Video: The Balvenie über Handwerkskunst (Teil 2)

Wie versprochen bringen wir heute als Sonntagsvideo den zweiten Teil einer sechsteiligen Serie der Destillerie Balvenie über Handwerkskunst (die nächsten Teile werden erst in den nächsten Wochen und Monaten von der Destillerie veröffentlicht).

Diesmal trifft sich Chefkoch Michel Roux Jr. mit Sasha und Hugh Grierson auf ihrer Farm in Perthshire/Schottland, um die Handwerkskunst in der Arbeit eines schottischen Bauern zu entdecken. Neun Minuten voller wunderschöner Bilder und interessanter Informationen – hier bei uns oder auf Youtube, mit denen wir Ihnen einen traumhaften Sonntag wünschen wollen. Wir haben noch einige andere Sachen für Sie in petto (zum Beispiel am Abend die Bekanntgabe der Gewinner unseres Gewinnspiels), also schauen Sie immer wieder mal vorbei…

Whisky im Bild: Unsere Verlosungsflaschen – bis morgen noch mitmachen!

Erst am Sonntag um 12:00 endet die letzte Runde unseres großen Jubiläumsgewinnspiels, und bis dahin können Sie noch um die letzten vier Flaschen mitspielen:

Untenstehend finden Sie ein Bild mit allen unseren Verlosungsflaschen (nur der Wolfburn fehlt darauf aus technischen Gründen) – viele davon sind schon bei den glücklichen Gewinnern eingetroffen.

Also: Machen Sie noch mit! Morgen am Nachmittag ist es zu spät!

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Whiskyundfrauen: Ein Besuch bei der Schlitzer Destillerie

Wussten Sie, dass es deutschen Whisky gibt, der 25 Jahre alt ist? Zugegeben, man bekommt ihn nicht ganz einfach, denn es gibt nur 150 Flaschen davon und die sind seit langem eine gesuchte Rarität. Sie stammen aus der Schlitzer Destillerie, die nicht nur die älteste noch in Betrieb befindliche Destillerie Deutschlands ist (gegründet 1585), sondern eine der ältesten weltweit überhaupt.

Die Sharing Angels haben die Destillerie letztes Jahr im Sommer besucht, margaretemarie hat sich für weitere Recherchen unlängst erneut dorthin begeben und auf ihrem Blog einen reich bebilderten und ausführlichen Bericht darüber gebracht. In ihm geht es nicht nur um die Geschichte der Destillerie und die 25jährige Abfüllung, man erfährt auch einiges über die aktuelle Whiskyproduktion und die Menschen dahinter. Hier ein kleiner Auszug:

Zwei Linien wurden entwickelt, der Glen Slitisa Sour Mash Single Malt und der Glen Slitisa Single Wheat Malt, den derzeit einzigen reinen Weizenwhisky in Deutschland. Beide Varianten sind etwa fünf Jahre alt. Leider ist der Single Wheat Malt seit kurzem ausverkauft, einen neuen wird es erst wieder in ein paar Jahren geben. Im Einstiegsbereich gibt es zudem noch den „Burgenwhisky“. Destillateur-Meisterin Nina Lang hat sich Anfang des Jahres mit der süßen Seite des Lebenswassers befaßt und einen Whisky-Likör entwickelt.

Heute liegen auf den Dachböden der Brennerei noch ca. 140 Fässer. Gemessen an den Mengen anderer deutscher Whisky-Produzenten ist das verschwindend gering. Doch beim Geschmack muss man den Vergleich mit den Großen der Branche keinesfalls scheuen. Der Slitisian Whisky, wie er mittlerweile heißt, gehört mit zu den besten, die man derzeit in Deutschland finden kann.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Unser Titelbild zeigt den neuen Brennmeister Florian Susemichel, der unter den wachsamen Augen des Zolls den Whisky nach Abwaage in die Fässer füllt. Fotorechte bei margaretemarie.

Video: The Balvenie über Handwerkskunst (Teil 1)

Heute und morgen wollen wir Ihnen, in Erweiterung unserer Rubrik „Sonntagsvideo“, zwei Filme von The Balvenie vorstellen, die sich mit dem Thema Handwerkskunst beschäftigen. „Craftmanship“ ist ja das Leitmotiv, das sich The Balvenie für die Kommunikation auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Serie von sechs Beiträgen (zwei davon sind bislang erschienen) läuft unter dem Titel „The Craftmen’s Dinner„, und in ihr geht es um Menschen, die Handwerk zu ihrer Kunst erhoben haben. Das mag vielleicht nicht direkt mit Whisky zu tun haben, aber wir denken, dass man als Genießer auch durchaus mit einer Destillerie gemeinsam über den Tellerrand blicken kann – vor allem, wenn dieser Blick eine wirkliche Augenweide und interessant ist.

Im ersten Beitrag heute zeigen wir die Begegnung zwischen dem Präsentator und Meisterkoch Michel Roux Jr und Will Ferraby, einem der letzten Messermacher in England. Morgen setzen wir mit Teil 2 fort, um danach alle 14 Tage eine weitere der sechs Folgen zu bringen. Freuen Sie sich auf 10 aufwendig und – ganz im Sinne der Serie – handwerklich excellent produzierte Minuten bei uns und auf Youtube.

PR: Neues von HYDE Irish Whiskey

Alba Import hat uns eine Pressemitteilung zu den Neuigkeiten beim HYDE Whiskey aus Irland geschickt. Es geht um den neuen Hyde No. 3, und um eine Auszeichnung, die HYDE bei  der San Francisco World Spirits Competition gewonnen hat. Wir bringen sie hier für Sie in den relevanten Auszügen:

Der irische unabhängige Abfüller präsentiert HYDE No. 3 Irish Single Grain Whiskey und gewinnt mit HYDE No. 1 Single Malt zweifach Gold als „Best Irish Whiskey“ bei der San Francisco World Spirits Competition.

Vor einem Jahr präsentierten die Independent Bottler Alan und Conor Hyde aus Cork im Süden der Republik Irland mit „HYDE No. 1“ die erste Abfüllung unter ihrem Label.

Dank der Reifung in äußerst intensiven Fässern (10 Jahre in Fresh Bourbon  plus 10 Monate in Fresh Oloroso) fand der Erstling, für irische Whiskeys außergewöhnlich üppig und  komplex, schnell Liebhaber.

Mit „HYDE No. 2“ erschien im Oktober letzten Jahres die geschmacklich ebenso intensive zweite Abfüllung der Brüder Hyde, welche nach 10 Jahren in Fresh Bourbon für weitere acht Monate in Dark Barbados Rum Fässern reifte.

Zum 100. Jahrestag des Dubliner Osteraufstands im Jahr 1916, der Initialzündung zur irischen Unabhängigkeit, stellen Alan und Conor nun mit „Hyde No. 3“ einen Premium Irish Single Grain Whiskey vor: „Hyde No. 3 The Aras Cask“.

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Auch die dritte Hyde-Abfüllung stammt aus Fässern, die den Charakter des Whiskeys maßgeblich bestimmen, in diesem Fall „heavily charcoaled casks“, Ex-Bourbon Fässer, ausgekohlt auf Level  5 (oder auch Alligator-Level genannt). Nach sechs Jahren Reifung führt die Verwendung dieser besonderen Fässer zu wunderschönen Karamell-Noten sowohl in Duft als auch Geschmack, harmonisch ergänzt durch würzige und fein fruchtige Aromen.

Ebenso wie Hyde  No. 1 + 2 abgefüllt in 46% Vol., un-chillfiltered und ohne Zusatz von Farbstoff, präsentiert sich auch Hyde No. 3 in Small Batch Premium Qualität und schwerer als man es von einem Irish Single Grain Whiskey kennt.

Zeitgleich mit der Markteinführung ihrer dritten Abfüllung erhielten Alan und Conor Hyde die freudige Nachricht, dass ihr Hyde No. 1 bei der diesjährigen San Francisco World Spirits Competition die Auszeichnung „Double Gold – Outstanding“ erhielt und zum Best Irish Whiskey gekürt wurde! Eine Bestätigung für die hohen Qualitätsansprüche und die exzellente Fass-Selektion im Hause Hyde.

Hyde No.1 Award

PR: WHISKY-BUCH VON EYE FOR SPIRITS AB SOFORT IM HANDEL ERHÄLTLICH

Mit einer Pressemitteilung machte uns heute EYE FOR SPIRITS auf ihr kürzlich erschienenes Whisky-Buch aufmerksam, die wir hier gerne mit Ihnen ungekürzt teilen:

Mit 220 Seiten detailliertem Hintergrundwissen ergänzt das Online-Magazin für Trinkgenuss EYE FOR SPIRITS die deutschsprachige Whisky-Literatur um ein neues Werk. Im Mittelpunkt des neuen Whisky-Buches stehen allerdings nicht Destillerien und Unternehmen, sondern der Whisky-Trinker selbst. Der Whisky-Fan wird nach der Lektüre des Whisky-Buches von EYE FOR SPIRITS anders genießen als zuvor.

Hierfür wird die eigene, persönliche Sensorik ebenso unter die Lupe genommen, wie auch Möglichkeiten die eigene Aromen- und Geschmackswahrnehmung zu manipulieren und
gezielt zu verbessern. Bewusst und unbewusst. Hierzu stützt sich EYE FOR SPIRITS auf aktuelle wissenschaftliche Publikationen und vermittelt diese für Laien leicht verständlich. Neben Coating und Adstringenz werden diverse andere Phänomene, die bei der Verkostung von Whisky auftreten können, erläutert.

Um dem geneigten Whisky-Trinker einen roten Faden an die Hand zu geben, die Komplexität eines Single Malt Scotch Whiskys oder Straight Bourbon Whiskeys maximal zu entdecken, liegt ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Buches auf der „Anatomie der Verkostung“. Was sollte man beachten und was lieber sein lassen, möchte man einen Whisky vollends genießen? Vom Einfluss der Farbe eines Whiskys auf unser Geschmacksempfinden bis hin zur ewigwährenden Diskussion ob Wasser und Eis eine Wohltat oder ein Frevel für den Whisky sind, wird das Thema „Tasting“ bis ins Detail durchleuchtet.

Um die 300 bis 400 Duft- und Geschmacksmoleküle, die ein Whisky besitzen kann, zu erkennen und zu zuordnen, hilft es häufig deren Ursprung zu kennen. Aus diesem Grund werden auf über 120 Seiten Insider-Informationen zur Herstellung diverser Whisky-Arten gegeben, die es so in der deutschsprachigen Whisky-Literatur bis dato noch nicht gab.

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Das Whisky-Buch von EYE FOR SPIRITS enthält folglich auf 7 Kapiteln und über 40 Unterkapiteln einzigartige Infografiken, hochwertige Bilder und zeitlose Fakten. Es ist ab sofort als eBook für 24,90 € oder als Hardcover für 29,90 € bei ausgewählten Fachhändlern oder auf www.eyeforspirits.com/whiskybuch erhältlich.

PR: Grund zum Feiern bei der Glasgow Distillery Company – Gold bei der SFWSC 2016

Von A Wee Taste of Scotland, dem Generalimporteur für Prometheus, haben wir eine Presseinformation über das Abschneiden der Produkte der Glasgow Distillery Company bei der San Francisco World Spirits Competition 2016 erhalten – die Presseaussendung haben wir um die nicht für Whisky relevanten Teile gekürzt und bringen sie hier:

Das Team der Glasgow Distillery hatte gestern allen Grund zum Feiern, als sie erfuhren, dass ihr Produkt bei der jährlichen World Spirits Competition in San Francisco ausgezeichnet wurde. Prometheus 26yo, der Speyside Single Malt gewann Gold bei der prestigeträchtigen Preisverleihung, die in der Industrie auch als “Oscars der Spirituosenindustrie” angesehen werden.

CEO Liam Hughes sagte:

“Mehr als 1.500 Produkte der besten Spirituosenhersteller der Welt nahmen dieses Jahr am Wettbewerb teil. Wir sind unglaublich glücklich, dass eine relativ junge Destillerie wie wir es sind, sich so erfolgreich mit den Besten der Welt messen kann.”

Prometheus, ist ein 26 Jahre alter Single Malt Whisky aus der Speyside, dessen Original-Destillerie ein streng gehütetes Geheimnis ist. Für Prometheus 26yo ist es bereits die zweite Goldmedaille, denn im Dezember vergangenen Jahres wurde er mit dem “Editor´s Choice Gold Award” vom Whisky Magazine ausgezeichnet. Die Glasgow Distillery wird eine Prometheus-Serie heraus bringen und das zweite Release der Serie Prometheus 27 Years Old ist gerade veröffentlicht worden.

Weitere Informationen zur Glasgow Distillery und der Prometheus-Serie finden Sie beim exklusiven Importeur A Wee Taste of Scotland.

Whisky-Aprilscherze – Teilen Sie Ihre Funde

Wie üblich tauchen heute auf den verschiedensten Seiten whiskybezogene Aprilscherze auf (ja, auch wir bekennen uns schuldig) – und es macht immer wieder Freude zu sehen, wie viel Nachdenken und wie viel Arbeit in manche davon geflossen ist.

Wir möchten mit diesem Beitrag hier ein Sammelbecken für solche Scherze schaffen und bitten Sie, unsere Leser, um Mithilfe. Hängen Sie an diese Nachricht einfach als Kommentar Ihren Aprilscherz-Fund an (oder unter dem Facebook-Beitrag, falls Sie diese Nachricht auf unserer Facebook-Seite lesen) und lassen Sie andere daran teilhaben.

Wir starten gleich mal mit zwei Funden, die uns in die Augen gesprungen sind:

Und jetzt sind Sie dran 🙂

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PR – Neu: ROCK LOBSTER Limited Edition 2016

Vom Bremer Spirituosen Contor haben wir eine Pressemitteilung über eine für Deutschland exclusive Sonderabfüllung aus dem Haus DOUGLAS LAING erhalten, die ROCK LOBSTER Limited Edition 2016 aus der Reihe der Remarkable Regional Malts. Hier die Informationen, die uns übermittelt wurden:

ROCK LOBSTER – Limited Edition 2016

Ein echter Hammer mit echtem Hummer

Das Familienunternehmen DOUGLAS LAING aus Glasgow überrascht auch dieses Jahr mit einer Limited Edition seiner erfolgreichen Reihe der Remarkable Regional Malts. Dieses Jahr ist ihnen ein besonders dicker Fisch ins Netz gegangen. Oder besser gesagt, ein dicker Hummer. ROCK LOBSTER heißt die neueste Kreation von Fred Laing und soll insbesondere in der Kombination mit echtem Hummer ein wahrer Hochgenuss sein.

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Für diesen außergewöhnlichen Whisky verwendete Fred Laing Fässer von teils schon vergessenen Brennereien. Neben Port Ellen enthält ROCK LOBSTER unter anderem Fässer von Malt Mill und Newton Distillery. Natürlich wurde ganz nach Laing Familientradition auf den Zusatz von Farbstoffen und auf Kältefiltrierung verzichtet.

Sein ganz besonderes Aroma erhält ROCK LOBSTER nicht vom Whisky, sondern von der echten Hummerschere, die in jeder Flasche schwimmt.

Fred Laing dazu:

„ROCK LOBSTER ist bisher vielleicht meine persönlichste Abfüllung. Sämtliche Hummer für diese Abfüllungen habe ich per Hand geknackt und nach ausführlicher Verkostung sorgsam für die Flaschen ausgewählt. Mein jahrelanges Squash-Training war dabei sicherlich eine große Hilfe.“

ROCK LOBSTER wird in Fassstärke abgefüllt und ist streng limitiert. Das ursprünglich geplante Batch ist deutlich kleiner ausgefallen als geplant. Ein Risiko, welches im Whiskybusiness nicht unbekannt ist. Fred Laing hierzu:

„Der Hummer war alle. Das kann leider passieren.“

194 Flaschen werden exklusiv in Deutschland verfügbar sein. Aufgrund der hohen Nachfrage dürften die Kontingente schnell erschöpft sein.

ROCK LOBSTER ist ab dem 01.04.2016 im ausgewählten Fisch- und Spirituosenfachhandel erhältlich.

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Über das Bremer Spirituosen Contor

Die Bremer Spirituosen Contor GmbH wurde 1994 als Tochterunternehmen der GES Großeinkaufsring des Süßwaren- und Getränkehandels e. g. gegründet. Als Zwischenhändler von Spirituosen, Champagner, Sekt und Wein sowie Generalimporteur von internationalen Premiumspirituosen in Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 85 Mitarbeiter am Hauptsitz in Bremen. Im letzten Jahr wurde das Bremer Spirituosen Contor beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) für seine Exklusivmarken als „Importeur des Jahres 2014“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Bremer Spirituosen Contor unter www.bremerspirituosencontor.de

SWA erlaubt nach NAS-Whiskys nun NDS-Whiskys

Laut zuverlässigen Quellen in einem der größten Getränkekonzerne der Welt hat die Whiskyindustrie von der Scotch Whisky Association (SWA) grünes Licht dafür bekommen, im Laufe des Jahres 2016 erstmals und dann forciert NDS-Whiskys (No Distillery Statement) einzuführen.

Ein namentlich nicht genannt werden wollender leitender Mitarbeiter des Konzerns erklärte uns die Hintergünde für die Entscheidung der SWA, die sie wohl in enger Abstimmung mit der Industrie traf:

„Nach NAS, also No Age Statement Whiskys, ist NDS, No Distillery Statement, der logische Folgeschritt, der es uns ermöglicht, flexibler und punktgenauer auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren. Wir besitzen eine Vielzahl von Destillerien, und deren Geschmacksprofile haben unsere Marketingabteilungen eigentlich eher daran gehindert als dabei unterstützt, den nötigen Schritt von einem Whisky, der durch den Geschmack definiert wird, zum story led whisky, einem Whisky, der sich in seiner Profilierung völlig auf den Erfindungsreichtum der Marketingmanager und der Assoziationsfreude der Konsumenten verlässt, zu gehen.“

Der von uns um eine Stellungnahme gebetene Sprecher der SWA ergänzte:

„In einer Zeit fortschreitender Globalisierung unterstützen wir den schottischen Whisky, den Begriff „Terroir“ von der Ebene der Produktionsstätte auf die für das Marketing wesentlich griffigere Definition der Gesamtregion zu heben. Das wird es der schottischen Whiskyindustrie auch ermöglichen, die Lasten in der Produktion besser und effizienter zu verteilen. Der Egoismus und der Konkurrenzkampf der einzelnen Destillerie wird ein Ende finden, die Zusammenarbeit in der Region gestärkt.“

Die Entscheidung wird auch in den Werbeagenturen und Marketingabteilungen begrüßt: Sie helfe dabei, den Konsumenten aus der Abhängigkeit von sogenannten Whisky-Päpsten und deren Selbstüberschätzung zu befreien. Ein Agenturchef:

„In Blindverkostungen und Focus Groups konnten wir deutlich sehen, dass die Zuordnung eines Whiskys zu einer bestimmten Destillerie ohnehin reine Glückssache ist, auch für ausgewiesene Experten. Daher erscheint es uns richtig, den Fokus auf die Geschichte rund um den Whisky zu verschieben und es dem Konsumenten zu ermöglichen, erwartungsoffener an den Geschmack heranzugehen.“

Fürs erste sind von der SWA vier Themenkreise für NDS Whiskys vorgegeben, zu denen die Destillerien ihr Produkt beisteuern können:

  • Nordische Götter
  • Geschichten über Vorfahren, Schmuggler und illegale Brenner
  • Das Meer und Wetterphänomene
  • und – als Spezialgebiet für Einzelfassabfüllungen – in Lagerhäusern vergessene und zufällig entdeckte mysteriöse Fässer.

An eine farbliche Kennzeichnung der Flaschen zu den jeweiligen Themenkreisen ist gedacht, sie wird aber voraussichtlich erst in einer zweiten Umsetzungsstufe 2017 verwirklicht.

Die ersten NDS-Abfüllungen sollen im zweiten Halbjahr 2016 mit einer begleitenden Imagekampagne eingeführt werden.

Drei Diageo-Destillerien von Keep Scotland Beautiful ausgezeichnet

Es gibt auch noch andere Kriterien als wirtschaftliche Größe, die den Faktor Erfolg ausmachen, auch wenn man das in der heutigen Zeit manchen Unternehmen erst ins Gedächtnis rufen muss. Es geht auch um Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit, um den Umgang mit den Menschen und andere Soft Goals, die sich leider nur schwer in Spreadsheets abbilden und deshalb im Geschäftsleben nicht immer einfach konkretisieren und umsetzen lassen.

Umso mehr freut es, wenn das größte Unternehmen der Branche, Diageo, diese Haltung nicht nur in den Hochglanzprospekten darstellt, sondern auch lebt – und sukzessive von dritter Seite bestätigt und ausgezeichnet bekommt. Das ist laut einem Artikel auf The National jetzt bei Diageo geschehen. Von Keep Scotland Beautiful, dem größten gemeinnützigen Verein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Schottland, sind drei der Diageo-Destillerien für ihre vorbildliche Haltung in Umweltschutz, Abfallmanagement, Bürgerbeteiligung und weiteren Kriterien mit Gold ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um Glenkinchie, Dalwhinnie und Oban.

Es war nebenbei das erste Mal, dass eine Destillerie in Schottland die Goldauszeichnung gewann. Dass es gleich dreimal geschah, wird Diageo besonders freuen.

Im Bild: Die Destillerie Dalwhinnie

Whisky des Monats April 2016: Wolfburn First General Release

Monat für Monat stellen wir Ihnen auf Whiskyexperts einen Whisky vor, den wir beachtenswert finden. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, in denen wir uns in der Redaktion Subjektivität gestatten, und so gibt es immer verschiedene Vorschläge, bevor wir einen finalen Kandidaten auswählen. Diesmal ging das recht schnell, denn wir waren uns schnell einig, dass diese Ehre im April einem Newcomer gebührt: dem Wolfburn First General Release.

wolfburn first general

Dabei geht es uns eigentlich gar nicht so sehr um den Whisky – denn ein Dreijähriger bleibt ein Dreijähriger (auch wenn der Wolfburn für sein Alter schon bemerkenswert gereift ist), sondern mehr um das Gesamtkonzept „Wolfburn“, das uns rundherum gelungen erscheint.

Als wir im Frühjahr 2013 in Kapstadt den Besitzer der Destillerie, Andrew Thompson, trafen, trafen wir einen Mann voller Begeisterung und einem klaren Ziel vor Augen: Oben in Thurso, nahe seines Heimatortes Wick, eine Destillerie vom Feinsten zu machen. Thompson holte sich die besten Leute und das beste Equipment, stellte eine funktionale, aber erstklassige Destillerie auf das schmucklose Industriegelände – und tat drei Jahre lang nichts anderes, als dort die Produktion „seines“ Whiskys zu perfektionieren. Man produzierte keinen Gin, man legte nur ein kleines Founders-Programm ohne viel Publicity auf – alles Zeichen dafür, dass es von Anfang an nicht an den Mitteln mangelte, den Traum ohne Kompromisse zu realisieren.

Dieb beiiden neu angefertigten Stills von Wolfburn. Die Tanks im Hintergrund allerdings atmen Destilleriegeschichte: Sie stammen aus Caperdonich. Copyright Mario Prinz.
Die beiden neu angefertigten Stills von Wolfburn. Die Tanks im Hintergrund allerdings atmen Destilleriegeschichte: Sie stammen aus Caperdonich. Copyright Mario Prinz.

Es war uns möglich, die Reifung des New Makes von Anfang an über Verkostungssamples zu begleiten – und es stellte sich rasch heraus: Hier reift etwas Gutes. Shane Fraser, der dem Vernehmen nach dem Wechsel von Glenfarclas zu Wolfburn sofort und unmittelbar nach dem ersten Schluck aus der Quelle der Destillerie zugestimmt hatte, scheint den Prozess der Herstellung perfektioniert zu haben – die Fassproben konnten in jeder Stufe auf ihre Art überzeugen.

Distillery Manager Shaun Fraser vor dem Mashtun. Foto Copyright Mario Prinz
Distillery Manager Shane Fraser vor dem Mashtun. Foto Copyright Mario Prinz

Als es dann im Februar dieses Jahres soweit war und die erste Ausgabe des Whiskys abgefüllt wurde, setzte man einen selbstbewussten und – unserer Meinung nach – goldrichtigen Schritt: Es gab zwar eine kleine Sonderauflage (die vielleicht auch etwas unglücklich über die diversen Märkte verteilt wurde), aber der First General Release wurde sehr breit und vor allem zu einem vernünftigen Preis angelegt. So macht man sich bekannt – und man macht sich Good Will in der Whisky-Community – selbst wenn man momentan in Wolfburn mit dem Abfüllen nicht mehr ganz nachkommt. Es ist genug da, und es lässt sich schon heute mit einiger Sicherheit vorhersagen, dass jene, die neue Whiskys kaufen, um sie gewinnbringend und (auch das muss einmal gesagt sein) steuertechnisch illegal auf Onlineplattformen zu verkaufen, wenig Freude mit der Erstausgabe von Wolfburn haben werden – ganz im Gegensatz zu jenen, die nicht nur eine Flasche davon aufmachen wollen.

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Gutes Konzept – guter Whisky – gutes Marketing: All diese Punkte haben uns dazu bewogen, den Wolfburn zu unserem Whisky des Monats April zu machen. Wir sind uns sicher, dass diese Erstausgabe der Beginn einer langen Freundschaft sein wird, ähnlich, wie wir es mit Kilchoman erlebt haben…

Video: Ralfy verkostet Lagavulin D.E. 2015 (Review #576)

Die Distillers Editions der Classic Malts sind fixe Bestandteile der Whiskylandschaft – die meisten davon erscheinen jährlich neu, manche seltener. Sie haben immer eines gemein: Der Whisky ist zusätzlich zur normalen Reifung noch in einem speziellen Fasstyp gefinisht worden.

Die Distillers Edition von Lagavulin macht da keine Ausnahme, weder was das Finish, noch ihren Klassiker-Status anbelangt. Ralfy hat sich in seinem neuesten Verkostungsvideo auf Youtube und bei uns dieser Edition angenommen. In den 14 Minuten beschreibt er natürlich nicht nur den Geschmack der Abfüllung, sondern erzählt, wie sonst auch immer, Wissenswertes über den Whisky im Speziellen und im Allgemeinen. Und eine Wertung serviert uns Ralfy in seinem Tasting-Video natürlich auch: 90/100 Punkte. Viel Vergnügen beim Schauen!

Serge verkostet: Highland Park (Ice Edition und andere)

Der Highland Park Ice Edition ist ja nun schon seit einiger Zeit in Deutschland erhältlich, und echte Fans der Destillerie auf den Orkneys haben sich wohl auch nicht vom – sagen wir: ambitionierten Preis abhalten lassen, ihn zu kaufen. Die meisten Flaschen werden wohl ungeöffnet im Whiskyschrank auf ihren Partner aus dem nächsten Jahr, der Highland Park Fire Edition warten, aber einige haben das mit ihm gemacht, wofür Whisky eigentlich gemacht wurde: geöffnet und getrunken. Die Meinungen zum Inhalt waren dabei durchaus wohlwollend.

Auch Serge Valentin hat ihn heute verkostet, gemeinsam mit zwei anderen Abfüllungen aus Highland Park, und auch er scheint an ihm Gefallen gefunden zu haben – nicht ohne einige kritische Worte über das heftige Marketing zu verlieren. Klarer Sieger allerdings wird eine Abfüllung der Hart Brothers, die aber schon vor gut 20 Jahren aufgelegt wurde:

  • Highland Park 18 yo 1997/2015 (56.7%, The First Editions, refill hogshead, cask #ref HL12099): 88 Punkte
  • Highland Park 17 yo ‚Ice Edition‘ (53.9%, OB, 30,000 bottles): 88 Punkte
  • Highland Park 27 yo 1968 (43%, Hart Brothers, Finest Collection, +/-1995): 93 Punkte