Diageo Special Releases 2013: Brora 35 Jahre

Erstmals seit 2005 bringt Diageo wieder die limitierte Special-Release-Serie der Classic Malts auf den Markt. Diese seltene Single- Malt-Kollektion besteht aus bekannten Namen wie Talisker, Cardhu, Caol Ila oder Singleton und hält mit Lagavulin, Brora, Convalmore sowie Port Ellen einige Überraschungen bereit. Alle Single Malts sind als Single Casks in voller Fassstärke (natural cask strength) ausschließlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich. In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen die einzelnen Abfüllungen der Special Releases 2013 vor – und beginnen heute mit dem Brora 35 Jahre.

Brora 35 YO 49.9% 3000 Flaschen, 915 Euro

Brora 35 bottle & box

Brora 35 Jahre ist einer der seltensten und begehrtesten Single Malt Whiskys, die derzeit auf den Markt kommen: Seine Bestände sind mit dieser letzten Single-Cask-Abfüllung in voller Fassstärke (49,9% vol) aufgebraucht. 1977 abgefüllt und 35 Jahre in Fässern aus amerikanischer und europäischer Eiche gelagert, werden weltweit nur 3.000 Flaschen des Highland-East-Coast-Whiskys zu einem Preis von 915 Euro verfügbar sein.

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Tasting Notes Brora 35 Jahre:

  • Aussehen: Goldgelb oder polierte Bronze. Leicht ölig.
  • Nase: Anfänglich frisch und belebend, dann wärmender und schwerer. Cremige Wachs- und Vanillenoten, Aromen von Kräutern, Getreide und gerösteter Kokosnuss, überzogen von einer leichten Rauchigkeit. Mit Wasser wird das Wachs noch deutlicher, wobei Honig und Zitronengras die subtileren Vanillearomen unterdrücken.
  • Körper: Leicht und sanft deckend.
  • Gaumen: Viel süßer und rauchiger als man vermuten würde. Andeutungen von Erdbeeren und Zitronenschale, gefolgt von Holz-, Sand- und Meeresnoten. Mit Wasser eine reichereTextur, zudem weniger süß.
  • Abgang: Deckend und sanft trocknend, mit Pfefferminz-Schokolade. Leicht rauchig.

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Serge verkostet: Zwei Dalmore

Dalmore Visitor Center, Foto von Wojsyl, CC-Lizenz
Dalmore Visitor Center, Foto von Wojsyl, CC-Lizenz

Heute sind bei Serge zwei Dalmore im Glas: Einer, ein Offizieller, der 700 Euro kostet (25 Jahre, 42%) – und eine unabhängige Abfüllung aus Deutschland, von der man um das selbe Geld gleich 15 Flaschen kaufen könnte. Ein spannendes Duell, und mit einem spannenden Ergebnis: Der offizielle Dalmore 25 yo (42%, OB, 2013) bekommt satte 90 Punkte – ist also nicht nur schweineteuer, sondern auch saugut. Der Dalmore von Malts of Scotland (Dalmore 2000/2012, 53.4%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 12035, 290 bottles) erhält ebenfalls ansprechende 87 Punkte von Serge. Er sei ebenso gut, bräuchte aber etwas Wasser, sagt Serge in seiner Verkostungsnotiz.

Das wirft nun doch einige Fragen auf: Machen die (subjektiven) drei Punkte Unterschied den Preisunterschied wett? Welchen würde man kaufen? Und welchen, wenn Geld keine Rolle spielte? Was ist mit den Whiskypreisen generell los? Und wie sehr will man sich auf Verkostungsnotizen bei seinen Entscheidungen überhaupt verlassen? Es darf laut nachgedacht werden…

Whisky aus Österreich – eine Bestandsaufnahme

Mit diesem exklusiven Artikel aus der Feder von Erhard Ruthner, einem der profiliertesten Kenner österreichischen Whiskys und Besitzer der Destille.at, wollen wir ein großes lexikalisches Roundup der Whiskydestillerien in Österreich beginnen. Erhard Ruthner wird uns in Folge die Destillerien des Alpenlandes vorstellen – mit ihren Besonderheiten, ihren Produkten und den Geschichten, die hinter den Destillaten stehen…

 

Dass die Herstellung edler Destillate in Österreich eine lange Tradition besitzt, ist wohl unumstritten. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Landwirte und später auch professionelle Brenner damit die Früchte der Natur, die Wurzeln und Zapfen der Alpen und nicht zuletzt das Getreide ihrer Landwirtschaften in haltbare, flüssige Form zu bringen. Trotzdem ist Whisky wohl nicht die allererste Kategorie an Hochprozentigem, die im Allgemeinen mit Österreich als Herkunftsland in Beziehung gebracht wird. Tatsächlich ist es weniger als 20 Jahre her, dass der erste österreichische Produzent begann sich mit Whisky als solchem auseinander zu setzen. Wer einen Passanten nach einer Schätzung fragen würde, wie viele Whiskyproduzenten es wohl in Österreich gibt, ist meist eine Zahl zwischen 1 und 5 zu hören. Tatsächlich sind dem Autor mehr als 50 Betriebe bekannt, die einen fassgelagerten Kornbrand zu ihrem Sortiment zählen.

Die Waldviertler Destillerie J.H. - die erste in Österreich
Die Waldviertler Destillerie J.H. – die erste in Österreich

Österreichischen Whisky zu definieren ist allerdings keine ganz leichte Aufgabe. Seit 1995 ist Österreich Mitglied der EU und somit unterliegt die Definition von fassgelagerten Kornbränden, die man Whisky nennen möchte EU Regulationen. Diese besagen, dass Whisky aus Getreidemalzmaische gewonnen werden muss, die mittels Hefe vergoren wird. Weiters darf die Maische nicht über 94,8 % vol. Alkohol destilliert werden, wobei die geschmacklichen Eigenschaften des Ausgangsmateriales gewahrt bleiben müssen. Der Brand muss anschließend für mindestens 3 Jahre in Holzfässern mit einem Inhalt von 700 Liter, oder weniger gelagert werden. Für den fertigen Whisky ist ein Mindestalkoholgehalt von 40% vol. Vorschrift. (Verordnung (EG) Nr. 1882/2003). Diese Mindestanforderungen gelten für jeden, innerhalb der EU produzierten Whisky, also auch für Scotch Whisky und Irish Whiskey. Diese beiden sind allerdings in ihren Ursprungsländern noch genauer durch Landesgesetze definiert. Der österreichische Lebensmittelkodex besagt neben den erwähnten Bedingungen nur noch, dass Whisky weder gesüßt noch aromatisiert werden darf. Zuckercouleur zur Anpassung der Farbe ist zulässig. (Österreichisches Lebensmittelbuch IV. Auflage, Codexkapitel/B23/Spirituosen, veröffentlicht 4.2.2010).

Das Herzstück der Destillerie in Roggenroith
Das Herzstück der Destillerie in Roggenroith

Damit hört die Gemeinsamkeit von österreichischem Whisky auch schon auf. Wichtige Komponenten, die im Endeffekt Stil und Geschmack des Whiskies ausmachen, sind sehr allgemein definiert. Dadurch bleiben dem Destillateur große Freiheiten innerhalb dieser Gruppe von Spirituosen.

Die Basis von Whisky ist eigentlich eine Art Bier. Aus Getreide wird der Zucker generiert, der zur Vergärung geeignet ist. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass für die Basis von Whisky kein Hopfen zugesetzt wird. Einfach Bier weiterzuverarbeiten ist nicht zulässig, da Bierbrände extra geregelt sind.

Erster wichtiger Inhaltsstoff ist das Getreide. Dabei ist Getreide jeglicher Art, sei es Gerste, Roggen, Weizen, Mais, Dinkel, Hafer, Einkorn, Emmer, etc. zulässig. Rein von dieser Seite her bietet Österreich eine unglaubliche Vielfalt, da alle oben angeführten Getreidesorten, reinsortig, oder gemischt, gemälzt, oder ungemälzt verwendet werden. Manchmal kommen auch Torf, Schilf, oder Stroh für das Trocknen des Malzes zum Einsatz, um eine zusätzliche Geschmacksnuance zu erzielen, wobei meist das bereits fertige Malz mit Rauch behandelt wird.

Der nächste Faktor ist die Vergärung. Hier ist es interessant zu beobachten, wie sich die verschiedenen Hersteller diesem Thema nähern. Österreich hat ja bekanntlich eine lange Brautradition, daher ist man sich der Bedeutung von Hefe während eines Gärprozesses sehr bewusst. Da die Alkoholgewinnung von Getreide aufwendiger ist, als bei Obst, arbeiten einige Brenner hier mit professionellen Brauern zusammen, um ein optimales Ausgangsprodukt zu erhalten. In einigen Fällen kommt sogar die Initiative einen Whisky herzustellen von der Seite der Brauer. Dabei wird mitunter große Sorgfalt darauf verwandt, welche Getreidesorten mittels welcher Hefestränge vergoren werden, so dass die gewünschten Geschmackseffekte erzielt werden können.

In der Destilerie Weidenauer
In der Destilerie Weidenauer

Ohne Destillation kein Whisky. Die Frage der Destillationstechnik ist wohl eine der Komplexesten, da sowohl traditionellen Brennblasen für eine doppeltes Brennen (Raubrand – Feinbrand), als auch Kolonnenbrennereien im Einsatz sind. Dabei ist allerdings festzuhalten, dass die traditionellen Anlagen mit Pot Stills, die in Schottland im Einsatz sind nicht viel gemeinsam haben. Im Allgemeinen sind die heimischen Versionen kleiner und können sehr genau gesteuert werden. Auch die genaueste Trennung des Herzstücks von Vorlauf und Nachlauf ist dem guten Obstbrenner (aus dieser Tradition stammen die meisten Whiskyhersteller in Österreich) ein besonderes Anliegen. Dadurch entstehen sehr saubere Grunddestillate.

Der letzte, aber sehr wichtige Schritt in der Produktion ist die Fasslagerung. Der Gesetzgeber sieht lediglich Holzfässer mit 700l oder weniger Inhalt vor. Damit haben die Produzenten freie Auswahl hinsichtlich der Fassgröße (bis 700l), der Holzart, des Toastings, einer eventuellen Vorbelegung und der Herkunft ihrer Fässer. Hier wird in Österreich auch wirklich sehr viel experimentiert. Obwohl Eichenfässer den überwiegenden Teil ausmachen, versuchen sich einige Hersteller in der Reifung mit anderen Hölzern. Die Fassgrößen variieren oftmals innerhalb eines Betriebs zwischen etwa 50l und 250l. Viele Brenner bleiben gerne bei der Auswahl ihrer Fässer regional, aber auch diverse internationale Typen sind im Einsatz.

 

Rogner_Whisky_von_FesslAuf dem Markt findet man daher viele verschiedene Stile, vom Single Malt, über reinen Roggen-, bis hin zu Haferwhisky oder Bourbon-artige Whiskies mit Mais. So versucht jeder Brenner seinen eigenen Stil zu entwickeln und dabei kommt eine überraschend vielseitige und interessante Whiskylandschaft in Österreich zum Vorschein.

In allen Bundesländern Whisky hergestellt. Der Erste entstand in Niederösterreich, inzwischen kann man eine Konzentration im Waldviertel (inkl. Wachau) feststellen. Ebenso wartet Oberösterreich mit zahlreichen Herstellern auf, Salzburg steht dem kaum nach, die Brennereien sind im Norden dieser Bundesländer. In der Steiermark, Kärnten und im Burgenland befinden sich die Brennereien eher im Süden. In Vorarlberg findet man den Whisky ganz im Westen, Tirol weist eine Verteilung von Ost nach West auf.

Bei dieser Vielfalt wartet eine ganze Menge Whisky darauf von Whiskyliebhabern, aber auch von Neueinsteigern und Interessierten verkostet zu werden.

Nur 50 Flaschen: Glenmorangie 1963

Eine Wiederentdeckung in einem der Lagerhäuser von Glenmorangie gibt jetzt einigen wenigen Käufern die Chance, einen ganz besonderen Whisky genießen zu können: 50 Flaschen des Glenmorangie 1963, der im  Jahr 1987 in Flaschen abgefüllt wurde, sind aufgetaucht und werden in neuer Verpackung auf den Markt gebracht.

Interessant an diesem Whisky ist nicht nur, dass er vor 50 Jahren destilliert wurde, sondern auch die Tatsache, dass es sich dabei um – laut den Angaben der Highland-Destillerie – ersten jemals produzierten Whisky mit Finish handelt. Von 1985 bis 1987, dem Jahr der Veröffentlichung, reifte dieser Whisky in ex Oloroso Sherry Fässern. Damit bietet sich die Möglichkeit, ein Stück Whiskygeschichte in seiner Sammlung zu haben.

Was muss man dafür auslegen? 2600 Dollar. Dafür aber bekommt man nicht nur einen historischen Whisky, sondern auch eine besondere Aufmachung: Jede Flasche ist mit einer Nummer graviert und kommt in einer Metallbox, die an eine Zeitkapsel erinnert und innen mit poliertem Holz ausgelegt ist. Die Label, der Hals und der Verschluss sind aus Silber gefertigt. Zusätzlih bekommt man ein Booklet, handsigniert von Dr. Bill Lumsden, Glenmorangie’s Director of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks.

Und so sieht diese Flasche aus:

GLENMORANGIE 1963

Highland Park Thorfinn: Flasche und Verpackung

Der letzte der Warrior-Serie (und wohl auch der teuerste) ist auf dem vor kurzem veröffentlichten Bild zu sehen: Thorfinn. Von allen Warriors sollte dieser Highland Park den höchsten Anteil an Sherry haben…

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Neu: Auchentoshan American Oak

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Auch die Lowland-Destillerie Auchentoshan kommt heute mit einer neuen Abfüllung auf den Markt: Auchentoshan American Oak. Dieser ausschließlich in first fill ex bourbon american oak casks gelagerte Whisky wird ein Teil der Core Range, also der Standardabfüllungen, neben dem Auchentoshan 12 yo und dem Auchentoshan Three Wood. Bemerkenswert ist, dass auch er ein No Age Statement Whisky ist und man davon ausgehen kann, dass Auchentoshan auch den Bestand an jungen Fässern angreifen muss, um die Nachfrage bedienen zu können.

Eine 360-Grad Ansicht der Flasche und Verpackung gibt es hier auf Youtube zu sehen…

Neu: Arran Limited Edition Millenium Casks

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Ab 28. Oktober kann man vom Arran Webshop eine neue, limitierte Sonderedition beziehen: Die Arran Millenium Casks. 7800 Flaschen dieser Abfüllung gibt es zu kaufen, und das Besondere daran: Genau am 31. 12. 1999 und am 1.1.2000 wurde der Spirit in 35 Bourbon Casks und in 10 Sherry Casks gefüllt. Bis heuer durfte er auf der Insel Arran reifen, bevor er heuer in die durchaus attraktiven Flaschen gefüllt wurde – in Fassstärke (53.5%) und nicht kühlfiltriert oder gefärbt. Das Etikett ziert ein Konterfei des doppelköpfigen Gottes Janus.

Die Flasche wird 65 Pfund kosten – und sich damit in die halbwegs vernünftige Preisgestaltung von Arran einreihen.

Hier noch die originalen Tasting Notes:

Nase: Lebendig, mit Zitronenschale und Gewürzen.

Gaumen: Kandierte Zitrone, Bratäpfel und Früchte aus dem Ziergarten.Etwas Vanille und Zimt geben süße Würze, gemeinsam mit etwas Eiche. Mit einigen Tropfen Wasser mehr Cremigkeit.

Finish:Rein und frisch mit einem Hauch Gewürz. Noten von Mandarinen und Grapefruit, dann etwas Eiche für eine perfekte Balance.

Neu: The Girvan Patent Still Single Grain Whisky

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Girvan-Patent-Still-single-grain-whiskyGrain Whisky ist den Meisten nur als mehr oder minder notwendiger Teil der Blends ein Begriff. Nur wenige hatten die Gelegenheit, einen Single Grain Scotch Whisky zu verkosten. Es war vornehmlich den unabhängigen Abfüllern vorbehalten, den meist sehr lange gereiften Grain Whisky – meist in Fassstärke – abzufüllen.

William Grant & Sons, u.a. Besitzer der Glenfiddich Destillerie, möchte jetzt Single Grain Scotch Whisky auf dem Markt etablieren. Aus ihrer Whiskybrennerei in Girvan in den Lowlands, in der Grain Whisky mittels einer Coffey Still und einer Continuous Still produziert wird, kommen jetzt Single Grain Scotch Whiskys als Destillerie-Abfüllungen. Produziert wurden sie ausschließlich in der Continuous Still, das Grain besteht aus 100% Mais.

Anfang November wird „The Girvan Patent Still 25 Year Old“ veröffentlicht. Diese erste Abfüllung wird ausschließlich in Großbritannien und im Travel Retail erhältlich sein. Der Whisky reifte in First und Second Fill Bourbon Fässern, hinzu kamen einige Sherrywood und Virgin Oak Fässer.

The Girvan Patent Still 25 Year Old wird mit 42 % Vol. abgefüllt, sein Geschmack ist geprägt von Vanille, Toffee, Honig und Noten karamellisierter Frucht. Die UVP wird 250 £ betragen, also ca. stolze 300 €.

Dieser Abfüllung werden noch im März 2014 „The Girvan Patent Still 30 Year Old“ (375 £) und „The Girvan Patent Still #5974“ – 5974 war die Patentnummer des Column Still Verfahrens von Aeneas Coffey – ohne Altersangabe (75 £) folgen.

Serge verkostet: Neue offizielle Tormore

Destillerie Tormore, Foto von Tasma3197, CC-Lizenz
Destillerie Tormore, Foto von Tasma3197, CC-Lizenz

Serge Valentin von Whiskyfun verkostet heute die neuen offiziellen Abfüllungen von Tormore – und eine unabhängige Abfüllung aus der selben Destillerie. Die Speyside-Destillerie ist in der Regel nicht top of mind, wenn man über schottische Destillerien nachdenkt, aber laut Serge (und auch laut einer früheren Verkostung von ihm) können sich die Whiskys von dort durchaus sehen lassen. Auch die heutigen Abfüllungen bewegen sich im trinkbaren Bereich:

  • Tormore 14 yo (43%, OB, batch #A13Q8, 2013): 80 Punkte (sehr klassisches Profil)
  • Tormore 16 yo (48%, OB, batch #81307, 2013): 83 Punkte (mazig und viele Kaffeenoten)
  • Tormore 28 yo 1984/2013 (52.5%, The Nectar of the Daily Drams): 87 Punkte

Highland Park – der letzte Krieger: Thorfinn

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Die letzte Abfüllung aus der Warrior Serie von Highland Park wurde heute enthüllt: Sie nennt sich Thorfinn – und wird durch den Kriegerhelm eines Mannes repräsentiert, der von den Orkneys aus die Geschicke Schottlands beeinflusste. Mehr Details zur Abfüllung selbst, die wie alle anderen Warriors nur im Duty Free erhältlich sein wird, werden dann wahrscheinlich bereits morgen unters Volk gebracht…

Kilchoman mit neuen Abfüllungen auf Tastingtour durch Deutschland

 Alba Import, der deutsche Distributeur von Kilchoman informiert uns über neue Abfüllungen und die anstehende Tastingtour durch Deutschland:

 

Kilchoman Distillery bringt mit der „Vintage 2007“ die erste 6-jährige Abfüllung heraus  und geht in Deutschland ab dem 21. Oktober auf Tasting Tour

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Die Kilchoman „Vintage 2007“ ist die erste 6-jährige Abfüllung der jungen und unabhängigen Islay Farm-Brennerei und somit der älteste Kilchoman Whisky, der bisher in die Flasche kam. Die Abfüllung ist ein Vatting aus 6-jährigen frischen und refill ex Bourbon-Fässern aus dem Jahr 2007. Heute, am 07. Oktober, wird diese auf 10.000 limitierte Abfüllung offiziell vorgestellt.

Anthony Wills, Managing Director und Gründer von Kilchoman Distillery kommentiert: „Dies ist eine aufregende Entwicklung und wir betreten nun einen lang erwarteten Abschnitt in unserer Geschichte. Obwohl wir noch eine relativ junge Brennerei sind, zeigt unsere 6-jährige Vintage Abfüllung einen Reifegrad, der normalerweise mit viel älteren Malt Whiskies in Verbindung gebracht wird. Wir hoffen, dass Kilchoman Liebhaber unsere Begeisterung für die Reifung unseres Malts teilen werden.“

In Deutschland gibt es diese neue Abfüllung erstmals am 12. und 13. Oktober auf der Aquavitae Messe in Mülheim zu probieren, wo Peter Wills, Sales Manager von Kilchoman, zu Gast sein wird.

Während die limitierten Abfüllungen von Kilchoman Distillery nur begrenzt und für kurze Zeit im Fachhandel erhältlich sind, ist hingegen die Grundvariante von Kilchoman, die „Machir Bay“-Abfüllung,  durchgehend verfügbar. Diese zeigt ebenso eindrucksvoll den erreichten Reifegrad des jungen Islay Malts und hat schon etliche Auszeichnungen gewonnen.

Das gesamte Portfolio von Kilchoman  – „Machir Bay“ und die limitierten Varianten „Loch Gorm“, „100 % Islay“ und „Vintage 2007“ – wird ab dem 21. Oktober auf der deutschen Kilchoman Tasting-Tour zu verkosten sein. Für die diesjährige Tour kommt Distillery Manager John MacLellan nach Deutschland und wird in der Woche vom 21.10. bis zum 25.10.2013 Tastings im Fachhandel abhalten.

John MacLellan - Distillery Manager of the year

John MacLellan, zuvor langjähriger Distillery Manager der deutlich größeren Bunnahabhain Distillery auf Islay, wechselte im Frühjahr 2010 als neuer Manager zu Kilchoman, da ihn das  Projekt einer Farm Brennerei begeisterte und er eine große Zukunft für deren Whiskies sah. 2012 vom britischen Whiskymagazine zum „Distiller of the Year“ gekürt, zeichnet John MacLellan bei Kilchoman – neben der Leitung des Tagesgeschäfts – auch für die Fassauswahl verantwortlich.

Exklusiv zur Tasting Tour hat der deutsche Distributeur Alba Import mit Kilchoman Distillery eine Small Batch Abfüllung „for Germany“ aufgelegt. Drei  5-jährige frische Bourbon-Fässer wurden hierfür gemeinsam mit John MacLellan ausgewählt und dann für drei Monate lang im Oloroso-Sherry Fass nachgelagert. Die auf ca. 800 Flaschen limitierte Abfüllung wurde in 59,4% Fassstärke abgefüllt.

 

Diese Rarität wird neben den anderen Qualitäten von Kilchoman auf der Tasting Tour vorgestellt werden. John MacLellan wird dazu mit dem ihm eigenen Witz und Esprit viele Hintergrundinformationen und Geschichten aus der Brennerei liefern.  An den Tasting-Abenden haben Whisky-Liebhaber die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch und Gedankenaustausch.

 

Die Tasting Termine im Fachhandel:

Mo.   21.10. Wein und Whisky Reifferscheid, Bonn-Mehlem, Beginn 19.00 Uhr
Di.     22.10.. Friedrich Bremer Weinhandlung, Göttingen, Beginn 19.30 Uhr
Mi .   23.10.  Whiskyland-Oranienburg,  Oranienburg, Beginn 19.00 Uhr
Do.    24.10. Flickenschild Whisky & Cigars, Itzehoe, Beginn 19.30 Uhr
Fr.     25.10.  Scoma, Jever, Beginn 20.00 Uhr

 

Informationen zu den neuen Abfüllungen

 

Kilchoman  Vintage 2007 – 6 Jahre gereift in frischen und refill ex-bourbon Fässern, abgefüllt in 46% Alkoholstärke, unchillfiltered, natural colour.

Offizielle Tastingnotes:
Nase – rauchige Vanille- und Karamellnoten mit gekochten Früchten, Limone und Zitrone.
Gaumen – butterscotch und sanfte Zitrusfrucht mit einer bleibenden Süße.
Finish – Rauchig und fruchtig

Kilchoman  „Small Batch for Germany“ – 5 Jahre gereift in frischen ex bourbon Barrels, 3 Monate Finish im Oloroso Sherry Fass, abgefüllt in 59,4% Fassstärke, unchillfiltered, natural colour.

Offizielle Tastingnotes:

Farbe – poliertes Kupfer
Nase – gedämpfter Torf, Zitrusfrucht, Mango – im Hintergrund Eiche und Myrthenhonig.
Gaumen – Süße Rauchigkeit, die Fruchtigkeit des Sherry scheint schön durch.
Finish – typisch Kilchoman: Lang und rein mit einem interessanten Touch aus der Sherry/Bourbon-Kombi.

 

Neu: Zwei amerikanische Whisky-Klassiker von Diageo

Von Diageo haben wir folgende Pressemitteilung erhalten:

Ab Oktober dürfen sich Liebhaber amerikanischer Whiskeys freuen, denn Diageo bringt zwei der wichtigsten Vertreter ihrer Gattung auf den deutschen und österreichischen Markt: Bulleit Bourbon und Bulleit Rye.
Bislang waren Bulleit Bourbon und Bulleit Rye nur in den USA erhältlich. Dort zählen sie zu den am schnellsten wachsenden und größten Whiskeys in ihrer Kategorie. Den starken Aufwärtstrend in Deutschland und Österreich verdankt das Segment nicht nur der Premiumisierung, sondern auch dem großen Anteil von Craft und Flavoured Whiskeys, die Whiskyliebhaber begeistern.

 

 

Bulleit Bourbon – Der authentische Kentucky Bourbon

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Im späten 19. Jahrhundert entwickelte der Gaststättenbesitzer Augustus Bulleit seinen Bourbon mit einer ausgeprägten Würze und einem hohen Roggenanteil. Auf seiner Handelsroute von Kentucky nach New Orleans verschwand er mysteriöserweise und ward nie mehr gesehen. Der Whiskey geriet in Vergessenheit, bis schließlich Tom Bulleit 1987 die Bulleit Distilling Company gründete und das 150-jährige Erbe seines Ururgroßvaters wieder aufleben ließ. So wird er noch heute in Kentucky nach dem traditionellen Rezept hergestellt, das dank des hohen Roggenanteil besonders aromatisch, trocken und klar schmeckt: 68% Mais, 28% Roggen und 4% Gerstenmalz sowie kalksteingefiltertes Wasser werden für diesen Whiskey verwendet. Fünf bis sechs Jahre reift der Bourbon in Holzfässern aus amerikanischer Weißeiche. Seine rotbraune Farbe ist das Ergebnis dieses langen Reifeprozesses, der auch wesentlich zum Aroma des Whiskeys beiträgt.

Tasting Notes

Farbe:    Dunkles Bernstein
Nase:    Reichhaltig, Eichentöne und leichter Rauch
Gaumen: Ausgeprägt und würzig, mit Noten von Vanille und Pfeffer
Körper:    Vollmundig und weich
Abgang:    Lang anhaltend und leicht rauchig
Trinkweise: Pur oder in Cocktails

 

 

 

Bulleit Rye – Das Nonplusultra unter den Ryes

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Bulleit Rye wurde 2011 in den USA gelauncht. Jahrelanges Nachfragen der Bartender nach einer Roggenvariante führten schließlich dazu, dass Tom Bulleit zu dieser Kreation inspiriert wurde und den neuen Whiskey in die Bulleit-Range aufnahm. Der American Rye Whiskey basiert auf einer Getreidemischung mit einem Anteil von 95 % Roggen und 5 % Gerstenmalz. Der Whiskey wird in kleinen Chargen destilliert und reift anschließend mindestens vier Jahre in neuen Holzfässern aus amerikanischer Weißeiche. Wie auch beim Bulleit Bourbon ist das kalksteingefilterte Wasser, das aus einem antiken Gletscherbewässerungssystem stammt und nur wenige Meter unter der Destillerie verläuft, für seinen milden Geschmack verantwortlich. Das Wasser hat eine konstante Temperatur von 13,9°C, um sicherzustellen, dass jede Charge des Bulleit Rye exakt gleich schmeckt.

Tasting Notes

Farbe: Topas, heller Bernstein
Nase: Biskuit, sehr würzig mit einem Hauch von Salbei, weißen Trauben und getrockneten Aprikosen
Gaumen: Vollmundig
Abgang:    Lang, seidig und holzig mit einem Hauch Karamell
Trinkweise: Pur oder in Cocktails

Die Qualität beider Whiskeys wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit Goldmedaillen auf der San Francisco World Spirits Competition und der International Review of Spirits Competition des Beverage Testings Instituts. Mit einem Alkoholgehalt von 45% vol werden die amerikanischen Whiskeys in ihrer typischen, an die Gründerzeit erinnernden Flaschen mit dem medizinisch anmutenden Etikett auf den deutschen Markt kommen. Sie erhalten jedoch einen Korkverschluss anstelle des bisher verwendeten Drehverschlusses. Ab November sind sie zu einer UVP von 22,00 Euro für Bulleit Bourbon und 24,50 Euro für Buelleit Rye im ausgewählten Spezialitäten- und im Fachgroßhandel erhältlich.

Der erste mexikanische Whisky kommt auf den Markt

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Liebhaber des schottischen Whiskys werden diese Pressemitteilung mit einer Mischung aus Amusement und Staunen zur Kenntnis nehmen: Mexikanischer Whisky betritt die Weltbühne des Whiskys. Die Best Spirit Company S.A. de C.V. hat von der Regierung alle nötigen Bescheide erhalten, um mexikanischen Whisky in einer 5000qm Fabrik in Aguascalientes zu produzieren. Bis zu 200.000 Steigen mit Flaschen können dort jährlich produziert werden. Und weil das noch nicht genug ist, auch bis zu 1 Million Dosen (!) Whisky mit 355ml. Diese Dose soll weltweit exportiert werden.

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Dieser mexikanische Whisky wird sich Williamson 18 nennen und in Mexiko umgerechnet 8 Dollar kosten. Jose Luis Perez, General Manager der „The Best Spirit company S.A. de C.V.“ bekräftigt, dass der Whisky qualitativ nicht hinter importierten Whiskys zurükstehen wird. Falls uns das irgendwie möglich sein sollte, dann werden wir dieses Versprechen unter Einsatz unseres Gaumens auf den Wahrheitsgehalt prüfen.

Und wer glaubt, wir denken uns diese Meldung einfach aus: Nachzulesen ist sie unter anderem auf heraldonline.com.

Neu: The Peat Monster Tenth Anniversary

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thepeatmonsterCompass Box, der „specialist Scotch whiskymaker“, feiert den zehnjährigen Geburtstag seines meistverkauften Blends „The Peat Monster“. Aus diesem Anlass gibt es die Edition „The Peat Monster Tenth Anniversary„. Sie unterscheidet sich von den vorherigen Monstern nicht nur durch das farbenfrohe Monster auf dem Label. Auch die Zusammensetzung dieses Blends wurde leicht verändert, er ist ein wenig druckvoller und zugleich runder geworden. Weltweit stehen den Kaufinteressenten 5.952 Flaschen zur Verfügung, abgefüllt mit 48,9 Vol. % ohne Kühlfilterung und ungefärbt. Der Preis beträgt £83.00, also rund 100 €.

Offizielle Geschmacksbeschreibung
Intensive Aromen von Torf, Rauch, Meeres-Charakter und verbranntem Seil, mit einer subtilen Apfel-Fruchtigkeit im Hintergrund. Am Gaumen ist er voll, rund und ungeheuer komplex. Wasser bringt einen würzigen sowie einen süßen Vanille-Charakter hervor.