The Courier: Kurzbericht über die Lindores Abbey Distillery

Noch im August will Lindores Abbey offiziell in Betrieb gehen, und die neue Destillerie, die wir bei Whiskyexperts schon seit vor dem Baubeginn mit unseren Berichten begleiten, tut dies auf historischem Grund: Dort, wo sie dann ihre Brennblasen anwerfen wird, hat Friar John Cor im Jahr 1494 den ersten schriftlichen Nachweis für Whiskyproduktion in Schottland geliefert – durch eine Bestellung von gemälzter Gerste, „um daraus Aqua Vitae herzustellen“.

Ein kurzer Bericht auf The Courier widmet sich der neuen Lowland-Destillerie, und erzählt ein wenig von deren nicht ganz unholprigen Entstehungsgeschichte. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Brennerei Streitigkeiten mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Lindt austragen musste? Und noch ein Unternehmen wird im Artikel als Ursache von – allerdings nicht näher benannten Streitigkeiten – genannt:

Unexpected hurdles have included re-routing an overhead cable, fending off legal challenges from Lindor chocolate makers and (amazingly) Red Bull—and opting for kerosene burners, as bringing in mains gas would cause too much upheaval in Newburgh.

Worum genau es beim Streit mit Red Bull ging, wird nicht verraten. Nun aber geht die Brennerei dann doch demnächst an den Start – es scheint so, als verleihe auch ein festes Ziel vor Augen die sprichwörtlichen Flügel…

Lindores Abbey Distillery © Kurt Rottenfusser

Serge verkostet: Bourbon und amerikanischen Whiskey

Die Verkostungswoche eröffnet Serge Valentin für sich mit einer Auswahl an amerikanischen Bottlings – nicht nur Originalabfüllungen aus den USA, sondern auch Unabhängige von Abfüllern wie Cadenhead oder North Star Spirits. Und die kommen von den Punktewertungen her auch an die Spitze.

Das sind die Kandidaten der Verkostung und ihre Wertungen:

  • Blanton’s Original ‘Single Barrel’ (46.5%, OB, Kentucky straight bourbon, barrel #359, 2016): 77 Punkte
  • Blanton’s Original ‘Single Barrel’ (46.5%, OB, Kentucky straight bourbon, barrel #958, 2016): 79 Punkte
  • Ezra Brooks (45%, OB, Straight Rye, +/-2016): 80 Punkte
  • Balcones ‘True Blue Cask Strength’ (65.7%, OB, Texas, blue corn, 2016): 75 Punkte
  • Tennessee Whiskey 13 yo 2003/2017 (51.1%, North Star Spirits, 154 bottles): 86 Punkte
  • Heaven Hill 20 yo 1996/2017 (50.8%, Cadenhead, 175th Anniversary, bourbon, 102 bottles): 85 Punkte

Australian Whisky Holdings finalisiert Übernahme der Nant Distillery

Jetzt aber! Die Australian Whisky Holdings haben einen endgültigen Schlussstrich hinter das Drama der Nant Distillery, das sich über die letzten Jahre entwickelte, ziehen können. Die Destillerie und deren Markenrechte sind nun in ihren Besitz überführt worden.

Wie The Shout aus Australien in der heutigen Ausgabe berichtet, ist damit ein Ende der Unterbrechung der Produktion und des Marketings des Whiskys abzusehen, und dem Whisky aus Tasmanien, der zuletzt durch Schulden, merkwürdige Gebarung bei vorbezahlten Fässern und Gerichtsverfahren in die Schlagzeilen geriet, ist wieder eine Zukunft gegeben.

Wer sich über die Kalamitäten, in die die Brennerei geriet, näher informieren will, kann es mit den Artikeln auf dieser Seite tun – auch im Bericht auf The Shout findet sich dazu eine kleine Zusammenfassung. Bleibt zu hoffen, dass unser nächster Bericht über die Nant Distillery endlich wieder einen Whisky zum Inhalt hat…

Meinwhisky: Ein Besuch bei Ardbeg

Ardbeg zählt sicher zu den beliebtesten Zielen für Destilleriebesuche auf Islay – aber Hand aufs Herz: Wer würde es schaffen, freiwillig auch nur eine einzige andere auszulassen, wenn er die Möglichkeit hätte, alle zu besuchen? Zu unterschiedlich sind sie, zu gut sind die verschiedenen Führungen, und zu interessant die Verkostungen – gerade im Vergleich.

Prioritäten setzen musste allerdings Petra Milde von meinwhisky.com auf ihrer Islay-Reise in diesem Sommer. Dass Ardbeg dabei ganz oben auf der Liste stand, verwundert nicht. Distillery Manager Mickey Heads persönlich führte Petra durch die Brennerei, bevor sie von Jackie Thomson, Visitor Center Manager, betreut wurde, und sie konnte dort jede Menge sehr schöner Bilder aufnehmen, die sie in ihrem Bericht auch zeigt. Da bleibt uns nur zu sagen: Schauen Sie sich das an – und selbst auch noch ein paar Bilder der Destillerie als kleines Horsd’œuvre zu servieren:

Bild © Ardbeg
Ardbeg. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen
Ardbeg. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (35)

Sonntag ist der Tag, an dem man mehr Muße findet und sich auch mal intensiver mit den Dingen beschäftigen kann, die man mag. Da kommen auch in dieser Woche unsere Whiskyvideos wieder gerade richtig. Die deutschen Whiskyvlogger waren die Woche über aktiv, um Ihnen ihre Eindrücke von neuen und klassischen Whisk(e)ys schildern zu können. Wie immer: Wir suchen diese nicht selbst, sondern präsentieren Ihnen Videos und Audiobeiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden. Das sind die Beiträge der Woche 35:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort untenstehend auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.

Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Video: Scotland 4K – A Timelapse Journey

Was wir am letzten Sonntag mit einem Film über die Hebriden begonnen haben, möchten wir heute mit einem Clip über verschiedene Motive aus Schottland fortsetzen: Zeitrafferaufnahmen, die die eindrucksvolle Schönheit der Landschaft auf eine ganz besondere Art und Weise einfangen. 

Das Video von heute, das wir auf Youtube gefunden haben, stammt von Jadhou Production (Andreas Köng aus der Schweiz) und dauert insgesamt dreieinhalb Minuten – es wurde über einen Zeitraum von 10 Tagen in Schottland aufgenommen. In der letzten Minute werden die Locations und die Aufnahmetechnik vorgestellt. Der Clip ist wiederum in 4K-Qualität. Viel Vergnügen!

Whisky im Bild: Wasserfall bei Fintry (Wallpaper)

Schon einige Zeit haben wir kein neues Wallpaper mit Motiven zu Whisky oder Schottland mehr für unsere Leser gebracht – ein Samstag wie dieser, an dem News eher spärlich sind, bietet sich dafür an, das wieder einmal zu ändern.

Heute entführen wir Sie in eine Gegend nördlich von Glasgow, westlich des Carron Valley Reservoirs. Dort in den Lowlands, beim Ort Fintry, gibt es einen kleinen Wasserfall, den der Fotograf Sean Afnan stimmungsvoll in Szene gesetzt hat. Das Bild können Sie hier in der vollen Größe herunterladen (knapp 3MB, 4183×2789 Pixel) und rechtefrei weiterverwenden, untenstehend finden Sie es in der Größe 1920×1280 zur Voransicht.

Whiskyfun: Angus verkostet Tamdhu

Samstag ist schon seit geraumer Zeit der Tag, an dem sich Serge Valentin von seinem Freund Angus MacRaild bei den Verkostungsnotizen vertreten lässt, und so ist es auch heute wieder.

Diesmal widmet sich Angus zwei Abfüllungen aus der Speyside-Destillerie Tamdhu, die sich, so wie Glengoyne, im Besitz des unabhängigen Abfüllers Ian Macleod Distillers befindet. Angus verkostet zwei rezente Bottlings, eines von einem unabhängigen Abfüller und eine offizielle Destillerieabfüllung, die ja dann eigentlich auch von einem unabhängigen Abfüller stammt, oder? Die Whiskywelt ist kompliziert geworden.

  • Tamdhu 9 yo (58.4%, Creative Whisky Co for The Good Spirits Co. Ex-bourbon barrel finished in ex-Koval bourbon casks, 270 bottles): 81 Punkte
  • Tamdhu ‘Batch Strength’ (58.5%, OB, Batch 2, 2015): 82 Punkte

Und als kleinen Bonus noch zwei Bilder: Eines eines Mash Tuns bei Tamdhu aus dem Jahr 1959, und ein Bild der Destillerie, von Lars Pechmann.

Tamdhu. Bildrechte bei Lars Pechmann.

PR: Maker’s Mark startet das Private Select Programm in Deutschland

In den USA war es bereits sehr erfolgreich, nun kommt es auch nach Deutschland: Das Maker’s Mark Private Select Programm ermöglicht Kunden erstmalig ihre persönliche Version des Maker’s Mark zu kreieren. Der offizielle Launch  wird auf dem Bar Convent in Berlin stattfinden (dort wird auch ein Maker’s Mark vorgestellt, der von deutschen Bartendern kreiert wurde), danach – also ab Oktober – soll das  Maker’s Mark® Private Select Programm für die gehobene Gastronomie breiter ausgerollt werden. Hier alle Infos für unsere Leser:

Maker’s Mark startet das Private Select Programm in Deutschland

Das erste Produkt des Programms ist ab Oktober exklusiv für die gehobene Gastronomie erhältlich

Frankfurt am Main, 04. August 2017: Ein Novum in der Bourbon-Welt: Das einzigartige Maker’s Mark® Private Select Programm ermöglicht Kunden erstmalig ihre eigene Version des Maker’s Mark zu kreieren. Einen solch exklusiven Einblick in die Herstellung gab es bisher noch nie. Ursprünglich in den USA lanciert, können nun erstmalig ab Oktober Kunden in Deutschland an dem Programm teilnehmen. Zum offiziellen Launch auf dem Bar Convent Berlin präsentiert Maker’s Mark zudem das erste Produkt des Programms – die Bartender’s Edition „Exclusive Oak Stave Selection by the German Makers 2017“. Ein streng limitierter Bourbon, den sechs deutsche Top-Bartender in der Maker’s Mark Distillery in Kentucky kreiert haben.

Exklusive Einblicke in die Herstellung von Maker’s Mark

Bei dem Maker’s Mark Private Select Programm lernen interessierte Kunden den gesamten Herstellungsprozess eines Maker’s Mark kennen – vor allem aber die besondere Bedeutung von Holz für den Geschmack des Whiskys. Damit bietet sich die einmalige Gelegenheit, in die Fußstapfen von Bill Samuels, Jr. zu treten und seinem Herstellungsverfahren zu folgen: Er kreierte 2010 den Maker’s 46® durch die Zugabe von Holzstäben aus französischer Limousin-Eiche, die er in ein Fass mit fertig gelagertem Maker’s Mark einließ.

„Wir haben noch nie zuvor jemandem einen so exklusiven Einblick in unseren Herstellungsprozess gegeben – geschweige denn die Möglichkeit, eine eigene Version des Maker’s Mark zu kreieren. Das Besondere: Der neu geschaffene Bourbon setzt sich in individueller Weise vom traditionellen Geschmacksprofil ab – zugleich bleibt er jedoch unverkennbar ein Maker’s Mark. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses Programms und auf die Reaktionen der Kunden.“

Rob Samuels, COO Maker’s Mark Distillery und Enkel des Maker’s Mark Gründers

Ein Fass Bourbon mit individuellem Geschmack

Die Basis für die Private Select Kreation bildet ein voll gereifter Maker’s Mark in Fassstärke – der in Deutschland so bisher noch nicht verfügbar ist. Dieser wird von den Teilnehmern durch besondere Eichenholzstäbe verfeinert. Zur Wahl stehen fünf exklusiv für das Programm ausgewählte Eichenholzarten, die dem Maker’s Mark jeweils eine ganz besondere Geschmacksnote verleihen. Denn diese Eichenholzstäbe unterscheiden sich sowohl in der Holzart (französische oder amerikanische Eiche) als auch in ihrer Bearbeitung (toasted, seared oder baked). Zu den Eichenholzstäben zählen: Baked American Pure 2, Maker’s 46, Seared French Cuvée, Roasted French Mocha und Toasted French Spice. Daraus ergeben sich mehr als 1.000 Kombinationsmöglichkeiten. Teilnehmer können so ein Fass mit einem ganz individuellen Geschmacksprofil und somit einen einzigartigen Maker’s Mark kreieren. Anschließend reift der Whisky für weitere neun Wochen in einem Eichenfass mit den gewählten Stäben, bevor er abgefüllt, in rotes Wachs getaucht, versiegelt und mit handgeschriebenen Etiketten versehen wird. Darauf ist der selbstgewählte Name der Kreation geschrieben – ein besonderer Hingucker in der Gastronomie.

Erster Maker’s Mark Private Select: „The German Makers 2017“

Der Bar Convent Berlin (BCB) ist nicht nur der offizielle Start des Maker’s Mark Private Select Programms in Deutschland, sondern auch der Launch der „The German Makers 2017“ Bartender’s Edition. Dafür hat Maker’s Mark sechs der talentiertesten Bartender aus den einflussreichsten Städten Deutschlands gewonnen. Ende Juni 2017 haben die TopTalente in der Maker’s Mark Distillery in Kentucky exklusiv an dem Programm teilgenommen und ihren eigenen Bourbon kreiert. Die etwa 250 Flaschen, die aus der Fassfüllung entstehen werden, sind ab Oktober ausschließlich für die gehobene Gastronomie verfügbar. The German Maker’s 2017 zeichnet sich durch einzigartige Geschmacksnoten von dunkler Schokolade und einem Hauch von Zimt aus. Der Whisky ist weich, rund und sehr zugänglich. Im Abgang schmeckt er nach reifen Früchten und hat eine weiche Süße. Am besten wird er pur oder als Old Fashioned genossen. Für ihre Kreation setzten die deutschen Barkeeper auf folgende Kombination von Eichenholzstäben:

  • 1 Baked American Pure,
  • 3 Seared French Cuvée,
  • 1 Maker’s 46®,
  • 3 Roasted French Mocha und
  • 2 Toasted French Spice.

Die Macher hinter der „The German Maker’s 2017“ Bartender’s Edition

  • Benjamin Braun – Good Old Days Bar Hamburg
  • Ferdinand Lammerer – Schumann’s Bar München
  • Sven Riebel – Seven Swans Bar & Tiny Cup Frankfurt
  • David Rippen – Square Bar Düsseldorf
  • Uwe Heine – Paul & George Bar Stuttgart
  • Max Engler – Bar Zentral Berlin 

Das Programm im Überblick

Offizieller Start des Maker’s Mark Private Select Programms ist auf dem BCB im Oktober 2017. Jeder Maker’s Mark, der im Rahmen des Programms entsteht, ist streng limitiert. Wie viele Fässer entstehen, entscheiden die Kunden – pro Kreation gibt es mindestens ein Fass. Das entspricht etwa 250 Flaschen. Neben den individuellen Geschmacksnoten zeichnet sich jede Kreation auch durch die Fassstärke aus, denn das ist bisher in Deutschland einzigartig. Der Bourbon wird ausschließlich über die Gastronomie vertrieben. Interessierte Gastronomen und Fachhändler können ab Oktober am exklusiven Maker’s Mark Private Select Programm teilnehmen.

Whisky im Bild: Zu Besuch bei der Destillerie Glenfarclas (2017 – 19 Bilder)

Es ist Sommer in Schottland, bei Glenfarclas. Viele Mitarbeiter befinden sich in ihrem verdienten Urlaub, die Produktion ruht. Diese Zeit wird genutzt, um an und in der Destillerie notwendige Reparaturen und Wartungen durchzuführen. Und gab unserem Redakteur Dirk Piesczek bei seinem Besuch die Möglichkeit, während einer Führung uneingeschränkt fotografieren zu können. Bitte begleiten Sie uns beim Rundgang durch die Brennerei Glenfarclas. Die Produktionspause erlaubt Einblicke, die sonst nicht möglich sind:

 

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Serge verkostet: Glenburgie x4

Es gibt Destillerien, die eher still vor sich hinarbeiten, zumeist hauptsächlich für Blends produzieren und keinerlei Bestrebungen zeigen, sich mit Hilfe ausgefeilter Kampagnen zu besonderen Marken zu entwickeln. Glenburgie gehört dieser Kategorie an – und es bleibt auch dort oft den Unabhängigen vorbehalten, die dort durchaus vorhandenen Highlights unter den Fässern auf den Markt zu bringen.

Serge Valentin hat nun vier solche unabhängige Abfüllungen der Speyside-Destillerie verkostet – und sie wissen zu gefallen:

  • Glenburgie 17 yo 1998/2016 (54.1%, The Single Malts of Scotland, cask #9914, 275 bottles): 89 Punkte
  • Glenburgie 20 yo 1995/2016 (43%, Signatory Vintage, casks #6490+6491): 84 Punkte
  • Glenburgie 25 yo 1992/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular): 83 Punkte
  • Glenburgie 36 yo 1980/2017 (47.4%, Hunter Laing, Old & Rare, refill hogshead, 257 bottles): 89 Punkte
Das alte Excise-House bei Glenburgie. Bild: Potstill Wien

Neu in der TTB Datenbank: Compass Box „No Name“

Wieder haben wir ein interessantes Label für Sie in der TTB-Datenbank aus den USA gefunden. Diesmal handelt es sich um einen möglichen neuen Blended Malt von Compass Box mit dem Namen „No Name„. No Name deshalb, weil der Whisky „für sich selbst sprechen soll“.

Wir haben das, was er so sagen soll, mal mit der Hilfe der Flaschenrückseite übersetzt: Der Whisky soll noch rauchiger sein als der Compass Box „Peat Monster“, und sein Hauptbestandteil kommt aus einer Destillerie an der Pier Road im Südosten Islays (da liegt nur eine, und die beginnt mit A). Weitere Whiskys, die darin enthalten sind, stammen aus der Destillerie Caol Ila und, bei Compass Box fast unvermeidlich, aus Clynelish.

Das Ganze wird wohl mit 48.9% in die Flasche kommen und ist auf 15.000 Flaschen limitiert – was auf einen breiteren, weltweiten Release hindeutet. Ob und wann der stattfindet, ist natürlich aus dem Erscheinen der Etiketten in der TTB-Datenbank nicht abzulesen.

Hier die Etiketten, so wie sie in der Datenbank zu finden sind:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Bas Vermorken wird neuer Deutschlandchef von Beam Suntory

Eine Presseaussendung über eine Neubesetzung der Position des Deutschlandchefs bei Beam Suntory hat uns gestern erreicht: Bas Vermorken wird diese Position beim Spirituosenunternehmen übernehmen und dann direkt an den jetzigen Managing Director Western Europe, Manfred Jus, berichten (über dessen Avancierung konnten wir vor einem Jahr berichten). Hier die Presseaussendung für Sie:

Aufteilung des Europageschäfts:

Bas Vermorken wird neuer Deutschlandchef von Beam Suntory

Frankfurt am Main, 02. August 2017 Bas Vermorken übernimmt als Managing Director Germany ab August 2017 das Deutschlandgeschäft des Spirituosenunternehmens Beam Suntory und wird in dieser Funktion direkt an Manfred Jus, Managing Director Western Europe, berichten. Der 41-Jährige greift auf breite Erfahrung in der Konsumgüterindustrie zurück: Vermorken kommt von Danone Early Life Nutrition, wo er seit 2007 in leitenden Positionen in Vertrieb und Supply Chain tätig war. Unter anderem zeichnete er sich vier Jahre als Sales Director Deutschland für die Umsätze der Danone Early Life Nutrition zuständig. Zuletzt verantwortete er als General Manager die Region North East Europe. Zuvor war er sieben Jahre bei Unilever, unter anderem als Supervisor Production & Logistics sowie als Technical Contact Manager.  

Die Personalie ist Teil einer Umstrukturierung bei Beam Suntory, um den Wachstumskurs im europäischen Markt fortzusetzen. So wird sich Manfred Jus, neben der Weiterentwicklung von Deutschland und Österreich, vor allem stärker dem Ausbau des Geschäfts in Frankreich, Italien, den Benelux-Ländern, Skandinavien und der Schweiz widmen.

„Mit Bas Vermorken verstärken wir uns an strategisch wichtiger Stelle. Der deutsche Spirituosenmarkt fordert als der größte in der Europäischen Union viel Aufmerksamkeit. Durch die neue Aufgabenteilung können wir endlich auch das Potenzial in anderen EU-Ländern besser ausschöpfen“, sagt Jus.  

Beam Suntory entstand 2014 durch die Zusammenlegung des führenden Bourbon-Herstellers Jim Beam und des japanischen Whisky-Pioniers Suntory. Manfred Jus kam 2004 zu Beam. 2011 übernahm er die Geschäftsführung für die Beam Suntory Deutschland GmbH. Seit vergangenem Jahr ist er Managing Director Western Europe. 

Whisky im Bild: Besuch bei der Destillerie Edradour (2017 – 21 Bilder)

Auch wenn wir erst vor kurzem schon mit unserem „Whisky im Bild“ bei dieser Brennerei vorbeigeschaut haben: Wir nehmen Sie heute wieder mit nach Edradour. Man kann eigentlich von dieser kleinen pittoresken Destillerie nicht genug sehen. Die kleinste Brennerei Schottlands ist sie seit kurzem nicht mehr, jedoch sicherlich eine der meist fotografierten Destillerien. Doch nicht nur ihre Anmut begeistert, auch ihr Whisky findet viele Fans auf der ganzen Welt. So ist auch Edradour gezwungen, die Kapazität zu steigern, um auch in der nächsten Zeit den Bedarf an Edradour und der getorften Variante Ballechin decken zu können. Die alte Brennerei bleibt vom Ausbau unberührt. Auf der anderen Seite des kleinen Baches entsteht im Moment quasi Edradour II, wie Sie am Ende unserer Bilderstrecke sehen können.

Unser Redakteur Dirk Piesczek hat im letzten Monat mit seiner Kamera Edradour besucht. Begleiten Sie uns auf den folgenden beiden Seiten bei einem Rundgang durch die kleine Highland-Destillerie und schauen Sie auf den Stand des Ausbaus:

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