Nach dem gestrigen Ausflug nach Islay zu Laphroaig ist Serge heute mit seiner Verkostung in der Speyside unterwegs – und zwar bei der Destillerie Balvenie. Mit einem breiten Angebot an Originalabfüllungen, unter denen man auch manches Ungewöhliches findet, ist die Destillerie in den Whiskyregalen der Welt meist gut vertreten. Weniger oft findet man den Whisky bei Unabhängigen, oft auch nur als Teaspooned, als technisch gesehen als Blend (1 Fass Balvenie und ein Teelöffel Beigabe). Genau so einen teaspooned Balvenie verkostet heute Serge als dritte Abfüllung.
Zum Whiskysammler wird man zumeist dann, wenn die Begeisterung für das Wasser des Lebens und damit der Kaufdrang den Konsum (der allein durch die Natur der Sache schon eingeschränkt ist) übersteigt. Oder, populärer ausgedrückt, wenn die Augen größer sind als die Leber.
Mit dem Qualitätsbewusstsein und dem Wissen verändert sich im Lauf der Whiskykarriere oft auch das Kauffverhalten: Man wendet sich immer mehr dem Ausgefallenen, dem Seltenen zu. Und schneller als man es sich versieht, ist man zum Sammler geworden, in welchem Maßstab auch immer.
Wir bei Whiskyexperts sind nicht dazu da, über dem Sammeln von Whisky den Stab zu brechen und unsere Meinung dazu zu sagen. Wir sind dazu da, Sie über alle whiskyrelevanten Themen zu informieren, damit Sie sich selbst in Folge ein Bild machen und den Wissensvorsprung für sich nutzen können.
Wer also etwas tiefer in die Materie des Whiskysammelns eindringen will, dem sei eine Serie von Artikeln im amerikanischen Whisky Advocate ans Herz gelegt, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und dabei sachlich und informativ sind. Jeder Artikel nimmt sich eines bestimmten Themas an, und sie sind alle einzeln oder auch gesamt eine gute Lektüre für Interessierte. Hier die entsprechenden Links darauf:
Aus der Whiskyszene in Deutschland ist er nicht wegzudenken: Helmut Knöpfle. Der Markenbotschafter für die Whiskys der Campari Deutschland GmbH hat durch sein Fachwissen und seinen Enthusiasmus viel für den Whisky getan – und wird darum in den Reigen der „Keepers Of The Quaich“ aufgenommen. Wir gratulieren Helmut ganz herzlich zu dieser prestigeträchtigen Auszeichnung!
Hier die Pressemitteilung, die Campari Deutschland dazu ausgesendet hat:
Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk
Helmut Knöpfle wird in den exklusiven Kreis der „Keepers Of The Quaich“ aufgenommen
Oberhaching, April 2018. Mit seinem Enthusiasmus und seiner Leidenschaft überzeugt Helmut Knöpfle bereits seit über 20 Jahren als Botschafter, Referent und Ausbilder einerseits Whiskykenner aber auch Neueinsteiger. Nun wurde der passionierte Markenbotschafter für Whisky und Spezialitäten der Campari Deutschland GmbH mit dem exklusiven Titel „Keepers of the Quaich“ geehrt.
Die exklusivste Auszeichnung der Scotch Whisky Industrie
Mit dem Titel „Keeper Of The Quaich“ erhielt Helmut Knöpfle am 26. März 2018 die höchste Auszeichnung der Branche. Die „Keepers Of The Quaich“ wurden 1988 gegründet, um die Scotch Whisky Industrie weltweit zu repräsentieren und ausgewählte Vertreter der Branche für bemerkenswerte Leistungen zu ehren. Heute zählen rund 2.600 Männer und Frauen aus über 100 Ländern zu den ausgewählten „Keepers Of The Quaich“. Mit der Aufnahme in diese hoch geschätzte Gesellschaft werden regelmäßig Personen geehrt, die mit ihrer Arbeit schottischen Whisky honorieren und fördern. Die Preisträger müssen von bereits bestehenden Mitgliedern zum „Keeper Of The Quaich“ nominiert werden, um in den exklusiven Kreis aufgenommen zu werden.
„Die Auszeichnung zum „Keeper Of The Quaich“ ist für mich ein starker Anreiz und auch eine Verpflichtung, meinen Zuhörern auch weiterhin eine interessante und lehrreiche Zeit während meiner Vorträge zu schenken und mit den Verkostungen auch bei ihnen die Liebe zum Whisky zu entfachen“,
so Helmut Knöpfle nach der Verleihung. Auch Campari freut sich über die Auszeichnung seines Markenbotschafters für Whisky und Spezialitäten.
„Mit seinem unvergleichlichen Einsatz zeigt Helmut Knöpfle seine Leidenschaft für schottischen Whisky. Wir von Campari sind sehr stolz, dass er nun mit dieser exklusiven Ehrung ausgezeichnet wurde“,
erklärt Matthijs Kramer, Geschäftsführer der Campari Deutschland GmbH.
Mit Leidenschaft zum „Keeper Of The Quaich“
Bereits seit über acht Jahren folgt der Markenbotschafter der Campari Deutschland GmbH für Whisky und Spezialitäten seiner Leidenschaft für „hochprozentige Genussmittel“. Dank seiner langjährigen Erfahrung mit Whisky und seinem unvergleichlichen Enthusiasmus ist Helmut Knöpfle ein beliebter und gern empfangener Whiskyexperte in Deutschland und Europa. Doch nicht nur Whiskyliebhaber sind von seinem passionierten Einsatz fasziniert. Auch die Mitglieder des von Helmut Knöpfle gegründeten „Ambassador Club Campari“ bestärken ihn in seinem Handeln.
„Ich bin stolz, dass ich gemeinsam mit anderen Whiskybotschaftern in Deutschland bereits unzählige, einzigartige Verkostungen veranstalten konnte, um so den Geist des schottischen Whiskys zum Leben zu erwecken und mein umfangreiches Wissen zu teilen. Ich freue mich jedes Mal, dass die Begeisterung für Whisky auch bei den Zuhörern zu sehen ist.“
Der 2007 gegründete Verband zählt inzwischen über 100 Mitglieder und ist für Helmut Knöpfle ein Herzensprojekt.
Während der Whisky Fair Rhein Ruhr am letzten Wochenende sprachen wir unter anderem auch mit Jörg Rajewitz und Frank Lubonski vom unabhängigen Abfüller Café Z aus Hattingen Blankenstein. Rajewitz, der auch ein Café und einen Frisiersalon betreibt, bringt gemeinsam mit seinem Partner Frank Lubonski seit einiger Zeit eigene Abfüllungen auf den Markt. Seit kurzem hat man sich dabei auf Einzelfassabfüllungen spezialisiert.
Im Interview erzählt Rajewitz seinen Weg zum Whiskyfan, und Lubonski stellt uns eine der neuen Abfüllungen vor, ein zwanzigjähriger Single Malt aus der Speyside-Destillerie. Das Video dauert knapp über dreieinhalb Minuten, wir wünschen Ihnen viel Vergnügen damit.
„Als ob man einen Medizinschrank ausleckt“ – so hat einmal ein Whiskyfreund den Geschmack der Whiskys aus der Destillerie Laphroaig beschrieben. Die erste der drei Brennereien an der Südküste Islays (dahinter folgen Lagavulin und Ardbeg) ist in der Tat für die besonders medizinisch/jodigen Abfüllungen berühmt, auch wenn man in letzter Zeit auch etwas mehr darauf erpicht ist, auch „einsteigerfreundliche“ Angebote im Portfolio zu haben.
Serge Valentin hat heute vier Abfüllungen aus der Destillerie verkostet, und nachdem es entweder altes Material oder von Unabhängigen ist, wird hier auf die Bedürfnisse des Durchschnitts wenig Rücksicht genommen. Hier zeigt sich Laphroaig mit viel Kraft.
Whisky-Europa, der Deutschland-Importeur für den Prometheus-Whisky der Glasgow Distillery Company, informiert in einer Presseaussendung über das Erscheinen der dritten Abfüllung in dieser Reihe in Deutschland, der über das Unternehmen für Verbraucher und Händler beziehbar ist. Der Single Malt aus einer nicht genannten Destillerie wurde mit über Torffeuer gemälzter Gerste erzeugt und in Sherryfässern gelagert. Zur Pressemitteilung des Importeurs stellen wir auch noch die originalen Tasting Notes der Glasgow Distillery Company:
Prometheus 1988 28 Jahre kommt nach Deutschland
Es begann mit dem 26-jährigen „No-Name Whisky“ 2015, der nun bereits 28 Jahre alt ist. Er kommt aus einer der legendärsten Destillerien Schottlands und Einige konnten das Geheimnis bereits im Tasting lüften. Prometheus Whisky 1988 – 28 Jahre ist jetzt im April 2018 bei uns lieferbar.
Beeindruckend ist, dass wir diesen Single Malt jetzt pur, in Faßstärke kennen lernen dürfen – mit 53% vol. Alk. Wie bereits bekannt, wurde er in spanischen Sherry Fässern gelagert. Die Box aus Holz kleidet ihn würdig. Die 888 abgefüllten Flaschen wurden einzeln nummeriert. Der UVP liegt in UK bei 699,- GBP (hier in der EU bei ca. 801,- €).
Tasting Notes:
The sophisticated complexity of a legendary Speyside single malt whisky, matured in sherry casks and fired by the smoky power of peat.
Nose: Dried citrus fruits with fresh orange zest, red apple and pear. Hints of clove and marzipan, leading to sweet aniseed against a backdrop of biscuit caramel, toffee and warming spice.
Palate: Silky round mouthfeel with a hint of sweet malt, raisins and robust walnuts. Powerful savoury oak complements delicate dark fruits and caramelised plums.
Finish: Long, dry, wonderfully balanced delicate finish with hints of smoke and orange spice.
Die Walsh Whiskey Distillery in Irland berichtet über einen beachtlichen Erfolg ihrer Marke The Irishman Single Malt bei der diesjährigen London Spirits Competition. Gleich vier Preise konnte man einheimsen, darunter auch den prestigeträchtigen „Spirit of the Year“-Award, der der besten Abfüllung aus insgesamt 470 Einreichungen zusteht.
Insgesamt konnte man folgende Preise gewinnen:
Best Spirit of the Year: The Irishman – Single Malt
Best Whiskey of the Year: The Irishman – Single Malt
Best in Show from Ireland: The Irishman – Single Malt
Gold Medal Award: The Irishman – Single Malt
Die Pressemitteilung in Originalsprache samt den Tasting Notes für The Irishman Single Malt wollen wir Ihnen natürlich ebenfalls nicht vorenthalten:
The Irishman Single Malt Wins 4 Awards Including Both Spirit & Whiskey of the Year at The London Spirits Competition
Royal Oak, Ireland: Walsh Whiskey Distillery is very proud of the achievements of The Irishman – Single Malt in winning no less than four awards at the 2018 London Spirits Competition, including the overall ‘Spirit of the Year’ award from over 470 entries. The triple-distilled, small batch, malt whiskey, also won ‘Whiskey of the Year’ beating several Scottish malts in the process.
In addition to a Gold Medal award, The Irishman – Single Malt also took ‘Best in Show from Ireland’. The London Spirits Competition judges spirits on three criteria: drinkability, value and appearance (to include packaging).
Commenting on the awards, Walsh Whiskey Distillery Managing Director, Bernard Walsh, said:
“We are naturally delighted as the London Spirits Competition is among the most prestigious and hotly contested awards programmes. The proposition behind all our whiskeys is to offer very high quality whiskeys at an affordable price. The Irishman – Single Malt is truly a rare breed, being a triple-distilled, Irish, single malt. As the judges have already discovered, it won’t disappoint.”
The Irishman range also includes: The Irishman – Founder’s Reserve, The Irishman – 12 Year Old Single Malt, The Irishman – 17 Year Old Single Cask Single Malt and annual Cask Strength finishes.
Tasting Notes:
The Irishman – Single Malt is triple-distilled and aged in Oak Bourbon and Oloroso Sherry Casks to give exceptional flavour and complexity. Each batch is limited to a maximum of 6,000 bottles.
Nose: Ripe and fruity with luscious peach, dried apricot, and tropical fruits. Hints of orange blossom and vanilla fudge.
Palate: Vanilla sweetness, granola, toasted almonds and honey, a little oak, digestive biscuits, apricots, and a hint of coca.
Finish: Long lingering finish with a light maltiness and sweet oak. Not so much a finish, more of an encore.
Ein knapp siebenminütiger Beitrag auf ZDF, der auch als Video online abrufbar ist, beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Geld in Sachwerte zu investieren – und der Frage, ob so etwas generell Sinn macht. Aufgehängt ist das Ganze – wie sollte es zur Zeit auch anders sein – am Whisky. Ein Filmbeitrag am Anfang besucht die Whiskybotschaft in Kerken, die sich neben dem Verkauf regulärer Abfüllungen auch auf ausgesuchte Whiskys als Geldanlage spezialisiert hat. Besitzer Tim Tünnermann führt den Reporter durch das Thema und stellt einige Whiskys näher vor: so zum Beispiel einen Dalmore Constellation 1979, der momentan um 17.000 Euro gehandelt wird, einen alten White Horse oder den Highland Park Loki.
Im Anschluss diskutieren die Moderatorin und ZDF-Wirtschaftsredakteur Reinhard Schlieker, ob Investment in Sachwerte wie Whisky oder Autos wirklich sinnvoll ist und beleuchten das Thema von mehreren Seiten. Der heute erschienene und noch ein Jahr lang online abrufbare Beitrag ist kurzweilig und informativ aufgemacht – viel Vergnügen dabei!
Im Rahmen unseres Besuches auf der Whisky Fair Rhein Ruhr am vergangenen Wochenende (einen Bildbericht dazu können Sie hier finden), haben wir auch einige Gespräche mit Ausstellern geführt und versucht, Neues und Interessantes für Sie im Video festzuhalten.
Unser Video von heute zeigt ein Gespräch mit Björn Bertram, Mackmyra Deutschland, der zwei neue Abfüllungen auf die Messe mitbrachte. Er erzählt uns über die Besonderheiten des Mackmyra Gruvguld, der eine Komposition aus verschiedenen unterschiedlich vorbelegten Kleinfässern ist, und eine neue Abfüllung in der Moments-Serie, den Mackmyra Moment Fjällmark, der in Fässern lagerte, die zuvor mit Moltebeerenwein gefüllt waren.
Viel Vergnügen bei dem kurzen, knapp zweieinhalb Minuten dauernden Video, das wir am Sonntag in Düsseldorf aufgenommen haben.
Es ist sicherlich kein großes Geheimnis, dass die Whiskys der Brennerei Clynelish zu den Favoriten von Serge Valentin gehören. Und so wundert es auch nicht, dass heute mal wieder eine kleine Clynelish-Session gibt. Denn auch viele unabhängige Abfüller wählen für ihre Bottlings gerne Fässer dieser Destillerie in den Highlands. So finden wir in der heutigen Verkostung auf Whiskyfun ausschließlich Einzelfass-Abfüllungen. Und am Schluss der Verkostung gesellt sich noch eine weitere Abfüllung hinzu, aus dem geplanten Trio wird ein Quartett.
Wie gewohnt fassen wir die Kandidaten der heutigen Verkostung kurz zusammen:
Clynelish 19 yo 1996/2017 (49.1%, Adelphi, cask #11446, 174 bottles) 90 Punkte
Clynelish 18 yo 1997/2015 (55.1%, Acorn, Japan, cask #4048) 90 Punkte
Clynelish 1997/2017 (57%, Càrn Mor, Celebration of the Cask, sherry puncheon, cask #9441, 581 bottles) 78 Punkte
Clynelish 16 yo 1997/2014 (49.4%, Brachadair) 87 Punkte
Nach einem Ausflug in generelle Gefilde widmet sich das neueste Video von Ralfy wieder einem Whisky, und zwar diesmal einem Blend, dem Highland Black 8yo. Wenn Sie diesen Whisky bei uns noch nicht gesehen haben, dann liegt das am Umstand, dass er ein produkt für den englischen Aldi-Supermarkt ist – und dass wir trotzdem darüber berichten daran, dass er bei Wettbewerben wie dem IWSC Goldmedaillen einheimsen konnte.
Wie kann der achtjährige Blend aber bei Ralfy und seinem Gaumen abschneiden? Ist billig und jung wirklich ein Garant für einen Reinfall? Nein, meint Ralfy, und bewertet den Blend mit erstaunlichen 88 Punkten. Warum und wieso, das können Sie dem obenstehenden Youtube-Video entnehmen, das diesmal knapp 15 Minuten lang ist.
Westlich von Skye und unterhalb der Insel Harris liegen zwei weitere Hebriden-Inseln: North Uist und South Uist. Und auf North Uist könnte schon bald eine weitere schottischen Destillerie entstehen: Die Brennerei der am 15. März 2017 gegründeten North Uist Distillery Limited.
Der Bauantrag ist bereits am 1. Februar genehmigt worden, wurde aber bislang noch nirgendwo kolportiert. Er lautet auf: Erect distillery building, visitor centre and shop; construct means of access, parking and manoeuvring areas; install foul waste disposal facilities and surface water soakaway; and install fresh water supply pipe from nearby fresh water loch.
Es soll also eine Destillerie, ein Besucherzentrum und ein Shop entstehen. Zwei Stills für Whisky sollen installiert werden, eine weitere für Gin. Für den Übergang bis zur Fertigstellung wird ein bestehendes Gebäude in der Nähe als Provisorium genutzt werden, diese Zwischennutzung ist in der Genehmigung bis März 2023 begrenzt – die Destillerie soll aber bereits früher ihre Produktion aufnehmen.
Mangels einer Planzeichnung illustrieren wir diese Meldung, die wir wie meistens bei Infos über Baugenehmigungen unserer zuverlässigen und ungenannt bleiben wollenden Quelle verdanken, mit einem Bild des Loch Langais auf North Uist. Ein Video von dort können Sie auch hier finden.
Im Laufe des Jahres wird sich die schwedische Box Distillery in High Coast Distillery umbenennen – um der möglichen Verwechslungsgefahr mit Produkten des Blenders Compass Box aus dem Weg zu gehen. Diese Namensumstellung wird Ende Juni geschehen und ist eine Reaktion auf einen Hinweis von Compass Box, wo man über die möglichen Probleme durch die ähnlichen Namen wenig erfreut war und eine Änderung anregte.
Auch wenn es natürlich für eine bestehende Brennerei (die Box Destilleri gibt es nun bereits seit 2010) nicht einfach ist, mit einem neuen Namen aufzutreten und viel des bislang in den Markenaufbau investierten Geldes damit in den Wind zu schreiben ist, kann die freiwillige Umbenennung dennoch von Vorteil sein – entgeht man so doch höchstwahrscheinlich langwierigen und vermutlich extrem kostspieligen gerichtlichen Streitigkeiten.
Laut The Spirits Business wird dann nicht nur die Destillerie, sondern natürlich auch die Marke neu benannt: High Coast Whisky. Auch ein neues Logo gibt es bereits:
Wer die Brennereiszene auf Islay schon länger verfolgt, der weiß, dass mit der baldigen Eröffnung der Ardnahoe Distillery noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein muss. Gartbreck, auch wenn nach wie vor sehr unsicher, könnte eventuell noch entstehen, und das seit langem als Gerücht kolportierte Projekt der Farkin Distillery nahe Port Ellen, das dem Besitzer der Whiskyexchange, Sukhinder Singh, zugeschrieben wird, geistert immer noch herum.
Es scheint nun aber etwas mehr als ein Gerücht zu sein. Denn wie wir aus gewöhnlich bestinformierten Kreisen erfahren konnten, gibt es seit kurzem die Vorstufe eines Bauantrags dafür, nämlich ein „Proposal of Application Notice for proposed distillery – Land South And East Of Farkin Cottage Port Ellen Isle Of Islay Argyll And Bute“, also eine Voranfrage dazu. Und auch die entsprechende Gesellschaft, die in East Glencraigs Cottage Glencraigs, West Road, Campbeltown, Argyll, Scotland, PA28 6NS registrierte Farkin Distillery Limited gibt es nun laut beta.companieshouse.gov.uk seit nunmehr knapp zwei Jahren. Die Planung wird wohl Blyth and Blyth übernehmen, Bauherr scheint die „Speciality Drinks Limited“ (Elements of Islay) zu werden. Es sieht also so aus, als würden die Dinge ins Rollen kommen.
Das in die Planung eingereichte Land liegt beiderseits der Straße nach Ardbeg, knapp 200m hinter der Primary School und umfasst 17,59 Hektar.
Wir sind gespannt, wie und wie schnell es mit der möglichen Farkin Distillery weitergeht und werden Sie natürlich weiter aktuell informieren.