Entschuldigung für den mittelprächtigen Wortwitz, aber das musste einmal sein – zumal auch Serge Valentin seiner Verkostung heute im Englischen einen ebenso kalauernden Titel verliehen hat: „A Jurassic Session“.

Es geht, wie nach der Einleitung unschwer zu erraten, um Abfüllungen der Inseldestillerie Jura, die bei uns immer ein wenig ein Schattendasein fristete, in England aber zum Beispiel noch vor einiger Zeit zu den Top-Sellern unter den Single Malts zählte.

Neun Abfüllungen sind es, die sich Serge heute ins Glas schenkt, und kaum eine davon kommt über 80 Punkte hinaus. Im Gegenteil – einige von ihnen grundeln unter 70 Punkten herum, und man fragt sich, ob das nun tatsächlich auf eine generelle Schwäche der Brennerei zuruckzuführen ist oder eher Serge’s persönlichem Geschmack geschuldet ist – er macht ja auch nie ein Hehl daraus, dass es bei seinen Tasting Notes nie um wissenschaftliche Arbeiten geht, sondern um seine persönliche Einschätzung.

Wie dem auch sei, die Notizen der heutigen Verkostung, deren Teilnehmer wir unten aufführen, sind interessant zu lesen:

  • Jura ‘Destiny’ (44%, OB, +/-2018): 79 Punkte
  • Jura ‘Superstition’ (43%, OB, +/-2017): 81 Punkte
  • Jura ‘Tastival 2017’ (51%, OB, Feis Isle, +/-2017): 72 Punkte
  • Jura 8 yo 2008/2016 (46%, Douglas Laing, Provenance, cask #11088): 84 Punkte
  • Isle of Jura 2006/2016 (59.1%, Malts of Scotland, refill sherry butt, cask #16012, 678 bottles): 71 Punkte
  • Isle of Jura 22 yo ‘One For The Road’ (47%, OB, +/-2017): 65 Punkte
  • Jura 25 yo 1991/2017 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, cask # HL13274, 168 bottles): 77 Punkte
  • Jura 25 yo 1991/2016 (50.2%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask #DL11067, 269 bottles): 50 Punkte
  • Jura 1975/2016 (51.7%, OB, for La Maison du Whisky 60th Anniversary, 784 bottles): 74 Punkte
Die Destillerie Jura. Fotorechte: Gerald Petö