Michael Owen neuer Global Brand Ambassador der Speyside Distillery

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Nach David Beckham (wir berichteten) hat nun mit Michael Owen der nächste ehemalige englische Fußballer eine neue Aufgabe im Whisky-Geschäft gefunden. Der frühere Stürmer wird für die nächsten 3 Jahre Global Brand Ambassador der Speyside Distillery und ihrer Marke Spey (unsere Review der Spey Whiskys finden sie hier).
Die Speyside Distillery wechselte 2012 den Besitzer. Neuer Eigentümer wurde John Harvey McDonough. Laut The Journal war schon sein Großvater Alec im Whisky-Geschäft tätig. In den Zwanzigern exportierte er alkoholische Getränke für den amerikanischen (Schwarz-)Markt während der Prohibition. Sein Enkel John stellte das Whisky Exportgeschäft auf legale Füße. Der ostasiatische Markt und besonders Taiwan sind sein Hauptbetätigungsfeld, Spey Whisky ist hier mittlerweile, was den Umsatz angeht, die drittstärkste Marke. Insbesondere in Asien wird Michael Owen als Global Brand Ambassador auftreten. Im Laufe des Jahres wird es noch seine eigene limitierte Abfüllung des Spey Whisky geben.

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Whisky des Monats Juli 2014: Glen Moray 12yo

In unserer regelmäßigen Rubrik “Whiskys des Monats” stellen wir, sehr subjektiv gesehen natürlich, Whiskys vor, die wir besonders mögen – und denen wir eine breitere Öffentlichkeit wünschen. Hier unsere Empfehlung für Juli:

Whisky und Bier würde man generell eine recht nahe Verwandtschaft attestieren, die Glen Moray Destillerie in Elgin allerdings geht wirklich auf eine alte Brauerei, West Brewery, aus den 1820ern zurück.

Nach der Umwandlung in eine Whisky Brennerei mit anfänglich zwei copper stills, produzierte man bis ins frühe 20 Jahrhundert. Die historischen Hintergründe lesen sich, etwas salopp gesprochen, wie eine schlechte On-Off-Beziehung, den Wirrungen und Stürmen der Zeit und des Business ausgesetzt. Immer wieder legte man die Anlage still und die Maischebottiche und Brennblasen mussten für Jahre verstummen, nur um sie später wiederzubeleben und neues Glück zu suchen.

Die eigenen floor maltings ersetzte man in den späten 50er Jahren durch große Saladin maltings, nach deren Verschwinden (heute kauft man Malz zu) nütze man das Platzangebot für eine Kapazitätserweiterung und zwei weitere Brennblasen.

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Heute produziert man mit drei still Paaren eine stattliche Menge reinen Alkohols pro Jahr, die man – nach der Loslösung von Louis Vuitton Moët-Hennessy – für die Marken des neuen französischen Eigners La Martiniquaise verwendet, zum Beispiel Label 5 oder Blended Malt Glen Turner.

Eine überschaubare Menge der Produktion wird als Single Malt Whisky offiziell abgefüllt, vereinzelt stolpert man auch über independent bottlings. Die Standardvarianten dieser, oft etwas zu unrecht übersehenen Destillerie sind Classic, der sehr gelungene 12 Years Old, dessen älterer Bruder mit sechzehn Jahren sowie ein zehnjähriger Chardonnay Cask. Die Prestige-Speerspitze bilden Port Wood Finish 25y sowie ein 30 Year Old.

Teilweise musste man sich in den letzten Jahrzehnten den Vorwurf gefallen lassen, mittelprächtige Qualitäten und ausgefallene Weißwein Finishes in die Flaschen zu füllen, aber Glen Moray hat eindeutig Boden unter den Füßen gefunden, steht wie ein Fels in der Brandung gegen teils recht unspannende Speyside drams und hält stolz seine Fahnen als ausgezeichneter aber unterschätzter Malt hoch.

Der 12 Years Old bietet für sein Alter viel Fülle und Komplexität, florale, cremig und dezent süßliche Fruchtnoten, Honig auf ein Butterbrot verstrichen, dann etwas dunklere Akzente, Kräutersträußchen, und vermehrt trockene und fordernde Aromen.

Der Gaumen wird von einer cremig, vollmundigen Textur mit bitter-süßen Akzenten umhüllt, juicy, Bienenwachs, rote Beeren, steinig mineralische Einsprengsel, die sich auch in das – für dieses Alter – imposante Finish ziehen, wo sich noch mehr Gewürznoten und dezente Holz- und Reifekomponenten einflechten.

Manch Whiskyfan mag nur fragend den Kopf schütteln, wenn er einen Whisky wie den Glen Moray 12 Years Old im (wenngleich gut sortierten) Supermarkt Regal sieht und seinen Einkaufswagen weiter schiebt, doch man darf sich immer wieder auch einmal an eine solche Standardabfüllung wagen und sich überraschen und beeindrucken lassen, von dem belohnenden Whiskyerlebnis, das sich hier im Glas präsentiert. Ein Preis-Leistungs-Malt, der eine ganz klare Empfehlung ausgesprochen bekommt.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Edrington Group mit leichtem Verkaufsplus

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Die Zahlen scheinen bei der Edrington Group (Famous Grouse, Macallan) zu stimmen: The Scotsman berichtet, dass die Verkäufe weltweit im letzten Jahr um 3% gestiegen sind (allerdings im Vergleich zu 6% in der Periode davor). Probleme gab es vor allem in zwei Märkten, in denen das Unternehmen traditionell eigentlich stark vertreten ist: China und die Urkaine – beides aus politischen Gründen. Jedoch hat die Mehrzahl der Märkte diese Probleme mehr als wettgemacht.

Bei einem Umsatz von 607 Millionen Pfund gab es von März 2013 bis März 2014 174 Millionen Pfund Gewinn vor Steuer. Mehr Zahlen hinter unserem Link.

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Cotswolds Distillery: Kommando zurück

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Am Freitag berichteten wir über den Beginn der Produktion in der englischen Cotswolds Distillery und bezogen uns auf einen Artikel in Harpers Wine & Spirit. Unsere Leserin Petra Milde war sehr überrascht und kommentierte unseren Newsbit – ihr Besuch dieser Brennerei lag keine sechs Wochen zurück, zu dieser Zeit deutete noch nichts auf einen baldigen Start. Washbacks, Stills und weitere Teile der Einrichtung fehlten noch. Kurzerhand fragte sie bei Daniel Szor, dem Gründer dieser Brennerei, nach. Er schickte ihr zwei Fotos für ihren Blog meinwhisky.com, die den jetzigen Stand dokumentieren. Zwar sind einige Teile der Einrichtung mittlerweile eingetroffen (so z.B. die Stills), doch einiges fehle auch noch – vermutlich ist der Bericht von Harpers auf ein Missverständnis zurückzuführen. Wenn es in der nächsten Zeit wie geplant weiter geht, soll im September mit der Produktion begonnen werden können. Dann berichten wir über die Aufnahme der Produktion in der Cotswolds Distillery halt nochmal.

Das Gelände der Cotswolds-Destillerie. Fotorechte bei Petra Milde.
Das Gelände der Cotswolds-Destillerie. Fotorechte bei Petra Milde.

HMS Queen Elizabeth wird mit Whisky getauft

Die HMS Queen Elizabeth, der neue und größte Flugzeugträger der britischen Armee, wird von der Namensgeberin am nächsten Freitag nicht wie üblich mit einer Flasche Champagner, sondern mit einer Flasche Islay-Whisky getauft, berichtet The Southern Reporter heute. Eine Flasche Bowmore wird zu diesem Zweck an der Schiffshülle zerschellen und damit die offizielle Namensgebung besiegeln. Die Zeremonie für den 65000-Tonner wird im Rosyth in Fife stattfinden, wo das Schiff zusammengebaut wurde.

Verteidigungsminister Philip Hammond meinte in typisch trockener britischer Art: „Das ist ein Anlass, bei dem es in Ordnung ist, etwas Whisky zu verschütten“

HMS Queen Elizabeth, Computermodell.
HMS Queen Elizabeth, Computermodell.

Serge verkostet: Drei japanische Whiskys

Die Geschichte der japanischen Whiskys ist eine lange – suchen Sie bei uns mal nach „Japan“ und lesen sie mehr darüber, über die Destillerien und die Abfüllungen. Und wer sich schon einmal durch japanische Whiskys durchprobiert hat, der wird festgestellt haben, dass die Kunst des Destillierens im Land der aufgehenden Sonne bestens entwickelt ist. Man sieht das auch an den Wertungen, aber noch mehr an den Beschreibungen, die Serge Valentin in seiner heutigen Verkostung dreier japanischer Whiskys präsentiert:

  • Chichibu 2010/2014 (62.4%, OB for Silver Seal, Japan, bourbon barrel, cask #659, 239 bottles): 82 Punkte
  • Hanyu 2000/2010 ‚The Final Vintage‘ (59%, OB, Ichiro’s Malt, puncheon, cask #6093, 349 bottles): 84 Punkte
  • Karuizawa 13 yo 1999/2013 (57.7%, OB, Noh, for K&L USA, sherry butt, cask #869, 510 bottles): 87 Punkte
Bild: Whisky Magazine Japan
Bild: Whisky Magazine Japan

 

Ralfy’s Video Review #468: Royal Lochnagar 12yo

Ein Standard und irgendwie ein Klassiker steht heute auf dem Plan für die Verkostung von Ralfy auf Youtube: Der Royal Lochnagar 12yo ist relativ leicht zu bekommen und auch preislich recht interessant. Ist er es aber auch geschmacklich? Ralfy versucht es mit seiner Verkostung herauszufinden. Mit 81/100 Punkten ist er eher am unteren Ende der Skala angesiedelt (Ralfy veröffentlicht keine Verkostungen mit weniger als 80 Punkten). Aber er gibt einen Tipp, um aus dem Whisky mehr heruszuholen: Wasser zufügen. Der Royal Lochnagar verträgt das seiner Meinung nach nicht nur, sondern er braucht es sogar…

Eine weitere Destillerie in Kentucky: The Bardstown Bourbon

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Nach Diageos neuer Destillerie in Shelby County/Kentucky (wir berichteten) soll in Nelson County eine weitere Brennerei entstehen. Die neu gegründete The Bardstown Bourbon Co. LLC plant nach einem Bericht des The Business Journals den Neubau einer Brennerei für Bourbon und andere Spirituosen. Ihre Investition beträgt $ 24,8 Millionen, neben der Brennerei und Lagerhallen soll auch ein Besucherzentrum dort entstehen.
Die Wahl des Master Distiller fiel auf Steve Nally. Das Mitglied der Kentucky Bourbon Festival Hall of Fame arbeitet seit mehr als 40 Jahre im Bourbon-Geschäft. Nach 33 Jahren bei Maker’s Mark  war er zuletzt als Master Distiller bei Wyoming Whiskey tätig. Dort beteiligte er sich an der Errichtung und Etablierung der ersten legalen Brennerei in Wyoming  – sein Wissen und seine dort gemachten Erfahrungen wird er nun bei The Bardstown Bourbon einbringen können.
Der Beginn des Baus der neuen Brennerei soll in diesem Sommer starten. 2016 soll sie dann eröffnet werden. Es wird dann die fünfte Destillerie in Nelson County sein, neben Barton Brands of Kentucky, Heaven Hill Distilleries, Michter’s und der Willett Distillery.

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Unser Gewinner des Ardbeg Auriverdes

Es hat schon Tradition bei uns, dass uns die Gewinner unserer Verlosungen Fotos von sich und ihrem Preis senden – und wir bringen diese dann natürlich gerne, um die Freude mit unseren Lesern zu teilen. Gestern ist nun der Ardbeg Auriverdes aus unserer letzten Verlosung bei unserem Leser Marko Hahnke aus Borstel/Hohenraden nördlich von Hamburg angekommen – er hat uns dieses Bild mit folgenden Zeilen geschickt:

Hier nun wie versprochen das Foto .
Er reiht sich perfekt in meine Sammlung ein 🙂
Vielen Dank noch einmal und macht weiter so!!!!!

Machen wir gerne, lieber Marko – und deshalb starten wir schon nächste Woche ein neues Gewinnspiel, bei dem es dann wieder mal um eine von einer „Whiskeygröße“ handsignierte Kostbarkeit gehen wird…

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Unglaublich: Arzt spritzt Patienten Whiskey

Wilkommen im Sommerloch – aber diese Meldung ist zu abgefahren, als dass wir sie einfach übergehen könnten: Laut The Hans India hat ein Arzt im indischen Warangal einem Patienten Whiskey intravenös als Therapie gegen eine Pestizidvergiftung verabreicht. Der Vorfall ereignete sich schon am 1. Juni des Jahres und ist erst jetzt an die Öffentlichkeit gelang. Der Patient war ohne Bewusstsein eingeliefert worden, nachdem er mit Pestiziden verseuchtes Wasser getrunken hatte.

M Sripal Reddy, Bauer aus Dammannapet, ist der bedauernswerte Patient. Bild: The Hans India
M Sripal Reddy, Bauer aus Dammannapet, ist der bedauernswerte Patient. Bild: The Hans India

Der Arzt des Mamata Spitals, Dr. Vangala Ravinder Reddy, bat die verdutzten Angehörigen, eine Flasche einer bestimmten, nicht genannten Whiskymarke zu besorgen und verabreichte sie dem Patienten über einen Tropf intravenös – seiner Auskunft nach hatte er von so einer Behandlungsmethode in einem Lehrbuch gelesen. Wenig verwunderlich, begann sich der Zustand des Patienten nach einiger Zeit wegen akuten Nierenproblemen weiter zu verschlechtern.

Die Angehörigen benachrichtigten darauf die Spitalsleitung, die die weitere „Behandlung“ wohl unterband. Das Indian Medical Council wartet nun darauf, von den Patienten angesprochen zu werden, um eine Untersuchung einleiten zu können. Warum sie das nicht automatisch tut, steht nicht im Artikel.

Video – Whiskychat #1: Wie lange ist Whisky haltbar?

Premiere bei Whiskyexperts: Von nun an wollen wir Ihnen in halbwegs regelmäßigen Abständen unsere Informationen nicht nur schriftlich, sondern auch in Form von Videocasts bieten. Heute beginnen wir unsere Serie mit einem vierminütigen Beitrag zur Frage, wie lange man geöffneten Whisky eigentlich aufbewahren kann. Wir hoffen, Sie haben beim Betrachten ebenso viel Spaß wie wir beim Aufnehmen. Auch in Zukunft werden wir weitere Videos selbst produzieren, sei es von Events, von Verkostungen, mit Interviews oder Leserfragen. Diese Videos finden Sie dann alle auf unserem Youtube-Kanal. Jetzt aber viel Vergnügen mit unserem ersten Videochat.

Eigentumsverhältnisse in der schottischen Whiskyindustrie 1826-2009

Für jene Leser, die nicht nur ein geschmackliches Interesse an Whisky haben, sondern sogar ein wissenschaftliches (und wir wissen, dass es einige davon gibt), haben wir heute eine interessante Online-Publikation gefunden. Sie nennt sich „Oppositional Identities and Resource Partitioning: Distillery Ownership in Scotch Whisky, 1826–2009“ und stammt von David G. McKendrick und Michael T. Hannan von der Universität Stanford. Man muss sich auch mit Organisationstheorie auskennen, damit man auch nur ansatzweise versteht, was einem die Autoren sagen wollen – aber getreu unserem Grundsatz: „Ist es Whisky, ist es News“ haben wir nun auch davon berichtet (und wir werden aufmerksam beobachten, wie viele Leute die Seite über unseren Link aufrufen). 🙂

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Wir verkosten: Springbank Starkicker 18y

Die Whiskys der Springbank Distillery sind in ihrer Charakteristik außergewöhnlich und von einer klar wiedererkennbaren Eigenständigkeit geprägt. Zudem ist die Brennerei fast ein Relikt, wirkt wie ein Überbleibsel aus längst vergangenen, goldenen Tagen, ob der Tatsache, dass die unabhängig geführte Unternehmung sämtliche Produktionsschritte unter einem Dach – oder auf einem Gelände – durchführt.

Viele Whiskyliebhaber sehen die Malts Springbank, Longrow und Hazelburn daher in einem speziellen Licht, haben die Tropfen in ihr Herz geschlossen und suchen nach den diversen flüssigen Schätzen, die aus Campbeltown kommen.

Über die Hintergrundgeschichte des Starkicker Syndikats und die damit verbundene, spannende Frage, wie man denn einmal an ein eigenes Fass uisge beatha kommen könnte, haben wir hier und hier berichtet. Höchste Zeit, auch den Springbank 18y zu verkosten. Wie man munkelt, sind zudem weitere Fassabfüllungen angedacht mit rund 20 Jahren Altersschnitt, und auch Kunde von Portweinfässern lässt sich vernehmen.

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Starkicker 18y, distilled 1995, bottled 2013, 140 bottles, 52,1% vol.

Nase: der Duft dieses drams, es handelt sich um Flasche 53 der 140, eröffnet mit salzigen Noten, erdig ledrig präsentiert sich dieser Springbank, Rauch, spicy, viel Würze und Gewürze, Koriander, orientalische Anklänge, ras el hanout, auch etwas Currymischung, Pfeffer, dann Salbei und Rosmarinnadeln, dahinter macht sich ein Hauch Schokolade bemerkbar, Mon Cherie und Mozartkugeln, ein leiser Anflug von Streichhölzern, der sich rasch legt, Kakaopulver, etwas getrockneter Oregano, Bittermarzipan und Tannennadeln, mit Zeit und Wasser noch stärkerer Fokus auf die Waldaromatik, Heu und nasses Laub, etwas Pilzconfit, Steinpilzcreme, eine verspielte, hochkomplexe Nase, die sehr viel zu bieten hat, wenn man sich und dem dram nur Zeit lässt

Gaumen: extreme Fruchtsüße, weinig, gerbstoffig, Rosinen, Marillen, ölig, fett, ein Mundgefühl, auf dem man stundenlang herumkauen könnte, steinig rauchig, sehr trockener Rauch aber! Holzig maritime Einsprängsel, Vanille und Haselnuss begleiten die Meeresbrandung, Makadamia, Toffee, Nutbrittle, und dann wieder die Bitterschokolade, dazu etwas Ribisel und schwarze Johannisbeere, saftig, salzig, unglaublich verspielt auch am Gaumen, wenn auch etwas eigenwillig, ein Fruchtbogen aus Steinobst, Birnenquitte, Apfel, alles gekleidet in Honig und marmeladige Töne mit einem Touch salzigen Meerwassers

Finish: und er bleibt und bleibt und bleibt, ein sehr lange gezogenes Finish, geprägt von Vollmundigkeit und im Abgang aber besonders auch Würze, als Balance gegen die Milde, Fülle und Süße, mentholisch, Minze, trüber Apfelsaft, schmalzige Akzente, Tarte Tatin, Muskat, Zimtrinde und Kubebenpfeffer

Alles in allem: selten habe ich einen so vollmundigen, cremigen Whisky im Glas gehabt, das Mundgefühl ist zum Niederknien… Nun mag manch einer von der Opulenz etwas überfordert sein oder die Süße für etwas zu vordergründig empfinden, aber dieser late-night-dram vermag den Gaumen und die Nase einzuzaubern mit seinem Charme. Dies ist ein Whisky, dem man Zeit, Muße und seine vollste Aufmerksamkeit widmen sollte – und die Belohnung… herrlich…

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec