IT: Irischer Whiskey mit sattem Exportplus

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1.1 Milliarden Euro waren die Exporte alkoholischer Getränke aus Irland in den Rest der Welt wert, 650 Millionen davon sind den Spirituosen zuzuschreiben, 412 Millionen allein irischem Whiskey.

Er erwies sich damit als Wachstumssieger der ganzen Kategorie, denn während diese um immer noch beachtliche 13.3 Prozent wuchs, legte der Whiskey um 14 Prozent zu. Das sind Werte, von denen die Schotten nur träumen können – allerdings hat der irische Whiskey nach einer recht schwachen Periode auch durchaus Aufholbedarf.

Die Industrie für alkoholische Getränke beschäftigt in Irland 204.000 Mitarbeiter und zahlt jährlich 3.4 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern aus. Auch 12.000 Bauernhöfe partizipieren am Erfolg der Industrie, die dort jährlich Getreide im Wert von 1 Milliarde Euro einkauft.

Keine Erfolgsmeldung aus diesem Sektor ohne gleichzeitige Warnung vor zu hohen oder höheren Steuern: Wie die Irish Times im Artikel schreibt, warnt die Sprecherin der Alcohol Beverage Federation of Ireland, Patricia Callan, vor den kontraproduktiven Auswirkungen der momentanen Steuerlast auf die Innovationskraft irischer Unternehmen. Zudem seien die Zölle unter den höchsten in der EU.

Barschilder in Irland. Foto: Whiskyexperts

Ralfy verkostet: Sein Whisky des Jahres

Kein klassisches Verkostungsvideo diesmal bei Ralfy, sondern sein fast schon Tradition gewordenes Jahresendvideo, in dem der Experte von der Isle of Man seinen persönlichen Whisky des Jahres vorstellt. Er verrät ihn weder in der Überschrift noch im Begleittext zum Video, und so wollen wir es aus Respekt vor seiner Arbeit ebenfalls halten. Wer ganz ungeduldig ist, der möge gleich zur fünfzehnten Minute des Videos springen, er versäumt aber dann wirklich interessante Betrachtungen zum Thema Whisky und die persönlichen Erfahrungen damit. Jedenfalls wie immer sehenswerte 20 Minuten.

Video: The Island Of St. Kilda (1908)

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Unser Feiertagsvideo von heute nimmt uns mit auf eine Zeitreise, fast genau 100 Jahre in die Vergangenheit. Und auf eine Insel, die auch heute noch fast unberührt von allem ist, weil sie abgelegen ist wie keine andere schottische Insel: St. Kilda. Weit westlich von Harris gelegen, beheimatet sie momentan nur mehr Angehörige der britischen Truppen, aber bis 1930 war sie fast 2000 Jahre permanent bewohnt, wobei die Einwohnerzahl niemals 180 Personen überschritt.

Das Video ohne Ton, das wir auf Youtube für Sie gefunden haben, stammt aus dem Jahr 1908, also gut zwei Jahrzehnte vor der Aufgabe der permanenten Besiedlung, und zeigt ein Leben, wie wir es uns heute nicht mehr vorstellen können. Auch das war einmal Schottland, und es kann uns vielleicht zeigen, wie sehr wir unser heutiges Leben unter den heutigen Umständen eigentlich jede Sekunde schätzen dürfen. Wir wünschen spannende und lehrreiche sieben Minuten!

 

Whisky im Bild: Ein Blick auf die Paps Of Jura (Wallpaper)

Der zweite Weihnachtsfeiertag ist für uns eine weitere Möglichkeit, Ihnen eines der wundervollen Bilder von Lydia Frontczak vorzustellen, das sie auf Islay geschossen hat. Von der Ostküste der Insel hat man einen fantastischen Blick auf eine weitere Whiskyinsel, die  nur durch einen schmalen Meerarm bei Caol Ila von Islay getrennt wird: Jura.

Die drei Bergspitzen, die die Hauptformation auf der Insel bilden, nennen sich Paps Of Jura, sind bis zu 785m hoch und von fast jedem Punkt von Jura aus sichtbar. Und auch von Islay aus bilden zwei von ihnen einen großartigen Anblick.

Das Bild können Sie in großer Auflösung (5312×2988 Pixel) hier herunterladen – untenstehend finden Sie es zur Ansicht und zum Anklicken.

Paps of Jura von Islay aus. Bild (c) Lydia Frontczak

Video: Ein Segeltörn in den Hebriden

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Die Weihnachtsfeiertage werden, wie schon angekündigt, bei uns eher schönen Dingen als Neuigkeiten gewidmet sein, denn selbst die Whiskybranche gönnt sich kurz einmal etwas Ruhe. Bleibt uns also mehr Zeit, Sie mit Dingen zum Schauen oder zum Hören zu verwöhnen.

Heute möchten wir das mit einem Clip tun, der einen Segeltörn um die Inseln der Hebriden zeigt – oder besser gesagt wunderschöne Aufnahmen der Inseln in 4K. Knapp 7 Minuten lang lässt uns das Youtube-Video von Frederico Bozzi staunen und genießen. Unbedingt als Vollbild ansehen, und wenn möglich, in UHD.

Serge verkostet: Glen Grant 1957

Zum Feiertag gibt es bei Serge Valentin auch einen feierlichen Tropfen (eigentlich zwei, aber die zweite Abfüllung ist ein Cognac, und der interessiert uns hier offiziell ja nicht). Er hat sich für einen Glen Grant aus dem Jahr 1957 entschieden, ein Bottling des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail. In die Flasche kam er 2011, also ist er um die 54 Jahre alt.

Alte Glen Grant sind selten enttäuschend, und auch dieser hier kann Serge mit seinem Geschmack überzeugen. Eine hohe Wertung ist das Resultat der Verkostung, und die ist kein Weihnachtsgeschenk, sondern durch seine Komplexität und Ausgewogenheit verdient:

  • Glen Grant 1957/2011 (40%, Gordon & MacPhail, Rare Vintage): 91 Punkte

Der Cognac, der uns ja offiziell nicht interessiert, hat auch 90 Punkte bekommen 😉

Glen Grant. Bildrechte: Lars Pechmann

 

Whisky im Bild: Ein Blick auf Ardbeg (Wallpaper)

Am ersten Weihnachtsfeiertag nimmt Sie Lydia Frontczak mit an die Südküste von Islay. Dort, östlich des Hafenortes Port Ellen, liegen wie Perlen auf einer Schnur die drei Destillerien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg. Jede dieser Brennereien besitzt eine eigene Bucht, die von Ardbeg ist am wenigsten ausgeprägt.

Von dort hat Lydia Frontczak die Destillerie fotografiert und uns das Bild geschickt – wir bringen die wunderschöne Aufnahme in Originalgröße (5312×2988 Pixel) zum Herunterladen – und zum Ansehen in einer verkleinerten und komprimierten Version untenstehend. 

Ardbeg. Bild (c) Lydia Frontczak

Frohe Weihnachten!

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Wir von Whiskyexperts wünschen unseren Lesern und unseren Partnern in den Destillerien, in den Unternehmen und im Handel ein friedvolles und wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten, schöne Feiertage und vor allem ein gesundes, erfolgreiches Neues Jahr. Danke für das freundschaftliche und vertrauensvolle Miteinander. Es macht unsere Freude an dem, was wir tun, komplett – und unsere Arbeit zum Vergnügen!

Weihnachten in den Highlands. Photo by J McSporran on VisualHunt.com / CC BY

Wir werden natürlich auch die Feiertage über für Sie da sein und Sie mit Interessantem und Schönem zum Thema Whisky versorgen (Neuigkeiten wird es ja die nächsten Tage nicht so viele zu berichten geben), also schauen Sie bei uns rein und genießen Sie ein paar Tage, hoffentlich ohne Stress und Hektik.

Frohes Fest, und: Sláinte!

Winter in Edinburgh. Photo by J McSporran on Visual Hunt / CC BY

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (55)

Auch am Heiligen Abend präsentieren wir Ihnen hier wie jeden Sonntag Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Das 55. Kapitel unserer Serie bietet Ihnen die nachfolgenden Beiträge:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite

Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Serge verkostet: Zwei Weihnachtswhiskys aus dem Elsass

Normalerweise ist Serge an Sonntagen mit Malternatives, also anderen Spirituosen beschäftigt. Heute aber, zum Weihnachtsabend, verkostet er zwei Whiskys aus seiner Heimat, dem Elsass. Es handelt sich um Whiskys aus dem Pays Welche – der Heimat der Volksgruppe, der Serge angehört und die nur 5% der Bewohner des Elsass ausmacht.

Die beiden Abfüllungen stammen aus der Stadt Lapoutroie, die auch auf unserem Titelbild zu sehen ist. Die Wertungen in der Verkostung sind nicht so wichtig wie die Erklärungen, die Serge in seinem heutigen Beitrag gibt, also gerne mal rüberschauen und lesen:

  • René De Miscault ‘Fine Selection’ (40%, Musée des Eaux-de-Vie de Lapoutroie, blended Scotch, +/-2017): 70 Punkte
  • Welche’s Whisky 2012/2017 ‘Single Cask #1’ (50.3%, OB, G. Miclo, France/Alsace, single malt, Bourgogne cask, cask #9, 315 bottles): 85 Punkte
Lapoutroi. Photo by alh1 on VisualHunt.com / CC BY-ND

Video: Der Weihnachtsmarkt in Edinburgh (2 Videos)

Fröhliche Weihnachten! Heute entführen wir Sie mit unserem Sonntagsvideo auf den traditionellen Weihnachtsmarkt in Edinburgh – die Aufnahmen von Deggs Gunn stammen aus dem Vorjahr. Drehen Sie den Ton ruhig laut auf, die Weihnachtsmusik, die die Bilder begleitet, ist wunderschön gewählt und garantiert kommerzfrei.

Und wer noch einen Blick auf die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr werfen will: Deggs Gunn ist auch heuer durch die Stadt gegangen und hat die Eindrücke vor knapp drei Wochen mit der Videokamera eingefangen. Das Ergebnis sehen Sie unten.

Viel Vergnügen!

Aber Falls Distillery nimmt Produktion auf

In Wales gibt es eine weitere Destillerie, die jetzt Whisky produziert: Die Aber Falls Distillery in North Wales hat die Brennblasen, die im Sommer geliefert wurden (wir berichteten hier) angeworfen und mit der Whiskyproduktion begonnen.

Die Aber Falls Brennblasen am Sattelschlepper. Bild © Stewart Hainsworth, CEO von Halewood Wine & Spirits Group

Aber Falls ist die dritte Whisky-Destillerie in Wales nach Penderyn und Dà Mhìle, und die erste in Nord-Wales seit mehr als 100 Jahren. Sie liegt in Abergwyngregyn, Gwynedd – und benutzt Wasser vom Fluss Aber Falls (Afon Rhaeadr Fawr). Die ebenfalls dort geplante Abfüllanlage wird erst im Januar fertiggestellt sein. Man braucht sie für die ebenfalls dort produzierten Gins – auf Whisky aus der Aber Falls Distillery werden wir ja noch zumindest bis Ende 2020 warten müssen.

Mehr über die Destillerie und die Pläne für die Zukunft können Sie im Artikel auf Daily Post nachlesen. Zur Webseite der Destillerie geht es hier, wer sich das Gehirn verzwirbeln will, kann die Seite auch auf kymrisch lesen – hier.

 

Forbes: Whisky-Weihnachten auf Islay mit John Campbell (Laphroaig)

Wie verbringt John Campbell von Laphroaig eigentlich Weihnachten? Was gibt es zu essen – und vor allem, was gibt es zum Laphroaig, der natürlich bei ihm als Distillery Manager der gleichnamigen Destillerie nicht fehlen darf?

Diesen gleichsam unwichtigen wie dennoch interessanten Fragen versucht die Onlineausgabe von Forbes in einem netten Beitrag nachzugehen. John erzählt, wie er Weihnachten verbringt, was auf den Tisch kommt, welche Vorschläge er zum Food-Pairing mit Laphroaig hat und welche lokalen Eigenheiten es auf Islay zu Weihnachten gibt, um nur ein paar Themen zu nennen.

Und auch sein diesjähriges Weihnachtsmenü ist kurz aufgelistet – dürfen wir uns zum Essen einladen, John?

John Campbell. Bild © Whiskyexperts

Edradour und Signatory mit Gewinnsprung

Signatory Vintage Scotch Whisky Company, der unabhängige Abfüller und Eigentümer der Destillerie Edradour, kann sich über schöne Geschäftszahlen freuen: Dank gestiegener Exporte nach Japan und Taiwan ist der Umsatz um 10.5% im Vergleich zur Vorperiode angestiegen.

Besonders freuen wird man sich über den Gewinnanstieg: Der beträgt nämlich satte 30%. Andrew Symington führt das auf zwei Faktoren zurück, nämlich einen besseren Produktmix und Preisanstiege für Whisky insgesamt.

Die Destillerie Edradour kann dafür indirekt als Beweis dienen: Dort stieg die Produktion um 5.7%, die Einnahmen durch Verkäufe um 20.7%, wenngleich man nicht sagen kann, ob dies zum Beispiel durch gesteigerte Fassverkäufe aus den Lagern erzielt wurde oder durch höhere Preise.

Interessant in dem Beitrag auf Herald Scotland auch, dass die zusätzliche Produktion in der erweiterten Brennerei Edradour bereits im Januar beginnen wird und man dann 200.000 Liter pro Jahr produziert, mit Reserven bis auf 500.000 Liter.

Die Destillerie Edradour