Freitag, 02. Januar 2026, 07:07:35

Zehn unterschätzte Whiskys aus aller Welt

Der Sydney Morning Herald wirft heute einen Blick auf zehn Whiskys aus aller Welt, die nach Meinung des Autors zu wenig Beachtung finden, obwohl sie von guter Qualität sind. Darunter befindet sich zum Beispiel de Connemara 12yo Peated Single Malt, ein getorfter Ire von schöner Qualität, oder der Compass Box Great King Street, ein angenehmer, qualitativer Blend.

Man muss nicht mit allen Empfehlungen einverstanden sein, aber man kann sich durchaus jede Menge Anregungen aus dem Artikel holen…

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Serge verkostet: Macallan im Gedenken an Michael Jackson

Michael Jackson, der Autor, in dessen Andenken wir heute den World Whisk(e)y Day begehen, war ein Liebhaber der Whiskys aus der Destillerie Macallan. Serge Valentin verkostet daher jährlich in seinem Andenken am 27. März Abfüllungen aus dieser Speyside-Destillerie, und der heutige Tag macht natürlich keine Ausnahme.

Hier also die verkosteten Bottlings und ihre Wertungen – es befinden sich selbstredend auch einige Schätze darunter:

  • Macallan 12 yo ‚Fine Oak‘ (40%, OB, +/-2014): 78 Punkte
  • Macallan 1994/2014 (43%, Gordon & MacPhail, Speymalt): 83 Punkte
  • Macallan 14 yo 1980/1994 (43%, Master of Malt, 360 bottles): 89 Punkte
  • Macallan 8 yo 1969/1978 (86.8 US proof, Avery’s for Marshall Taylor for Corti Brothers, San Francisco): 90 Punkte
  • Macallan 1951 (80°proof, OB, Campbell, Hope & King, Italy, +/-1966): 93 Punkte
The Macallan. Bildrechte bei Lars Pechmann.
The Macallan. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Feiern Sie heute mit uns den International Whisk(e)y Day!

Der 27. März ist der Geburtstag von Whisky-Legende und Autor Michael Jackson, der an Parkinson litt und leider viel zu früh verstarb. Ihm zu Ehren, und um die Welt im Kampf gegen diese Krankheit zu unterstützen, riefen bekannte Persönlichkeiten aus der Whiskyszene den International Whisk(e)y Day ins Leben, der 2009 zum ersten Mal gefeiert wurde. Dieser nicht kommerziell orientierte Whisky-Feiertag wird von Fans weltweit jährlich begangen, und auch wir feiern ihn Jahr für Jahr mit.

Wenn Sie mitfeiern und vor allem mithelfen wollen, dann können Sie das mit den Informationen auf der offiziellen Website – und Sie können mit uns auch ein Zeichen setzen: Kopieren Sie einfach das untenstehende Bild für heute als Ihr Facebook-Profilbild oder als Avatar für ihr soziales Netzwerk – und sie zeigen sich damit als Whiskyfreund mit einem Anliegen.

In diesem Sinne: Slaintè! Heben Sie heute ihr Glas auf Michael Jackson, den International Whisk(e)y Day und den Kampf gegen Parkinson.

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Glendalough als bester irischer Single Malt Whiskey in San Francisco ausgezeichnet

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In der Regel halten wir uns bei Berichten von Preisverleihungen etwas zurück – jede Spirituose findet mit etwas Anstrengung irgendwo einen Preis, den sie gewinnen kann (wenn wir ausnahmsweise einmal ein wenig sarkastisch sein dürfen) – aber die San Francisco World Spirits Competition zählt schon zu den wichtigeren Shows in diesem Genre, darum berichten wir, wenn auch sehr selektiv, darüber. Interessant sind dort vor allem die Double Gold Gewinner, und die Sieger der wichtigen Kategorien. Und von einem solchen ist hier und heute die Rede.

Die gesamten Ergebnisse können zwar erst ab 3. April hier abgerufen werden, aber von der irischen Glendalough-Distillery haben wir bereits erfahren, dass ihr Dreizehnjähriger mit Doppelgold und als bester Single Malt Irish Whiskey ausgezeichnet wurde, der Double Barrel mit Doppelgold – ein durchaus beachtliches Ergebnis.

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Whisky im Bild: The Glenlivet 50yo

15.000 Pfund, also knapp 22.000 Euro muss man in die Hand nehmen, um am Flughafen von Edinburg diesen 50jährigen Glenlivet der Winchester Collection (wir berichteten hier) aus dem Jahr 1964 erwerben zu können.

Interessant daran: Laut der freundlichen Angestellten ist das ein Sonderangebot, denn wer ihn bislang in einem der exklusiven lokalen Geschäfte, die den 50jährigen führten, erwerben wollte, musste umgerechnet 3000 Euro mehr in die Hand nehmen und damit 17.500 Pfund bezahlen.

Whisky, der billiger wird? Wir können es nicht so ganz glauben…

Ein Whiskyschnäppchen, gefunden gestern am Flughafen von Edinburgh
Ein Whiskyschnäppchen, gefunden gestern am Flughafen von Edinburgh

Serge verkostet: Linkwood

Sieben Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Linkwood hat Serge Valentin heute verkostet – wie üblich ein breites Spektrum an Jahrgängen und Altersstufen.

Linkwood zählt ja zu jenen Whiskys, die vielen unterschiedlichen Gaumen zu gefallen wissen, und deswegen wird der Whisky von dort auch in Blends wie White Horse oder Johnnie Walker verwendet. Abgesehen von einer Flora&Fauna-Abfüllung und einigen ganz wenigen offiziellen Bottlings in den letzten zehn Jahren findet man ihn aber nur bei Unabhängigen.

Hier die verkosteten Abfüllungen und ihre Wertungen:

  • Linkwood 1995/2014 ‚Honeysuckle Bower‘ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 332 bottles): 83 Punkte
  • Linkwood 24 yo 1990/2014 (51.7%, The Whisky Barrel, Burn’s Malt, hogshead, cask #3540): 86 Punkte
  • Linkwood 17 yo 1987 (57.3%, Scotch Malt Whisky Society, #39.51, ‚Orchids, vanilla and cream‘, 316 bottles, +/-2004): 76 Punkte
  • Linkwood 10 yo 1984/1995 (59.2%, Wilson & Morgan, Barrel Selection, 327 bottles): 87 Punkte
  • Linkwood 15 yo (70° proof, Gordon & MacPhail, licensed bottling, rotation 1969): 90 Punkte
  • Linkwood 1992/2005 (43%, Jean Boyer, Best Casks of Scotland, refill sherry): 85 Punkte
  • Linkwood 11 yo 1984 (60.5%, James MacArthur, 500 years of Scotch Whisky, +/-1995): 65 Punkte
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Marianne Barnes wird Master Distiller bei Old Taylor Reserve

Auch in der amerikanischen Bourbon-Industrie sind Frauen auf dem Vormarsch: Marianne Barnes, bislang Master Taster bei Woodford Reserve, wird nun Master Distiller bei Old Taylor Reserve. Die 28jährige wird laut The Spirits Business gemeinsam mit Will Arvin und Wesley Murry die Old Taylor-Destillerie wiedereröffnen. Barnes ist damit der erste weibliche Master Distiller in Kentucky seit der Prohibition.

Der Whisky, den die drei produzieren wird allerdings nicht als Old Taylor Reserve, sondern unter einem neuen, noch nicht beschlossenen Namen veröffentlicht werden.

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Neu: Springbank Single Cask Port Pipe 12yo in Fassstärke (UK)

Einen neuen zwölfjährigen Springbank wird es in kurzer Zeit geben – mit dem Nachteil für Springbank-Fans, dass man ihn aus dem Vereinigten Königreich importieren werden muss, denn nur dort wird er unseren Informationen nach erhältlich sein.

Der Springbank 12yo Port Pipe wurde im April 2003 destilliert und wird im April 2015 mit 58.3% in limitierter Menge abgefüllt. „Limitiert“ trifft es dabei genau: Gerade einmal 696 Flaschen werden von ihm abgefüllt – er hat also das Zeug zum Sammlerstück.

Preis ist uns momentan nicht bekannt, wir reichen ihn natürlich dann gerne nach.

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Whisky im Bild: Die ersten Fässer der Glasgow Distillery

Anfang März war es endlich so weit: Zum ersten Mal seit 112 Jahren wurde in einer Brennerei in Glasgow wieder Single Malt in Fässer gefüllt. Im letzten September startete die Glasgow Distillery Company mit ihrer Produktion, ihre erste Spirituose war Makar, der Glasgow Gin (wir berichteten). Jetzt ist es auch absehrbar, wann wir den ersten Whisky aus Glasgow erwarten können, wir müssen nur noch drei Jahre lang Geduld haben. Mindestens.

Mehr über die Glasgow Distillery ist in einem Artikel bei STV zu finden.

 

Glasgow Distillery 1
Bild: The Glasgow Distillery Company Limited

 

Glasgow Distillery 2
Bild: The Glasgow Distillery Company Limited

 

Platinum Whisky Investment Fund im Interview

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Vor etwas über einem Jahr startete der Platinum Whisky Investment Fund. Mit raren und seltenen Abfüllungen sollen hier “hohes Wachstum”, “markante Umsatzsteigerungen” und “enorme Outperformance” erreicht werden (wir berichteten).  Im Interview mit Shery Ahn stellt CEO Rickesh Kishnani bei Bloomberg die bisherige Perfomance des Funds dar. Es konnten verschiedene Investoren für dieses Projekt gewonnen werden, die Wachstumsraten dieses Fonds sind (mindestens) zufriedenstellend. Die zu lösende Aufgabe in der nächsten Zeit: es werden mittlerweile nicht genügend rare und seltene Abfüllungen auf dem Markt angeboten, um den Bedarf der Sammler allgemein und dieses Funds im speziellen decken zu können.

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Ein Horst Lüning Portrait in der FAZ

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Er ist das bekannteste Gesicht in der deutschsprachigen Whisky-Szene. Eines seiner Verkostung-Videos auf Youtube hat jeder und jede sich angeschaut – und sei es nur sein Erstes, die mittlerweile legendäre Lagavulin 16 Jahre Verkostung.

In ihrer Onlineausgabe porträtiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute Horst Lüning und seinen Weg zum und mit dem Whisky. Und sehr früh nutzte er und seine Frau die Möglichkeiten der digitalen Welt. Der Online-Handel von Theresia Lüning ist (mindestens) der Größte im deutschsprachigen Raum. Die Steckenpferde ihres Mannes sind die Werbe- und Kommunikationsmöglichkeiten im WorldWideWeb. Mit seinen dortigen Tätigkeiten polarisiert Horst Lüning oft, und man hat den Eindruck, auch gerne.

Bei dieser Gelegenheit senden wir viele Grüße nach Seeshaupt an The Whisky Store.

Serge verkostet: Blended Scotch

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Seine heutige Verkostung führt Serge Valentin in die weite breite Welt der Blends: Von aktuellen Blends mit und ohne Altersangabe bis hin zu sehr alten und frühen Blends ist alles dabei. Und genauso breit gestreut sind auch die Bewertungen. Von mageren 70 Punkten bis in den 90er Bereich reicht die heutige Bandbreite.

Die heutigen Kandidaten und ihre Punkte in der Übersicht:

  • The Famous Grouse (40%, OB, blend, +/-2014) 78 Punkte
  • Mackinlay’s ‚Original‘ (40%, OB, blend, +/-2014) 72 Punkte
  • Chivas Regal 12 yo (40%, OB, blend, +/-2014) 75 Punkte
  • Chivas Regal 12 yo ‚Mizunara Special Edition‘ (40%, OB, blend, +/-2014) 70 Punkte
  • Slaintheva 12 yo (40%, OB, blend, +/-2010) 87 Punkte
  • William Lawson’s 13 yo (40%, OB, blend, bourbon cask finish, +/-2014) 78 Punkte
  • Old Mull (38%, OB, blend, for Mexico, 1950s) 90 Punkte
  • Teacher’s ‚Highland Cream‘ (44%, OB, blend, Ruffino Italy, +/-1960) 91 Punkte
  • Moorland (100°US proof, OB, blend, +/-1940) 75 Punkte
  • Old Elgin 46 yo 1938 (40%, Gordon & MacPhail, Book of Kells, +/-1984) 92 Punkte

Der nächste Longrow Red kommt wieder aus dem Wein-Fass

Im Rahmen der Wiener Whiskymesse am letzten Wochenende hatten wir die Gelegenheit, mit Melanie Stanger von Springbank zu sprechen – sie hat uns dabei auch über die nächste Abfüllung des Longrow Red informiert, der im Herbst als vierte Edition der Serie auf den Markt kommen wird:

Diesmal wird der Longrow Red einen Teil seiner Reifezeit in neuseeländischen Pinot Noir-Fässern verbracht haben.

Nachdem der Longrow Red 2015 in Fresh Port Pipes reifte (eine durchaus gelungene Abfüllung, wie wir fanden), gibt es also wieder einen Schwenk zu den weinigen Noten, die in den Jahren davor den Erfolg der Serie begründet haben. Man darf gespannt sein.

Das hier ist noch die zweite Edition - von der neuen Ausgabe haben wir noch kein verwendbares Bild...
Die zweite Ausgabe des Longrow Red kam aus dem australischen Shiraz-Fass; nach einem Schwenk zum Port also wird es 2015 wieder eine Weinfass-Abfüllung geben…

Diageo zieht Änderung des 90-Tage-Zahlungsziels zurück

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Im Januar kündigte Diageo an, sein eigenes Zahlungsziel von 60 auf 90 Tage zu erweitern (wir berichteten). Das Forum of Private Business sah in diesem Verhalten die Gefahr, dass das Rückgrat der britischen Wirtschaft gebrochen wird, und Politiker warnten, Diageo könnte vom Prompt Payment-Code gestrichen werden.

Nun hat der Branchenriese seine Ankündigung zurückgezogen. Kein kleines oder mittelständisches Unternehmen wird aufgefordert, die 90 Tage als Zahlungsziel zu akzeptieren, es wird, wie bisher, bei einem Zahlungsziel von 60 Tagen bleiben. Näheres ist in einem Artikel des Telegraph zu finden.