Dass die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) von einer unbekannten Investorengruppe von Glenmorangie gekauft wurde, darüber haben wir und andere Medien Ende März berichtet. Die Käufer blieben bislang im Hintergrund, aber nun hat The Spirits Business exklusiv die Schleier gelüftet. Hinter der neuen SMWS stehen Paul Skipworth, früherer CEO von The Glenmorangie Company als non-executive CEO sowie, unter anderem, Ben Thomson, früher CEO der Noble Group und Chairman von Inverleith Capital, sowie John Dunsmore, ex-CEO bei S&N und C&C.
Skipworth hat nun bekannt gegeben, dass die SMWS ab sofort völlig unabhängig von Glenmorangie operieren wird und sich neue Vertragspartner für Beschaffung und Lagerung der Fässer gesichert hat.
Bislang gab es keinen Kilchoman, der älter als 7 Jahre war, im offiziellen Verkauf. Auch die in der Destillerie erhältliche Jubiläumsedition enthielt gerade mal ein paar kleine Anteile aus einem zehnjährigen Fass.
Aber jetzt ist der erste und bislang einzige offizielle zehnjährige Kilchoman zu haben – und zwar in einer Auktion für einen guten Zweck. Wie heute auf der Kilchoman-Website von Peter Wills angekündigt, wird ein zehnjähriger Kilchoman auf der Website versteigert – und zwar für The Beatson Cancer Charity.
Die Auktion, an der alle Kilchoman Fans teilnehmen können, beginnt am 7.12. um 12 Uhr Mittag lokaler Zeit und dauert bis 14. Dezember 12 Uhr Mittag lokaler Zeit.
Eine einzige Flasche wird von Anthony Wills aus dem Fass Nr. 1 abgefüllt, und zwar exakt 10 Jahre, nachdem es am 14.12. 2005 befüllt wurde. Einen Zehnjährigen wird es die nächsten Jahre nicht mehr geben, aber eine Krankheit des Distillery Managers John MacLellan und der Wunsch, den Jahrestag zu feiern, hat Anthony Wills zur Auktion bewogen.
Mitbieten kann auf der noch anzukündigenden Auktionsseite jeder, der Interesse an der Flasche hat, natürlich auch mehrmals. Und wir sind uns sicher, das Interesse wird sehr groß sein. Wir werden rechtzeitig vor Auktionsbeginn nochmals einen Hinweis bringen.
Und so sieht das mit 58.2% gefüllte Schmuckstück, Flasche 1 von 1, aus:
Ein kanadischer Whisky, der Royal Crown Northern Harvest Rye, ist in Jim Murray’s Whisky Bible zum Whisky des Jahres gewählt worden. Das rückt Whisky aus dieser Region in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – und man darf sich durchaus fragen, wie fundiert und umfangreich unser Wissen über kanadischen Whisky eigentlich ist.
Ein sehr guter Artikel in Chilled beschäftigt sich mit dieser Whiskygattung, und er nimmt sich 10 Mythen oder Vorurteilen an, die über kanadischen Whisky im Umlauf sind. So zum Beispiel beschäftigt er sich mit der Frage, ob kanadischer Whisky tatsächlich leichter als andere Whiskyarten ist oder ob die Produktion in Kanada tatsächlich so unreguliert ist, wie viele sagen.
Nach der Lektüre dieses empfehlenswerten Artikels weiß man auf jeden Fall mehr über kanadischen Whisky.
Bis zu einem Fünftel des Inhaltes eines Whiskyfasses kann durch den Reifungsprozess verdunsten. Umgangssprachlich bezeichnet man dies als Angel’s Share, als Anteil der Engel.
Dass dieser Verdunstungsverlust durch das Holz sparsamen oder gewinnorientierten Menschen ein Dorn im Auge ist, kann man sich durchaus vorstellen. Auch wenn dieser Schwund ein Stück Whiskyromantik und Whiskyflair ist – in der Bilanz ist er eher des Teufels, verringert er doch den möglichen Verkaufserlös.
Diageo hat ein Team der Napier University in Edinburgh damit beauftragt, ein verlustminimierendes Fass zu erfinden – unter Verwendung traditioneller Küfermethoden. Und das scheint laut Professor Adby Kermani tatsächlich gelungen zu sein – die Verdunstung dieses speziell konstruierten Fasses ist auf ein absolutes Minimum reduziert worden, berichtet ein Artikel in Harpers, und das ohne Verwendung von Kleber oder anderen zusätzlichen Substanzen.
Wie genau das geht, wird im Artikel nicht erwähnt, aber wir können nach einem Gespräch mit Ian McWilliam von Glenfarclas sagen, dass es solche absolut dichten Fässer schon immer gegeben hat, wenn auch vielleicht eher zufällig. Ian hat erzählt, dass ein im Jahr 2006 abgefülltes Family Cask aus dem Jahr 1968 noch immer einen Alkoholgehalt von 65.1% hatte – so unwahrscheinlich viel, dass man bei Glenfarclas zwei zusätzliche Probemessungen machen ließ, um den Alkoholwert zu bestätigen.
Vier Abfüllungen aus der Highland-Destillerie Ardmore hat sich Serge Valentin heute für seine Verkostung eingeschenkt – keine davon ein offizielles Bottling aus der Destillerie, aber ein halboffizielles, wenn man die Ardmore-Abfüllung unter dem Destillerielabel von Gordon & MacPhail so sehen will. Gut gepunktet haben alle, mit Wertungen zwischen 85 und 90 Punkten:
Ardmore 1996/2013 (43%, Gordon & MacPhail, licensed bottling): 88 Punkte
Ardmore 24 yo 1990/2015 (48.1%, Scotch Malt Whisky Society, #66.67, 2nd fill sherry butt, 148 bottles): 86 Punkte
Ardmore 1993/2015 (49.9%, Gordon & MacPhail, Exclusive for Whisky-Online, cask #5750, 176 bottles): 90 Punkte
Ardmore 14 yo 2000/2014 (58.3%, James MacArthur, Old Masters, barrel, cask #217): 85 Punkte
Hier noch einige Ansichten der Destillerie aus unserem Bildarchiv:
Dass Jim Murray’s neues Buch für Unmut unter den Schotten sorgen wird, war für viele schon vor dem Erscheinen absehbar. Im Vorjahr hat man aus dem Land des Scotch offiziell noch vornehm dazu geschwiegen, dass der schottische Whisky im Buch auf die Plätze verwiesen wurde, wenn es um den weltbesten Whisky ging, diesmal halten sich einige weniger zurück – auch wenn der in der Überschrift verwendete Ausdruck „stinksauer“ wohl etwas zu hoch gegriffen ist.
Die Berliner Morgenpost bringt einen kurzen Artikel über die neueste Auflage der Whisky Bible von Jim Murray, und zitiert darin einen etwas indignierten Charles MacLean, selbst Autor von zehn Büchern über Whisky:
„Man sollte Gleiches mit Gleichem messen“, sagt er. „Kanadischer Whisky erlaubt alle möglichen Zutaten wie etwa Pflaumensaft zum Süßen – beim Scotch ist das verboten, da dürfen nur die Rohmaterialien Gerste, Wasser und Hefe verwendet werden.“
Auch von Richard Patterson gibt es ein Statement, und von Becky Paskin von scotchwhisky.com – sie geben sich aber eher gelassen.
In Wellington, im Westen Südafrikas, steht die einzige Destillerie des Landes, die James Sedgwick Distillery. 99% ihres Umsatzes macht sie im Land, aber sie richtet sich mit ihren Produkten, zum Beispiel Bain’s Whisky oder Three Ships, immer mehr international aus.
Auf BBC finden Sie einen knapp vier Minuten langen Videobeitrag über die Destillerie und die Pläne, die man dort hat. Man hört Master Distiller Andy Watts und einige Experten zum Thema. Interessant!
Mit einem Nachrichtenstamm von derzeit über 4600 Artikeln ist Whiskyexperts nicht nur die größte auf aktuelle Whiskynachrichten spezialisierte Seite im deutschen Sprachraum, sondern auch ein Füllhorn von vernetzten Daten, Ereignissen und Bildern zu verschiedenen whiskybezogenen Themen.
Wir arbeiten daran, diesen Schatz an Wissen leichter zugänglich zu machen, so zum Beispiel sammeln wir unsere Infos zu einzelnen Destillerien auf Subseiten, die sich automatisch mit den Nachrichten und neuesten Infos aktualisieren. Auf diesen Seiten finden Sie:
Eine Bildgalerie zur Destillerie
Tabellarische Daten
Die Geschichte und Hintergrundinfos aus wikipedia
Unsere Tasting Notes zu Whiskys der Destillerie
Eine zoombare Lagekarte, zum Teil auch mit Google Streetview erlebbare Rundgänge
Videos zur Destillerie
Alle Nachrichten auf Whiskyexperts, die sich mit der Destillerie beschäftigen
Diese sich selbst aktualisierenden Seiten wollen wir Ihnen ab sofort über den Menüpunkt „Die Destillerien“ im Hauptmenü Features zugänglich machen (momentan sind die ersten zehn Destillerien verfügbar, Updates werden wir laufend vornehmen).
In loser Reihenfolge wollen wir Ihnen diese Seiten auch in unserem Newsfeed vorstellen – heute rücken wir unsere Info-Seite zum Thema Auchentoshan in den Blickpunkt.
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Haben Sie selbstgemachte Bilder aus dieser Destillerie für uns und unsere Leser, die wir verwenden dürfen? Dann senden Sie diese Bilder bitte an team@whiskyexperts.net. Mit der Einsendung übertragen Sie uns die zeitlich unbegrenzten Verwendungsrechte.
[divider]Daten zur Destillerie Auchentoshan[/divider]
[divider]Geschichte der Destillerie Auchentoshan[/divider]
Auchentoshan (übersetzt „Feldecke“; sprich Ochentóschen) ist eine Whiskybrennerei in Old Kilpatrick, West Dunbartonshire, Schottland.
Die Brennerei wurde um 1800 von John Bulloch als Duntocher Distillery erbaut. Nach seinem Bankrott übernahm sein Sohn Archibald Bulloch 1822 die Destillerie, doch auch er musste schon 1826 Bankrott anmelden. Vermutlich ging aus der bestehenden Duntocher Distillery im Jahr 1823 die heutige Auchentoshan Brennerei hervor. Darüber, ob es sich bei der Auchentoshan-Brennerei tatsächlich um die frühere Duntocher Distillery handelt, herrscht in der Literatur keine Einigkeit. 1834 verkaufte die inzwischen gegründete Bulloch & Co Ltd. die Brennerei an John Hart und Alexander Filshie. 1875 wurde die Destillerie renoviert und 1878 an C.H. Curtis & Co. verkauft, welche sie 1900 an Alexander Ferguson & Co Ltd. veräußerten. Schon 1903 ging die Brennerei an George & John McLachlan Ltd., welche 1923 in McLachlans Ltd. umbenannt wurden. Im März 1941 wurde die Destillerie bei einem deutschen Fliegerangriff teilweise zerstört und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Am 3. Februar 1948 wurde sie wieder in Betrieb genommen. In den 1960er Jahren übernahm J & R Tennent Ltd. den damaligen Eigentümer McLachlans Ltd., um schon 1964 selbst von Charingtons – welche ab 1967 Bass Charington hießen – geschluckt zu werden. 1969 wurde Auchentoshan an Eadie Cairns Ltd. verkauft, welche sie 1984 an Morrison Bowmore verkauften, womit sie letztendlich 1994 bei Suntory landete.Heute ist sie eine der letzten in Betrieb befindlichen Brennereien in den Central Lowlands.
Das Wasser der Brennerei stammt aus den Kilpatrick Hills. Das verwendete Malz ist nur ganz leicht getorft. Die Brennerei verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (6,825 t) aus Edelstahl und sieben Gärbottiche (wash backs) (je 35.000 l), davon drei aus Edelstahl und vier aus Douglasienholz. Destilliert wird in einer wash- (17.300 l), einer intermediate- (8.000 l) und einer spirit still (11.500 l). Ungewöhnlich für schottische Brennereien ist die Dreifachdestillation, der Alkoholgehalt des new makes liegt daher relativ hoch – bei etwa 80 bis 82 %. Vor dem Abfüllen in die Fässer wird er auf etwa 63,5 % reduziert.
Leitlinien und Guides für Whiskyneulinge gibt es online ja einige, auf Englisch oder auch auf Deutsch – jetzt hat Peter Moser vom Blog Friends of Single Malts einen vornehmlich auf schottischen Single Malt ausgerichteten Guide gestaltet, der Tiefgang und Kompaktheit recht gekonnt verbindet. In „Whisky-Wissen für Einsteiger“ erklärt er, was Whisky ist, wie er hergestellt wird, wie man die Infos auf der Flasche liest – und dazu Tipps zu Einkauf, Lagerung und Verkostung. Zudem gibt es Links zu weiterführenden Infoquellen.
Wer sich also erst seit kurzer Zeit mit dem Thema Whisky beschäftigt, findet dort sicherlich viel Wissenswertes an einer Stelle.
Nachdem das Connemara-Video, das wir heute am Vormittag für Sie gepostet haben, von Youtube verschwunden ist (der dazugehörige Account wurde gelöscht, und wir löschen unseren Newsartikel dazu jetzt auch, um keine Verwirrung zu stiften), bringen wir nun doch schon diesen Sonntag den zweiten Teil der Reportage „Unterwegs auf dem Nordküstenradweg“. Diesmal geht es von den Highlands nach Aberdeen, nachdem wir zunächst auf den Orkneys unterwegs waren (siehe hier). Erleben Sie die wunderschöne Landschaft Schottlands hier oder auf Youtube.
Um 300% soll der weltweite Marktanteil der irischen Whiskeyindustrie bis ins Jahr 2030 steigen, sagt die Irish Whiskey Association. Eigentlich müssten da mit dem Whiskey-Boom goldene Zeiten für alle irischen Destillerien anbrechen, möchte man meinen.
Nur für wenige, sagt nun ein Report, der heute in einem Artikel auf The Independent Erwähnung findet. Denn am Wachstum werden wohl nur die Großen wirklichen Anteil haben – die kleinen, unabhängigen irischen Destillerien, ob es sie nun schon gibt oder ob sie noch in Bau oder Planung sind, werden nur dann Chancen vorfinden, wenn sie einen robusten Großhandelsmarkt schaffen können.
Warum? Die Erklärung klingt logisch: Viele schottische Destillerien leben vor allem vom Handel von Spirit für Blends – ein Handel, der auf einer eigenen Schiene lebt und durch die Masse das Destillieren wirtschaftlich sinnvoll macht. Dafür gibt es einen eigenen Markt, der auf Angebot und Nachfrage basiert. Damit liessen sich Weltmarken aufbauen, die nicht auf einzelnen Destillerien basierten, sondern von vielen Zulieferern gespeist werden. Und damit kann man eine solide Basis für die eigene Destillerie schaffen.
Ähnliches findet man für irischen Whiskey nicht. Der Report schlägt vor, auch in Irland solche Marken, die nicht einer einzigen Destillerie gehören, sondern mit Whiskey aus mehreren gespeist werden, ins Leben zu rufen, die dann im Ausland vermarktet werden könnten.
Vor einiger Zeit hat Gordon & MacPhail den ältesten kommerziell erhältlichen Whisky der Welt abgefüllt (wir berichteten hier) – ein Methusalem von 75 Jahren aus der Destillerie Mortlach. 20.000 Pfund muss man für eine der 100 Flaschen auslegen.
Ein ausgewählter Empfängerkreis konnte aber diesen Whisky verkosten, ohne für eine ganze Flasche bezahlen zu müssen: Gordon & MacPhail hat an einige wenige Leute ein 1cl-Sample des Whiskys zur Verkostung versendet – und wir gehörten nicht dazu 🙂
Aber hier kommen gute Freunde ins Spiel und vor allem Menschen, die Freude am Miteinander und am Teilen haben. Und so wurde dieses Sample (das übrigens umgerechnet einen Wert von über 400 Euro repräsentierte), geöffnet und geteilt. 1 cl, ein Glas, acht Personen – und jeder davon konnte diesen wirklich außergewöhnlichen Whisky riechen und vor allem schmecken. Für ein richtiges Tasting war es natürlich bei weitem nicht genug, aber genug, um einen guten Eindruck davon zu bekommen:
In der Nase zeigte der Mortlach 75yo überraschende Frische, und zugleich den Duft einer Puderdose einer feinen Dame, etwas Edles und Distinguiertes. Am Gaumen setzte sich die wirklich überraschende Frische und Fruchtigkeit fort, der bittere Anteil von Holz, meist ein Zeichen von sehr lang im Fass gelegenen Whiskys, war nur ganz leise und am Ende zu merken, im Gesamten aber überwog der Eindruck einer gediegenen Präsenz, die Reife, aber kein Alter verriet. Für eine umfassende Beschreibung der Qualitäten, die der Whisky im Finish zeigen könnte, war die Menge im Mund nicht groß genug, aber die Anflüge von ihm, die man erahnen konnte, fügten sich ins Bild: dicht, wenig Holz und viel Lebendigkeit.
Das Schönste an diesem Tropfen war aber, dass dieser eine Zentiliter acht Personen lang hielt und den Glücklichen eines der Whiskyhighlights des Jahres ermöglichte. Für dieses gemeinsame Erlebnis gebührt dem Spender ein ganz besonderer Dank.
Dass Whisky und die Whiskykultur Frauen ebenso begeistert wie Männer, dazu reicht ein Blick in viele Tastingveranstaltungen, oder in das Impressum unserer Seite. Die Whiskykultur wird aber auch hinter dem Tresen von ambitionierten und sachkundigen Frauen gefördert und beflügelt. Das zeigen Wettbewerbe wie die Barmaid Olympics, die von Mixologin Cordula Langer mit einer Kollegin in Eigenregie und auf eigenes finanzielles Risiko ins Leben gerufen wurden.
Zwei Whiskycocktails, die im Rahmen der letzten Veranstaltungen präsentiert wurden, möchten wir Ihnen heute hier gemeinsam mit ihren Schöpferinnen kurz vorstellen – als Beweis für die Creativität, die hinter Cocktails stehen kann.
Von Charlotte Fedtke aus der Schwarzen Traube / Berlin stammt der
Smoky Foggy white Manhattan
5cl White Dog Single Malt
2cl Lillet Blanc
dashes Orange Bitters
Er wird mit Zuckerwatte serviert.
Suzanne Fiebiger aus dem Taschenbergpalais / Dresden servierte den
Egalite
4cl Glenfiddich 15 Y.
1 BL Bowmore 12 Y.
1cl Thmiansirup (selbst gemacht)
12-14 Körner Kubebenpfeffer
2 dash TBT Aromatic Bitters
3cl Thomas Henry Spicy Ginger
Garnitur: Orangenzeste und Thymian
Und wenn es auch nur indirekt mit Whisky zu tun hat, möchten wir dem Ganzen eine Bitte von Cordula Langer anschließen, die sich vor allem an die Unternehmen der Getränkeindustrie richtet und um Unterstützung für ihr Projekt wirbt:
Gemeinsam mit einer Kollegin und Freundin habe ich einen ausschließlich Frauen zugänglichen Cocktailwettbewerb, die Barmaid Olympics, ins Leben gerufen.
Unser Ziel ist es, das Bild der Frau in der Barszene zu festigen, junge Talente zu entdecken und zu fördern. Wir möchten die Hemmschwelle unserer Kolleginnen senken, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Junge Frauen sollen den Mut finden an Cocktailwettbewerben teilzunehmen, sie sollen an sich glauben und ebenso wie männliche Kollegen voll akzeptiert und unterstützt werden.
Unser Teilnehmerfeld kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, in den nächsten Jahren soll der Wettbewerb graduell erweitert werden. Jeder kann als Zuschauer an dem Wettbewerb teilnehmen.
Die Barmaid Olympics der zwei letzten Jahre haben wir privat finanziert. Nunmehr benötigen wir Spenden für die Umsetzung des für 2016 geplanten Wettbewerbs, damit wir diesen noch besser gestalten können.
Mit eurer Unterstützung hoffen wir, die Reisekosten für die Finalisten übernehmen zu können (die bisher von den Teilnehmerinnen selbst aufgebracht werden mussten), unseren Wettbewerb ausreichend bewerben zu können, damit wir seinen Bekanntheitsgrad vergrößern können.
Bitte helft uns, damit unser Traum wahr werden kann!
Wer von den Unternehmen die Teilnehmerinnen und den Wettbewerb selbst unterstützen will, der kann sich über info@barmaid-olympics.de mit den Veranstalterinnen in Verbindung setzen. Auch private Unterstützung ist natürlich gerne gesehen. Eine Möglichkeit dazu wäre auf generosity.com gegeben. Wir wünschen Cordula jedenfalls viel Erfolg.
Eine recht interessante Entwicklung zeichnet sich in der Affäre um die Abmahnung der Scotch Whisky Association gegen Compass Box ab (wir berichteten hier). Die SWA hat den Erzeuger hochwertiger Blends ja wegen zu viel Offenheit in seinen Produktangaben zu seinen Blends gerügt (Compass Box hat nicht nur das Alter des jüngsten Whiskys offengelegt, sondern auch die älteren Whiskys im Blend und auch deren Mengenanteile. Das ist, laut den Regeln der SWA und nach EU-Recht, bislang nicht gestattet).
Während die Verwunderung über das Vorgehen der Scotch Whisky Association unter den Whiskyfreunden laut und deutlich war, haben sich die Destillerien und Konzerne mit Bewertungen des Geschehens bislang zurückgehalten.
Nun aber setzt Tomatin als erste Destillerie ein Zeichen der Solidarität mit den Forderungen nach mehr Transparenz. Auf ihrer Website veröffentlichte die Highland-Destillerie gestern folgende Mitteilung, die wir hier im Original wiedergeben:
Greater transparency required
You may have read about the situation which has arisen concerning Compass Box’s breaching of Scotch Whisky Regulations by openly declaring the detailed composition of two of its new products which breach the rules that that a maturation period or age ‘may only be specified in the description, presentation or labelling of a spirit drink where it refers to the youngest alcoholic component’. In cases where whisky from several years has been used within a bottling, we are prohibited from displaying this information on packaging, and indeed any brand marketing materials, including our website.
At Tomatin Distillery, we pride ourselves on our open, transparent and honest nature – in our place, our people and our product. Consumers are often interested in the age of our NAS (No Age Statement) expressions (Legacy and Cask Strength) – we are happy to discuss this with those who are interested.
With this in mind, and in response to an Open Letter from scotchwhisky.com, we agree that greater transparency is needed and we would like to ask the Scotch Whisky Association (SWA) to lobby for a clause to be inserted in the Regulation permitting this option to exist for Scotch whisky.
Robert Anderson
CEO
The Tomatin Distillery Co Ltd
In Kürze: Tomatin bittet die SWA, eine Klausel in die Bestimmungen aufzunehmen, die größere Transparenz gegenüber den Verbrauchern ermöglicht.
Wir sind gespannt, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.