
margaretemarie war mit ihrem Blog whiskyundfrauen wieder unterwegs – und zwar diesmal in Berlin. Auf Einladung des Amerikanischen Botschafters nahm sie an einer Whiskey-Verkostung teil, auf der über 20 amerikanische Whiskey-Hersteller ihre neuen Produkte in Deutschland vorstellten. Die Verkostung fand wegen der derzeitigen Haushaltssperre nicht in der Botschaft, sondern im Hilton Hotel am Gendarmenmarkt statt.
whiskyundfrauen: American Craft Distillers in Berlin
Neu: The Balvenie Tun 1401 Batch 9
In diesem Monat bringt The Balvenie ein neues Batch ihrer beliebten Serie „Tun 1401“ heraus. Dieses mal wurden 11 Bourbon Fässern und drei Sherry Butts aus dem Warehouse 24 miteinander vermählt, bevor sie mit 49,3 % Vol. abgefüllt wurden. Der empfohlene Verkaufspreis für die 0,75 Liter-Flasche beträgt 250 US-$ – es handelt sich schließlich um eine Abfüllung exklusiv für den US-amerikanischen Markt.
Wir verkosten: Tomatin Cù Bòcan
Tomatin und Torfrauch – als wir zum ersten Mal vom neuen Release der Highland-Destillerie hörten, dachten wir uns: Wie soll das denn zusammengehen? Zugegeben, er ist ein nur leicht getorfter (15ppm) Single Malt – das bedeutet, er sollte sich mit dem doch eher zarten Charakter von Tomatin vertragen – aber was wird aus dieser interessanten Mischung dann letztendlich? Gibt das Harmonie oder wird ein seltsames Gebräu daraus? Herausgeber Bernhard Rems hat die neue Tomatin-Abfüllung verkostet, die es um knapp unter 40 Euro im ausgesuchten Fachhandel zu kaufen gibt.
Nase: Die frisch geöffnete Flasche beginnt eigentlich sehr unangenehm – mit einem dichten Kleber-Geruch. Aber das weicht relativ rasch, und zurück bleibt ein exotischer Cocktail: Satt Maracuja, etwas Mango, etwas Kokosnuss. Rauch ist in der Nase nur in Spurenelementen zu erfühlen (das mag aber auch an einer durch leichten Schnupfen etwas gehandicappten Nase liegen).
Gaumen: Grüß Gott Frau Fruchtkompott! Hier tanzen die exotischen Früchte Samba. Sehr (!) süß, sehr exotisch, ein Hauch Getreide – ist das ein Whisky oder ein alkoholversetzter Fruchtsaft? Die 46% sind sehr schön eingebunden, da gibt es nichts zu meckern, aber ist das wirklich Whisky oder ein Designerdrink? Puristen wird es beuteln, experimentierfreudige Menschen werden schmunzeln. Frucht, etwas Anis – witzig irgendwie.
Finish: Und wieder eine Melange aus exotischen Früchten, nur setzt sich hier der Rauch endlich durch. Das Ganze ist ungewöhnlich, aber durchaus wohlschmeckend. Nur kurz ist es. Mit Islay-Rauchigkeit hat es überhaupt nichts zu tun, es ist eher wie das Setzen eines Akzentes. Aber auch jetzt wieder: Man kann das schon mögen – und ich mag es.
Alles in allem: Das ist keine Rauchbombe, das ist kein Tomatin. Wer sich das eine oder das andere davon erwartet, wird enttäuscht sein. Aber es ist der vielleicht exotischste Tropenwhisky, den man momentan zu trinken bekommt. Er ist fruchtig, erfrischend, jung. Im leeren Glas hinterlässt er den Duft seiner Jugend, gemahlenes Getreide also – im Mund ein Prickeln eines interessanten jungen Whiskys, der sich wenig um Konventionen schert. Es wird Tage geben, da werde ich ihn nicht mögen. Und Tage, da werde ich mich auf ihn freuen.
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Serge verkostet: Auchentoshan 12 und Virgin Oak
Der Klassiker und ein neuer Standard aus der Lowland-Destillerie Auchentoshan – das ist das, was sich heute bei Serge Valentin in der Verkostung befindet. Der alte Standard (12yo) kommt bei Serge gut weg (mit 80 Punkten), die jungfräuliche Eiche hingegen befindet sich nur knapp über dem Level, bei dem Serge das Gesicht verzieht (71 Punkte). Für ihn ist hier einfach die Eiche und das Holz zu sehr im Vordergrund, von den typischen Auchentoshan-Noten merkt man seiner Meinung nach zu wenig. Von den Standards bevorzugt er den Valinch und den 12jährigen…
- Auchentoshan 12 yo (40%, OB, +/-2013): 80 Punkte
- Auchentoshan ‚Virgin Oak‘ (46%, OB, 2013): 71 Punkte
Diageo Special Releases 2013: Coal Ila Unpeated Stitchell Reserve
Erstmals seit 2005 bringt Diageo wieder die limitierte Special-Release-Serie der Classic Malts auf den Markt. Diese seltene Single- Malt-Kollektion besteht aus bekannten Namen wie Talisker, Cardhu, Caol Ila oder Singleton und hält mit Lagavulin, Brora, Convalmore sowie Port Ellen einige Überraschungen bereit. Alle Single Malts sind als Single Casks in voller Fassstärke (natural cask strength) ausschließlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich. In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen die einzelnen Abfüllungen der Special Releases 2013 vor – diesmal den Coal Ila Unpeated Stitchell Reserve.
Caol Ila Unpeated 56.9% 85 Euro
Eine komplexe Reifung hat die achte und ungetorfte Abfuüllung von Caol Ila (59,6% vol) hinter sich. Als Hommage an Billy Stitchell, dem langjährigen Manager der Destillerie, der dieses Jahr in Rente geht, führt diese Limited Edition stolz die Bezeichnung „Stitchell Reserve“. Fässer aus amerikanischer, teilweise verjüngter Eiche sowie ausgediente Bodegafässer aus europäischer Eiche haben bei der Kreation eine ganz besondere Rolle gespielt. Der Preis liegt bei 85 Euro.
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Tasting Notes Caol Ila Unpeated Stitchell Reserve:
- Aussehen: Klar, Gold mit Oliventon. Leichte Tropfenbildung.
- Nase: Unmittelbar rein, aromatisch und frisch bei voller Stärke. Erst intensiv, dann zurückhaltender: leicht süßlich, dann mit der lebhaften Frische von unreifen Früchten und
Zitronenschale. Mit Wasser fruchtig süß und subtile Noten von Melasse und Rauch. - Körper: Leicht bis mittelschwer. Ölig, aber kompakt.
- Gaumen: Intensiv und direkt, mit einer sanften, leicht öligen Textur. Anfänglich vollmundig, mit einer süßen Würzigkeit, wenig fruchtig und ohne die üblichen Phenole von getorftem Caol Ila. Später Nusskrokant, warm und trocknend. Mit Wasser noch intensivier und appetitanregender.
- Abgang: Aromatisch, würzig und trocknend, leicht bitter mit weicher, nussiger Biskuitnote. Konstant frisch.
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Whisky im Bild: Der neue Hof von Springbank
Hurra, es ist geschafft :-). Was vor einer Wochen in der Campbeltown-Destillerie Springbank noch so aussah…
… ist nun endlich repariert und erstrahlt in neuer Schönheit. Endlich ein ebener, nicht mehr löchriger Hof in der Destillerie:
PS: Sie machen nicht nur schöne Innenhöfe, sondern auch guten Whisky 🙂
The Drinks Business: 10 gute Whiskys, die nicht die Welt kosten

The Drinks Business hat heute eine (natürlich sehr subjektive) Liste von Whiskys veröffentlicht, die Qualität zum erträglichen Preis offerieren. Natürlich kann man in dem einen oder anderen Fall anderer Meinung sein (oder seinen „Lieblingswhisky“ vermissen, aber alles in allem ist das doch eine interessante Liste mit einigen ebenso interessanten Anmerkungen zu den Flaschen. Und das sind die 10 ausgewählten Abfüllungen:
- Arran 14yo
- Glenlivet 15yo French Oak reserve
- Talisker 10yo
- Balblair 2002
- Bowmore 12yo
- Highland Park 12yo
- Deanston 12yo
- Strathisla 12yo
- Caol Ila 12yo
Unsere Redakteure würden wahrscheinlich eine in vielen Positionen abweichende Liste erstellen – so wie Sie wahrscheinlich auch. Welche Whiskys würden Sie zu denen rechnen, die gute Qualität zu einem erträglichen Preis bieten?
Diageo Special Releases 2013: Brora 35 Jahre
Erstmals seit 2005 bringt Diageo wieder die limitierte Special-Release-Serie der Classic Malts auf den Markt. Diese seltene Single- Malt-Kollektion besteht aus bekannten Namen wie Talisker, Cardhu, Caol Ila oder Singleton und hält mit Lagavulin, Brora, Convalmore sowie Port Ellen einige Überraschungen bereit. Alle Single Malts sind als Single Casks in voller Fassstärke (natural cask strength) ausschließlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich. In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen die einzelnen Abfüllungen der Special Releases 2013 vor – und beginnen heute mit dem Brora 35 Jahre.
Brora 35 YO 49.9% 3000 Flaschen, 915 Euro
Brora 35 Jahre ist einer der seltensten und begehrtesten Single Malt Whiskys, die derzeit auf den Markt kommen: Seine Bestände sind mit dieser letzten Single-Cask-Abfüllung in voller Fassstärke (49,9% vol) aufgebraucht. 1977 abgefüllt und 35 Jahre in Fässern aus amerikanischer und europäischer Eiche gelagert, werden weltweit nur 3.000 Flaschen des Highland-East-Coast-Whiskys zu einem Preis von 915 Euro verfügbar sein.
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Tasting Notes Brora 35 Jahre:
- Aussehen: Goldgelb oder polierte Bronze. Leicht ölig.
- Nase: Anfänglich frisch und belebend, dann wärmender und schwerer. Cremige Wachs- und Vanillenoten, Aromen von Kräutern, Getreide und gerösteter Kokosnuss, überzogen von einer leichten Rauchigkeit. Mit Wasser wird das Wachs noch deutlicher, wobei Honig und Zitronengras die subtileren Vanillearomen unterdrücken.
- Körper: Leicht und sanft deckend.
- Gaumen: Viel süßer und rauchiger als man vermuten würde. Andeutungen von Erdbeeren und Zitronenschale, gefolgt von Holz-, Sand- und Meeresnoten. Mit Wasser eine reichereTextur, zudem weniger süß.
- Abgang: Deckend und sanft trocknend, mit Pfefferminz-Schokolade. Leicht rauchig.
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Serge verkostet: Zwei Dalmore

Heute sind bei Serge zwei Dalmore im Glas: Einer, ein Offizieller, der 700 Euro kostet (25 Jahre, 42%) – und eine unabhängige Abfüllung aus Deutschland, von der man um das selbe Geld gleich 15 Flaschen kaufen könnte. Ein spannendes Duell, und mit einem spannenden Ergebnis: Der offizielle Dalmore 25 yo (42%, OB, 2013) bekommt satte 90 Punkte – ist also nicht nur schweineteuer, sondern auch saugut. Der Dalmore von Malts of Scotland (Dalmore 2000/2012, 53.4%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 12035, 290 bottles) erhält ebenfalls ansprechende 87 Punkte von Serge. Er sei ebenso gut, bräuchte aber etwas Wasser, sagt Serge in seiner Verkostungsnotiz.
Das wirft nun doch einige Fragen auf: Machen die (subjektiven) drei Punkte Unterschied den Preisunterschied wett? Welchen würde man kaufen? Und welchen, wenn Geld keine Rolle spielte? Was ist mit den Whiskypreisen generell los? Und wie sehr will man sich auf Verkostungsnotizen bei seinen Entscheidungen überhaupt verlassen? Es darf laut nachgedacht werden…
Whisky aus Österreich – eine Bestandsaufnahme
Mit diesem exklusiven Artikel aus der Feder von Erhard Ruthner, einem der profiliertesten Kenner österreichischen Whiskys und Besitzer der Destille.at, wollen wir ein großes lexikalisches Roundup der Whiskydestillerien in Österreich beginnen. Erhard Ruthner wird uns in Folge die Destillerien des Alpenlandes vorstellen – mit ihren Besonderheiten, ihren Produkten und den Geschichten, die hinter den Destillaten stehen…
Dass die Herstellung edler Destillate in Österreich eine lange Tradition besitzt, ist wohl unumstritten. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Landwirte und später auch professionelle Brenner damit die Früchte der Natur, die Wurzeln und Zapfen der Alpen und nicht zuletzt das Getreide ihrer Landwirtschaften in haltbare, flüssige Form zu bringen. Trotzdem ist Whisky wohl nicht die allererste Kategorie an Hochprozentigem, die im Allgemeinen mit Österreich als Herkunftsland in Beziehung gebracht wird. Tatsächlich ist es weniger als 20 Jahre her, dass der erste österreichische Produzent begann sich mit Whisky als solchem auseinander zu setzen. Wer einen Passanten nach einer Schätzung fragen würde, wie viele Whiskyproduzenten es wohl in Österreich gibt, ist meist eine Zahl zwischen 1 und 5 zu hören. Tatsächlich sind dem Autor mehr als 50 Betriebe bekannt, die einen fassgelagerten Kornbrand zu ihrem Sortiment zählen.

Österreichischen Whisky zu definieren ist allerdings keine ganz leichte Aufgabe. Seit 1995 ist Österreich Mitglied der EU und somit unterliegt die Definition von fassgelagerten Kornbränden, die man Whisky nennen möchte EU Regulationen. Diese besagen, dass Whisky aus Getreidemalzmaische gewonnen werden muss, die mittels Hefe vergoren wird. Weiters darf die Maische nicht über 94,8 % vol. Alkohol destilliert werden, wobei die geschmacklichen Eigenschaften des Ausgangsmateriales gewahrt bleiben müssen. Der Brand muss anschließend für mindestens 3 Jahre in Holzfässern mit einem Inhalt von 700 Liter, oder weniger gelagert werden. Für den fertigen Whisky ist ein Mindestalkoholgehalt von 40% vol. Vorschrift. (Verordnung (EG) Nr. 1882/2003). Diese Mindestanforderungen gelten für jeden, innerhalb der EU produzierten Whisky, also auch für Scotch Whisky und Irish Whiskey. Diese beiden sind allerdings in ihren Ursprungsländern noch genauer durch Landesgesetze definiert. Der österreichische Lebensmittelkodex besagt neben den erwähnten Bedingungen nur noch, dass Whisky weder gesüßt noch aromatisiert werden darf. Zuckercouleur zur Anpassung der Farbe ist zulässig. (Österreichisches Lebensmittelbuch IV. Auflage, Codexkapitel/B23/Spirituosen, veröffentlicht 4.2.2010).

Damit hört die Gemeinsamkeit von österreichischem Whisky auch schon auf. Wichtige Komponenten, die im Endeffekt Stil und Geschmack des Whiskies ausmachen, sind sehr allgemein definiert. Dadurch bleiben dem Destillateur große Freiheiten innerhalb dieser Gruppe von Spirituosen.
Die Basis von Whisky ist eigentlich eine Art Bier. Aus Getreide wird der Zucker generiert, der zur Vergärung geeignet ist. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass für die Basis von Whisky kein Hopfen zugesetzt wird. Einfach Bier weiterzuverarbeiten ist nicht zulässig, da Bierbrände extra geregelt sind.
Erster wichtiger Inhaltsstoff ist das Getreide. Dabei ist Getreide jeglicher Art, sei es Gerste, Roggen, Weizen, Mais, Dinkel, Hafer, Einkorn, Emmer, etc. zulässig. Rein von dieser Seite her bietet Österreich eine unglaubliche Vielfalt, da alle oben angeführten Getreidesorten, reinsortig, oder gemischt, gemälzt, oder ungemälzt verwendet werden. Manchmal kommen auch Torf, Schilf, oder Stroh für das Trocknen des Malzes zum Einsatz, um eine zusätzliche Geschmacksnuance zu erzielen, wobei meist das bereits fertige Malz mit Rauch behandelt wird.
Der nächste Faktor ist die Vergärung. Hier ist es interessant zu beobachten, wie sich die verschiedenen Hersteller diesem Thema nähern. Österreich hat ja bekanntlich eine lange Brautradition, daher ist man sich der Bedeutung von Hefe während eines Gärprozesses sehr bewusst. Da die Alkoholgewinnung von Getreide aufwendiger ist, als bei Obst, arbeiten einige Brenner hier mit professionellen Brauern zusammen, um ein optimales Ausgangsprodukt zu erhalten. In einigen Fällen kommt sogar die Initiative einen Whisky herzustellen von der Seite der Brauer. Dabei wird mitunter große Sorgfalt darauf verwandt, welche Getreidesorten mittels welcher Hefestränge vergoren werden, so dass die gewünschten Geschmackseffekte erzielt werden können.

Ohne Destillation kein Whisky. Die Frage der Destillationstechnik ist wohl eine der Komplexesten, da sowohl traditionellen Brennblasen für eine doppeltes Brennen (Raubrand – Feinbrand), als auch Kolonnenbrennereien im Einsatz sind. Dabei ist allerdings festzuhalten, dass die traditionellen Anlagen mit Pot Stills, die in Schottland im Einsatz sind nicht viel gemeinsam haben. Im Allgemeinen sind die heimischen Versionen kleiner und können sehr genau gesteuert werden. Auch die genaueste Trennung des Herzstücks von Vorlauf und Nachlauf ist dem guten Obstbrenner (aus dieser Tradition stammen die meisten Whiskyhersteller in Österreich) ein besonderes Anliegen. Dadurch entstehen sehr saubere Grunddestillate.
Der letzte, aber sehr wichtige Schritt in der Produktion ist die Fasslagerung. Der Gesetzgeber sieht lediglich Holzfässer mit 700l oder weniger Inhalt vor. Damit haben die Produzenten freie Auswahl hinsichtlich der Fassgröße (bis 700l), der Holzart, des Toastings, einer eventuellen Vorbelegung und der Herkunft ihrer Fässer. Hier wird in Österreich auch wirklich sehr viel experimentiert. Obwohl Eichenfässer den überwiegenden Teil ausmachen, versuchen sich einige Hersteller in der Reifung mit anderen Hölzern. Die Fassgrößen variieren oftmals innerhalb eines Betriebs zwischen etwa 50l und 250l. Viele Brenner bleiben gerne bei der Auswahl ihrer Fässer regional, aber auch diverse internationale Typen sind im Einsatz.
Auf dem Markt findet man daher viele verschiedene Stile, vom Single Malt, über reinen Roggen-, bis hin zu Haferwhisky oder Bourbon-artige Whiskies mit Mais. So versucht jeder Brenner seinen eigenen Stil zu entwickeln und dabei kommt eine überraschend vielseitige und interessante Whiskylandschaft in Österreich zum Vorschein.
In allen Bundesländern Whisky hergestellt. Der Erste entstand in Niederösterreich, inzwischen kann man eine Konzentration im Waldviertel (inkl. Wachau) feststellen. Ebenso wartet Oberösterreich mit zahlreichen Herstellern auf, Salzburg steht dem kaum nach, die Brennereien sind im Norden dieser Bundesländer. In der Steiermark, Kärnten und im Burgenland befinden sich die Brennereien eher im Süden. In Vorarlberg findet man den Whisky ganz im Westen, Tirol weist eine Verteilung von Ost nach West auf.
Bei dieser Vielfalt wartet eine ganze Menge Whisky darauf von Whiskyliebhabern, aber auch von Neueinsteigern und Interessierten verkostet zu werden.
Nur 50 Flaschen: Glenmorangie 1963
Eine Wiederentdeckung in einem der Lagerhäuser von Glenmorangie gibt jetzt einigen wenigen Käufern die Chance, einen ganz besonderen Whisky genießen zu können: 50 Flaschen des Glenmorangie 1963, der im Jahr 1987 in Flaschen abgefüllt wurde, sind aufgetaucht und werden in neuer Verpackung auf den Markt gebracht.
Interessant an diesem Whisky ist nicht nur, dass er vor 50 Jahren destilliert wurde, sondern auch die Tatsache, dass es sich dabei um – laut den Angaben der Highland-Destillerie – ersten jemals produzierten Whisky mit Finish handelt. Von 1985 bis 1987, dem Jahr der Veröffentlichung, reifte dieser Whisky in ex Oloroso Sherry Fässern. Damit bietet sich die Möglichkeit, ein Stück Whiskygeschichte in seiner Sammlung zu haben.
Was muss man dafür auslegen? 2600 Dollar. Dafür aber bekommt man nicht nur einen historischen Whisky, sondern auch eine besondere Aufmachung: Jede Flasche ist mit einer Nummer graviert und kommt in einer Metallbox, die an eine Zeitkapsel erinnert und innen mit poliertem Holz ausgelegt ist. Die Label, der Hals und der Verschluss sind aus Silber gefertigt. Zusätzlih bekommt man ein Booklet, handsigniert von Dr. Bill Lumsden, Glenmorangie’s Director of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks.
Und so sieht diese Flasche aus:
Neu: Auchentoshan American Oak
Auch die Lowland-Destillerie Auchentoshan kommt heute mit einer neuen Abfüllung auf den Markt: Auchentoshan American Oak. Dieser ausschließlich in first fill ex bourbon american oak casks gelagerte Whisky wird ein Teil der Core Range, also der Standardabfüllungen, neben dem Auchentoshan 12 yo und dem Auchentoshan Three Wood. Bemerkenswert ist, dass auch er ein No Age Statement Whisky ist und man davon ausgehen kann, dass Auchentoshan auch den Bestand an jungen Fässern angreifen muss, um die Nachfrage bedienen zu können.
Eine 360-Grad Ansicht der Flasche und Verpackung gibt es hier auf Youtube zu sehen…
Neu: Arran Limited Edition Millenium Casks
Ab 28. Oktober kann man vom Arran Webshop eine neue, limitierte Sonderedition beziehen: Die Arran Millenium Casks. 7800 Flaschen dieser Abfüllung gibt es zu kaufen, und das Besondere daran: Genau am 31. 12. 1999 und am 1.1.2000 wurde der Spirit in 35 Bourbon Casks und in 10 Sherry Casks gefüllt. Bis heuer durfte er auf der Insel Arran reifen, bevor er heuer in die durchaus attraktiven Flaschen gefüllt wurde – in Fassstärke (53.5%) und nicht kühlfiltriert oder gefärbt. Das Etikett ziert ein Konterfei des doppelköpfigen Gottes Janus.
Die Flasche wird 65 Pfund kosten – und sich damit in die halbwegs vernünftige Preisgestaltung von Arran einreihen.
Hier noch die originalen Tasting Notes:
Nase: Lebendig, mit Zitronenschale und Gewürzen.
Gaumen: Kandierte Zitrone, Bratäpfel und Früchte aus dem Ziergarten.Etwas Vanille und Zimt geben süße Würze, gemeinsam mit etwas Eiche. Mit einigen Tropfen Wasser mehr Cremigkeit.
Finish:Rein und frisch mit einem Hauch Gewürz. Noten von Mandarinen und Grapefruit, dann etwas Eiche für eine perfekte Balance.









