Hätten Sie gedacht, dass die momentane Debatte um sexuelle Belästigung auch die Whiskywelt erreichen würde? Nun, sie hat es getan – und zwar mit einem Paukenschlag, wenn auch in gewisser Weise nur indirekt.

Folgendes ist passiert: Gegen den Filmemacher Brett Ratner („Rush Hour“) wurden von nun bereits insgesamt elf Frauen, darunter auch die Schauspielerinnen Olivia Munn und Natasha Henstridge, wegen verschiedenster Arten der sexuellen Belästigung schwere Vorwürfe erhoben, die bis hin zum erzwungenen Oralsex reichen. Ratner streitet die Vorwürfe ab.

Brett Ratner besitzt auch eine eigene Whiskeymarke, den Hilhaven Lodge Whiskey, der von Diageo produziert und vertrieben wird. Dabei handelt es sich um einen Blend von Bourbon, Rye und Tennessee Whiskey, der nach dem Wohnsitz des Filmemachers in Beverly Hills benannt ist (das Anwesen gehörte früher zum Beispiel auch Ingrid Bergman).

Nun hat sich Diageo laut LA Times angesichts der Vorwürfe dazu entschlossen, sehr rasch Konsequenzen zu ziehen und die erst 2016 gestartete Marke wieder einzustellen. Das macht die Geschichte damit zum ersten Fall von vorgeworfener sexueller Belästigung, der auch die Whiskywelt berührt. Und hoffentlich zum letzten.