschaft in Liebende und Verweigernde zu spalten.

Serge Valentin hat drei der Octomore-Abfüllungen nun verkostet – und seiner Meinung nach ist zumindest der Geschmack etwas, das man auch lieben kann. Seine Wertung liegt eher im oberen Bereich, mit einer Note in den 90ern. Hier die verkosteten Abfüllungen und deren Punkte:

  • Octomore 5 yo ‚Comus 04.2‘ (61%, OB, 18000 bottles, 2012): 85 Punkte
  • Octomore 5 yo ‚Edition: 06.2‘ (58.2%, OB, travel retail, 2014): 87 Punkte
  • Octomore 6 yo 2008/2014  (65.8%, Rest and be Thankful Whisky Co., bourbon, cask #B000005712, 227 bottles): 90 Punkte

Dalmunach-Eröffnung: Kurze Videos auf bt.com und bbc.com

Ein kurzes Video von der gestrigen Eröffnung von Dalmunach, das einerseits ein Interview mit First Minister Nicola Sturgeon ist, andererseits auch ein paar Blicke in die Destillerie bietet, finden Sie heute auf bt.com. Es dauert knapp 1 Minute und kann nur auf der von uns verlinkten Website betrachtet werden.

Ein weiteres Video findet sich auf bbc.com – hier kann man auch einen Flug über die neue Destillerie sehen.

Die USA importieren nach wie vor mehr Whisk(e)y

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Der Durst der Amerikaner auf das Wasser des Lebens betrifft nicht nur Whiskey, sondern auch Whisky: Nach wie vor steigen die Importe in die USA an, wie Market Realist berichtet. Zwar hat sich das Wachstum im Vergleich zu den letzten Jahren etwas abgeschwächt, aber das Plus bleibt bestehen. Es sind nun 2.6% Wachstum, verglichen mit zuvor über 16%.

Im ersten Quartal 2015 stiegen die Importe im Wert wieder um 15.2%, obwohl sie in der Menge um fast 1% fielen. Schlecht scheint es momentan beim kanadischen Whiskey auszusehen – dort fielen die Exporte in die USA um 20.2% im ersten Quartal.

Mit den Navigationsleisten oben im verlinkten Artikel können Sie übrigens noch andere Aspekte des Im- und Exports alkoholischer Getränke detaillierter betrachten – so sieht man zum Beispiel auf der ersten Seite, dass Whisky auch die größte Importkategorie ist…

Wohnen bei Ex-Master Distiller Jim McEwan (Bruichladdich)

Jim McEwan hat sich ja von seinem Posten als Master Distiller bei Bruichladdich zurückgezogen. Aber untätig ist er deswegen nicht geworden. Seine Frau Barbara und er bieten jetzt auf Islay in Port Charlotte ein neu renoviertes 4-Schlafzimmer-Haus zur Selbstversorgung an, das sie an Gäste vermieten. Die Website von The Cooperage (so nennt sich das Haus) ist jetzt offiziell erreichbar, berichtet das Islay Blog auf Facebook.

Auf der Website findet man eine Fotogalerie, die Preise (zwischen 650 und 800 Pfund die Woche) und einen Buchungskalender, der heute noch gänzlich jungfräulich ist, ist die Site doch erst seit heute online. Man kann sich also noch seinen Urlaubstermin aussuchen 🙂

(c) The Cooperage
(c) The Cooperage

Rajan Zed: Amrut Whisky ein Ärgernis für Hindus

Eine Meldung der Rajastan News bringt einen eher ungewöhnlichen Diskussionspunkt rund um Whisky zum Vorschein und zeigt nebenbei auch auf, wie schwierig es manchmal ist, selbst so unverfängliche Dinge wie Nachrichten über Whisky im richtigen Kontext zu präsentieren:

Laut dem Bericht der Rajastan News findet Rajan Zed, der Präsident der Universal Society of Hinduism, dass durch den Namen „Amrut“ auf einem Whisky der Glaube ins Lächerliche gezogen würde.

Das kommt so: Amrut bedeutet „Nektar der Unsterblichkeit“ und dieser spielt in der Hindu-Mythologie eine bedeutende Rolle. Daher würde mit dem Namen „Amrut“ auf einer Whiskyflasche der hinduistische Glaube trivialisiert und dies wäre eine Beleidigung des Glaubens. Symbole und Konzepte einer Religion sollten nicht achtlos verwendet werden, so Rajan Zed.

Die Nachricht wurde heute erst veröffentlicht, und so fehlen natürlich noch Reaktionen der Destillerie Amrut aus Bangalore.

Die Frage, ob da welche kommen sollen, stellt sich durchaus, denn in der Nachricht sind erstens keine expliziten Forderungen nach der Aufgabe des Namens zu lesen – und zweitens kann man trefflich darüber streiten, ob hier tatsächlich die Gefühle von Gläubigen verletzt werden oder ob ein Einzelner mit einer Medienkampagne versucht, etwas Aufmerksamkeit zu erlangen. Rajan Zed scheint nämlich ein Faible für solche Medienstunts zu haben, denn er hat durch einen solchen Sängerin Selena Gomez dazu gebracht, auf einen Stirnschmuck zu verzichten – oder eine lautstarke Kampagne gegen den Film The Love Guru von und mit Mike Myers geritten.

Die Nachricht ist also eine Meldung wert – aber auch eine kurze Recherche über die agierenden Personen. Was wir hiermit mitgeliefert haben.

Und auch, wenn wir normalerweise Meldung und Meinung strikt trennen, so sei hier eine Ausnahme unter gewissenhaftem Hinweis auf dieselbe gestattet:  An den Hängen des Vesuv wird ein Wein namens Lacryma Christi produziert, die Tränen Christi. Ein alkoholisches Getränk mit intimem Religionsbezug, nebenbei im Kernland der Religion produziert – also sagen wir es mal so: Man kann sich auch sehr künstlich über etwas aufregen…

PR: Hepburn’s Choice jetzt auch in 20cl Miniaturflaschen

Von der Prowhisky GmbH, dem deutschen Importeur von Hepburn’s Choice, haben wir eine Pressemitteilung über die neuen Abfüllungen und die neu erhältlichen 20cl Miniaturflaschen erhalten. Wir bringen sie hier gemeinsam mit den Tasting Notes und Bildern. 

Neue Abfüllungen und Produkte

Wir freuen uns Ihnen eine absolute Neuheit präsentieren zu können. Hepburn’s Choice Single Cask Abfüllungen in 20cl Miniaturflaschen. Genießen Sie wie gewohnt hochwertigste Schottische Einzelfassabfüllungen in der kleineren Probiermenge mit einem TOP Preisleistungsverhältnis!

Speziell für Sammler wird diese Reihe interessant sein aber auch Whiskybegeisterte welche sich in das Thema Einzelfassabfüllungen hinein tasten möchten werden sich über die kleinen und dadurch im Preis reduzierten Abfüllungen freuen.

Besonders spannend sind diese Abfülllungen auch als Geschenk – einzeln oder in Präsentkörben – kommen die Abfüllungen doch in einer sehr dekorativen Verpackung mit großer Ähnlichkeit zu den großen Brüdern, den 0,7l Abfüllungen.

 

Benrinnes 2009 / 6 Jahre – 20cl  Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Benrinnes-6-2009-20cl

Diese Abfüllung stammt aus der nach dem gleichnamigen Berg Ben Rinnes benannten Brennerei bei Milltown of Edinvillie. Der Whisky ist dreifach destilliert und lässt die für die Brennerei typischen Aromen von Karamell und Vanille erkennen.

Nase: fruchtig, süß, Karamel, frisch
Geschmack: leichte Schärfe, Süße, frisch, spritzig
Abgang: kurz, Pfeffrig
Region: Speyside

 

Blair Athol 2002 / 12 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Blair-Athol-12-2002-20cl

Ein leichter und milder Whisky mit sanfter Süße. Ein Whisky der von vielen Frauen bevorzugt werden wird. Auch gut als Aperitif geeignet.

Nase: Leichte süße, grasig, Honig
Geschmack: Honigmelone, süßlich
Abgang: kurz und mild
Region: Highlands

 

Caol Ila 2009 / 5 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Caol-Ila-5-2009-20cl

Hier erwartet Sie ein echter Männerwhisky – rau und herb wie man einen Caol Ila erwartet. Schließen Sie die Augen und Sie fühlen sich an der wilden Küste Schottlands.

Nase: rauchig, ausgewogen, grasig, Salz und maritime Noten
Geschmack: Sehr torfig, starker Antritt, trocken
Abgang: Lang, Leder, Rauch
Region: Islands
Craigellachie 2006 / 8 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Craigellachie-8-2006-20cl

Ein wunderbar runder und harmonischer Whisky mit reichhaltigen Aromen. Eine fruchtige Süße wechselt sowohl in der Nase als auch am Gaumen mit würzigen Eindrücken.

Nase: fruchtig, Kirsche, frisch, würzig, Baumharz
Geschmack: weich, süß, rund, ölig, würzig
Abgang: kurz, leichte Bitterkeit, süß, würzig
Region: Speyside
Glen Moray 2007 / 7 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

Glen-Moray-7-2007-20cl

Eine echte Sherry-Bombe! Die Farbe bereitet einen schon auf die tiefen Aromen von Trockenfrüchten, Honig und Malz vor. Ein Whisky der nicht nur zum Dessert gereicht werden sondern dieses auch spielend ersetzen kann!

Nase: Kräuter, süß, malzig, Sherry, Salbei, Trockenfrüchte, Orange, Pflaume
Geschmack: süß, Honig, würzig, Sherry, Schokolade
Abgang: lang und rund, würzig
Region: Speyside
Talisker 2009 / 5 Jahre – 20cl Single Cask

70cl, 46% Vol. – ungefärbt, nicht kühlgefiltert

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Ein wunderbarer Talisker! Es begegnen einem der vertraute Geschmack von Rauch, Torf und Leder sowie maritime Noten. Auf der Zunge gibt er sich verblüffend weich trotz seiner für einen Talisker typischen Aromen.

Nase: Leder und maritime Noten im Vordergrund dann Rauch und Torf, blumig, medizinisch
Geschmack: Herb, rauch, erstaunlich weich, geschmeidig, salzig, Algen, Kakao, Malzig
Abgang: langer Abgang, Rauch, Salz
Region: Islands

 

Hepburn’s Choice

Aus dem Hause Hunter Laing präsentieren wir Ihnen die Hepburn’s Choice Abfüllungen. Es handelt sich hierbei um Einzelfassabfüllungen mit 46% Trinkstärke. Selbstverständlich wird auf den Zusatz von Farbstoff und auf den Prozess der Kältefiltrierung verzichtet.

Jede Abfüllung verkörpert die spezifischen Charakteristika einer bestimmten Whiskyproduzierneden Region, oder einer Destillerie Schottlands.

Hepburn’s Choice wurde zu Ehren von William Hepburn, dem verstorbenen Großvater mütterlicherseits des Direktors, benannt. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im diplomatischen Dienst, bereiste Mr Hepburn viele verschiedene Länder rund um den Globus und war ein wahrhafter Whisky Connoisseur seiner schottischen Whiskies, mit welchen er sich ein Stück Heimat auf Reisen bewahrte.

Hepburns_Choice_20CL+70CL

Die 10 meistverkauften Scotch-Marken

Welche Scotch-Marken gehen ab wie Raketen, welche bleiben in den Regalen liegen? The Spirits Business stellt jedes Jahr die Top Ten der meistverkauften Scotch-Marken zusammen und veröffentlicht sie auf der Newssite. Unter den Top 3 gibt es einen neuen Namen, aber insgesamt haben sich die Platzierungen seit 2013 nicht stark verändert. Was auffällt: Auch die verkaufsstärksten Whiskys haben Rückgänge beim Verkauf hinzunehmen gehabt, nur einige wenige konnten sich in der Tat verbessern.

King of the Hill bleibt trotz eines Minus von 11% Mr. Johnnie Walker – mit einem gewaltigen Abstand zur Nummer 2. Wer das ist, erfahren Sie wie alles andere auf The Spirits Business.

Dalmunach wird heute eröffnet

Die Speyside-Destillerie Dalmunach (sie steht auf dem Gelände der abgerissenen Imperial-Destillerie) wird heute offiziell eröffnet. Dazu, so schreibt BBC, reist Ministerin Nicola Sturgeon von der Regierung  an, um die Eröffnung vorzunehmen.

Die im Besitz von Chivas befindliche Dalmunach-Destillerie wird mit acht kupfernen Stills operieren, die Pot Stills in Tulpenform, die Wash Stills in Zwiebelform. Aus der alten Imperial-Destillerie sind nur einige Ziegel als Zierelemente übernommen worden.

Besucher werden keinen Blick in die Destillerie werfen können, da es kein Besucherzentrum gibt. In diesem Video hier oder auf Youtube können Sie aber einen kurzen Rundgang machen:

Dramming.com: No Age Statement vs. Alter im Blind Tasting – und der Sieger ist…

Oliver Klimek, Malt Maniac aus Deutschland, hat zu Jahresbeginn 70 Whiskyfreunde vom Anfänger bis zum langjährigen Kenner eingeladen, in einer Blindverkostung alterslose Whiskys gegen solche mit Altersangabe zu verkosten.

Aus den 59 Rücksendungen (auch Bernhard Rems von Whiskyexperts war im Panel vertreten) kompilierte Oliver Klimek dann das Ergebnis und veröffentlichte dazu heute einen Blogeintrag. Insgesamt gab es zwei Gruppen zu jeweils 2×5 Whiskys, und das waren darin die Abfüllungen.

Gruppe A:

  • Glen Moray 12yo vs. Port Finish
  • Dalmore 12yo vs. Valour
  • Glenlivet 12yo vs. Founders‘ Reserve
  • Cardhu 12yo vs. Amber Rock
  • Macallan 12yo Fine Oak vs. Gold

Gruppe B:

  • Glenrothes Vintage 1998/2014 vs. Alba Reserve
  • Mortlach 15yo G&M vs. Rare Old
  • Old Pulteney 12yo vs. Navigator
  • Glenfarclas 10yo vs. Springs
  • Dufftown 12yo vs. Sunray

Nach der Auswertung der Wertungen stellte sich heraus: Die Whiskys mit Altersangabe haben insgesamt die Nase nur hauchdünn vorne. Es gibt sowohl Whiskys mit Altersangabe, die den alterslosen Gegenpart überzeugend schlagen (Glenlivet 12yo oder Mortlach 15yo G&M), aber auch NAS, die deutlich besser sind als der Whisky mit Altersangabe (Singleton of Dufftown Sunray, Cardhu Amber Rock). Beim Rest ist es ziemlich ausgewogen.

Die Interpretation der Ergebnisse durch Oliver ist sehr interessant und unserer Meinung nach schlüssig: Weder ist Alter automatisch besser, noch ist die Behauptung, dass der Blender durch die Freiheiten in der Fasswahl bei NAS leichter einen besseren Whisky machen kann, durch die Ergebnisse belegbar. Diageo scheint aber das Zusammenstellen der NAS-Whiskys zumindest im Fall von Dufftown und Cardhu gut im Griff zu haben, bei Mortlach wohl nicht so ganz.

Unserer Meinung nach scheint es so zu sein, dass es am Einsteigerlevel bei Single Malts per se keine absolut herausragenden Whiskys gibt und geben kann, und das war auch in der Verkostung spürbar. Gute, ja, schön trinkbare, ja – aber da diese Whiskys für den Massenmarkt gemacht werden, ist es unmöglich, reproduzierbar Ausnahmewhiskys zu erzeugen. In der Blindverkostung traten einfach gestrickte Whiskys gegen einfach gestrickte Whiskys an. Wer komplexe, vielschichtige Whiskys erleben will, der muss sich in einer höheren Klasse umsehen.

Abschließend: Wie hat sich Redakteur Bernhard Rems beim Tasting entschieden? Er verkostete die Gruppe A – und das sind seine Ergebnisse:

  • Glen Moray 12yo (knapper Vorsprung)
  • Dalmore Valour (knapper Vorsprung)
  • Glenlivet 12yo (deutlicher Vorsprung)
  • Cardhu Amber Rock (knapper Vorsprung)
  • Singelton of Dufftown Sunray (deutlicher Vorsprung)

Ehemaliger Bacardi-Manager warnt Unternehmen vor Absturz

Wir haben ja vor einigen Tagen darüber berichtet, dass Bacardi im Zuge einer Umstrukturierung den erst sechs Monate im Amt befindlichen Chief Marketing Officer Dima Ivanov entlassen hat. Es war der sechste CMO in sechs Jahren – und in der gleichen Zeit haben sich beim Unternehmen auch vier CEO’s die Klinke in die Hand gedrückt.

The Spirits Business berichtet jetzt von einem offenen Brief des ehemaligen Präsidenten von Bacardi Canada, Rob McPherson, an den jetzigen Chairman Facundo L. Bacardi, der auf McPhersons LinkedIn-Seite veröffentlicht wurde. In diesem offenen Brief warnt McPherson Facundo vor dem Niedergang von Bacardi, der unweigerlich kommen würde, würden keine Gegenmaßnahmen ergriffen. Seiner Meinung nach stünden fundamentale Probleme hinter den Turbulenzen der letzten Zeit. Bacardi hätte „keinen Bereich, in dem es einen Wettbewerbsvorsprung hätte“, agiere „mit Leidenschaft, aber ohne Plan“ und  „habe vergessen, dass der Konsument entscheide, was wichtig ist“.

Um wieder an alte Erfolge anschließen zu können, müsse sich Bacardi auf die USA und Europa konzentrieren, Aufbauarbeit in Indien betreiben und die Märkte in Brasilien und China aufmerksam beobachten und dann bei Gelegenheit massiv investieren. Zudem solle man Fachleute einkaufen, und diese das Geschäft führen lassen.

Eine Reaktion von Facundo L. Bacardi auf den offenen Brief ist noch nicht bekannt.