Nur noch bis morgen: Jim Beam Signature Craft zu gewinnen

Nur mehr eineinhalb Tage lang gibt es die Chance, bei uns einen Jim Beam Signature Craft, die Small Batch Abfüllung von Jim Beam, zu gewinnen. Gestiftet hat ihn Beam Austria (wofür wir uns ganz herzlich bedanken) – gewinnen kann ihn jeder,  der über 18 ist, aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich stammt, sich auf der Webseite als User registriert und eine lächerlich einfache Gewinnfrage beantwortet 🙂

Hier gehts zum Gewinnspiel – und wir wünschen Ihnen viel Glück dabei. Am Donnerstag posten wir dann den Gewinner oder die Gewinnerin!

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whiskyundfrauen verkostet Glenmorangie Lasanta: Alt vs. Neu

Über sein Erscheinen haben wir ja bereits vorige Woche berichtet – Margaretemarie von whiskyundfrauen hat den neuen Lasanta nun gegen die bisherige Abfüllung verkostet, um die geschmacklichen Unterschiede herauszuarbeiten. Wer befürchtet hat, dass der neue Lasanta eine herunterverdünnte Kopie des alten Whiskys ist, der kann aufatmen – Margaretemarie findet ihn geschmacklich interessant und eigenständig (und bestens geeignet, ihn mit einem Stück Schokolade mit Orangenkrokant zu genießen). Die sehr informative Verkostung zeigt die Unterschiede zwischen beiden Abfüllungen gut auf.

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Etwas andere Verkostungen in Edinburgh

Als „Whisky Wonderland“ bezeichnet sich ein neues Projekt in Edinburgh, das Whiskyenthusiasten aus der ganzen Welt anziehen soll: Unter dem Namen „Create:Eat:Whisky“ will man in einer ehemaligen Nestle-Fabrik am Wellington Place eine Woche lang (14. bis 20. Mai) eine Art Erlebniswelt für Whiskyfreunde abhalten. Dort sollen vor allem herkömmliche Verkostungsgewohnheiten über den Haufen geworfen werden, berichtet Edinburgh News in einem Artikel. Mit Klang (aufgenommen auf der Insel Jura), Geruch und Licht sollen dort die vier Whiskysamples unterstützt werden. Die Verkostungsgruppen umfassen jeweils 36 Personen, der Eintritt soll ab 15 Pfund kosten.

Leser der ersten Stunde kennen ein ähnliches Projekt aus London – das Singleton Sensorium, über das wir vor über einem Jahr das erste Mal berichteten. Hier scheint also jemand auf die Idee gekommen zu sein, diesen Ansatz kommerziell zu nutzen.

Edinburgh, Bild von Christian Bickel (2005), CC-Lizenz
Edinburgh, Bild von Christian Bickel (2005), CC-Lizenz

Wir verkosten: Littlemill 1992 Single Cask Collection

Die Destillerie Littlemill in den Lowlands war eine, die wie zum Beispiel Rosebank oder St. Magdalene das große Destilleriesterben in dieser Region nicht überlebt hat. Gelegen in Bowling, West Dunbartonshire, wurde sie 1992 stillgelegt und nicht wieder eröffnet. Schlimmer noch: die Gebäude wurden 2004 durch ein Feuer zerstört und fielen 2006 endgültig in sich zusammen.

Littlemill war immer von den berühmteren Lowland-Destillerien überschattet, und ihre Abfüllungen erreichten nie den Kultstatus wie zum Beispiel St. Magdalene. Das mag auch daran liegen, dass die Qualität der Whiskys von dort nicht unbedingt konstant war: neben himmlischen Tropfen kam auch so manches mehr als durchschnittliche Fass auf den Markt.

Dieser Umstand hat zur Folge, dass Littlemill erstens manchmal übersehen und zweitens relativ günstig (für eine Lost Distillery) zu kaufen ist. Auch jene Abfüllung der österreichischen Single Cask Collection, die Silvia Behrens und Bernhard Rems verkostet haben, ist unter 100 Euro zu erhalten (nach Auskunft von SCC gibt es nur mehr sehr wenige Flaschen im Shop). Die Abfüllung aus dem Februar des Vorjahrs bestand aus 318 Flaschen, abgefüllt mit 55.6% aus dem Fass Nr. 20. Das Sample wurde uns von Single Cask Collection zur Verfügung gestellt.

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Nase: Sehr intensive Mischung aus gekochten Früchten und warmen Karamell. Malzige und fruchtige Noten streiten sich um die Vorherrschaft, ein Anflug von Zitrus verhilft den Früchten zu ihrem Recht. Die dabei reichliche Süße wird noch durch einen Hauch Milchschokolade unterstrichen. Je länger der Whisky im Glas verweilt, desto mehr drängen sich getreidige, fast brotige Noten in den Vordergrund, mit etwas Karottengrün darübergestreut. Die Süße geht dabei aber nicht verloren.

Gaumen: Der Littlemill kommt mit enorm viel Druck daher, was vom Alkohol herrühren mag, der aber dabei sehr schön eingebunden ist. Er wird dann schnell süß, ölig, weich – mit einem Hang zu Malz und Honig und Rhabarberkuchen. Die Süße ist nicht aufdringlich, sondern unterstützend. Was man schmeckt, ist harmonisch und ausgewogen.

Finish: Es beginnt mit Wärme und einem ganz kurzen bitteren Eindruck, der sich in Süße wandelt, so, als würde man an Blockmalz lutschen. Auch vom Zitrusgeschmack sind wieder Nuancen vorhanden, was das Ganze sehr angenehm und rund macht. Zurück bleibt ein wohliges Gefühl.

Alles in allem: Definitiv ein excellenter Littlemill. Er ist komplex und interessant, ein wunderbares Beispiel für den Lowland-Stil. Von uns bekommt er das Prädikat Spitzenklasse – mit ihm im Glas kann man wunderschöne Stunden verbringen…

 

Ralfy Video review #449: Glen Moray 10yo Chardonnay casks

Ein etwas ungewöhnlicher Whisky ist heute in der wöchentlichen Verkostung bei Ralfy: der Glen Moray 10yo aus Chardonnay Fässern – und zwar nicht gefinished, sondern über die gesamte Zeit darin gereift. Nebenbei nimmt sich Ralfy dem Thema „Fässer“ an, und wie üblich ist das Video auch von den Fakten, die Ralfy erzählt, hochinteressant. Wie schlägt sich nun der Glen Moray in seiner Verkostung? Nun, die Wertung schaut nicht so besonders aus: 85/100 – aber Ralfy stellt unmissverständlich klar, dass das ein 5-Sterne-Rating für einen excellenten, oft übersehenen jungen Whisky sei, und er eine unbedingte Kaufempfehlung ausspräche. Wie es dazu kommt, und was Ralfy sonst zu sagen hat – im Video auf Youtube oder hier:

whiskyundfrauen verkostet: Talisker

 

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Die Destillerie Talisker. Foto: Steffen Abel. GNU Free Documentation License.

magaretemarie hatte sich für die Osterfeiertage viel vorgenommen und in Teil 1 und Teil 2 auf whiskyundfrauen veröffentlicht . Es galt, die (fast?!) komplette Range der Talisker-Destillerie-Abfüllungen zu verkosten und bewerten. Das Portfolio der einzigen Whiskybrennerei auf der Isle of Skye war lange übersichtlich. Neben dem 10-jährigen, Teil der Classic Malts von Diageo, gab es den 18-jährigen, den 25-jährigen und die Distillers Edition. Im Laufe der Zeit kamen weitere Abfüllungen hinzu, im letzten Jahr ergänzte Talisker ihr Angebot durch einige NAS-Abfüllungen.

Zwölf der 15 möglichen Abfüllungen von Talisker standen magaretemarie und ihrer whiskybegeisterten Kollegin zur Verfügung:

  • Talisker Storm
  • Talisker Dark Storm
  • Talisker 10 years
  • Talisker Triple Matured Edition, Exclusive to the Friends of the Classic Malts
  • Talisker 57°North
  • Talisker 12 years
  • Distillers Edition, 1996-2008
  • Talisker 175th Anniversary
  • Talisker Port Ruighe
  • Talisker 18 years
  • Talisker 20 years, dist. 1982
  • Talisker 25 years

Am Ende der Verkostung kristallisierten sich für die beiden drei verschiedene Kategorien heraus:

– alt: 18 years, 20 years, 25 years
– klassisch: 10 years, 12 years, 57° North, 175th Anniversary, Distillers Edition
– modern: Storm, Dark Storm, Triple Matured, Port Ruighe

Das charakteristische der modernen Abfüllungen wird in ihrem Gesamteindruck so beschrieben:

„Die neueren Abfüllungen von 2013 und 2014 sind mehrheitlich leichter, schlanker, und filigraner als die alten, klassischen Abfüllungen. Ob die Trendwende von „klassisch“ zu „modern“ einem veränderten Fassmanagement zuzuschreiben ist oder eher auf ein verändertes Geschmacksempfinden der jüngeren Generation (und zukünftigen Kunden) zurückzuführen ist, vermag ich nicht zu sagen. Leider ist Diageo bezüglich dieser Veränderungen nicht sehr kommunikativ.“

Und mir, Dirk Piesczek, sei als Redakteur noch eine persönliche Bemerkung erlaubt: Besonders wohltuend ist der konsequente Verzicht auf das allerorts etablierte abschließende Bewertungssystem von 0 bis 100. Denn die Antwort auf magaretemarie’s Fragen „Welche Flasche sollte man in die eigene Bar stellen?  Welche hat das optimale Preisleistungverhältnis? Welchen sollte man unbedingt probiert haben? Sind die Neuen besser oder schlechter als die Alten?“ kann nicht einfach nur eine Zahl sein.

Neu: The Teapot Dram Batch III

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Die beliebte NAS-Abfüllung The Teapot Dram von Glengoyne kommt als Batch III erneut auf den Markt, wie gewohnt in Fasstärke mit 59.4% Vol. und ohne Kühlfilterung. Ausschließlich First Fill European Oak Oloroso Sherry Casks fanden hier Verwendung. Beschrieben wird dieser Whisky als jung , stark, groß und „bold“, mit Aromen von süßen, dunklen Früchten, einer holzigen Würze und braunem Zucker. Der Name „The Teapot Dram“ erinnert an die Zeit, in der die Mitarbeiter der Brennerei täglich drei Drams während ihrer Schicht gereicht bekamen – in Fassstärke um 9:00 Uhr morgens, mittags und um 3:00 Uhr am Nachmittag. Einige der jüngeren Mitarbeiter wollten sich dieser Herausforderung nicht stellen und sammelten, statt sie einfach wegzuschütten, ihre Drams in einem kupfernen Teekessel.

Erneut ist die Abfüllung nur in der Destillerie und im Online-Shop erhältlich. Der Verkaufspreis hat allerdings angezogen – £75.00 bedeuten eine Verteuerung von 25%. Wer Mitglied der Glengoyne Family ist und bis zum 21.4. The Teapot Dram Batch III bestellt, erhält dazu noch einen Flachmann inkl. Zubehör.

Serge verkostet: Vier „gerade“ Speysider

Vier Abfüllungen aus der Speyside, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie sehr nahe am Grundprodukt Whisky sind, also ohne Rauch, Finishes, Sherryfässer und der gleichen, werden heute von Serge Valentin auf seinem Blog Whiskyfun verkostet. Die Wertungen bewegen sich dabei im guten Bereich, ohne größten Enthusiasmus zum Ausdruck zu bringen:

  • Allt-Á-Bhainne 16 yo 1996/2013 (54.5%, Spirit of Caledonia, bourbon hogshead, cask #107157, 294 bottles): 80 Punkte
  • Linkwood 14 yo 1998/2012 (58.5%, Mick and Tom’s Bluebird Selection, hogshead, cask #10014, 300 bottles): 80 Punkte
  • Miltonduff 18 yo 1995/2014 (51.2%, Whisky-Fässle, bourbon barrel): 83 Punkte
  • Braes O’Glenlivet 23 yo 1989/2012 (59.7%, The Golden Cask, bourbon hogshead, cask #CM 194, 228 bottles): 85 Punkte
© Copyright Ann Harrison and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.
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Bourbon-Gerüchte auf dem Prüfstand

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Einen interessanten Artikel auf whiskyadvocate blog haben wir heute für Sie gefunden: in ihm stellt Fred Minnick Gerüchte rund um Bourbon auf den Prüfstand – jene Gerüchte, die immer wieder mal gerne die Runde bei Verkostungen und unter Whiskyfreunden im Web machen. Einige davon mögen den Weg über den großen Teich zu uns (noch) nicht gefunden haben, aber insgesamt ergeben sie ein gutes Bild: Nicht so sehr der Faktenlage rund um den (nebenbei ebenfalls knapper werdenden) Bourbonmarkt, sondern vielmehr der Stimmungslage; und die kann auch sehr beredt sein. Hier noch ein paar der Gerüchte, die im Artikel untersucht werden:

  • Four Roses – keine guten Fässer mehr?
  • Verliert Elijah Craig 12y0 die Altersangabe?
  • Kommt etwas neues von Maker’s Mark?
  • und andere mehr

 

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Glenmorangie präsentiert den neuen Lasanta

Von Glenmorangie hat uns eine Pressemitteilung zur zweiten Auflage des Lasanta erreicht. Wir bringen sie hier auszugsweise:

 

Glenmorangie investiert weiter in die Qualität der beliebten  Extra Matured Range

Die hochwertigsten Sherryfässer der Welt und eine attraktive neue Verpackung – das sind die Zutaten für die Neuauflage des Glenmorangie Lasanta, einem von insgesamt drei Single Malt Whiskys aus der Extra Matured Range der schottischen Destillerie. Die perfektionierte Qualität wird vor allem Liebhaber von Single Malts aus Sherryfass-Lagerungen ansprechen.
Glenmorangie legte in den 90er Jahren den Grundstein für die Idee der Extra Maturation, also dem Nachreifen von Whiskys mithilfe des Einsatzes ehemaliger Weinfässer. Diese besondere Art der Whiskyherstellung erlaubt es dem Destillat, mindestens 10 Jahre in der Ruhe und Dunkelheit von Ex-Bourbonfässern zu reifen, bevor die zweijährige Nachreifung in verschiedenen ehemaligen Weinfässern den Abschluss des Prozesses bildet.

Das Whisky Creation Team von Glenmorangie leistet seit jeher in diesem Bereich Pionierarbeit und ist in den bedeutendsten Weinlagen Europas stetig auf der Suche nach außergewöhnlichen Fässern. Diese helfen dabei, die eindrucksvollen und vielschichtigen Aromen der Glenmorangie Single Malts zu entwickeln. Sieben Jahre nach der ersten Einführung der drei Extra Matured Single Malts hat das Whisky Creation Team es sich nun zur Aufgabe gemacht, das bereits bekannte Geschmacksprofil des Glenmorangie Lasanta zu verfeinern.

Glenmorangie Lasanta steht im Gälischen für Wärme und Leidenschaft. In Anlehnung an seine spanischen Charakteristiken besitzt dieser Single Malt eine weiche Textur und ein tiefes, überraschend süßes Aroma. Die Farbe gleicht dunklem Bernstein; die Aromen sind eine Kombination aus warmen Gewürzen, mit Schokolade überzogenen Rosinen, Honigwaben sowie Sahnebonbons.

Die Neuauflage des Lasanta wird wie bisher in ehemaligen Oloroso-Sherryfässern nachgereift, jedoch ab sofort auch in den berühmten Pedro Ximénez-Fässern – dem König unter den Sherryfässern. Die nur selten angebaute Weißweintraube Pedro Ximénes ist die Basis des gleichnamigen, sehr üppigen Sherry, der in Jerez und anderen Gebieten Spaniens hergestellt wird. Durch die zusätzliche Reifung in diesen Fässern werden das süße Aroma und der reichhaltige Charakter des Lasanta deutlich verstärkt.

Glenmorangie Lasanta wird mit 43 % Alk. Vol. abgefüllt und ist ab Mai 2014 im Fach- sowie Lebensmitteleinzelhandel zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 44,99 € erhältlich.

Über die Extra Matured Range:

Das Kern-Portfolio der Whiskybrennerei Glenmorangie setzt sich aus vier Single Malts zusammen. Dazu gehören die Qualitäten Original, Lasanta, Quinta Ruban und Nectar D’Òr. Jeder der vier Single Malts lagert 10 Jahre in Ex-Bourbonfässern. Danach reifen drei dieser Whiskys, nämlich Lasanta, Quinta Ruban und Nectar D’Òr, zwei Jahre in ehemaligen Weinfässern nach. Daher stammt auch die Bezeichung des Nachreifens oder Extra Maturings. Lasanta, Quinta Ruban und Nectar D’Òr reifen somit insgesamt 12 Jahre, davon zwei in ehemaligen Sherry-, Portwein- und Sauternesfässern.

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Wir verkosten: Springbank 12yo Cask Strength 50.3%, Batch #7

Ganz unabhängig von der Qualität des erzeugten Whiskys muss man die Destillerie Springbank auf Campbeltown für ihre Haltung zu ihrem Produkt loben: Jeder einzelne Arbeitsschritt zur Erzeugung des Whiskys wird vor Ort am Gelände vorgenommen (gerade noch einmal Kilchoman leistet sich diese arbeitsaufwändige Vorgangsweise). Auch verzichtet man auf die Verwendung von Computern und automatisierten Anlagen – was bedeutet, dass Springbank verhältnismäßig viele Arbeitsplätze schafft. Diese Grundeinstellung ist nicht nur teuer und deshalb sehr selten geworden, sie ist auch der Versuch, ein Stück Tradition in jene Zeit herüberzuretten, in der Effizienz manchmal wichtiger genommen wird als Ursprünglichkeit.

Aber auch abgesehen davon genießen Whiskys aus der Destillerie Springbank einen guten Ruf unter Whiskyfreunden – das gilt für alle drei Marken, die dort erzeugt werden: Springbank selbst, die ungetorfte Variante, die 2.5 Mal gebrannt wird, dann Longrow, der torfige Whisky des Hauses und zu guter Letzt Hazelburn, der dreifach gebrannte Whisky.

In unserer Verkostung hat sich Redakteur Bernhard Rems den zwölfjährigen Springbank in Fasstärke, abgefüllt im Jahr 2013 mit 50.3%, ins Glas gegeben. Der Whisky stammt aus seiner Privatsammlung.

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Nase: Zunächst findet man Vanille, und zwar eine Menge davon. Dann ist hier warmes Apfelmus zu riechen, etwas Gewürznelken findet man. Das Bild einer leicht angestaubten Bibliothek drängt sich einem auf, und jenes von warmen, rotfarbenen Ledersitzen in einem alten britischen Sportwagen, der in der Sonne steht. Etwas Toffee, etwas Vanillepudding, etwas italienischer Pannetone – der Whisky präsentiert sich sehr komplex und reichhaltig in der Nase. So reichhaltig, dass er zum Verweilen und Entdecken einlädt.

Gaumen: Wieder Vanille, aber auch erdige Noten. Es ist, als hätte man kurz Kandiszucker im Mund gehabt und einen cremigen Film davon an den Wangen. Etwas wie Tawny Orange Marmelade ist dabei, Holz und Honig, dann eine ganz winzige Prise Salz. Der Geschmack füllt den Mund, tut dabei nicht bedeutsam, er ist es. Wiederum sehr schön und faszinierend vielfältig.

Finish: Mittellang bis lang, wärmend und ohne bittere Töne; die Prise Salz bleibt.

Alles in allem: So viel Komplexität und Charakter traut man einem zwölfjährigen Whisky nicht zu, aber wer den Springbank 10 kennt, der für sich schon ein sehr reifes Werk ist, der weiß, dass man bei Springbank alles andere als flache Tropfen herstellt. Dieser Whisky verlangt Beschäftigung, ohne dabei fordernd oder kompliziert zu wirken. Ich gebe ihm ein ausgeprägtes Sehr Gut – und eine höchst lobende Erwähnung dafür, dass dieser schöne, gerade Whisky in der Regel unter 50 Euro erhältlich ist.

Tullamore Dew: Kupferkessel nach 60 Jahren zurückgekehrt

Von Tullamore Dew erhielten wir diese Pressemitteilung, die wir auszugsweise wiedergeben:

Die für ihren Whiskey bekannte Stadt Tullamore hat endlich ihre Seele wieder. Pünktlich zum St. Patrick´s Day am 17. März sind die vier handgeschmiedeten Kupferkessel für die neue hochmoderne Destillerie eingetroffen. Jetzt erfolgt die Vernietung und Verschweißung der Teile vor Ort. Die Brennerei befindet sich im Bau. Nachdem die ursprüngliche Destillerie im Jahre 1954 die Produktion eingestellt hat, soll die neue im September diesen Jahres eröffnet werden.

Die Kupfergefäße sind das Herz einer Destillieranlage. Sie sorgen für den unverwechselbaren Geschmack von irischem Whiskey, der im Pot-Still-Verfahren hergestellt wird. Um die nötige Milde zu erreichen, destilliert die Maische dreimal in der Brennblase, einem beheizbaren Kessel und wichtigem Bestandteil der Kupfergefäße. Konstruiert wurden die Brennblasen in mühevoller Kleinarbeit, um die Originale, die in der alten Tullamore Destillerie bis zu ihrer Schließung im Jahr 1954 Verwendung fanden, zu ersetzen.

Die maßgeschneiderten und in sechs Einzelteile zerlegten Kupfergefäße haben einen langen Weg hinter sich gebracht. Von Nordschottland über den Irischen See bis nach Tullamore sind sie 775 Kilometer weit gereist.

Die 35 Millionen Euro teure Destillerie entsteht auf einem 28 Hektar großen Gelände am Stadtrand von Tullamore. Die neue Brennerei soll sicherstellen, dass William Grant & Sons den hohen Bedarf von aktuell 7,7 Mio Liter Whiskey jährlich weiterhin bewältigen und die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen kann. Tullamore D.E.W. ist die am schnellsten expandierende irische Whiskeymarke.

Die neue Tullamore Dew -Destillerie, die seit einiger Zeit im Bau befindlich ist
Die neue Tullamore Dew-Destillerie in der Stadt Tullamore

Die Top 10 Flavored Whisky Neuerscheinungen

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Man muss sie nicht mögen, aber man muss sie auf dem Radar haben: Die Flavored Whiskys sind eine Kategorie, in die die Industrie große Hoffnungen setzt. Bei The Spirits Business ist nun eine Fotostrecke erschienen, die die 10 whichtigsten Launches in dieser Kategorie zeigt und anführt, warum sie als wichtig erachtet wurden. Ein guter Klicktipp, um sich über diese Kategorie zu informieren.

Ach ja, rein technisch und gesetzlich sind dies natürlich keine Whiskys – denn einem Whisky darf kein Geschmack hinzugefügt werden (es sei denn, er kommt von einem gebrauchten Fass).

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Ardbeg Auriverdes: deutsche Verkostungsnotizen bei Mixology.eu

Und jetzt haben wir die ersten Verkostungsnotizen zur diesjährigen Abfüllung zum Ardbeg Day in deutscher Sprache – im Gegensatz zu jenen von Miss Whisky gestern (siehe hier) sind diese eher auf der euphorischen Seite angesiedelt. Whiskyexperte Stefan Gabanyi subsummiert seine Erfahrungen so:

“Ein wärmendes Lagerfeuer in einer rauen Nacht. Perfekte Balance von herbem Torfrauch und cremigen Fruchtnoten. Seriös und Sexy mit einem endlosen Finish. Ein 4-Gang-Menü in nur einem Schluck – das kann nur Ardbeg.”

Den gesamten, lesenwerten Artikel finden Sie hier.

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