Laphroaig Cairdeas 2015 in den USA im freien Verkauf

Nicht wirklich überraschend kommt der Laphroaig Cairdeas 2015 in den freien Verkauf in den USA, nachdem er in Europa nur über eine Verlosung zu beziehen war, berichtet The Spirits Business. Er wurde laut Master Distiller John Campbell in kleineren Brennblasen im August 2003 destilliert und im Warehouse No. 1 gelagert. Für ihn wurde ausschließlich gemälzte Gerste vom eigenen malting floor in der Destillerie verwendet. Obwohl er keine Altersangabe trägt, ist er somit an die 12 Jahre alt. Sein Geschmack soll fruchtig und salzig sein, nach erdigem Torf, Jod, schwarzem Pfeffer und Lakritze-Toffee schmecken. Abgefüllt wurde er mit 51.5%, die beiden letzten Ziffern ergeben übrigens nicht zufällig die Zahl 15.

In den USA soll die 750ml-Flasche jedenfalls 75 Dollar kosten. Wer bei der Verlosung leer ausging und gute Beziehungen über den großen Teich hat, könnte es drüben mal versuchen…

 

Finest Spirits & Beer – unsere Eindrücke in Bildern

Gestern begann die zweite Ausgabe der Finest Spirits & Beer in der Bochumer Jahrhunderthalle. Die letztjährige Premiere hatte es schwer: neben dem Streik der GDL und den damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr konkurrierte die Convention auch noch mit der am selben Tag stattfindenden Aquavitae. Doch in diesem Jahr sind die Voraussetzungen für die Messe rund um Bier und hochwertige Spirituosen optimal. Einer Parallel-Veranstaltung wurde aus dem Weg gegangen, und auch einer problemlosen An- und Abreise der Messebesucher steht nichts im Wege. Selbst das Wetter spielt mit, anders als im letzten Jahr, als das warme Herbstwochenende nicht unbedingt zu einem Messebesuch lockte. So blickte Veranstalter Frank-Michael Böer beim gestrigen Presserundgang zuversichtlich auf die Finest Spirits & Beer und ihr Gelingen. Und bei dieser Gelegenheit haben wir einige der Whisky-Aussteller fotografisch festgehalten. Ein Klick aufs Bild bringt Sie zur größeren Version.

Die Finest Spirits & Beer in Bochum findet heute von 14.00-22.00 Uhr statt und morgen von 13.00-19.00 Uhr. Die Tageskarte kostet 20 €, darin enthalten sind 4 Verkostungscoupons und 1 Nosing-Glas zum Mitnehmen.

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Sazerac (Buffalo Trace) kauft Michael Collins Irish Whiskey

Das Interesse amerikanischer Getränkekonzerne an irischem Whiskey geht ungebrochen weiter: Nachdem zum Beispiel Brown Forman (Jack Daniel’s) eine Destillerie in Irland baut (wir berichteten hier), hat nun auch der Eigentümer von Buffalo Trace, Sazerac, sein Engagement in diese Kategorie bewiesen – durch den Kauf der Marke Michael Collins Irish Whiskey.

Diese Marke gehörte bislang der Sidney Frank Importing Company (SFIC), die sie dann vor kurzem an Eagle Sellers’ Rep, LLC verkaufte – und nun hat Brown Forman die Rechte daran erworben, wie The Spirits Business berichtet. Was der amerikanische Getränkemulti mit der Marke vorhat, ist noch nicht bekannt – eine Destillerie steht ja nicht dahinter, also muss man sich den Whiskey dafür bei einem irischen Produzenten besorgen (ein Liefervertrag mit Beam Suntory und Cooley wurde ja im Vorfeld beendet – ein deswegen anhängiges Gerichtsverfahren ist mittlerweile zurückgezogen).

Michael-Collins

7 Whisky-Drinks, die bei Erkältung helfen sollen

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Formulieren wir es einmal so: Die nächste Hitzewelle in unseren Landen wird wohl noch etwas auf sich warten lassen und die Bekleidungregeln setzen in der nächsten Zeit eher auf das Zwiebelschalenmodell. Eigentlich eine gute Zeit, um Whisky zu genießen, denn mit diesem Getränk assoziiert man eher Ölzeug als Bademode. Wäre da nicht das gehäufte Auftreten von Erkältungen, die unsere Geschmacksnerven außer Kraft setzen und aus dem geliebten vielschichtigen Whisky einfach nur scharfes Zeugs machen.

Also entweder auf Whisky verzichten. Oder die Erkältung mit Whisky bekämpfen. Jede Kultur, in der Whisky getrunken wird, kennt auch „Heil“rezepte mit Whisky. Man darf durchaus bezweifeln, ob diesen Getränken dann auch wirklich Heilkräfte innewohnen, aber schon der Versuch der Anwendung macht Freude, und Freude ist ja bekanntlich tatsächlich heilsam. In diesem Sinne hat Food & Wine eine Sammlung von sieben Rezepten zusammengestellt (oder besser gesagt: Links darauf), mit deren Hilfe sich Erkältung bekämpfen lassen soll. Ob es hilft? Wir vermuten mal, dass, nachdem man alle sieben (mit vernünftigem zeitlichen Abstand, wohlgemerkt) durchprobiert hat,  wahrscheinlich jede Erkältung von selbst verschwunden ist. Aber die Zeit bis dorthin war dann sicherlich lustiger 🙂

Neu: Bruichladdich Octomore 7.3

Er ist erschienen, und im Online-Shop von Bruichladdich bereits erhältlich: Der neue Bruichladdich Octomore 7.3. Er ist der zweite Octomore, der mit Gerste der Octomore-Farm destilliert wurde. Mit satten 63% ist er abgefüllt, und mit 169ppm getorft. Destilliert wurde er im Jahr 2010, danach lagerte er in amerikanischen Bourbon-Fässern und spanischen Weinfässern (Ribera del Duero). Im Shop kostet er 165 Pfund. Auch unsere Händler werden ihn in absehbarer Zeit (wohl in überschaubaren Mengen) bekommen.

Hier finden Sie das Datenblatt des Octomore 7.3 als pdf zum Download, darauf sind auch die offiziellen Tasting Notes enthalten.

Octomore-073-Islay-Barley-2010-single-malt-scotch-whisky

Scotsman: Die neuesten schottischen Destillerien

Zugegeben: Bei der Menge an neuen Destillerien in Schottland kann man schon mal ein wenig die Übersicht verlieren. Bekommen kann man sie mit einem neuen Artikel auf dem Blog von The Scotsman: Hier werden die neuen Destillerien der schottischen Regionen aufgeführt. Neu bedeutet dabei auch, dass die Destillerie schon einige Jahre in Betrieb sein kann, aber nicht zu den gefühlten Klassikern zählt. Aber auch solche, die erst in Planung sind, sind dabei. Sie finden dort Daten und Fakten zu folgenden Brennereien:

  • Abhainn Dearg
  • Ailsa Bay
  • Annandale
  • Ardnamurchan
  • Ballindaloch
  • Barra
  • Daftmill
  • Dalmunach
  • Eden Mill
  • Falkirk Distillery
  • Gartbreck
  • Glengyle
  • Huntly
  • Isle of Harris
  • Kingsbarns
  • Lindores
  • Roseisle
  • Strathearn
  • Torabhaig
  • Wolfburn

Weiters gibt es noch ein Kapitel über Destillerien, die es (noch) nicht über den Gerüchtestatus hinausgebracht haben. Wirklich empfehlenswert!

Serge verkostet: Glen Scotia (unabhängig vs. offiziell)

Glen Scotia ist eine der wenigen Destillerien in der Region Campbeltown, die alle Whiskykrisen überstanden hat und noch produziert. Sie steht ein wenig im Schatten der Destillerie Springbank, die ja das Aushängeschild Campbeltowns ist, erstens, weil dort alles noch nach traditionellen Methoden „im Haus“ gemacht wird und zweitens, weil die Whiskys von dort wirklich ausgezeichnet sind.

Trotzdem ist ein Blick auf Glen Scotia immer wieder interessant – besonders bei den unabhängigen Abfüllern, und weil Glen Scotia auch eine neue offizielle Linie herausgegeben hat. Glaubt man den Ergebnissen der Verkostung von Serge Valentin von heute, dann ist diese kein großer Wurf geworden:

  • Glen Scotia 1991/2015 ‚Seville Bazaar‘ (46%, Wemyss Malts, butt, 737 bottles): 84 Punkte
  • Glen Scotia ‚Victoriana‘ (51.5%, OB, +/-2015): 72 Punkte

Einen Bildbesuch bei Glen Scotia können Sie übrigens hier machen…

Shortlink.com: Die japanische Whiskykrise

Ein kurzweiliger Artikel über japanischen Whisky ist in Shortlink.com zu finden: Unter dem Titel „Die japanische Whiskykrise“ erzählt er über die Schwierigkeiten der japanischen Produzenten, die weltweite Nachfrage nach ihrem Whisky mit annehmbarer Qualität zu befriedigen und welche Maßnahmen ergriffen wurden und werden.

Über eine konkrete Auswirkung der durchaus vertrackten Situation in Japan haben wir ja schon berichtet: Aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen kaum noch Whiskys mit Altersangabe – man hat dort nicht nur für den Export fast komplett auf NAS-Whiskys umgestellt.

Der Artikel in Shortlink.com denkt übrigens darüber nach, ob die Schwierigkeiten in Japan unter Umständen eine neue, für uns noch faktisch unentdeckte Whiskynation in den Mittelpunkt des Interesses spülen könnte: Indien. Von der Menge her wäre man ja schon weit vorne – an der Qualität darf aber noch gearbeitet werden…

Ardbeg 10 mit limitiertem Sonderoutfit „Quadrant“

Unser Freund Peter „Pit“ Krause von Slowdrink.de hat heute ein Bild einer neuen Verpackung eines Ardbeg Ten geposted. Sie nennt sich laut dem Weinzentrum München „Quadrant“ (Danke für den Hinweis). Wieviele Exemplare von dieser Verpackung im Handel sein werden, können wir noch nicht sagen, Pit hat sie im Metro gefunden und er und wir checken gerade unsere Quellen und werden die Meldung dementsprechend updaten.

Alle Sammler können sich jedenfalls schon mal in den Jagdmodus begeben ;-).

Update, Freitag 11:15: Laut Auskunft von Ardbeg ist das die offizielle Geschenkverpackung für Weihnachten. Es sollte sie in ausreichender Stückzahl geben.

 

Bilder: Slowdrink.de

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Whisky im Bild: Nordlicht über der schwedischen Box Destilleri

Peter Söderlind, Customer Manager der schwedischen Box Destilleri, einer jungen, kleinen und feinen Whiskybrennerei, die erst vor kurzem mit der Produktion begonnen hat, hat gestern am Abend vom Gelände der Destillerie aus ein wunderschönes Foto eines Nordlichts geschossen (ein Nordlicht, das übrigens auch über Schottland zu sehen war, wie einige dort Ansässige berichtet haben). Peter hat uns die Erlaubnis gegeben, das Bild hier zu veröffentlichen, und das tun wir gerne. Danke, Peter! (Zum Vergrößern anklicken)

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Ach ja, und mindestens ebenso schön wie das Nordlicht ist die Destillerie selbst, finden wir 🙂 :

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Evening Standard: 10 großartige Single Malts, die nicht aus Schottland sind

Auch andere Länder als Schottland haben gute und interessante Single Malts – da kann man durchaus auch in unsere Regionen blicken, so ganz nebenbei. Ein deutscher Whisky hat es zwar nicht auf die Liste der 10 guten Single Malts aus aller Welt geschafft, die der Evening Standard zusammengestellt hat – aber natürlich ist das alles immer eine Frage der Perspektive, und es ist ja auch nicht so, als hätte der Whiskygott hier die 10 Gebote aufgestellt, sondern eher so, dass ein Journalist seine Sicht der Dinge dargelegt hat.

Egal, interessant ist die Liste auf jeden Fall, und die Whiskys aus Indien, Neuseeland, Südafrika oder Japan (unter anderem) sind alle auch aus unserer subjektiven Sicht wirklich ordentliche Destillate. Lassen Sie sich einfach für eigene Entdeckungen inspirieren….

Neu im Travel Retail: Hibiki Japanese Harmony Master’s Select

Auch unsere zweite Meldung heute dreht sich um einen Blend: Beam Suntory wird exklusiv für den Travel Retail den Hibiki Japanese Harmony Master’s Select veröffentlichen, berichtet DFNIOnline. Der mit 43% abgefüllte Blend wird „gemeinsam mit anderen Neuheiten unserer japanischen Whiskys“ im Jahr 2016 weltweit eingeführt werden und soll 70 Euro kosten, sagte Beam Suntory Global Travel Retail (GTR) Marketing Director Michael Cockram. Weitere Details zu diesem Blend, zum Beispiel wodurch er sich vom regulären Hibiki Japanese Harmony unterscheidet, sind nicht bekannt.

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Serge verkostet: Vier Blends (Hibiki Japanese Harmony, neue Compass Box)

Blends beginnen langsam, auch unter Single Malt Trinkern wieder mehr Beachtung zu finden. Sei es durch Unternehmen wie Compass Box, die mit kleinen Batches ihre Kunstfertigkeit unter Beweis stellen, sei es durch den Umstand, dass die Preise für Single Malts auch ein Anreiz sind, sich nach Alternativen umzusehen.

Serge Valentin hat die heutige Verkostung vier Blends gewidmet, darunter auch zwei neue Abfüllungen von Compass Box, und der neue Hibiki Japanese Harmony. Die Wertung für diesen Blend, der den Hibikis mit Altersangabe nachfolgte, ist jedoch sicher keine Freude für die Hersteller: Gerade mal 62 Punkte. Hingegen sind beide neuen Abfüllungen von Compass Box mit 90+ Punkten bewertet. Hier jedenfalls die Blends und ihre Wertungen:

  • Hibiki ‚Japanese Harmony‘ (43%, OB, Japanese blend, 2015): 62 Punkte
  • Speyside 1995/2015 (45%, Samaroli, blended malt, 448 bottles: 82 Punkte
  • This is Not a Luxury Whisky (53.1%, Compass Box, blend, 2015): 90 Punkte
  • Flaming Heart ‘5th Edition’ (48.9%, Compass Box, blended malt, 2015): 91 Punkte

Whiskyundfrauen: Interview zur Kilchoman Tour mit James Wills

Auf whiskyundfrauen. auch für männer. wurde heute ein Interview mit James Wills anläßlich der Kilchoman 10th Anniversary Tour veröffentlicht, in dem der Sohn des Besitzers der Islay-Destillerie Kilchoman einige interessante Fragen zur Destillerie und zur gerade stattfindenden Jubiläumstour beantwortet. So erfahren wir unter anderem auch, welches seiner Meinung nach die besten Fässer für ihren Whisky sind:

MM: Welche Fassart würdest du als die beste für Kilchoman ansehen?

James: Langfristig gesehen, also 10 und mehr Jahre, glaube ich, dass Kilchoman am besten in Bourbon-Fässern reift. Bis etwa 10 oder 15 Jahre kann ich mir auch die Sherry-Fässer sehr gut vorstellen. In Madeira- oder Port-Fässern hat er seinen Höhepunkt schon viel früher erreicht, nach 3-4 Jahren, in Sautern-Fässern vielleicht in maximal 8 Jahren. Bei einer Reifezeit darüber hinaus in Weinfässern wird der Whisky zu sehr vom Fass dominiert.

Mehr Fragen und Antworten, darunter auch alles zu den auf der Tour präsentierten Abfüllungen, auf whiskyundfrauen.