Zwei Abfüllungen der Destillerie Jura, beide eher schon aus dem Raritätenschränkchen gegriffen denn aus dem Regal – manchmal sind die Verkostungen von Serge Valentin herrlich unaktuell. Aber wen sollte das stören? 99% aller Whiskyfreunde werden 99% aller Whiskys sowieso selbst nicht probieren können – also delektieren wir uns am Unerreichbaren und an unserer geschmacklichen Fantasie. Obwohl: Laut Serge hat man zumindest bei einem der beiden nichts versäumt – beim anderen hingegen sehr wohl.
Isle of Jura 13 yo 1988/2002 (46%, Signatory Vintage, Un-Chillfiltered Collection, cask #1645, 378 bottles) : 70 Punkte
Isle of Jura 18 yo 1989/2007 (52.7%, The Bottlers, cask #1107): 90 Punkte
Lust auf Whisky einmal anders? Wer es gerne süß hat, der könnte auch mal einen Whiskylikör probieren. Entweder gekauft (da gibt es jede Menge verschiedene Sorten) – oder aber selbst gemacht. Wie das geht, verrät scotsmanfoodanddrink.com in einem bebilderten Artikel, der zum Nachmachen eines traditionellen Atholl Brose einlädt. Vier Zutaten, fünf Schritte – das sollte auch für Kochmuffel locker zu schaffen sein, oder?
Ein Artikel auf Huffington Post Canada beschreibt, wie sich kanadischer Whisky, der ja nicht nur momentan neben dem amerikanischen Bourbon ein gewisses Schattendasein führt, dem veränderten Geschmack des statistisch durchschnittlichen Whiskytrinkers anpasst, um am Markt wieder besser bestehen zu können.
Im Grunde versucht sich der kanadische Whisky vom Image des sanften, weichen Whiskys zu lösen und kräftigere Geschmacksnuancen zu forcieren. Vorreiter dabei ist Forty Creek, aber auch Canadian Club und Crown Royal ziehen da mit.
Der Schweizer Säntis-Whisky ist ja unter Whiskyfreunden kein Unbekannter – jetzt hat man in der Schweiz, direkt am Alpstein im Appenzell einen Whisky-Trail eingerichtet, der über 27 Berggasthöfe führt, in denen man verschiedenste Säntis-Abfüllungen verkosten und in kleinen Fläschchen auch mitnehmen kann. Ein entsprechender Bericht dazu findet sich auf blick.ch – Weiteres dazu auch auf dieser Seite der Säntis-Homepage.
Die Berggasthäuser sind teilweise bequem mit einer Seilbahn erreichbar, teilweise fordern sie den Wanderer mit mehrstündigen Märschen heraus. Und natürlich gibt es auch Wanderpässe, einen mit neun Einträgen, und einen mit allen 27 Stempelstationen.
Eine wirklich schöne Idee, finden wir, die Lust auf Whisky und Wandern in der Schweiz macht.
Blair Athol Destillerie. Alle Bildrechte bei Alexander Kohn.
Eine nette Brennerei mit ebensolchen Menschen: Serge Valentin gefällt Blair Athol und hält diese Destillerie für sommerlich. Bei seiner heutigen Verkostung treten zwei Indies zusammen auf, welche beide Anfang der Neunziger ihren Weg ins Fass fanden. Bei den Bewertungen hat der ‚Foraged Fruit Fool‘ von Wemyss leicht die Nase vorn, doch auch der Blair Athol von The First Editions braucht sich nicht zu verstecken. Die beiden Kandidaten in der Kurzübersicht:
Blair Athol 1991/2014 ‚Foraged Fruit Fool‘ (46%, Wemyss Malts, barrel, 330 bottles) 87 Punkte
Blair Athol 20 yo 1993/2013 (59.1%, The First Editions, sherry butt, cask #ES9990, 541 bottles) 82 Punkte
„Whisky ohne Altersangabe ist drei Jahre und einen Tag alt“.
Na, Hand aufs Herz: Wie oft haben wir das schon gehört oder vielleicht sogar selbst gesagt? Drei Jahre und einen Tag – das ist die Mindestreifedauer in Eichenfässern von schottischem Whisky. Stimmt das eigentlich auch so? Wie alt ist Scotch in der großen Masse denn eigentlich, wenn er abgefüllt wird und welche Menge an Whisky darf vor der Abfüllung für eine zweistellige Jahreszahl reifen? Nun, die Scotch Whisky Association (SWA) veröffentlicht seit 2009 jedes Jahr einen Report mit mehr oder weniger aussagekräftigen Zahlen und vielen Tabellen. Der neueste Report stammt dabei aus dem Jahr 2013 – die Zahlen für 2014 werden erst später in diesem Jahr erwartet. Basierend auf diesem Zahlenmaterial können wir einige Berechnungen anstellen und die sonst eher trockenen Daten anschaulicher darstellen. Unser Autor Klaus Doblmann hat dies getan und kommt in seinem Artikel auf einige interessante Fakten:
Vorneweg: Der SWA-Report enthält lediglich Zahlen ihrer Mitglieder, die aber immerhin ca. 95% der schottischen Destillationskapazität stellen. Enthalten sind auch die Mengen an Whiskys, welche von Nichtmitgliedern in den Lagerhäusern von Mitgliedern gelagert werden. Beides bringt eine gewisse Unschärfe in die Zahlen, ist aber unvermeidlich. Weiters ist anzumerken, dass die SWA bei den Inventurzahlen von Whisky diese nach Jahrgang auflistet. Diese wurden hier in Alter umgerechnet, was gewisse Trennunschärfen ergibt, da ja nicht die gesamte Jahresproduktion am 1. Jänner jedes Jahres in Fässer gefüllt wird.
Da aber stets gleiche Zeiträume verglichen werden, sind die absoluten Zahlen als solche dennoch vergleichbar, nur das Alter der Whiskys kann nicht ganz trennscharf abgebildet werden. Für den Überblick im Sinne dieses Artikels reicht es aber dennoch aus. Zu beachten ist auch noch, dass die SWA die Veränderung des Bestands in den Lagerhäusern zum Vorjahr angibt. Dabei wird es sich im überwiegenden Teil um Whisky, der zur Abfüllung (bzw. Bulk-Export) gebracht wird, handeln; dies wird für die Berechnungsgrundlage angenommen. Nicht berücksichtigt ist dabei, dass die Veränderung auch durch ausgelaufene Fässer, Transfer zwischen Lagern von SWA-Mitgliedern / Nichtmitgliedern etc. hervorgerufen werden kann. Da dieser Fehlerfaktor sich aber wohl über die Jahre ziemlich gleich verteilt, sind die Zahlen in den Relationen zueinander dennoch vergleichbar.
Dies sind leider mehr Annahmen und Einschränkungen als uns lieb ist, aber zur Bestätigung dient der Vergleich mit den Exportzahlen, welche nicht von der SWA sondern von den britischen Zollbehörden stammen (Quelle sind hierfür ebenfalls die SWA-Reports). Alle Angaben/Zahlen sind in LPA (Liter puren Alkohols)
Aus den Lagerhäusern entnommene Whiskys
Sehen wir uns zu Beginn an, welche Mengen an Malt Whisky, der älter als drei Jahre ist, zwischen 2009 und 2013 aus den Lagerhäusern entnommen wurden:
Diesem Diagramm können wir einige interessante Aussagen entnehmen:
Die Grupper der Whiskys, die älter als zehn Jahre alt sind, bildet die größte Menge der Entnahmen aus den Lagerhäusern. Leider sind diese Zahlen wenig aussagekräftig, da sie eine sehr große Menge mit unterschiedlichen Zielgruppen darstellen – von der 12-jährigen Massenabfüllung bis zur 50-jährigen Luxusflasche. Was man dem Chart aber entnehmen kann, ist ein genereller Abwärtstrend seit 2011 – der rapide Anstieg davor kann ohne Zahlenmaterial aus den Jahren davor nicht gedeutet werden.
Die Gruppe der drei, vier und fünf Jahre alten Whiskys liegt sehr nahe beisammen mit je ca. 30 Millionen Liter im Jahr 2013 und bildet zusammen die größte Gruppe. Interessant ist auch: Während die Drei- und Vierjährigen bis 2011 deutlich zugenommen – und seitdem wieder etwas abgenommen – haben, weist die Kurve für die Fünfjährigen einen durchgehenden Negativtrend auf. Man kann davon ausgehend darauf schließen, dass die Malt Whiskys in den Durchschnittsflaschen jünger werden. Zu beachten ist dabei, dass es keine Unterscheidung über die Verwendung gibt – seien es Single Malts, Blended Malts oder Blends. Es wäre aber nicht verwunderlich, wenn, angeschoben durch die immer häufiger werdenden Single Malts ohne Altersangabe, diese Kategorie nicht betroffen wäre.
Genauere Betrachtung verdienen auch die sechsjährigen Whiskys: Die Kurve ging nach unten, von 18 Millionen Litern im Jahr 2009 zu 8.5 Millionen im Jahr 2010 mit einem sich nur teilweise erholenden Anstieg auf knapp 11 Millionen im Jahr 2013, was ebenfalls auf eine stärkere Nutzung jüngerer Whiskys hindeutet.
Die Gruppe der sieben, acht und neunjährigen Whiskies spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle, während die Zehnjährigen relativ stabil zwischen 2,5 – 3 Millionen Litern liegen, mit einem leichten Ausschlag auf 4 Millionen im Jahr 2010.
Der Report aus dem Jahr 2013 weist Anstiege der Lagervolumen von Malt Whiskies aus den Jahren 2004, 2005 und 2006 auf. Woher diese – eigentlich unlogischen – Einlagerungen stammen, ist nicht weiter erklärt. Wahrscheinlich sind hier Transfers aus Lagern von Nichtmitgliedern.
Sehen wir uns nun die Zahlen für die Gruppe der Grain Whiskies an, welche die Grundlage für Blends darstellen:
Diese Grafik sieht auf den ersten Blick ähnlich aus, es gibt aber etliche Kernunterschiede zum Malt Whisky:
Die Mehrzahl der entnommenen Whiskys war gerade einmal drei Jahre alt – die Basis schlechthin für die Massen an zumeist sehr billigen Standardblends
Vier und fünf Jahre alte Grain Whiskys sind vom Volumen her schon deutlich unterhalb der dreijährigen angesiedelt. Die Überschneidung der drei- und vierjährigen Whiskys im Jahr 2012 ist aus dem Datenmaterial nicht zu erklären.
Bis auf die dreijährigen Grain Whiskys gibt es für alle Altersgruppen einen generellen Abwärtstrend seit 2011, besonders deutlich auch an Hand der „10+“ Gruppe ersichtlich. Steigen die Trinker gehobenerer Blends auf Single Malts um? Darauf kommen wir noch zu sprechen.
die Gruppe „10+“ spielt bei den Grain Whiskies, anders als bei den Malts, eine untergeordnete Rolle und stellt nicht das höchste Volumen. Dies ist insofern nicht verwunderlich, als Grain Whisky nun eben hauptsächlich für den Blend-Massenmarkt eingesetzt wird und nur in geringen mengen für lange gereifte, gehobenere Produkte.
Produktion von Malt Whisky vs. Verwendung
Diese Grafik muss zuerst näher erklärt werden: Die blaue Kurve zeigt zusammengefasst die drei- bis fünf Jahre alten Malt Whiskys, die aus den Lagern entnommen wurden, da diese Gruppe zusammen die Mehrheit der in der Industrie verwendeten Malts stellt. Die gelbe Linie zeigt zum Vergleich die Werte für die Whiskys, die älter als zehn Jahre sind, dar. Die rote Linie dagegen stellt den Mittelwert der Jahresproduktion von Malt Whisky aus den Jahrgängen dar, aus denen die im jeweiligen Jahr entnommenen 3 – 5 Jahre alten Whiskys stammen. Für 2010 ist hier also beispielsweise der Mittelwert der Produktion der Jahre 2005 – 2007 angegeben. Dies erlaubt uns zu vergleichen, wie sich die Produktionsplanung mit dem tatsächlichen Bedarf misst.
Die Produktion hat sich deutlich erhöht, bevor sie im Jahre 2009 (209m LPA) und 2010 (191m LPA) zurückgefahren wurde, was in den Werten für 2013 ersichtlich ist. Was allerdings aus der Grafik nicht hervorgeht: Von 2011 an wurde die Produktion wieder massiv gesteigert, mit einem Rekordjahr 2013 (274.784.185 LPA).
Für das erste Halbjahr 2014 hat die SWA einen Rückgang der Verkäufe von 11% (auf den Wert, nicht das Volumen bezogen) vermeldet. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich dieser Trend aus massiv gesteigerter Produktion und rückgängigen Verkaufszahlen weiter entwickeln wird.
Vom Jahre 2010 weg ist die Entnahme von Malt Whiskys mit einem Alter über 10 Jahren kontinuierlich zurückgegangen, wie weiter oben bereits festgestellt. Leider gibt es keine (öffentlichen) Zahlen vor dem Jahre 2009, so dass nicht feststellbar ist, ob die niedrigen zahlen für dieses Jahr eine Auswirkung der Weltwirtschaftskrise darstellen oder ob hier ein gewaltiges Wachstum zu verzeichnen war. Vergleicht man die Exportdaten vom britischen Zoll (die allerdings alle Whiskykategorien zusammenfassen und deshalb nicht zum direkten Vergleich herangezogen werden können), so sieht man, dass die Exportzahlen im Jahre 2008 (302m LPA), 2009 (304m LPA) und 2010 (297m LPA) deutlich unter den Zahlen für 2007 (318m LPA) liegen.
Exportvolumen 2008-2013
Wenn wir uns die Exportzahlen zwischen 2008 und 2013 ansehen, so bestätigt sich das Bild, das sich schon weiter oben bot, als wir die Entnahme von Whiskys aus den Lagern betrachteten: Bis 2011 war das Exportvolumen ansteigend – seitdem sind die Kurven flach beziehungsweise zeigen leicht nach unten.
Weiter oben stellte ich die Frage, ob die Genießer von teureren Blends nun eher auf Single Malts umsteigen – angesichts dieser Daten sind keine signifikanten Sprünge zu erkennen, im Gegenteil, bei den Malt Whiskys und den Single Malt Whiskys gibt es einen für zwei Jahre ungebrochenen Trend nach unten. Gerade da der Markt für Malts viel geringer als der für Blends ist, sollten sich Wechsler deutlicher bemerkbar machen. Vielleicht gibt es aber ja auch solche, die wechseln, und im Ausgleich dazu andere, die sich von den Single Malts wegen der steten und deutlich spürbaren Preisanstiege verabschieden? Wer weiß – das ist jetzt auch nur pure Spekulation, die Daten geben das nicht her.
Zusammenfassung
Ja, die überwältigende Mehrheit aller schottischen Whiskys (Blends, Blended malts und Single Malts zusammengefasst) ist zwischen drei und fünf Jahren alt, wie erwartet.
Die Zahlen aus den Lagerhausdaten lassen den Schluss zu, dass die abgefüllten Whiskys jünger werden, wobei bei der Betrachtung der Zahlen auch die Schwankungen in den Verkäufen berücksichtigt werden muss.
Die Produktion von Whisky (Malt und Grain) nimmt deutlich zu, obwohl die Verkaufszahlen eher einen leichten Rückgang verzeichnen. Dennoch bewegt sich der Gesamtmarkt aktuell auf einem sehr hohen Niveau (sowohl vom Volumen und besonders vom Verkaufswert her)
Wenn das Verhältnis von Produktionszahlen und Verkaufszahlen weiterhin diametral auseinandergeht, wird is in Zukunft wieder mehr alte Whiskys in den Lagerhäusern geben bzw. werden sich die überstrapazierten Bestände an alten Whiskys in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eventuell erholen können.
Bis es so weit ist, werden lange gereifte, alte Single Malts weiterhin rarer und teurer werden.
Achtung, all diese Zahlen und Daten sind nur für die Gesamtheit der von der SWA repräsentierten Industrie gültig, es gibt keine oder nur schlechte Daten zu Sub-Märkten (wie etwa die von den meisten von uns so geliebten, gut gereiften Single Malts). Ebenso sind die Angaben nicht auf einzelne Destillerien und deren Strategien umlegbar.
Die Daten für die Jahre 2014 und 2015 werden höchst interessant werden, da sie anzeigen, ob sich die hier dargelegten Trends weiterbewegen oder ob eine Umkehr – sei es in der Produktion oder bei den Verkaufszahlen – stattfindet. Es bleibt spannend!
Die Friends of Laphroaig können sich auf einen Jubiläums-Cairdeas aus der Islay-Destillerie freuen: Die Seite des US Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureaus hat das Datenblatt und die Etiketten zum dazugehörigen Whisky veröffentlicht – demnach wird der Laphroaig Cairdeas 200th Anniversary Edition mit 51.5% abgefüllt auf den Markt kommen. Hier die beiden veröffentlichten Labels:
In einer Pressemitteilung informiert uns Laphroaig über ihren neuen 15jährigen, der anlässlich des 200. Jubiläums wieder abgefüllt wurde. Dazu gibt es eine Variante der letztjährigen „Opinions Welcome“-Kampagne – und gewinnen kann man eine Reise nach Islay:
Ein Whisky – 200 Jahre und 200 Meinungen Laphroaig feiert Jubiläum mit einer limitierten Sonderedition
Frankfurt, Mai 2015. Slainté – Laphroaig, die weltweite Nummer 1 der Islay Single Malt Whiskys, feiert 200-jähriges Jubiläum und lanciert passend dazu eine außergewöhnliche Sonderedition. Der neue Laphroaig 15 Jahre liefert allen Whisky-Fans die perfekte Gelegenheit, um auf dieses historische Ereignis gebührend anzustoßen. Dabei ist dieser Malt – wie für Laphroaig typisch – alles, aber nicht langweilig. Eingefleischte Fans bezeichnen ihn als „heaven and hell in a glass“. Eben ein Whisky, der eine ehrliche Meinung fordert – keine Kompromisse. Und genau diese Meinungen sammelt die Destillerie jetzt zum Jubiläum im Rahmen des exklusiven Wettbewerbs „200 Opinions Wanted“. Dabei gewinnen die 200 einfallsreichsten Meinungen eine Verewigung in der Destillerie, während die zwei ausgefallensten „Opinions“ mit einer Reise nach Islay belohnt werden.
Mit Laphroaig 15 Jahre auf 200 Jahre anstoßen
Der vergleichsweise niedrige Torfgehalt und der Geschmack pikanter Früchte von Laphroaig 15 Jahre begeisterte schon vor 30 Jahren das erste Mal die Whisky-Liebhaber. Die aktuelle Sonderedition zum 200. Jubiläum ist eine Hommage an dieses einmalige Original und erfüllt die Wünsche vieler langjähriger Laphroaig-Freunde nach einer Rückkehr. Gleichzeitig richtet sich Laphroaig 15 Jahre aber auch an neue Fans, die bisher keine Chance hatten ihn zu probieren. Der Malt Whisky wird mit 43 Vol.-% abgefüllt und in speziell ausgewählten Fässern gelagert. Dieser Reifungsprozess lässt den Whisky sanft und abgerundet den Gaumen umschmeicheln. Und natürlich zeichnet sich auch dieser Laphroaig durch seinen typisch intensiven, torfigen Geschmack aus.
„200 Opinions Wanted“: kontrovers, direkt und ehrlich
An Laphroaigs intensivem Torfgeschmack scheiden sich die Geister – genau das bringt ehrliche und polarisierende Meinungen hervor und genau das macht Laphroaig aus. Im Rahmen der „Opinions Welcome“-Kampagne hat die Destillerie bereits im vergangenen Jahr dazu aufgerufen seine persönliche „Opinion“ zu teilen. Anlässlich des Jubiläums wurde diese um den Wettbewerb „200 Opinions Wanted“ erweitert und ermöglicht einen ganz besonderen Gewinn: die Verfasser der zwei außergewöhnlichsten Meinungen schickt Laphroaig samt Begleitperson nach Islay. Dort werden sie am 24. September 2015 bei Laphroaig LIVE (ein jährliches, virtuelles Live-Tasting mit John Campbell) dabei sein, welches zum ersten Mal seit neun Jahren auf heimatlichem Boden stattfindet. Zusätzlich werden die Verfasser der 200 besten Meinungen auf besondere Art und
Weise geehrt: Ihre persönliche Opinion wird eingerahmt und erhält einen Ehrenplatz in der Destillerie. Mitmachen kann jeder. Dazu einfach unter www.laphroaig.com/opinions/ den Lieblings-Laphroaig auswählen und eine ehrliche Meinung abgeben – je polarisierender und stärker, desto besser. Ein Beispiel gefällig? Der neue Laphroaig 15 Jahre erinnert John Campbell, Laphroaigs Destillerie Manager, an „den Duft schwarzer Johannisbeeren in Oma‘s Backstube, während man an verbranntem Treibholz knabbert“. Auch andere „Opinions“ zeigen: Laphroaig Fans lassen ihrer Kreativität freien Lauf und sind einfach authentisch und gnadenlos ehrlich – so wie der Single Malt selbst:
Bei Zugabe von wenigen Tropfen Wasser entfaltet sich der Geschmack von gesalzenem Karamell mit einer leichten Torf-Note, die von süßen Fruchtaromen untermalt wird.
Aroma – Beim ersten Öffnen der Flasche begrüßt einen der Duft nach Grapefruit und frischer Minze.
Geschmack – Zunächst ist der Geschmack von Pfefferkörnern prägnant, der sich nach und nach mit einer leichten Brise Torfrauch mischt, bis er in eine sanfte Trockenheit übergeht. Ein leichter Hauch von salziger Meeresluft folgt – ein Resultat der 15-jährigen Reifung unmittelbar am atlantischen Ozean.
Nachklang – Das anhaltend weiche Finish, mit einem rauchigen Nachgeschmack, versichert eine erfüllende und unvergessliche Geschmackserfahrung.
Laphroaig 15 Jahre wird ab sofort im gut sortierten Whiskyfachhandel erhältlich sein. Im Laufe des Jahres sind weitere Sonderabfüllungen geplant.
Aus der Highland-Destillerie The Glenturret ist eine neue Single Cask Abfüllung erschienen. Das Fass 328 wurde am 16. Dezember 1986 abgefüllt, und zwar von den beiden Stillmen Hugh Malloy und Chic Brock. Ihre Namen trägt auch diese auf ca. 240 Flaschen limitierte Edition. Die Flasche mit dem in Fassstärke abgefüllten Whisky wird von einem Holzgestell umrahmt, welches vom in Strathearn ansässigen Mike Dempsey entworfen wurde. Die Brock Malloy Edition kostet £ 200 und wird sowohl in The Famous Grouse Experience angeboten als auch im Online-Shop.
Auf Youtube kann General Manager Stuart Cassells und Distillery Manager Neil Cameron bei der Verkostung des neuen Glenturret zugeschaut und -gehört werden – oder unter diesem Post.
Drei Abfüllungen sind heute das Thema in der Verkostung von Serge Valentin – einmal ein Duell Auchroisk vs. Speyside Distillery (jene Destillerie, die mit Michael Owen wirbt und für den Werbespot einiges an Häme hat einstecken müssen) – und eine aus Glen Moray, die die ganze Chose abrundet. Sieger im Duell ist der 18jährige Speyside, aber großer Jubel will da trotzdem nicht ausbrechen bei Serge. Auch der Glen Moray von Adelphi bleibt eher im Mittelfeld der Liga…
Auchroisk 12 yo 2002/2014 (46%, Hepburn’s Choice, 407 bottles): 78 Punkte
Speyside 18 yo ‚Spey‘ (46%, OB, 1500 bottles, +/-2014): 82 Punkte
Glen Moray 22 yo 1991/2014 (56.6%, Adelphi, refill bourbon, cask #9346, 266 bottles): 79 Punkte
Unser Leser Hans Strenge hat uns über ein Benefiz-Tasting informiert, bei dem wir von Whiskyexperts gerne durch Öffentlichkeitsarbeit mithelfen wollen. Der Reinerlös des Tastings und aller Spenden dazu geht zu 100% an eine Hilfsorganisation für Nepal, und wir bitten unsere Leser, diese Aktion nach Kräften zu unterstützen.
Sicher habt Ihr mitbekommen, dass in Nepal dringend Hilfe für die Folgen des schweren Erdbebens vom 25. April dieses Jahres benötigt wird. In Göttingen wird ein Benefiztasting stattfinden, dessen Erlöse den Menschen in der vom Erdbeben zerstörten Region zugute kommen sollen.
Neben zwei Flaschen aus meinem Bestand haben auch einige Whiskybrennereien und -Importeure hierfür schnell und unbürokratisch ihre Unterstützung zugesagt (und mir dadurch nebenbei gezeigt, warum Whisky ein so schönes Betätigungsfeld und eben doch nicht nur ein Geschäft ist). Insgesamt werden wir folgende Whiskys probieren:
Balvenie 25 Years Single Barrel, 47,8% vol., Bottled 2014
gespendet von der Balvenie Distillery
Glenrothes 1985, 43% vol.
gespendet von Beam Suntory Deutschland
Kilchoman 2009 Single Cask (German Roadshow 2014), PX Finish, 5 Years 56,6% vol.
Gespendet von Alba Import
Ardbeg Kildalton
seinerseits ein Charity-Projekt und gespendet von der Ardbeg Distillery
Springbank 21 Years, Bottled 2014, 46% vol.
gespendet von der Brennerei Springbank
Mortlach Rare Old
gespendet von Diageo Germany GmbH unter Vermittlung von Adrian Baldino
Alrik Mittsommer, 49,7% vol.
gespendet von The Glen Els
Bowmore 21 Years, OB, 43% vol.
Macallan 18 Years Sherry Cask, distilled 1995 and earlier, 43% vol.
Die Einnahmen werden zu 100% an die „Aktion Deutschland Hilft“ gespendet werden, Informationen finden sich unter unserem Link.
Zwei der Flaschen im Benefiz-Tasting
Die Teilnahme wird pro Person 69,- € kosten, gerne sollte aber jeder, der es sich leisten kann auch mehr spenden. Um die Vermittlung einer Spendenquittung werde ich mich selbstverständlich auf Wunsch kümmern.
Die Details: Beginn: 10. Mai 2015, 18:00 Uhr Ort: Bremers Weinkellerei am Wall, Obere Karspüle 42, 37073 Göttingen
Wo trinkt man eigentlich in Schottland am Besten seinen Whisky, wenn man es nicht gerade in einer Destillerie tun kann? Ein Artikel in Scotland Now gibt darauf nicht nur eine Antwort, sondern 26 davon. Er listet die besten Whisky-Bars in Schottland auf, gemeinsam mit einer appetitanregenden Fotogalerie, die die Bars auch im Bild vorstellt. Schön!
An diesem Wochenende findet ja das Spirit of Speyside Festival 2015 statt, und wir haben uns gedacht, dass wir für die Daheimgebliebenen Speyside pur bringen wollen – in voller HD-Auflösung und einmal abseits der Whiskytrampelpfade: Der Speyside Way ist ein berühmter Wanderpfad in der Region, und zwischen Craigellachie und Ballindalloch folgt er der alten Eisenbahnstrecke, die für die Whiskyindustrie damals eine notwendige Lebensader war. Mehr Landschaft (aber vom Feinsten) diesmal als Whisky – 30 Minuten herrliche Natur und Menschen aus der Speyside, wunderschön in Szene gesetzt hier bei uns oder auf Youtube: Sehnsucht nach Schottland pur! Viel Vergnügen (und lassen Sie sich vom Titel nicht irritieren, die Videos sind auf Youtube mit den falschen Namen beschrieben)
Auf scotsmagazine.com findet sich heute eine interaktive Karte Schottlands, auf der anlässlich des Whiskymonats Mai nicht nur die Destillerien, sondern auch Events und Musikkonzerte eingezeichnet sind, jeweils mit einem Popup-Fenster mit weiterführenden Angaben. Sehr praktisch und gut gemacht – probieren Sie das mal aus!
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