Neu in der TTB Datenbank: Glen Grant Batch Strength First Edition

Auch Glen Grant scheint auf den Zug der fassstarken Abfüllungen aufzuspringen, wie es zum Beispiel auch Tomatin, Tamdhu oder BenRiach gemacht haben: In der TTB-Datenbank ist nun ein neues Label aufgetaucht, das einen Glen Grant Batch Strength First Edition mehr oder weniger sicher ankündigt. Batch Strength deshalb, weil es keine echte Fassstärke ist, sondern mit 50% abgefüllt wird oder wurde. Erscheinungsdatum und Distribution sind natürlich noch unbekannt, ebenso der Preis.

Interessant: Bei Glen Grant bleibt man der eigenen Linie treu und gibt – im Gegensatz zu den meisten anderen Destillerien, die eine Quasi-Fassstärke in die Core-Range aufgenommen haben – auch ein konkretes Alter an, im vorliegenden Fall sind das 15 Jahre. Wir freuen uns auf eine hoffentlich bald erfolgende offizielle Ankündigung. Hier einmal die Etiketten aus der Datenbank:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Ardnamurchan: „Dancey Dispatches“ – Juli-Newsletter bei uns zum Herunterladen

Fast ein Monat ist seit der letzten Ausgabe vergangen, und nun ist der Juli-Newsletter der Destillerie Ardnamurchan  wieder erschienen, und wie schon bei den vorigen Ausgaben haben wir auch diesmal wieder die Erlaubnis von Alex Bruce, Managing Director der Adelphi Distillery Ltd., Ihnen das PDF zum freien Download zur Verfügung zu stellen.

Klicken Sie einfach hier auf Dancey_Dispatches_Juli_2017, um die neueste Ausgabe herunterzuladen. Diesmal geht es um einen Meilenstein: Der erste Spirit ist nun drei Jahre im Fass und darf sich Whisky nennen. Ein kurzes Feature über die Arisaig Games ist ebenso dabei wie ein Bericht über Alex Bruce in Australien. Vorgestellt wird diesmal Tour Guide Ricky Clark. Viel Vergnügen beim Lesen!

Whisky im Bild: Zu Besuch bei der Destillerie Macallan (2017 – 17 Bilder)

Vor fast vier Jahren stellte die Edrington Group ihre Pläne für Macallan vor: die Destillerie soll schließen und stillgelegt werden, dafür wird eine neue inklusive Besucherzentrum gebaut, und das ganze Projekt soll beträchtliche £100.000.000 kosten. Die geplante Fertigstellung im Frühjahr dieses Jahres wurde zwar verpasst, doch wie wir uns im letzten Monat vor Ort überzeugen konnten, steht die Eröffnung der neuen Brennerei Macallan in absehbarer Zeit bevor. Noch in diesem Jahr sollen die neuen Brennblasen zum allerersten Mal angefeuert werden; das neue Besucherzentrum wird im Sommer 2018 fertiggestellt sein.

Schon jetzt deutlich zu erkennen sind die ungewöhnlichen Formen der neuen Gebäude. Sie spiegeln die sanften Hügel der Landschaft wider, in der sich die Brennerei befindet. Manch einer sprach nach der Veröffentlichung der Architektur-Zeichnungen ein wenig despektierlich vom teletubby-style. Auch wir konnten uns von diesem vorschnellen Urteil nicht gänzlich freisprechen, aber nach unserem Besuch sind wir sicher: Es erwartet uns letztendlich ein äußerst formschöner, mit der Landschaft verschmelzender Brennerei-Komplex.

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Serge verkostet: Mehr Japan – alles Yoichi

Sind das diesmal japanische Wochen bei Serge Valentin? Zumindest ist dies bereits die zweite Session in den letzten drei Tagen, in denen Serge sich japanischem Whisky widmet. War es gestern quasi ein Rundumschlag, so fokussiert sich heute alles auf eine einzige Marke: Nikka’s Yoichi.

Sage keiner, dass so eine monothematische Verkostung nicht spannend sein könne: Von eher mauen 75 bis excellenten 92 Punkten ist da heute alles dabei. Die neuen ohne Altersangabe schneiden dabei in der Verkostung gar nicht so schlecht ab:

  • Yoichi (45%, OB, Japan, +/-2017): 86 Punkte
  • Yoichi ‘Woody & Vanillic’ (55%, OB, Japan, distillery exclusive, +/-2017): 84 Punkte
  • Yoichi ‘Sherry & Sweet’ (55%, OB, Japan, distillery exclusive, +/-2017): 80 Punkte
  • Yoichi ‘Peaty & Salty’ (55%, OB, Japan, distillery exclusive, +/-2017): 83 Punkte
  • Yoichi 10 yo (57%, OB, Japan, single cask, cask #18D1A, 180ml, +/-2014): 85 Punkte
  • Yoichi 15 yo (61%, OB, Japan, single cask, sherry, cask #412163, 180ml, +/-2014): 75 Punkte
  • Yoichi 20 yo (60%, OB, Japan, single cask, sherry, cask #400690, 180ml, +/-2014): 92 Punkte
Yoichi distillery. This is a file from the Wikimedia Commons. Author John Hawkins. at en.wikipedia. Released into the public domain (by the author).

Neu in der TTB-Datenbank: Arran The Bothy Batch #3

Geht es nach einem in der TTB-Datenbank des US-amerikanischen Zoll- und Steuerbüros neu aufgetauchten Label, wird in absehbarer Zeit eine dritte Ausgabe des Arran The Bothy, der fassstarken Quarter-Cask-Abfüllung der Inseldestillerie, erscheinen.

Batch Nummer 3 wird mit 53.2% abgefüllt sein und wohl erst im September in die Flasche kommen. Insgesamt soll es 13.800 Flaschen davon geben.

The Bothy wird zunächst in ex-Bourbonfässern gereift, danach kommt er zum Finishen in Quarter Casks (also viertelgroße Fässer) aus amerikanischer Eiche. Hier die Etiketten aus der Datenbank:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Neu ab Ende August – Octomore Masterclass

Soeben kündigt Bruichladdich durch seinen Deutschlandvertrieb Diversa Spezialitäten GmbH die achte Ausgabe der beliebten Octomore-Serie an – insgesamt sind es vier verschiedene Abfüllungen des extrem getorften Islay-Whiskys, die nun auf den Markt kommen werden. Alle Details und Infos dazu haben wir erhalten und teilen sie gerne mit Ihnen:

OCTOMORE MASTERCLASS

Edition Eight of the World’s Most heavily Peated series of Single Malt Scotch Whiskies.

Octomore wurde schon früh von der damals noch kleinen aber enorm anspruchsvollen Fangemeinde hochwertiger Premiumspirituosen entdeckt. Nach einer alten Farm in der Nähe der Bruichladdich Brennerei benannt, steht Octomore heute für ein einzigartiges Sortiment an stark getorften Islay Single Malts und für DAS Kultprodukt der heute so berühmten Progressive Hebridean Distillers. Die verrückte Idee zum meist getorften Single Malt Scotch Whisky der Welt entstand an einem feuchtfröhlichen Whiskyabend, als die Gründer der Brennerei sich nach möglicherweise 1-2 Drams zu viel die Frage stellten: wie viel ppm können wir mit unseren Mälzern in ein Flasche Single Malt stecken?

Vor fünfzehn Jahren war das noch echte Pionierarbeit. Die ersten Versuche wurden ausschließlich in kleinen Chargen abgefüllt – manche mit Namen, andere nur mit einer Ziffer versehen – um die einzelnen Batches voneinander zu unterscheiden.

Wenn auch der Inhalt sehr unterschiedlich war, so war die Form der Octomore-Flasche von Anfang an dieselbe, ein Design, das es in dieser Art bisher in der Branche nicht gegeben hatte. Demnach sorgten die ungewöhnliche, torpedoförmige Flasche wie auch der radikale Inhalt für viel Aufregung in der damals noch sehr traditionell-konservativen Whiskywelt. Der Genuss eines Octomore bot plötzlich ein völlig neues und unerwartetes Geschmackserlebnis und eine bisher nie dagewesene Komplexität.

Mit den Jahren entstand eine ausgesprochen vielseitige Octomore-Kollektion von unterschiedlicher Stilistik und Kreativität. Auch war Octomore einer der ersten Single Malts, der das klassische Gefüge aus Reifezeit und Qualität über den Haufen warf und voller Selbstbewusstsein bereits nach 5 Jahren einen herausragenden Whisky voller Tiefe und dichter Aromatik abfüllte. Mit veralteten Regeln zu brechen und neue, gerne auch unerwartete Wege für mehr Geschmack und Qualität zu gehen, ist der Kern der Philosophie der Progressive Hebridean Distillers. Nichts sollte so bleiben wie es war.

Heute, fünfzehn Jahre später, ist man bereits bei der Abfüllung unserer achten Octomore Edition. Da der Name „Octomore“ auf der Zahl „8“ basiert, ist dies der perfekte Moment, um einmal innezuhalten und Bilanz zu ziehen.

Um dies gemeinsam mit den Octomore Fans geschmacklich erleben zu können, hat unser Head Distiller, Adam Hannett, eine einzigartige Masterclass aus vier beispielhaften Octomores zusammengestellt. Jeder ist für sich allein schon überwältigend, jedoch die größte Faszination besteht im Vergleich der vier Varianten. Was macht einen Octomore zu dem, was er ist?

Einzelne Etappensiege mögen für Sportler und Geschäftsleute das Geheimnis für den großen Erfolg sein, jedoch für Adam Hannett ist, als Meister seines Handwerks, das dauerhafte Abliefern von höchster Qualität nicht nur das Ziel, sondern seine Lebenseinstellung. Nie ist er völlig zufrieden und immer sucht er mit seinem Team nach Möglichkeiten der Verbesserung. Deshalb ist die ständige, feine Justierung einzelner Stellschrauben ein wichtiger Teil seiner Arbeit.

Dies galt auch für die Kreation der achten Edition. Alle vier Octomores der neuen Serie wurden acht Jahre lang gereift – bis auf einen, aber die Ausnahme bestätigt bekanntlich die Regel und ist im Hause Octomore ja nichts Ungewöhnliches…

Der 08.1 dient als Benchmark, der 08.2 steht für Wagnis und Provokation, der 08.3 ist eine Herausforderung für die Sinne und ein echtes Islay-Monster und der 08.4, The „Gamechanger“, verändert alles bisher Dagewesene. Er wird möglicherweise jedoch erst Anfang 2018 für die komplette Masterclass zur Verfügung stehen.

MASTERCLASS_08.1 [Limitiert auf 42.000 Flaschen]

  • 100% Reifung in amerikanischen first-fill Eichenfässern
  • Erntejahr 2007 – Destilliert 2008
  • 8 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
  • 167PPM / 59,3% vol.
  • Release: Ende August / Anfang September (solange der Vorrat reicht)
  • UVP 130€

MASTERCLASS_08.2 [Limitiert auf 36.000 Flaschen]

  • Sechs Jahre separate Reifung im französischen 2nd fill Sauternes- und Mourvedrefass sowie im österreichischen Süßweinfass. Anschließende Vermählung. Danach zwei Jahre ACE (Additional Cask Enhancement) in italienischen first fill Amaronefässern.
  • Erntejahr 2007 – Destilliert 2008
  • 8 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
  • 167PPM / 58,4% vol.
  • Release: Ende August/ Anfang September (TRAVEL RETAIL ONLY)

MASTERCLASS_08.3 – Islay Barley [Limitiert auf 18.000 Flaschen]

  • Octomore of Octomore, Single farm, single field, single vintage. 56% ex-Bourbon (full-term amerikanischen Eiche) 44% europäische Eiche (full-term ex-Pauillac, Ventoux, Rhône und Burgund)
  • Erntejahr 2010 – Destilliert in 2011
  • 5 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
  • 309PPM / 61,2% vol.
  • Release: Ende Oktober/ Anfang November (solange der Vorrat reicht)
  • UVP 180€

MASTERCLASS_08.4 – Virgin oak. [Limitiert auf 12.000 Flaschen]

  • 20% first fill Virgin Oak Fässer 80% first fill ex-Bourbon Fässer, ACE in 2nd fill Virgin Oak der französischen Tonnellerie Radoux
  • Erntejahr 2008 – Destilliert in 2009
  • 8 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
  • 170PPM / 58,7% vol.
  • Release: Februar 2018 (solange der Vorrat reicht)
  • UVP 165€

Serge verkostet: Sieben neue japanische Whiskys

Serge Valentin widmet sich heute neu erschienenen japanischen Whiskys – und davon hat er gleich sieben ins Programm der Verkostung aufgenommen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den neuen Blend „Toki“ von Beam Suntory, um Whiskys aus bei uns eher unbekannteren Brennereien (teilweise nur in Japan erhältlich) – und auch ein Chichibu ist dabei.

Hier die Wertungen aus der heutigen Verkostung – wie üblich sind die Zahlen wesentlich unwesentlicher als die schönen Beschreibungen, die Sie hinter unserem Link finden:

  • Toki (43%, OB, Japan, Suntory, blend, +/-2017) ; 75 Punkte
  • Kurayoshi ‘Pure Malt’ (43%, OB, Japan, Matsui, blended malt, +/-2016): 78 Punkte
  • Kurayoshi ‘Sherry Cask’ (43%, OB, Japan, Matsui, blended malt, +/-2016): 79 Punkte
  • Reki ‘Pure Malt’ (40%, OB, Japan, Helios, blended malt, +/-2017): 82 Punkte
  • Okayama (40%, OB, Japan, Miyashita, single malt, +/-2017): 79 Punkte
  • Akashi 5 yo ‘Cognac Cask’ (55%, OB, Japan, White Oak, single malt, 2017): 89 Punkte
  • Chichibu 2009/2017 ‘Metropolis’ (61.4%, OB, Japan, single malt, for Zoetrope Bar, bourbon barrel, 196 bottles): 90 Punkte

PR: Chichibu Japan Warrior Series Number One exclusiv für zwei deutsche Händler

Das sollte für alle Freunde von japanischem Whisky interessant sein: Eine Pressemitteilung, die uns der Importeur japanwhiskys.com zugeschickt hat, berichtet von einer deutschlandexklusiven Sonderabfüllung – eine Einzelfassabfüllung nur für den deutschen Markt und hier exklusiv für www.japanwhiskys.com sowie www.whiskytempel.de. Sie wurde in Fassstärke (61.9%) abgefüllt und ist auf insgesamt 265 Flaschen limitiert. Hier alle Infos sowie die offiziellen Tasting Notes der Abfüllung, die ab 1. September bei den zwei deutschen Händlern erhältlich sein wird:

Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369 exclusiv für deutsche Händler

Der Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369 ist ein Whisky der Chichibu Destillerie und wurde im Jahr 2017 exklusiv für Japanwhiskys.com und Whiskytempel.de abgefüllt. Von diesem edlen Exponat und absolute Rarität unter den japanischen Whiskys werden weltweit nur 265 Flaschen in einer exklusiven Holz Geschenkbox angeboten.

Die Reifung nach der Destillation im Jahr 2009 erfolgte in einem Sherry Puncheon bis zum Juni 2013, danach wurde der Whisky in ein Weißweinfass eines berühmten französischen Weingutes (dessen Name leider nicht genannt werden darf) umgefüllt. Darin wurde der Whisky weitere vier Jahre gelagert, bis er schließlich im Februar 2017 in Flaschen abgefüllt wurde.

Verkostungsnotizen (Tasting Notes)

Geruch, Geschmack, Farbe und Abgang. Hier finden Sie die weltweit einzigen Tasting Notes zum Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369.

  • Geruch: frisch, zarte Weinnoten, junger Pfirsich, Lindenblüten
  • Geschmack: Zunächst leicht floral und grasig, bevor die Weinaromen im Zusammenspiel mit Pfirsich und Mirabellen dominieren. Mit etwas Wasser kommen Lindenblüten und Bergjohannisbeeren stärker zu Geltung, hinzu eine leichte Bitterkeit, wie man sie von jungen Grapefruits kennt. Der Whisky erzeugt ein sehr öliges, cremiges Mundgefühl.
  • Abgang: Lang und ölig, hinzu eine frische Süße, zarter Sirup mit Menthol, bevor am Ende wieder die frische Bitterkeit der Grapefruit auf der Zunge verbleibt. Ganz zum Schluss auch einige Spuren von grünem Tee.

Release ist der 01.09.2017. Erhöltlich ist der Chichibu dann exklusiv bei japanwhiskys.com und whiskytempel.de. Der Releasepreis wird am Tag des Erscheinens bekannt gegeben.

Großbritannien: Die Rückkehr des Glenmorangie Astar

Wegen dem Ende der vorhandenen Fässer musste der 2008 auf den Markt gekommene Glenmorangie Astar im Jahr 2012 wieder eingestellt werden. Die Absenz vom Markt war aber nur temporär, und so wird der Whisky aus Missouri Ozark casks ab September wieder in UK erhältlich sein.

Der Glenmorangie Astar zeichnet sich vor allem durch seine Lagerung in besonderen Fässern, eben die genannten Missouri Ozark casks, aus. Das besonders weiche und poröse Holz wird zwei Jahre lang luftgetrocknet, bevor die Fässer vier Jahre lang mit Bourbon gefüllt werden, der danach dem Spirit aus Glenmorangie Platz machen muss. Das Resultat ist ein Whisky mit einem sehr eigenen Geschmacksprofil: süß und fruchtig mit floralen Noten, die an Lavendel und Nelke erinnern. Der Gaumen bietet Noten von Crème-Brûlée, tropischen und Steinfrüchten, Aprikosen mit Vanillepudding, Haselnüssen in weichem, butterartigem Fudge-Mix und Gewürznelke sowie gerösteter Eiche, gefolgt von Honig, Mandel, Kokosnuss-Eis und Spuren von Anis im Finish.

Der Glenmorangie Astar wird ungefärbt und nicht kühlfiltriert mit 52.5% abgefüllt (nicht ganz so stark wie die ehemaligen 57.1%). In Großbritannien wird er 74 Pfund kosten – wir versuchen gerade zu eruieren, ob er später auch am deutschen Markt erhältlich sein wird.

The Express: Die (laut Whiskybase) zehn schlechtesten Whiskys der Welt

Wie subjektiv Kriterien wie „gut“ oder „schlecht“ auch vom Gesetzgeber attribuiert werden, kann man zum Beispiel der Tatsache entnehmen, dass gesetzlich betrachtet eigentlich jeder Whiskyerzeuger behaupten darf, er mache „den besten Whisky Deutschlands“ – das wird als subjektives Wertungsurteil gesehen und ist nicht nachweispflichtig (oder -fähig).

Unter diesem Gesichtspunkt sollte man Listen, die Whiskys auf diese Weise beurteilen, auch immer mit aller Vorsicht betrachten. Das gilt nicht nur für „die besten“, sondern natürlich auch „die zehn schlechtesten Whiskys der Welt„, die Express.co.uk zusammengestellt hat. Auch wenn die Redaktion versucht, die Liste durch die Punktewertungen auf Whiskybase.com zu objektivieren, möchten wir dazu anmerken, dass das statistische Mittel von Meinungen auch noch eine Meinung bleibt und kein Faktum wird.

Der nach dieser Liste schlechteste Whisky der Welt ist der White Dog, ein klarer Rye Whisky, der in Polen drei Jahre lang in einem Metallfass(!) reifen durfte. 15 von 100 Punkten bekommt er auf der Base. Platz zwei geht an die Ukraine, Platz drei an Österreich (und nicht, wie im Artikel fälschlich attestiert, nach Bayern). Österreich ist überhaupt mit vier Whiskys unter den Flop 10 gut vertreten, Deutschland und die Schweiz steuern beide ebenfalls einen Whisky bei – sodass unser Sprachraum mehr als die Hälfte der hintersten 10 Plätze für sich beansprucht.

Wie gesagt: Alles subjektiv – und auch die Zahlenbasis ist nicht gerade repräsentativ (teilweise gerade einmal drei oder vier Wertungen). Wers genauer sehen will: Die Flop 100 von Whiskybase finden Sie hier. Welchen davon kennen Sie aus eigener Erfahrung?

Photo credit: Savara (deprecated) via Visualhunt.com / CC BY

The Courier: Kurzbericht über die Lindores Abbey Distillery

Noch im August will Lindores Abbey offiziell in Betrieb gehen, und die neue Destillerie, die wir bei Whiskyexperts schon seit vor dem Baubeginn mit unseren Berichten begleiten, tut dies auf historischem Grund: Dort, wo sie dann ihre Brennblasen anwerfen wird, hat Friar John Cor im Jahr 1494 den ersten schriftlichen Nachweis für Whiskyproduktion in Schottland geliefert – durch eine Bestellung von gemälzter Gerste, „um daraus Aqua Vitae herzustellen“.

Ein kurzer Bericht auf The Courier widmet sich der neuen Lowland-Destillerie, und erzählt ein wenig von deren nicht ganz unholprigen Entstehungsgeschichte. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Brennerei Streitigkeiten mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Lindt austragen musste? Und noch ein Unternehmen wird im Artikel als Ursache von – allerdings nicht näher benannten Streitigkeiten – genannt:

Unexpected hurdles have included re-routing an overhead cable, fending off legal challenges from Lindor chocolate makers and (amazingly) Red Bull—and opting for kerosene burners, as bringing in mains gas would cause too much upheaval in Newburgh.

Worum genau es beim Streit mit Red Bull ging, wird nicht verraten. Nun aber geht die Brennerei dann doch demnächst an den Start – es scheint so, als verleihe auch ein festes Ziel vor Augen die sprichwörtlichen Flügel…

Lindores Abbey Distillery © Kurt Rottenfusser

Serge verkostet: Bourbon und amerikanischen Whiskey

Die Verkostungswoche eröffnet Serge Valentin für sich mit einer Auswahl an amerikanischen Bottlings – nicht nur Originalabfüllungen aus den USA, sondern auch Unabhängige von Abfüllern wie Cadenhead oder North Star Spirits. Und die kommen von den Punktewertungen her auch an die Spitze.

Das sind die Kandidaten der Verkostung und ihre Wertungen:

  • Blanton’s Original ‘Single Barrel’ (46.5%, OB, Kentucky straight bourbon, barrel #359, 2016): 77 Punkte
  • Blanton’s Original ‘Single Barrel’ (46.5%, OB, Kentucky straight bourbon, barrel #958, 2016): 79 Punkte
  • Ezra Brooks (45%, OB, Straight Rye, +/-2016): 80 Punkte
  • Balcones ‘True Blue Cask Strength’ (65.7%, OB, Texas, blue corn, 2016): 75 Punkte
  • Tennessee Whiskey 13 yo 2003/2017 (51.1%, North Star Spirits, 154 bottles): 86 Punkte
  • Heaven Hill 20 yo 1996/2017 (50.8%, Cadenhead, 175th Anniversary, bourbon, 102 bottles): 85 Punkte

Australian Whisky Holdings finalisiert Übernahme der Nant Distillery

Jetzt aber! Die Australian Whisky Holdings haben einen endgültigen Schlussstrich hinter das Drama der Nant Distillery, das sich über die letzten Jahre entwickelte, ziehen können. Die Destillerie und deren Markenrechte sind nun in ihren Besitz überführt worden.

Wie The Shout aus Australien in der heutigen Ausgabe berichtet, ist damit ein Ende der Unterbrechung der Produktion und des Marketings des Whiskys abzusehen, und dem Whisky aus Tasmanien, der zuletzt durch Schulden, merkwürdige Gebarung bei vorbezahlten Fässern und Gerichtsverfahren in die Schlagzeilen geriet, ist wieder eine Zukunft gegeben.

Wer sich über die Kalamitäten, in die die Brennerei geriet, näher informieren will, kann es mit den Artikeln auf dieser Seite tun – auch im Bericht auf The Shout findet sich dazu eine kleine Zusammenfassung. Bleibt zu hoffen, dass unser nächster Bericht über die Nant Distillery endlich wieder einen Whisky zum Inhalt hat…

Meinwhisky: Ein Besuch bei Ardbeg

Ardbeg zählt sicher zu den beliebtesten Zielen für Destilleriebesuche auf Islay – aber Hand aufs Herz: Wer würde es schaffen, freiwillig auch nur eine einzige andere auszulassen, wenn er die Möglichkeit hätte, alle zu besuchen? Zu unterschiedlich sind sie, zu gut sind die verschiedenen Führungen, und zu interessant die Verkostungen – gerade im Vergleich.

Prioritäten setzen musste allerdings Petra Milde von meinwhisky.com auf ihrer Islay-Reise in diesem Sommer. Dass Ardbeg dabei ganz oben auf der Liste stand, verwundert nicht. Distillery Manager Mickey Heads persönlich führte Petra durch die Brennerei, bevor sie von Jackie Thomson, Visitor Center Manager, betreut wurde, und sie konnte dort jede Menge sehr schöner Bilder aufnehmen, die sie in ihrem Bericht auch zeigt. Da bleibt uns nur zu sagen: Schauen Sie sich das an – und selbst auch noch ein paar Bilder der Destillerie als kleines Horsd’œuvre zu servieren:

Bild © Ardbeg
Ardbeg. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Ardbeg. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen