Unsere Berichterstattung von der Whiskymesse aus Wien wollen wir nicht mit dem Stand eines kommerziellen Ausstellers, sondern mit dem für Wien typischen Angebot eines Clubs beginnen: Wer sich nämlich auf der 6. Wiener Whiskymesse durch alte und seltene Whiskys durchkosten wollte, der kam am Stand des Whisky Club of Austria im 1. Stock nicht vorbei. Hunderte verschiedene Flaschen quer durch alle Regionen und Jahrzehnte standen dem interessierten Besucher zur Verfügung. Highlights aus dem Angebot heraussuchen zu wollen ist schwer: selbst eine Woche Messe hätte nicht ausgereicht, all das zu verkosten, was einem ins Auge stach. Neben Abfüllungen aus den 60ern fanden sich viele Flaschen von Lost Distilleries und nicht mehr erhältliche Originalabfüllungen. Favorit unserer Verkostungen hier war ein 27jähriger Fettercairn aus dem Jahr 1962 (abgefüllt 1987) von Cadenhead – bernsteinfarben, wunderbar rund und weich und komplex.

Zoomen Sie sich einfach einmal durch die Bilder und planen Sie schon mal für die nächste Wiener Whiskymesse in zwei Jahren vor: Alleine dieser Stand mit seinen 450 Flaschen ist es wert, von weit her zu kommen…

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2 KOMMENTARE

  1. Viele Flaschen? Ja
    Alte Abfüllungen? Ja
    Guter Whisky? Teilweise
    Der Versuch einer Resteverwertung ist legitim, aber die meisten der angebotenen Flaschen stammen aus vergangenen Verkostungen und stehen oft jahrelang halbvoll im Regal in der Bar des Arcotel, das macht sich bemerkbar.

  2. Hatten Sie eine schlechte Erfahrung heuer? Ich habe nämlich einiges vom alten Zeugs durchgekostet und da war kein Whisky dabei, der seine Zeit hinter sich gehabt hätte (ok, ich hab mich zumeist an Fassstärken gehalten). Und beim WCoA denke ich mir, dass, selbst wenn da ein „gekippter“ dabei ist (was ja durchaus passieren kann bei 450 Flaschen), dann reicht ein kurzes Wort mit den Mitgliedern dort dass man a) sein Geld dafür zurückbekommt und b) die Flasche aussortiert wird.