Der ehemalige Master Distiller von Macallan, David Robertson, will nach einem Bericht von Drinks International im Zentrum von Edinburgh, in den Gebäuden nahe des Holyrood Park, eine Mikrodestillerie errichten – mit einem Projektvolumen von 2 Millionen Pfund. Sie soll dort im 1830 gebauten Engine Shed untergebracht werden.
Momentan ist das Projekt in der Phase der Planeinreichung und Genehmigung, und die Holyrood Distillery wäre mit ihrer Fertigstellung die erste Malt Distillery in der schottischen Hauptstadt seit 90 Jahren.
Die Destillerie soll bereits im Sommer des nächsten Jahres in Produktion gehen und 25 Personen beschäftigen. Man will dort 100.000 Liter Alkohol im Jahr erzeugen. Neben der Produktion soll auch ein Besucherzentrum entstehen, das in den Destilleriebetrieb integriert wird.
Eine Mo Ma-Verkostung nennt Serge Valentin seine Session heute. mit zwei namensgebenden Whiskys: Mosstowie und Mannochmore. Eigentlich könnte die Verkostung auch Mi MA heißen, denn Mosstowie ist eigentlich ein Miltonduff aus Lomond-Stills (und selten, so nebenbei) – daher auch unser Titelbild. So, genug Silbenblödelei, hier sind die Ergebnisse:
Mosstowie 23 yo 1976/2000 (46%, Signatory Vintage for La Maison du Whisky, hogshead, cask #12889, 390 bottles): 80 Punkte
Mannochmore 32 yo 1982/2014 (54.7%, Cadenhead, Port Cask, 186 bottles): 85 Punkte
Und der nächste Finanzbericht schneit in die Redaktion, diesmal von Pernod Ricard. Dort läuft das Geschäft mit Whisky gut, generell aber mit etwas weniger Gewinn und schwach in den USA.
Rechnet man die Euro-Schwäche aus den zahlen heraus, so der Daily Record, so stiegen die Verkäufe insgesamt um 2%, was auch China geschuldet ist (dort stieg der Brandy-Verkauf deutlich).
Generell meint man bei Pernod Ricard, zweitgrößter Getränkekonzern hinter Diageo, dass das Whiskygeschäft nach wie vor ein guter Wachstumsmotor sei. Gerade The Glenlivet, Jameson, Ballantine’s und die indischen Whiskys liefen sehr gut.
Um 2% ist der Gewinn des amerikanischen Getränkemultis Brown-Forman im 1. Quartal des Jahres zurückgegangen, berichtet das Wall Street Journal. Grund dafür ist nach Angaben der Firma die Situation bei den Wechselkursen, aber auch der Rückgang von 16% bei Fertig-Mixgetränken wie Jack Daniel’s mit Cola oder Jack Daniel’s mit Ingwer, die vor allem in Australien beliebt sind. Man spüre aber auch die erstarkte Konkurrenz durch Beam Suntory.
Auch Russland (-36%) sei ein Problemmarkt, so Brown-Forman, hier durch rückläufige Verkäufe und die Rubelschwäche. In den USA hingegen ist der Absatz stark und steigend (+8%).
Ein komplettes Transkript der Pressekonferenz, bei der die Ergebnisse bekanntgegeben wurden, kann man übrigens auf The Street nachlesen.
Nach dem Erfolg der Devil’s Punchbowl-Serie von Arran hat man sich dort überlegt, was man als nächstes machen soll – und hat eine neue Serie ins Leben gerufen, genauer gesagt eine neue Trilogie, die gestern auf der offiziellen Seite der Destillerie vorgestellt wurde: The Smuggler’s Series.
The Smuggler’s Series„Illicit Stills“ ist die erste Abfüllung daraus, und sie besteht aus einer interessanten Mischung von Whiskys: Getorft (50ppm), mit der Süße des Bourbon-Fasses und anteilig der Fruchtigkeit von Port-Fässern, in denen ein Teil des Single Malts über die gesamte Zeit gereift wurde.
8.700 Flaschen dieser Edition werden mit 28. September auf den Markt kommen, und was sofort ins Auge sticht, ist die sehr aufwändige Verpackung:
Das Ganze wird in Fassstärke mit 56.4% abgefüllt, ist nicht gefärbt und nicht kältefiltriert und kostet in England 85 Pfund, also wahrscheinlich um die 100 Euro bei uns. Hier auch noch die offiziellen Tasting Notes in unserer Übersetzung:
Nase: Leichter Rauch schon in der Nase lässt einen starken Charakter erahnen. Blumige Noten bringen Eleganz, Süße spürt man in Form des Duftes frischer Madeira-Fässer und eine maritime Öligkeit verspricht ein volles Mundgefühl.
Gaumen: Saftige Pflaumen, mit Pfeffer gewürzt. Holzrauch einer frisch gefällten Pinie. Dichte Holznoten und weiße Trauben. Waffelnoten und ein Schub von Ingwerwürze erscheint vor dem Finish.
Finish: Der Geschmack getrockneter Aprikosen verfliegt, bevor salzige, maritime Noten übernehmen – die ersterbende Glut eines Feuers.
Jede Menge Amerikaner finden sich heute in der Verkostung bei Serge Valentin – und er trägt damit der stetig steigenden Beliebtheit der amerikanischen Whiskeys bei uns Rechnung; ein Trend, der sich wohl in den kommenden Monaten und Jahren noch verstärken wird.
Zehn Amerikaner also, die Serge heute verkostet – manche davon bei uns erhältlich, andere eher nur über den Sekundärmarkt:
Hillrock Estate ‘Single Malt Whiskey’ (48.2%, OB, New York grown barley, barrel #2, +/-2014): 83 Punkte
Hillrock Estate ‘Solera Aged Bourbon’ (46.3%, OB, finished in oloroso sherry cask, barrel #7, +/-2014): 83 Punkte
Jack Daniel’s ‚Master Distiller Series No.12‘ (43%, OB, Tennessee whiskey, +/-2014): 83 Punkte
Old Pepper (43%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2015): 79 Punkte
Rock Town ‚Single Barrel Bourbon‘ (56.8%, OB, USA, Arkansas, barrel #241, +/-2015): 85 Punkte
Jefferson’s Ocean ‚Aged at Sea‘ (45%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2015): 79 Punkte
Willett 24 yo 1982 ‚Family Estate‘ (50%, OB, straight Kentucky bourbon, barrel #2007/31, 2007): 87 Punkte
Willett 20 yo ‘Family Estate’ (54.3%, OB, straight Kentucky bourbon, cask #321, 137 bottles): 84 Punkte
Evan Williams 15 yo (50.5%, OB, for Japan, Kentucky straight bourbon, +/-1990?): 91 Punkte
Parker’s 13 yo ‚Heritage Collection‘ (63.4%, OB, straight wheat whiskey, 2014: 70 Punkte
Deutschland und der deutsche Sprachraum haben eine aktive, vielfältige und interessante Whiskyszene. Persönlichkeiten in der Industrie, im Handel und unter den Whiskyfreunden haben sie geprägt und ihren Weg bestimmt.
Auf Whiskyexperts wollen wir in der kommenden Zeit in lockerer Abfolge diese Personen zu Wort kommen lassen, um so ein umfassendes Bild dieser Szene zu entwerfen. Heute sprechen wir mit Daniel Kamm. Wer hin und wieder eine Whiskymesse besucht, wird ihn wohl dort schon persönlich gesehen haben – er ist mit seinem Stand für mcwhisky.com gern gesehener Gast auf den Events des Messekalenders.
Der Onlineshop McWhisky.com, der von Daniel Kamm gegründet wurde, feiert dieser Tage zudem sein fünfjähriges Bestehen (die Veranstaltung dazu findet am 29. August in Remscheid statt). Grund genug, Daniel zu seiner Tätigkeit als Händler und zu seiner Leidenschaft für Whisky zu befragen.
Whiskyexperts: Herr Kamm, man wird nicht als Whiskyhändler geboren. Und auch nicht als Whiskyliebhaber. Erzählen Sie uns doch bitte einmal von Ihrem „Vorleben“ abseits des Whiskys und wie es dazu kam, dass Sie sich für den Whisky interessierten.
Daniel Kamm: Mit zarten 20 Jahren kam ich das erste Mal auf die britischen Inseln, konkret nach Irland. Dieses Land bereiste ich insgesamt 7x. Zumeist per Anhalter mit einem guten Freund. Dieser Umstand hat uns Land und Leuten, die uns mitgenommen haben, sehr nah gebracht. Die Iren waren sehr gute Gastgeber und berichteten stolz von ihrer Geschichte. Zum irischen Leben gehört selbstverständlich neben Guinness, Kilkenny und Irish-Stew auch ein guter Irish-Whiskey. Hier kam ich dann das erste Mal wirklich näher mit diesem Destillat in Kontakt. Durch das anschließende Studium blieb in den Semesterferien ausreichend Zeit, jedes Jahr diese Trampingtouren zu unternehmen. In gesetzterem Alter wich allerdings der Trampingrucksack dem Mietwagen und auch das Land änderte sich. Neben verschiedenen Touren nach England ging es dann auch nach Schottland. Und dort eröffnete sich der wahre Horizont des Whiskies (ohne „e“). Die ungeahnte Vielfalt der Whiskies, vom „einfachen“ Famous Grouse über den Scottish Leader bis hin zu feinsten Malt-Whiskies hatte mich direkt überzeugt. Dies dann kombiniert mit gutem Essen ist schon etwas sehr Schönes. Und auch auf den britischen Inseln bekommt man durchaus gutes Essen. Einen schönen Steak-Pie und dazu einen feinen Malt, why not!?
Was war der Whisky, bei dem Sie dann zum Whiskyliebhaber wurden?
Angefangen mit verschiedenen Irish-Whiskies und dem Glenfiddich 12, die es mir doch etwas schwer machten, hat mich dann der Cardhu 12 in Kombination mit Talisker 10 überzeugt. Der eine fein, süß und edel, mit der markanten Flasche, der andere eher ruppig, rauchig, maritim. Dass beide Getränke aus den gleichen Rohmaterialien hergestellt wurden, ist schwer fasslich. Deutet aber auf die massive Geschmacksvielfalt des Uisghe Beatha hin.
Vor 5 Jahren gründeten Sie mcwhisky.com – wie kam es dazu?
Eben aus dem Umstand, dass damals die Vielfalt der Onlineshops gering war, die Qualität des Sortiments angepasst und vergleichbar war. Die nicht immer vorhandene Qualität des Webauftritts und die Leidenschaft für das Produkt. Des Weiteren die Möglichkeit das im Studium gelernte, theoretische Fachwissen praktisch anzuwenden und eben sein eigener Herr zu sein. Der Name McWhisky.com soll ein Synonym für vorwiegend schottische Whiskies, welche preisbewusst erworben werden können, sein. Die bewusste Entscheidung einer Topleveldomain „.com“ soll eine mögliche Internationalisierung offen halten. Der Versand findet bereits heute innerhalb der EU nach Österreich und außerhalb, in die Schweiz statt.
Erzählen Sie uns doch etwas über das Unternehmen heute. Wie würden Sie mcwhisky.com einem potentiellen Kunden beschreiben? Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen Whiskystores?
Das Unternehmen wurde eigentlich aus der Überlegung herausgegründet, Freunde und Bekannte mit dem wertvollen Stoff zu versorgen. Da aber viele Großhändler einen Gewerbeschein als Nachweis der Ernsthaftigkeit verlangten, wurde dieser beantragt und wenn einmal ein solcher Schein vorliegt, werden dann eben auch Nägel mit Köpfen gemacht. McWhisky.com ist ein in der Hauptsache als Onlineshop betriebenes Unternehmen. Wir führen ca. 500 Sorten Whisk(e)y und runden dieses Sortiment mit nützlichen Dingen ab. Seien es Gläser, hochwertige Glaspipetten, Gags wie Whiskyschlangen mit Flachmännern, Whiskyquartetts und Literatur. Jeder Bestellung ab einem bestimmten Warenwert wird neben den ausgelobten Goodies (ab 150 EUR ein Glas, ab 250 EUR eine Miniatur / Sample) ein Whiskymagazin, ein Aufkleber oder ein Einkaufswagenchip beigelegt. Bei McWhisky.com einzukaufen heißt, unkompliziertes Shoppingerlebnis zu erfahren, ein breites Produktspektrum vorzufinden, bei dem neben Hype- und Sammlerwhiskies auch seltene Raritäten zu finden sind. In der Regel werden aber Trinkwhiskies angeboten. Dies ist uns ganz wichtig. Wir bieten nicht nur sogenannte Originalabfüllungen, sondern auch independent Bottlings an. U.a. importieren wir Marken des UA’s Blackadder mit den Untermarken Riverstown, Aberdeen Distillers und Clydesdale in Kooperation mit einem Händlerkollegen aus Süddeutschland.
Sie haben ja seit einiger Zeit auch ein Ladengeschäft? Warum?
Wir haben seit Januar 2014 eine kleine Niederlassung in der Nachbarstadt Wuppertals und meiner Heimatstadt Remscheid, im beschaulichen Ortsteil Lüttringhausen. Dort bieten wir ca. 100-120 Sorten zumeist schottischen Single Malt Whisky an. Einige davon sind durch dort vorrätige Verkostungsflaschen probierbar. Dort finden auch unsere Whiskytastings im familiären Ambiente max 15-20 Teilnehmer, statt. Gebucht werden können diese Tastings ab sofort unter der Website www.bergisches-whiskytasting.de (Wuppertal, Remscheid und Solingen stellen die größeren Städte des Bergischen Landes dar). Der Hintergrund liegt darin begründet, dass der persönliche Kontakt zu den Kunden bei einem solch hochwertigen Getränk wie Whisky unerlässlich ist. Gerade im höherpreisigen Segment möchten die Kunden den Whisky vor Kauf probieren. Und die passende Story zu einem Whisky trägt ungemein zur urigen Stimmung in diesem Ladenlokal bei.
Wie darf man sich das Leben als Whiskyhändler vorstellen? Wieviel Zeit wenden Sie wöchentlich für das Geschäft auf – und bleibt da noch genügend Zeit für anderes?
Der Tag als Whiskyhändler ist in den seltensten Fällen alkoholisch. Soviel kann ich schoneinmal verraten. Viel funktioniert über Gerüche und leider viel zu viel hat nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun. Nehmen wir einmal den Whiskyadventskalender: hier müssen Produzenten gesucht werden, das Layout muss kreiert werden, Dienstleister koordinert, der Einkauf der Miniaturen und der Rohmaterialien organisiert werden.
Zeitaufwand: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Tage, an denen ich bis tief in die Nacht über Produktbeschreibungen oder Recherchen sitze und es gibt Phasen im Jahr an denen es moderat zugeht. Die moderateren Phasen werden aber immer seltener. Dies hängt auch mit dem persönlichen Anspruch an sich und das Unternehmen zusammen.
Zeit für anderes bleibt da wenig, die wenigen Stunden werden für Familie und sportliche Aktivitäten, wie Joggen oder Radfahren verwendet.
Whisky ist in diesen fünf Jahren sehr populär geworden. Einerseits bringt das mehr Publikum, andererseits auch mehr Konkurrenz. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Man hört oft von einer Blase oder von einem Hype. Ich denke aktuell befinden wir uns in einer Post-Geiz-ist-geil Phase. Man interessiert sich für gute Produkte, die auch gerne einmal den ein oder anderen Euro kosten dürfen. Zum Whisky passen gute Lebensmittel, die mit Liebe hergestellt werden oder eben etwas Besonderes darstellen. Diesen Wandel haben wir schon mitbekommen. Letztendlich ist es ein interessanter Verlauf, der auch mit meinen persönlichen Umständen zu vergleichen ist. Früher, als Student, taten es einfache Whiskies, z.B. die obengenannten Blends. Mit der Zeit und mit wachsendem Geldbeutel wurden es dann Einsteigermalts und heute können es schon einmal Flaschen sein, die die Dreistelligkeit erreichen. 4-stellig übrigens nur bei ganzen Fässern 🙂
Bzgl. der Konkurrenzsituation: ich denke, Qualität setzt sich am Ende des Tages durch. Der Platzhirsch in unserer Branche macht einen sehr guten Job. Man kann sich daran sehr gut orientieren und Dinge ggfs. optimieren oder sich Nischen suchen, die noch unbesetzt sind. Amazon, um einen Namen zu nennen, sehe ich jedoch kritisch. Mit den dort aufgerufenen Preisen gerade zu den Blitzangeboten wird kein Geld verdient, sondern verbrannt, der Kunde glaubt jedoch ein Schnäppchen zu machen und irrt doch gewaltig. Diese Smartshoppermentalität bringt uns nicht weiter. Bzgl. weiterer Konkurrenz oder Wettbewerb, wie wir Betriebswirte sagen: Der Markt bereinigt sich. Dies haben auch große Importeure erkannt und verschließen den Markt, in dem keine Preislisten mehr verteilt werden, Mindestbestellmengen oder –werte angehoben werden etc.. Gott-sei-Dank für die bestehenden Händler ist somit das sogenannte Cherrypicking (kein Sherrypicking) nicht mehr möglich. Sonderabfüllungen sollten eben nicht dazu dienen den schnellen Euro zu machen, sondern das Gesamtsortiment gekonnt abzurunden und den Kunden etwas Besonderes zu bieten. Der Hype wird sicherlich zugunsten eines anderen Getränks in der Zukunft abebben. Vielleicht kommt der Rum stärker in den Fokus oder der Gin wird zum Diskussionsobjekt auf Familienfeiern. Wer weiß das schon.
Wie eng ist der Markt in Deutschland für den Onlinehandel schon? Und wie wird er sich in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Sehen wir noch mehr Onlinehändler? Oder ein Händlersterben?
Der Kundenkreis der sog. Maltheads (also der bedingungslosen Whiskyliebhaber) ist überschaubar. Auf Messen sieht man häufig bekannte Gesichter, Neukunden sind auf den Messen, ob der gewaltigen Auswahl schnell überfordert, das Interesse ist jedoch nach wie vor ungebrochen. Der Onlinehandel an sich ist hart umkämpft, wenn es um bekannte Marken und Abfüllungen geht. Gehen wir aber in die Spezialrichtung der UA’s wird das Angebot schon überschaubar. Kritisch sehe ich persönlich nur die große Anzahl an deutschen UA’s. Ich denke, dass hier die Qualität der Abfüllungen leiden wird und der Endverbraucher kann nicht mehr unterscheiden was er da gerade vor sich hat.
In den nächsten 5 Jahren werden wir sicher eine Veränderung des Marktes haben, dass kleinere Händler verschwinden oder wieder zu lokalen Fachgeschäften und den Kunden wieder Genusserlebnisse anbieten werden. Dass jeder, der ein paar Tausend Euro übrig hat einen Webshop eröffnen wird und diesen halten kann, halte ich hingegen für unwahrscheinlich.
Nach welchen Kriterien wählen Sie eigentlich aus, welche Whiskys in Ihrem Shop gelistet sind? Sind das rein finanzielle Überlegungen oder führen Sie auch schon mal Whisky, weil Sie meinen, der hätte ein breiteres Publikum verdient, obwohl er sich vielleicht nicht schnell aus dem Lager bewegt?
Nein. Auf keinen Fall nur nach finanziellen Gesichtspunkten. Es ist eine Kombination aus Bauchgefühl, das Hineinversetzen in den Endkunden (der ich ja auch bin, da ich Whisky sehr gerne trinke) und der Chance den Whisky auch wieder zu einem guten Preis zu verkaufen. Man darf jedoch den finanziellen Aspekt nicht vergessen, denn einen Ladenhüter einzulisten gehört nicht zu den Hauptzielen eines Unternehmers. Der Rohertrag generiert sich aus Drehzahl und Marge. Und ja, wir wählen die Whiskies auch danach aus, dass sie eine Marktposition erhalten. Z.B. Fettercairn. Leider verfügt diese Brennerei nur über eine Originalabfüllung, unabhängig jedoch wird deutlich, was die Brennerei in der Lage ist zu leisten. Oder auch Tamdhu… ein toller Malt-Whisky.
Wie sehen Sie die Rolle des Handels bei gehypten Whiskys? Man hört ja immer wieder den Vorwurf, dass hier auch auf Seiten des Handels künstlich verknappt wird, um den Preis zu treiben. Ist so etwas denkbar?
Ich kann nicht für meine Kollegen sprechen, aber wir von McWhisky.com verknappen das Angebot nicht künstlich. Sobald wir einen „Hypewhisky“ erhalten bzw. ehrlicherweise muss man sagen „zugeteilt“ bekommen, bringen wir ihn fair kalkuliert auf den Markt. Ein Karton wird in der Regel für Messebesuche aufgehoben und der Rest geht in den Verkauf. Den Hype verursachen die Kunden im Übrigen in der Regel selbst. Zusammen mit einem geschickten Marketing des Herstellers und schon kann es losgehen. Das schöne bei gehypten Whiskies oder Brennereien ist, dass einige Kunden dann nicht mehr bereit sind, den aufgerufenen Preis zu bezahlen und sich sodann nach Alternativen umsehen. Beispiel Macallan. Hätte es die Sortimentsbereinigung bei Macallan nicht gegeben, wäre es vielleicht nicht zu dem Boom bei Glendronach gekommen. Nun gibt es die Gewissheit, dass der 15er Glendronach, übrigens ein ganz starker Whisky, für 3 Jahre nicht mehr produziert wird und der 21er nur noch sporadisch auf dem Markt sein wird. Mal abwarten, welche Brennerei in die Bresche springen wird.
Generell: Wenn man als Händler sieht, welche Preise manche aktuellen Abfüllungen auf ebay und anderswo erzielen, überlegt man sich da nicht manchmal, ob man den nächsten „Sammelwhisky“ nicht gleich selbst teurer anbieten soll?
Nein, diese Überlegung spielt bei uns keine Rolle. Über Personen, die auf das Feis Ile Festival gehen und die dort erworbenen Flaschen 1 Tag später bei Ebay anbieten, möge jeder selbst richten. Aber auch hier gilt der betriebswirtschaftliche Grundsatz: Angebot und Nachfrage ermitteln den Preis. Gerne öffnen wir jedoch solche Flaschen, um sie dann bei Messen oder bei Tastings zu verkosten.
Welche Rolle spielen soziale Medien für den Whiskyhandel aus Ihrer Sicht?
Die Kunst ist es, aus einem Follower oder „Freund“ einen Kunden zu machen. Man kann sicherlich Verkostungen filmen, sog. Stimmungsbilder posten, ich persönlich denke aber, dass nichts über eine Geschmacksprobe geht. Viele Menschen lassen sich jedoch vom Nachahmungseffekt gefangen nehmen. Eine eigene Meinung zahlt sich auch in sozialen Medien aus. Nichtsdestotrotz wäre es fahrlässig, sich den sozialen Medien zu verschließen. Der Umgang sollte jedoch mit Bedacht erfolgen. Der Satz: „Viel hilft viel“ ist hier aus meiner Sicht nicht angebracht.
Und Messen? Zahlt es sich aus, auf Messen vertreten zu sein und was bringt es?
Messen sind für uns als Onlinehändler eine wunderbare Plattform uns und die von uns (exklusiv) angebotenen Whiskies zu präsentieren. Hier verkaufen wir in der Regel dramweise. D.h. wir bieten aus ca. 120 verschiedenen Flaschen 0,02 Liter zur direkten Verkostung oder zur Mitnahme an. Das Gespräch / das Philosophieren mit den Kunden ist uns sehr wichtig. Je nach Messe kommt dies leider zu kurz, aber wir sind ja auch nicht nur zum Spaß dort. Die Resonanz ist hervorragend. Man bemerkt jedoch das durch Whiskypäpste hervorgerufene Interesse für bestimmte Abfüllungen. Andere wiederherum bedürfen der intensivsten Erklärung durch den erfahrenen Fachhändler. Beide Geschmäcker bedienen wir natürlich gerne.
Erzählen Sie mal ein wenig über Ihren heutigen Whiskygeschmack? Womit kann man Sie locken, womit vertreiben?
Locken könnten Sie mich mit sehr süßen und voluminösen Sherrywhiskies und wenn diese dann noch einen Touch Rauch beinhalten haben Sie mich herumbekommen. Ursprünglich hatte es mir der Cardhu 12, wie oben angesprochen, angetan, mit der Zeit wurde er mir jedoch zu eindimensional, (wohl gemerkt, mir persönlich) ein Besuch bei Glengoyne brachte mir den Teapot-Dram näher… sofort überkam mich der Gedanke, was wohl geschehen würde, wenn dieser nun noch ein wenig Rauch bekommen würde. Danach gesucht wurde ich dann bei Laphroaig PX, Classic of Islay, Talisker 18, meine erste Eigenabfüllung Bowmore 13 Port Wood Finish, Bowmore 17 White Sands, (obwohl angeblich nur in Ex-Bourbonfässern gereift) und Ledaig 16 Blackadder Raw Cask fündig.
Und zu guter Letzt: Wären Sie ein Whisky, welcher wäre das und warum?
Haha, das ist eine sehr gute Frage: ich glaube ich wäre ein nicht zu junger, nicht zu alter Highland Malt aus einer 50:50 Mischung Ex-Oloroso-Sherry / Ex-Bourbon und einer schönen Fassstärke… sagen wir zwischen 52-56 % zwischen 18-20 Jahren alt von einer eher unbekannten Brennerei, damit man etwas zu erzählen hat.
Das wärs gewesen, bei der Hitze in diesem Sommer: Whisky-Eis. Einige wenige innovative Eisgeschäfte hatten es zwar für die Tüte im Angebot, aber so aus der Kühltruhe – träum…
In Irland haben es die Teelings gemeinsam mit Glastry Farm möglich gemacht: Dort gibt es jetzt ein Teeling Whiskey-Eis in den Geschmacksnoten Vanille und Toffee, durchzogen vom Geschmack nach Teeling Small Batch Whiskey.
Zwar kann man diese (vermutlich) Köstlichkeit derweilen nur in der Teeling-Destillerie kaufen (120ml um 2.50 Euro), aber in den kommenden Monaten soll das Eis in ganz Irland erhältlich sein, berichtet FFT.ie.
Mag das jemand nach Deutschland importieren? Bitte? 🙂
Ein neuer Anbieter für Whisky im Probierabo ist 5drops. Noch vor dem Marktstart will man ab sofort mittels einer Online-Aktion unter Interessierten für mehr Bekanntheit sorgen. Hier der Pressetext, den wir von 5drops erhalten haben und in seiner Gänze für Sie wiedergeben:
Noch vor dem offiziellen Start von 5drops macht das neue Unternehmen mit einer Online-Kampagne auf sein neues Whisky-Konzept aufmerksam: Für das Weitersagen unter Freunden bedankt sich das Start-up mit kleinen Gratis-Flaschen – gefüllt mit besonderen Single Malt Whiskys.
5drops geht mit einem neuen, hochwertigen Verkostungskonzept an den Start: Das Unternehmen will seine Kunden auf eine Entdeckungsreise des guten Geschmacks mitnehmen. Das Prinzip: Jeden Monat kuratiert 5drops fünf einzigartige Spirits – zum Beispiel besondere Whiskys, Rums oder Gins – und schickt sie seinen Kunden nach Hause. Dazu liefert das Unternehmen gleich zu Beginn eine edle Holzbar für die kleinen Flaschen mit – samt speziellen Nosing-Gläsern und Sammelkarten zu jedem Whisky.
Den Start seines neues Angebotes begleitet 5drops mit einer Online-Kampagne für Whisky-Fans: Um das Konzept bekannt zu machen, bittet das Unternehmen ums „Weitersagen“. Dazu verteilt 5drops auf seiner Webseite www.5drops.de individuelle Links, die man an seine Freunde schicken kann. Je mehr der eigenen Freunde auch wissen wollen, was sich hinter 5drops verbirgt, desto wertvoller ist das Geschenk, mit dem sich das Unternehmen bedankt.
Die Dankeschön-Präsente reichen von einer 5-cl-Flasche „Kilkerran Work in Progress 7 Sherry Wood“, einem leicht rauchigen Single Malt Whisky aus der Glengyle-Destillerie in Campbeltown, über den „Dark Origins“ von Highland Park bis zu einem ganz besonderen „The Macallan“, dem Ruby aus der 1824-Edition. Als Highlight wartet 5drops mit einem „Glenrothes Oldest Reserve“ auf – einem mehr als 30 Jahre alten Whisky, der aus Fässern von 1967, 1972, 1977, 1979 und 1980 geblendet wurde.
Und so funktioniert die Aktion konkret:
Auf http://www.5drops.de gehen und dort seine E-Mail-Adresse eingeben. Damit erfährt man als Erster, wenn 5drops sein Angebot startet.
Auf der nächsten Seite sieht man, welche Whisky-Geschenke es gibt. Dort wird auch der persönliche Einladungslink angezeigt. Dieser kann direkt an Whiskybegeisterte Freunde geschickt werden – per E-Mail, Facebook, Twitter, Whatsapp oder Google Hangout.
Wie viele der eigenen Freunde der Einladung bereits gefolgt sind, sieht man in einer Echtzeit-Anzeige unten auf der Webseite. Je mehr Freunde es sind, desto wertvoller das Dankeschön.
Nach dem Ende dieser Online-Aktion von 5drops werden alle Teilnehmer per E-Mail über ihr individuelles Whisky-Geschenk informiert. Der Versand und die komplette Aktion sind kostenfrei und beinhalten keinerlei Verpflichtungen zum Kauf der Produkte. „Es geht uns als Start-up in dieser Phase ums Weitersagen“, heißt es bei 5drops. „Und dafür möchten wir uns bei allen, die uns zu Beginn unterstützen, mit unseren WhiskyPräsenten bedanken.“
Bacardi hat nun auch Royal Brackla im Rahmen der „Last Great Malts“ mit einer neuen Core Range mit Altersangaben ausgestattet: Royal Brackla 12, 16 und 21 Jahre – und setzt damit konsequent gegen den Trend der No Age Statement Whiskys. Sie ergänzen damit das Portfolio der Last Great Malts aus Craigellachie, Aultmore und Aberfeldy.
Ab September werden die neuen Abfüllungen auf 10 internationalen Märkten erhältlich sein, berichtet The Spirits Business. Alle Whiskys werden mit 46% abgefüllt (die Presseaussendung wurde inzwischen korrigiert – es sind 40%). Preise können wir übrigens noch nicht benennen.
Von Diageo haben wir Presseinformationen über ihre diesjährige Herbstpromotion für Johnnie Walker, The Singleton of Dufftown und Dimple in Österreich bekommen – wir bringen diese hier in Auszügen:
DIAGEO startet auch 2015 seine erfolgreiche Whisky-Festival-Promotion im Handel mit drei beliebten Top-Marken
Nach dem Erfolg in 2014 startet Diageo auch dieses Jahr mit einer großen, aufmerksamkeitsstarken Whisky-Festival-Promotion in den Regalen von der gesamten REWE-AustriaGroup in den Herbst. Mit dieser Aktion bestätigt sich der Spirituosenhersteller als ein Treiber der gesamten Whisky-Kategorie. Zudem scheint der Whisky-Trend noch lange nicht vorbei zu sein: 2014 ist der Umsatzbringer um 5% zum Vorjahr gewachsen (Quelle: Nielsen Markettrack, SBWH, 2. Halbjahr 2014 vs. VJ) und somit die drittgrößte Spirituosenkategorie im gesamten Spirituosenmarkt (Quelle: Nielsen Markettrack, Großfläche, 2. Halbjahr 2014 vs. Vorjahr) . Vor allem in der Gastronomie, die zunehmend Whisky zum Mixen verschiedenster Cocktails verwendet, steht die Spirituose aktuell hoch im Kurs.
Whisky am POS entdecken…
Unter dem Motto „Finde deinen Whisky-Mix – Entdecke Whisky auf deine Weise“ sollen in diesem Jahr neue Käufer für die Whisky-Kategorie gewonnen und gleichzeitig erfahrenen Whisky-Liebhabern neue Inspirationen zum Cocktail-Mixen gegeben werden. Dazu werden im September und Oktober beliebte Marken wie Johnnie Walker, The Singleton of Dufftown Spey Cascade und Dimple mit einem kreativen Promotionpack am POS präsent sein. Zu den Top-Whiskys Johnnie Walker Black Label, Singleton Spey Cascade und Dimple Golden Selection wird auch ein Whisky-Tumbler als stilvolle Glas-Zugabe in einer attraktiven Geschenkverpackung mit passendem Rezeptheft angeboten. Bei Johnnie Walker Red Label kommt das Rezeptheft als Neckhanger an der Flasche und bringt höhere Attraktivität in den LEH. Für die optimale Platzierung im Handel stehen dann moderne und auffällig gestaltete 48er Mischdisplays für Johnnie Walker Red Label und Black Label sowie 30er Mischdisplays, gemixt mit The Singleton of Dufftown Spey Cascade und Dimple Gold Selection, zur Verfügung. Unterstützend in dieser Saison finden außerdem Whisky-Mentoring-Sessions für die Handelspartner und Konsumenten-Tastings am POS statt.
… und zuhause mixen wie die Profis
Diageo beobachet im Umfeld des Trends „Whisky-Mixen“ eine starke Entwicklung: In den Bars und auf gemütlichen Privatpartys wird der goldene Edeltropfen schon längst nicht mehr einfach nur pur genossen. Ob als Longdrink, Aperitif zum Essen oder als Abschluss zum Dessert, Whisky gewinnt durch zahlreiche Serviervorschläge an Attraktivität für unterschiedlichste Käufer. Mit dem exklusiven Rezeptheft zu Johnnie Walker, The Singleton of Dufftown Spey Cascade und Dimple können sich die Kunden auch zu Hause wie die Barkeeper hinter dem Tresen fühlen: Das Booklet wurde von Top-Bartendern, u.a. Deutschlands bestem Barkeeper 2013 Atalay Aktas (Schwarze Traube, Berlin), speziell für die Whisky-Festival-Promotion entwickelt und soll den Handel dabei unterstützen, Zusatzumsätze auch unter den jüngeren Käufern zu generieren. Unter den Cocktail-Empfehlungen dürfen klassische Longdrinks wie „Johnnie Walker & Cola“ oder „Johnnie & Ginger“ nicht fehlen, aber auch neue easy-tomake Drinks mit einem modernen Twist – wie der „Dimple Cinnamon Snap“ oder der „Singleton Autumn Cascade“.
Top-Umsätze im Regal
Die drei in der Promotion angebotenen Whiskys zählen zu den Top-Whiskys der Welt. Im Jahr 2014 erzielte Johnnie Walker, Nr. 1 Whisky-Marke weltweit, alleine auf dem deutschen Markt ein Wachstum von 10,2% (Quelle: Nielsen Markettrack, LEH + DM, Umsatz 2014 vs. VJ) . Seine exzellente Mixbarkeit bekam Johnnie Walker Black Label zudem vom Magazin für Barkultur „Mixology“ bescheinigte, als er beim Taste Forum 2015 der BCB (Bar Convent Berlin) den ersten Platz erhielt. The Singleton of Dufftown Spey Cascade zählt schon seit geraumer Zeit zu den Top 10 der Malt Whiskys und konnte 2014 um 24% zulegen (Quelle: Nielsen Markettrack, LEH + DM, Umsatz 2014 vs. VJ). OnlineWerbung und Events auf Food Markets unterstützen die Promotion dieses Whiskys in dieser Saison zusätzlich. Auch der 2014 eingeführte Dimple Golden Selection ist innerhalb kürzester Zeit zu einem Genuss für Kenner und Einsteiger zugleich geworden. World Class-Bartender Atalay Aktas empfiehlt im beiligenden Rezeptbooklet seinen Mix „Dimple Simple“.
Heute finden wir in der Verkostung bei Serge Valentin jede Menge japanische Whiskys, darunter auch jene Flasche, die man als Besucher des Nepal-Charitytastings am 6. Oktober in London zum Eintrittspreis von 6000 Pfund geschenkt bekommt (wir berichteten hier) – obwohl, geschenkt… – naja 🙂
Jedenfalls dürfen sich jene 45 Personen, die das Tasting besuchen können, freuen: Serge benotet diesen Whisky (ein Karuizawa 1983) mit satten 93 Punkten. Aber auch sonst begibt sich Serge zumeist in die positiven Bewertungsregionen:
In der Regel berichten wir auf Whiskyexperts nicht über Neuerscheinungen, die den Weg auf den deutschen Markt nicht oder nur über inoffizielle Kanäle finden, aber bei manchen Abfüllungen machen wir aus gutem Grund eine Ausnahme – und der Four Roses 2015 Limited Edition Small Batch Bourbon ist so eine, denn er ist unter Liebhabern des Bourbons eine jährlich wiederkehrende Ikone, für die man durchaus in unseren Landen Anstrengungen unternimmt, sie zu bekommen.
Der Four Roses 2015 Limited Edition Small Batch Bourbon wird diesmal mit 54.3% abgefüllt und besteht aus Bourbons mit 11, 14, 15 und 16 Jahren. Four Roses bezeichnet ihn als Tribut an Master Distiller Jim Rutledge, der sich ja bald zurückziehen wird (bald bedeutet hier in einer Woche, am 1. September).
Geschmacklich wird der Whiskey so beschrieben: reife Kirsche, Karamel, Vanillesauce und frische Magnolien in der Nase, gefolgt von Noten von Zimt, Gewürznelken, Orangenschalen, Aprikosen und Honig am Gaumen.
12.600 handnummerierte Flaschen gibt es von ihm ab September am amerikanischen Markt – und die werden sich nicht sehr lange in den Regalen halten…
Wir haben Ende Juli darüber berichtet, dass Beam Suntory zur Erforschung des Reifeprozesses unter Schwerelosigkeit (und zur klugen Ausnutzung der damit verbundenen Publicity – Die Red.) Whisky zur ISS schicken wollte. Nun hat der japanische Raumfrachter mit seiner Fracht an der internationalen Raumstation angedockt, wie das untenstehende Bild der NASA zeigt.
Sollten Sie also des Abends nach oben blicken und einen hellen, schnell fliegenden Lichtpunkt sehen (er sollte auf jeden Fall so hell wie der Abendstern sein), dann ist das auch ein wenig Whisky – ein schöner Gedanke, wie wir finden…