Auf Malt and Oak finden sich heute Tasting Notes zu einem Klassiker der nördlichen Highlands, den Old Pulteney 21. Die Destillerie hat eine sehr eingeschworene Anhängerschaft, und der Reviewer der israelischen Site scheint nun auch dazu zu gehören. Er findet vor allem die maritimen Noten im Whisky höchst interessant. Mehr hinter unserem Link.
Mehr über die Destillerie und ihre Geschichte können Sie unserem Datenblatt entnehmen.
Wer selbst noch nicht dort war und gerne sehen möchte, wie die Fässer für die Whiskyproduktion aufbereitet werden, sollte sich dieses Video über die Speysside Cooperage ansehen. Es ist kein professionelles Reportagevideo, sondern eines, das während eines Besuchs und einer Tour aufgenommen wurde – aber es ist vielleicht deshalb besonders interessant und lebensnah. Knapp über 8 Minuten lang, bietet es sich als „visuelle Wochenendlektüre“ an, entweder auf Youtube oder hier:
Die neuen Cadenhead Authentic Collection Abfüllungen sollten nun in Kürze verfügbar sein – Cadenhead hat ein paar Infos dazu bereits an die Öffentlichkeit gebracht:
Es wird folgende zehn neue Abüllungen geben:
Ardbeg1993, 20yo, mit 55.9%
Auchentoshan 1990, 24yo, 52.3%
Cragganmore 1993, 21yo, 56.1% aus dem Weinfass
Glenfarclas 1973, 41yo, 40.7%
Glen Mhor 1982, 31yo, 52.9%
Hazelburn 2002, 12yo, 54.1%
Heaven Hill Bourbon, 17yo, 58%
Mannochmore 1996, 17yo, 52.5%
Mortlach 1988, 25yo, 56.8%
Tobermory 1995, 19yo, 54.2%, Sherry Cask
Eine wirklich gute und interessante Mischung von interessanten Abfüllungen in diversen Preislagen, finden wir.
Wir haben für Sie hier eine Galerie der Abfüllungen zusammengestellt. Sie können jedes Bild vergößert anzeigen lassen.
Die Firma Bremer Spirituosen Contor informiert uns in einer Pressemitteilung, dass die Walsh Whiskey Distillery die Baugenehmigung für ihre moderne Destillerie in County Carlow erhalten hat. Wir bringen sie hier ungekürzt:
Neue, hochmoderne Brennerei: Walsh Whiskey Distillery erhält Baugenehmigung
Carlow/Bremen, 25. Juli 2014. 25 Millionen Euro soll die moderne Destillerie kosten, die die Walsh Whiskey Distillery in County Carlow auf dem Royal Oak Gelände errichten will. Jetzt hat das Unternehmen mit der bekannten Irish Whiskey Marke Writer’s Tears die Baugenehmigung für das Projekt erhalten. Die Bauarbeiten werden im September starten und sollen bis Dezember 2015 abgeschlossen sein. Geplant ist eine unabhängige, hochmoderne Irish Whiskey Destillerie mit Lagerhäusern an den Ufern des Flusses Barrow. Auch ein einzigartiges Besucherzentrum ist vorgesehen, das bis zum Jahr 2021 rund 75.000 Whiskey-Touristen empfangen soll.
Die geplante Brennerei soll mit einer Kapazität von 400.000 Fässern jährlich produzieren und im Jahr 2016 ihren Betrieb aufnehmen. Es wird zwei Produktionslinien geben, die sowohl mit Kupferbrennblasen im Pot-Still-Verfahren (pot stills) als auch im Patent-Still-Verfahren (column stills) Whiskey destillieren. Dies ermöglicht der Walsh Whiskey Distillery künftig, alle vier Arten von Irish Whiskey zu produzieren: Pot-, Malt-, Grain- und Blended Whiskey. Dank der zusätzlichen Kapazitäten wird die Destillerie außerdem auch Whiskey für Lizenzabfüllungen ausgewählter Eigenmarken, die selbst keine eigene Produktion haben, destillieren. Durch den Ausbau werden in den nächsten fünf Jahren insgesamt 55 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit in Carlow geschaffen.
Globale Wiederauferstehung des Irish Whiskey
Irish Whiskey befindet sich weltweit wieder auf dem Vormarsch, nachdem er im 19. und frühen 20. Jahrhundert als einer der weltweit führenden Whiskeys durch Scotch abgelöst worden war. Noch vor 100 Jahren wurden jährlich 12 Millionen Fässer Irish Whiskey verkauft. Eine Kombination unterschiedlicher Faktoren – unter anderem die US-Prohibition und Irlands Handelskrieg mit Großbritannien nach der Unabhängigkeitserklärung – trugen zu seinem Niedergang bei, so dass Scotch seinen weltweiten Siegeszug antreten konnte.
Das Potenzial von irischem Whiskey im 21. Jahrhundert lässt sich am Branchenerfolg der Schotten ablesen. Der Jahresumsatz von Scotch ist auf 90 Millionen Fässer gestiegen, mit einem Gewinn von über 5 Mrd. € im Export und 35.000 Arbeitsplätzen in derzeit 109 Destillerien.
Die Walsh Whiskey Distillery, geführt vom Gründer Bernard Walsh zusammen mit dem Walsh Whiskey Führungsteam, hat ihren Umsatz in den letzten Jahren um 300 Prozent gesteigert. 95 Prozent des Unternehmensumsatzes stammen aus dem Export in derzeit 30 Länder. Zu den fünf Schlüsselmärkten gehören die USA, Russland, Skandinavien, Frankreich und Deutschland. In Partnerschaft mit Illva Saronno und weiteren Vertriebspartnern, plant die Walsh Whiskey Distillery, ihr Netzwerk sukzessive in Richtung Asien, unter anderem Indien und China, zu erweitern.
Die Whiskeymarken des Unternehmens, The Irishman und Writer’s Tears, haben zahlreiche Gold-Auszeichnungen in namhaften Wettbewerben gewonnen, darunter die Irish Whiskey Awards, die San Francisco World Spirits Competition, die International Spirits Challenge und den International Spirits Award.
Gegründet 1842 ist William Cadenhead Ltd Schottlands ältester unabhängiger Abfüller und präsentiert mit Stolz die weltweit teuerste unabhängige Abfüllung. Anlässlich der Schließung ihres Büros in Dufftown wählten sie eine ganz besondere Whiskyabfüllung aus. Mark Watt persönlich suchte ein Fass der Speyside-Brennerei Mortlach aus, welches 1988 befüllt wurde. Genau 1 Flasche wurde abgefüllt und umrahmt wird sie von einer besonderen, noch nie dagewesenen Verpackung. Sie transportiert ihren Besitzer in das Herz der Speyside und spiegelt in ihrer Konstruktion und den verwendeten Materialien die Handwerkskunst der Zeit, in der der Whisky destilliert wurde, liebevoll wider. Außerhalb der Verpackung präsentiert sich „eine sensorische vierte Dimension mit saisonalen Aromen von frischem Obst (Erdbeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Vogelbeeren, sehr kleinen grünen Äpfeln), Lavendel, Minze, Thymian, frisch geschnittenem Gras, Rosmarin, Salbei und gelegentlich Löwenzahn“. Soviel Exklusivität und Einzigartigkeit hat natürlich auch einen besonderen Preis: Gebote von über 100.000 £ für diese einzigartige Flasche Mortlach 1988 sind Willkommen.
Oder, ganz anders formuliert: William Cadenhead Ltd verkauft sein bisheriges Büro in Dufftown. Das Reihenmittelhaus wurde Mitte der 80er-Jahre errichtet. Die Ex-Sozialwohnung verfügt über 3 Zimmer und wurde vom 1. Juli 2012 bis zum heutigen Tag als Cadenheads Büro in Dufftown verwendet. Der Mindestpreis liegt bei 100.000 £, dazu gibt es noch eine Flasche Mortlach von 1988. Nachzulesen bei Whiskyintelligence.
Der “seltenste” Glenmorangie-Whisky, den es bis jetzt je gab, erscheint zwar erst im Oktober bei uns auf dem Markt. Wir können uns aber heute schon von Dr. Bill Lumsden, Head of Whisky Creation bei Glenmorangie und verantwortlich für diese Whisky-Komposition, und Idris Khan, dem Designer des dazugehörigen Decanters “disappearing casks”, ihre Arbeiten, Überlegungen und Intention zu diesem Whisky erklären lassen – entweder direkt hier oder auf Youtube.
Auf Philip Reims „Eye for Spirits“ haben wir heute morgen die Ankündigung des neuen Singleton Spey Cascade aus dem Hause Diageo gefunden. Nach Sunray und Tailfire ist er der dritte Teil der Fliegenfischer-Serie – jetzt fällt uns an dieser Stelle auch der springende Lachs auf den Etiketten auf. Ab August wird bei uns erhältlich sein. „Perfekt integriert in die moderne Whiskylandschaft“ gibt es keine Angaben zum Alter, Fassauswahl oder Reifung. Die UVP für den Spey Cascade beträgt 25,99 Euro, er soll die “[…]jüngere Generation und Frauen[…]” ansprechen.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis die neuen (und eigentlich, abgesehen von der Flora & Fauna Serie, ersten) Mortlach-Standardabfüllungen von Diageo auf den Markt gebracht werden. Jeweils 500ml zu, sagen wir es etwas pointiert, bemerkenswerten Preisen. In der Szene hat seit der ersten Ankündigung dieses Paradigmenwechsels bei Mortlach ein stiller Run auf die alten Abfüllungen eingesetzt, in Erwartung einer generellen Preissteigerung bei Mortlach. Serge Valentin hat nun zwei unabhängige Mortlach verkostet – allerdings kommen beide von Natur aus nicht aus der Sonderangebotsschütte – und er bezeichnet sie selbst als „Monster-Mortlachs“. Hier die beiden Abfüllungen:
Mortlach 21 yo 1992/2013 (56.7%, Douglas Laing, Director’s Cut, sherry butt, cask #10143, 255 bottles): 83 Punkte
Mortlach 26 yo 1987/2014 (56.8%, Adelphi, refill sherry, cask #3103, 200 bottles): 85 Punkte (das Schwesterfass 3101 hatte 91 Punkte)
Baufortschritt an der Destillerie Mortlach. Foto Copyright Ernie Ernst J. Scheiner 2014. Alle Rechte vorbehalten.
Bei der internationalen Wine & Spirit Competition in London hat laut Express ein Whisky einen der höchsten Preise gewonnen, von dem man es sich eigentlich so nicht erwartet hätte: Der meist auch in Deutschland bei Lidl erhältliche Queen Margot 8 Year Blended Whisky bekam die „Gold Outstanding“ Auszeichnung.
Dazu muss man sagen, dass der Jurierungsprozess bei der IWSC durchaus höchsten Normen entspricht: Neben einer technischen Analyse gibt es eine Blindverkostung mit einer hochkarätige Jury aus ausgebildeten und professionellen Verkostern.
Den Lidl-Blend gibt es in verschiedenen Altersstufen, also wenn Sie bei Ihrem Lidl danach suchen, dann auf das richtige Alter achten. Eine kurze Websuche unsererseits hat für den Moment nur den Fünfjährigen zu Tage gebracht…
Schon früher angekündigt, nun immer konkreter werdend: Irgendwann nach Mitte August wird der neue Kilchoman Port Cask Matured erhältlich sein. Abgefüllt ist er mit 55% und wird ca. 65 Euro kosten, laut Dr. Mario Prinz vom Potstill in Wien. Er ist übrigens ein absoluter Jüngling – er wurde nämlich erst 2011 destilliert.
Wie wir von Moët Hennessyerfahren haben, wird sich der Markteintritt des neuen Glenmorangie Pride noch etwas verzögern. Er ist nun für eine Veröffentlichung Mitte Oktober geplant. Der Glenmorangie Pride 1978 wurde von Dr. Bill Lumsden, Head of Whisky Creation bei der Highland-Destillerie, aus 19jährigem Glenmorangie komponiert, der zusätzlich nochmals 15 Jahre in französischen Premier Grand Cru Claret-Fässern nachgereift wurde. 700 Flaschen mit 47.4% sollen davon in Spezialgeschäften und auf der Website angeboten werden. Schmecken soll er nach Kastanie, Toffee und Kirschen.
Neu gibt es eine exklusive Abfüllungsreihe namens Savoy Collection, offensichtlich exklusiv für The Whisky Exchange. Es handelt sich dabei um zwei streng limitierte Abfüllungen, die eigentlich für Gäste des Savoy Hotels kreiert wurden. Der Siebzehnjährige Laphroaig ist „eine perfekt ausbalancierte Mischung von Torfrauch, Eiche und Frucht“, der Einundzwanzigjährige Macallan wird nicht weiter ausgelobt.
Vom Laphroaig 17yo gibt es 106 Flaschen, er kostet umgerechnet 420 Euro. Der Einundzwanzigjährige Macallan wurde insgesamt 121x abgefüllt, er kostet etwas mehr als 1200 Euro.
Danke an Ladislaus Andreas Nemeth für den Hinweis.
Das klingt jetzt wie ein Witz, aber Whiskyfreunde werden den Verdacht vielleicht ohnehin schon gehabt haben: Mit etwas Alkohol riecht man besser. Ein Artikel auf orf.at berichtet von einem wissenschaftlichen Experiment, bei dem der Geruchsinn in Abhängigkeit vom Alkoholspiegel getestet wurde. Und siehe da: Mit Alkohol riecht man besser. Folgendes Experiment wurde gemacht:
…luden die Forscher 20 Freiwillige zum Geruchstest. Sie mussten an drei Flüssigkeiten riechen. Zwei davon waren ein Gemisch aus denselben sechs Substanzen, bei der dritten war eine Zutat ersetzt worden. Nachdem sie jeweils zwei Sekunden an allen Mischungen schnüffeln durften, sollten sie angeben, welche anders roch. Der Test wurde mit unterschiedlichen Trios sechs Mal wiederholt. Vor der Wiederholung des ganzen Prozederes, durfte eine Hälfte der Probanden 35 Milliliter Wodka gemischt mit Traubensaft trinken. Die andere erhielt nur Saft.
Ergebnis: diejenigen, die Alkohol getrunken hatten, konnten die Aufgabe besser lösen, und zwar eindeutig. Allerdings, und das sollte man auch zu Herzen nehmen: nach 6cl Whisky ist es vorbei mit dem Vorteil, danach gehts rapide bergab.
Auf Whiskycorner.co.uk haben die dort schreibenden Whiskyfreunde Kirstie und Stewart ihre Gedanken zum neuen Highland Park Dark Origins festgehalten. Dieser neue Whisky in der Core Range von Highland Park (natürlich und leider ohne Altersangabe) scheint bei ihnen ganz gut anzukommen – beide finden, dass es eine gute Ergänzung zu den anderen Highland Park sei. Eine numerische Wertung findet sich nicht, aber aus den (englischsprachigen) Ausführungen lässt sich deren positive Einschätzung ganz gut ablesen.