Whisky im Bild: Bruichladdich, Kilchoman, Lagavulin (11 Bilder)

Am letzten Samstag vor Weihnachten holen wir Sie noch einmal zurück in den Spätsommer auf Islay – und besuchen mit unserem Leser Christian Spatt drei Destillerien. Er hat insgesamt 11 Bilder von Bruichladdich, Kilchoman und Lagavulin für Sie aufgenommen, und wir teilen sie hier gerne mit Ihnen.

Ausserdem richten wir heute noch einmal unseren Aufruf an Sie: Wenn Sie schöne Aufnahmen von schottischen Brennereien oder Landschaften haben und diese uns zur kostenfreien Verwendung für unsere Leser zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie uns an team (at) whiskyexperts.net – wir haben immer Bedarf daran, auch zur Illustration unserer Artikel. Natürlich werden Sie als Fotograf(in) erwähnt – und alle anderen Rechte bleiben bei Ihnen.

Jetzt aber viel Vergnügen mit den Bildern, die Sie durch Anklicken vergrößern können – und einen halbwegs stressbefreiten letzten Einkaufsamstag  vor den Festtagen, bevor Sie hoffentlich durchatmen können. Wie sagte Karl Valentin einmal so schön: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch endlich wieder ruhiger.

Bruichladdich. Bild © Christian Spatt
Bruichladdich. Bild © Christian Spatt
Bruichladdich. Bild © Christian Spatt
Bruichladdich. Bild © Christian Spatt
Kilchoman. Bild © Christian Spatt
Kilchoman. Bild © Christian Spatt
Kilchoman. Bild © Christian Spatt
Kilchoman. Bild © Christian Spatt
Lagavulin. Bild © Christian Spatt
Lagavulin. Bild © Christian Spatt
Lagavulin. Bild © Christian Spatt

Neu: E&K – Blend von Scotch und indischem Whisky

Die Vorbestellungen sind bereits größer als die Anzahl der produzierten Flaschen, aber unter ihnen waren natürlich auch Vorbestellungen von Händlern und man kann darauf vertrauen, dass man auch hier in Deutschland bald in den Genuss der interessanten Abfüllung gelangen kann: Fusion Whisky und Adelphi haben einen neuen internationalen Blended Malt Whisky herausgebracht, in Anlehnung ihrer erfolgreichen Vorläuferserie, die Scotch und japanischen Whisky vermählte.

Der E&K Malt Whisky wurde wieder von Alex Bruce komponiert, Master Blender und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd.. Er wurde aus schottischem und indischem Whisky geblendet.

Alex Bruce, Master of The Quaich und Managing Director der Adelphi Distillery Ltd. sowie der Ardnamurchan Distillery Ltd. (Copyright: Fusion Whisky Ltd; Picture: Tina Norris)

Die jüngste Komponente in der Flasche ist fünf Jahre alt, die drei verwendeten Malts stammen aus Ardmore, Glenrothes und aus Amrut, der indischen Brennerei in Bangalore. Geschmacklich soll er Früchte und exotische Gewürze, Cremigkeit, Sherrynoten und leichten Rauch bieten. Die offiziellen Tasting Notes in Englisch können Sie hier nachlesen:

In England wird der mit 57.8% abgefüllte E&K 135 Pfund kosten, in Deutschland wird man 129 Euro dafür auf den Tisch legen müssen – das genaue Erscheinungsdatum werden wir dann nachreichen, man kann aber bald damit rechnen.

The Shed Distillery in Connacht hat nun offiziell Whiskey

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Gestern war es soweit: The Shed Distillery in Drumshanbo, Co. Leitrim, hat nach dreijähriger Reifezeit den ersten Whiskey in den Fässern. Nach über 100 Jahren ist es nun die erste Destillerie in Connacht, die wieder Whiskey produziert und damit den Rang der noch wenigen bereits mit eigenem Whiskey versehenen Brennereien in Irland (18 produzieren bereits, 16 weitere haben eine Baugenehmigung).

Vor 200 geladenen Gästen hat man das erste Fass geöffnet, eine Kostprobe daraus entnommen und danach das Fass wieder verschlossen. Es gehörte zu den ersten, die dort von den Besitzern PJ und Denise Rigney befüllt wurden. Die meisten der dort lagernden Fässer sind bereits im Besitz von Investoren oder Sammlern, darunter auch Prinz Albert von Monaco, berichet rte.ie. Eine offizielle Abfüllung erwartet man nach anderen Quellen erst im Jahr 2019.

18 Angestellte in Vollzeit hat die Brennerei bereits, man wird diese Zahl auf 30 erhöhen, wenn man im nächsten Jahr ein Besucherzentrum um 1.5 Millionen Euro fertigstellen wird. The Shed Distillery soll bis zu 250.000 Liter im Jahr produzieren.

FFT.ie: Das Problem mit irischem Whiskey

Der dritte und finale Teil einer sehr ausführlichen und kritischen Auseinandersetzung mit irischem Whiskey, der auf FFT.ie gestern veröffentlicht wurde, ist für uns Anlass, auf die gesamte Serie hinzuweisen – geht sie doch sensibel und offen mit einem Faktum um, das zwar bei vielen Whiskeykennern bekannt, in der Allgemeinheit aber wenig verankert ist: Es gibt wesentlich mehr irische Whiskeymarken als es Destillerien gibt – und ein Großteil aller Abfüllungen stammt aus den selben Beständen. Viele kleine, im Aufbau befindlichen Brennereien nutzen diese unter eigenem Namen, um ihre Marke aufbauen zu können und sich einen Platz in den Regalen zu sichern. Manche gehen damit offen um, andere weniger. Und nachdem sich die Bestände in den Händen großer Konzerne befinden, haben kleine Blender eigenem Bekunden nach auch manchmal Probleme, genügend Stock für ihre Marken zu bekommen, vor allem dann, wenn sie in Konkurrenz zu den Produkten der Großen stehen.

Die drei Teile des Artikels (eins, zwei, drei) beschäftigen sich mit der Frage, warum es dazu kam, wie die Industrie damit umgeht und wie sich diese Situation auf das Standing des irischen Whiskeys auswirkt. Einerseits haben ja diese „Handelsmarken“ in Irland schon seit jeher Tradition, andererseits ist der Konsument von Schottland her gewohnt, dass die Whiskys auch unterschiedlichen Brennereien zugeordnet sind. Der Artikel ist sicherlich kontroversiell, aber hervorragendes Gedankenfutter und ein Beitrag dazu, die irische Whiskeyszene, die im Auf- und Umbruch ist, besser zu verstehen. Sehr lesenswert!

Die Connemara. © Beam Suntory

Whisky im Bild: Fässer bei Bowmore (Wallpaper)

Unser heutiges Wallpaper für Whisky im Bild haben wir von Lydia Frontczak, die unserem Aufruf vor einigen Tagen gefolgt ist und uns einige ihrer Fotos für unsere Leser zur Verfügung gestellt hat.

Wir beginnen mit einem Bild aus dem Fasslager von Bowmore, einem stimmungsvollen Bild in schwarzweiß, 5312×2988 Pixel groß und gute 5MB im Download. In kleinerer Auflösung können Sie das Bild hier ansehen, zum Download klicken Sie hier.

Vielen Dank, Lydia Frontczak für die Bilder, und wenn Sie solche Aufnahmen von schottischen Brennereien oder Landschaften haben und diese uns zur kostenfreien Verwendung für unsere Leser zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie uns an team (at) whiskyexperts.net – über Einsendungen freuen wir uns sehr.

Bruichladdich: Die Bio-Perspektive

Als einer der Pioniere der Verwendung von biologisch erzeugter Gerste für Whisky hat Bruichladdich, die Islay-Destillerie, die sich im Untertitel des Brennereinamens selbst als fortschrittlich tituliert (progressive hebridian distillers), ein gewichtiges Wörtchen mitzureden in der Debatte, ob biologisch tatsächlich besser ist. Und man widmet dem Thema einen interessanten Beitrag auf der hauseigenen Webseite.

Der Tenor des lesenswerten Artikels: Man hat begonnen, Bio-Gerste zu verwenden, weil man wissen wollte, ob der Geschmack des Whiskys sich dadurch verändert. Die Frage war schnell geklärt: Bio-Gerste brachte tatsächlich eine besondere Cremigkeit in den Geschmack, die man sich so von herkömmlicher Gerste nicht erwarten durfte.

Gerste in Nahmaufnahme. Photo by Cambridge Brewing Co. on Visualhunt / CC BY-ND

Aber ist biologischer Whisky auch tatsächlich besser? Niemand will behaupten, dass er gesünder sei – aber wenn man die weitere, nicht egozentrische Sicht anwendet, dann hat er tatsächlich Vorteile, die ihn „besser“ machen. Die Überlegungen gehen über das reine Erzeugen von Whisky hinaus und sind wirklich lesenswert, weil ja auch Whisky Teil einer Wertschöpfungs- und Ressourcenkette ist und seine Auswirkungen verwoben und mannigfaltig sind. Schauen Sie mal in den Beitrag rein, es zahlt sich aus.

Raymond Stewart von der Kentraw Farm erntet die Gerste auf Richard Macaire’s Foreland Estate. Bild von Bruichladdich

Video: Die Ardnahoe-Brennblasen kommen auf Islay an

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Gestern hat die Destillerie Ardnahoe ein Video von der Ankunft ihrer Stills auf dem Brennereigelände auf Islay veröffentlicht, und wir möchten Ihnen diesen kurzen, aber eindrucksvollen Clip nicht vorenthalten.

Die Stills für die Brennerei, die noch vor dem Sommer 2018 in Betrieb gehen sollen, wurden von ihrer Produktionsstätte auf Sattelschleppern nach Islay gebracht und dort in das mittlerweile schon weit vorangeschrittene Gebäude gehievt. Die Reise geht vorbei an einer beeindruckenden Bergkulisse, und ganz nebenbei: Man sieht schon jetzt, dass sich der Blick aus dem Stillhouse vor dem von Caol Ila nicht verstecken muss. Zum Ende des Videos sieht man dann die Brennerei noch von oben in einer Drohnenaufnahme.

Wenn man diese Bilder aus dem obenstehenden Video sieht, kann man durchaus davon ausgehen, dass Ardnahoe ein Publikumsmagnet auf Islay werden wird. Wer also ab Sommer 2018 auf Islay weilt, sollte die Brennerei im Hinterkopf behalten…

Serge verkostet: Mehr Glenfarclas

Schon gestern hat sich Serge Valentin der Destillerie Glenfarclas gewidmet und sowohl offizielle als auch unabhängige Abfüllungen unter die Lupe genommen. Auch heute bleibt diese Aufteilung erhalten, auch wenn diesmal die offiziellen Bottlings die Oberhand behalten.

Von alterslos bis 30 Jahre alt ist heute alles dabei, und punktemäßig bewegen wir uns zwischen 81 und 90 Punkten. Die höchste Punktezahl der Verkostung teilen sich dabei zwei Flaschen:

  • Glenfarclas ‚Legend of Speyside – Springs‘ (46%, OB, sherry casks, +/-2016): 85 Punkte
  • Glenfarclas ‚105‘ (60%, OB, +/- 2017): 86 Punkte
  • Glenfarclas 2008/2016 ‘Cuvée du Fondateur’ (58%, OB, for Corman-Collins, cask #2982, 335 bottles): 87 Punkte
  • Secret Distillery 9 yo (60.5%, That Boutique-y Whisky Company for La Maison du Whisky, 938 bottles): 81 Punkte
  • Glenfarclas 30 yo 1971 ‘Orange Syllabus’ (56.8%, Scotch Malt Whisky Society, #1.97, 247 bottles, +/-2001): 90 Punkte
  • Glenfarclas 1994/2003 (53.3%, OB for Potstill Vienna, cask #839, 312 bottles): 86 Punkte
  • Glenfarclas 21 yo (43%, OB, +/-2005): 90 Punkte
  • Glenfarclas 1989/2014 (46%, OB, for Hanseatischen Weinhandelsgesellschaft Bremen – that’s right – first fill oloroso): 84 Punkte
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

ABC: Nant Distillery in Australien wird um 2 Millionen Euro ausgebaut

Nach den gerichtskundigen Vorgängen um die Fassverkäufe bei der australischen Nant Distillery, dem Aufkauf der Brennerei durch Australian Whisky Holdings und der Restrukturierung des Unternehmens sowie den Gesprächen mit den Gläubigern (die Ereignisse können Sie anhand unserer Newsbits auf dieser Seite umfassend nachvollziehen), scheint nun das nächste und diesmal sehr positive Kapitel der Destillerie anzubrechen:

Im Rahmen der Sendung „Tasmanian Country Hour“ auf ABC Australia kam es zu einem Gespräch zwischen dem neuen CEO der Nant Distillery, Chris Malcolm, und der Moderatorin Sally Dakis, in dessen Verlauf auch über die Zukunft der Brennerei gesprochen wurde. So war unter anderem zu erfahren, dass Australian Whisky Holdings den Ausbau der Destillerie plant und dort sozusagen eine komplett neue Brennerei bauen will. Diesen Ausbau wird man sich 3 Millionen Australische Dollar kosten lassen, umgerechnet etwa 1.93 Millionen Euro. Auch die Marke wird, zumindest für absehbare Zeit, weitergeführt – sicher keine einfache Entscheidung bei den Altlasten, die mit dem Namen verbunden sind.

Das gesamte Interview in der Dauer von knapp 10 Minuten können Sie hier nachhören und auch als mp3-File fürs spätere Abhören herunterladen.

Ralfy verkostet: Caol Ila Distillers Edition 2004/2016 (Review #707)

Zumeist, aber nicht immer, kehren sie jährlich wieder: Die Distillers Editions der Classic Malts von Diageo. In der Regel sind diese in verschiedensten Sonderfässern gefinisht, und da macht auch der Caol Ila Distillers Edition 2004/2016 keine Ausnahme. Er verbrachte einen Teil seiner zwölfjährigen Reifezeit in Moscatel-Fässern, ein Sherry, der im Charakter dem von Pedro Ximenez recht ähnlich ist.

Die rund 50 Euro teure Abfüllung (sie ist in unseren Landen in diversen Shops vertreten) erhält bei Ralfy zunächst ausgezeichnete 90 Punkte. Zunächst deshalb, weil er danach einen Punkt für zwei „Fehler“ des Whiskys abzieht: Er ist kühlfiltriert und gefärbt. Das ergibt dann im Endeffekt eine immer noch sehr, sehr gute Wertung von 89 aus 100 Punkten.

Alle Infos und die Tasting Notes können Sie, wie immer, dem obenstehenden Youtube-Video entnehmen, das diesmal knapp über 19 Minuten dauert und, wie bei Ralfy üblich, auch weitere nützliche und interessante Fakten über Whisky und Whiskyerzeugung enthält

Whisky Advocate: Wann welche neue Destillerie Whisky abfüllen wird

Selbst, wenn man täglich den Whiskymarkt in Schottland beobachtet, kann man auf Grund der vielen neuen Brennereien schnell einmal den Überblick verlieren, wann von welcher neuen Destillerie Whisky zu erwarten ist. Und dabei beziehen wir uns gar nicht einmal nur auf jene, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind und daher noch gar keinen Whisky verkaufen KÖNNEN – auch bei denen, die bis 2015 enstanden und daher ihren Spirit schon drei Jahre lang reifen lassen konnten, ist ein Überblick nicht einfach.

Whisky Advocate aus den USA hat sich an diese Aufgabe gemacht und jene 13 Destillerien, die nun schon Whisky  verkaufen könnten, es aber noch nicht getan haben, befragt, wann es denn so weit sei (und auch, aus lokalem Interesse, wann dieser Whisky in den USA zu finden sein könnte). Dank dem Online-Magazin wissen wir nun die erwarteten Erscheinungstermine von Whiskyabfüllungen für folgende Destillieren:

  • Annandale
  • Arbikie
  • Ardnamurchan
  • Ballindaloch
  • Daftmill
  • Dalmunach
  • Eden Mill
  • Glasgow Distillery Co.
  • Inchdairnie
  • Isle of Harris
  • Kingsbarns
  • Roseisle
  • Strathearn

Zwei davon, Dalmunach und Roseisle, planen keinen Release, bei Strathearn gab es schon Whisky, allerdings in Mikromengen. Für alle anderen Infos gehen Sie bitte auf die Website von Whisky Advocate.

Noch heuer zu erwarten: Eine Abfüllung aus der Eden Mill Distillery. Bild © Petra Milde, meinwhisky.com

The Drinks Business: Schottlands neue Destillerien

Einen sehr interessanten Artikel über die boomende Destillerienszene in Schottland können Sie heute auf The Drinks Business finden. In ihm wird über jene Destillerien berichtet, die seit dem Jahr 2013 neu aufgemacht haben oder bis Ende 2018 eine Eröffnung planen.

Und das sind nicht so wenige: Momentan zählt man 126 produzierenden Whiskybrennereien in Schottland, 21 haben seit 2013 eröffnet oder wiedereröffnet (22, wenn man Glen Keith dazurechnet, was der Artikel nicht tut – und eventuell sind auch einige Mikrodestillerien der Zählung entwischt), vier weitere wollen im Jahr 2018 eröffnen – und es gibt noch einige, die erst später in Betrieb gehen werden.

The Drinks Business spricht mit einigen der Besitzer der neuen Destillerien und listet die oben nur numerisch angeführten Brennereien auch namentlich auf – macht insgesamt einen sehr lesenwerten Beitrag, den wir Ihnen damit ans Herz legen wollen.

Übrigens: Später heute haben wir dann noch einen Verweis auf einen Beitrag vorbereitet, der sich – unter etwas anderen Aspekten – mit den Neuen in der schottischen Destillerienlandschaft beschäftigt. Interessante Zeiten kommen jedenfalls auf uns zu, und wir werden Sie auch in Zukunft immer aktuell informieren…

Eine der Destillerien, die 2018 eröffnen werden: Ardnahoe auf Islay. Bild: Ardnahoe Distillery

International Advertiser: Was Whiskysammlungen wert sind

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Wer mehr als eine ungeöffnete Whiskyflasche bei sich zu Hause hat und das nicht, weil er sie etwas später dann trinken will, besitzt eine Whiskysammlung. Bei manchen sind es dutzende Flaschen, bei manchen hunderte oder sogar tausende. Wenn Sie eine wirklich irre Sammlung sehen wollen, dann schauen Sie mal hier).

Rare Whisky 101 (RW101) hat nun in Zusammenarbeit mit Whisky Auctioneer untersucht, was diese Sammlungen im Durchschnitt wert sind. Man hat sich dazu die Käufe und Verkäufe von 326.000 Flaschen durch 1.542 Whiskyfreunde angesehen, die diese wohl über die Verkaufsplattform durchgeführt haben. Natürlich ist diese Analyse nur innerhalb des Samples repräsentativ, aber einige interessante Zahlen lassen sich darin durchaus finden:

  • Eine kleine Anzahl von Sammlern gibt im Jahresdurchschnitt an die 112.000 Euro für Whisky aus.
  • Im Durchschnitt besteht eine Whiskysammlung aus über 200 Flaschen im Gesamtwert von 50.000 Pfund mit einem Durchschnittswert von 228 Pfund pro Flasche.
  • Jede zehnte Sammlung hat einen Gesamtwert von über 100.000 Pfund.
  • Der Wert der Sammlerflaschen, die in Großbritannien im ersten Halbjahr 2017 in Auktionen gehandelt wurden, stieg zum Vergleichszeitraum zum Vorjahr um fast 94%, die Anzahl um 47%.
  • Die populärsten Sammlerflaschen stammen in dieser Reihenfolge aus nachfolgenden Destillerien: Macallan, Ardbeg, Highland Park und Springbank.

Man ist sich in der Studie durchaus bewusst, dass man nur die Spitze des Eisbergs erfasst hat und dass sich viele Schätze in kleineren Privatsammlungen befinden. Dass die Zahlen weiterhin so rasant anwachsen, so die Autoren, zeigen, dass der Markt nach wie vor für Investoren und Sammler attraktiv ist.

Blick in die Catedral do Whisky, eine der größten Whiskysammlungen der Welt

Serge verkostet: Glenfarclas

Originalabfüllungen und unabhängige Bottlings des Whiskys aus der Destillerie Glenfarclas sind heute im Mittelpunkt der Verkostungsnotizen von Serge Valentin auf seiner Webseite. Das familiengeführte Unternehmen in der Speyside, das sich selbst (geografisch völlig korrekt) als Highland-Destillerie sieht, bietet ja eine sehr weit gespannte Standardrange, was das Alter (und dementsprechend die Preise) betrifft, und durch ein sehr kluges Fassmanagement (und die Aussteuerung des Bedarfs durch das Preisschild) gibt es diese Abfüllungen auch recht verlässlich.

Drei offizielle Bottlings und drei unabhängige Abfüllungen finden sich heute in der Verkostung, und die offiziellen sind dabei die jüngeren Whiskys. Interessant: Die erste unabhängige Abfüllung in der Liste ist durch den niedrigen Alkoholgehalt offiziell kein Whisky mehr – was sie nicht uninteressanter (oder schlechter) macht. Hier die Wertungen:

  • Glenfarclas 8 yo (40%, OB, +/-2017): 80 Punkte
  • Glenfarclas 10 yo (40%, OB, +/-2017): 84 Punkte
  • Glenfarclas 15 yo (46%, OB, +/-2017): 84 Punkte
  • The Hielanman 45 yo 1971/2015 (38.3%, Cadenhead, Spirit drink, 75 bottles): 90 Punkte
  • Glenfarclas 27 yo 1990/2017 (51.9%, Cadenhead, Authentic Collection, hogshead, 210 bottles): 88 Punkte
  • Glenfarclas 28 yo 1988/2017 (53%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 210 bottles): 88 Punkte
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Glenfarclas. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen