Die Destillerie Bladnoch befindet sich seit kurzem in neuem Besitz. Der australische Millionär David Prior hat sie gekauft und sich von Bunnahabhain Ian Macmillan als neuen Master Blender geholt. Auch neue Stills wurden eingebaut und die Liegenschaft generalsaniert.
Natürlich gibt es noch keinen wirklich neuen Whisky aus Bladnoch, aber eine erste Serie von Abfüllungen, die unter der Ägide von Ian Macmillan entstand. Serge Valentin hat die zwei jüngeren Abfüllungen, Samsara und Adela daraus, gemeinsam mit einigen anderen Abfüllungen aus der Lowland-Destillerie, verkostet. Serge scheint von den neuen Bladnochs eher wenig begeistert, die Unabhängigen sind da mehr nach seinem Geschmack:
Bladnoch ‘Samsara’ (46.7%, OB, 2017): 76 Punkte
Bladnoch 15 yo ‘Adela’ (46.7, OB, 2017): 76 Punkte
Bladnoch 1992/2013 (51.9%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS13038, 156 bottles): 84 Punkte
Bladnoch 26 yo 1990/2016 (48.5%, Archives, barrel, cask # 30336): 89 Punkte
Bladnoch 26 yo 1990/2017 (49%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 246 bottles): 86 Punkte
Über die ersten neun Abfüllungen der Diageo Special Release 2017 haben wir ja schon im April berichten können. Schon damals war klar, dass es auch eine zehnte Abfüllung geben würde, die allerdings laut Nick Morgan, Head of Whisky Outreach beim Getränkemulti, erst im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden würde.
Das ist nun wohl geschehen, denn auf Forbes ist ein Beitrag mit dem Titel „10 Rare Whiskies to Get Your Hands on This Fall: Diageo’s Special Releases 2017“ erschienen, der nun alle zehn Abfüllungen preisgibt.
Was ist also nun die ominöse Nummer 10? Es handelt sich dabei um einen Blended Malt namens „COLLECTIVUM XXVIII„, der mit 57.3% abgefüllt ist und sich aus einem Mix von verschiedenen Fässern zusammensetzt: Refill American Oak Hogsheads, Refill European Oak Butts, Ex-Bodega European Oak und First Fill Bourbon Casks. Die NAS-Abfüllung stammt aus allen 28 Destillerien von Diageo. Sie soll einen trockenen, nussigen und schokoladigen Charakter zeigen.
Damit wären die zehn Special Releases also komplett, fehlen eigentlich nur noch die Preise dafür. Sobald diese offiziell werden, informieren wir Sie natürlich.
In den Neunzigern hätte man eine Flasche Black Bowmore 1964 (erschienen 1993) für ca. 70 Pfund erwerben können. Wer sie daheim gut lagerte und der Versuchung widerstehen konnte, die aus Sherryfässern stammende und 29 Jahre gereifte Köstlicheit zu trinken, der hätte sie, so wie der Verkäufer, um den es hier geht, zum Versteigern bei der McTear’s Rare and Collectable Whisky Auction am 11. August in Glasgow bringen können. Man hätte dem Verkäufer einen Schätzpreis von 4000 bis 5000 Pfund genannt – keine schlechte Wertsteigerung für, wie man völlig respektlos sagen könnte, „etwas Schnaps“.
Draus geworden sind aber, laut einem Bericht in The Spirits Business das 150fache des Einkaufspreises, nämlich genau 11.450 Pfund. Immer noch um einiges günstiger, nebenbei, als der reguläre Verkaufspreis des im letzten November erschienenen und wesentlich älteren Black Bowmore 50yo, die fünfte und letzte Ausgabe der 1964er Serie (wir berichteten hier), die um 16.000 Pfund über den Ladentisch geht.
Fast so kostspielig war übrigens die teuerste Flasche auf der Auktion, die um 14.600 Pfund den Besitzer wechselte: Ein Dalmore 50yo aus dem Jahr 1926.
Es werde Licht: Ein neuer Highland Park, mit 28.000 Flaschen weltweit, scheint sich durch einen neuen Eintrag in der US-amerikanischen TTB-Datenbank anzukündigen. Highland Park The Light 17yo gibt auf den Etiketten nicht viel seiner Geheimnisse preis: Man liest dort gerade einmal die Anzahl der Flaschen, das Alter (17 Jahre) und den Alkoholgehalt (52.9%). Aus welchen Fässern die Abfüllung stammen wird, lässt sich nicht sagen – und natürlich auch nicht, wann und ob der Whisky erscheinen wird. Jedenfalls scheint er die Komplementärabfüllung zum Highland Park The Dark zu sein, den wir Ihnen Ende Juli bereits ankündigten.
Das Artwork der Etiketten können wir Ihnen aber hier schon präsentieren – mit dem Versprechen, Sie über die Entwicklungen dazu stets auf dem Laufenden zu halten:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Whisk(e)y einmal anders – nein, eigentlich fünfmal anders: Das ist das Motto unseres aktuellen Gewinnspiels, das wir gemeinsam mit unserem Partner Diageo Deutschland veranstalten. Zu gewinnen gibt es diesmal fünf Whisk(e)ys und Spirit Drinks für Leute, denen beim Blick über den klassischen Tellerrand nicht schwindelig wird, sondern die Lust darauf haben, Abwechslung zu entdecken. Ein Ire ist dabei, ein Schotte mit Whisky aus einer interessanten Destillerie, und drei Abfüllungen der Whiskey Union, ein Zusammenschluss von – vorsichtig ausgedrückt – etwas unkonventionellen Whiskyfreaks, die mit Klischees spielen, sie brechen und daraus Neues bauen.
Fünf Flaschen, fünf Gewinner, und wer welche Abfüllung gewinnt, entscheidet der Zufall. Seien Sie also vorbereitet auf das Unerwartete!
Und diese Whisk(e)ys können fünf Glückliche gewinnen:
Roe&Co Premium Blended Irish Whiskey – ein Klassiker der Zukunft
Ein Whiskey aus einer Destillerie, die es gab und noch nicht wieder gibt, ist unser erster Gewinn. Der Roe&Coe ist ein Klassiker der Zukunft, denn die Destillerie, aus der er einmal stammen soll, wird erst gebaut. Die Produktionsstätte „Thomas Street (George Roe) Distillery“ war vor mehr als 100 Jahren Irlands größter Whiskey-Exporteur, musste aber aufgrund der Prohibition in Amerika und günstigerer Konkurrenz aus Schottland 1923 schließen. Aber: Sie wird wieder erbaut und soll die Heimat des Roe&Co werden.
Roe&Co Irish Whiskey besteht aus einer von Master Blenderin Caroline Martin handverlesenen Kombination irischer Malt & Grain Whiskeys – in Bourbon-Fässern gereift, nicht kaltfiltriert und mit 45 Vol.% abgefüllt. Der elegante Blend besitzt die typische Geschmeidigkeit eines irischen Whiskeys und verfügt gleichzeitig über eine überraschende Tiefe im Geschmack. Insbesondere der hohe Anteil an First Fill Bourbon Fässern verleiht Roe&Co seine Charakteristik: samtige Textur, Zuckerwatte, Spuren von Vanille und Holz, Birnenkompott und leichte Gewürznoten.
Copper Dog Speyside Blended Malt – mit Malt aus Roseisle
Ein Whisky, der im berühmten Craigellachie Hotel vom Besitzer Piers Adam ersonnen, komponiert und für das Hotel von Diageo abgefüllt wird – das ist der Copper Dog, benannt nach dem beliebtesten Werkzeug zum Diebstahl von Whisky. Dabei handelte es sich um ein Kupferrohr, welches an einem Ende mit einem Groschen verlötet und auf der anderen Seite mit einem Korken verschlossen wurde. Die Copper Dogs wurden an der Hose oder dem Gürtel befestigt und gut versteckt gehalten.
Unser zweiter Gewinn, der Copper Dog ist ein Blend aus acht Speyside Single Malt Whiskys (u.a. Knockando und Inchgower) unterschiedlichen Alters, gereift in verschiedenen Fässern (zum Beispiel refill amerikanische und europäische Eiche, first fill Bourbon, aber auch rejuvenated Fässer). Zum ersten Mal findet sich in ihm auch offiziell Malt aus der Destillerie Roseisle – ein Novum, das den unkomplizierten Scotch zu etwas Besonderem macht. Er gefällt mit Aromen von Apfel, frischen Zitrusnoten, getrockneten Früchten, Vanille sowie aromatischen Gewürzen.
Boxing Hares – Wenn Whisky Hopfen trifft
Den dritten Gewinn werden Whisky- und Bierfreunde gleichsam interessant finden: Pete Brewin, gerne auch „Flavour-Spezialist“ genannt, kombinierte Scotch Whisky mit Hopfen, der für Craft Biere verwendet wird. Er wollte sehen, was passiert, wenn diese beiden Zutaten aufeinandertreffen. Der Hopfen wurde dabei speziell ausgewählt, um den Charakter des Scotch Whiskys abzurunden. Die Wahl fiel auf „Hallertau Tradition”, die bayerische Hopfensorte für helles Bier sowie „Cascade”, die bevorzugte Sorte für amerikanische Craft Biere. Das Ergebnis ist ein Spirituosengetränk mit 35 Vol.% und den cremig-süßen Noten des Scotch Whiskys in Kombination mit dem erfrischenden Geschmack des Hopfens – sehr wahrscheinlich eine gänzlich neue und überraschende Erfahrung.
Zuerst entdeckt man durch die Kombination der speziell ausgewählten Hopfensorten lebhafte Noten in der Nase. Sie entwickeln sich im Mund zu Aromen von tropischen Früchten mit grünen Zitrusnoten, die erstaunlich gut mit den süßen Honigaromen des Scotch Grain Whiskys harmonieren. Am Ende ergibt sich eine spannende Mischung aus Hopfen, Malz, Toffee, Ananas und Kirsche, mit einem kaum wahrnehmbaren bitteren Abgang.
Smoky Goat – Islay Rauch mit unerwarteter Süße
Gewinn Nummer vier ist eine einzigartige Mischung aus 3 Whisky-Stilen: süßlicher Grain Whisky, charaktervoller Highland-Whisky und rauchiger Islay-Malt. Smoky Goat ist ein Blended Scotch Whisky, der die raue Natur Schottlands in sich trägt. Er ist nach den wilden Ziegen benannt, die durch Islay ziehen. Craig Wallace, der Mann, der Smoky Goat kreierte, ist seit 17 Jahren im Whisky-Business. Er entwickelte eine Leidenschaft für besonders rauchige Blends und hatte die ungewöhnliche Idee, diese rauchige Note mit einer unwiderstehlichen Süße auszubalancieren. Und daraus ist etwas Besonderes geworden.
Smoky Goat wird in kleinen Chargen hergestellt. Jedes Fass für diesen Blend wird von Craig verkostet und stammt aus den besten Whisky-Beständen. Er reift in drei verschiedenen Fasstypen heran (refill und rejuvenated Fässern sowie First Fill Bourbonfässern), die ihm seinen unverwechselbaren Charakter geben: Zunächst entdeckt man Toffee, Karamell und süße Vanille in der Nase, dann die Malzigkeit der Highlands, die mit der Glut eines Lagerfeuers einhergeht. Anschließend entfalten sich kraftvolle Noten von Vanille, Melassetoffee und karamelliger Süße, gefolgt von einem wärmenden, rauchigen Abgang.
Huxley – der Whiskey, der nicht sein darf, aber sein musste
Gewinn Nummer 5, Huxley, soll Whiskey-Freunde bisher unbekanntes Terrain erschließen lassen. Er ist eine Kombination aus Scotch, kanadischem und amerikanischem Whiskey – ganz nach dem Motto „Geht nicht gibt’s nicht“. Die Inspiration zu diesem Blended Whiskey fand Masterblenderin Caroline Martin in einer Bibliothek: Der englische Biologe T.H. Huxley, ein renommierter Wissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert, entdeckte angeblich (und unter Umständen nach Genuss von Bourbon, Scotch und kanadischem Whiskey) bei einer Amerika-Reise ein Tier, wie es noch niemand vor ihm gesehen hatte: Gesicht und Körper hatten die Anmutung einer Raubkatze, auf dem Rücken hatte das Wesen Flügel wie ein Adler und aus dem Kopf wiederum ragte ein riesiges Geweih.
Er gab dem seltsamen Wesen einen Namen: „Mobsprey“ (abgeleitet von Bobcat = Raubkatze, Moose = Elch und Osprey = Fischadler). Mit dieser Geschichte waren sowohl Name und Symboltier, als auch Caroline Martins Vorhaben geboren, dass ihr neuer Whiskey eine ebenso ungewöhnliche Kreuzung darstellen sollte. Huxley ist ein Blend für experimentierfreudige und neugierige Gaumen. Die rauchigen, torfigen Aromen des Scotch Whiskys, die buttrige, karamellige Süße und die würzigen Röstnoten amerikanischer Whiskeys verbinden sich geschickt mit dem fruchtig-, vanillearomatischen Charakter des kanadischen Whiskeys. Eine sonderbare und zugleich erstaunliche Kreation.
Neugierig geworden? Bereit für eine Whisk(e)y-Erfahrung abseits des Üblichen? Dann spielen Sie jetzt einfach mit.
Und so gewinnen Sie einen der fünf etwas anderen Whisk(e)ys:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Welche der folgenden drei Schreibweisen für Whisky ist definitiv falsch?
a) Whiskey
b) Whisky
c) Whischki
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Whisky anders“!
3. Wenn Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken teilen, würden wir uns sehr darüber freuen. Danke. Es ist aber natürlich keine Bedingung für die Teilnahme.
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 27. August 2017, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 28. August bekannt.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Whisky anders“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 27. August 2017, 23:59. Die fünf Gewinner werden am 28. August auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Welcher Gewinner welche Flasche bekommt, wird durch das Los bestimmt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Diageo sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen erfolgt durch Diageo Deutschland.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Serge Valentin befindet sich momentan auf einem Japan-Trip – nicht physisch, sondern was die Auswahl seiner Abfüllungen für seine Verkostungen anbelangt. Schon in der letzten Woche war bis auf einen Tag alles aus Japan, und das ändert sich auch heute nicht.
Neun verschiedene junge Chichibu stehen heute auf dem Programm, und wie Serge anmerkt, halten viele Whiskyfreunde diese Whiskys für das Interessanteste, was in letzter Zeit aus dem Land der aufgehenden Sonne zu uns gekommen ist. Die Wertungen dafür, die Serge heute in der Verkostung vergibt, sind nicht so eindeutig, wir finden Noten zwischen 79 und 88 Punkten:
Chichibu 2009/2009 ‚Newborn Peated‘ (61.4%, OB, Japan, new American hogshead, cask #452, 361 bottles): 87 Punkte
36 Wochen schon, also neun Monate, präsentieren wir Ihnen jetzt bereits jeden Sonntag die neuesten Videos von deutschen Vloggern (nach der Sommerpause dann wohl auch wieder mit Podcasts). Die Szene war auch in dieser Woche aktiv, um Ihnen ihre Eindrücke von neuen und klassischen Whisk(e)ys schildern zu können. Wir präsentieren Ihnen dabei Videos und Audiobeiträge, die wir von den Vloggern selbst zur Veröffentlichung erhalten haben. Diesmal für Sie dabei:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort untenstehend auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Zwei Videos haben wir für diesen Sonntag herausgesucht – und zwar wieder einmal Flugaufnahmen, diesmal aber nicht aus Schottland, sondern aus Irland. Spektakuläre Aufnahmen sind es, die sich um die Cliffs of Moher drehen, aber auch andere schöne Orte auf der grünen Insel ins Visier nehmen.
Oben finden Sie ein Youtube-Video von Ron Daghuro, das im Jahr 2015 aufgenommen wurde und in 4K nicht nur die Cliffs of Moher, sondern auch Sehenswürdigkeiten im County Kerry zeigt. Es dauert fast 5 Minuten und macht richtig Lust darauf, Irland (wieder einmal) zu besuchen.
Über 5 Minuten dauert das untenstehende Video von Adam Rose, ebenfalls in 4K aufgenommen, und auch dieses beginnt bei den Cliffs of Moher, um dann Aufnahmen aus Galway zu zeigen. Wunderschöne Bilder und wunderschöne Musik ergeben ein faszinierendes Gesamtpaket.
Zu beiden Filmen wünschen wir viel Vergnügen – und wie immer einen schönen Sonntag!
Das Wochenende lässt uns wieder einmal mehr Zeit für Goodies, und heute möchten wir eine kleine Serie in der Serie unserer Wallpaper für Sie fortsetzen.
Zum sechsten Mal bringen wir Ihnen nun ein Bild des Eilean Donan Castle, wohl eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Schottlands – diesmal vom Fotografen Sean Afnan, der auch schon das Bild des Wasserfalls bei Fintry gestaltet hat. Das Foto von ihm ist ein wunderschönes Stimmungsbild der Burg, die aus dem Jahr 1220 stammt. Was viele aber nicht wissen: So, wie wir sie heute kennen, ist sie erst nach einer aufwendigen Restaurierung in den Jahren 1920 bis 1932 entstanden – denn sie wurde 1719 im Zuge des Jakobineraufstandes eigentlich nahezu vollständig gesprengt.
Hier finden Sie das rechtefreie Bild in der vollen Auflösung (3823×2548 Pixel) zum Herunterladen, untenstehend in einer kleineren Version zum Ansehen.
In dieser Woche ist im Vereinigten Königreich der neue Springbank 12yo in Fassstärke erschienen, Batch #15, um genau zu sein. Diesmal ist er mit 56.5% abgefüllt und wird, wie schon Batch #14, in der neuen Verpackung ausgeliefert. In den Shops in unseren Landen sollte er ebenfalls demnächst zu erhalten sein. Die Daten zu den früheren Batches haben wir übrigens hier für Sie aufgelistet.
Wir bringen Ihnen hier die originalen Tasting Notes, wie sie von Springbank veröffentlicht wurden. Wir interpretieren sie so, dass diesmal kaum torfige Einflüsse zu verspüren sein werden, die in den letzten beiden Abfüllungen ja recht deutlich waren:
Nose: A richness of maraschino cherries, wild berries and boiled sweets combine with softer notes of fruit and nut chocolate, almond ice cream and watermelon to give a warm and pleasant introduction to this twelve year old dram. Palate: The gentle nature of the palate does not hint that this is a cask strength whisky with Viennese whirls, milk chocolate, cantuccini biscuit, walnut whip present alongside cloves, almonds and syrup. Finish: Salted caramel, gentle make and dunnage warehouse notes influence this true Campbeltown malt, while coffee bean, clotted cream, hazelnut and liquorice all add a further dimension to this superb dram ensuring you return for a refill.
„Eine Reise auf die Orkneys“ betitelt Angus MacRaild, die Samstagsvertretung von Serge Valentin, seine heutigen Verkostungsnotizen – und das sagt uns schon, dass es darin um zwei Destillerien gehen wird, die auf den Orkneys beheimatet sind: Highland Park und Scapa.
Standards sind dabei allerdings keine zu finden, sondern wirklich ausgesuchte Raritäten, die wohl die wenigsten von uns daheim in ihren Whiskyschränken stehen haben. Diesmal ist es also eher eine Verkostung zum Mitträumen anstatt zum Gegenverkosten. Schade eigentlich, bei den Wertungen:
Highland Park 12 yo (43%, OB, bottled 1980 for the Queen’s visit to Italy) : 90 Punkte
Highland Park 16 yo 1980 (43%, Hart Brothers, +/-1996): 89 Punkte
Highland Park 1973/1984 (57%? Scotch Malt Whisky Society, #4.2?): 88 Punkte
Highland Park 22 yo (51.4%, Duncan Taylor, bottled 2009 for Runrig Live at Scone. 750 bottles): 85 Punkte
Highland Park 8 yo (57%, Gordon & MacPhail. +/-1980): 92 Punkte
Scapa 8 yo (100 proof, Gordon & MacPhail, late 1970s): 92 Punkte
Scapa 15 yo 1965/1980 (46%, Cadenhead, dumpy): 84 Punkte
Als Beitragsbild haben wir uns, den Flaschen entsprechend, eine Szene aus einem alten Dokumentationsfilm über die Orkneys ausgesucht (den Sie hier ansehen können) – untenstehend bringen wir Ihnen aber natürlich auch die Bilder der beiden Destillerien…
Auch heute, am Freitag, ist Serge Valentin mit seinen Verkostungen in Japan unterwegs. Diesmal geht es um Kurayoshi, um den es laut Serge einige Gerüchte gibt (die wir hier mangels Beweisen nicht breittreten wollen, die man aber im einleitenden Statement von Serge auf seiner Seite nachlesen kann), und um den Hakushu Distiller’s Choice, der bei uns Whisky des Monats August wurde, weil er einen etwas anderen und zumindest für japanische Whiskys preiswerten Einstieg in die Kategorie erlaubt. Serge findet ihn gut, aber im Vergleich zu Schotten doch etwas kostspielig.
Einige Zeit nun haben wir nichts mehr von Ralfy gebracht – es wird also wieder einmal Zeit, seine letzten Verkostungsvideos als Übersicht zu präsentieren, abzüglich derer, die sich allgemeiner Themen oder Spirituosen anderer Kategorien widmen.
Obenstehend finden Sie Ralfys letztes, gestern auf Youtube erschienenes Video. Es behandelt einen jungen Glendronach, der vor einiger Zeit dem Portfolio der nun im Besitz von Brown-Forman stehenden Highland-Destillerie hinzugefügt wurde. 87 von 100 Punkten erhält er in der Bewertung.
Ein Klassiker, der Glenfarclas 21, war der Whisky in der Verkostung zuvor, und er erhielt 88 Punkte vom Verkostungsveteranen von der Isle of Man.
Noch etwas besser schnitt der The Glenrothes 2000 mit 58.7% (eine Einzelfassabfüllug aus dem cask 2364) ab – Ralfy gab ihm 90 von 100 Punkten in seiner Bewertung:
Der Laphroaig 6yo mit 58.3%, ein Single Cask der Creative Whisky Company für einen Glasgower Whiskyshop toppt diese Wertung noch einmal – mit satten 91 von 100 Punkten. Er wird nur leider bei uns schwer bis gar nicht zu bekommen sein.
Ein fassstarker Highland Park 2007 von Gordon & MacPhail schneidet mit 83 Punkten nicht ganz so gut ab. Aber auch hier ist das Video wie immer interessant und mit nützlichen Zusatzinfos versehen.
Zu guter Letzt gibt es noch ein Single Cask von Edradour, ein 15jähriger Whisky mit 54.7% aus dem Fass No. 1406 – auch er kann mit 91 Punkten ganz weit oben landen:
Das Getränkeunternehmen Halewood kennen aufmerksame Leser von Whiskyexperts aus zwei Gründen: Halewood hat einen nicht unerheblichen Anteil von West Cork Distillers gekauft und baut gerade an der Aber Falls Destillery in Wales. Jetzt kommt ein dritter Grund dazu: Man will in Edinburgh eine Microdistillery errichten, um dort die Marke Crabbie, die momentan Ginger-Beer herstellt, auch wieder als Whisky- und Ginproduzenten zu etablieren.
Geplant ist die Destillerie, für die um eine Baugenehmigung angesucht wurde, in einer momentan nicht benutzten Halle im Industrie- und Gewerbegebiet von Granton, im Norden der Stadt. Groß wird das Ganze nicht wirklich angelegt – für die anfängliche Gin-Produktion wird man zwei Angestellte in Teilzeit beschäftigen, und die Whiskyproduktion soll in ähnlichem Maßstab ablaufen. Allerdings will man die gesamte Produktionskette, abgesehen von dem Mahlen des Getreides und der Lagerung, direkt vor Ort vornehmen.
Wann man mit der Genehmigung rechnet und wann mit der Produktion begonnen werden soll, ist nicht bekannt gegeben worden.