Ardbeg – alleine mit diesem einzigen Wort kann man unter Whiskyfreunden stundenlange Diskussionen auslösen. Kaum eine andere Destillerie ist mit so vielen Emotionen und Meinungen verbunden wie diese im Süden der Insel Islay gelegene Brennerei.

Weitgehend Einigkeit scheint aber bei der neuesten Kreation der Destillerie zu herrschen: Fast in jeder Besprechung findet man, dass der Ardbeg An Oa gut gelungen ist und das Verhältnis zwischen Preis und Leistung stimmt. Auch Angus MacRaild, die Samstagvertretung von Serge, schließt sich den positiven Stimmen an.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis kommt dann bei den alten Ardbeg-Abfüllungen eher aus dem Lot – diese Flaschen kosten jede Menge, und auch, wenn die Wertungen in der Regel astronomisch sind, kauft man sich sozusagen jeden einzelnen Punkt mehr sehr teuer ein. Aber das wird die, die es sich leisten können und wollen, nicht davon abbringen, diesem seltenen Vergnügen nachzujagen – und das ist gut so. 

Hier die Wertungen der Verkostung von heute (mit einem kleinen Laphroaig hinten dran):

  • Ardbeg ‘An Oa’ (46.6%, OB, 2017): 85 Punkte
  • Ardbeg 10 yo 1998/2008 (57.4%, Scotch Malt Whisky Society, #33.69, ‘Smoked fish and black leather’): 86 Punkte
  • Ardbeg 13 yo 1975/1988 (54.2%, Gordon & MacPhail, Special Selection, Intertrade, 543 bottles): 94 Punkte
  • Ardbeg 28 yo 1967/1995 (53.7%, Signatory Vintage, Pale Oloroso butt, cask #575, 548 bottles): 96 Punkte
  • Laphroaig 31 yo 1966/1997 (49.3%, Signatory Vintage, cask #1094, 210 bottles): 95 Punkte
Ardbeg. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen