Was wir am letzten Sonntag mit einem Film über die Hebriden begonnen haben, möchten wir heute mit einem Clip über verschiedene Motive aus Schottland fortsetzen: Zeitrafferaufnahmen, die die eindrucksvolle Schönheit der Landschaft auf eine ganz besondere Art und Weise einfangen.
Das Video von heute, das wir auf Youtube gefunden haben, stammt von Jadhou Production (Andreas Köng aus der Schweiz) und dauert insgesamt dreieinhalb Minuten – es wurde über einen Zeitraum von 10 Tagen in Schottland aufgenommen. In der letzten Minute werden die Locations und die Aufnahmetechnik vorgestellt. Der Clip ist wiederum in 4K-Qualität. Viel Vergnügen!
Schon einige Zeit haben wir kein neues Wallpaper mit Motiven zu Whisky oder Schottland mehr für unsere Leser gebracht – ein Samstag wie dieser, an dem News eher spärlich sind, bietet sich dafür an, das wieder einmal zu ändern.
Heute entführen wir Sie in eine Gegend nördlich von Glasgow, westlich des Carron Valley Reservoirs. Dort in den Lowlands, beim Ort Fintry, gibt es einen kleinen Wasserfall, den der Fotograf Sean Afnan stimmungsvoll in Szene gesetzt hat. Das Bild können Sie hier in der vollen Größe herunterladen (knapp 3MB, 4183×2789 Pixel) und rechtefrei weiterverwenden, untenstehend finden Sie es in der Größe 1920×1280 zur Voransicht.
Samstag ist schon seit geraumer Zeit der Tag, an dem sich Serge Valentin von seinem Freund Angus MacRaild bei den Verkostungsnotizen vertreten lässt, und so ist es auch heute wieder.
Diesmal widmet sich Angus zwei Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Tamdhu, die sich, so wie Glengoyne, im Besitz des unabhängigen Abfüllers Ian Macleod Distillers befindet. Angus verkostet zwei rezente Bottlings, eines von einem unabhängigen Abfüller und eine offizielle Destillerieabfüllung, die ja dann eigentlich auch von einem unabhängigen Abfüller stammt, oder? Die Whiskywelt ist kompliziert geworden.
Tamdhu 9 yo (58.4%, Creative Whisky Co for The Good Spirits Co. Ex-bourbon barrel finished in ex-Koval bourbon casks, 270 bottles): 81 Punkte
Tamdhu ‘Batch Strength’ (58.5%, OB, Batch 2, 2015): 82 Punkte
Und als kleinen Bonus noch zwei Bilder: Eines eines Mash Tuns bei Tamdhu aus dem Jahr 1959, und ein Bild der Destillerie, von Lars Pechmann.
In den USA war es bereits sehr erfolgreich, nun kommt es auch nach Deutschland: Das Maker’s Mark Private Select Programm ermöglicht Kunden erstmalig ihre persönliche Version des Maker’s Mark zu kreieren. Der offizielle Launch wird auf dem Bar Convent in Berlin stattfinden (dort wird auch ein Maker’s Mark vorgestellt, der von deutschen Bartendern kreiert wurde), danach – also ab Oktober – soll das Maker’s Mark® Private Select Programm für die gehobene Gastronomie breiter ausgerollt werden. Hier alle Infos für unsere Leser:
Maker’s Mark startet das Private Select Programm in Deutschland
Das erste Produkt des Programms ist ab Oktober exklusiv für die gehobene Gastronomie erhältlich
Frankfurt am Main, 04. August 2017: Ein Novum in der Bourbon-Welt: Das einzigartige Maker’s Mark® Private Select Programm ermöglicht Kunden erstmalig ihre eigene Version des Maker’s Mark zu kreieren. Einen solch exklusiven Einblick in die Herstellung gab es bisher noch nie. Ursprünglich in den USA lanciert, können nun erstmalig ab Oktober Kunden in Deutschland an dem Programm teilnehmen. Zum offiziellen Launch auf dem Bar Convent Berlin präsentiert Maker’s Mark zudem das erste Produkt des Programms – die Bartender’s Edition „Exclusive Oak Stave Selection by the German Makers 2017“. Ein streng limitierter Bourbon, den sechs deutsche Top-Bartender in der Maker’s Mark Distillery in Kentucky kreiert haben.
Exklusive Einblicke in die Herstellung von Maker’s Mark
Bei dem Maker’s Mark Private Select Programm lernen interessierte Kunden den gesamten Herstellungsprozess eines Maker’s Mark kennen – vor allem aber die besondere Bedeutung von Holz für den Geschmack des Whiskys. Damit bietet sich die einmalige Gelegenheit, in die Fußstapfen von Bill Samuels, Jr. zu treten und seinem Herstellungsverfahren zu folgen: Er kreierte 2010 den Maker’s 46® durch die Zugabe von Holzstäben aus französischer Limousin-Eiche, die er in ein Fass mit fertig gelagertem Maker’s Mark einließ.
„Wir haben noch nie zuvor jemandem einen so exklusiven Einblick in unseren Herstellungsprozess gegeben – geschweige denn die Möglichkeit, eine eigene Version des Maker’s Mark zu kreieren. Das Besondere: Der neu geschaffene Bourbon setzt sich in individueller Weise vom traditionellen Geschmacksprofil ab – zugleich bleibt er jedoch unverkennbar ein Maker’s Mark. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses Programms und auf die Reaktionen der Kunden.“
Rob Samuels, COO Maker’s Mark Distillery und Enkel des Maker’s Mark Gründers
Ein Fass Bourbon mit individuellem Geschmack
Die Basis für die Private Select Kreation bildet ein voll gereifter Maker’s Mark in Fassstärke – der in Deutschland so bisher noch nicht verfügbar ist. Dieser wird von den Teilnehmern durch besondere Eichenholzstäbe verfeinert. Zur Wahl stehen fünf exklusiv für das Programm ausgewählte Eichenholzarten, die dem Maker’s Mark jeweils eine ganz besondere Geschmacksnote verleihen. Denn diese Eichenholzstäbe unterscheiden sich sowohl in der Holzart (französische oder amerikanische Eiche) als auch in ihrer Bearbeitung (toasted, seared oder baked). Zu den Eichenholzstäben zählen: Baked American Pure 2, Maker’s 46, Seared French Cuvée, Roasted French Mocha und Toasted French Spice. Daraus ergeben sich mehr als 1.000 Kombinationsmöglichkeiten. Teilnehmer können so ein Fass mit einem ganz individuellen Geschmacksprofil und somit einen einzigartigen Maker’s Mark kreieren. Anschließend reift der Whisky für weitere neun Wochen in einem Eichenfass mit den gewählten Stäben, bevor er abgefüllt, in rotes Wachs getaucht, versiegelt und mit handgeschriebenen Etiketten versehen wird. Darauf ist der selbstgewählte Name der Kreation geschrieben – ein besonderer Hingucker in der Gastronomie.
Erster Maker’s Mark Private Select: „The German Makers 2017“
Der Bar Convent Berlin (BCB) ist nicht nur der offizielle Start des Maker’s Mark Private Select Programms in Deutschland, sondern auch der Launch der „The German Makers 2017“ Bartender’s Edition. Dafür hat Maker’s Mark sechs der talentiertesten Bartender aus den einflussreichsten Städten Deutschlands gewonnen. Ende Juni 2017 haben die TopTalente in der Maker’s Mark Distillery in Kentucky exklusiv an dem Programm teilgenommen und ihren eigenen Bourbon kreiert. Die etwa 250 Flaschen, die aus der Fassfüllung entstehen werden, sind ab Oktober ausschließlich für die gehobene Gastronomie verfügbar. The German Maker’s 2017 zeichnet sich durch einzigartige Geschmacksnoten von dunkler Schokolade und einem Hauch von Zimt aus. Der Whisky ist weich, rund und sehr zugänglich. Im Abgang schmeckt er nach reifen Früchten und hat eine weiche Süße. Am besten wird er pur oder als Old Fashioned genossen. Für ihre Kreation setzten die deutschen Barkeeper auf folgende Kombination von Eichenholzstäben:
1 Baked American Pure,
3 Seared French Cuvée,
1 Maker’s 46®,
3 Roasted French Mocha und
2 Toasted French Spice.
Die Macher hinter der „The German Maker’s 2017“ Bartender’s Edition
Benjamin Braun – Good Old Days Bar Hamburg
Ferdinand Lammerer – Schumann’s Bar München
Sven Riebel – Seven Swans Bar & Tiny Cup Frankfurt
David Rippen – Square Bar Düsseldorf
Uwe Heine – Paul & George Bar Stuttgart
Max Engler – Bar Zentral Berlin
Das Programm im Überblick
Offizieller Start des Maker’s Mark Private Select Programms ist auf dem BCB im Oktober 2017. Jeder Maker’s Mark, der im Rahmen des Programms entsteht, ist streng limitiert. Wie viele Fässer entstehen, entscheiden die Kunden – pro Kreation gibt es mindestens ein Fass. Das entspricht etwa 250 Flaschen. Neben den individuellen Geschmacksnoten zeichnet sich jede Kreation auch durch die Fassstärke aus, denn das ist bisher in Deutschland einzigartig. Der Bourbon wird ausschließlich über die Gastronomie vertrieben. Interessierte Gastronomen und Fachhändler können ab Oktober am exklusiven Maker’s Mark Private Select Programm teilnehmen.
Es ist Sommer in Schottland, bei Glenfarclas. Viele Mitarbeiter befinden sich in ihrem verdienten Urlaub, die Produktion ruht. Diese Zeit wird genutzt, um an und in der Destillerie notwendige Reparaturen und Wartungen durchzuführen. Und gab unserem Redakteur Dirk Piesczek bei seinem Besuch die Möglichkeit, während einer Führung uneingeschränkt fotografieren zu können. Bitte begleiten Sie uns beim Rundgang durch die Brennerei Glenfarclas. Die Produktionspause erlaubt Einblicke, die sonst nicht möglich sind:
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Es gibt Destillerien, die eher still vor sich hinarbeiten, zumeist hauptsächlich für Blends produzieren und keinerlei Bestrebungen zeigen, sich mit Hilfe ausgefeilter Kampagnen zu besonderen Marken zu entwickeln. Glenburgie gehört dieser Kategorie an – und es bleibt auch dort oft den Unabhängigen vorbehalten, die dort durchaus vorhandenen Highlights unter den Fässern auf den Markt zu bringen.
Serge Valentin hat nun vier solche unabhängige Abfüllungen der Speyside-Destillerie verkostet – und sie wissen zu gefallen:
Glenburgie 17 yo 1998/2016 (54.1%, The Single Malts of Scotland, cask #9914, 275 bottles): 89 Punkte
Glenburgie 20 yo 1995/2016 (43%, Signatory Vintage, casks #6490+6491): 84 Punkte
Glenburgie 25 yo 1992/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular): 83 Punkte
Glenburgie 36 yo 1980/2017 (47.4%, Hunter Laing, Old & Rare, refill hogshead, 257 bottles): 89 Punkte
Das alte Excise-House bei Glenburgie. Bild: Potstill Wien
Wieder haben wir ein interessantes Label für Sie in der TTB-Datenbank aus den USA gefunden. Diesmal handelt es sich um einen möglichen neuen Blended Malt von Compass Box mit dem Namen „No Name„. No Name deshalb, weil der Whisky „für sich selbst sprechen soll“.
Wir haben das, was er so sagen soll, mal mit der Hilfe der Flaschenrückseite übersetzt: Der Whisky soll noch rauchiger sein als der Compass Box „Peat Monster“, und sein Hauptbestandteil kommt aus einer Destillerie an der Pier Road im Südosten Islays (da liegt nur eine, und die beginnt mit A). Weitere Whiskys, die darin enthalten sind, stammen aus der Destillerie Caol Ila und, bei Compass Box fast unvermeidlich, aus Clynelish.
Das Ganze wird wohl mit 48.9% in die Flasche kommen und ist auf 15.000 Flaschen limitiert – was auf einen breiteren, weltweiten Release hindeutet. Ob und wann der stattfindet, ist natürlich aus dem Erscheinen der Etiketten in der TTB-Datenbank nicht abzulesen.
Hier die Etiketten, so wie sie in der Datenbank zu finden sind:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Eine Presseaussendung über eine Neubesetzung der Position des Deutschlandchefs bei Beam Suntory hat uns gestern erreicht: Bas Vermorken wird diese Position beim Spirituosenunternehmen übernehmen und dann direkt an den jetzigen Managing Director Western Europe, Manfred Jus, berichten (über dessen Avancierung konnten wir vor einem Jahr berichten). Hier die Presseaussendung für Sie:
Aufteilung des Europageschäfts:
Bas Vermorken wird neuer Deutschlandchef von Beam Suntory
Frankfurt am Main, 02. August 2017 Bas Vermorken übernimmt als Managing Director Germany ab August 2017 das Deutschlandgeschäft des Spirituosenunternehmens Beam Suntory und wird in dieser Funktion direkt an Manfred Jus, Managing Director Western Europe, berichten. Der 41-Jährige greift auf breite Erfahrung in der Konsumgüterindustrie zurück: Vermorken kommt von Danone Early Life Nutrition, wo er seit 2007 in leitenden Positionen in Vertrieb und Supply Chain tätig war. Unter anderem zeichnete er sich vier Jahre als Sales Director Deutschland für die Umsätze der Danone Early Life Nutrition zuständig. Zuletzt verantwortete er als General Manager die Region North East Europe. Zuvor war er sieben Jahre bei Unilever, unter anderem als Supervisor Production & Logistics sowie als Technical Contact Manager.
Die Personalie ist Teil einer Umstrukturierung bei Beam Suntory, um den Wachstumskurs im europäischen Markt fortzusetzen. So wird sich Manfred Jus, neben der Weiterentwicklung von Deutschland und Österreich, vor allem stärker dem Ausbau des Geschäfts in Frankreich, Italien, den Benelux-Ländern, Skandinavien und der Schweiz widmen.
„Mit Bas Vermorken verstärken wir uns an strategisch wichtiger Stelle. Der deutsche Spirituosenmarkt fordert als der größte in der Europäischen Union viel Aufmerksamkeit. Durch die neue Aufgabenteilung können wir endlich auch das Potenzial in anderen EU-Ländern besser ausschöpfen“, sagt Jus.
Beam Suntory entstand 2014 durch die Zusammenlegung des führenden Bourbon-Herstellers Jim Beam und des japanischen Whisky-Pioniers Suntory. Manfred Jus kam 2004 zu Beam. 2011 übernahm er die Geschäftsführung für die Beam Suntory Deutschland GmbH. Seit vergangenem Jahr ist er Managing Director Western Europe.
Auch wenn wir erst vor kurzem schon mit unserem „Whisky im Bild“ bei dieser Brennerei vorbeigeschaut haben: Wir nehmen Sie heute wieder mit nach Edradour. Man kann eigentlich von dieser kleinen pittoresken Destillerie nicht genug sehen. Die kleinste Brennerei Schottlands ist sie seit kurzem nicht mehr, jedoch sicherlich eine der meist fotografierten Destillerien. Doch nicht nur ihre Anmut begeistert, auch ihr Whisky findet viele Fans auf der ganzen Welt. So ist auch Edradour gezwungen, die Kapazität zu steigern, um auch in der nächsten Zeit den Bedarf an Edradour und der getorften Variante Ballechin decken zu können. Die alte Brennerei bleibt vom Ausbau unberührt. Auf der anderen Seite des kleinen Baches entsteht im Moment quasi Edradour II, wie Sie am Ende unserer Bilderstrecke sehen können.
Unser Redakteur Dirk Piesczek hat im letzten Monat mit seiner Kamera Edradour besucht. Begleiten Sie uns auf den folgenden beiden Seiten bei einem Rundgang durch die kleine Highland-Destillerie und schauen Sie auf den Stand des Ausbaus:
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Von Douglas Laing haben wir die Information über eine neue Sonderedition ihres Blended Island Malts „Rock Oyster“ erhalten, die Rock Oyster Sherry Edition. Es ist die erste Abfüllung, die den salzigen, rauchigen und zitruslastigen Geschmack der Island-Malts mit den Noten aus einem Sherry-Finish verbindet.
Rock Oyster Sherry ist mit 46.8% abgefüllt und wird offiziell am 5. August, zum National Oyster Day in UK, veröffentlicht. Der Whisky ist ungefärbt und ohne Kühlfiltration abgefüllt (was übrigens bei Whiskys ab 46.3% aufwärts auch gar nicht mehr notwendig ist, da die Alkoholstärke das Eintrüben bei Kälte schon von sich aus verhindert – ein Grund für die zunächst etwas seltsamen 46.3%, mit denen Originalabfüllungen von Bunnahabhain, Deanston und Tobermory mindestens abgefüllt sind).
Auch in Deutschland wird diese Sonderedition erhältlich sein – die Presseaussendung spricht von einem „globalen Launch“. Der Preis beträgt laut deutschem Importeur BSC € 49,90.
Wir haben gestern recht lange überlegt, ob wir die Meldung über den chinesischen Gast, der im Hotel Waldhaus in St. Moritz ein Glas Macallan 1878 um 9.999 Schweizer Franken trank, bringen sollten – uns dann aber dagegen entschieden, weil die Nachricht ohnehin durch alle Medien ging.
Heute aber ist ein Aspekt aufgetaucht, der die Sache in ein anderes Licht rückt und sie WIRKLICH mit Nachrichtenwert versieht: Die geöffnete Flasche Macallan 1878 war nach Meinung von Serge Valentin und anderen erfahrenen Mitgliedern der Malt Maniacs eine Fälschung.
Hat der Chinese also viel Geld für Fusel ausgegeben? Indizien deuten darauf hin. Die Flasche, die geöffnet wurde (Mitte des Bildes) ist nämlich höchstwahrscheinlich eine eigentlich gut bekannte Fälschung, die schon im Jahr 2004 aufgedeckt wurde (hier ein Artikel aus Whiskymag, der das beschreibt). Auch historisch betrachtet ist die Flasche ein Ding der Unmöglichkeit, wie Serge Valentin unter Berufung auf Diageo anmerkt:
Just to make sure, „Macallan and Talisker Distilleries ltd“ never existed, as Kemp never owned both distilleries at the same time and Diageo (Taliisker) had confirmed they never found any traces of such a company. And second, all the similar whiskies (various vintages) that Macallan had bought had been proven fakes.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Korken, den man in der Fotostrecke der Originalmeldung sieht: Laut der Meinung von Emmanuel Dron, eines Malt Maniacs, der schon viele Flaschen aus der Zeit untersucht und geöffnet hat (und auch eine Menge an Fakes), lässt der Korken ein sonst wichtiges und übliches Zeichen der Alterung vermissen, nämlich eine Schrumpfung zu seinem unteren Ende hin.
Diese und andere Hinweise nähren den Verdacht, dass der chinesische Hotelgast sehr viel Geld für einen Fake-Whisky ausgegeben haben könnte. Serge ist übrigens überzeugt davon, dass die Hoteliers des auch in Whiskykreisen höchst reputablen Hauses nichts über die Problematik der Flasche wussten und den Whisky in gutem Glauben anboten. Endgültige Gewissheit wird aber wohl nur eine direkte Untersuchung der Flasche ergeben können. Vergleichsmaterial aus dem Jahr 2004 ist ja genügend vorhanden…
Nachdem sich Serge Valentin gestern verkostungsmäßig in Schweden aufhielt, zieht es ihn heute südwestwärts – nach Belgien. Drei Whiskys aus zwei verschiedenen Destillerien sind es, die er unter die Lupe nimmt, einen von Goldlys, zwei aus der Destillerie Belgian Owl, wobei letztere Brennerei die wohl bekanntere bei uns ist. Das hat (auch) den Grund, dass in ihr die ehemaligen Brennblasen der Lost Distillery Caperdonich arbeiten.
Und wie schneiden die drei Abfüllungen in der Verkostung ab? Recht gut, würden wir sagen, besonders die sehr jungen Whiskys von Belgian Owl wissen zu gefallen:
Goldlys14 yo ‘Burgundy Cask Finish’ (43%, OB, Fillers, Belgium, cask #2760, +/-2016): 78 Punkte
Belgian Owl 36 mo (46%, OB, Belgium, single malt, first fill bourbon, +/-2017): 82 Punkte
Belgian Owl 42 mo (73.7%, OB, Belgium, single malt, bourbon, cask #1523509): 84 Punkte
Die Caperdonich-Stills in der Belgian Owl Distillery. (c) Belgian Owl.
William Grant & Sons erweitert das Angebot seines Blended Malts „Monkey Shoulder“ mit einer getorften Variante: Monkey Shoulder Smokey Monkey.
Der aus Highland-Whisky erzeugte rauchige Monkey Shoulder wird im August vorerst einmal in Frankreich und UK erscheinen. Er ist mit 40% abgefüllt und soll trockene Rauchigkeit und cremige Süße kombinieren. Brian Kinsman, Master Blender bei William Grant & Sons und damit auch für die Komposition von Monkey Shoulder Smokey Monkey verantwortlich, sieht ihn vor allem in der Barszene beheimatet. Er eigne sich hervorragend zum Mixen – und wird daher auch gleichzeitig mit einem neuen Bartool, dem Smoke Injector, der Rauch über den fertigen Cocktail verteilt, veröffentlicht.
Ob und falls ja, wann der Monkey Shoulder Smokey Monkey auch nach Deutschland kommen wird, können wir noch nicht sagen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Wer in den USA etwas über Craft Distilleries schreibt, der kommt an der in Chicago gelegenen Destillerie KOVAL nicht vorbei. Hochdekoriert nicht nur für ihren Whiskey, sondern auch für andere dort produzierte Spirituosen, ist sie für deutschsprachige Whiskeyfreunde aber auch aus anderen Gründen interessant: Sie hat ihre Wurzeln im österreichischen Salzkammergut, aus dem einer der Gründer der Destillerie stammt: Robert Birnecker.
Der andere Gründer ist eine Gründerin: Sonat Birnecker, Roberts Lebens- und Geschäftspartnerin. Die beiden lernten sich während des Studiums kennen und verwirklichten einen gemeinsamen Traum – die Destillerie Koval.
Das US-amerikanische Magazin Darling hat nun Sonat Birnecker interviewt – und im Interview werden ihr Werdegang von der Geschichtsprofessorin zur Craft Distillerin ebenso beleuchtet wie Fakten zu Koval und den Produkten. Hier ein kurzer Ausschnitt daraus, sozusagen als Appetitanreger:
DM: You’ve lobbied to change distilling laws to make it easier for other craft distilleries to open in Chicago. Do you think collaboration over competition is key in your industry?
Sonat: We found that sharing our knowledge not only helped others find the information and assistance they needed to reach their dreams, it also helped us grow our business, while helping us to remain completely independent.
Since we started, we have educated over 3,500 people in the art of distilling and set up over 165 distilleries for others, in addition to white label projects for well-known and small craft distilleries. A rising tide truly does rise all ships and we are proud to have helped promote an industry we enjoy.
Robert und Sonat Birnecker. Bild: Koval Distillery