11 Millionen Pfund wird sich Besitzer Distell aus Südafrika die Renovierung der Destillerie Bunnahabhain auf Islay kosten lassen, hat General Manager Derek Scott gestern auf einer Veranstaltung in London bekannt gegeben. Über die nächsten drei Jahre wird dieser Betrag in die Brennerei investiert – vor allem, um die Infrastruktur zu verbessern. Scott bezeichnete den Zustand der Destillerie wörtlich als „scruffy“, also schäbig, und meinte, dass in den letzten Jahren zu wenig zur Erhaltung der Brennerei getan wurde.

Was wird geschehen? Im Plan, der von fünf Jahren Bauzeit auf drei Jahre gestrafft wurde, ist der Abriss einiger Gebäude vorgesehen, neue Lagerhäuser in Meeresnähe werden gebaut, ebenso wie ein brandneues Besucherzentrum.

Die Kapazität der Brennerei soll nicht erhöht werden. Laut Derek Scott gibt es keine Probleme mit der Kapazität, man könne im Fall des Falles einiges der Produktion von Whiskys für Blends zu Single Malt Whiskys umleiten. Probleme habe man aber mit dem Mangel an alten Whiskys – die Vorbesitzer hätten einfach zu wenige zurückgelassen.

Trotzdem hat man im Rahmen der Veranstaltung auch den ältesten bislang erhältlichen Whisky aus der Brennerei vorgestellt – zusammen mit drei weiteren Abfüllungen. Wir listen sie für Sie hier punktuell auf:

  • Bunnahabhain Eich Bhana Lìr, Vintage 1969, 46yo, Second Fill Oloroso Sherry Butts, 41.8%, 198 Flaschen, 5000 Pfund (er wurde übrigens bereits 2016 – siehe hier – angekündigt, Grund für die Verzögerung im Erscheinen ist keiner angegeben)

  • Bunnahabhain 2003 Pedro Ximénez Finish, Second Fill Sherry Casks plus 3 Jahre First Fill Oloros Sherry Butts, 54.8%, 5.000 Flaschen, 85 Pfund – für September angekündigt
  • Bunnahabhain 1980 Vintage Canasta Cask Finish, 36yo, Oloroso Sherry Casks, dann einige Monate in Fässern, in denen Oloroso und PX lagerte, 49.5%, 1.200 Flaschen, 1800 Pfund, erscheint im August
  • Bunnahabhain 2004 Moine Brandy Finish, getorft mit 40ppm, Sherry Casks mit 3 Jahren Finish in französischen Brandyfässern, 55.7%, 80 Pfund, erscheint im September
Bunnahabhain © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen