Einen wunderschönen guten Morgen aus der Whiskyexperts-Redaktion. Wir haben uns wieder einmal für Sie auf internationalen Blogs umgesehen, und einige interessante Tasting Notes für Sie gefunden. Ohne viel Vorrede gleich in medias res:
Zwei Teufel gibt es auf Whiskosity zu finden: Den Bowmore 10 The Devil’s Casks (Batch 1) und den Arran Devil’s Punchbowl III – beide himmlisch bewertet
Aus Polen kommt Luk loves Whisky – aber den Auchentoshan 12yo liebt Luk nur bedingt; er sei zwar per se gut, aber ein wenig brustschwach (der Whisky, nicht Luk).
Whisky Belfast hat sich den alten Greenore 8yo zur Brust genommen (er nennt sich ja ab sofort Kilbeggan 8yo) – man findet ihn dort „fantastisch“.
Master Quill gibt dem Aberlour 16yo Double Matured (2003) 85 Punkte – zu kritisieren sei höchstens, dass er ein wenig eindimensional sei.
Und Words of Whisky hat gemeinsam mit Scott Adamson (Interview hier) 6 Tomatins verkostet (Legacy, 12yo, 14yo Port Finish, 18yo, Cù Bòcan und Cù Bòcan Virgin Oak)
Nicht nur bei uns kehrt langsam der Frühling ein, auch auf der Insel Arran wird es grüner und grüner. Die Arran-Destillerie hat heute ein Bild geposted, das am Samstag aufgenommen wurde und das Besucherzentrum zeigt. Die Erwachsenen noch etwas dicker angezogen, die Kinder schon luftiger. Da bekommt man doch gleich Reiselust, oder? 🙂
Eine ganze Menge an Abfüllungen aus der Destillerie Benriach steht heute am Verkostungsprogramm bei Serge Valentin. Auch der neue Zehnjährige ist darunter (zählt für Serge nicht zu den Favoriten), oder auch der Benriach Solstice 2nd Edition. „Sieger“ in dieser Verkostung ist übrigens ein Benriach aus dem Scotch Single Malt Circle – und damit eine Abfüllung aus Deutschland. Hier die Wertungen:
Benriach 10 yo (43%, OB, 2015): 83 Punkte
Benriach 15 yo ‚Pedro Ximenez Sherry Wood Finish‘ (46%, OB, +/-2014): 85 Punkte
Benriach 15 yo 1996/2013 (47.5%, Whisky Spirits, Whisky Seasons): 83 Punkte
Benriach 17 yo ‚Solstice 2nd Edition‘ (50%, OB, +/-2014): 84 Punkte
Benriach 1994/2013 (51.5%, OB for Independent Spirit, peated, PX sherry finish, cask #2993, 298 bottles): 82 Punkte
Benriach 22 yo 1991/2014 (50.7%, The Whisky Agency, refill barrel, 182 bottles: 87 Punkte
Benriach 1991/2010 (57.2%, Scotch Single Malt Circle, bourbon, cask #32281, 209 bottles): 90 Punkte
Benriach 29 yo 1984/2014 (50.3%, OB, Tawny Port Finish, cask #4051, 269 bottles): 88 Punkte
Während wir als Nachrichten-Seite versuchen, unsere persönlichen Meinungen nicht in unsere Berichte einfließen zu lassen (und wenn doch, sie dann ausdrücklich zu kennzeichnen) sondern vor allem ein Beitrag zur Meinungsbildung unserer Leser zu sein, können Blogs persönliche Ansichten viel artikulierter zum Ausdruck bringen. Gerade in der Sache von No Age Statements wurden die Argumente oft sehr emotional vorgebracht – und die Ablehnung der Whiskys ohne Altersangaben war viel deutlicher zu vernehmen als Stimmen, die dem NAS-Whisky seine Daseinsberechtigung nicht absprachen.
Nun mag man der Ansicht sein, dass Blogs von der Industrie als Pillepalle abgetan werden – das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Nicht nur aus dem hier angesprochenen Artikel auf Words of Whisky, sondern aus vielen persönlichen Gesprächen mit Verantwortlichen in Destillerien und Konzernen wissen wir, dass man die Diskussionen aufmerksam verfolgt und dass sie nicht ungehört verhallen. Dieses Interesse geht so weit, dass sich der Head of Whisky Outreach von Diageo, der zuvor die Ablehnung von NAS auf Blogs als Ausdruck des Nichtverstehens der Mechanismen der Industrie und des Marketings abtat, auf schriftliche Fragen des Bloggers Thijs Klaverstijn von Words of Whisky mit einer ausführlichen und persönlichen Antwort meldete.
Diese Antworten sind im Sinne auf Words of Whisky nachzulesen, und im Tenor bleibt der Head of Whisky Outreach des größten Getränkekonzerns der Welt bei seiner Ansicht, Uninformiertheit wäre der Hauptgrund für die emotional vehemente Ablehnung von NAS-Whiskys (die Zusammenhänge wären weitaus komplexer, als man sie aus der Sicht eines Single Malt Fans in der Regel erkennen könne), wobei er meint, dass auch er manchmal lieber zu Whisky mit Altersangaben greift, auch wenn dieser zumindest bei Diageo eher als ein Ding der Vergangenheit betrachtet werde.
Leider ist die Antwort von Nick Morgan nicht im reinen Wortlaut wiedergegeben, und daher etwas interpretationsoffen, aber eine interessante Lektüre ist der Artikel nichts desto trotz.
Dr. Nicholas Morgan, Head of Whisky Outreach bei Diageo
Ist es die erste, wie der Artikel in Press&Journal schreibt, oder doch nicht? Jedenfalls gibt es aus Israel von Plänen zu einer neuen Destillerie zu berichten: Rafi Dahan, ein 48jähriger Geschäftsmann aus der Immobilienbranche, hat in den letzten Jahren mit seiner Frau über 40 schottische Destillerien besucht und will jetzt – nach seinen Worten – die „erste und einzige“ Destillerie in Israel aufmachen. Der Whisky soll dort in Fässern von koscherem Wein gelagert werden und insgesamt, unter Aufsicht eines Rabbis, koscher erzeugt werden. Gelagert wird der Whisky übrigens in einem Felsenkeller unter dem Niveau des Toten Meers, also tiefer als jeder andere Whisky.
Baubeginn soll im Mai sein, erste Whiskys gibt es dann ab 2020.
Ist das nun die erste Destillerie? Aufmerksamen Lesern unserer Site kommt sofort die Milk & Honey Destillerie in den Sinn, die ja eigentlich ab heuer produzieren sollte (unsere Berichterstattung darüber finden Sie hier). Deren Website ist allerdings seit Januar 2014 tot, also seit über einem Jahr. Gut möglich also, dass man dieses Projekt abschreiben muss und die Destillerie von Rafi Dahan die erste sein wird.
Ein besonderes Highlight haben wir heute für alle Fans der schönen Westküste der schottischen Highlands: Wir fahren mit dem Auto die einspurige Straße zur Ardnamurchan-Distillery entlang. Am Steuer und Urheber des Videos ist der neue Produktion Manager der Destillerie, Mark Armin Giesler. Erleben Sie mit ihm in rund 16 Minuten die Schönheit und vor allem Einsamkeit der Strecke hin zu einer der jüngsten Destillerien Schottlands, entweder auf Youtube oder gleich direkt hier bei uns:
Ein Artikel in stuff.co.nz beschäftigt sich mit einer relativ neuen Whiskydestillerie in Neuseeland – der Thomson Whisky Distillery. Die Thomsons aus Auckland haben sich mit der Abfüllung von altem Willobank-Whisky (eine Lost Distillery) einen Namen gemacht, und sind vor kurzem mit einer eigenen Brennblase in die Whiskyerzeugung eingestiegen.
Eine Besonderheit ihrer Produktion ist das Räuchern der Geste mit Manukaholz – es soll einen ganz besonderen Rauchgeschmack ergeben. Bis zum ersten Whisky wird es noch dauern, aber man füllt dort in kleinen Fässern gereifte „Fortschrittsberichte“ ab, die das Reifen des Spirits dokumentieren sollen.
Die Thomson Distillery reiht sich damit in eine Handvoll anderer Destillerien in Neuseeland ein, die diese Tradition auf den beiden Inseln aufrecht erhalten. Durchsuchen Sie Whiskyexperts mal mit dem Stichwort Neuseeland – sie werden einige Artikel über die doch recht rustikalen Destillerien am anderen Ende der Welt finden…
Alle Jahre wieder zieht es Ihre königlichen Hoheiten Prince Charles und Camilla Parker Jones in schottische Gefilde, wo sie neben anderen protokollarischen Lustbarkeiten auch immer wieder die eine oder andere Destillerie besuchen, um dort Tafeln zu enthüllen, Fässer zu versiegeln und Stühle in Beschlag zu nehmen.
Der Stuhl von Price Charles bei Laphroaig. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.
Auch jetzt wieder haben die beiden eine Destillerie mit ihrem Besuch beehrt, und zwar die Speyside-Destillerie Ballindaloch, wie The National in der aktuellen Ausgabe berichtet. Der Duke und die Duchess of Rothesay, als die sie in Schottland bekannt sind, hatten dort die ehrenvolle Aufgabe, zwei Stöpsel in die bereitgestellten Fässer zu treiben und durch die Enthüllung einer Plakette die Destillerie nun auch offiziell zu eröffnen (sie arbeitet ohne königlichen Segen bereits seit September, wie wir uns damals zu berichten bemühten).
Eine Aufnahme der beiden aus dem Jahr 2009
Abgesehen davon sprachen die beiden mit Arbeitern der Destillerie und hatten zudem ein Pläuschen mit Guy Macpherson-Grant, dessen Familie die Destillerie besitzt. Er zeigte sich naturgegeben hoch erfreut über den königlichen Besuch und die Aufmerksamkeit, die der Destillerie in Aberdeenshire dadurch geschenkt wurde.
Guy Macpherson-Grant (rechts) hält die Kommissionierungspapiere in der Hand
Bei Tone Øhrboms Whiskysaga fanden wir heute den Hinweis auf eine neue Veranstaltung in Norwegen. Der Organisator des Bergen International Whisky & Beer Festivals, Frode Harring, plant zusammen mit der Fjordline eine Whisky & Beer Cruise. Die Abfahrt in Bergen/Norwegen ist für Samstag, den 24. Oktober geplant. Nach 48 Stunden Kreuzfahrt auf der Nordsee endet die Fahrt wieder in Bergen. Während dieser Zeit findet dann auf dem Schiff das Whisky & Beer Cruise Festival statt, genauer am Samstag von 14:30 bis 21:00 Uhr und Sonntag von 12:30 bis 20:30 Uhr. Auf dem Schiff ist Platz für 1100 Besucher, geplant sind bis jetzt 8 – 10 Masterclasses.
Vielleicht mögen Whisky Kreuzfahrten für Süßwassermatrosen innovativ aussehen – für Skandinavier scheint sie (fast) alltäglich sein. Die Vikingline veranstaltet schon seit 2009 jährlich die Cinderella Whisky Fair. Tone Øhrbom besuchte diese Messe in den letzten beiden Jahren und gibt uns seine Erfahrungen weiter. Wie wir uns das vorstellen müssen? Wie im Video der Vikingline zu sehen, handelt es sich um eine ganz normale Messe – nur auf einem Schiff.
Irische Whiskeys? Zahnlos, langweilig, wässrig? Manche Vorurteile sind schwerer auszurotten als die Masern oder Polio – aber zumindest weniger werden sie, auch dank der dauernden Überzeugungsarbeit vieler Whiskyfreunde, die die Iren als Abwechslung und Ergänzung für sich entdeckt haben.
Und als hätte es noch einen weiteren Beweis für die Qualität irischer Whiskeys bedurft, hat Serge Valentin heute drei davon verkostet – mit wirklich ansehnlichen Ergebnissen für zwei. Besonders gespannt sind wir nach seinen Notizen hier auf den neuen 23jährigen Cooley von Cadenhead – wir kennen den Vorläufer mit 21 Jahren und waren so begeistert davon wie Serge. Hier aber die aktuellen Wertungen:
Whisky pur? Mit Wasser? In Cocktails? Wir von Whiskyexperts finden: Genießen soll jeder auf seine Art – und wir wollen jeden dabei unterstützen, für sich den größten Genuss mit dem Wasser des Lebens zu finden.
Daher freuen wir uns besonders, Reinhard Pohorec, einen der besten Barkeeper im deutschsprachigen Raum und begeisterten Fachmann für Whiskycocktails, in unserem Team zu haben. Er wird seine Begeisterung in regelmäßigen Beiträgen mit unseren Lesern teilen – und in ihnen seine Lieblingsrezepte für einfache, raffinierte, klassische oder experimentelle Cocktails mit Whisky, exklusiv hier auf Whiskyexperts.
Unser zweites Rezept für einen Whiskycocktail ist ein echter Klassiker – und dennoch so einfach zuzubereiten. Reinhard macht es vor.
WorldClass-Sieger Österreich 2014: Reinhard Pohorec
Kaum ein Drink gilt Cocktail Aficionados und Genießern als solch Ikone wie der Sazerac. Kaum ein Getränk ist so fundamental “New Orleans” und Inbegriff des Big Easy wie die Mischung aus Spirituose, Peychaud’s Bitters, Zucker und Absinth.
Quasi eine Variation dessen, was man heute als Old Fashioned beschreiben würde, ist der Sazerac Cocktail nicht dogmatisch auf eine Basisspirituose festgenagelt. Manche Historiker vermuten die Ursprünge im importierten Karibik Rum, Cognac macht sich aber recht rasch breit, nicht zuletzt ob der stark frankophilen Prägung des amerikanischen Südens und der Präsenz so legendärer Marken wie Forge & Fils. (Dass man hier schier unendlich in den Geschichtsbüchern weiterblättern und einen bis heute fortlaufenden roten Spirituosenfaden aufnehmen könnte, ist in einem früheren Beitrag des Autors dieser Zeilen nach zu blättern – Sazerac ist ja seit Jahren unter den absoluten Top Produzenten und Whiskys dieser Welt.)
Diesem Umstand und generell der Tatsache, dass entlang des Mississippi der American Whiskey immer weiter an Popularität zulegte, ist es geschuldet, dass der Sazerac Cocktail heute auch oft mit Rye Whiskey aufzuwarten weiß.
Dunkel, kräftig und komplex muss sie sein, die Basis des Drinks, ob das nun ein VSOP respektive XO Cognac, ein Rye Whiskey oder – ja, ganz verwegen – eine 50:50 Liaison der beiden ist, bleibt dem Genießer selbst überlassen. Dezent traubig weinige Signatur durch den französischen Edel-Weinbrand, crisp trockene Würze vom Roggen, die Möglichkeiten sind weit gefächert. Wer es noch einen Ticken robuster haben möchte, könnte mit einer Fassstärke wie dem Willet Rye (die jungen, etwa vier Jahre alten Vertreter machen sich exzellent) das letzte Quäntchen ausreizen. Nicht nur die exzellente Qualität, auch die Fülle an verschiedenen Stilistiken der amerikanischen Whiskeys der letzten Jahre lässt die Herzen höher schlagen.
Dem Affen seinen Zucker
Auch über die Süße kann man ein paar Zeilen verlieren oder die Puristen streiten lassen. Im 19. Jahrhundert waren zumeist große Blöcke des braunen Goldes vorrätig, von denen man à la minute kleine Würfelchen abschlug. Findet man also „sugar cube“ in alten Rezepturen, so kann man getrost davon ausgehen nicht den bis zum Geht-Nicht-Mehr raffinierten, wunderschön in Form gepressten weißen Kubus Wiener Herkunft zu meinen. Ein paar wenige Produzenten bieten auch heute erstklassige 100% Zuckerrohr Würfel mit höherem Melasseanteil.
Ein Spritzer Seltzer oder Sodawasser kann dabei helfen, ebendiesen zu zerdrücken und quasi eine Art Instant-Sirup im Glas herzustellen.
Wer es etwas leichter und vor allem leichter löslich im Getränk haben möchte, greift gleich zur Flasche Zuckersirup, je nach Verdünnungsgrad auch rich oder nur simple syrup bezeichnet.
Antoine Amedie
Peychaud’s Bitters sind wohl jener Bestandteil des Cocktails, an dem es kaum etwas zu rütteln gibt, zumindest für eine ganz klassische Interpretation. Antoine Amedie Peychaud hatte unweit des Sazerac Coffee House – der Geburtsstätte des Getränks – eine Apotheke betrieben, jene Bitteressenz die fortan auch seinen Namen tragen sollte galt als Allheilmittel für Krankheiten, Magenverstimmungen, Tropeninfekte und andere Wehwehchen. Die leuchtend rote Farbe und der charakteristische Duft und Geschmack sind noch heute integraler Bestandteil jedes Barsortiments und vieler Classic Drinks. Peychaud’s Bitters verleiht dem Sazerac Tiefe, rundet Ecken und Kanten ab, gibt ihm Eigenständigkeit.
Und dann wäre da noch der obskure und immer leicht anrüchig anmutende Absinth. Ja, diverse Künstler mögen sich im Absinthrausch neuer Inspiration ausgesetzt gefühlt haben, und ja, sicher hat der miese Basisalkohol früherer Jahrhunderte den ein oder anderen dicken Schädel bereitet, von giftig oder groß gefährlich braucht man bei Absinth aber heute längst nicht sprechen. Mythen und Mysterien, Märchen und Mahnung – doch das ist ein andere Geschichte und nicht unser Hauptaugenmerk. Fakt ist und bleibt, die grüne Fee gehört in den Sazerac Cocktail, man kleidet das Glas, in welchem der Drink serviert wird, vorab mit der Anisspirituose aus.
Und so sieht das Ganze dann kompakt aus:
Der Sazerac – (c) Diageo, mit freundlicher Genehmigung
in einem Tumbler auf Eiswürfeln verrühren und in ein vorgekühltes, mit Absinth ausgekleidetes Glas gießen, straight up (sprich ohne Eis) servieren
mit den ätherischen Ölen einer Zitronen- oder Orangenschale parfümieren
So einfach und doch so gut – viele Klassiker sind schlichtweg Klassiker aus einem Grund, weil sie den Lauf der Zeit überdauert haben, Geschichte mitgeschrieben haben, und wohl auch, weil sie köstlich schmecken. Kein Chi-Chi, Schäumchen, „An Auf Bei“ und Überhaupt Gemüse Drumherum – ein heftiger Schluck Whiskey mit ein bisschen Bitters und dem guten alten Absinth, Herz, was willst du mehr.
Von Matthew Stewart, Brand Ambassador für Glenfiddich im südostasiatischen Raum, haben wir über Twitter eine interessante Tabelle gefunden, die zeigt, wie die verschiedenen Fasstypen den Geschmack und die Farbe des darin gelagerten Whiskys verändern. Ein Blick reicht, und man bekommt eine ungefähre Vorstellung, was einen geschmacklich mit einem bestimmten Finish oder einer bestimmten Fasslagerung erwartet.
Der zweite Teil der Verkostung von torfigen Whiskys ohne Destillerieangabe ist heute auf Serge Valentin’s Whiskyfun zu finden. Gleich ohne viel Aufhebens hier die Abfüllungen und ihre Wertungen:
Islay 8 yo 2005/2013 (46.1%, Sansibar, single malt, 188 bottles): 84 Punkte
Smoking Islay (58.2%, Blackadder, single malt, cask #BA2013/451, 370 bottles, 2013): 86 Punkte
Classic of Islay 14 yo (60%, Vintage Malt Whisky Co, for Jack Wiebers, single malt, cask #3007, 2006): 89 Punkte
Islay 14 yo 1994/2008 (53,1%, The Daily Dram): 88 Punkte
Wie wir aus der Adelphi-Destillerie Ardnamurchan erfahren haben, ist Mark Armin Giesler, der bislang dort als Assistant Distillery Manager tätig war, zum Production Manager aufgestiegen. Gemeinsam mit Liz MacLaren als Visitor Centre Manageress ist er nun für die Destillerie verantwortlich. Mark ist damit unseres Wissens nach der erste Deutsche, der in leitender Position in einer schottischen Destillerie beschäftigt ist.
Mark Armin Giesler, neuer Produktion Manager bei Ardnamurchan, gestern am Abend vor der Destillerie.