Von Douglas Laing haben wir die Information über eine neue Sonderedition ihres Blended Island Malts „Rock Oyster“ erhalten, die Rock Oyster Sherry Edition. Es ist die erste Abfüllung, die den salzigen, rauchigen und zitruslastigen Geschmack der Island-Malts mit den Noten aus einem Sherry-Finish verbindet.
Rock Oyster Sherry ist mit 46.8% abgefüllt und wird offiziell am 5. August, zum National Oyster Day in UK, veröffentlicht. Der Whisky ist ungefärbt und ohne Kühlfiltration abgefüllt (was übrigens bei Whiskys ab 46.3% aufwärts auch gar nicht mehr notwendig ist, da die Alkoholstärke das Eintrüben bei Kälte schon von sich aus verhindert – ein Grund für die zunächst etwas seltsamen 46.3%, mit denen Originalabfüllungen von Bunnahabhain, Deanston und Tobermory mindestens abgefüllt sind).
Auch in Deutschland wird diese Sonderedition erhältlich sein – die Presseaussendung spricht von einem „globalen Launch“. Der Preis beträgt laut deutschem Importeur BSC € 49,90.
Wir haben gestern recht lange überlegt, ob wir die Meldung über den chinesischen Gast, der im Hotel Waldhaus in St. Moritz ein Glas Macallan 1878 um 9.999 Schweizer Franken trank, bringen sollten – uns dann aber dagegen entschieden, weil die Nachricht ohnehin durch alle Medien ging.
Heute aber ist ein Aspekt aufgetaucht, der die Sache in ein anderes Licht rückt und sie WIRKLICH mit Nachrichtenwert versieht: Die geöffnete Flasche Macallan 1878 war nach Meinung von Serge Valentin und anderen erfahrenen Mitgliedern der Malt Maniacs eine Fälschung.
Hat der Chinese also viel Geld für Fusel ausgegeben? Indizien deuten darauf hin. Die Flasche, die geöffnet wurde (Mitte des Bildes) ist nämlich höchstwahrscheinlich eine eigentlich gut bekannte Fälschung, die schon im Jahr 2004 aufgedeckt wurde (hier ein Artikel aus Whiskymag, der das beschreibt). Auch historisch betrachtet ist die Flasche ein Ding der Unmöglichkeit, wie Serge Valentin unter Berufung auf Diageo anmerkt:
Just to make sure, „Macallan and Talisker Distilleries ltd“ never existed, as Kemp never owned both distilleries at the same time and Diageo (Taliisker) had confirmed they never found any traces of such a company. And second, all the similar whiskies (various vintages) that Macallan had bought had been proven fakes.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Korken, den man in der Fotostrecke der Originalmeldung sieht: Laut der Meinung von Emmanuel Dron, eines Malt Maniacs, der schon viele Flaschen aus der Zeit untersucht und geöffnet hat (und auch eine Menge an Fakes), lässt der Korken ein sonst wichtiges und übliches Zeichen der Alterung vermissen, nämlich eine Schrumpfung zu seinem unteren Ende hin.
Diese und andere Hinweise nähren den Verdacht, dass der chinesische Hotelgast sehr viel Geld für einen Fake-Whisky ausgegeben haben könnte. Serge ist übrigens überzeugt davon, dass die Hoteliers des auch in Whiskykreisen höchst reputablen Hauses nichts über die Problematik der Flasche wussten und den Whisky in gutem Glauben anboten. Endgültige Gewissheit wird aber wohl nur eine direkte Untersuchung der Flasche ergeben können. Vergleichsmaterial aus dem Jahr 2004 ist ja genügend vorhanden…
Nachdem sich Serge Valentin gestern verkostungsmäßig in Schweden aufhielt, zieht es ihn heute südwestwärts – nach Belgien. Drei Whiskys aus zwei verschiedenen Destillerien sind es, die er unter die Lupe nimmt, einen von Goldlys, zwei aus der Destillerie Belgian Owl, wobei letztere Brennerei die wohl bekanntere bei uns ist. Das hat (auch) den Grund, dass in ihr die ehemaligen Brennblasen der Lost Distillery Caperdonich arbeiten.
Und wie schneiden die drei Abfüllungen in der Verkostung ab? Recht gut, würden wir sagen, besonders die sehr jungen Whiskys von Belgian Owl wissen zu gefallen:
Goldlys14 yo ‘Burgundy Cask Finish’ (43%, OB, Fillers, Belgium, cask #2760, +/-2016): 78 Punkte
Belgian Owl 36 mo (46%, OB, Belgium, single malt, first fill bourbon, +/-2017): 82 Punkte
Belgian Owl 42 mo (73.7%, OB, Belgium, single malt, bourbon, cask #1523509): 84 Punkte
Die Caperdonich-Stills in der Belgian Owl Distillery. (c) Belgian Owl.
William Grant & Sons erweitert das Angebot seines Blended Malts „Monkey Shoulder“ mit einer getorften Variante: Monkey Shoulder Smokey Monkey.
Der aus Highland-Whisky erzeugte rauchige Monkey Shoulder wird im August vorerst einmal in Frankreich und UK erscheinen. Er ist mit 40% abgefüllt und soll trockene Rauchigkeit und cremige Süße kombinieren. Brian Kinsman, Master Blender bei William Grant & Sons und damit auch für die Komposition von Monkey Shoulder Smokey Monkey verantwortlich, sieht ihn vor allem in der Barszene beheimatet. Er eigne sich hervorragend zum Mixen – und wird daher auch gleichzeitig mit einem neuen Bartool, dem Smoke Injector, der Rauch über den fertigen Cocktail verteilt, veröffentlicht.
Ob und falls ja, wann der Monkey Shoulder Smokey Monkey auch nach Deutschland kommen wird, können wir noch nicht sagen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Wer in den USA etwas über Craft Distilleries schreibt, der kommt an der in Chicago gelegenen Destillerie KOVAL nicht vorbei. Hochdekoriert nicht nur für ihren Whiskey, sondern auch für andere dort produzierte Spirituosen, ist sie für deutschsprachige Whiskeyfreunde aber auch aus anderen Gründen interessant: Sie hat ihre Wurzeln im österreichischen Salzkammergut, aus dem einer der Gründer der Destillerie stammt: Robert Birnecker.
Der andere Gründer ist eine Gründerin: Sonat Birnecker, Roberts Lebens- und Geschäftspartnerin. Die beiden lernten sich während des Studiums kennen und verwirklichten einen gemeinsamen Traum – die Destillerie Koval.
Das US-amerikanische Magazin Darling hat nun Sonat Birnecker interviewt – und im Interview werden ihr Werdegang von der Geschichtsprofessorin zur Craft Distillerin ebenso beleuchtet wie Fakten zu Koval und den Produkten. Hier ein kurzer Ausschnitt daraus, sozusagen als Appetitanreger:
DM: You’ve lobbied to change distilling laws to make it easier for other craft distilleries to open in Chicago. Do you think collaboration over competition is key in your industry?
Sonat: We found that sharing our knowledge not only helped others find the information and assistance they needed to reach their dreams, it also helped us grow our business, while helping us to remain completely independent.
Since we started, we have educated over 3,500 people in the art of distilling and set up over 165 distilleries for others, in addition to white label projects for well-known and small craft distilleries. A rising tide truly does rise all ships and we are proud to have helped promote an industry we enjoy.
Robert und Sonat Birnecker. Bild: Koval Distillery
Eine ziemliche Megasession hat sich Serge Valentin heute gegönnt, und er widmet sie dem schwedischen Smögen-Whisky, nur ein Beispiel vieler guter schwedischer Destillerien, wie Serge sagt. Die Smögen Distillery wurde 2009 gegründet. Sie steht an der Westküste Schwedens, nahe Göteborg.
Insgesamt verkostet Serge diesmal 11 Abfüllungen, und seine positiven Anmerkungen vom Anfang zeigen sich auch in den Bewertungen:
Smögen 5 yo 2012/2017 (61.3%, OB, Sweden, bourbon barrel, cask #18/2012, 276 bottles): 88 Punkte
Smögen 5 yo 2011 (64.2%, OB, Sweden, owner’s private bourbon bloodtub, cask #62/2011, +/-2017: 88 Punkte
Smögen 4 yo 2013/2017 ‘Sherry Octaves’ (53,6%, OB, Sweden, first fill American oak oloroso sherry octaves, 1382 bottles, 2017): 91 Punkte
Smögen 4 yo 2012/2016 ‘French Quarter’ (61.1%, OB, Sweden, French quarter virgin Cognac casks): 83 Punkte
Smögen 3 yo ‘Sherry 1:1’ (51.8%, OB, Sweden, casks #32-35, 932 bottles, 2014) : 84 Punkte
Smögen 4 yo 2011/2015 ‘Sherry 1:3’ (53.7%, OB, Sweden, casks #36-38, 666 bottles): 85 Punkte
Smögen 2011/2016 (60.5%, OB, Sweden, for Tommy Andersen, Sauternes, cask #55/2011, 85 bottles): 87 Punkte
Smögen 3 yo 2011/2014 (60.9%, OB, Sweden, bourbon barrel, cask #20/2011, 378 bottles): 81 Punkte
Smögen 3 yo ‘Sherry 1:2’ (55.7%, OB, Sweden, casks #28, 30, 31, 39, 959 bottles, 2015): 83 Punkte
Smögen 4 yo 2011/2015 ‘Sherry 1:4’ (57.2%, OB, Sweden, casks #25, 26, 27, 29, 909 bottles) : 90 Punkte
Smögen 4 yo 2011/2015 (57.3%, OB, Sweden, fresh Sauternes barrique, cask #7/2011, 429 bottles): 80 Punkte
Die Stills bei der Smögen Distillery. By Allezzoomzoom – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47184548
Die südafrikanische Distell Group besitzt drei schottische Destillerien: Tobermory, Bunnahabhain und Deanston. In Tobermory ist Generalsanierung angesagt – der Betrieb ist für zwei Jahre bis Februar 2019 eingestellt und es wird kein Whisky hergestellt, das Besucherzentrum bleibt aber geöffnet. Bei Bunnahabhain will man 11 Millionen Pfund in eine Erneuerung der Gebäude und Anlagen stecken, diese Arbeiten sollen drei Jahre andauern.
Dass man solcherlei auch bei Deanston vorhat, das hat Richard Rushton, der Managing Director von Distell, in einem Gespräch mit The Spirits Business angedeutet. Bei Burn Stewart, dem Vorbesitzer, von dem Distell die drei Destillerien im Jahr 2013 erworben hat, hätte man generell zu wenig in die Lagerbestände und in die Anlagen investiert. Distell, so Rushton, hätte nun über die ersten paar Jahre massiv in die Bestände investiert und könne sich nun dem weiteren Problemfeld zuwenden.
Es sei zunächst daran gedacht, die Lagerhäuser in East Kilbride auszubauen und zu renovieren, aber auch Deanston sei im Visier für solche Maßnahmen. Das sei nur logisch, wenn man sieht, wie sehr die Highland-Destillerie in den letzten Jahren in der Gunst des Publikums gestiegen sei.
Rushton betont, dass die Investitionen nicht einen Ausbau der Produktion bedeuten würden. Man würde sich vielmehr darauf konzentrieren, die bestehenden Anlagen, Besucherzentren und Lager bestmöglich zu renovieren und zu präsentieren.
Adelphi hat es geschafft – und wir gratulieren ganz herzlich dazu: Der erste Spirit, der in ihrer Destillerie Ardnamurchan gebrannt wurde, ist heute alt genug, um sich Whisky nennen zu dürfen – genau drei Jahre nach dem Tag, als er ins Fass abgefüllt wurde.
Und hier ist das Fass Nummer 1, das sich jetzt offiziell als Whiskyfass bezeichnen darf – und schon bald von vielen weiteren Fässern gefolgt wird:
Nochmals unsere herzlichsten Glückwünsche an die Crew der Highland-Destillerie – wir sind schon gespannt auf die erste offizielle Whiskyabfüllung!
Malerisch an der Westküste Schottlands gelegen: Ardnamurchan
Gleich mit zwei Neuigkeiten hat uns die schwedische Destillerie Mackmyra versorgt: Pat Hock, vielen unseren Lesern aus der wöchentlichen Videorubrik als „Der Whiskywixer“ bekannt, wird ab 1. September neuer Brand Ambassador für Mackmyra in Deutschland. Dazu wird es von Mackmyra eine eigene Single Cask Abfüllung geben , den „Mackmyra Wixerrök“. Wir freuen uns jedenfalls mit Pat und wünschen ihm viel Erfolg mit seiner neuen Aufgabe.
Pat Hock ist ab 1. September neuer Brand Ambassador für Mackmyra in Deutschland
Die zweite Neuigkeit betrifft eine neue Abfüllung aus der Destillerie, komponiert von Master Blenderin Angela D’Orazio: Mackmyra Moment Ledin. Was es damit auf sich hat, können Sie dem untenstehenden Pressetext entnehmen (und den offiziellen Tasting Notes):
Neu – Mackmyra Moment Ledin
Der Moment Ledin ist ein besonderer Whisky, ausgewählt von unserer Master-Blenderin Angela D’Orazio, zusammen mit dem beliebten schwedischen Künstler Tomas Ledin, der auch ein Kenner von Single Malt Whisky ist.
Im Herbst 2016 verbrachten Tomas und Angela einen Tag zusammen in unserem Whiskylager, der Bodås Mine, 50 Meter unter der Erde, wo sie viele verschiedene Rezepturen testeten. Tomas fand großes Gefallen an den Sauternes Weinfässern und das Ergebnis war genauso, wie sie beide sich das erhofft hatten – ein eleganter Whisky, der sowohl weiche Holznoten besitzt und gleichzeitig auch würzig ist.
„Die Auswahl des Whiskys und der Beteiligung am Produktionsprozess war eine sehr lustige Erfahrung. Der Whisky ist genau nach meinem Geschmack, erstaunlich gut, glatt und stilvoll. Ich bin natürlich sehr stolz auf das Ergebnis aus der Zusammenarbeit mit Mackmyra, und darauf stolz hinter einem schwedischen Single Malt aus der Moment Serie zu stehen“,
sagt Tomas Ledin.
Mackmyra Moment Ledin ist eine sehr limitierte Auflage eines eleganten schwedischen Malt Whiskys, der für vier Jahre in Bourbon Fässern gelagert wurde und danach fünf weitere Jahre in französischen Eichenfässern, die Sauternes Wein enthielten, reifte. Die Nase ist reichhaltig, mit weichen Eichennoten und einem würzigen Geschmack und einem Hauch von Ingwer, Kokos, Vanille, Karamell, Orange und Birnen Karamell.
„Wir hatten viel Spaß, als wir die verschiedenen Rezepturen testeten. Ich bin froh, dass Tomas die Sauternes Wein Fässer gefielen. Der Moment Ledin ist fantastisch gut, mit seinen weichen, fruchtigen, würzigen und seidigen Aromen von Früchten und buttrigem Toffee. Es ist ein perfekter Sommer-Whisky und ich weiß, dass er große Akzeptanz bekommen wird“,
sagt Angela D’Orazio, Master Blenderin bei Mackmyra.
Der Moment Ledin ist ein eleganter, goldener schwedischer Single Malt Whisky mit einer hellroten Reflexion.
Tasing Notes:
NASE: Reich, fruchtig und würzig mit getrockneter Zitrusfrucht und tropischem Birnenkaramell, Kokosnuss und Müsli mit Zimt, Ingwer, Vanille Fudge und elegant gerösteter Eiche.
GESCHMACK: Weiche Eichennoten, Würze und satte Tönen von Ingwer, Kokos und Vanille Karamell, Orangenschale und Birnen Karamell. Die Textur ist leicht buttrig mit einem mittleren Körper.
NACHKLANG: Lang, fruchtig und würzig, mit weichen Eichennoten, Orangenschalen und würzig weichem Birnen Fudge.
Aus London sind wir über eine neue Abfüllung der Loch Lomond Group informiert worden, die soeben auf den Markt gekommen ist. Bei der Littlemill 2017 Private Cellar Edition handelt es sich um eine aufwendige Edition aus der längst geschliffenen Lowland-Destillerie Littlemill, die, ähnlich wie der Vorgänger aus dem Jahr 2015, neben der Abfüllung selbst auch ein Stück des Fasses und eine kleine Sampleflasche enthält.
Die neue Private Cellar Edition wurde aus acht refill Bourbonfässern, die zwischen dem 11. und 19. Mai 1990 mit 68.8% befüllt wurden, abgefüllt. Ausgewählt hat die Fässer der Master Blender der Destillerie Loch Lomond, Michael Henry. In den letzten 12 Monaten vor der Abfüllung kam der Whisky noch einmal in frische Bourbonfässer. Insgesamt gibt es 500 Flaschen davon, mit 51.3% abgefüllt, erhältlich in Großbritannien, Taiwan, Frankreich, Deutschland und im Travel Retail.
Der Preis: 2250 britische Pfund.
Hier noch die originalen Tasting Notes:
Nose – Green herbal notes of peppermint and eucalyptus lead into natural perfumed floral bursts of honeysuckle and lavender. Cedar wood elements give structure.
Taste – Vibrant fruit is prominent with a background soft, subtle sweet character. Mouth-watering crisp green apple, zesty grapefruit and tart juicy pineapple are followed by green tea notes and a delicate clover honey sweetness.
Finish – Warming spice of stem ginger and nutmeg liven the tongue before a long peppermint and sugar syrup finish.
Beam Suntory erweitert das Portfolio für den deutschen Markt mit einem Single Grain aus Japan: „The Chita“ war im vorigen Jahr für den Travel Retail vorgestellt worden, nun ist er auch im normalen Handel in Deutschland (noch nicht in Österreich) verfügbar. Alle weiteren Infos entnehmen Sie bitte nachfolgender Pressemeldung:
Beam Suntory bringt japanischen Single Grain Whisky The Chita nach Deutschland
Frankfurt am Main, 1. August 2017: Im August kommt der erste japanische Single Grain Whisky The Chita von Beam Suntory auf den deutschen Markt. Er steht für eine besondere Reinheit und einzigartige Balance. Der hochwertige Whisky zeichnet sich durch seine weichen und vielseitigen Aromen aus, die er durch seinen aufwendigen Herstellungsprozess, die idealen klimatischen Bedingungen und die Lagerung in drei unterschiedlichen Fasstypen erhält. The Chita stammt aus der japanischen Grain Destillerie Chita, die sich speziell der Produktion von japanischen Grain Whiskys in höchster Qualität widmet.
Der milde und ausgewogene Super Premium Whisky The Chita zeichnet sich durch seinen besonders reinen und leichten Charakter aus. Konsumenten können sich auf einen Hauch Minze und eine intensive Honignote freuen. Seine Aromen reichen von Crème Brûlée, Kardamom, Akazien-Honig bis hin zu Rosenblüten. Im Abgang ist er sehr klar – mit der lang anhaltenden Note von würziger Eiche.
„Wir sind stolz, mit The Chita den ersten japanischen Single Grain Whisky aus dem Hause Beam Suntory auf den deutschen Markt zu bringen. Mit dem Single Grain Whisky erweitern wir unser Super Premium-Portfolio und kommen dem stark wachsenden Trend japanischer Whiskys nach“, sagt Nicole Ehlen, Marketing Director Western Europe bei Beam Suntory.
The Chita unterscheidet sich von anderen Single Grain Whiskys durch einen komplexen, mehrfachen Destillationsprozess. So entstehen die drei Kern-Komponenten: die aus Mais hergestellten Grain Whisky Typen clean, medium und heavy – was eine Besonderheit bei der Grain-Whisky-Herstellung darstellt. Dank kontinuierlicher Optimierung ist es dem Master Blender Shinji Fukuyo gelungen, den Single Grain Whisky in höchster Qualität und besonderer Reinheit herzustellen. Er verfeinerte die Aromen, indem er neben den bekannten amerikanischen Weißeichenfässern auch spanische Eichenfässer und Weinfässer für die Lagerung nutzte. Durch die vielfältige Fasslagerung wird dem Whisky seine Geschmackstiefe und Komplexität verliehen. Eine weitere Rolle spielt das einzigartige Klima der japanischen Region. Für die Produktion wird das besonders hochwertige „Aichi Water“ verwendet, das ebenfalls von der Halbinsel stammt. Das Ergebnis ist ein besonders milder, weicher Single Grain Whisky mit beispielloser Raffinesse und einem reinen, klaren Abgang.
Das Premium-Produkt aus dem Hause Suntory
The Chita wird in der Grain Destillerie Chita auf der gleichnamigen japanischen Halbinsel hergestellt. Die Destillerie wurde 1972 gegründet und gehört zu einer von drei Whisky-Destillerien des Hauses Suntory. Das Unternehmen Suntory mit Hauptsitz in Tokio wurde 1899 von Shinjiro Torii gegründet. Bis heute ist Suntory weltweit für seine Master Blender bekannt. Shinjiro Torii baute 1923 in Yamazaki die erste Whisky-Destillerie Japans auf. Die Chita Destillerie ist die zweite Destillerie, die sein Sohn Keizo Saji eröffnete und somit der Grain Whisky Produktion in Japan eine noch größere Vielfalt gab. Ein Jahr später gründete Shinjiro Torii die Hakushu Destillerie inmitten der Wälder in den japanischen Alpen. In den drei Destillerien produziert Suntory über 100 verschiedene Malts und Grain Whiskys.
Die Whiskys aus dem Hause Suntory sind raffiniert und komplex. Bei der „International Spirits Challenge“ erhielt Suntory wiederholt – zuletzt 2017 – die Auszeichnung „Distiller of the Year“. Neben The Chita enthält die Produktreihe den vielschichtigen Single Malt Yamazaki, den frischen und leicht rauchigen Single Malt Hakushu, sowie den fruchtig-milden Premium Blend Hibiki.
Tasting Notes:
Farbe: Helles Gold. Aroma: Duftet nach Crème Brûlée, Kardamom, Akazien-Honig und Rosenblüten. Geschmack: Mild und geschmeidig, mit einem Hauch von Minze und tiefer Honignote. Abgang: Rein und klar, raffinierter Abgang mit Anklängen von würziger Eiche. Trinkempfehlung: Pur oder auf Eis zu genießen.
The Chita hat 43% Vol und ist für 49,99 Euro im ausgewählten Handel erhältlich. Die Premium Qualität von The Chita spiegelt sich auch in der hochwertigen Verpackung wider. So wurde beispielsweise das Etikett extra von einem japanischen Kalligrafie-Künstler entworfen.
Nicht wenigen Whiskyfreunden kommt irgendwann einmal der Gedanke, dass man seinen Whisky selbst herstellen könnte. Selbst brennen fällt für die meisten da natürlich flach – so viel Zeit und vor allem so viel Geld, um das zu einem vernünftigen Ergebnis zu führen, hat wohl kaum jemand.
Einfacher scheint es da schon zu sein, den Whisky selbst durch ein Finish zu veredeln. Gerade mit kleinen Mengen, sprich: kleinen Fässern, geht das relativ schnell und braucht gerade mal etwas Stellplatz auf einem Tisch oder in einer Ecke.
In der Theorie geht das ja alles ganz einfach – aber wie sieht das in der Praxis aus? Wer halbwegs Englisch versteht (oder, was manchmal schwieriger sein kann: Die Sprache von Google Translate), der findet in einem Artikel auf Whisky Advocate mit dem Titel: „Try This at Home: Barrel-Finished Whisky“ von Aaron Goldfarb eine recht brauchbare Anleitung zum Finishen in kleinen Fässern. Die Bezugsquellen für solche Minifässer im Artikel sind natürlich für den US-amerikanischen Markt gedacht, aber auch bei uns findet man zum Beispiel mit „2l Holzfass kaufen“ auf Google jede Menge Möglichkeiten, um mit dem Finishen zu beginnen. Viel Vergnügen allen denen, die es probieren wollen und: Gutes Gelingen!
Für seine heutige Session hat sich Serge Valentin drei interessante Whiskys aus der Speyside ausgesucht – von denen nicht bekannt ist, aus welcher Destillerie sie stammen, lediglich die Region ist dabei angegeben. Interessant macht sie auch das Alter: allesamt stammen sie aus dem Jahr 1973 und sind heuer abgefüllt.
Wie sehr diese Whiskys Serge in seiner Verkostung begeistern konnten, zeigen nicht nur die Wertungen, sondern auch die Anmerkung, dass es wohl die besten Abfüllungen seien, die man heutzutage finden könne:
Speyside 43yo 1973/2016 (47.7%, Maltbarn, sherry, 149 bottles): 92 Punkte
Speyside 43 yo 1973/2017 (46.5%, Archives, butt, cask #9, 120 bottles): 93 Punkte
Speyside 43 yo 1973/2017 (46.8%, Archives, butt, cask #8, 107 bottles): 90 Punkte
Und weil diese Whiskys ein großes Geheimnis um ihre Herkunft machen, hier ein Wegweiser aus der Speyside, der aber mit großer Wahrscheinlichkeit in die Irre führt, was die Kandidaten der Verkostung betrifft.
Seit nunmehr 53 Monaten präsentieren wir Ihnen zu Monatsbeginn einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Diese (stets subjektive) Auswahl erhält von uns das Prädikat „Whisky des Monats“, und wir hoffen, dass wir den einen oder anderen Whiskygenießer damit auf neue Pfade locken können. Diesmal haben wir uns – zum ersten Mal – für einen japanischen Single Malt entschieden, und dabei für eine etwas unbekanntere Variante: Den Hakushu Distiller’s Reserve.
Der Hakushu Distiller’s Reserve ist seit 2015 in unseren Landen auf dem Markt, und trotz seiner offiziellen Alterslosigkeit ist dennoch einiges über seinen Inhalt bekannt. Der aus der 1973 gegründeten Hakushu Distillery (sie liegt in der Präfektur Yamanashi) stammende Single Malt besteht hauptsächlich aus getorftem, achtjährigem oder älterem Malt, sowie 18jährigem Whisky aus amerikanischen Eichenfässern. Alle Fässer werden von Suntory’s Master Blender Shinji Fukuyo selbst ausgesucht. Trotz des verwendeten torfigen Malts ist die Abfüllung insgesamt allerdings geschmacklich weitab von einer Rauchbombe angesiedelt: In der Nase zeigt der Hakushu Distiller’s Reserve vor allem fruchtige und etwas minzige Noten sowie einen Hauch Sandelholz. Die Rauchigkeit ist sehr zurückhaltend, und auch am Gaumen macht sie sich kaum bemerkbar. Dafür finden sich wieder helles Obst, eine Holznote und zestige Eindrücke. Das mittellange Finish ist das Rauchigste am Hakushu Distiller’s Reserve, wieder vermengt mit Holz- und Fruchteindrücken.
Um die 80 Euro zahlt man für diesen japanischen Single Malt, und damit bewegt er sich im gleichen Preissegment wie sein Gegenüber aus dem Sherryfass, der Yamazaki Distiller’s Reserve. Wir finden, er ist eine gute Gelegenheit, sich dem japanischen Whisky abseits der Blends und der sherryseitigen Abfüllungen zu nähern. Auch dafür, dass er diese Perspektive erlaubt, wird er unser Whisky des Monats August 2017.