PR: Prometheus geht nach China

Von A wee taste of Scotland, dem deutschen Generalimporteur des Prometheus 26yo Speyside Single Malt Scotch Whisky der Glasgow Distillery, haben wir eine Pressemitteilung zur Überreichung des Whiskys an den Single Malt Club China durch Charles MacLean erhalten, in der auch eine neue Abfüllung für das nächste Jahr angekündigt wird:

Charles McLean präsentiert Prometheus 26yo Single Malt dem Scotch Single Malt Club China

Prometheus 26yo Speyside Single Malt Scotch Whisky wurde feierlich an Raymond Lee, Gründer und Vorsitzender des Single Malt Club China (SMCC) überreicht. Der weltbekannte Autor, führende Whiskyexperte und “Master of the Quaich” Charles MacLean überreichte eine Flasche des extrem raren Whiskies als Geschenk an den SMCC.

Liam Hughes, Mitgründer und CEO der Glasgow Distillery Company (GDC) sagte:

„Für uns ist es eine absolute Ehre, Mr. Lee Prometheus präsentieren zu können und ein Zeichen dafür, dass unsere junge Firma sich in eine sehr positive Richtung entwickelt. Die Tatsache, dass Charles MacLean diese feine und sehr rare Expression dem Single Malt Club China präsentiert spricht für die Qualität dieses Scotch Whiskies, den wir als Maßstab für unsere eigenen Glasgow-Whiskies anstreben, die wir in den kommenden Jahren veröffentlichen werden.”

Schottlands First Minister Nicola Sturgeon eröffnete kürzlich das neue Whisky Experience Centre des SMCC in Peking. Die Einrichtung ist öffentlich zugänglich für jeden, der mehr über Single Malt Whisky lernen möchte. Dort sind Materialien zum Produktionsprozess ausgestellt, Gegenstände aus Destillerien und ein Display mit Single Malts, die derzeit in China erhältlich sind.

Prometheus 26yo, benannt nach dem Titanen der griechischen Mythologie, der den Menschen das Feuer brachte, vereint das “torfige Feuer der Inseln mit der reichen Komplexität der Highlands”. “Prometheus 26yo ist ein großartiges Produkt in unserem Portfolio”, sagt Liam Hughes. “Wir hatten sehr viel Glück, dass wir an diesen besonderen Whisky heran gekommen sind und die Popularität von Prometheus steigt stetig. Wir werden eine stark limitierte Anzahl an Flaschen der 27-jährigen Expression im kommenden Jahr heraus bringen und den Rest für weitere Reifung in den Fässern belassen.”

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Neu: Kilchoman – The 2008 Vintage

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Heute Morgen flatterte die Ankündigung des ältesten bisher abgefüllten Kilchomans in unseren digitalen Briefkasten (und bei allen anderen Empfängern des Kilchoman-Newsletters auch). Mit dem Kilchoman – The 2008 Vintage veröffentlicht die kleine Islay-Brennerei ihren ersten siebenjährigen Single Malt. Die verwendeten Ex American Bourbon Barrels wurden im Juli 2008 befüllt, der Whisky durfte bis zum letzten Monat reifen. Ab Montag, dem 7. September um 10:00 Uhr ist diese weitere Kilchoman Vintage Abfüllung erhältlich. Der Kauf ist auf eine Flasche pro Kunden limitiert, der Preis beträgt £55.50.

Offizielle Tastingnotes
Nase: Aromen von Zitrone, Zitrusfrüchte und Butterscotch treten in den Vordergrund, weiche torfige Aromen im Hintergrund.
Geschmack: Eine weiche Süße, zuerst mit Torfrauch, danach mit Noten von reifen Früchten.
Finish: Lang, trocken und süß mit Torfrauch und Früchten zum Schluss.

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The Glenlivet jetzt weltweit Nr. 1 bei Single Malts

Sie haben jahrelang drauf hingearbeitet – jetzt ist es Pernod Ricard mit The Glenlivet gelungen: Laut den neuesten Zahlen von IWSR ist The Glenlivet mit 1.065.000 Cases zu 9 Litern jetzt weltweit die Nummer 1 bei Single Malts und hat damit Glenfiddich an der Spitze abgelöst.

Mehr über den Aufstieg von The Glenlivet, der ja das erklärte Ziel des Mutterkonzerns war und der sich mit dem geplanten Ausbau der Destillerie (wir berichteten unter anderem hier) fortsetzen wird, im Artikel auf The Spirits Business.

PR: Jameson Caskmates jetzt bei Irish-whiskeys.de

Von Irish-whiskeys.de sind wir über einen Neuzugang im Onlineshop informiert worden, den in Irland sehr populären, aber bei uns schwer erhältlichen Jameson Caskmates. Was es damit auf sich hat, beschreibt die folgende Pressemitteilung:

Jameson Caskmates

Seit Oktober 2014 ist Jameson Caskmates in Irland erhältlich. Ursprünglich sollte er nur in einer kleinen Auflage und für einen Pub in der Nähe der Midleton Distillery produziert werden.

Der Pubbesitzer wollte einige leere Whiskeyfässer haben, um dort sein Bier darin nachreifen zu lassen und ihm diesen besonderen Geschmack zu verleihen. So wurde um Weihnachten 2012 das erste Jameson cask-aged Irish Stout in dem Pub verkauft. Nach einiger Zeit kamen 12 Fässer wieder zurück in die Midleton Distillery und es wurde überlegt, ob man nicht sein eigenes Experiment aus den Fässern machen sollte. So wurde normaler blended Jameson mit 60% in die Fässer gefüllt. Nach etwa 6 Monaten waren die Leute bei Jameson ganz begeistert von dem Geruch und dem Geschmack, den sie von diesem Whiskey erleben durften. So ergaben diese Fässer 3.500 Flaschen Jameson Caskmates.

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Diese 3.500 Flaschen waren schnell ausverkauft und man entschloss sich, weitere Fässer zu füllen, in denen vorher Irish Stout gelagert wurde.

In Irland ist dieser Whiskey mitlerweile in vielen Pubs und Spirituosengeschäften erhältlich, auch wenn seine Verfügbarkeit nicht garantiert werden kann. Es handelt sich weiterhin um limitierte Auflagen.

Einige 1,0 Liter Flaschen sind nun ab sofort über irish-whiskeys.de für Deutschland verfügbar.

Gordon & MacPhail präsentiert den ältesten Whisky der Welt – Mortlach 75yo (mit Tasting Notes)

Einen ganz besonderen Whisky hat der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail heute im Royal Opera House, London, vorgestellt: Den Generations Mortlach 75 Years Old. Im tropfenförmigen Decanter wird der Whisky aus dem Jahr 1939 20.000 Pfund kosten – er ist der dritte Whisky in der Generations-Serie. Nach dem Mortlach 70yo und dem Glenlivet 70yo ist er mit seinen 75 Jahren nun der älteste Whisky der Welt, der als kommerzielle Abfüllung angeboten wird. Wer ihn will und das nötige Kleingeld hat: 100 Flaschen gibt es davon, jeweils mit 44.4% abgefüllt.

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Hier die Tasting Notes, diesmal ausnahmsweise nicht übersetzt, sondern in der vollen Blumigkeit der Originalsprache:

Appearance: Mid-amber, with rubious lights.

Aroma (Nat. Str.):Fresh and clean; very slight nose prickle: still lively. A highly perfumed, floral top note – lily of the valley, barber’s shop, scented hand cream, soft leather lady’s dress handbag – with a fruity complex in the middle (dried figs, pomegranate, ripe pear. Peach juice); creamy vanilla (Crème Anglaise), even vanilla fudge, and a faint trace of coffee in the background.

Aroma (@30% Vol):Water reduces the floral notes with scented oil (bath oil? Teak oil?), increases the soft leather note and dries out the aroma somewhat (warm sanded hardwood).

Taste (Nat. Str.):Sweet to start, but not as sweet as expected; considerable fresh acidity and slightly mouth drying. Bitter almonds. A most unusual trace of hemp ropes and very faded creosote, lending a slight smokiness. A medium-length finish, leaving an attractive aftertaste of sandalwood.

Taste (@30% Vol)Lightly sweet; slightly oily texture; mouth drying; then slightly bitter finish. Some spice across the tongue. Warming, even at this lower strength.

Cask Type: First Fill Sherry Butt.

Comment: A most unusual taste – never before encountered. Smooth and highly sophisticated – elegant as a grande dame – the Ingrid Bergman of malts!

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Neue Destillerie in Irland: Boann Distillery

In Irland entstehen immer mehr neue Destillerien – jetzt berichtet die Irish Times von der neu geplanten Boann Distillery in Drogheda, County Loth. Die neue Destillerie (mit Brauerei) wird nach der Fertigstellung 20 Millionen Euro gekostet haben und soll 80 Arbeitsplätze schaffen. Produziert wird Whiskey, Gin und Bier. Hinter dem Projekt steht Pat Cooney, ein Veteran des Getränke-Business, der für den Aufstieg der Gleeson-Gruppe verantwortlich war. Die Destillerie soll allerdings ein Familienbetrieb werden und bleiben.

Der Boden, auf dem die Destillerie entsteht, ist geschichtsträchtig: In Drogheda gab es einmal sage und schreibe 18 Destillerien – im Jahr 1822 dann nur mehr eine.

Neu: BenRiach Single Casks Batch #12 – alle Abfüllungen

Unsere englischsprachige Site whiskyexperts.com hat soeben die neueste Pressemitteilung von BenRiach veröffentlicht, in der der 12. Batch der Single Cask Abfüllungen der Speyside-Destillerie angekündigt wird. Diesmal präsentieren sich die Verpackungen nicht mehr im Streifenlook, sondern einfarbig braun.

Die neun Abfüllungen versprechen wieder einiges Interessantes:

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  • 1976 cask # 541 / 38 years old / Bourbon Barrel / Peated / 48.8% vol.
  • 1979 cask # 517 / 35 years old / Bourbon Barrel / Peated / 46.9% vol.
  • 1985 cask # 10318 / 29 years old / Bourbon Barrel / Peated / 49.0%vol.
  • 1987 cask # 3825 / 27 years old / Tawny Port Hogshead / Tawny Port Finish / 52.9% vol.
  • 1990 cask # 4936 / 25 years old / Bourbon Barrel / Classic Speyside / 50.4% vol.
  • 1995 cask # 74743 / 20 years old / Bourbon Barrel / Classic Speyside / 58.9% vol.
  • 1998 cask # 6394 / 17 years old / Pedro Ximenez Sherry Puncheon / Triple Distilled / Pedro Ximenez Sherry Finish / 57.5% vol.
  • 1999 cask # 8687 / 15 years old / Oloroso Sherry Puncheon / Oloroso Sherry Finish / 56.1% vol.
  • 2000 cask # 69116 / 14 years old / Bourbon Barrel / Classic Speyside / 56.3% vol.

Drei alte getorfte Abfüllungen finden sich, ein Tawny Port, zwei Sherryabfüllungen, eine davon dreifach destilliert. Auf Virgin Oak wurde diesmal verzichtet.

Die Abfüllungen sollten demnächst im Handel auftauchen – die Preise wissen wir noch nicht. Was wir aber wissen: Die Single Casks von BenRiach werden wie üblich sehr begehrt und sehr bald ausverkauft sein…

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Selbsttest auf Focus Online: Sind Sie alkoholgefährdet?

Man muss es deutlich aussprechen: Als Whiskyfreund hat man es mit einer Substanz zu tun, die potentiell gefährlich ist. Alkoholsucht ist ein riesiges Problem unserer Gesellschaft, und auch der genießerische Umgang mit Whisky schützt nicht davor, in Suchtverhalten abzurutschen. Das Wasser des Lebens ist für uns zwar ein Stück Lebensfreude, ein unglaublich vielschichtiges Getränk mit wunderbaren Geschmacksnuancen, aber der Alkohol in ihm ist da, und in einer doch erheblichen Menge. Daran sollten wir immer denken.

Auf Focus online ist nun ein Test der WHO zu finden, mit dem Sie für sich selbst bestimmen können, ob Sie nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation als alkoholgefährdet gelten oder nicht. Machen Sie ihn doch mal – er hilft auf jeden Fall, sich sein Trinkverhalten bewusst zu machen, darüber nachzudenken und es eventuell zu justieren.

Genießen mit Verantwortung – das ist ja auch der Kampagnenslogan der Getränkeriesen, aber denken Sie daran: Die Verantwortung liegt in jedem Fall in Ihrer eigenen Hand.

Serge verkostet: Irische Whiskeys en masse

Freunde irischen Lebenswassers werden heute bei Serge Valentin fündig: In seiner Verkostung bewertet er nicht weniger als 15 (fünfzehn) irische Whiskeys – von den gängigen Standards bis hin zu exotischen Angeboten. Also, gleich in medias res:

  • Jameson ‚Select Reserve‘ (40%, OB, Irish blend, small batch, batch #JQ-058548, +/-2014): 77 Punkte
  • Bushmills 10 yo (40%, OB, Irish single malt, +/-2014): 76 Punkte
  • Teeling ‚Single Grain‘ (46%, OB, Irish grain, wine casks, 2013): 75 Punkte
  • The Irishman ’70‘ (40%, OB, pot still Irish, +/-2009): 79 Punkte
  • The Irishman ‚Rare Cask Strength‘ (56%, OB, Irish, 1400  bottles, bottled 2008): 81 Punkte
  • Cooley 9 yo 1999/2009 ‘Our Angel’ (46%, The Nectar, Daily Dram, Irish single malt): 86 Punkte
  • Cooley 15 yo 1993/2008 ‘The Angel’s Port(al)’ (46%, The Nectar, Daily Dram, Irish single malt, finished in a Port cask): 88 Punkte
  • Cooley 15 yo 1993/2008 ‘The Mad(eira) Angel’ (46%, The Nectar, Daily Dram, Irish single malt, finished in a Madeira cask): 80 Punkte
  • Connemara 8 yo 2001/2009 (59.2%, OB for Limburg, cask #K01/101196): 84 Punkte
  • Irish Malt 6 yo 2009/2015 (51.4%, Limburg Dramclub, 141 bottles): 84 Punkte
  • Cooley 1999/2012 (53.3%, Thosop by The Whiskyman, 179 bottles): 87 Punkte
  • Cooley 12 yo 1992/2004 (60%, Cadenhead, World Whiskies, bourbon barrel, 234 bottles): 90 Punkte
  • Irish Single Malt 22 yo 1991/2014 (48.6%, Eiling Lim): 88 Punkte
  • Ireland 13 yo 2002/2015 (52.2%, Exclusive Malts, 10th Anniversary, cask #20021, 336 bottles): 89 Punkte
  • Irish Malt Peated 1991/2015 (52.2%, The Whisky Mercenary): 91 Punkte

Neu mit Verspätung: Glenlivet Nàdurra First Fill Selection

Angekündigt war er exakt schon vor einem Jahr (wir berichteten hier), aber in diesem Monat wird die Range von The Glenlivet Nàdurra in Deutschland tatsächlich um einen weiteren Whisky ergänzt: Der The Glenlivet Nàdurra First Fill Selection wurde heute mit einer Pressemitteilung, die wir auszugsweise bringen, angekündigt.

Interessanterweise handelt es sich beim ersten Batch, der hier erhältlich sein wird, um eine Abfüllung aus dem Juli des Vorjahres (Batch FF0714, 07/2014, 63.1%), der etwas stärker im Alkohol ist als damals angekündigt. Der Batch hat also in der Tat ein Jahr auf seine Veröffentlichung gewartet. Er wird, wie schon im Vorjahr angekündigt, 60-70 Euro kosten.

Hier die Pressemitteilung, die zunächst über die Nàdurra Range im Generellen spricht:

The Glenlivet, der Pionier unter den Single Malt Whiskys, erweitert sein Sortiment um eine weitere Qualität – The Glenlivet Nàdurra First Fill Selection. Diese wird ab September 2015 den bereits letztes Jahr eingeführten The Glenlivet Nàdurra Oloroso innerhalb der Nàdurra Reihe ergänzen.

Nach traditionellen Methoden des 19. Jahrhunderts im Batch hergestellt, ist Nàdurra ein weiteres beispielloses Produkt, das die Handwerkskunst des Master Destillers Alan Winchester trägt. Seit mehreren Jahren ist er Meister seines Fachs bei The Glenlivet und sichert die Qualität jeder einzelnen Flasche.

Die Whiskys der The Glenlivet Nàdurra Range werden nach handwerklichen Methoden in unterschiedlichen Fässern gereift. Das verleiht den Abfüllungen ihren besonderen Charakter und unterstreicht die Vielseitigkeit und höchste Qualität von The Glenlivet. Anders als viele andere moderne Whiskys, werden die Nàdurra Qualitäten ohne Kühlfiltration in Fassstärke, d. h. aus dem Fass, direkt in die Flaschen abgefüllt – ein Prozess, der den Qualitäten zusätzliche Komplexität und Vollmundigkeit verleiht. Daher erhält diese besondere Reihe auch ihren Namen: Nàdurra – dieser stammt aus dem gälischen und bedeutet Natürlichkeit. Die Namensgebung für die einzelnen Qualitäten wiederum, erfolgt durch das Fass, das den maßgeblichsten Einfluss auf den Reifeprozess nimmt.

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Neue Qualität in der Nàdurra Range: First Fill Selection

Jeder der Qualitäten aus der Nàdurra Reihe liegt eine besondere Fassreifung zugrunde. The Glenlivet Nàdurra First Fill Selection wird im Batch produziert und reift in amerikanischen Eichenfässern.

Die neue Qualität weist ein sanftes Aroma von weicher Vanille, Toffee und reifen Birnen mit einer tropischen Mischung aus Ananas und Banane auf. Spritziger Citrus sorgt für einen erfrischenden Abgang.

„Whiskyliebhaber bewundern The Glenlivet seit über 200 Jahren für seinen einzigartigen Geschmack. Mit unserer Nàdurra Range haben wir die Handwerkskunst hinter The Glenlivet in den Vordergrund gestellt und wollen so die Vielseitigkeit und hohe Qualität betonen“

so Stephan Schmidt, Marketing Manager Prestige Selection und Whiskys.

Serge verkostet: Lagavulins, die keine sind

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Ein etwas seltsamer Titel, zugegeben – aber er hat seine Berechtigung. In der Verkostung von Serge Valentin von heute geht es (bis auf eine Ausnahme) um unabhängige Abfüllungen rauchiger Whiskys, die keinen Destillerienamen tragen, weil es die Abfüllverträge nicht erlauben. Und offiziell weiß auch niemand, welcher rauchige Whisky in der Flasche ist. Es gibt Vermutungen, Gerüchte – und inoffizielle Statements, die unter vorgehaltener Hand von Abfüllern, Importeuren und Händlern erzählt werden. Manchmal sind sie wirklich nur Gerüchte, manchmal aber (je näher am Ursprung man sie abgreifen kann) stimmen sie auch.

Genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Hier sind die keine Lagavulins, die Serge heute verkostet hat 🙂

  • Finlaggan ‚Old Reserve‘ (40%, Vintage Malt Whisky Society, +/-2005): 88 Punkte
  • Finlaggan 10 yo (40%, Vintage Malt Whisky Society, +/-2005): 82 Punkte
  • Classic of Islay 14 yo (60.5%, Jack Wiebers, cask #1033, sherry finish, 2006): 89 Punkte
  • Lagavulin 10 yo 2005/2015 (60.3%, Gleann Mor, A Rare Find, cask #200802): 75 Punkte
  • Dun Naomhaig Water ‘Edition Maltmill, batch 2’ (40%, Reifferscheidt, Romantic Rhine Collection, bourbon and sherry, 180 bottles, 2014): 87 Punkte

PS: Wir teilen Serge’s Einschätzung über die späteren Finlaggans…

Malt Review verkostet Dalmore Constellation

750 Euro pro Glas Dalmore Constellation 1978, 30.000 Euro die Flasche Dalmore Constellation 1968 – das sind beides keine Whiskys, die man mal so im Vorbeigehen verkostet. Da muss einem schon Master Blender Richard Paterson von Dalmore (oder auch Brand Manager Paul Willims) begegnen und fragen, ob man nicht mal kosten will.

Nein, uns ist das leider nicht passiert, aber dem Blogger, der Malt Review, eine englischsprachige Whisky-Site, betreibt. Und weil das so eine Seltenheit ist, ist es uns zum Auftakt des Septembers auch einen eigenen Artikel wert.

Jedenfalls konnte der gute Mann neben dem King Alexander und dem Dalmore 15yo bei einem Event auch den Dalmore Constellation 1978 sowie den Dalmore Constellation 1968 verkosten. Der persönliche Favorit des Abends war der 1978, denn seine Textur und seine Vielschichtigkeit soll fantastisch gewesen sein.

Und falls Sie sich jemals gefragt haben, ob so teure Whiskys ihr Geld wert sind (wer nicht?), zitieren wir hier für Sie Richard Paterson: Wir leben nicht in einem Zeitalter der Millionäre, sondern der Milliardäre. Diese hat sich Dalmore mit der Constellation-Serie als Zielgruppe ausgesucht – und dort verschiebt sich zwar (hoffentlich) nicht die Skala der Werte, wohl aber die der Wertigkeiten.

So kann man diese Frage letztlich nur jeweils für sich beantworten: Sind so teure Whiskys MIR ihr Geld wert? Denn letztlich definiert nicht das Objekt den Wert, sondern nur man selbst…

Whisky des Monats September: Longmorn 16 yo

 

Auch in diesem Monat stellen wir Ihnen wieder einen Whisky vor, dem wir wünschen, dass ihm ein wenig mehr Beachtung geschenkt wird – und wie immer sehr subjektiv. Wir bleiben nach dem Benriach 10yo im Juli und dem Aultmore 12yo im letzten Monat weiterhin in der Speyside. Unser Whisky des Monats September ist der Longmorn 16 yo.

Recht spät im 19. Jahrhundert, im Jahre 1894, gründete John Duff gemeinsam mit Charles Shirres und George Thomas die Destillerie Longmorn. John Duff gründete fast 20 Jahre mit Partnern zuvor schon die Brennerei Glenlossie, konzentrierte seine Arbeit aber ganz auf das neue Projekt Longmorn und löste seine Verbindung zu Glenlossie. Wenig später ging Longmorn in den Besitz des Nachbarn Benriach über. In den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, nach dem Zusammenschluss 1970 mit Glenlivet und Glengrant, wurden die Brennblasen auf acht verdoppelt und die Brennerei umfassend renoviert. Die kanadische Firma Seagram übernahm 1977 dann Longmorn, seit 2001 ist die Destillerie nun im Besitz von Pernod Ricard. Für eine schottische Brennerei blickt Longmorn auf eine wenig abwechslungsreiche Geschichte zurück, dazu passt auch, dass es in ihrer Historie nie zu einer zeitweisen Schließung kam.

Longmorn Distillery, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Longmorn Distillery, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Seagram brachte 1986 eine 15-jährige Brennerei-Abfüllung auf den Markt. Auch wenn der Eigentümer sich nicht besonders intensiv um die Vermarktung dieses Whiskys kümmerte, war er in der Fachwelt wegen seiner äußerst hohen Qualität hoch angesehen. Jim Murray zählte ihn in seiner vor-biblischen Zeit zu den „Zehn besten Whiskys der Welt“. Und Walter Schobert erklärte in seinem „Whiskylexikon“ nach dem Übergang von Longmorn in den Besitz von Pernod Ricard eine mögliche Einstellung dieses 15-jährigen zum Verbrechen, einem der, seiner Meinung nach, komplexesten und größten Whiskys Schottlands. Pernod Ricard tat dies trotzdem.

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Jahre später brachten sie dann den noch immer so erhältlichen Longmorn 16 yo auf den Markt, ein Jahr älter als sein Vorgänger und mit kräftigeren 48 Vol. % abgefüllt. Die bauchige Flasche mit Metall-Banderole und Leder umfassten Fuß kommt in einer schlichten, aber akzentuierten Eleganz daher, ebenso schlicht und elegant ist die Umverpackung mit ihrem Magnetverschluss. In Zeiten der teilweise recht bunten und äußerst aufwändigen Designs von Flasche, Umverpackung und auch Namensgebung erscheint der Longmorn 16 yo ein wenig wie ein Mauerblümchen, das erst auf den zweiten Blick auffällt, dann aber zu faszinieren vermag. Nicht verwunderlich, finden wir ähnliches auch beim Whisky wieder. Wohl fast ausschließlich in Ex-Bourbonfässern gereift, tritt uns der Longmorn 16 yo ohne ein möglicherweise überdeckendes Finish oder übergroßen Fasseinfluss entgegen. In der Nase finden wir fruchtige Aromen, welche sich mit Noten aus der Welt der kräftigeren Gewürze zu einem komplexen Bouquet vermengen. Am Gaumen leicht trocken, mit weniger Frucht, mehr Würze, und weiterhin komplex, im Finish dann lang anhaltend und deutlich nachhallend mit seiner Würzigkeit.

Der Whisky aus der Brennerei Longmorn ist einer der Hauptbestandteile des sich ebenfalls im Besitz von Pernod Ricard befindenden Blends Chivas Regal. Und auch unabhängige Abfüller schätzen die Whiskys von Longmorn und greifen hier gerne zu. In unserem Verkostungsarchiv finden sich ein Longmorn aus der Duncan Taylor Octave Serie und ein 21-jähriger aus dem Hause Best Dram – beide mit einem „Sehr Gut“ von uns bewertet, und nur zwei von vielen unabhängigen Longmorns.

Seltener Whisky: Preisexplosion im ersten Halbjahr

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Auch wenn die Verkäufe des „normalen“ Whiskys weltweit eher stagnieren als steigen, gilt das nicht für die Preise bei seltenem und alten Whisky, wie ein Artikel in Yahoo Finance nun berichtet. Da geht es nach oben – und zwar ganz gewaltig: Mehr als ein Drittel (!) haben die Preise für Sammlerwhisky im letzten Halbjahr angezogen.

Und auch die Nachfrage nach seltenen Abfüllungen ist stetig am Steigen: 20.638 Flaschen wurden im ersten Halbjahr in Auktionen verkauft, mehr als 35% mehr als im Vergleichszeitraum. Besonders gefragt waren Brora, Dalmore und Port Ellen.

Das ist aber nichts im Vergleich zu japanischem Whisky: Hier sind die Preise für Karuizawa-Whiskys im Halbjahr um 66% angezogen.

Die größte persönliche Wertsteigerung aber, finden zumindest wir, hat seltener Whisky, wenn er getrunken wird. In diesem Sinne: Slainté!