Neuer Monat, neue Serie: The Caskhound bringt mit „Best Kept Secrets“ eine neue Abfüllungsreihe auf den Markt, in der nur Bottlings veröffentlicht werden, die den Destillerienamen nicht nennen dürfen. Ganz allein gelassen wird man aber trotzdem nicht – die Region, in der die Destillerie steht, wird auf dem Label genannt. Und manchmal, so The Caskhound, muss man Geheimnisse nicht verraten, sondern verkosten.
Los geht es mit einem 13 Jahre alten Single Malt von Islay, unpeated (was die Destilleriauswahle ohnehin drastisch einschränken sollte) und 13 Jahr lang in einem First Fill Marsala Cask gereift – alle Infos und die Bezugsquellen dazu untenstehend:
| Externer Text | Inhalt verantwortet das Unternehmen |
„BEST KEPT SECRETS“:
Neue Serie, ein unpeated Islay und volle Marsala-Power
13 Jahre, First Fill Marsala Barrique, unpeated Islay – und kein Name auf dem Etikett. Na und? Am Mittwoch, 30. September startet THE CASKHOUND-Mastermind Tilo Schnabel mit einem geheimnisvollen Secret Malt von der legendären Hebrideninsel seine neue Abfüllungsreihe BEST KEPT SECRETS. Mit ordentlich sizilianischer Power setzt das Premiere-Bottling zugleich den Schlusspunkt unter Tilos diesjährigen MARSALA MONTH.
Und der fehlende Name auf dem Label? Kein Problem, sondern Prinzip: Bei BEST KEPT SECRETS bleibt die Quelle im Verborgenen, nur die Herkunftsregion wird genannt. Der Whisky soll und wird für sich selbst sprechen …
Whisky defined by character, not by name
Noch immer kommen viele spannende Fässer auf den Markt, ohne dass unabhängige Abfüller den Namen der Brennerei nennen dürfen. Dann wird umschrieben, angedeutet oder eine fantasievolle Bezeichnung erfunden – schließlich muss das Kind ja einen Namen haben.
Mit BEST KEPT SECRETS dreht Whiskyexperte Tilo Schnabel den Spieß einfach um: Muss man überhaupt wissen, wie die Destillerie heißt? Alter, Fass, Reifung und am Ende der Geschmack erzählen schließlich die interessanteren Geschichten. Genau darum geht es in der neuen Reihe: Single Malts und Blended Malts aus verschiedenen schottischen Regionen, ausgewählt nach ihrem Charakter – nicht nach dem Klang eines bekannten Namens, oder der Erwartung, die man damit verbindet.

Im Glas: Dunkle Frucht, ordentlich Grip und eine salzige Brise
Die erste Abfüllung zeigt gleich, worum es geht. Denn nicht nur große Brennereinamen wecken Erwartungen – auch Herkunftsregionen stecken einen Whisky schnell in eine Schublade. Islay? Rauchig, klar. Oder eben nicht. Unser 13-jähriger Secret Islay ist unpeated und damit ein ziemlich gutes Beispiel dafür, warum es sich lohnt, einen Whisky nach seinem tatsächlichen Charakter zu beurteilen.
Seine komplette Reifezeit verbrachte der Single Malt in einem seltenen First Fill Marsala Barrique. Wie schon Tilos drei Marsala-Abfüllungen zuvor zeigt er, wie weit ein solches Fass den ursprünglichen Brennereicharakter entwickeln kann: satt, ölig und kraftvoll, mit dunkler Frucht, voller Marsala-Süße, Nüssen, Kakao, Würze und ordentlicher Kante. Seine 55,9 % Vol. tragen das Ganze kraftvoll, ohne zu überfordern; darunter bleiben Malz und eine feine maritime Ader präsent.
Wir meinen: Manche Geheimnisse muss man nicht lüften. Man kann sie auch einfach trinken.
Best Kept Secrets #1: Secret Islay 2013

Islay Single Malt Scotch Whisky
13 Jahre alt (Distilled: 07.03.2013 • Bottled: 07.07.2026) • 55,9 % Vol.
Unpeated Release • Matured in a First Fill Marsala Barrique • Outturn 272 Flaschen
Non Chillfiltered • Natural Colour • Natural Cask Strength
UVP: 67,90 Euro / 0,7 l
Nase: Reife Aprikosen und Pflaumen treffen auf Erdbeere und Kirschkompott, dahinter zeigen sich Marzipan, kandierte Orange und ein Hauch Karamell. Das Marsala-Barrique gibt klar die Richtung vor, ohne alles andere zu überdecken. Mit etwas Zeit wird es nussiger, dazu kommen Honig, Vanille und eine feine maritime Frische.
Geschmack: Satt und ölig im Antritt, mit ordentlich Druck bei fast 56 %. Dunkle Trauben, Beeren und Pflaumen stehen zunächst im Vordergrund, begleitet von Rosinen, Trockenfeige, etwas Aprikose und der vollen, weinigen Süße des Marsalas. Nougat und etwas Honig legen nach, bevor sich das Bild langsam dreht. Geröstete Nüsse, Malz und eine feine Salzigkeit kommen durch, gefolgt von Kakao und Orangenschale. Nach hinten zieht sich die Frucht zurück, Ingwer, Zimt, schwarzer Tee und trockenes Holz übernehmen. Die Tannine bauen sich langsam auf und sorgen für schönen Grip.
Abgang: Lang, wärmend und zunehmend trocken. Zuerst klingt die Süße aus, dann meldet sich das Fass: Tannine, Leder, ein Hauch Tabak, schwarzer Pfeffer, dazu dunkle Schokolade, Walnüsse und schwarzer Tee. Ein Rest dunkler Frucht hält sich noch eine Weile, bevor Eichenwürze und eine Spur Salz zurückbleiben.
Tipp: Wer partout keine Geheimnisse mag, darf auch gerne ein bisschen Detektiv spielen: unpeated, von der Königin der Hebriden, eine salzige Brise vom Sound of Islay … den Rest kriegt ihr schon raus.
Unser enigmatischer Inselbursche kommt übrigens wie gewohnt in natürlicher Fassstärke, ohne Kühlfiltration und ohne Farbstoffe ins Glas. Ab dem 30. September 2026 ist er in unserem Onlineshop und bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.
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