Indien ist ein faszinierender Markt für Whisky. Wenn man bedenkt, dass dort 1 Milliarde Menschen leben und jedes Jahr so viele Menschen 18 werden wie Deutschland Einwohner hat, kann man sich ausmalen, welches Potential dort steckt. Und dass wir uns für jeden Tropfen, der den Markt dort in unserer Richtung verlässt, dankbar sein dürfen. Man exportiert dort nicht, weil man Märkte sucht – die hat man daheim. Man tut es eigentlich für das Image im eigenen Land.

Indischer Whisky zerfällt in zwei Kategorien: Der meist aus Zuckerrohr hergestellte, aromatisierte Alkohol und der nach den klassischen Verfahren gebrannte Whisky. AUs der zweiten Kategorie stammen die Abfüllungen, die Serge heute verkostet hat – mit mittleren bis sehr hohen Wertungen.

Hier die Bottlings aus der Verkostung:

  • Rampur ‘Select’ ‘(43%, OB, India, 2017): 80 Punkte
  • Amrut ‘Double Cask’ (46%, OB, India, cask #3451+3802, 2016): 90 Punkte
  • Paul John ‘Peated Select Cask’ (55.5%, OB, India, +/-2016): 79 Punkte
  • Paul John ‚Edited‘ (46%, OB, India, +/-2016): 82 Punkte
  • Paul John ‘Classic Select Cask’ (55.2%, OB, India, +/-2016): 84 Punkte
  • Amrut 2009/2016 (60%, OB, for Hot Malt, virgin oak, cask #958, 102 bottles): 80 Punkte
  • Amrut 2011/2016 (56.5%, OB, for Hot Malt, PX sherry, cask #4122, 624 bottles): 72 Punkte

Illustrieren wollen wir das Tasting heute mit einem Bild der Destillerie Amrut, das wir bei unserem Besuch im Januar gemacht haben. Den Bericht mit neun Videos dazu können Sie hier nachlesen.

Die Destillerie Amrut bei Bangalore. Bild © Whiskyexperts