Wieder ist es Sonntag geworden, und damit Zeit für unser wöchentliches Video über die Schönheit Schottlands. Wie üblich bringen wir Ihnen hier ein brandneues Drohnenvideo, diesmal von Luke Whatley-Bigg. Er betitelt es „Stunning Scotland“, und es zeigt in fünf Minuten Aufnahmen von schottischen Landschaften und Sehenswürdigkeiten, beeindruckend und mächtig wie das Land.
Fünf Minuten Schottland pur in 4k, möglichst als Vollbild zu betrachten, mit denen wir Ihnen einen schönen Sonntag wünschen und erholsame Stunden!
Schluck für Schluck unwiderbringlich verlorene Geschichte – so könnte man das heutige Tasting, das Angus MacRaild auf Whiskyfun in Vertretung von Serge Valentin vornimmt, überschreiben. Denn alles, was von Lost Distilleries getrunken wird, vermindert den vorhandenen Bestand endgültig. Destillerien wie Littlemill, bei der dem Vernehmen nach noch ordentlich Bestand da ist, gibt es ja noch immer wieder als neue Abfüllungen, aber wann kam der letzte Millburn auf den Markt? Oder der letzte North Port?
Angus MacRaild hat acht Abfüllungen aus Lost Distilleries gekostet, beschrieben und bewertet – hier ist die Liste zur Verkostung:
Lochside 31 yo 1962/1994 (56.7%, Cadenhead Authentic Collection): 87 Punkte
St Magdalene 21 yo 1982/2003. (56.5%, Hart Brothers): 89 Punkte
Rosebank 12 yo 1980/1992 (60.1%, Kingsbury, sherry butt, cask #2467) : 93 Punkte
Millburn 11 yo 1983/1995 (58.4%, Cadenhead Authentic Collection, Sherry): 74 Punkte
North Port 1980/1996 (57.3%, Scotch Malt Whisky Society, #74.3): 87 Punkte
Dallas Dhu 18 yo 1977/1996 (58.5%, Cadenhead Authentic Collection): 90 Punkte
Pittyvaich-Glenlivet 16 yo 1977/1994 (60%, Cadenhead Authentic Collection): 89 Punkte
Port Ellen 35 yo 1978/2014 (56.5%, OB Special Releases, 14th Release, 2964 bottles): 92 Punkte
Zur Illustration haben wir uns diesmal eine Aufnahme von Rosebank ausgesucht – jener Lowland-Destillerie, die ja neu belebt werden soll…
Rosebank Destillerie, Foto von Caper13, GNU-Lizenz
2018 wird für Schottlands Destillerienszene ein interessantes Jahr: Nicht nur, dass Brennereien wie zum Beispiel Kingsbarns heuer ihren ersten Whisky abfüllen können oder könnten, werden auch viele neu in Betrieb gehen und zu produzieren beginnen oder in Bau gehen. Auf The Whiskey Reviewer hat man nun sechs davon aufgelistet und etwas näher beschrieben. Die sechs Destillerien sind:
Ardnahoe
Borders
Crabbie’s Distillery
Douglas Laing
Hollyrood
Reivers
Auch wenn der Artikel nicht sehr in die Tiefe geht, gibt er doch einen schnellen Überblick über die wichtigsten Dinge, die sich 2018 rund um Schottlands Brennereien ereignen werden. Wer sich in die Materie weiter vertiefen will, dem sei der Beitrag in scotchwhisky.com ans Herz gelegt, der Anfang des Jahres erschien und mehr Hintergrundinformationen zu insgesamt 10 Brennereien liefert, die 2018 in Betrieb gehen.
Frisch von Diageo haben wir eine Liste der Special Releases 2018 erhalten – noch ohne Bilder und mit dem vagen Erscheinungsdatum Herbst 2018, aber wie immer sollen Sie unter den Ersten sein, die whiskybezogene Neuigkeiten erfahren.
Hier also die Liste:
CARSEBRIDGE 48 year old
ABV 43.2% Region: Lowlands Cask: Refill American Oak Hogsheads No. of bottles: 1,000
CAOL ILA UNPEATED 15 year old
ABV 59.1% Region: Islay Cask: Refill & Rejuvenated American Oak Hogsheads and Ex-Bodega European Oak Butts Limited quantities worldwide
CAOL ILA 35 year old
ABV 58.1% Region: Islay Cask: Refill American Oak Hogsheads & Refill European Oak Butts No of bottles: 3,276
INCHGOWER 27 year old
ABV 55.3% Region: Speyside Cask: Refill American Oak Hogsheads No of bottles: 8,544
LAGAVULIN 12 year old
ABV 57.8% Region: Islay Cask: Refill American Oak Hogsheads Limited quantities available worldwide
OBAN 21 year old
ABV 57.9% Region: Highlands Cask: Refill European Oak Butts Limited availability worldwide
PITTYVAICH 28 year old
ABV 52.1% Region: Speyside Cask: Refill American Oak Hogsheads No of bottles: 4,680
THE SINGLETON OF GLEN ORD 14 year old
ABV 57.6% Region: Highlands Cask: Refill American Oak Hogsheads and Ex-Bodega European Oak butts followed by a unique maturation and marrying process Limited quantities available worldwide
TALISKER 8 year old
ABV 59.4% Region: Island Cask: First fill Ex-Bourbon American Oak Hogsheads Limited availability worldwide
Die Nummer 10 wird übrigens zu einem späteren Zeitpunkt noch bekannt gegeben. Und falls es jemandem nicht aufgefallen ist:
For the first time since the collection’s launch in 2001, Port Ellen and Brora will not be included in the range. Port Ellen and Brora are among the rarest Single Malt Whiskies still being released and will continue to be available for purchase as annual bottlings outside of the collection. This move follows the news of the reopening of the Port Ellen & Brora distilleries
Und die dazugehörige englische Pressemitteilöung wollen wir Ihnen auch nicht vorenthalten:
Diageo Introduces the Impeccably Crafted 2018 Special Releases Collection
Ten remarkable Scotch Whiskies will be released in limited quantities this autumn, as part of Diageo’s annual Special Releases collection. Eagerly anticipated worldwide by whisky enthusiasts, the limited edition natural cask strength bottlings are meticulously selected each year by the masterful blending team, to form a rare and sought after collection.
Attentively crafted and beautifully packaged, the collection encompasses some of the rarest and oldest whiskies from classic, lesser known and often closed distilleries. Each whisky within the range offers complex flavours of the highest quality, representing a fragment of Scotch Whisky history.
Donald Colville, Diageo’s Global Malts Ambassador, said:
“The Special Releases launch is a highlight in our whisky calendar year. It’s a collection that allows both knowledgeable whisky fans and those new to Scotch to hunt out truly unique limited editions. The range delivers memorable taste experiences unlike any other and the exceptional variety and quality of whiskies in this year’s collection will not disappoint.”
The final tenth bottling will be revealed later on in the year, kept as a surprise for the fans and enthusiasts of the collection. Each whisky in the 2018 Special Releases range is a limited edition, rare bottling. These whiskies have been crafted to be cherished and enjoyed responsibly.
Zwei neue Abfüllungen von Kilchoman sind auf dem Weg zu deutschen Whiskyfreunden – beides Neuauflagen schon bereits veröffentlichter Abfüllungen.
Der Kilchoman Loch Gorm 2018 ist die neueste Ausgabe des rauchigen Islay-Malts der Destillerie, komplett gereift in ex-Sherryfässern. Seit 2012 gibt es ihn, und wer die Serie seit damals verfolgt hat weiß, dass die jährlichen Abfüllungen etwas unterschiedlich schmecken können. Die Ausgabe 2018 stammt aus 19 ex-Oloroso sherry butts aus den Jahren 2007, 2008 und 2011 – darunter auch einige der ältesten bei Kilchoman noch lagernden ex-Sherryfässer. Die Auflage der mit 46% vol. Alk. abgefüllten Ausgabe ist mit 15.500 Flaschen größer als im letzten Jahr.
Etwas länger ist es bereits her, dass der Kilchoman Port Cask Matured auf den Markt kam, nämlich im Jahr 2014. Nun ist es wieder soweit, man hat für die zweite Ausgabe des Whiskys 30 30 ex-Ruby Port hogheads aus dem Jahr 2014 abgefüllt, wiederum also recht jung. Mit 50% vol. Alk. abgefüllt, ergab das 10.000 Flaschen.
Zehn Tage müssen wir uns noch gedulden, denn am 23. April sollen beide Abfüllungen an die Händler ausgeliefert werden. Preise konnten wir für die Bottlings noch keine in Erfahrung bringen.
Gerade bei den rauchigen Whiskys gibt es jede Menge Abfüllungen, die nicht mit dem Destillerienamen werben, sondern als eigene Marke geführt werden, vor allem von unabhängigen Abfüllern.
Sicher eine der bekanntesten davon ist Smokehead von Ian Macleod Distillers, die auch als Besitzer der Brennereien Tamdhu und Glengoyne bekannt sind. Das charakteristische Totenkopfdesign hat viel zur Bekanntheit der Marke beigetragen, wie auch das hinter vorgehaltener Hand gemunkelte Gerücht, es handle sich dabei eigentlich um einen sechsjährigen Malt der östlichsten Südküstenbrennerei auf Islay.
Nun haben Ian Macleod Distillers eine neue Verpackung für den Smokehead vorgestellt – und eine neue permanente Erweiterung der Range: Smokehead High Voltage, eine hochprozentige Version (58% vol. Alk. statt 43% vol. Alk) des „regulären“ Smokehead. Natürlich ist der Whisky ungefärbt und nicht kühlfiltriert.
Beide Abfüllungen sind auch in unseren Landen schon in freier Wildbahn gesehen worden.
Indien ist ein faszinierender Markt für Whisky. Wenn man bedenkt, dass dort 1 Milliarde Menschen leben und jedes Jahr so viele Menschen 18 werden wie Deutschland Einwohner hat, kann man sich ausmalen, welches Potential dort steckt. Und dass wir uns für jeden Tropfen, der den Markt dort in unserer Richtung verlässt, dankbar sein dürfen. Man exportiert dort nicht, weil man Märkte sucht – die hat man daheim. Man tut es eigentlich für das Image im eigenen Land.
Indischer Whisky zerfällt in zwei Kategorien: Der meist aus Zuckerrohr hergestellte, aromatisierte Alkohol und der nach den klassischen Verfahren gebrannte Whisky. AUs der zweiten Kategorie stammen die Abfüllungen, die Serge heute verkostet hat – mit mittleren bis sehr hohen Wertungen.
Rampur ‘Select’ ‘(43%, OB, India, 2017): 80 Punkte
Amrut ‘Double Cask’ (46%, OB, India, cask #3451+3802, 2016): 90 Punkte
Paul John ‘Peated Select Cask’ (55.5%, OB, India, +/-2016): 79 Punkte
Paul John ‚Edited‘ (46%, OB, India, +/-2016): 82 Punkte
Paul John ‘Classic Select Cask’ (55.2%, OB, India, +/-2016): 84 Punkte
Amrut 2009/2016 (60%, OB, for Hot Malt, virgin oak, cask #958, 102 bottles): 80 Punkte
Amrut 2011/2016 (56.5%, OB, for Hot Malt, PX sherry, cask #4122, 624 bottles): 72 Punkte
Illustrieren wollen wir das Tasting heute mit einem Bild der Destillerie Amrut, das wir bei unserem Besuch im Januar gemacht haben. Den Bericht mit neun Videos dazu können Sie hier nachlesen.
Mal Lust auf torfigen Whisky und gleichzeitig eine neue Erfahrung? Nicht nur die Schotten machen die Rauchbomben, auch anderswo in der Welt werden sie mit viel Liebe und Sachverstand hergestellt. Dass man sie auch in unseren Landen brennt, ist ohnehin kein Geheimnis mehr, aber wie wäre es mit etwas Exotischerem?
Das Forbes-Magazin hat in seiner Online-Ausgabe fünf dieser exotischen Torf-Whiskys vorgestellt – und wenn auch nicht alle davon etwas für den schmaleren Geldbeutel sind oder gleich ums Eck erhältlich, finden wir es eine gute Auswahl für den Anfang (die man ja nach Lust und Laune und Belieben ergänzen kann).
Hier die Ursprungsländer der fünf vorgestellten Whiskys:
Wenn Sie heute am Abend einmal kurz für 45 Minuten nach Schottland reisen wollen, genauer gesagt nach Edinburgh und dann weiter nach Norden, können wir Ihnen eine Sendung auf hr empfehlen: Edinburgh und die Highlands, ausgestrahlt heute um 20:15, ist ein Film von Tanja Höschele und bringt Sie von der schottischen Hauptstadt zu den Highland Games nach Braemar und weiter nach Loch Ness.
Hier ein Ausschnitt der Beschreibung von der Homepage des Senders:
Schottland fasziniert bei jedem Wetter. Also: regenfeste Kleidung eingepackt, und los geht es. In der Hauptstadt, in Edinburgh, hat Joanne K. Rowling „Harry Potter“ geschrieben, hier gibt es dunkle, schmale Gassen und unterirdische Gänge, durch die man bei Geistertouren hindurchgeführt wird. Und hier hört man an manchen Tagen an jeder Ecke einen Dudelsackspieler. Die eindringlichen Töne der schottischen Musik im Ohr, geht es weiter, mitten hinein in die Highlands und zu einer ganz besonderen Art von Sportveranstaltung: den Highland Games.
Die in HD ausgestrahlte Sendung wird auch noch zwei Mal wiederholt – alle drei Termine finden Sie hier:
Uhr
Uhr
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Und wir machen Ihnen schon mal Lust auf die Sendung mit ein paar Bildern aus Edinburgh und den Highlands:
Die US-amerikanische Buffalo TraceDistillery aus Kentucky lässt uns wissen, dass man dort einen historischen Meilenstein zu feiern hat: Das sieben millionste Fass wurde befüllt und ins Lagerhaus gebracht. Ganz ohne Zeremonie kann man so ein Jubiläum natürlich nicht geschehen lassen, und auch nicht ohne die dazu passende Pressemitteilung. Der Herkunft geschuldet ist sie englisch gehalten – und da wir nicht annehmen, dass man eine deutsche Fassung erstellen wird, bringen wir sie für Sie so wie sie ist – und das Bild vom Jubiläumsevent natürlich auch:
BUFFALO TRACE DISTILLERY ROLLS OUT 7 MILLIONTH BARREL
Warehouse dedication held for Warehouse AA on the Distillery’s farm
FRANKFORT, Franklin County, Ky (April 12, 2018) – Marking a significant milestone of growth, Buffalo Trace Distillery rolled out its seven millionth barrel produced since Prohibition on Wednesday and held an official dedication for the first warehouse built on its farm. Tour guide and third-generation employee Freddie Johnson had the honor of carrying on his father’s legacy, and rolled the seven millionth barrel into Warehouse V with a little help from his grandson. Johnson’s late father Jimmy Johnson, a former warehouse supervisor, had notably rolled out each millionth barrel produced at Buffalo Trace since Prohibition.
The seven millionth barrel was rolled into Warehouse V, the world’s smallest bonded warehouse, which was constructed specifically to house each millionth barrel produced at the Distillery following Prohibition. Up until Wednesday, Warehouse V held the six millionth barrel, which Jimmy Johnson had rolled out at age 92 on May 14, 2008.
A private audience made up mostly of employees witnessed the historic milestone, and Distillery President and CEO Mark Brown spoke briefly.
That same day, the Distillery also officially dedicated the first warehouse, Warehouse AA, built on its farm. Warehouse AA is the first of 30 new warehouses to be built on the Distillery’s farm over the next 10 years, each of which will hold 68,800 barrels. This major expansion of warehouse capacity marks another milestone of growth at the National Historic Landmark Distillery and is part of the first large scale structural expansion at the Distillery’s campus since the 1950s.
The Distillery is moving right along with plans to build a new warehouse on the farm every four months. Warehouse AA is now complete and nearly full with barrels, construction of Warehouse BB is already nearly complete, the foundation for Warehouse CC has been poured and the first ricks are taking shape, and the ground has been prepared for Warehouse DD.
It took nearly 10 years for Buffalo Trace to replace its six millionth barrel with its seven millionth barrel, but the Distillery team is anticipating a much shorter turnaround for the eight millionth barrel as the Distillery is able to expand bourbon production and roll more and more barrels into the warehouses on the farm.
The Distillery plans to bottle the bourbon from the six millionth barrel this summer and offer 375ml bottles of the bourbon to charities for fundraising efforts. Information about how to apply for a bottle will be announced at that time.
Von Lydia Frontczak haben wir schon einige Male wunderbare Bilder aus Schottland erhalten und mit Ihnen geteilt – und auch heute können wir Sie mit ganz akutuellen Aufnahmen versorgen.
Die nachfolgenden Bilder sind vorgestern auf Islay entstanden bei einem Besuch von Bruichladdich. Lydia Frontczak schreibt:
Liebes Team von Whiskyexperts,
Wir sind gerade auf Islay und möchten alle daran teilhaben lassen. Heute waren wir bei Bruichladdich und haben die Distillery Tour und das Warehouse No.6 Tasting mit gemacht.
Teilen wir gerne – und freuen uns mit unseren Lesern über diese schönen Aufnahmen:
Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.
Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.Ein Besuch bei Bruichladdich. Bild (c) Lydia Frontczak.
Vom Bremer Spirituosen Contor, Importeur der indischen Whiskys von Paul John, gibt es Neuigkeiten über zwei Single Cask Abfüllungen, die für Deutschland exklusiv erhältlich sind und mit zu den ältesten Fässern gehören, die die Destillerie anbieten kann. Alle Infos finden Sie in nachfolgender Pressemitteilung:
Neue limitierte Paul John Raritäten erhältlich
Indian Spring in Deutschland – Paul John Indian Single Malt bringt neue, limitierte Einzelfassabfüllungen auf den deutschen Markt
Bremen, 12. April 2018 – Der indische Whiskyproduzent John Distillers aus Goa und der deutsche Generalimporteur Bremer Spirituosen Contor freuen sich, zwei exklusive Einzelfässer vom Paul John Indian Single Malt präsentieren zu dürfen. Für den deutschen Markt sind in Kürze 156 Flaschen vom Paul John Single Cask-Unpeated Cask #2868 und 138 Flaschen vom Paul John Single Cask-Peated Cask #4914 erhältlich. Beide Fässer wurden in natürlicher Fassstärke, nicht gefärbt und ohne Kältefiltrierung abgefüllt. Fass #2868 wurde dabei mit ungetorftem Gerstenmalz und das Fass #4914 mit stark getorftem Malz produziert. Es handelt sich hierbei um zwei der ältesten Fässer aus der Brennerei in Goa.
Mittlerweile sind die aus dem indischen Urlaubsparadies Goa stammenden „Great Indian Single Malts“ von Paul John unter Kennern schon längst kein Geheimtipp mehr. Die ausdrucksstarke Range an indischen Malt Whiskys verbindet auf perfekte Weise die Vorzüge der intensiven Reifung im heißen Klima Indiens mit der Eleganz der streng nach schottischem Vorbild durchgeführten traditionellen Destillation in Kupferbrennblasen. Fragt man Michael d’Souza, Master Distiller von Paul John Whisky, zu den Geheimnissen von Paul John, so bekommt man nur ein einziges Lösungswort: Indien.
Der Stil von Paul John ist wie das Land und die indische Kultur – bunt, dynamisch, lebendig und überaus vielfältig. Die Whiskys haben einen robusten und dennoch sehr eleganten Grundcharakter mit tropischen Fruchtaromen, Gewürzen und opulenten Noten von Honig, Vanille oder Schokolade. Diese werden durch die Klimaverhältnisse und den hohen Angels Share noch intensiviert, denn in Indien reift ein Whisky fast viermal schneller als z. B. in Schottland.
Mit ober- und unterirdischen Lagerhäusern schafft die Brennerei unterschiedliche Reifebedingungen und fördert so die Entwicklung einer großen Vielfalt an Aromen. Paul John verzichtet selbstverständlich auf Kältefiltration sowie die Zugabe von Aroma- und Farbstoffen. Bei der Auswahl der Fässer setzt das Unternehmen auf beste amerikanische Weißeiche, der Torf kommt hauptsächlich von der schottischen Insel Islay und die Gerste stammt zu 100% aus Indien, vom Fuße des Himalaya.
Für den deutschen Markt hatte der Generalimporteur Bremer Spirituosen Contor auch in diesem Jahr die Gelegenheit zwei einzigartige Fässer aus den indischen Lagerhäusern auszuwählen. Beide Fässer gehören zu den ältesten vorhandenen Fässern und überzeugten auf Anhieb durch ihre dichten und komplexen Aromen.
Paul John Single Cask-Unpeated Cask #2868 wurde aus ungetorften Gerstenmalz hergestellt und mit 59,4% Alc./Vol. in Fassstärke abgefüllt. Aufgrund des Alters und der hohen Temperaturen vor Ort ergab das Fass nur noch 156 Flaschen. Dieser Whisky besticht mit duftender Honignote, saftigen Früchten und intensiven Aromen von würziger Eiche, Crème Brûlée und geröstetem Malz.
Paul John Single Cask-Peated Cask #4914 hingegen ist ein Muss für die Liebhaber rauchiger Whiskys, denn stark getorftes indisches Malz bildet hier die Grundlage für diesen komplexen, rauchigen Whisky in Fassstärke mit 59,2%. Die 138 verfügbaren Flaschen beinhalten einen vielschichtigen Malt der mit einer warmen Rauchigkeit echte Lagerfeuer-Atmosphäre entstehen lässt.
Die neuen Paul John Single Casks sind streng limitiert beim Paul John Fachhändler ihres Vertrauens erhältlich.
Verkostungnotizen:
Paul John Single Cask Unpeated #2868, limitiert auf 156 Flaschen 59,4% Alc./Vol.
Farbe: Bernstein
Nase: Duftende Honignoten, dazu Aromen von karamellisiertem Pfirsich in Vanille-Creme mit feinen Gewürzen
Gaumen: Süß-würzige Geschmacksexplosion. Sehr dichte Aromen von würziger Eiche, Crème brûlée und geröstetem Malz. Die fruchtigen Noten der Nase sind komplett in Gewürze und Eiche eingebunden und erinnern an einen Gewürzkuchen mit getrockneten Früchten.
Abklang: Langanhaltend und trockener werdend. Feine Aromen von Eiche und Orangenschalen.
UVP: 111,99 Euro
Paul John Single Cask Peated #4914, limitiert auf 138 Flaschen 59,2% Alc./Vol.
Farbe: Gold
Nase: Wow. Torfrauch, Lagerfeuer und eine saftige Süße. Reife, helle Früchte auf einem verkohlten Holzbrett.
Gaumen: Der erste Antritt ist süß und bringt eine Vielzahl von komplexen und dichten Aromen mit sich, welche sogleich den kompletten Mundraum einnehmen. Neben Karamell und Malz entfaltet sich eine intensive, aber reife Rauchigkeit und lässt die Lagerfeuer-Atmosphäre wieder aufleben. Würzige und süße Aromen fahren regelrecht Achterbahn im Mund.
Abklang: Der Abklang ist immer noch süß, aber trockener werdend. Das Ganze wird untermalt von einer nie aufdringlichen, aber sehr intensiven, warmen Torfigkeit. Ein Whisky für die Liebhaber komplexer und reifer Islay Whiskys.
Am Morgen vor der Whisky Fair Rhein Ruhr erreichte uns die spontane Einladung von Marco Bonn, bei dem zur Eröffnung des neuen Tasting Rooms des Brühler Whiskyhauses angesetzen Sternstunden-Tastings dabei zu sein. So ging es für uns am frühen Abend von Düsseldorf in Richtung Köln – mit der Vorfreude auf ein besonderes Line Up. Sieben Whiskys standen auf der Liste, und alle sieben versprachen ein besonderes Erlebnis am Gaumen.
Genauso gespannt wie auf die Abfüllungen waren wir natürlich auf die Räumlichkeiten, die Marco und sein Team einige Stockwerke über den Verkaufsräumen eingerichtet hatten. Die umgebaute Wohnung mit Dachterrasse, die übrigens erst am Tag vor dem Einweihungstasting fertig wurde, bietet ca. 40 Whiskybegeisterten Platz – und einen schönen Rundumblick auf Brühl. Zwischen Regalen voller Whiskyraritäten und Sammlerstücken rund um Whisky, an einem Kamin und auf einer schönen Sitzgruppe fühlt man sich mehr als wohl.
Zu den einzelnen Abfüllungen: Wir starteten mit dem Ardmore 1977, einem sehr eleganten und dennoch durchsetzungsfähigen Whisky im klassischen Stil, der mit leichter Rauchigkeit viel Komplexität bot. Der Macallan 12yo aus den 80ern war genau das, was man sich von ihm erwartete: ein Sherrywhisky, wie man ihn heute mit den präparierten Sherryfässern nicht mehr schmecken kann. Auf Abfüllungen wie diesen, die ja damals Standard waren, hat Macallan seinen legendären Ruf begründet.
Der Invergordon 43yo zeigte, was für eine geschmackliche Wucht alte Grains sein können. Leiser, aber nicht weniger eindrucksvoll kam dann der Tomatin 1968 daher – eine bezaubernde Fruchtigkeit und die runde Ausgewogenheit eines Old Style Whiskys machen ihn zu einem der herausragenden Whiskys des Abends. Mit Kraft und schönen Bourbonfass-Noten setzte der Glen Ord 23 aus der Rare Malts Serie einen Akzent als geradlinigster Whisky der Verkostung. Subtiler, verspielter und mehr zum Hineinhören war dann der Glenglassaugh 1973 aus einem Fass aus den Privatbeständen des ehemaligen Distillery Managers Stuart Nickerson. Glenglassaugh aus dieser Periode ist einfach eine Freude!
Über 6000 Euro muss man in Auktionen für den Bowmore 1967 bezahlen, den die knapp 40 Gäste zum Abschluss des Tastings verkosteten. An ihm war gut zu sehen, dass die Destillerie auch heute noch dem damaligen Stil treu bleibt: Exotische Früchte, schön eingebundener Rauch und in der Regel Eleganz vor Wuchtigkeit. Ein Schluck Destilleriegeschichte, der schon alleine seiner Seltenheit wegen etwas Besonderes war.
Am Sonntag, dem Tag nach dem gelungenen Einstandstasting, das sich danach noch in den Verkaufsräumen des Brühler Whiskyhauses fortsetzte, nutzen wir auf der Whisky Fair Rhein Ruhr in Düsseldorf die Gelegenheit, nochmals mit Marco Bonn über den Tasting Raum und seine Entstehung zu sprechen. Das Videointerview finden Sie am Anfang des Artikels.
Nach dem gestrigen Ausflug nach Islay zu Laphroaig ist Serge heute mit seiner Verkostung in der Speyside unterwegs – und zwar bei der Destillerie Balvenie. Mit einem breiten Angebot an Originalabfüllungen, unter denen man auch manches Ungewöhliches findet, ist die Destillerie in den Whiskyregalen der Welt meist gut vertreten. Weniger oft findet man den Whisky bei Unabhängigen, oft auch nur als Teaspooned, als technisch gesehen als Blend (1 Fass Balvenie und ein Teelöffel Beigabe). Genau so einen teaspooned Balvenie verkostet heute Serge als dritte Abfüllung.