Blogrundschau: In anderen Gläsern

Es wird wieder einmal Zeit, für Sie englischsprachige Blogs nach den interessantesten Tasting Notes zu durchforsten. Heute gehen die Verkostungsnotizen in der Blogrundschau querbeet, vom Standard-Blend bis zu recht kostspieligen Vergnügen wie zum Beispiel Brora. Hier also die interessantesten Highlights, die wir zusammengetragen haben:

  • Auf Whisky Israel wird der Tomatin Cù Bòcan Bourbon Cask verkostet – er gefällt, wenn auch nicht so gut wie der schon vor einiger Zeit veröffentlichte Sherry Cask.
  • Der Brora 30yo, ein Special Release aus dem Jahr 2010, findet auf Malt and Oak seinen Weg ins Glas – die Begeisterung ist deutlich.
  • Auf doncheriyan.wordpress.com hat man den Johnnie Walker Black Label verkostet – man mag ihn dort, wie übrigens auch Buchautor und Whisky-Kenner Charles MacLean, der in einem Gespräch mit uns Johnnie Walker Black Label zu seinem Whisky für die einsame Insel erkoren hat.
  • Luke Loves Whisky aus Polen hat eine Verkostungsnotiz über den Bunnahabhain 18yo veröffentlicht – dort ist man besonders von seinem fruchtigen Körper und einer nachfolgenden Salzigkeit angetan.
  • Und dann gibt es auf Whiskygospel einen Report über den Arran 2000 Private Cask #1106, der für The Whisky Exchange abgefüllt wurde – der großartig und ein superbes Beispiel für Arrans Einzelfassabfüllungen sein muss, wenn man den Worten des Rezensenten folgt…

Video: Unterwegs auf dem Nordküstenradweg (Von Shetland nach Orkney)

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45 Minuten wunderschöne Bilder von Schottland im Norden, von den Shetlands bis Orkney auf dem Nordküstenradweg – das ist das heutige Sonntagsvideo, das wir für Sie ausgesucht haben. Drei ehemalige Spitzensportler, Joey Kelly, Rudi Altig und Jeannie Longo, treten kräftig in die Pedale und erobern so die Naturschönheiten der Reise für Sie. Sie müssen nur mehr ganz bequem am Bildschirm genießen.

Auf den zweiten Teil der arte-Dokumentation verlinken wir in den kommenden Wochen, heute beginnen wir einmal mit Teil eins und wünschen Ihnen viel Vergnügen damit, entweder hier bei uns oder auf Youtube.

Video: Bene – Nosing Glas – der Rap für Whiskyfreunde

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An einem Tag wie heute, an dem unsere Gedanken bei den Opfern der schrecklichen Anschläge in Paris und deren Familien sein sollten, ist es nicht einfach, Nachrichten über Whisky zu posten. Vielleicht lassen wir es für den Rest des Tages mit einer bewenden, die uns zeigt, wie vielfältig, wie bunt und wie über alle Grenzen, Ideologien und Religionen hinausgehend unser gemeinsames Hobby, der Whisky, sein kann, und wie sehr er verschiedenste Menschen zu inspirieren und zu erfreuen vermag.

So zum Beispiel ist der siebt größte Whiskyblog der Welt (laut einer Erhebung durch The Whiskyphiles) – vielleicht für viele unerwartet – einer aus einem muslimischen Land, nämlich aus der Türkei – eine excellent gemachte Site mit Informationen und Verkostungen, mit Interviews und Berichten. Meklerin Pari widmet sich dem schottischen Lebenswasser mit ebensolcher Begeisterung wie es Blogs aus Deutschland, den USA, aus Israel oder aus den nordischen Ländern tun, um nur einige Beispiele zu nennen. Und warum sollte es auch anders sein?

Auch in der Musik ist die Vielfalt derer, die sich mit Whisky beschäftigen, riesig. In Wien, zum Beispiel, werden im Dezember von Petra und Hans Stump-Linshalm ein halbes Dutzend klassischer Musikstücke unter dem Motto „UISGE BEATHA [ɯʃkʲe ‘bɛha] – A Guide to Flavours“, die Petra Stump-Linshalm komponiert hat, von einem Klarinettenquartett uraufgeführt.

Ganz am anderen Ende des musikalischen Spektrums, aber verbunden durch die gleiche Vorliebe, die gleiche Freude am Genuss,  findet sich das Video, das wir Ihnen heute vorstellen wollen: Bene, Rapper und Mitglied der inaktiven HipHopCrew MB1000 aus Hannover, singt über seine Liebe zum Whisky, gleich hier oben oder auf Youtube. Danke, Gereon Motyka, für den Fund.

Genießen Sie es, und halten Sie das Menschsein hoch. Slàinte!

Weser Kurier: Vorbericht zum Bottle Market – Alles zum „flüssigen Gold“

Einen kurzen Vorbericht zum zweiten Bottle Market, der im Rahmen der Christmas and More vom 20. bis 22. November in Bremen stattfindet, können Sie heute unter dem Titel Alles zum „flüssigen Gold“ in der Onlineausgabe des Weser Kurier lesen. Laut dem Bericht hat sich das Ausstellerfeld für die diesjährige Veranstaltung von 35 auf 45 Teilnehmer erhöht.

Mehr Informationen zum Bottle Market entnehmen Sie hier bei uns der offiziellen Presseaussendung.

Tastings: Sie waren das A und O beim BOTTLE MARKET in der Messe Bremen. Bild: Messe Bremen/ Oliver Saul
Tastings: Sie waren das A und O beim 1. BOTTLE MARKET in der Messe Bremen. Bild: Messe Bremen/ Oliver Saul

Diageo will Singleton zur Nummer 1 weltweit machen

Eine sehr expansive Strategie fährt Diageo laut einem Bericht in The Spirits Business für ihre Singleton-Marke: David Gates, seines Zeichens Head of Premium Core Spirits bei Diageo, möchte das Produkt zum meistverkauften Single Malt weltweit machen. Damit treten sie in den Ring zum Kampf gegen The Glenlivet, der den Titel des meistverkauften Single Malts erst vor kurzem von Glenfiddich übernommen hat. Aber nicht nur.

Die Strategie ist nämlich ausgesprochen ambitioniert, denn Diageo hat keinen Single Malt unter den Top Drei (Platz drei gehört Macallan). Jedoch ist man zuversichtlich, den Markt mit The Singleton erobern zu können. Und so soll das gehen:

The Singleton wird bei Diageo der Einsteiger-Malt werden und soll vor allem Menge bringen. Dazu wird die Marke in allen internationalen Märkten präsent sein. Bislang war es so, dass der Singleton of Glen Ord nur in Asien verkauft wurde, der Singleton of Duffton in Europa und der Singleton of Glendullan in den USA. Neu ist, dass alle drei Singletons in allen Märkten vorhanden sein sollen – das soll den Angriff in Sachen Volumen starten.

Talisker, Oban, Lagavulin, Cardhu und Dalwhinnie sind die „Discovery Malts“, Mortlach und die Special Releases werden als Prestige Malts geführt. Mit dieser Aufstellung sollen die Märkte bearbeitet werden.

Insgesamt besitzt Diageo nun 28 Malt-Destillerien. Die Ausbaupläne sind allerdings noch immer auf Eis gelegt, nachdem der Absatz im letzten Jahr um 9% geschrumpft ist. Man zeigt sich aber zuversichtlich, kurz-, mittel- und langfristig zu wachsen. Ob das so gelingt, wird die Zukunft weisen.

singletons

Wir verkosten: Auchroisk 9yo, 63.1%, C&S Dram Collection

[alert type=white]Auchroisk 9yo, 63.1%, C&S Dram Collection
Refill Sherry Puncheon #802829

destilliert: 22.12.2005
abgefüllt: 28.9.2015
nicht gefärbt , nicht kühlfiltriert
Sample: Caminneci Wine & Spirit Partner 
Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems[/alert]

Nase: Zunächst einmal zurückhaltend, fast verschlossen präsentiert sich die Nase, etwas Süßes ist erahnbar. Nach einigen Minuten öffnet sich der Whisky, eine frische Fruchtigkeit erscheint, gesäuertes Apfelkompott, unreife Mirabellen, grüne Pflaume, eine leicht florale Note und Pfeffrigkeit darübergestreut.

Gaumen: Eine Süße von Kandis oder einer Zuckerstange vom Jahrmarkt dominiert. Darin etwas Quitte, Apfelmus, weißer Pfeffer. Wir finden erfrischende Spuren von Minze. Das Ganze flutet dich gewaltig an – ein sehr intensives Geschmackserlebnis.

Finish: Lang und wärmend, zunächst süß, trocknet dann ab, erhält eine gewisse würzige Note von jungem Holz.

Alles in allem: Normalerweise sagt man: nach einem torfigen Whisky nichts anderes mehr trinken. Aber hier ist ein Kandidat, nach dem auch ein torfiger Whisky nicht mehr geht. Ein wuchtiger, intensiver, fast überwältigender Malt. Die 63% sind voll da, aber sie dienen als Transportmittel, nicht als Brennstoff.

Der Auchroisk hier verlangt nicht nach Aufmerksamkeit, er nimmt sie sich. Nichts für nebenbei, aber wenn man Lust darauf hat, dann hat er seinen Auftritt. Für diesen Charakterschädel gibt es ein „Sehr gut“ von uns.

Übrigens schwimmt er nicht gerne – Wasser macht ihn schärfer, nicht sanfter.

auchroisk_9_jahre

Scotch-Exporte in die USA bleiben stabil

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In einem Artikel auf scotlandfoodanddrink.org finden sich interessante Zahlen zu den Whiskyexporten in die USA. Entgegen der Headline, die ein generelles Wachstum der Scotch-Exporte in die USA suggeriert, sind die Gesamtexporte im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zur Vorjahresperiode zwar gleich geblieben (327 Millionen Pfund), aber generell sind besonders die Single Malts und Premium Blends erfolgreich. Über einen Zeitraum von 10 Jahren gab es hier ein Wachstum von 55%, das sich auch im ersten Halbjahr fortsetzte.

Falls Sie sich fragen, was die erfolgreichsten Blends in den Vereinigten Staaten sind: Dewars White Label, Johnnie Walker Black Label und Johnnie Walker Red Label.

Whisky-Journal.de: Interview mit Thomas Skowronek (Anam na h-Alba)

Vor einigen Tagen konnten wir darüber berichten, dass Anam na h-Alba, das Unternehmen von Thomas Skowronek, den deutschen Exklusivvertrieb und -import der Produkte aus der Destillerie Strathearn übernimmt. Whisky-Journal.de hat nun den Mann hinter dem Unternehmen, Thomas „Tom“ Skowronek interviewt. Im Interview geht es aber natürlich nicht nur um die Tätigkeit als Importeur, sondern auch um die eigenen Abfüllungen und seine Rolle als Veranstalter der Just Whisky in Oberhausen. Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem ausführlichen Gespräch:

WJ: Du hast mir einmal in gemütlicher Runde erzählt, dass es nicht (mehr) so einfach ist, gute Fässer zu vernünftigen Preisen von Brennereien und Brokern zu bekommen. Jeder will aus dem Hype um Whisky scheinbar sein Maximum herausholen. Dennoch sind du und deine Frau Melanie seit 2013 im Hauptberuf als Unabhängige Abfüller unterwegs. Was hat euch dazu bewogen, aus dem Hobby mehr zu machen?

TOM: Zunächst: Meine Frau hat immer noch ihren normalen Beruf, ist aber erst in den letzten eineinhalb Jahren immer mehr reingewachsen und hat mir eine Menge Arbeit abgenommen.
In 2012 hat mir mein damaliger Arbeitgeber eröffnet, dass man sich von mir trennen wolle. Eigentlich wollte ich wegen der Sicherheit weiter in meinem Beruf arbeiten, aber mit 48 Jahren gestaltet sich das schwierig, wenn man sich nicht extrem verschlechtern will.
Aufgrund der vielen Fassteilungen in den deutschen Whiskyforen hatte ich ein Nebengewerbe angemeldet, weil das den Import nach Deutschland wesentlich erleichterte. In der Zeit meiner Freistellung und der Arbeitslosigkeit entschloss ich mich, aus dem Hobby Whisky einen Beruf zu machen. Sicherlich kam mir zugute, dass ich mir bereits einen kleinen Namen, zumindest in Deutschland, gemacht hatte, mit 500 potenziellen Kunden anfing sowie einerseits über Kontakte verfügte und mir neue verschaffte.

PR: Whiskey Union und Smoky Goat – die Pressemitteilung

Wie versprochen reichen wir die Pressemitteilung für Whiskey Union und ihren neuen Blend Smoky Goat hier sofort nach Erscheinen nach:

Change is the only Constant … Über die sportliche Seite des Whiskeys

Whiskey Union Logo 1

„Never change a winning team” – heißt es im Sport, doch jeder gute Trainer weiß: Das ist Quatsch. Bei guten Spirituosen ist das nicht anders. Die Whiskey-Experten von Diageo zum Beispiel schauen auf eine langjährige Erfahrung zurück und haben Zugang zu den besten Whiskeybeständen der Welt. Auf diesen Lorbeeren kann man sich ausruhen. Man kann aber auch einfach mal etwas Neues ausprobieren.

Weil wir nicht nur gerne tief ins Glas, sondern auch über den Tellerrand schauen, haben wir Whiskey Union gegründet: ein kreatives Kollektiv aus Whiskeymachern, Vordenkern und Genießern. Gemeinsam mit ausgewählten Markenbotschaftern aus der Independent Barszene in Hamburg, Berlin, München und Wien kreieren unsere innovativsten Destillateure unkonventionelle Blends und experimentieren mit neuen Geschmacksrichtungen.

Das klappt nicht immer auf Anhieb. Doch dann probieren wir einfach weiter – so lange, bis uns das Ergebnis überzeugt. ‚Richtig’ und ‚Falsch’ gibt es da nicht. Die einzige Grenze, die wir akzeptieren ist unser persönlicher Geschmack. Denn davon sind wir überzeugt: Nur wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere mit unserer Leidenschaft anstecken – und genau das ist unser Ziel. Wir finden: Guter Whiskey ist für alle da. Statt mit Fachausdrücken zu langweilen, lassen wir lieber unsere Produkte für uns sprechen.

Zum Start präsentieren wir Euch zwei wunderbare, außergewöhnliche Blends: Smoky Goat überrascht mit einem sehr rauchigen, dabei aber ungewöhnlich süßem Aroma und Boxing Hares verbindet traditionellen Blended Scotch Whisky mit Hopfen. So möchten wir die Welt des Whiskeys ein bisschen mutiger machen. Die nächsten Kompositionen stehen bereits in den Startlöchern.

Warum Ziegen rauchen … Und was sie sonst noch mit modernen Großstädtern verbindet.

Die Ziege ist so etwas wie der Hipster unter den Tieren: Sie trägt Bart, ernährt sich vegan und lässt sich charakterlich nur ungern verbiegen. Besonders die schottischen Ziegen sind für ihre Freiheitsliebe und Unabhängigkeit bekannt. Wen wundert´s!? Die Natur in Schottland ist wild, die hügelige Landschaft nur karg besiedelt.

Ein wirklich interessanter Charakter aber kommt nicht ohne einen Bruch aus – das ist auch bei der Ziege nicht anders. Die Ziegen auf der Insel Islay sind zum Beispiel unverbesserliche Raucher. Oder wie würdest du es beschreiben, wenn ihr Atem in der kalten Morgenluft die hügelige Landschaft emporsteigt?
Peitschender Wind, tiefe Klippen und individuelle Bewohner – für dieses Lebensgefühl müsste es ein passendes Getränk geben, dachte sich der Schotte und Whiskey Union Master Distiller Craig Wallace und machte sich kurzerhand an die Arbeit:

Smoky Goat ist eine Hommage an die alte Tradition der West Coast Blender, die bereits im 19. Jahrhundert auf Islay rauchigen Whisky destilliert haben – im Gegensatz zu den herkömmlichen Rezepturen geht unser Blend aber einen entscheidenden Schritt weiter und vereint die gesamte Aromenwelt Schottlands in einem Glas: Süßer Malz vom Festland vermischt sich mit der komplexen Würze der nordischen Heide-und Mooslandschaft und kulminiert schließlich in einem starken, rauchigen Finale, das an die vielen, atmosphärischen Lagerfeuer auf Islay erinnert. Die Mischung ist auch ein Stück schottische Mentalitätsgeschichte.

Serviert wird der Drink am besten als “Goat on the rocks”, damit das Eis das rauchige Aroma nach und nach zur Geltung bringen kann.

Smoky Goat ist das passende Getränk für Menschen, die ihre Freunde lieber in der Bar treffen als im Internet. Die lieber den Rucksack packen als den Business-Rollkoffer. Und die fest daran glauben, dass man Abenteuer auch außerhalb amerikanischer Fernsehserien erleben kann. Kurzum: Für alle, die ihr Leben ein bisschen mehr goaty leben wollen …

Der UVP für Smoky Goat liegt bei 23,99 € und ist auf www.amazon.de/whiskeyunion erhältlich

smokygoat

PR: Neu ab 10. 12. – Alt Enderle Terrador Single Malt Whisky (mit Tasting Notes)

Die Destillerie Alt Enderle hat uns Informationen über einen neuen Whisky (eigentlich zwei) geschickt, die ab 10. Dezember im Handel und im Destillerieshop zu kaufen sein werden. Hier die Kernpunkte der Aussendung:

Neu ab 10. 12. – Alt Enderle Terrador Single Malt Whisky

Es wird einen neuen Single Malt Whisky von Alt Enderle ab 10. Dezember 2015 auf dem Markt geben.

Sein Name: Terrador. Er wird in zwei Versionen erscheinen:  Die auf 308 Flaschen limitierte Abfüllung in Fassstärke (55,8%), sowie eine mit 43 % Trinkstärke – beide jeweils zu 0.5l.

Der Whisky ist 7 Jahre alt, war zu anfangs im Bourbon Fass und die letzten 14 Monate im Rum Fass. Ein Teil der Gerste war getorft, der andere Teil normale gemälzte Gerste.

So sehen die beiden Label aus:

terrador 43 terrador fass

Hier die Tasting Notes:

Nase: Der Ausbau im Rumfass ist spürbar, aber nicht aufdringlich. Süße Früchte wie Rosinen und vollreife Banane gepaart mit Zitrusnoten von Orangen und Bergamotte.
Cremige Noten, die an Schmandkuchen erinnern, eine Kombination aus Vanille, karamellisiertem Zucker, etwas Zitrone, leichten Röst- und Holznoten.

Geschmack: Süße auch leicht herbe Töne von kandierten Zitrusfrüchten und frischen Kirschen, mit etwas Wasser verstärkt sich die süße fruchtige Note. Kandierte Nüsse wie Mandeln und Haselnüsse, im Hintergrund feine Röstnoten die an Kaffee oder sogar etwas Tiramisu erinnern.

Abgang: Lang, wärmend und süß.

Zu erwerben sind die beiden Abfüllungen ab dem 10.12.2015 im Fachhandel oder bei Alt Enderle in Webshop, http://www.altenderle-shop.de/

Neu: Kilchoman Club Edition – Kilchoman Sauternes Matured

Soeben ist die neue Kilchoman Clubedition in einer Aussendung vorgestellt worden: Diesmal ist es ein fassstarker Kilchoman, der mit 60% abgefüllt wurde. Seit Januar 2011 lagert er durchgehend in Sauternes-Fässern. 900 Flaschen davon wird es insgesamt geben, um 75 Pfund (+15 Pfund Shipping nach Deutschland, 20 Pfund nach Österreich, 25 Pfund in die Schweiz).

Pro Clubmitglied kann nur eine Flasche vom Kilchoman Small Batch Release bestellt werden, und zwar auf der Kilchoman Website ab 10 Uhr britischer Zeit am 16. November (ein Montag).

kilchoman sauternes

Neu: Diageo’s The Whiskey Union bringt Blend „Smoky Goat“

In verschiedenen Kanälen ist ein neues Unternehmen aus der Diageo-Gruppe sichtbar geworden: The Whiskey Union. Man bezeichnet sich dort als Experimental Whiskey Makers (die Schreibweise scheint bewusst so gewählt, obwohl ihre ersten Produkte Scotch sind). Hier das Logo:

whiskey union

Was ist nun The Whiskey Union? Selbst beschreibt man sich so:

Wir lieben Whiskey. Wir lieben es, darüber zu reden, ihn zu trinken. Gemeinsam zu geniessen, vor allem aber lieben wir es, ihn herzustellen.

Whiskey Union haben wir für all jene gegründet, die sich für Whiskey in all seinen Formen begeistert.

Wir möchten die Welt des Whiskeys ein bisschen interessanter machen indem wir die Möglichkeiten des blenden ausschöpfen und die Grenzen des Geschmack durch Experimentieren erweitern.

Die Ergebnisse sind ungewöhnlich, sonderbar und wundervoll und womöglich anders als alles, was Sie bisher geschmeckt haben.

Offizielles dazu wurde noch nicht verlautbart, aber auf Amazon gibt es bereits zwei Angebote der Whiskey Union, die ab 13. November bestellbar sind (es ist anzunehmen, dass Amazon nicht die einzige Vertriebsschiene sein wird, sondern man die Produkte auch im normalen Handel wird kaufen können). Eines davon, der Boxing Hare, ist ein flavored spirit drink mit 35% Alkohol und Aromazusätzen, also nicht unser Metier, der andere aber ist ein Blended Scotch namens „Smoky Goat“, der mit 40% abgefüllt ist.

smokygoat

Er wird so beschrieben:

Smoky Goat stammt aus jenen rauen und windgepeitschten Gegenden Schottlands, wo Rauchigkeit und vollmundige Süße einen Geschmack mit Charakter und großer Fülle hervorbringen.

Smoky Goat wird aus süßem Grain (Korn), Highland-Malt (Malz) und rauchigen Islay-Whiskies geblendet.

Der Erfinder von Smoky Goat, Craig Wallace, beschreibt den Geschmack als eine Anhäufung von Aromen. Diese Aromen reichen von gefühlvoller Süße bis zum vollen Körper der Honignoten, alles verbunden in einem Blend, so rauchig wie ein Grillfeuer.

smokystill

Der Smoky Goat wird 26 Euro kosten und soll laut den Angaben am Besten on the rocks genossen werden, damit

…das Eis das rauchige Aroma nach und nach zur Geltung bringen kann.

Sobald wir Offizielles zu The Whiskey Union und den Smoky Goat erhalten, werden wir natürlich darüber berichten.

PR: Neu bei Kammer-Kirsch – Peat’s Beast Cask Strength Pedro Ximinez Sherry Wood Finish

Von der Destillerie Kammer-Kirsch, die auch als deutscher Importeur verschiedener bekannter Spirituosen-Marken fungiert (mehr dazu nach der Produktinfo), haben wir eine Presseaussendung zu einer neuen Limited Edition von Peat’s Beast erhalten. Wir bringen sie für Sie gemeinsam mit den Tasting Notes:

Ab sofort bei Kammer-Kirsch erhältlich: Die Sonderedition von Peat’s Beast Cask Strength Pedro Ximinez Sherry Wood Finish

Limited Edition

Die erste und streng limitierte Edition von Peat’s Beast Cask Strength, ein Pedro Ximinez Sherry Wood Finish, ist ab sofort über Kammer-Kirsch erhältlich. Es existieren nur 4.200 Flaschen weltweit.

Dieser torfige Single Malt Whisky reifte zuerst in Fässern aus Amerikanischer Eiche. Sein Finish erhält er in hochwertigen Spanischen Sherry Fässern, durch die süße Aromen nach Karamell und Schwarzer Johannisbeere entstehen.

0,7 L | Fassstärke 54,1 Vol. %

Keine Kältefiltrierung, keine künstlichen Farbstoffe

 

TASTING NOTES

Aroma: Rauchige und torfige Aromen treffen auf die süße Note aus dem Sherry Cask

Geschmack: Echter Peat Geschmack trifft auf eine Komposition aus Dattel, Feigen, Nelke und Vanille

Abgang: Der rauchige Geschmack, der dem Peat seinen Wiedererkennungswert gibt, trifft auf eine starke Schokoladennote, süßen Rum, Rosine und gebrannten Karamell – für ein unglaublich langes und intensives Finish

Final Peats Beast Sherry Wood Bottle & Carton

Über Kammer-Kirsch

Die Destillerie Kammer-Kirsch GmbH ist eine in Süddeutschland ansässige Obstbrennerei die ihr eigenes Sortiment überwiegend im Fachgroßhandel, im Facheinzelhandel und in ausgesuchten LEH-Outlets anbietet. Seit 1990 ist das Unternehmen auch im Import von hochwertigen Spirituosen in Deutschland aktiv. Zu den weltweit bekannten Marken gehören u. a. Tia Maria, Malt Whiskys wie GlenDronach, BenRiach, Arran, Balblair, Glen Moray sowie Glenglassaugh und The English Whisky Co. Zudem wird im Importbereich Rum von Lemon Hart, J. Bally Rhum und Santa Teresa, Souza-Portwein und Seagram‘s Gin angeboten. Im Bereich der Obstbrände hat sich das Unternehmen aufgrund seiner Historie auf Kirschwasser konzentriert. Im Angebot befinden sich inzwischen über 15 unterschiedliche Kirschbrände, die bei internationalen Prämierungen höchste Auszeichnungen erhalten haben. Mit dem hauseigenen Black Forest Rothaus Single Malt Whisky, einem zweifach destillierten Whisky aus der kongenialen Partnerschaft mit der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG, ist Kammer-Kirsch GmbH bereits 2011 und erneut auch 2012 vom Whisky Guide Deutschland als „Germany’s Best Whisky Distillery“ ausgezeichnet worden.

Serge verkostet: Pittyvaich (inkl. Diageo Special Release 2015)

Um viele Lost Distilleries herrscht ein Heulen und Wehklagen – manche gehen ziemlich unbeachtet von uns. Das Schema dahinter ist objektiv betrachtet nicht wirklich einsichtig. Manche Losts, wie zum Beispiel Millburn, haben exzellente Whiskys produziert – und laufen bei Sammlern oft unter der Wahrnehmungsschwelle, obwohl wahrscheinlich keine Fässer mehr vorhanden sind. Im Gegensatz dazu werden weder Brora noch Port Ellen in absehbarer Zeit nicht mehr zu haben sein, und um sie wird jede Menge Aufhebens gemacht (ok, auch hier stimmt die Qualität). Littlemill hingegen war lange Zeit das häßliche Entlein (gut, die Originalabfüllung zählte für viele nicht zu den Highlights der Destillierkunst), und plötzlich prügeln sich die Leute darum. Irgendwie schießt einem da der Begriff „Moden“ in den Kopf.

Pittyvaich, jene Destillerie, aus der Serge heute drei Abfüllungen verkostet,  ist auch wieder anders. Nicht lange in Betrieb, nie ein Star unter den Brennereien, und bis vor zwei, drei Jahren eigentlich recht günstig zu erwerben. Aber hier kommt mittlerweile wenig auf den Markt, und die Preise ziehen kräftig an. Wer Pittyvaich noch kosten will und es bislang nicht getan hat, der sollte es sehr bald tun, denn günstiger werden die Abfüllungen nicht mehr werden. Ob sie es wert sind, getrunken zu werden? Vielleicht helfen die Wertungen und Beschreibungen von Serge bei dieser Entscheidung:

  • Pittyvaich 28 yo 1979/2007 (54%, Duncan Taylor, Rarest of the Rare, cask #5636, 175 bottles): 78 Punkte
  • Pittyvaich 25 yo 1989/2015 (49.9%, OB, Special Release): 85 Punkte
  • Pittyvaich 14 yo (54.5%, James MacArthur, Fine Malt Selection, 75cl, +/-1990): 82 Punkte