Mittwoch, 25. November 2020, 06:03:41

PR: Julia Nourney – 10 Whisky-Fakten für Einsteiger

Beam 2020 Laphroaig

In Zusammenarbeit mit der Gruppo Campari Deutschland bringen wir heute einen Artikel über 10 Whiskyfakten, die für Whiskyneulinge einen schönen Leitfaden in die Welt der Whisk(e)ys ergeben. Geschrieben hat ihn unsere liebe Freundin und ausgewiesene Whiskyfachfrau Julia Nourney, ihres Zeichens auch Initiatorin des C2C Spirits Cups, die erste Whiskyauszeichnung, die von Konsumenten verliehen wird und die Whiskyexperts aus Überzeugung gerne unterstützt. Wir bei Whiskyexperts sehen uns nicht nur als Medium für Whiskyenthusiasten, sondern wollen auch Einsteigern immer wieder Neues bieten, um Whisky wirklich genießen zu können. In diesem Sinne wünschen wir viel Vergnügen bei der Lektüre:

1.  Whisky oder Whiskey?

Dies ist kein Schreibfehler! Sie können das Herkunftsland des Whisk(e)ys an seiner Schreibweise erkennen: In den USA und Irland schreibt er sich mit zusätzlichem „e“, die meisten anderen Länder – wie auch Schottland – verzichten darauf.

2.  Wer hat’s erfunden?

Seit Jahrhunderten erregt diese Streitfrage die irischen und schottischen Gemüter – bislang ohne eindeutiges Ergebnis. Einzige Indizien: Während die Iren eine Brennlizenz aus dem Jahr 1608 vorweisen können, rühmen sich die Schotten mit einem Dokument von 1494, in dem Whisky erstmals erwähnt wurde. Einer der Pioniere in der Whisky-Branche war William Grant. Er baute 1887 die Glenfiddich Destillerie – in der heute die meistausgezeichneten Single Malts der Welt entstehen.

Glenfiddich_Water

3. Flüssiges Gold weltweit

Whisky ist eine fassgelagerte Spirituose aus Getreide, daher wird das „flüssige Gold“ überall dort produziert, wo Getreide in jeglicher Form angebaut wird. Der Whisky The Balvenie aus dem schottischen Dufftown ist der einzige Single Malt, der noch vollständig auf traditionellem Wege hergestellt wird. Hier kommt die Gerste sogar direkt von den eignen Kornfeldern. Das Land mit der größten Whisky-Produktion – und auch dem größten Konsum – ist, anders als vielleicht erwartet: Indien!

4. Blend, Bourbon, Scotch und Single Malt

Behalten Sie den Überblick über die wichtigsten Begriffe im Whisky-Alphabet! Scotch wird ausschließlich in Schottland hergestellt und reift mindestens drei Jahre in Eichenfässern. Die bekanntesten Sorten sind Blend und Single Malt. Ein Blend ist eine Komposition aus Rohgetreide- und Malz-Whiskys verschiedener Brennereien, während ein Single Malt nur aus einer Destillerie stammt (single) und zu 100 Prozent aus reinem Gerstenmalz hergestellt wird (malt). Der beliebteste und meist ausgezeichnete Single Malt Scotch Whisky der Welt ist der Glenfiddich Whisky. Bourbon hingegen ist amerikanischer Herkunft und besteht hauptsächlich aus Mais und wird in frischen Eichenfässern gelagert.

5. Das gewisse Extra

In Schottland, Irland und den USA darf Whisk(e)y ausschließlich in Eichenfässern reifen. Einige Whiskys lagern nach ihrer regulären Reifung zusätzlich noch in Süßweinfässern oder Fässern anderer Spirituosen, um ihre Komplexität durch weitere Aromen zu steigern. Beispiele hierfür sind der 14-jährige The Balvenie aus einem karibischen Rum-Fass oder der 21-jährige, der im Portweinfass nachgereift ist.

6. Betrunkene Engel

Die Altersangaben auf Whiskyflaschen sind als Mindestangabe der Reifezeit im Fass zu verstehen. Ältere Whiskys sind teurer und exklusiver, da sie länger reifen und außerdem durch Verdunstung während ihrer Lagerzeit an Volumen verlieren.  Dieser Verlust beträgt jährlich bis zu zwei Prozent und wird auch als „Angel’s Share“, also Anteil der Engel bezeichnet.

7. Torf und Rauch

Woher stammt eigentlich der rauchige Geschmack einiger Whiskys? Rund 35 Prozent aller schottischen Whiskys haben dieses Aroma – es entsteht nicht bei der Lagerung in Fässern, sondern durch das Trocknen des Gerstenmalzes über einem Torffeuer. Zu nennen ist hier beispielsweise der Glenfiddich 12 Years Old, seine leicht rauchige Eichennote macht ihn zum beliebtesten Single Malt der Welt.

The Balvenie_Korn

8.  Gewusst, wie!

In einem guten Whisky hat Eis nichts verloren! Kühlt man ihn zu sehr ab, gehen seine feinen Aromen verloren. Statt Eis und der üblichen Whisky-Tumbler, empfehlen Whisky-Kenner den Genuss bei Raumtemperatur, damit sich das Aroma des Whiskys besonders gut entfalten kann, und die Wahl von sogenannten Nosing-Gläsern, die die Aromen durch ihre tulpenartige Form für einen intensiven Geruch bündeln. Das volle Aroma eines erstklassigen Whiskys, wie der The Balvenie DoubleWood 12 Years Old, entfaltet sich mit der Zugabe von ein paar Tropfen Wasser vollends.

9.  Erlebnis auf der Zunge

Ein Whisky hat mindestens 40 % Vol. Alkoholgehalt – ziemlich viel für unsere Geschmacksknospen! Um diese nicht zu überfordern und dennoch alle Aromen zu schmecken, empfiehlt es sich, zur Neutralisierung zwischendurch einen kleinen Schluck Wasser zu trinken.

Glenifddich_Nosingglas+Wasser

10. Genuss Deluxe

Whisky ist ein hervorragender Begleiter zu Vorspeisen, Desserts und Co. und kann so zu ganz neuen Geschmackserlebnissen führen! So harmoniert ein aromatischer Weichkäse mit den leicht nussigen Nuancen des Glen Grant The Major’s Reserve, während das würzige Aroma von Vanille und getrockneter Aprikose des 14-jährigen Glenfiddich Rich Oak den Geschmack einer kräftigen Orangenschokolade zusätzlich intensiviert.

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1 KOMMENTAR

  1. Unser Redakteur Ernie Scheiner hat uns auf eine kleine Unkorrektheit im Artikel hingewiesen: In IRLAND können auch andere Holzarten als Eiche für Fässer verwendet werden (so wie übrigens in der gesamten EU, dort können Brenner also durchaus mit anderen Hölzern – z.B. Maulbeere, Kastanie, Buche etc. – experimentieren…

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