Die südafrikanische Distell Group besitzt drei schottische Destillerien: Tobermory, Bunnahabhain und Deanston. In Tobermory ist Generalsanierung angesagt – der Betrieb ist für zwei Jahre bis Februar 2019 eingestellt und es wird kein Whisky hergestellt, das Besucherzentrum bleibt aber geöffnet. Bei Bunnahabhain will man 11 Millionen Pfund in eine Erneuerung der Gebäude und Anlagen stecken, diese Arbeiten sollen drei Jahre andauern.

Dass man solcherlei auch bei Deanston vorhat, das hat Richard Rushton, der Managing Director von Distell, in einem Gespräch mit The Spirits Business angedeutet. Bei Burn Stewart, dem Vorbesitzer, von dem Distell die drei Destillerien im Jahr 2013 erworben hat, hätte man generell zu wenig in die Lagerbestände und in die Anlagen investiert. Distell, so Rushton, hätte nun über die ersten paar Jahre massiv in die Bestände investiert und könne sich nun dem weiteren Problemfeld zuwenden.

Es sei zunächst daran gedacht, die Lagerhäuser in East Kilbride auszubauen und zu renovieren, aber auch Deanston sei im Visier für solche Maßnahmen. Das sei nur logisch, wenn man sieht, wie sehr die Highland-Destillerie in den letzten Jahren in der Gunst des Publikums gestiegen sei.

Rushton betont, dass die Investitionen nicht einen Ausbau der Produktion bedeuten würden. Man würde sich vielmehr darauf konzentrieren, die bestehenden Anlagen, Besucherzentren und Lager bestmöglich zu renovieren und zu präsentieren.

Lagerhaus von Deanston. Bild: Marcel Freudenstein