Nant Distillery – ein Whiskytraum, der schal wurde

Unruhe rund um die australische Nant Distillery war nicht erst seit den letzten Wochen zu spüren, als sie (und ihre Schulden) an die Australian Whisky Holdings verkauft wurde (wir haben hier darüber berichtet). Schon davor, als der Besitzer in finanzielle Probleme geriet und es nicht besonders gut um die Käufer der Fässer aussah (unser Bericht aus dem Februar informiert Sie darüber) schaffte sie es in die europäischen Schlagzeilen.

Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Verkauf die Situation wieder ins Reine gekommen ist, denn das Potential der Brennerei haben schon bei ihrer Gründung vor 10 Jahren viele erkannt und eingestanden, darunter auch die australische Whiskylegende Bill Lark, der nun dazu berufen worden ist, die Qualität der Fässer zu überprüfen. Er meint, dass die Destillerie an und für sich kein Problem hat, sondern die Geschäftsgebarung des früheren Besitzers die Schwierigkeiten brachte.

Was man in der Nant Distillery nun weiter vorhat, das beleuchtet ein ausführlicher Bericht in The Mercury aus Australien, den wir Ihnen zur Lektüre ans Herz legen. Mit ihm bekommt man einen Eindruck über die momentane Situation und die tasmanische Destillerieszene im Allgemeinen.

nant distillery

Cocktail: Johnnie Walker Red Rye Cava Cocktail (mit Video)

Hier kommt unser zweites Rezept mit dem neuen Johnnie Walker Red Rye (wir haben bereits über ihn berichtet – siehe die offizielle PR hier) – heute zeigen wir Ihnen den Red Rye Cava Cocktail – natürlich ebenso mit Video. Weitere Rezepte folgen in Kürze. Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen! (Das erste Rezept finden Sie in diesem Artikel)

Red Rye Cava Cocktail

  • 1 Zucker Würfel
  • 2 Tropfen Angostura Bitters
  • 22ml JW Red Rye
  • 100ml Cava
  • Orangenschale als Garnitur
  1. Platziert den Zuckerwürfel am Grund eines Champagner Glases.
  2. Träufelt das Bitter über den Zuckerwürfel und lass es ein wenig einziehen.
  3. Gießt nun den Johnnie Walker Red Rye und Cava in das Glas.
  4. Als Garnitur schneidet ihr ein dünnes Stück Orangenschale ab und presst diese über den Drink aus, um das Öl von der Schale zu lösen.

 

Baugenehmigung für Ardgowan Distillery beantragt

Nahe von Inverkip am Firth of Clyde, auf dem Gelände einer alten Sägemühle, soll eine neue Lowland-Destillerie entstehen. Sie nennt sich Ardgowan Distillery, ist noch im Planungsstadium, aber laut einem Artikel in Scotchwhisky.com wurde eben der Antrag auf eine Baugenehmigung bei den lokalen Behörden eingebracht. Auch ein Café und ein Restaurant sowie eine Mikrobrauerei plus Gin-Brennblase sollen im Zuge des Baus entstehen.

Man erwartet eine Entscheidung der Behörden allerdings erst im Frühjahr 2017, und sollte sie positiv ausfallen, will man bis 2019 in Betrieb gehen.

Whiskyhistoriker werden den Namen der Destillerie kennen: Es gab bereits eine Destillerie dieses Namens, aber sie wurde durch das Bombardement der Deutschen Luftwaffe im Mai 1941 zerstört.

John Preston Neale: Das Ardgowane Estate bei Inverkip in einem alten Stich
John Preston Neale: Das Ardgowan Estate bei Inverkip in einem alten Stich

Reminder: Jetzt drei DIN A4 Bildkalender „Land of Whisky 2017“ gewinnen!

Wir haben vor kurzem den Whiskykalender „Land of Whisky 2017“ von Michael Schmidt mit seiner Presseaussendung angekündigt – noch bis zum 31. Oktober können Sie eines von drei DIN A4-Exemplaren des Bildkalenders gewinnen.

Der Kalender zeigt in 12 Motiven nicht nur Ansichten aus und in Destillerien, sondern auch Schottlands wunderschöne Natur.  Im Jahr 2017 geht es von den wildromantischen Gipfeln am Loch Katrine zur eleganten Hauptstadt Edinburgh und weiter zur nebelverhangenen Whiskybrennerei Ardbeg an der Küste der Hebrideninsel Islay. Hier zum Beispiel ein Bild aus dem Fasslager von Deanston:

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Wenn Sie sich das ganze Jahr über Schottland ins Heim holen wollen, können Sie den Kalender im Buchhandel bestellen (im Format DIN A4: ISBN 978-3-00-054381-4, die große DIN-A3-Version: ISBN 978-3-00-054305-0) – oder hier bei uns insgesamt 3x gewinnen.

So gewinnen Sie einen von drei Kalendern „Land of Whisky 2017“ in DIN A4:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: In welcher Whiskyregion liegt die Destillerie Deanston?

a) In den Highlands
b) In den Stonedlands

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff Kalender!

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 31. Oktober 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

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Teilnahmebedingungen:

Am Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 31. Oktober 2016, 23:59. Die Gewinner/innen werden am 1. November auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts  sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand des Kalenders erfolgt durch den Autor.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Video: Laphroaig – ein Whisky, viele Meinungen

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Vor zwei Jahren begann Laphroaig mit ihrer Internet-Werbekampagne „Laphroaig Opinions Welcome“. Hier konnten und können weiterhin Whisky-Trinker, Whisky-Neulinge und weitere Willige ihre Verkostungsnotizen und Gedanken zum sehr speziellen Whisky dieser Islay-Brennerei mitteilen. Regelmäßig fasst Laphroaig den Input in kurzen Videos zusammen. Im neuesten Video dieser Reihe gibt es speziell die Meinungen der US-amerikanischen Whisky-Freunde zu hören. Und Andy Daly liest sie alle, scheinbar wirklich alle, vor. Wer heute nicht mehr allzu viel vorhat, kann sich dieses dreieinhalb Stunden dauernde Video, welches auch auf Youtube zu finden ist, zu Gemüte führen.

Serge verkostet Diageos Special Releases: Cragganmore NAS

Auf Whiskyfun finden wir heute die Fortführung der Verkostungen der diesjährigen Special Releases. Die diesjährige Sonderabfüllung ohne Altersangabe (No Age Statement) kommt aus der Speyside-Brennerei Cragganmore. Und natürlich philosophiert Serge im Rahmen dieser Verkostung über den Sinn und Zweck der hier fehlenden Altersangabe. Denn es handelt sich seiner Meinung nach bei diesem Whisky um eine hochklassige Abfüllung, welche sicherlich ein vorzeigbares Alter aufweisen kann. Im kleinen Duell auf sehr hohem Niveau hat die Special Release gegenüber der Cadenhead Small Batch Abfüllung leicht die Nase vorn, der höhere Alkoholgehalt ist hier sicherlich kein Nachteil.

Das heutige Verkostungs-Duo in der gewohnten Kurzübersicht:

  • Cragganmore-Glenlivet 16 yo 1999/2015 (46%, Cadenhead, Small Batch) 87 Punkte
  • Cragganmore (55.7%, OB, Special Release, 4,932 bottles, 2016) 90 Punkte

Cocktail: Johnnie Walker Red Rye Coffee Float (mit Video)

Wir haben ja schon vor einiger Zeit über den neuen Johnnie Walker Red Rye berichtet (siehe die offizielle PR hier) – jetzt möchten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit Johnnie Walker Red Rye vier interessante und leicht nachzumachende Cocktails vorstellen – alle mit Video. Den Anfang macht heute der Red Rye Coffee Float:

Red Rye Coffee Float

  • 25ml JW Red Rye
  • 150ml gekühlter Kaffee
  • 1 Kugel Vanille Eiscreme
  • Optionale Garnitur: Stroopwafels (Sirupwaffel)
  1. Füllt ein Whiskeyglas oder ein Tumbler mit Eis auf.
  2. Gießt als nächstes den JW Red Rye und den gekühlten aufgebrühten Kaffee in das Glas.
  3. Garniert den Drink mit einer Kugel Vanilleeis und einem Strohhalm.

Abschließend viertelt ihr die Sirupwaffel und verwendet zwei Stücke als Topping.

Weitere Rezepte folgen in Kürze. Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

PR: Spreewood Distillers GmbH aus Berlin übernimmt die Spreewald-Brennerei in Schlepzig

Neue Eigentümer für die Spreewald-Brennerei in Schlepzig – darüber informiert uns heute eine Pressemitteilung, welche wir hier ungekürzt mit Ihnen teilen möchten:

Im Rahmen einer Unterehmensnachfolge übernehmen die drei Berliner Spirituosenexperten Steffen Lohr, Bastian Heuser und Sebastian Brack mit der Spreewood Distillers GmbH die 2003 von Herrn Dr. Torsten Römer gegründete Spreewald-Brennerei in Schlepzig, 60 Kilometer vor den Toren Berlins. Nach der Übernahme werden sich die Neu-Eigner auf die Produktion von Rye und Single Malt Whisky, sowie Rum fokussieren.

„Ich bin äußerst glücklich, mit den Herrn Lohr, Heuser und Brack geeignete Nachfolger für mein Unternehmen gefunden zu haben. Ihre Kompetenz in der Produktentwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von hochwertigen Markenspirituosen haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt. Mit ihrem Knowhow werden sie der Brennerei und ihren Produkten mit Sicherheit eine weitere überregionale Bedeutung verschaffen können.“ so Herr Dr. Römer zur Übernahme.  

Mit der Übernahme der Spreewald-Brennerei schreiben Lohr, Heuser und Brack, die mit der Small Big Brands GmbH in Berlin auch eine Agentur für die Vermarktung von Getränken betreiben, ein ganz neues Kapitel in ihrem Berufsleben. „Wir haben alle drei immer davon geträumt, einmal einen eigenen Produktionsbetrieb zu führen. Dass dies jetzt mit der Spreewald-Brennerei direkt vor den Toren unserer Wahlheimat Berlin möglich wird, darf man ruhig als „Dream come true“ bezeichnen.“,  so Steffen Lohr, der sich in Zukunft der Produktion in der Brennerei widmen wird.

Fokus Whisk(e)y!
Auch unter den neuen Eigentümern wird die Kernkompetenz der Brennerei die Produktion und Reifung von Whisk(e)y sein. Dies liegt zum einen am leidenschaftlichen Fass-Management des Vorbesitzers, als auch an dem einzigartigen Mikroklima des Biosphärenreservat Spreewald in dem die Whisky(e)s reifen. Sowohl dem Whisk(e)y als auch den hauseigenen Reifeprozessen werden die Spreewood Distillers aber in Zukunft produktionsseitig einen noch größeren Stellenwert einräumen. Neben dem Ausbau der Lagerkapazitäten unter der Berücksichtigung des lokalen Mikroklimas ist für die nahe Zukunft die nachhaltige Abbildung des kompletten Produktionsprozesses vom Korn bis zum fertigen Produkt im eigenen Betrieb geplant. Darüber hinaus werden alle Produkte des Betriebs ein neues Design und eine neue Markenwelt erhalten.

Mit der Schlumberger Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG ist auch schon ein national aufgestellter Vertrieb mit Whisky-Kompetenz als Vertriebspartner gefunden worden. So kann die Verfügbarkeit der Produkte in Zukunft deutschlandweit garantiert werden. „Wir freuen uns sehr, mit Schlumberger einen langfristigen Kooperationspartner im Bereich Vertrieb und Logistik gefunden zu haben. Diese Kooperation erlaubt es uns, noch mehr Zeit und Energie in unsere Produkte und den Markenaufbau zu stecken.“ So Bastian Heuser, zukünftig verantwortlich für das Marketing der Brennerei.

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Über Spreewood Distillers:
Hinter den „Spreewood Distillers“ stehen drei in der Spirituosenindustrie nicht ganz unbekannte Personen. Da ist zum einen Steffen Lohr. Der ehemalige Bartender (u.a. „Der Raum“, Melbourne) arbeitete jahrelang als Markenbotschafter für Bacardi bevor er sich mit Bastian Heuser und Sebastian Brack mit der Agentur „Small Big Brands“ selbständig machte. Sebastian Brack wiederum erfand die erfolgreiche Bitterlimonadenmarke „Thomas Henry“ und ist Mitgründer von „Belsazar“ Vermouth. Dritter im Bunde ist Bastian Heuser – ebenfalls ehemaliger Bartender und einer der Mitgründer des „Bar Convent Berlin“, der europäischen Leitmesse für die Bar- und Getränkeindustrie. Mit der Übernahme der Brennerei erfüllt sich nun für die drei der langgehegte Traum nach der eigenen Spirituosen-Manufaktur.

Ihr Manifesto, nach dem sie in Zukunft in der Spreewald-Brennerei produzieren werden: “In character, in manner, in style, in all the things, the supreme excellence is simplicity.”.

Über die Spreewald Brennerei:
60 Kilometer südlich von Berlin erstreckt sich die idyllische, einem Flussdelta gleichende Auenlandschaft des Spreewalds. Die Niederung mit ihrem einzigartigen Mikroklima bietet die beste Voraussetzung zur Reifung von Whisky und Rum. Hier, inmitten eines Biosphärenreservats, befindet sich die 2003 von Dr. Torsten Römer gegründete und in 2016 von den „Spreewood Distillers“ übernommene Spreewald-Brennerei im malerischen Dorf Schlepzig. Seit 2004 werden dort prämierte Whiskeys und Rums von höchster Qualität gebrannt und gereift. 2010 wurde der Whisky „Sloupisti“ international durch Jim Murray`s Whisky Bible mit 94 Punkten prämiert.

Rémy Cointreau Group will französische Whisky-Destillerie kaufen

Die Rémy Cointreau Group hat nach Berichten von The Spirits Business eine nicht weiter spezifizierte Summe für Domaine des Hautes Glaces, eine Whiskybrennerei in den französischen Alpen, geboten. Man will mit dem Kauf eine High-End Whiskymarke mit hohem Potential erwerben, so das Unternehmen.

Domaine des Hautes Glaces stellt seit 2009 biologischen Single Malt her, mit einem strengen Fokus auf Nachhaltigkeit in der Produktion. Sie liegt auf 900m Höhe und produziert den Whisky aus selbstangebauter Gerste. So wie bei Springbank wird jeder Produktionsschritt im Hause gemacht. Single Malt verkauft man dort seit 2014.

Laut dem Konzern könnte der Ankauf noch 2016 stattfinden – es scheint also so zu sein, dass sich beide Parteien im Grundsatz bereits einig sind.

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Serge verkostet: Bourbon

Gar nicht so selten wagt sich Serge Valentin mit seinen Verkostungen auch über den großen Teich in die USA – auch heute wieder. Anlass ist der neue, vom Londoner Traditionsabfüller Berry Bros & Rudd herausgegebene Ironroot Republic ‘Texas Legation’, den er der Verkostung voranstellt.

Auch mit dabei: Eagle Rare, Blanton’s, Elijah Craig und ein David Nicholson. Die Punkte sind bei oder knapp über 80 angesiedelt:

  • Ironroot Republic ‘Texas Legation’ (46%, Berry Bros & Rudd, Texas bourbon, 2016): 80 Punkte
  • Eagle Rare 10 yo ‘Single Barrel’ (45%, OB, Kentucky straight bourbon, 2016): 80 Punkte
  • David Nicholson ‘1843’ (50%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2015): 80 Punkte
  • Elijah Craig 12 yo ‘Barrel Proof’ (64%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2015): 82 Punkte
  • Blanton’s ‚Straight From The Barrel‘ (64.8%, OB, bourbon, barrel #447, 2015): 83 Punkte

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IE: Teeling Whiskey macht Profit

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Teeling Whiskey, das Betreiberunternehmen der Teeling Distillery (unter der Führung von Jack und Stephen Teeling, die jeweils 17% der Firma besitzen) konnte laut einem Bericht im Irish Examiner im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Profit einfahren. Die Einnahmen verdreifachten sich auf 24.58 Millionen Euro, davon blieb nach Steuern ein Gewinn von 2.72 Millionen Euro.

Der Personalstand stieg über das Jahr von 15 auf 24 Personen, damit erhöhten sich die Personalkosten von 700.000 Euro auf 1 Million Euro. Auch die Auszahlungen an die Direktoren, zu denen auch Katherine Teeling gehört, stiegen von 155.000 auf 235.000 Euro.

Weitere interessante Zahlen finden sich im Ursprungsartikel.

Stephen und Jack Teeling. Bild: Teeling Distillery
Stephen und Jack Teeling. Bild: Teeling Distillery

Video: Scotch! The Story of Whisky – Teil 3

Vorletzten Dienstag startete die BBC ihre Serie „Scotch! The Story of Whisky“. Das Ansehen dieser Dokumentation ist Nicht-Briten erst einmal nicht möglich. Es sei denn, auf einem Video-Portal wird ein Mitschnitt hochgeladen und somit zur Verfügung gestellt. Schon der erste Teil und zweite Teil begeisterten uns sehr, seit gestern ist der dritte auf Youtube online, wenn auch derweilen „nur“ in einer Auflösung von 360p. Sollte er mit höherer Auflösung zu finden sein, werden wir das Video entsprechend austauschen.

Auch hier gilt erneut: Dies ist nicht der offizielle Kanal der BBC. Wir hoffen, dass die BBC uns Nicht-Briten die Möglichkeit gibt, an dieser Serie teilzuhaben. Sollte die BBC in ihrem Kanal diese Serie anbieten, werden wir natürlich den Link entsprechend ändern.

Serge verkostet: The Balvenie

Auf dem Verkostungsplan von Serge Valentin stehen heute einige Abfüllungen aus der Destillerie The Balvenie, und er beginnt gleich mit einem Inkognito-Whisky aus dieser Speyside-Brennerei. Inkognito deshalb, weil es sich um einen sogenannten „teaspooned“ Whisky handelt.

Für die, die diesen Ausdruck nicht kennen: Manche Destillerien, so wie Glenmorangie oder eben The Balvenie, geben keine Fässer für Single Malt-Bottlings an unabhängige Abfüller ab, wohl aber Fässer für Blends. Nun nimmt der unabhängige Abfüller mit der stillschweigenden Duldung durch die Destillerie das Fass Single Malt, fügt einen Teelöffel Single Malt aus einer anderen Destillerie dazu und hat dann, technisch gesprochen, einen Blend. Alle sind zufrieden, und der Unabhängige kann den Blend im Mischungsverhältnis von ca. 20000:1 dann mit einem Fantasienamen verkaufen, bei dem aber Whiskykenner wissen, woher er stammt, denn die Namen kennt man. Bei Glenmorangie wäre das Westport, bei The Balvenie Burnside.

Hier die Punktewertungen für die verkosteten Whiskys, darunter auch ein 15jähriger Single Barrel und 2x Tun 1401 sowie ein Tun 1509 – alles im grünen Bereich:

  • Burnside 19 yo 1996/2015 (53.9%, A Few Barrels Company, hogshead, cask #2185, 313 bottles): 86 Punkte
  • Balvenie 15 yo 1998/2014 ‘Single Barrel’ (47.8%, OB, cask #13241): 86 Punkte
  • Balvenie ‚Tun 1401‘ (49.2%, OB, batch #7, +/-2013): 86 Punkte
  • Balvenie ‚Tun 1401‘ (50.2%, OB, batch #8, +/-2013): 90 Punkte
  • Balvenie ‘Tun 1509’ (52.2%, OB, batch #3, 2016): 88 Punkte
Bild: The Balvenie
Bild: The Balvenie

Adventures in Whiskyland: Ben Nevis Distillery Tour

Ein sehr schöner und ausführlich bebilderter Bericht mit einem eher enttäuschten Fazit über einen Besuch bei Ben Nevis in den Highlands findet sich seit gestern auf dem englischsprachigen Blog Adventures in Whiskyland. Man hat dort die Executive Tour gebucht – und findet aber, dass sie leider den Preis nicht wert war. Das Problem, so der Bericht, scheint akuter Personalmangel zu sein, und man habe beobachtet, dass man deswegen sogar Besucher, die nicht vorgebucht hatten (was eben nur mit der Executive Tour möglich ist) unverrichteter Dinge wieder weggeschickt habe.

Die Bilder und der beschreibende Text des Artikels sind aber fast so, als wäre man selbst dabei gewesen. Lesenswert!

Ben Nevis und die Lagerhäuser der gleichnamigen Destillerie. Bildrechte bei Bernhard Czerny
Ben Nevis und die Lagerhäuser der gleichnamigen Destillerie. Bildrechte bei Bernhard Czerny
Die Stills von Ben Nevis. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.
Die Stills von Ben Nevis. Foto von Frank Gauert, alle Rechte vorbehalten.