Direkt von Kilchoman, direkt aus der Destillerie: Ein Foto vom Bottling und Etikettieren des Kilchoman Port Cask Matured. Ab Freitag im Webshop bestellbar, und bereits mit Speditionen unterwegs zu den Händlern. Wor freuen uns drauf!
Ralfy’s Video Review #483: Ansichten eines Whisky-Trinkers über das schottische Referendum
Sein Glas füllt Ralfy heute mit dem Evan Williams Single Barrel Bourbon aus seiner letzten Review. Denn heute geht es nur indirekt um Whisky und eine ganz spezielle Abfüllung. Zwar stehen zwei Flaschen der Referendum-Abfüllung der The Good Spirits Co. neben ihm auf dem Fass, doch bleiben sie ungeöffnet (und werden es auch in Zukunft bleiben). Ralfy präsentiert uns in seinem heutigen Video seine Gedanken zum Unabhängigkeits-Referendum am 19. September, das für und wider, und zu Schluss auch seine Position. Als gebürtiger Schotte, der auf der Isle of Man lebt, darf er nicht nicht mitabstimmen. Doch dürfte er, würde er mit Yes stimmen. Und den Grund fasst er mit einer einzigen Frage zusammen: Nennt mir ein Land, welches Ölvorkommen entdeckte und danach ärmer wurde.
https://www.youtube.com/watch?v=Bk18B0zBALg
PR: Jim Beam Signature Craft mit Gold ausgezeichnet + neues Design
Beam Suntory Deutschland hat uns einePressemitteilung zum Jim Beam Signature Craft geschickt, in der über eine Auszeichnung für den Whisky berichtet wird und das neue Design samt neuem Korkverschluss vorgestellt wird. Wir bringen sie auszugsweise:
Zwölf Jahre Lagerung überzeugen die Fachwelt und die Konsumenten. Jim Beam Signature Craft 12 Years, einer der am längsten gelagerten Bourbon Whiskeys überhaupt, hat gerade Gold beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb 2014 gewonnen und holt damit eine weitere Auszeichnung im Premiumsegment nach
Kentucky. Ab September präsentiert sich der Premium Bourbon Whiskey außerdem in leicht abgewandelter neuer Aufmachung und mit Korkverschluss.
Aussehen und Geschmack überzeugen
Mit der goldenen Medaille um den Flaschenhals beendete der Jim Beam Signature Craft 12 Years den Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Jury aus renommierten Experten hob in der Kategorie „Balance Aroma/Alkohol/Holz“ vor allem die tiefen, würzigen Vanille- und Eichenaromen des besonders lange gelagerten Bourbons hervor. Ebenfalls lobten die Fachleute das bestechende Aussehen der Spirituose und vergaben neun von zehn Punkten für seine Klarheit und Farbausprägung. Mit der Goldauszeichnung gehört der Signature Craft zu einer erlesenen Gruppe von Premiumspirituosen, die sich klar aus dem Wettbewerbsfeld mit gesamt 724 anderen Hochprozentern hervorhebt. Sabine Milewski, Marketing Director Germany & Austria, kommentiert:
“Wir freuen uns sehr über die Anerkennung, die dem Jim Beam Signature Craft 12 Years von renommierten Fachleuten entgegen gebracht wird. So wird seine Premiumqualität immer wieder aufs Neue bestätigt.“
Ein Bourbon mit Auszeichnung – zum wiederholten Mal
Die fachkundigen Preisrichter des ISW sind längst nicht die erste Jury, die der Premium Bourbon Whiskey mit seinem vollmundigen Geschmack und seiner hohen Komplexität begeistern konnte. Auch bei anderen einschlägigen und international angesehenen Wettbewerben in diesem Jahr verdiente der Jim Beam Signature Craft 12 Years bereits Edelmetall. Gold wurde dem Premium Bourbon Whiskey 2014 auf der San Francisco World Spirits Competition, der International Spirits Challenge, der LA International Spirits Competition sowie vom Beverage Tasting Institute verliehen. Darüber hinaus erreichte der Jim Beam Signature Craft bei der Ultimate Spirits Challenge 2014 als Finalist einen Punktestand von 94/100 mit der Wertung „Excellent, Highly recommended“ und erhielt bei den diesjährigen SIP Awards – einer Veranstaltung mit der Philosophie „Verbraucher als Preisrichter“ – sogar einen Platin-Award.
Premium auf den ersten Blick
Die preisträchtige Spirituose besticht durch ihren besonderen optischen Auftritt. Jim Beams Premium Bourbon Whiskey hebt sich schon durch die Form seiner Flasche von anderen Wettbewerbern im Premiumsegment ab. Ab September erhält die charakteristische Flasche zusätzlich einen neuen Korken und ein verändertes
Etikett, um die Besonderheiten des Produktes noch stärker hervorzuheben.
Serge verkostet: Littlemill und Rosebank
Bei Serge Valentin geht es heute in der Verkostung wieder einmal um Lost Distilleries, 2x Littlemill und 1x Rosebank aus den Lowlands. Littlemill zählt mit Caperdonich und Imperial zum letzten noch leistbaren Trio unter den Lost-Abfüllungen, ist von der Qualität her aber die als am Unbeständigsten wahrgenommene Destillerie. Rosebank beginnt mittlerweile in sehr unangenehme Preisregionen aufzusteigen, aber sie wird qualitativ höher eingeschätzt. Und wie um die gängige Lehrmeinung Lügen zu strafen, sind die Samples bei Serge genau andersrum in der Bewertung 🙂
- Littlemill 23 yo 1990/2014 (51.2%, Whisky-Fässle, hogshead): 91 Punkte
- Littlemill 25 yo 1988/2014 (51.9%, Archives, bourbon hogshead, cask #12, 134 bottles): 88 Punkte
- Rosebank 6 yo 1992/1999 (59.9%, Cooper’s Choice): 84 Punkte

Wir verkosten: Ardbeg Supernova 2014
Der torfigste Ardbeg ist wieder da: Am 12. September wird der Supernova 2014 veröffentlicht, und zwar exklusiv für Committee-Mitglieder, die den Supernova in den Embassies abholen oder online bestellen können. Leider nicht überall, wie man hört, so sollen zum Beispiel Österreich und Belgien bei der Zuteilung leer ausgegangen sein.
Die ganze Hintergrundgeschichte zum Supernova können Sie der offiziellen Presseaussendung entnehmen – wir wollen den Whisky jetzt einmal vom ganzen Talmiglanz des Marketing befreien und ihn möglichst wertfrei verkosten. Wie schmeckt er? Wird er denTorf-Fans unter den Arbeg-Freunden gefallen, die ja mit den letzten Editionen zu den Ardbeg Days immer wieder etwas (zu sehr?) von der süßeren Seite angefixt wurden? Ist der Supernova die torfige Urgewalt, die er in den ersten Versionen war, obschon er etwas weniger Alkohol hat und daher eigentlich weniger Wumms haben müsste?
Wir haben von Ardbeg ein Sample zugeschickt bekommen – und Silvia Behrens und Bernhard Rems haben es für Whiskyexperts verkostet.

Ardbeg Supernova 2014
55%
Nase: Von Anbeginn an macht der Supernova klar: Ich bin Torf. Und zwar satt. Hier ist Ruß, hier ist kalte Asche, hier kommt die Krankenschwester und lässt Dich am Medizinkästchen schnüffeln. Interessant ist, dass der Alkohol dabei kaum eine Rolle in der Nase spielt – es fehlt die Schärfe, und das ist mehr als gut so. Dafür sind die Aromen sehr dicht, sehr opulent. Man findet Salz, nasses Heu, Schmiere und sehr viel Zitrone. Silvia, die ein Faible für stark torfige Whiskys hat, hat ein beseeltes Glühen in den Augen. Tatsächlich ist das eine lusterzeugende komprimierte, aber dennoch feine Nase, und man beginnt sich vorzustellen, wie der Supernova am Gaumen sein könnte. Ein Gedanke: so, als würde man die Zunge an eine Batterie halten; und man freut sich drauf.
Gaumen: Aber es beginnt völlig anders, nämlich im Antrunk weich, fast wässrig. Man will sich schon fragen, was das soll, dann plötzlich fluten Zitrone und Limette an, in denen eine Rauchbombe explodiert. Imposant, wie er sich im Mund breitmacht, mit einer neu gefundenen Öligkeit. Salz, Noten von angekohlter Makrele, dann tatsächlich ein Hauch von Batteriegeschmack, Grünspan. Ein wenig pfeffrig ist der Supernova, aber vor allem wieder dieser Ascheton, als hätte man über Nacht Kette geraucht. Leichte Süße hat man auch dabei, eine wunderschöne, dezente Komplementärnote. Etwas prosaisch könnte man das auch einfach mit „komplex“ umschreiben, aber da ginge darin die sukzessive Vielschichtigkeit verloren, die man am Gaumen spürt.
Finish: Nach dem trinkst Du keinen mehr. Punkt. Auch kein zweites Glas von ihm, zumindest nicht an diesem Abend. Dazu ist er zu dominant. Extrem lang bleibt der Supernova bei Dir, mit Rauch, mit Teer, mit etwas Säure. Er trocknet nicht ab, sondern klingt später angenehm und ohne Bitterkeit aus.
Alles in allem: Beim Supernova 2014 verzeiht man Ardbeg das ganze Werbegetöse, den schon ein wenig ins Belästigende gehende Hype – denn dies ist einfach ein excellenter Whisky, ganz typisch für das, was man an Ardbeg liebt und schätzt, vielleicht mit einem leichten Mangel an Tiefgang, der aber in diesem Fall nicht ins Gewicht fällt. Er ist tatsächlich das Torfmonster, das man sich seinem durch den Namenerworbenen Ruf erwartet, und er ist es aber nicht in einer brachialen Art und Weise, wie es zum Beispiel der Octomore ist, sondern „heavy and posh“, also stark und elegant in einem. SO muss Ardbeg.
Ohne mit der Wimper zu zucken: Spitzenklasse.
Neu: Cù Bòcan Sherry Edition
Weiter geht es mit Neuigkeiten von Tomatin: Auch eine Sherry Edition des Cù Bòcan kommt auf den Markt, abgefüllt mit 46% – und es ist nicht die Einzige, denn 2015 werden noch eine Virgin Oak und eine Bourbon Cask Edition erscheinen. Die Sherry Edition stammt aus Sherry Butts und ist als fruchtig und reichhaltig beschrieben, mit Noten von Rauch und Paprika. 6000 Flaschen wird es davon geben, kosten wird die Sherry Edition 50 Pfund, also umgerechnet an die 60 Euro.
Neue Tomatin Cuatro: 4 Sherry-Finishes
Das Geheimnis um die Tomatin Cuatro ist gelöst: Es handelt sich dabei um eine limitierte Auflage von vier Whiskys. Alle vier wurden am gleichen Tag destilliert und für neun Jahre im amerikanischen Eichenfass gelagert, bevor sie für drei weitere Jahre in unterschiedlichen Sherryfässern gefinisht wurden. Es handelt sich dabei um Fino, Manzanilla, Oloroso und Pedro Ximenez-Fässer.
Jeweils 1500 Flaschen pro Abfüllung (46%) gibt es, und in England werden sie 50 Pfund pro Flasche kosten. Für Österreich haben wir heute am Donnerstag auch einen Preis genannt bekommen: 50 Euro pro Flasche, 185 Euro im Set.
Die Süddeutsche über Penderyn Whisky
In der Süddeutschen online ist heute ein Artikel über den walisischen Penderyn-Whisky zu finden, der auch in Deutschland verbreitet zu finden ist. Hier ein Ausschnitt daraus:
Weil sich der Whisky inzwischen blendend verkauft, investierte Davies zuletzt kräftig in die Brennerei. Um das zu zeigen, führt er durch die Destillerie, eine Halle, in der neben mächtigen Stahltanks vier große Kupferkessel stehen, von denen diverse Rohre abgehen. Die Kupferkessel sind das Herzstück des Betriebs, es sind die Brennblasen. Eine Blase destilliert aus 2500 Litern Maische, einer leicht alkoholhaltigen Suppe aus Gerstenmalz, 250 Liter hochprozentigen Alkohol. Der fließt dann mit Wasser verdünnt in die Fässer. Zwei der vier Brennblasen kochen erst seit Juni vor sich hin – dank dieser Erweiterung kann die Firma deutlich mehr Whisky produzieren. „Doch der muss ja erst im Fass reifen“, sagt der Manager.

Glasgow Distillery Company startet Produktion nächste Woche
100 Jahre hat es gedauert, bis in Glasgow wieder Whisky gemacht wird, aber nächste Woche ist es endlich wieder so weit: Die Glasgow Distillery Company (GDC) wird beginnen, Gin und Whisky zu destillieren – nach fünf Jahren Vorbereitungszeit. Liam Hughes, der Besitzer, will bereits im Oktober mit Gin auf den Markt kommen. Bei Whisky wird es naturgegeben länger dauern, nicht vor 2017 werden wir die ersten Ergebnisse verkosten können.
Der Beitrag in Beverage Daily erzählt mehr über die Destillerie und die Intentionen und ist sehr lesenswert. Diese Destillerie ist übrigens NICHT jene, die Tim Morrison in Glasgow bauen will – diese befindet sich erst in der Planungsphase.
Neue Whiskys von der Arran Distillery
Im gerade erschienenen Arran-Newsletter werden einige Neuerscheinungen für den Herbst angekündigt, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen:
- Ende September gibt es einen neuen Machrie Moor Peated Arran in Fassstärke
- Ebenso neu wird dann der zehnjährige Orkney Bere Barley sein
- zum soeben veröffentlichten 10yo Arran im neuen Design wird sich ein redesignter 12jähriger Arran gesellen
- Der Arran 18yo wird wie geplant im nächsten Jahr erscheinen
Neue Tomatin für heute angekündigt
Unter dem Hashtag #TomatinCuatro kann man heute auf Twitter die Präsentation der neuen Abfüllungen der Highland-Destillerie Tomatin verfolgen (um 8 Uhr unserer Zeit), wo Distillery Manager Graham Eunson die neuen Tomatin vorstellen wird. Derweilen gibt es ein Teaserbild, das wir untenstehend zeigen. Und nein, Sie brauchen keine (neue) Brille 🙂
Serge verkostet: Ardmore
Nicht zu Unrecht bemerkt Serge in seinen einleitenden Worten zur heutigen Verkostung, dass Ardmore langsam aber sicher mehr und mehr Freunde sammelt. Das hat zwei Gründe: Zum einen bietet diese Highland-Destillerie mit seinen (leicht) torfigen Abfüllungen recht interessante und wohlschmeckende Kost, zum anderen suchen Whiskyfreunde immer mehr die noch günstigen Alternativen neben dem Mainstream. Drei Abfüllungen hat Serge nun von Ardmore verkostet (unser Tipp zum Einsteigen: Ardmore Traditional Cask, die sehr günstige Standardabfüllung von dort), und hier sind seine Wertungen:
- Ardmore 12 yo 1986/1999 ‚Centenary‘ (40%, OB): 80 Punkte
- Ardmore 14 yo 2000/2014 (49.8%, The Whisky Agency, Liquid Library, refill hogshead, 289 bottles): 84 Punkte
- Ardmore 2000/2014 (50.2%, Svenska Eldvatten, refill bourbon, 180 bottles): 87 Punkte

whiskyundfrauen: Whiskyexperts-Gastkommentar über Sammler
Auf whiskyundfrauen.auch für Männer ist heute ein Gastkommentar von whiskyexperts-Gründer Bernhard Rems erschienen. Er beschäftigt sich mit dem Phänomen der Whiskysammler, die ja in der Szene keinen besonderen Ruf haben. Aber: sind Sammler und Spekulanten/Investoren nicht verschiedene Spezies? Und sind Sammler nicht letztlich auch Nützlinge im Whiskybiotop? Bernhard Rems outet sich als Sammler und schreibt, warum er es ist und warum er es gerne ist. Hier ein Auszug:
Wir Whiskysammler frönen dem Wahnsinn in Maßlosigkeit. Wir lieben nicht mit Verstand, sondern mit Hingabe. Um ein Zitat von Bert Brecht zu verunstalten: „Ich kann gar nicht so viel trinken, wie ich kaufen möchte“. Und das ist gut so. Unser Appetit auf Whisky übersteigt die Einkaufsvernunft bei weitem. Gleichzeitig sind wir nicht selbstmörderisch genug, im Trinken alle Grenzen zu vergessen.
Mehr auf whiskyundfrauen.auch für Männer.

IndieGogo-Kampagne für Nephin Whiskey (Irland)
Wir haben ja schon vor einiger Zeit über ein neues Destillerieprojekt in Irland berichtet, die Nephin-Distillery in Mayo. Für diese Destillerie gibt es nun auf IndieGogo eine Unterstützerkampagne mit Beträgen von 5$ bis 20.000$ (dafür kann man dann einen der drei Potstills benennen). Ein ganzes Fass mit 200 Liter gibt es um 8000 Dollar, um 950 Dollar gibt es kleine Fässer mit Whiskey gefült, die weltweit gratis verschickt werden (so wie die Flaschen für die Unterstützer um 100 und 200 Dollar). Von den 150.000 Dollar, die die Kampagne erreichen soll, sind momentan über 12.000 Dollar erfüllt.









