Soeben hat der unabhängige Abfüller (und Betreiber der Kingsbarns Distillery) Wemyss eine Information über eine neue Abfüllungsserie ausgeschickt: Die Wemyss Family Collection bringt Blended Malts, die gemeinsam mit Whiskyexperten Charlie Maclean bereits als junger Whisky ausgesucht und während der Reifung sorgsam beobachtet wurden. Dies steht im Gegensatz zu der sonst üblichen Praxis, Whisky bereits im reifen Stadium von anderen Destillerien zu kaufen und sofort abzufüllen.
Die Wemyss Family Collection wird jährlich erscheinen. Die ersten beiden Abfüllungen, die nun auf den Markt kommen, sind von gegensätzlichen Stilen geprägt: sie reiften entweder in Bourbon- oder Sherryfässern.
Vanilla Burst ist ein Blended Malt aus zwei Speyside-Destillerien. Er stammt aus 15 Bourbon-Fässern und wird in einer Auflage von 4.800 Flaschen verfügbar sein.
Treacle Chest stammt aus zwei Highland-Destillerien. 14 1st Fill ex-Sherry Casks wurden vermählt, die Ausbeute beträgt 6.300 Flaschen.
Beide Bottlings sind mit 46% abgefüllt. Ab Mitte August sind sie auch bei uns im Handel erhältlich. Die Preise in Großbritannien sind mit 43 und 47 Pfund angegeben.
Von den Veranstaltern des Whisky-Herbst in Berlin haben wir auch in diesem Jahr eine Pressemitteilung mit den wichtigen Infos zur am 1. und 2. September stattfindenden Messe erhalten. Wir bringen sie gerne für Sie:
18. „Whisky-Herbst“
Open-Air Veranstaltung mit Verkostung, Kaufmöglichkeit, Musik, Seminaren und schottischen Spezialitäten lockt vom 1. – 2. September 2017 Whisky-Liebhaber in die MALZFABRIK
In diesem September feiern die Initiatoren des seit 2000 jährlich stattfindenden „Whisky-Herbst“ das Festival zum 18. Mal. Die etablierte Whisky-Kenner-Messe lockt immer wieder eine große Anzahl von Freunden des edlen Tropfens, Aussteller, Händler, Interessierte und Kenner an, um über das „Wassers des Lebens“ zu fachsimpeln und es zu verkosten. Das zweitägige Open-Air-Festival startet am Freitag um 15 Uhr nun bereits zum fünften Mal in der
MALZFABRIK, Bessemerstraße 2-14, 12103 Berlin (nahe IKEA-Tempelhof). Am Samstag öffnet die Messe bereits um 12 Uhr.
Neben flüssigen Köstlichkeiten, bietet die Veranstaltung ein umfangreiches musikalisches Bühnenprogramm, bei der die keltische Lebensfreude nicht zu kurz kommt. Ca. 2.000 Sorten hochklassiger Whiskys, besonders aus Schottland und aus allen anderen bedeutenden Whisky-Regionen der Welt, werden von den wichtigsten Whisky-Importeuren aber auch von zahlreichen unabhängigen Abfüllern präsentiert.. Zusätzlich zum Außengelände bietet die Maschinenhalle Platz für etliche kleinere Aussteller. Wie schon in den vergangenen Jahren, können die Produkte nicht nur verkostet, sondern auch direkt von den Besuchern gekauft
werden. Neu seit 2016 ist, dass auch das Außengelände zum Teil überdacht wurde und die Besucher und Teilnehmer auch bei schottischem Wetter im Trockenen sein können. Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Gäste aus den Brennereien anwesend sein und die Brennkunst aus ihrer Sichtweise erklären. Die meisten Seminare und Masterclass Tastings werden in schottisch (fast wie englisch…) abgehalten.
Aus den Destillen oder als deren Vertreter werden zu Gast sein:
George Grant, Glenfarclas
Douglas Cook, BenRiach/Glenglassaugh
Melanie Stanger, Springbank
Connor Booth, Irishman
Shilton Almeida, Paul John
Pramod S. Kashyap, Amrut
Tanja Bempreikz, Bourbon, Malt aus Schottland, Irland
Chantalle Seidler, Tobermory, Deanston
Thomas Zilm, Glenmorangie
Thomas Plaue, Malt/Blend aus Schottland
Dirk Becker, Rum
Nick Ravenhall und Pascal Penderak, Boutique-y Whisky
Timo Lamprecht, Whisky Weltreise
Ralf Zindel, Whisky Schottland-Australien
Michael Rennies, Teeling, Isle of Jura
Callum Fraser, Glen Scotia/Littlemill
Donald MacLellan, Loch Lomond Group
Der Eintrittspreis liegt unverändert bei 10 Euro. Im Preis enthalten ist ein limitiertes Tastingglas.
Wer neben dem Training der Geschmacksnerven auch sein theoretisches Wissen über Whisky erweitern möchte, meldet sich am besten im Vorfeld für eines der in den vier Seminarräumen angebotenen Kurse an.
Sammler und Stammbesucher freuen sich auf die 18. Sonderabfüllung, die exklusiv für den Whisky-Herbst entsteht. In diesem Jahr wird es ein 20 jähriger Clynelish Single Malt sein.
Traditionell bildet die Raritätenversteigerung einen Höhepunkt des „Whisky-Herbst“. Jeder Aussteller stellt mindestens eine besondere Flasche seines Hauses für die Auktion zur Verfügung. Der Erlös der Versteigerung der edlen Tropfen wird an soziale Projekte in Deutschland und Schottland gespendet.
Nähere Informationen zum Programm, Seminaren, Sonderabfüllungen und Ticketpreisen: finden Sie unter http://www.whisky-herbst.de/index.html.
Und auch heute wieder ist Japan die Zielregion für die Verkostung von Serge Valentin, zum dritten Mal in Folge. Diesmal geht es um eine Destillerie von Nikka auf der Hauptinsel Japans in der Präfektur Hyagi, westlich von Sendai: Miyagikyo. Dort, das nur so nebenbei, produziert man einen der – laut The Whisky Reviewer – unterschätztesten Whiskys der Welt.
Der einzig frei erhältliche Miyagikyo in dieser eher umfangreichen Verkostung ist der (zumindest in Japan) gängige NAS, dessen Stärke unlängst auf 45% angehoben wurde (von zuvor 43%). Alle anderen Bottlings, die Serge diesmal probiert, sind nur in der Destillerie selbst erhältlich – also hat man entweder einen guten Freund in oder mit Absicht einer Reise nach Japan, oder man begibt sich selbst dorthin. Schenkt man den Wertungen in der Verkostung Glauben, könnte sich das beim einen oder anderen Bottling schon auszahlen:
Schöne Zahlen kann das schottische Unternehmen William Grant & Sons (Glenfiddich, Balvenie, Monkey Shoulder) für den Travel Retail vermelden: Die Verkäufe konnte man dort im Jahr 2016 um fast 22% steigern – was im Vergleich zum Gesamtmarkt in diesem Kanal, der „nur“ 6.9% wuchs, sehr beachtlich ist.
Der Kernmarke Glenfiddich ist ein guter Anteil an diesem Wachstum zu verdanken, konnte sie doch auch im Travel Retail die Führungsposition bei Single Malts so wie im globalen Markt wieder zurückgewinnen. Zudem ist sie auch unter die Top Ten aller Spirituosenmarken im Duty Free gekommen.
Beeindruckend auch der Erfolg der zweiten Hauptmarke des schottischen Familienunternehmens: +23.8% Verkaufssteigerung konnte The Balvenie vermelden – damit katapultierte man sich auf Platz vier unter den Single Malts.
Den positiven Trend will man mit der Vorstellung neuer Abfüllungen auf der TFWA World Exhibition fortsetzen, sagt William Grant & Sons. Sobald wir darüber erfahren, werden wir natürlich mehr berichten.
Unser Titelbild zeigt die Destillerie Glenfiddich, die Produktionsstätte der Flaggschiffmarke von William Grant & Sons.
Auch Glen Grant scheint auf den Zug der fassstarken Abfüllungen aufzuspringen, wie es zum Beispiel auch Tomatin, Tamdhu oder BenRiach gemacht haben: In der TTB-Datenbank ist nun ein neues Label aufgetaucht, das einen Glen Grant Batch Strength First Edition mehr oder weniger sicher ankündigt. Batch Strength deshalb, weil es keine echte Fassstärke ist, sondern mit 50% abgefüllt wird oder wurde. Erscheinungsdatum und Distribution sind natürlich noch unbekannt, ebenso der Preis.
Interessant: Bei Glen Grant bleibt man der eigenen Linie treu und gibt – im Gegensatz zu den meisten anderen Destillerien, die eine Quasi-Fassstärke in die Core-Range aufgenommen haben – auch ein konkretes Alter an, im vorliegenden Fall sind das 15 Jahre. Wir freuen uns auf eine hoffentlich bald erfolgende offizielle Ankündigung. Hier einmal die Etiketten aus der Datenbank:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Fast ein Monat ist seit der letzten Ausgabe vergangen, und nun ist der Juli-Newsletter der Destillerie Ardnamurchan wieder erschienen, und wie schon bei den vorigen Ausgaben haben wir auch diesmal wieder die Erlaubnis von Alex Bruce, Managing Director der Adelphi Distillery Ltd., Ihnen das PDF zum freien Download zur Verfügung zu stellen.
Klicken Sie einfach hier auf Dancey_Dispatches_Juli_2017, um die neueste Ausgabe herunterzuladen. Diesmal geht es um einen Meilenstein: Der erste Spirit ist nun drei Jahre im Fass und darf sich Whisky nennen. Ein kurzes Feature über die Arisaig Games ist ebenso dabei wie ein Bericht über Alex Bruce in Australien. Vorgestellt wird diesmal Tour Guide Ricky Clark. Viel Vergnügen beim Lesen!
Vor fast vier Jahren stellte die Edrington Group ihre Pläne für Macallan vor: die Destillerie soll schließen und stillgelegt werden, dafür wird eine neue inklusive Besucherzentrum gebaut, und das ganze Projekt soll beträchtliche £100.000.000 kosten. Die geplante Fertigstellung im Frühjahr dieses Jahres wurde zwar verpasst, doch wie wir uns im letzten Monat vor Ort überzeugen konnten, steht die Eröffnung der neuen Brennerei Macallan in absehbarer Zeit bevor. Noch in diesem Jahr sollen die neuen Brennblasen zum allerersten Mal angefeuert werden; das neue Besucherzentrum wird im Sommer 2018 fertiggestellt sein.
Schon jetzt deutlich zu erkennen sind die ungewöhnlichen Formen der neuen Gebäude. Sie spiegeln die sanften Hügel der Landschaft wider, in der sich die Brennerei befindet. Manch einer sprach nach der Veröffentlichung der Architektur-Zeichnungen ein wenig despektierlich vom teletubby-style. Auch wir konnten uns von diesem vorschnellen Urteil nicht gänzlich freisprechen, aber nach unserem Besuch sind wir sicher: Es erwartet uns letztendlich ein äußerst formschöner, mit der Landschaft verschmelzender Brennerei-Komplex.
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Sind das diesmal japanische Wochen bei Serge Valentin? Zumindest ist dies bereits die zweite Session in den letzten drei Tagen, in denen Serge sich japanischem Whisky widmet. War es gestern quasi ein Rundumschlag, so fokussiert sich heute alles auf eine einzige Marke: Nikka’s Yoichi.
Sage keiner, dass so eine monothematische Verkostung nicht spannend sein könne: Von eher mauen 75 bis excellenten 92 Punkten ist da heute alles dabei. Die neuen ohne Altersangabe schneiden dabei in der Verkostung gar nicht so schlecht ab:
Geht es nach einem in der TTB-Datenbank des US-amerikanischen Zoll- und Steuerbüros neu aufgetauchten Label, wird in absehbarer Zeit eine dritte Ausgabe des Arran The Bothy, der fassstarken Quarter-Cask-Abfüllung der Inseldestillerie, erscheinen.
Batch Nummer 3 wird mit 53.2% abgefüllt sein und wohl erst im September in die Flasche kommen. Insgesamt soll es 13.800 Flaschen davon geben.
The Bothy wird zunächst in ex-Bourbonfässern gereift, danach kommt er zum Finishen in Quarter Casks (also viertelgroße Fässer) aus amerikanischer Eiche. Hier die Etiketten aus der Datenbank:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Soeben kündigt Bruichladdich durch seinen Deutschlandvertrieb Diversa Spezialitäten GmbH die achte Ausgabe der beliebten Octomore-Serie an – insgesamt sind es vier verschiedene Abfüllungen des extrem getorften Islay-Whiskys, die nun auf den Markt kommen werden. Alle Details und Infos dazu haben wir erhalten und teilen sie gerne mit Ihnen:
OCTOMORE MASTERCLASS
Edition Eight of the World’s Most heavily Peated series of Single Malt Scotch Whiskies.
Octomore wurde schon früh von der damals noch kleinen aber enorm anspruchsvollen Fangemeinde hochwertiger Premiumspirituosen entdeckt. Nach einer alten Farm in der Nähe der Bruichladdich Brennerei benannt, steht Octomore heute für ein einzigartiges Sortiment an stark getorften Islay Single Malts und für DAS Kultprodukt der heute so berühmten Progressive Hebridean Distillers. Die verrückte Idee zum meist getorften Single Malt Scotch Whisky der Welt entstand an einem feuchtfröhlichen Whiskyabend, als die Gründer der Brennerei sich nach möglicherweise 1-2 Drams zu viel die Frage stellten: wie viel ppm können wir mit unseren Mälzern in ein Flasche Single Malt stecken?
Vor fünfzehn Jahren war das noch echte Pionierarbeit. Die ersten Versuche wurden ausschließlich in kleinen Chargen abgefüllt – manche mit Namen, andere nur mit einer Ziffer versehen – um die einzelnen Batches voneinander zu unterscheiden.
Wenn auch der Inhalt sehr unterschiedlich war, so war die Form der Octomore-Flasche von Anfang an dieselbe, ein Design, das es in dieser Art bisher in der Branche nicht gegeben hatte. Demnach sorgten die ungewöhnliche, torpedoförmige Flasche wie auch der radikale Inhalt für viel Aufregung in der damals noch sehr traditionell-konservativen Whiskywelt. Der Genuss eines Octomore bot plötzlich ein völlig neues und unerwartetes Geschmackserlebnis und eine bisher nie dagewesene Komplexität.
Mit den Jahren entstand eine ausgesprochen vielseitige Octomore-Kollektion von unterschiedlicher Stilistik und Kreativität. Auch war Octomore einer der ersten Single Malts, der das klassische Gefüge aus Reifezeit und Qualität über den Haufen warf und voller Selbstbewusstsein bereits nach 5 Jahren einen herausragenden Whisky voller Tiefe und dichter Aromatik abfüllte. Mit veralteten Regeln zu brechen und neue, gerne auch unerwartete Wege für mehr Geschmack und Qualität zu gehen, ist der Kern der Philosophie der Progressive Hebridean Distillers. Nichts sollte so bleiben wie es war.
Heute, fünfzehn Jahre später, ist man bereits bei der Abfüllung unserer achten Octomore Edition. Da der Name „Octomore“ auf der Zahl „8“ basiert, ist dies der perfekte Moment, um einmal innezuhalten und Bilanz zu ziehen.
Um dies gemeinsam mit den Octomore Fans geschmacklich erleben zu können, hat unser Head Distiller, Adam Hannett, eine einzigartige Masterclass aus vier beispielhaften Octomores zusammengestellt. Jeder ist für sich allein schon überwältigend, jedoch die größte Faszination besteht im Vergleich der vier Varianten. Was macht einen Octomore zu dem, was er ist?
Einzelne Etappensiege mögen für Sportler und Geschäftsleute das Geheimnis für den großen Erfolg sein, jedoch für Adam Hannett ist, als Meister seines Handwerks, das dauerhafte Abliefern von höchster Qualität nicht nur das Ziel, sondern seine Lebenseinstellung. Nie ist er völlig zufrieden und immer sucht er mit seinem Team nach Möglichkeiten der Verbesserung. Deshalb ist die ständige, feine Justierung einzelner Stellschrauben ein wichtiger Teil seiner Arbeit.
Dies galt auch für die Kreation der achten Edition. Alle vier Octomores der neuen Serie wurden acht Jahre lang gereift – bis auf einen, aber die Ausnahme bestätigt bekanntlich die Regel und ist im Hause Octomore ja nichts Ungewöhnliches…
Der 08.1 dient als Benchmark, der 08.2 steht für Wagnis und Provokation, der 08.3 ist eine Herausforderung für die Sinne und ein echtes Islay-Monster und der 08.4, The „Gamechanger“, verändert alles bisher Dagewesene. Er wird möglicherweise jedoch erst Anfang 2018 für die komplette Masterclass zur Verfügung stehen.
MASTERCLASS_08.1 [Limitiert auf 42.000 Flaschen]
100% Reifung in amerikanischen first-fill Eichenfässern
Erntejahr 2007 – Destilliert 2008
8 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
167PPM / 59,3% vol.
Release: Ende August / Anfang September (solange der Vorrat reicht)
UVP 130€
MASTERCLASS_08.2 [Limitiert auf 36.000 Flaschen]
Sechs Jahre separate Reifung im französischen 2nd fill Sauternes- und Mourvedrefass sowie im österreichischen Süßweinfass. Anschließende Vermählung. Danach zwei Jahre ACE (Additional Cask Enhancement) in italienischen first fill Amaronefässern.
Erntejahr 2007 – Destilliert 2008
8 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
167PPM / 58,4% vol.
Release: Ende August/ Anfang September (TRAVEL RETAIL ONLY)
MASTERCLASS_08.3 – Islay Barley [Limitiert auf 18.000 Flaschen]
Octomore of Octomore, Single farm, single field, single vintage. 56% ex-Bourbon (full-term amerikanischen Eiche) 44% europäische Eiche (full-term ex-Pauillac, Ventoux, Rhône und Burgund)
Erntejahr 2010 – Destilliert in 2011
5 Jahre alt – Zu 100% auf der Insel Islay gereift
309PPM / 61,2% vol.
Release: Ende Oktober/ Anfang November (solange der Vorrat reicht)
UVP 180€
MASTERCLASS_08.4 – Virgin oak. [Limitiert auf 12.000 Flaschen]
20% first fill Virgin Oak Fässer 80% first fill ex-Bourbon Fässer, ACE in 2nd fill Virgin Oak der französischen Tonnellerie Radoux
Serge Valentin widmet sich heute neu erschienenen japanischen Whiskys – und davon hat er gleich sieben ins Programm der Verkostung aufgenommen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den neuen Blend „Toki“ von Beam Suntory, um Whiskys aus bei uns eher unbekannteren Brennereien (teilweise nur in Japan erhältlich) – und auch ein Chichibu ist dabei.
Hier die Wertungen aus der heutigen Verkostung – wie üblich sind die Zahlen wesentlich unwesentlicher als die schönen Beschreibungen, die Sie hinter unserem Link finden:
Toki (43%, OB, Japan, Suntory, blend, +/-2017) ; 75 Punkte
Das sollte für alle Freunde von japanischem Whisky interessant sein: Eine Pressemitteilung, die uns der Importeur japanwhiskys.com zugeschickt hat, berichtet von einer deutschlandexklusiven Sonderabfüllung – eine Einzelfassabfüllung nur für den deutschen Markt und hier exklusiv für www.japanwhiskys.com sowie www.whiskytempel.de. Sie wurde in Fassstärke (61.9%) abgefüllt und ist auf insgesamt 265 Flaschen limitiert. Hier alle Infos sowie die offiziellen Tasting Notes der Abfüllung, die ab 1. September bei den zwei deutschen Händlern erhältlich sein wird:
Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369 exclusiv für deutsche Händler
Der Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369 ist ein Whisky der Chichibu Destillerie und wurde im Jahr 2017 exklusiv für Japanwhiskys.com und Whiskytempel.de abgefüllt. Von diesem edlen Exponat und absolute Rarität unter den japanischen Whiskys werden weltweit nur 265 Flaschen in einer exklusiven Holz Geschenkbox angeboten.
Die Reifung nach der Destillation im Jahr 2009 erfolgte in einem Sherry Puncheon bis zum Juni 2013, danach wurde der Whisky in ein Weißweinfass eines berühmten französischen Weingutes (dessen Name leider nicht genannt werden darf) umgefüllt. Darin wurde der Whisky weitere vier Jahre gelagert, bis er schließlich im Februar 2017 in Flaschen abgefüllt wurde.
Verkostungsnotizen (Tasting Notes)
Geruch, Geschmack, Farbe und Abgang. Hier finden Sie die weltweit einzigen Tasting Notes zum Chichibu Japan Warrior Series Number One Cask 2369.
Geschmack: Zunächst leicht floral und grasig, bevor die Weinaromen im Zusammenspiel mit Pfirsich und Mirabellen dominieren. Mit etwas Wasser kommen Lindenblüten und Bergjohannisbeeren stärker zu Geltung, hinzu eine leichte Bitterkeit, wie man sie von jungen Grapefruits kennt. Der Whisky erzeugt ein sehr öliges, cremiges Mundgefühl.
Abgang: Lang und ölig, hinzu eine frische Süße, zarter Sirup mit Menthol, bevor am Ende wieder die frische Bitterkeit der Grapefruit auf der Zunge verbleibt. Ganz zum Schluss auch einige Spuren von grünem Tee.
Release ist der 01.09.2017. Erhöltlich ist der Chichibu dann exklusiv bei japanwhiskys.com und whiskytempel.de. Der Releasepreis wird am Tag des Erscheinens bekannt gegeben.
Wegen dem Ende der vorhandenen Fässer musste der 2008 auf den Markt gekommene Glenmorangie Astar im Jahr 2012 wieder eingestellt werden. Die Absenz vom Markt war aber nur temporär, und so wird der Whisky aus Missouri Ozark casks ab September wieder in UK erhältlich sein.
Der Glenmorangie Astar zeichnet sich vor allem durch seine Lagerung in besonderen Fässern, eben die genannten Missouri Ozark casks, aus. Das besonders weiche und poröse Holz wird zwei Jahre lang luftgetrocknet, bevor die Fässer vier Jahre lang mit Bourbon gefüllt werden, der danach dem Spirit aus Glenmorangie Platz machen muss. Das Resultat ist ein Whisky mit einem sehr eigenen Geschmacksprofil: süß und fruchtig mit floralen Noten, die an Lavendel und Nelke erinnern. Der Gaumen bietet Noten von Crème-Brûlée, tropischen und Steinfrüchten, Aprikosen mit Vanillepudding, Haselnüssen in weichem, butterartigem Fudge-Mix und Gewürznelke sowie gerösteter Eiche, gefolgt von Honig, Mandel, Kokosnuss-Eis und Spuren von Anis im Finish.
Der Glenmorangie Astar wird ungefärbt und nicht kühlfiltriert mit 52.5% abgefüllt (nicht ganz so stark wie die ehemaligen 57.1%). In Großbritannien wird er 74 Pfund kosten – wir versuchen gerade zu eruieren, ob er später auch am deutschen Markt erhältlich sein wird.
Wie subjektiv Kriterien wie „gut“ oder „schlecht“ auch vom Gesetzgeber attribuiert werden, kann man zum Beispiel der Tatsache entnehmen, dass gesetzlich betrachtet eigentlich jeder Whiskyerzeuger behaupten darf, er mache „den besten Whisky Deutschlands“ – das wird als subjektives Wertungsurteil gesehen und ist nicht nachweispflichtig (oder -fähig).
Unter diesem Gesichtspunkt sollte man Listen, die Whiskys auf diese Weise beurteilen, auch immer mit aller Vorsicht betrachten. Das gilt nicht nur für „die besten“, sondern natürlich auch „die zehn schlechtesten Whiskys der Welt„, die Express.co.uk zusammengestellt hat. Auch wenn die Redaktion versucht, die Liste durch die Punktewertungen auf Whiskybase.com zu objektivieren, möchten wir dazu anmerken, dass das statistische Mittel von Meinungen auch noch eine Meinung bleibt und kein Faktum wird.
Der nach dieser Liste schlechteste Whisky der Welt ist der White Dog, ein klarer Rye Whisky, der in Polen drei Jahre lang in einem Metallfass(!) reifen durfte. 15 von 100 Punkten bekommt er auf der Base. Platz zwei geht an die Ukraine, Platz drei an Österreich (und nicht, wie im Artikel fälschlich attestiert, nach Bayern). Österreich ist überhaupt mit vier Whiskys unter den Flop 10 gut vertreten, Deutschland und die Schweiz steuern beide ebenfalls einen Whisky bei – sodass unser Sprachraum mehr als die Hälfte der hintersten 10 Plätze für sich beansprucht.
Wie gesagt: Alles subjektiv – und auch die Zahlenbasis ist nicht gerade repräsentativ (teilweise gerade einmal drei oder vier Wertungen). Wers genauer sehen will: Die Flop 100 von Whiskybase finden Sie hier. Welchen davon kennen Sie aus eigener Erfahrung?