Die Wasserversorgung in der Destillerie Annandale

Manchmal ist es ganz interessant, einen Blick aus anderer Perspektive auf eine Destillerie zu werfen. Wir haben auf Filtration+Separation.com einen Artikel gefunden, der beschreibt, wie das Unternehmen Veolia (ein multinationaler Konzern in den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Energie und Transport) mit der Lowland-Destillerie Annandale zusammenarbeitete, um dort eine einwandfreie Wasserversorgung zu gewährleisten.

Dabei geht es um zwei Aspekte der Wassernutzung in Annandale: Das Erzeugen von Dampf (hier ist Reinheit und weiches Wasser gewünscht, um die Anlagen vor Ablagerungen zu schützen) und die Verdünnung des Spirits auf 40% bei der Abfüllung (hier kommt es vor allem auf Geschmacksneutralität an).

Was die beiden Unternehmen dafür in die Wege leiteten, das beschreibt der Artikel.

Destillerie Annandale
Destillerie Annandale

15 Scotch Whiskys, die man getrunken haben sollte

…zumindest, wenn es nach Cool Material geht – eine Site für Lifestyle und schöne Dinge im Leben. Solche Listen sind ja in der Regel immer mit ein wenig Lockerheit zu lesen (selbst, wenn sie vom Autor sehr ernst gemeint werden), denn Geschmäcker sind verschieden, punktum. Aber diese Liste ist zumindest nach unserem Empfinden nicht GANZ aus der Luft gegriffen, finden sich auf ihr doch auch Whiskys wie der Springbank 12yo in Fassstärke, der unserer Meinung nach wirklich zu den Guten gehört und mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis punkten kann. Und auch einen Johnnie Walker Blue Label, handwerklich perfekt, darf man schon trinken sollen. Schauen Sie selbst und bilden Sie sich ihre eigene Meinung.

Strength of Character Makes for New Johnnie Walker(R) Advertising Campaign

Serge verkostet: Heimatlose Torfmonster

Die Überschrift klingt sehr schaurig, aber die Verkostung von Serge Valentin war sicher ein Vergnügen: Lauter getorfte Whiskys, die ihre Herkunft nicht verraten, sondern mit Fantasienamen (mehr oder minder blumig) versehen sind, weil es die Lieferverträge so wollten oder weil man einfach eine Marke aufbauen wollte.

Nun, wir alle kennen diese heimatlosen Raucher, und viele von uns haben auch die eine oder andere Flasche davon daheim, wenn es mal die Keule sein darf oder ein Zwischendurch-Schluck – also lassen Sie uns mal nachsehen, was Serge so zu ihnen sagt:

  • Images of Islay ‚McArthur’s Head Lighthouse‘ (53,2%, Malts of Scotland, single malt, 236 bottles, 2014); 81 Punkte
  • As We Get It 8 yo ‚Islay‘ (58.1%, Ian Macleod, +/-2014): 82 Punkte
  • Smoking Islay (55%, Blackadder, cask #BA2013/450, 386 bottles, 2013): 87 Punkte
  • Big Smoke ’60‘ (60%, Duncan Taylor, +/-2012): 80 Punkte
  • Sheep Dip ‚Islay Malt Whiskies‘ (40%, OB, blended malt, +/-2014): 80 Punkte
  • Big Peat (55.7%, Douglas Laing, 2014): 83 Punkte
  • Peat Bog 4.3/4 yo 2009/2014 ‘Part II’ (59%, The Whisky Cask, single cask, +/-2014): 78 Punkte
  • Speyside 13 yo 2001/2014 ‚Heavily Peated‚ (53.2%, The Whisky Fair, single malt, 193 bottles): 78 Punkte

bigpeat

 

Distillery Stories: Eine Reise zu Laphroaig

Auf dem englischsprachigen Blog Distillery Stories findet man heute einen interessanten und bebilderten Beitrag über eine Reise zur Destillerie Laphroaig. Das Ganze ist recht locker geschrieben und mit Bildern aus dem Arbeitsalltag dort illustriert. Selbst wenn man nicht sattelfest im Englischen ist, sind es schon die Bilder wert, unserem Link zu folgen…

Der Stuhl von Price Charles bei Laphroaig. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.
Der Stuhl von Price Charles bei Laphroaig. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.

Blogrundschau: Von Altem und Neuem

Und wieder werfen wir einen Blick auf internationale Blogs und deren Verkostungsnotizen. Wir haben für Sie über die letzten Tage eine Auswahl der Veröffentlichungen zusammengestellt und präsentieren sie hier in der gewohnten Kurzform:

  • Auf Malt Review findet sich eine Besprechung des Glenglassaugh 30yo – und der Verkoster ist dort voll des Lobes für diese Originalabfüllung.
  • Für Mutige scheint der Breeder’s Choice zu sein, ein argentinischer Blend-Whisky, den man  auf Best Shot Whisky billig und unbefriedigend fand.
  • Mortlach 22yo aus der Platinum Serie von Douglas Laing wird auf WhiskyIsrael sehr gelobt, aber der Preis ist mit 335 Pfund ein Aufreger für den Verkoster.
  • Words of Whisky bespricht den Caol Ila 1997 Unpeated, den man in einer Blindverkostung gar nicht so unpeated empfand, aber sehr trinkbar.
  • Mit einer guten Bewertung wird der Benromach Organic 2008 von The Malt Desk versehen – die Virgin Oak Casks haben ihr Werk gut getan, sagt der Autor.
  • Und auf The Mashtun genießt man den Arran „Miss Black“ – dort findet man diese nur in der Destillerie erhältliche Abfüllung einfach nur großartig.

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Die Top 10 der neuen American Whiskey Destillerien

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Aus der Jack Daniels Distillery, Foto von Serge Melki, CC-Lizenz
Aus der Jack Daniels Distillery, Foto von Serge Melki, CC-Lizenz

Nicht nur in Schottland wird im Moment massiv in Brennerei-Neubauten investiert. Auch in den USA entstehen gerade und in der nächsten Zeit eine Vielzahl neuer Destillerien. Denn auch der amerikanische Whiskey erlebt einen Boom, und die Hersteller reagieren auf die gestiegene und noch zu erwartende Nachfrage. The Spirit Business listet heute eine Top 10 der neuen American Whiskey Destillerien. Einige gehören zu den großen Spirituosen-Konzernen, bei anderen handelt es sich um Wieder-Eröffnungen vor langer Zeit eingemotteter Brennereien. In der Kurzübersicht:

Balcones
Oktober 2015

Old Forester
Herbst 2016

The Bulleit Distilling Co.
2016

Angel’s Envy
2016

Old Taylor Distillery
2015

Boundary Oak Distillery
Schon eröffnet

Dueling Barrels
Herbst 2015

Bardstown Bourbon Company
2016

Nelson’s Green Brier Distillery
Schon eröffnet

Maker’s Mark
2015

Tamdhu mit neuer Website

Die Speyside-Destillerie Tamdhu, die sich im Besitz von Ian Mcleod Distillers befindet, so wie übrigens Glengoyne auch, hat ihre Website mit neuen Inhalten – und wie wir finden in ansprechender Gestaltung – gefüllt. Neben der Geschichte der Destillerie werden dort natürlich auch die Whiskys aus Tamdhu vorgestellt – alles sehr schön und wie schon zuvor im typischen Tamdhu-Design präsentiert.

tamdhu

PR: D.E.W. & Ginger, die irische Erfrischung

Langsam wird es nun wirklich Frühling, und weil auch der Sommer bald mal über den Horizont blinzeln könnte, hat uns Tullamore D.E.W. ein erfrischendes Rezept für einen einfachen Sommerdrink geschickt. Das, und den begleitenden PR-Text, bringen wir hier für Sie:

D.E.W. & Ginger

Zuerst eroberte der Longdrink mit Whiskey und Ginger Ale Irland, dann die USA, und von dort aus die Szene-Bars auf der ganzen Welt! Seine Frische und leichte Schärfe machen den D.E.W. & Ginger zum Longdrink für lange Sommernächte.

Tullamore D.E.W. und Ginger Ale sind der perfekte Mix, da diese beiden mehr als nur ihre irischen Wurzeln gemeinsam haben: die gleiche Farbe, ein kräftiges Aroma und einen einzigartigen Geschmack.

Das intensive, natürliche Ingweraroma macht das Ginger Ale der Marke Thomas Henry zur perfekten Wahl als Filler für diesen Longdrink. Wer es etwas schärfer mag, probiert die Mischung mit der Sorte Spicy Ginger von Thomas Henry.

„Beim D.E.W. & Ginger kommt zusammen, was zusammen gehört! Das natürliche Aroma des Original Irish Blend wird betont. Die Würze seines Pot-Still-Anteils harmoniert hervorragend mit der Schärfe des Ingwers.“ – Vena Steinkönig, Tullamore D.E.W. Brand Ambassador in Deutschland.

Hier das Rezept:

D.E.W. & Ginger:

  • 5 cl Tullamore D.E.W
  • 20 cl Ginger Ale
  • Halbe Zitronenscheibe

 

Whisky Fair Rhein Ruhr – unsere Eindrücke in Bildern

Schön war sie, die zweite Whisky Fair Rhein Ruhr in Düsseldorf am vergangenen Wochenende. An zwei Tagen hatten über 1500 Besucher die Gelegenheit, Whisky in all seinen Facetten kennen zu lernen. Und auch wir waren wieder mit einem Stand vertreten und konnten mit unseren Lesern eine schöne gemeinsame Zeit verbringen. War der Samstag vom Andrang her sehr voll, so gab es am Sonntag erwartungsgemäß weniger Besucher, da blieb mehr Zeit für Gespräche und Verkostungen.

Wir hatten den Eindruck, dass das Publikum das Angebot sehr genossen hat. Anfänger wie alte Hasen fanden in Düsseldorf viel zu sehen und zu verkosten, in einer entspannten und freundlichen Atmosphäre. Die Wiederholung ist schon fix eingeplant, für den 9. und 10. April 2016. Und wir, wir werden wohl auch wieder dabei sein.

Hier einige unserer fotografischen Eindrücke von den Ständen und den Menschen in Düsseldorf. Ein Klick aufs Bild bringt Sie zur größeren Version.

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Serge verkostet: Littlemill

Littlemill ist eine der noch am häufigsten anzutreffenden Lost Distilleries aus den Lowlands, aber auch hier werden die Bestände langsam weniger. Serge Valentin hat heute einige Abfüllungen aus dieser nicht mehr existierenden Destillerie verkostet, und seine Wertungen könnte man mit einem Running Gag der Gruppe Whisky.de – der Treffpunkt feiner Geister auf Facebook zusammenfassen: Der kann was :-).

Hier die Abfüllungen und die Punktewertungen:

  • Littlemill 22 yo 1992/2014 (46.7%, Archives, hogshead, cask #43, 59 bottles): 90 Punkte
  • Littlemill 21 yo 1996/2014 (52.9%, The Whisky Mercenary, bourbon cask): 90 Punkte
  • Littlemill 21 yo 1992/2014 (53.6%, Lady of the Glen, bourbon, 320 bottles): 88 Punkte
  • Littlemill 22 yo 1991/2013 (47.2%, Eiling Lim, 4th Release): 89 Punkte
  • Littlemill 23 yo 1991/2014 (48%, The Whisky Agency, refill hogshead, 275 bottles): 91 Punkte
  • Littlemill 24 yo 1990/2014 (50.6%, Maltbarn, 158 bottles): 89 Punkte
Die letzten Reste von Littlemill vor der Verbauung. Foto von Potstill.org
Die letzten Reste von Littlemill vor der Verbauung. Foto von Potstill.org

Whisky im Bild: Der neue Octomore Edition 7.1 (mit ersten Eindrücken)

So hat man ihn uns am Freitag nachmittags in Düsseldorf am Stand von Bruichladdich gezeigt: Das ist der neue Octomore Edition 7.1, diesmal abgefüllt mit satten 208ppm und 59.5%. So neu ist er, dass uns selbst Bruichladdich noch keinen offiziellen Verkaufspreis nennen konnte. Aber: Wir durften ihn bereits am Stand verkosten, und unser erster Eindruck war: viel Süße vorne, viel Rauch hinten – viel Octomore insgesamt.

Für eine genauere Verkostungsnotiz haben wir auch ein Sample bekommen, das wir in den nächsten Tagen nochmals in aller Ruhe probieren wollen. Während der Messe waren die Eindrücke dann doch zu dicht und mannigfach, als dass wir in die Tiefe hätten gehen können.

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RP Online: Kurzer Nachbericht zur Whisky Fair Rhein Ruhr

Auf RP Online ist heute ein kurzer Nachbericht zur Whisky Fair Rhein Ruhr erschienen, die ja an diesem Wochenende in der Remise in Düsseldorf stattfand. 1500 Gäste hatte die Messe an beiden Tagen zu verzeichnen, so der Bericht, die dort neben Whisky aus Schottland und Irland auch heimisches Wasser des Lebens verkosten konnten.

Blick über den Besucherstrom am Samstag Nachmittag.
Blick über den Besucherstrom am Samstag Nachmittag.

„Prohibitiv guter Stoff“ – DerStandard.at über die KOVAL Distillery

Die KOVAL-Distillery in Chicago zählt nach wie vor zu den Shooting Stars am amerikanischen Whiskey-Himmel – und sie hat enge Bindungen nach Europa, genauer gesagt nach Österreich: Der Brennmeister und Gründer der Destillerie ist Robert Birnecker, der aus dem Salzkammergut stammt.

DerStandard.at hat heute dem KOVAL-Whiskey einen eigenen Artikel gewidmet, der den Weg von Robert und seiner amerikanischen Frau nachzeichnet. Hier ein Ausschnitt:

Robert und Sonat Birnecker sind Quereinsteiger. Beide hatten gut bezahlte Jobs. Sonat arbeitete als Lektorin für Literaturwissenschaft an diversen Universitäten. Robert war stellvertretender Pressesprecher im österreichischen Konsulat in Washington DC. Ihre Karrieren waren vorgezeichnet. „Irgendwann erfüllte uns das nicht mehr“, erinnert sich Sonat, „wir wollten gemeinsam etwas schaffen, womit wir uns identifizieren können.“

Insgesamt ein lesenswerter Artikel – und auch bei uns finden Sie mehr über diese interessante Destillerie, deren Produkte auch bei uns in ausgesuchten Fachhandlungen zu bekommen sind – Links dazu unter unserem Beitrag.

koval

Serge verkostet: Longrow

Unsere Redaktion ist zum Teil noch auf der Rückreise von der Whisky Fair Rhein Ruhr (den Bildbericht dazu gibt es deswegen auch erst am Dienstag), aber natürlich bemühen wir uns auch jetzt, Sie mit den Neuigkeiten des Tages zu versorgen.

Serge Valentin zum Beispiel hat heute eine Reihe von Abfüllungen von Longrow verkostet, der getorften Variante von Springbank. Die erste Abfüllung ist der neue Standard, der den Longrow CV ersetzte, und er erhält gute Noten, so wie zwei Longrows, die heute auf dem Programm standen (nicht aber die Longrow Red aus den Jahren 2013 und 2014, die eher schwach bewertet wurden):

  • Longrow (46%, OB, +/-2014): 88 Punkte
  • Longrow 11 yo ‚Red‘ (53.7%, OB, Australian shiraz, 2013): 79 Punkte
  • Longrow 11 yo ‚Red‘ (51.8%, OB, fresh Port, 2014): 78 Punkte
  • Longrow 15 yo 1998/2014 (48.1%, OB, Distillery Release, Open Day, Madeira hogshead, 186 bottles): 89 Punkte
  • Longrow 18 yo 1990/2008 (54.1%, OB, private bottling for Magnus Fagerström, cask #178, 237 bottles): 87 Punkte
Das hier ist noch die zweite Edition - von der neuen Ausgabe haben wir noch kein verwendbares Bild...
Das hier ist noch die zweite Edition – von der neuen Ausgabe haben wir noch kein verwendbares Bild…