Der lange andauernde Rechtsstreit zwischen der Scotch Whisky Association und der Waldhornbrennerei Klotz ging heute in die letzte Runde (wir berichteten über diesen Fall mehrmals). Es galt zu klären, ob der Name „Glen Buchenbach“ vom deutschen Hersteller verwendet werden darf oder nicht. Und das Landgericht Hamburg urteile heute, wie ein Gerichtssprecher gegenüber dem Stern bestätigte, „dass mit dem Namensbestandteil «Glen» die besonders geschützte geografische Angabe «Scotch» beeinträchtigt werde“. Die Waldhornbrennerei Klotz darf ihren Whisky also nicht Glen Buchenbach nennen.

Die Scotch Whisky Association zeigt sich in ihrem heutigen Statement selbstverständlich sehr zufrieden mit dem heutigen Urteil:

„Our case against Glen Buchenbach presented clear and compelling evidence to the court that ‚Glen‘ is strongly associated with Scotland and Scotch Whisky, and the only reason to use ‚Glen‘ for a German whisky is because of its undoubted association with Scotch Whisky.“

Übersetzt in etwa: „In unserem Fall gegen Glen Buchenbach sind dem Gericht eindeutige und überzeugende Beweise vorgelegt worden, dass „Glen“ stark mit Schottland und dem Scotch Whisky verbunden ist. Der einzige Grund, „Glen“ für einen deutschen Whisky zu verwenden, liegt in seiner unbestrittenen Verbindung mit Scotch Whisky.“

2 KOMMENTARE

  1. Aus meiner Sicht: Auf der einen Seite ist „Glen“ kein geschätzter Begriff. Auf der anderen Seite, weiß ich nicht, ob man seinen deutschen Whisky mit einem gälischen Begriff benennen muss. Deutscher Whisky sollte für sich stehen, da er sich meiner Meinung nach zwar eine Daseinsberechtigung hat (sonst würde er nicht verkauft), er aber sich nicht mit den Schotten, die 200 Jahre Vorsprung an Erfahrung haben, messen sollte, bzw. messen kann.
    Ich frage mich zudem bei dieser ausführlichen Berichterstattung in allen möglichen Medien, warum es „nur“ die kleine Remstäler Brennerei getroffen hat….
    Was ist mit der anderen deutschen Brennerei, die seit vielen Jahren ihren Whisky unter dem Namen „Glen …“ gefolgt von 3 Buchstaben vertreibt? Will sich die SWA diese Klage für das nächste Jahr aufheben?

  2. Ziel erreicht, Produkt bekannt. So macht man heute Werbung!
    Wenn schon, dann hätten sie den Whisky doch „Allt Fagus“ nennen sollen, das wäre passender und niemand hätte sich beschwert.

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