Nicht immer ermöglicht eine erteilte Baugenehmigung auch den tatsächlichen Baubeginn für eine Brennerei – oder zumindest nicht zeitnah. Das muss gerade ein Unternehmen in Irland erleben, das ins Whiskeygeschäft einsteigen will.

Wie der Irish Examiner heute berichtet, haben die Behörden die Baugenehmigung für eine neue Destillerie und Brauerei nahe Killarney in Irland erteilt. Das Projekt der Killarney Brewing Company sieht vor, ein ehemaliges Bürogebäude bei Killalee am Ring of Kerry, komplett um- und auszubauen und dort eine Mikrodestillerie sowie eine Brauerei zu errichten.

Man will vor Ort auch Lagerhäuser bauen, zusätzlich ein Besucherzentrum, ein Cafe sowie ein Restaurant, eine Ausstellungsmöglichkeit und einen Parkplatz für Autos und Busse. Bis zu 90 Personen sollen dort Beschäftigung finden – und man plant, bis zu 900 Personen täglich dort begrüßen zu können (die Angabe bezieht sich aber auf die noch etwas fernere Zukunft: das Jahr 2036). Man will 24 Millionen Euro dort investieren – und neben Bier und Gin auch Whiskey produzieren. Über die Kapazität der Destillerie wurden keine Angaben gemacht.

Nun aber zum Haken an der ganzen Sache Die Baugenehmigung wurde zwar erteilt (mit einigen Auflagen: So muss das Restaurant zum Beispiel um Mitternacht geschlossen werden), aber ganz durch ist die ganze Sache noch nicht, denn ein Mitbewerber, die Torc Brewing of Church Close aus Muckross hat Einspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt. Begründung: die Pläne würden der Brangefahr durch brennbare Flüssigkeiten wie Whiskey nicht Rechnung tragen.

Wie es in der Sache weitergeht? Wir werden sie natürlich weiter verfolgen und gegebenenfalls wieder darüber berichten.

Killarney in Irland