Nach Interesse seitens Pernod Ricard: Auch Sazerac will einen Deal mit Brown-Forman

Der Aktie von Brown-Forman tat die Nachricht gut: Sie stieg gestern nachmittags um +15%

Nur knapp eine Woche nach den (bestätigten) Gerüchten über ein Kaufinteresse seitens Pernod Ricard an Brown-Forman (bekannteste Marke: Jack Daniel’s) hat nun das Wall Street Journal enthüllt, dass auch Sazerac (Buffalo Trace) in Gespräche mit Brown-Forman über einen möglichen Merger eingetreten ist. Sowohl Reuters als auch der Lexington Herald haben entsprechende Berichte zum Thema veröffentlicht, in denen spekuliert wird, dass auch noch andere Parteien Interesse an dem Unternehmen zeigen.

Sazerac fährt momentan augenscheinlich eine aggressiv/expansive antizyklische Strategie und setzt dabei auf Wachstum in schwierigen Zeiten. Man hat vor kurzem angekündigt, dass man mehr als eine Milliarde Dollar in Erweiterungen der Produktion und der Geschäftsfelder in Kentucky ind Indiana investieren wird. In Tennessee hat man Pläne, einen eigenen Whiskey noch in diesem Jahr abzufüllen (wir berichteten gestern darüber), und in Kentucky hat man im Vormonat die insolvente Garrad County Distilling Company übernommen (auch darüber haben wir berichtet). Dass man sich Wachstum auch mit einem Deal in dieser Größenordnung kaufen könnte, scheint im Zuge dieser Strategie nicht verwunderlich.

Billig wird so ein Deal aber sicher nicht. Robert Moskow, Analyst bei TD Cowen schätzt, dass man angesichts des Wertes der Marke Jack Daniel’s und des Unternehmens einen Aufschlag von 30% bis 35% auf den Aktienkurs zahlen muss, um die vollständige Kontrolle über Brown-Forman zu erhalten.

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