Höchstens sieben Personen können dabei sein, sie kostet 100 Pfund und dauert viereinhalb Stunden: Die „Water to Whisky“-Tour bei Laphroaig hat unser Leser Jochen Wied nicht nur mitgemacht, sondern auch fotografisch dokumentiert. Insgesamt sind es 55 Bilder geworden, die diese umfassende Führung in allen Aspekten zeigen – und die wir auf insgesamt fünf Seiten mit Ihnen teilen können.
Hier ist das, was die Webseite von Laphroaig im Original über die Tour sagt:
The most extensive whisky experience available, guided by a Laphroaig Host who will share Laphroaig stories and secrets along the way. You will meet at the distillery to put on your wellington boots (provided for the day). This experience includes a distillery tour, a picnic lunch, peat cutting, a visit to the Laphroaig water source and a taste from a selection of casks before using a valinch to bottle your favourite 250ml.
Auch wenn Ihnen die Bilder einen schönen Eindruck geben, so gilt auch hier: Dabei sein ist alles. In diesem Sinne: Viel Vergnügen!
Die erste offizielle Neuankündigung kommt von Douglas Laing und seiner Regional Malts Serie: Timorous Beastie 10yo. Der Highland-Malt (komponiert aus Whiskys verschiedener Highland-Destillerien) wurde mit 46.8% abgefüllt.
Die englischsprachigen Tasting Notes versprechen folgendes Geschmackserlebnis:
The nose is immediately sugary sweet, bursting with warm syrup over sponge and ripe, juicy nectarines. The palate brings creamy honey, warm buttered toast, gentle spice and a distinct cereal character. All that leads to a deliciously full finish of honeycomb, zesty orange and soft fruits.
In England wird der Timorous Beastie in der aluminiumfarbenen Dose knapp 35 Pfund kosten, der Preis für Deutschland beträgt laut Generalimporteur, BSC, 39,90 Euro.
Von den Veranstaltern der 0711 Spirits in Stuttgart haben wir nachfolgenden Pressetext über die Ende Januar stattfindende Messe erhalten. Wir geben diesen gerne für Sie wieder:
0711 Spirits – die Stuttgarter Adresse für guten Geschmack
Vom 26.-28. Januar 2018 wird die Phoenixhalle in Stuttgart wieder Schauplatz der vierten 0711 Spirits in Stuttgart. Bei der Messe für Jedermann heißt es probieren, verkosten und den Abend genießen – werden doch hunderte von hochwertigen Spirituosen wie Whisky, Rum, Gin und andere Getränke zu günstigen Probierpreisen ausgeschenkt und zum Verkauf angeboten. Damit jeder Besucher das stilvolle Event mit Baratmosphäre ausgiebig genießen kann, ist die Veranstaltung am Freitag und Samstag sogar bis 23 Uhr geöffnet.
Nach den durchaus erfolgreichen Vorjahren wird die 0711 Spirits auch 2018 im Raum Stuttgart die Anlaufstelle für Genießer von hochwertigen Spirituosen sein. In der stilvollen Atmosphäre der Phoenixhalle im Römerkastell in Stuttgart bieten über 80 Aussteller an den drei Messetagen alles aus der Welt der Spirituosen und Getränke. Die Besucher können an allen Ständen probieren und Neues entdecken.
Das Angebot reicht von Whisky und Rum über die aktuelle Trendspirituose Gin bis hin zu Obstbränden, Tequila und Grappa. Doch auch Wein und Bier sowie alkoholfreie Getränke werden angeboten. Dabei spricht die Messe sowohl Kenner und Connoisseure, wie auch Einsteiger bei diesem Thema an. Oft werden die Besucher an den Ständen noch direkt von den Herstellern oder Importeuren betreut und erfahren so spannende Details über die Produkte. In den speziellen Seminaren und Tastings welche über das ganze Wochenende abgehalten werden kann jeder Besucher von einem Profi geführt dann noch tiefer in die Verkostung einsteigen und erfährt Spannendes über dessen Herstellung und Geschichte.
Ein Bild aus den vergangenen Jahren
Eine leckere Auswahl an hochwertigen Speisen sowie ein separater Raucherbereich runden das Angebot der Messe ab. Die 0711 Spirits hat am Freitag- und Samstagabend bis 23 Uhr geöffnet und bietet so eine abwechslungsreiche Abendunterhaltung. Alle Produkte können natürlich vor Ort käuflich erworben werden. Karten für den Eintritt und die speziellen Tastings sind jetzt online erhältlich unter www.0711spirits.de/tickets
Phoenixhalle im Römerkastell Stuttgart
Öffnungszeiten
Freitag 26.01.2018 17:00 -23:00 Uhr
Samstag 27.01.2018 13:00 -23:00 Uhr
Sonntag 28.01.2018 13:00 -19:00 Uhr
Eintritt für Besucher € 20,- inkl. Nosing-Glas und Gutscheine für kostenlose Proben und Rabatte
Im vierten Teil der gemeinsamen Sessions von Serge und Angus geht es diesmal um eine Highland-Destillerie: Ben Nevis. Der Name führt etwas in die Irre: Nach dem höchsten Berg Schottlands benannt und an seinem Fuß angesiedelt, ist sie doch kaum über Meeresniveau gelegen.
Serge und Angus verkosten heute vier Abfüllungen von Ben Nevis, darunter auch die zehnjährige Standardversion aus der Destillerie. Sie schneidet eigentlich sensationell ab: 89 Punkte von beiden für einen nicht fassstarken, jungen Standardwhisky sieht man auch nicht oft. Hier alle Bewertungen der Verkostung:
Ben Nevis 10 yo (46%, OB, +/-2017): 89 Punkte (Angus 89 Punkte)
Ben Nevis 18 yo 1998/2017 (49.4%, The Whisky Mercenary for Skotsj Fellowsjip, bourbon, cask #15001: 89 Punkte (Angus 89 Punkte)
Ben Nevis 21 yo 1996/2017 (48.7% The Nectar of the Daily Drams): 91 Punkte (Angus 91 Punkte)
Ben Nevis 20 yo 1996/2017 (56.6%, Archives, barrel, cask #09/08#1, 216 bottles): 90 Punkte (Angus 90 Punkte)
Der Verlag EOS hat uns vorab über eine Neuerscheinung eines besonderen Büchleins informiert: „Whisky-Wallfahrten“ des Münchener Priesters und Whiskykenners Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe wird im Februar im Handel erscheinen, kann aber dort jetzt schon vorbestellt werden. Worum es im Buch geht, entnehmen Sie bitte nachfolgender Pressemitteilung:
Neuerscheinung – „Whisky-Wallfahrten“
„Wasser des Lebens – Einführung in die Spiritualität des Whiskys“, so heißt der Titel des Anfang 2016 erschienenen ersten Whisky-Buchs des Münchener Priesters, Theologen, Kirchenrechtlers und Whiskykenners Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe. Diese „unerwartetste Bucherscheinung des Jahres“ 2016 (Katholisches Sonntagsblatt) wurde zu einem Überraschungserfolg und liegt mittlerweile in zweiter, verbesserter Auflage vor.
Inzwischen hat der Autor, der auch als „Whisky-Vikar“ bekannt ist, ein weiteres Buch geschrieben, das unter dem Titel „Whisky-Wallfahrten – eine spirituelle Reise durch Schottland“ dazu einlädt, Ursprung und Heimat des Whiskys näher kennenzulernen.
Schottland ist das ideale Reiseziel für alle, die sich nach unberührter Natur und uralten Zeugnissen menschlicher Zivilisation, nach äußerer Ruhe und innerer Freiheit, nach sinnlichen Eindrücken und spirituellen Erfahrungen sehnen.
Um all dies zu erleben, muss man aber nicht unbedingt nach Schottland reisen. Es genügt bereits, sich in die wunderbare Welt des schottischen Whiskys zu begeben. Mit einem Schluck schottischen Whiskys im Glas ist man so gut wie dort, wo er herstammt: Whisky ist Schottland in destillierter Form, ist gleichsam die Essenz seiner grandiosen Landschaft, seines ausgeglichenen Klimas, seiner bewegten Geschichte, seiner einzigartigen Kultur und nicht zuletzt auch seiner zeitlosen Spiritualität.
In seinem neuen Buch nimmt „Whisky-Vikar“ Wolfgang F. Rothe seine Leser mit auf eine Reise zu den Quellen sowohl einer wunderbaren Spirituose als auch einer lebensnahen Spiritualität.
Das Buch erscheint (wie bereits „Wasser des Lebens“) im selben handlichen Format wie Jim Murray’s Whisky Bible. Es hat einen festen Einband und ist mit über 80 stimmungsvollen Farbbildern illustriert.
Der Öffentlichkeit vorgestellt wird das Buch im Rahmen eines Whisky-Festes im Anschluss an einen ökumenischen Gottesdienst am 11. Februar 2018 um 16:00 Uhr in der Basilika St. Bonifaz (Karlstraße 34, 80333 München).
Wolfgang F. Rothe Whisky-Wallfahrten – Ein spiritueller Reiseführer durch Schottland
192 Seiten, Hardcover, über 80 Farbbilder
Verlag EOS – Editions St. Ottilien
ISBN 978-3-8306-7875-5
€ 19,95
Cadenhead’s bringt ja nicht nur sehr schöne Single Malts auf den Markt, immer wieder gibt es von diesem unabhängigen Abfüller auch Vatted Malts. Serge und Angus haben im Rahmen ihres Jahrestreffens drei davon ausgesucht und verkostet, einen aus dem letzten Jahr und zwei aus den Siebzigern. Während der letztjährige Malt 20 Jahre alt ist, sind die älteren Ausgaben 10 und 12 Jahre alt.
Schlägt Alter die Jugend oder war früher alles besser? Zumindest in dieser Verkostung ist die Antwort klar:
Cadenhead Creations 20 yo 1997/2017 (45.2%, Cadenhead, vatted malt): 83 Punkte (Angus 83)
Cadenhead’s 10 yo ‘Old Vatted Malt’ (80°proof, Cadenhead, 75cl, 1970s): 90 Punkte (Angus 91)
Cadenheads 12 yo ‘7 Stars Special Pure Malt Whisky’ (85°proof, Cadenhead, 26 2/3 fl. Ozs, +/-1970): 91 Punkte (Angus 91)
Die schottische Destillerienszene ist ständig in Bewegung (gestern zum Beispiel brachten wir einen Hinweis auf einen Artikel über die 10 Destillerien, die 2018 neu eröffnen werden). Wer hier up to date bleiben will, der kann sich unter anderem auch auf die Karten aus dem Alba Collection Verlag verlassen. Jetzt zum Jahresbeginn wurde eine neue Version der Schottland-Karte herausgebracht. Welche Veränderungen es gab, können Sie der untenstehenden Presseaussendung entnehmen. Zudem bieten wir das gesamte Verlagsprogramm als Service für Sie hier zum Download an (5MB, pdf, 28 Seiten) :
Neuerscheinung „Scotland’s Distilleries“ aus dem Alba Collection Verlag
Pünktlich zum Jahreswechsel ist unsere Karte „Scotland‘s Distilleries“ im Format 70 x 100 cm in der aktualisierten Auflage erschienen.
Aufgrund der zahlreichen Änderungen, allein 2017 eröffneten 11 neue Malt Destillerien und mehr als 30 weitere Destillerieprojekte befinden sich in der Planungs- bzw. Bauphase haben wir uns zu einer Neuauflage und der Vergabe neuer ISBN-Nummern entschieden.
Die Karte erscheint also nicht in der 4. aktualisierten Auflage sondern als Neuauflage:
„Scotland’s Distilleries“; Format 70 x 100 cm; Standard Version; ISBN 9783944148670
„Scotland’s Distilleries“; Format 70 x 100 cm; Premium Version; ISBN 9783944148663
Die Karte enthält gegenüber der Vorgängerversion folgende Änderungen:
aktive Malt Destillerien 126 (111 Vorversion)
aktive Grain Destillerien 9 (8 Vorversion)
geplante bzw. in Bau befindliche Malt Destillerien 30 (10 Vorversion)
Bei den ab Herbst 2014 neueröffneten Destillerien ist zusätzlich der Monat und das Jahr der Eröffnung auf der Karte vermerkt.
Die Karten sind im gut sortierten Whiskyfachhandel, im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.
Ab sofort ist auch unser komplettes Verlagsprogramm als 28-seitige Broschüre erhältlich.
Vor einigen Tagen haben wir ja bereits einige Bilder von Port Ellen (den Maltings und den Lagerhäusern) gebracht, und auch einen Blick auf die Überreste der Destillerie, die ja von Diageo wieder errichtet werden soll, konnten wir unseren Lesern bereits durch die Bilder von Jochen Wied gewähren.
Heute möchten wir Ihnen sechs weitere Bilder zeigen, diesmal von Jochen Wied und unserem Leser Ha-Pe. Lassen Sie uns mit einem Blick auf die Kilns beginnen:
Jochen Wied berichtet uns etwas mehr über den Platz davor, und illustriert das auch mit zwei Bildern:
Auf Islay hatten wir das Glück als Nachbarn Colin Gordon, seines Zeichens Site Manager der Port Ellen Maltings, zu haben, der es sich nicht nehmen ließ – trotz typischem Islay-Wetter – uns etwas Geschichte der ehemaligen Port Ellen-Distillery direkt auf dem Grundstück anschaulich zu vermitteln. Neben den Kilns und den Warehouses ist ja bekanntlich nicht mehr vierl übrig. Wenn man aber genau hinschaut, kann man die Überreste der Grundmauern des Stillhouse (das nicht sonderlich groß war), sowie abgetrennte Stahlträger erkennen, auf denen einmal die Potstills standen.
Was ich auch noch sehr interessant fand: Die Lagerhäuser von Port Ellen werden heute nur noch für Fässer von Caol Ila und Lagavulin verwendet, auf ganz Islay lagert angeblich kein einziges Fass Port Ellen Whisky mehr. Es sei viel zu gefährlich, diese Fässer dort zu lagern, teilte uns Colin mit.
Und einen Blick in die Lagerhäuser werfen wir nun wieder mit Ha-Pe, der diese fotografiert hat. In der Tat sind die einzigen Fässer, die man darauf wirklich einer Brennerei zuordnen kann, aus Lagavulin:
Eine schöne Übersicht zu Jahresbeginn bietet das englische scotchwhisky.com in einem Artikel, der heute online gegangen ist: Man listet dort alle Destillerien auf, von denen man weiß oder vermutet, dass sie in Schottland in diesem noch so jungen Jahr in Betrieb gehen werden. Zehn an der Zahl sind es, und sie werden im Artikel in Wort und Bild vorgestellt:
Ardnahoe
Ardross
Borders Distillery
Burnbrae Distillery
Crafty Distillery
Douglas Laing Distillery
Crabbie’s Distillery
Holyrood Park Distillery
Reivers Distillery
Toulvaddie
Zu allen Destillerien gibt es im Artikel auch interessante Hintergrundinfos und Links zu weiterführenden Artikeln. Gut für den schnellen Überblick und ebenso für tiefergehende Recherchen…
Unser Titelbild zeigt eine Planzeichnung der Islay-Destillerie Ardnahoe, untenstehend finden Sie eine für die Holyrood Park Distillery.
Nein, die Überschrift ist keinem Hangover geschuldet – sie erklärt sich aus den beiden Abfüllungen, die Serge und Angus heute im zweiten Teil ihrer gemeinsamen Session verkosten.
O.O. steht für Old Orkney, einen Whisky, der ca. 1910 in der Stromness Distillery auf den Orkneys abgefüllt wurde. Keine Altersangabe, keine Alkoholangabe, einfach ein alter, extrem seltener und sehr begehrter Whisky aus dem hohen Norden Schottlands.
Die zweite Abfüllung ist ein Fass-Sample aus der Leith Warehouse Company, aus einem Fass der Stromness Distillery stammend und am 16. Juni 1922 entnommen – also ebenso eine Seltenheit par excellence.
Die Wertungen der Verkostung: Serge und Angus vergeben diesmal „technische“ Punkte und meinen, es kämen noch jede Menge emotionale Punkte oben drauf. Wollen wir sie „unzählbare Punkte der Ehrfurcht“ nennen?
O.O. ‘Old Orkney’ (no ABV stated, OB, Real Liqueur Whisky, McConnell’s, Stromness Distillery, +/-1910): 90 Punkte (Angus 90 Punkte)
Stromness cask sample (Cask #17, Edinburgh & Leith Warehouse Company, drawn June 16, 1922): 90 Punkte (Angus 90 Punkte)
Von Stromness sind heute, 90 Jahre nach dem Ende des Betriebs, nicht einmal mehr Überreste vorhanden. Als Bild bringen wir daher eine Aufnahme von alten Werbeschildern für den O.O. Whisky, die in der Bar des Stromness Hotels auf den Orkneys hängen.
Whisky wird seit jeher nicht nur getrunken, sondern auch gesammelt – sei es, um besondere Tropfen für später aufzuheben oder rein des Sammelns willen. Immer schon, und verstärkt in den letzten Jahren, war Whisky auch ein Gegenstand der Wertanlage – begünstigt durch den Umstand, dass ältere Jahrgänge immer rarer werden und sich der Markt für Whisky global ausweitet.
Märkte sind dynamisch und ändern sich. Gastautor Marco Jansen von der Whisky Investments GmbH wirft für uns vierteljährlich einen Blick auf den Sammlermarkt und berichtet dabei über relevante Ereignisse und Entwicklungen. Hier ist sein aktueller Beitrag:
Der Whisky-Sammlermarkt – Bericht für Q1 2018
Im Jahre 2017 wurden weltweit an sehr vielen Kapitalmärkten neue Höchststände erreicht. Die größten Indizes wie der Dow Jones Industrial, der S&P 500 aber auch z.B. der deutsche Aktienindex DAX konnten im abgelaufenen Jahr prozentual zweistellige Kursgewinne verzeichnen. Ungeachtet der Hausse der letzten Jahre setzten auch die Entwicklungen der Preise an den Whiskysammlermärkten ihren Höhenflug unverändert fort.
Der RW APEX 1000 Index der schottischen Rare Whisky 101 Ltd., der die Entwicklung der tausend gefragtesten Abfüllungen am Sekundärmarkt abbildet, konnte im vergangenen Jahr um mehr als 25% zulegen und notiert so hoch wie nie zu vor. Japanische Abfüllungen entwickelten sich mit einem kleinen Plus von 4% eher unterdurchschnittlich, begehrter bei den Sammlern waren die „Klassiker“ aus dem Hause Macallan und einiger namhafter Lost Distilleries wie Brora oder Port Ellen. Bei den letztgenannten standen die Preise im letzten Quartal deutlich unter Druck, mehrten sich doch Diskussionen am Markt über die zukünftige Preisentwicklung dieser Marken nach der für die nächsten Jahre angekündigten Wiederinbetriebnahme. Am Ende blieb dennoch eine deutlich positive Entwicklung von mehr als 10%.
Wie wichtig eine ausgewogene und breit aufgestellte Sammlung ist, zeigt ein Blick auf den Negative Apex 1000 – den Index, der die Whiskies mit den schlechtesten Wertentwicklungen abbildet. Wer hier auf dem falschen Fuße erwischt wurde, musste 2017 Verluste von mehr als 7% hinnehmen. Mit Blick auf die letzten 8 Jahre summieren sich die Verluste sogar auf 40% und mehr- ein guter Grund sich regelmäßig mit dem eigenen Portfolio auseinanderzusetzen.
Wie zuletzt vom britischen Auktionshaus Bonhams berichtet setzt sich die Zunahme der Nachfrage auf breiter Front fort, immer mehr Investoren und Sammler begeistern sich für den Sachwert Single Malt Whisky. Auch von politischer Seite sind für das nächste Jahr keine Störfeuer zu erwarten, die aktuellen Brexit-Verhandlungen lassen -wenn überhaupt! – aktuell keinen schnellen Abschluss erwarten. Dementsprechend spricht zur Zeit wenig für eine Änderung des positiven Trends an den Whiskysammlermärkten.
Marco Jansen von Whisky-Investments.de
Autor Marco Jansen, Gesellschafter der Whisky Investments GmbH, arbeitet seit 16 Jahren in der Finanzbranche und sein Betätigungsfeld 1– neben der Betreuung von vermögenden Privatkunden – sind die internationalen Kapitalmärkte. Vor etwa 10 Jahren entdeckte er bei einer Reise nach Schottland seine Leidenschaft für Single Malt Whisky. Seitdem verfolgt er mit Interesse die Whiskymärkte und eine kleine Sammlung erlesener Tropfen füllt die speziell dafür eingerichtete Vitrine in seiner Heimat am Niederrhein.
Unser Titelbild zeigt die Catedral do Whisky – die größte Whiskysammlung der Welt
Sehr gut verfügbar, von hoher Qualität und mit einem recht attraktiven Preis: Auch im Jahr 2018 bleiben die Kriterien für unseren Whisky des Monats unverändert. Unsere Wahl fällt halt nicht immer genau auf einen einzigen Whisky, es sind manchmal auch mehrere einer Serie. So wie in diesem Monat unsere Wahl auf Big Peat, Timorous Beastie, Scallywag, Rock Oyster, The Epicurean und The Gauldrons fällt. Oder kurz zusammengefasst: Unsere Empfehlung für den Januar 2018 sind die Remarkable Regional Malts aus dem Hause Douglas Laing.
Wer immer auch die Idee hatte, jeder schottischen Whisky-Region jeweils ein eigenes Aromen-Profil zuzuweisen, dem kann man nur gratulieren. Die Unübersichtlichkeit, welche sich für Whisky-Novizen angesichts der großen Anzahl der Destillerien bietet, weicht ein wenig. Die Orientierung fällt deutlich leichter, und schnell können die eigenen Vorlieben und Favoriten formuliert werden.
Dass hier, wie bei jedem System, auch Härtefälle und vielleicht nicht ganz Passendes entstehen, versteht sich von selbst. Wozu gehört eine Brennerei, deren Warehouses in einer anderen Whisky-Region liegen als das Destillerie-Gebäude? Welche Gemeinsamkeiten haben die Whiskys von Talisker, Jura, Arran und den Orkney Islands ? Und warum gibt es eine Whisky-Region, zu der lange nur eine einzige Brennerei gehörte?
Der unabhängige Abfüller und Blender Douglas Laing blickt auf eine fast siebzigjährige Geschichte als Whisky-Spezialist zurück. Mit seinen Remarkable Regional Malts nimmt er die Whisky-Regionen auf und interpretiert sie durch seine Blended Malts auf eigene Weise. So repräsentieren Big Peat (Islay), Timorous Beastie (Highlands), Scallywag (Speyside), Rock Oyster (Islands) The Epicurean (Lowlands) und The Gauldrons (Campbeltown) die verschiedenen Varianten des Scotch Whisky. Als Small-Batch-Abfüllung gekennzeichnet und mit einem aufwändigen Design geschmückt, verdeutlicht Douglas Laing, das es hier nicht um eine Vereinheitlichung eines Geschmackprofils geht, sondern um Charakteristika einer Whisky-Region, welche von Batch zu Batch unterschiedlich interpretiert sind. Und dies alles gemäß dem Firmenmotto „no colouring – no chillfiltration – no nonsense“.
Big PeatSchon auf dem Label verdeutlicht der knollennasige Bärtige, mit zugekniffenen Augen und einer starken Brise trotzend, was vom Big Peat zu erwarten ist. Mit seinen Aromen von Salz, Torf und Rauch repräsentiert er die Whiskys der Insel Islay. Big Peat enthält Whiskys der Brennereien Ardbeg, Caol Ila, Bowmore und Port Ellen.
Timorous BeastieAus den Brennereien Blair Athol, Glen Garioch, The Dalmore und Glengoyne kommen unter anderem die Whiskys für diesen Vertreter der Region Highlands und sorgen für die den Highlands zugeschrieben Aromen: Heide kombiniert mit floralen Noten, würzig mit einem Anflug von Holz. Namenspate ist hier eine eine kleine und schüchterne Maus aus Robert Burns Gedicht „To a Mouse“.
ScallywagLeicht verschmitzt lächelnd begrüßt uns hier ein Foxterrier. Dieser süße, kleine und zugleich ein wenig freche Hund lässt uns den Charakter der Speyside-Whiskys erahnen: Fruchtig, süß und gleichzeitig würzig. Die hier verwendeten Whiskys kommen unter anderem von Mortlach, Macallan und Glenrothes lagerten sowohl in früheren Bourbon- als auch spanischen Sherry-Fässern.
Rock Oyster
Salzige und maritime Aromen, gepaart mit ein klein wenig torfigem Rauch und einer gewissen Würzigkeit, dies finden wir beim Vertreter der Islands. Neben Whisky von den Inseln Arran, Orkney und Jura enthält Rock Oyster auch Islay-Whisky.
The EpicureanDie Lowlands repräsentiert The Epicurean, diese Abfüllung ist zugleich auch eine Hommage. In den 30er Jahren wurden in Glasgow so wichtige Persönlichkeiten bezeichnet, welche auf keiner Gästeliste fehlen durften und auf Partys stets im Mittelpunkt standen. Wir finden hier Zitrus, florale Noten und Kräuter sowie Aromen gemälzter Gerste.
The GauldronsSeit dem letzten Herbst finden wir nun auch den Campbeltown-Vertreter (The Gauldrons bedeutet „Bucht der Stürme“) bei den Remarkable Regional Malts. Mit diesem Vatted Malt sind nun alle Whisky-Regionen vertreten. The Gauldrons zeigt neben seiner Salzigkeit noch Getreidenoten, welche begleitet werden von Rauch und Süße.
Die Standard-Abfüllungen der Remarkable Regional Malts sind mit einem Preis von 40 – 50 € im Fachhandel zu finden. Sie bieten damit einen preislich attraktiven und qualitativ hohen Einstieg in Schottlands Whiskys. Dazu gibt es verschiedene Sondereditionen und Special Releases: mit speziellen Finishes, in Fassstärke, zu Weihnachten, zur Fèis Ìle, als Abfüllung für spezielle Regionen, als personalisierte Abfüllung anlässlich besonderer Jubiläen oder mit einer expliziten Altersangabe. Und dann allerdings auch mit anderen, weil höheren Preisen.
Durch die Feiertage und die dadurch wohl genommenen Auszeiten sind sie diesmal wieder etwas spärlicher als sonst, aber dennoch präsentieren wir Ihnen hier wie jeden Sonntag Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Woche 56 bietet Ihnen die nachfolgenden Beiträge:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite und auch in der Sidebar auf unserer Webseite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Ein wenig kommt das Schema bei Serge Valentin in letzter Zeit durcheinander: Montag bis Freitag Tastings, Samstags Angus, Sonntags Ruhepause. Aber so zu 100% kann man sich darauf nicht mehr verlassen. Wie heute.
Heute nämlich posten Serge und Angus den ersten Teil einer gemeinsamen Session, bei der sie zweierlei Dinge verkosteten: Sehr, sehr alte Whiskys und Senf. Den Senf, wenn auch recht witzig zu lesen, lassen wir unserer Ausrichtung entsprechend, vor – aber die Whiskys, die bis ins Jahr 1878 (!!!) zurückreichen, die wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Alle Details dann hier in der Verkostung (und ja, auch die zu den Senftiegeln):
Real McTavish (43%, OB, Ainslie & Heilbronn, for Germany, +/-1970): 81 Punkte (Angus 80)
Ross Cameron’s 22 yo (86°proof US, OB, for T.F. Craft Corporation Los Angeles, Old Highland Malt Whisky, 1950s): 93 Punkte (Angus 93)
Smith & Hoey 21 yo (no ABV, OB, Liqueur Old Scotch Whisky, sold or bottled 1905): 93 Punkte (Angus 93)
McLaren’s 25 yo 1878 ‘V.V.O.’ (no ABV, John A. McLaren distiller, Perth, ‘Scotch Whisky’, +/-1902): 87 Punkte (Angus 88)