Serge verkostet: Bladnoch

Es wird noch einige Zeit dauern, bevor wir wieder neue Abfüllungen aus der Lowland-Destillerie Bladnoch erhalten werden (es gab dort unter Raymond Armstrong eine längere Produktionspause). Derweilen müssen sich Whiskyfreunde mit älteren Bottlings begnügen – es soll einem nichts Schlimmeres passieren.

Serge Valentin hat heute sieben Abfüllungen aus Bladnoch verkostet, darunter vier einer bislang unpublizierten Session von vor drei Jahren. Die Resultate finden Sie hier, seine ausführlichen Notizen wie immer hinter unserem Link:

  • Bladnoch 22 yo 1992 (53.3%, Exclusive Malts, cask #4270, 295 bottles, +/-2015): 78 Punkte
  • Bladnoch 25 yo 1990/2015 (52.2%, The Whisky Agency and Acla Selection, barrel): 85 Punkte
  • Bladnoch 25 yo 1990/2016 (50.7%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon, 264 bottles): 87 Punkte
  • Bladnoch 22 yo 1990/2013 (49.5%, OB, cask #5762): 77 Punkte
  • Bladnoch 23 yo 1990/2013 (54%, Duncan Taylor, Dimensions, cask #3484, 116 bottles): 73 Punkte
  • Bladnoch 21 yo 1991/2012 (54.9%, Riverstown, hogshead, cask ref #2012-123, 296 bottles): 82 Punkte
  • Bladnoch 23 yo (46%, Cadenhead, dumpy, handwritten label, +/-1990): 84 Punkte

Unser Titelbild zeigt das Fasslager von Bladnoch

Reminder: Kilchoman Original Cask Strength Edition Batch #2 ab 11:00 bestellbar

Wir haben ja schon vor einiger Zeit über den neuen Kilchoman Original Cask Strength Edition berichtet. Die neue Abfüllung (56.9%) stammt aus 95 Quarter Casks und reifte in ihnen über sechs Jahre lang.

Ab heute, 11 Uhr unserer Zeit ist es soweit: Man kann sie online im Kilchoman Webshop (nur 1 Flasche pro Person) erstehen – für 69 Pfund plus Porto und Verpackung (aus Schottland leider in der Regel keine Lappalie). Wer unter den ersten sein will, die sie haben, der sollte sich bereit machen, allerdings ist anzunehmen, dass der Whisky danach auch weltweit in die Geschäfte kommen wird – bei einer Flaschenzahl von 12.000 Stück erscheint uns eine reine Limitierung auf den Verkauf im Kilchoman Webshop eher unwahrscheinlich..

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Jetzt gewinnen: 3×2 Karten fürs Whisky-Weekend in Salzburg (7. + 8. Oktober)

Das Whisky-Weekend in den Kavernen von Salzburg ist mittlerweile ein Pflichttermin für die Regionen Österreich und Süddeutschland geworden. Aber auch darüber hinaus besitzt es durch sein besonderes Flair merkbare Strahlkraft. Schon zum siebten Mal findet die Veranstaltung in diesem Jahr statt, diesmal am 7. und 8. Oktober. In diesem Jahr ist auch die 2. (kleinere) Kaverne für alle Besucher geöffnet. Das heißt noch mehr Whisky-Vergnügen für alle Fans. Und wie immer kommen auch andere Genüsse (z.B. Zigarren) nicht zu kurz.

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An zahlreichen Ständen in der einzigartigen Atmosphäre der Kavernen im Mönchsberg präsentieren über zwei Dutzend Aussteller ihre Produkte und Neuheiten. Hier einige Impressionen aus dem Vorjahr:

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Das Programm dieser außergewöhnlichen Messe bietet nicht nur Master Classes, sondern auch Musik und Tanzdarbietungen:

Fr. 7. Oktober – 14 Uhr bis 21 Uhr

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  • 16.00: Bunoscionn – Traditionelle irische Musik
  • 19.00: Irish Beat Factory – Irische Tanzgruppe

Zigarren-Lounge:

  • 15.00: Bruichladdich Ewald Stromer (8 Euro)

Im Kellergewölbe:

  • 15.00: Malts of Distinction Malts of Distinction – Einzigartige Reise durch die Welt der Single Malts mit Bowmore, Auchentoshan und Laphroaig (8 Euro)
  • 17.00: Rare Malts Collection Exklusivste Laphroaig und Bowmore Raritäten (30 Euro)

Sa. 8. Oktober – 12 Uhr bis 20 Uhr

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  • 15.00: Flying Scotsman – Scottische Tanzgruppe
  • 17.00: Irish Beat Factory – Irische Tanzgruppe
  • 18.30: Bunoscionn – Traditionelle irische Musik

Im Kellergewölbe:

  • 13.30: Kavalan und Lost Distillery (12 Euro)
  • 15.00: Bourbon Legends Legenden aus Kentucky von Beam-Suntory (8 Euro)
  • 17.30: William Grant’s Marken Jason Turner (8 Euro)

Der Eintritt kostet an beiden Tagen jeweils €10, inkl. Welcome-Drink (solange der Vorrat reicht)

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Und für Sie kostet er vielleicht gar nichts, denn:

Wir verlosen unter unseren Lesern 3×2 Eintrittskarten zum Whisky Weekend in Salzburg.

Und so gewinnen Sie die Tickets:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Für welchen Musiker ist Salzburg berühmt?

a) Wolfgang Amadeus Mozart
b) Wolfgang Petry

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net

Wichtig: Verwenden Sie für Ihre email den Betreff: Salzburg

Unter allen richtigen Antworten, die uns (mit korrektem Betreff!) bis Donnerstag, den 29. September 2016, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Karten und geben sie am Freitag bekannt.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und viel Spaß beim Mitmachen!

Video: Ralfy verkostet Cutty Sark 12yo (Review #599)

Ralfy präsentiert das letzte Video vor Nummer 600, das „vor Ort mit einem ganz besonderen Tropfen“ geschossen wird – und heute geht es um einen Blend mit Altersangabe, den Cutty Sark 12yo. Ralfy outet sich als Fan von Cutty Sark. Bei der Verkostung gibt er trotz der 40% noch etwas Wasser dazu, denn er meint, es würde den Whisky noch etwas lebendiger machen. Im Endeffekt bewertet er den Cutty Sark mit 83 von 100 Punkten.

Für einen an und für sich günstigen Blend nicht schlecht. Allerdings, und das ist etwas, über das Ralfy nach der Verkostung dann ausführlicher spricht, scheint es momentan einen Trend zu geben, dass Blend im Preis anzieht – und dennoch Charakter verliert. Als Beispiel bringt Ralfy den Black Bottle. Er war, so Ralfy, hervorragend, rauchig – nun sei er kaum mehr rauchig und durchschnittlich. Aber auch der Cutty Sark kostet in UK momentan 25 Pfund, und um das Geld bekommt Ralfy, so sagt er, im Supermarkt auch einen Single Malt wie den Aberlour 10yo, den er weitaus höher einschätzt.

Wie immer interessant und hervorragend präsentiert, bei uns oder auf Youtube.

Rückblick auf das erste Jahr der Isle of Harris Destillerie

Vor einem Jahr nahm die neue Destillerie auf der Isle of Harris ihren Betrieb auf – jetzt hat das Team der Brennerei einen lesenswerten Rückblick auf dieses erste Jahr auf der Website der Destillerie gepostet. Man berichtet vom Eröffnungsfest, den Erfolgen, die man mit dem dort produzierten Gin feierte und feiert, und natürlich auch über den Prozess der Destillation für den Whisky, dessen erste Ergebnisse bereits in Fässern lagern, die ehemals Buffalo Trace-Bourbon enthielten.

Wer die Geschichte der Isle of Harris Distillery mit unseren eigenen Berichten  hier nachvollziehen will, der kann dies von dieser Seite aus tun…

Exklusiv: Alles zu den Diageo Special Releases 2016 (Teil 3)

(Zurück zu Teil 2) Es ist seit fast zwei Jahrzehnten ein beweglicher Feiertag im Kalender von Whiskyfreunden: Das Erscheinen der Special Releases von Diageo. In diesem Jahr sind die zehn Abfüllungen der Diageo Special Releases 2016 am 21. September auf den Markt gekommen und bei den Händlern verfügbar.

Wir möchten Ihnen diese Sonderabfüllungen in einer dreiteiligen Artikelserie detailliert vorstellen (heute mit Teil 3, den ersten Teil finden Sie hier, Teil 2 hier) – mit den Infos zu den jeweiligen Destillerien, der Bedeutung der Abfüllung im Verlauf der Special Releases und im Zusammenhang mit den anderen offiziellen Abfüllungen der Brennerei. Auch dabei sind die ausführlichen offiziellen Tasting Notes und Infos zur Auflage und zum Preis.

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Im letzten Teil bringen wir die Informationen zu den Abfüllungen aus den Destillerien Linkwood, Mannochmore und Port Ellen:

Linkwood 37 Jahre, Destillation 1978, 50,3% Vol. Region: Speyside

Die Gründung der Destillerie Linkwood erfolgte im Jahr 1825. Die Destillerie wurde von Peter Brown erbaut und 70 Jahre lang von ihm und seinen Sohn betrieben. Linkwood ist einer der wenigen Whiskys, die bereits im viktorianischen Zeitalter als Single Malt verkauft wurde. Sie ist der romantischsten Destillerien in Speyside. Das Kühlwasser stammt aus einem See, in dem Schwäne und andere Tiere leben.

Tradition wurde dort immer groß geschrieben: Der spätere Manager, Roderick Mackenzie, war so veränderungsresistent, dass er sich sogar weigerte, Spinnweben zu entfernen!

Traditionell werden in Linkwood Malts hergestellt, die nicht so hochprozentig sind, damit die Fülle der Aromen zur Geltung kommt.

Die Nachfrage nach LINKWOOD überstieg stets die Nachfrage. In den Jahren vor 1971 war dies so ausgeprägt, dass neben dem alten Brennereigebäude ein neues errichtet wurde. Bei der Produktion dieses Linkwood 37 Jahre waren beide Brennereien nebeneinander in Betrieb.

Der Linkwood aus diesem Jahr ist erst die zweite Special Release-Abfüllung und die erste seit acht Jahren. Er stammt aus wiederbefüllten Fässern (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche.

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Weltweit sind 6.114 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar

Empfohlener UVP je Flasche 829 €

Offizielle Tasting Notes:

Köstlicher reiner und leichter LINKWOOD, mit Stil und Eleganz. Der Inbegriff der „Finesse“ der Speyside. Sich nur langsam öffnend, zeigt er einen typisch frischen fruchtigen und blumigen Charakter, wobei die Nase zunächst nur wenig Hinweise auf die herrliche Eleganz und Komplexität liefert, die sich auf dem Gaumen und im Abgang dieses raffinierten Malt entfaltet.

Farbe: Kräftiges Goldgelb, poliertes antikes Messing

Nase: Weich, braucht etwas Zeit, sich zu öffnen; dann langsame Entfaltung delikater frischer Fruchtnoten, süßer reiner Fruchtsalat aus Honigmelone, Trauben, Mandarinenzesten, Apfel und Birne über einer Basis aus krümeligem Buttertoffee. Allmählich intensiver und kräftiger wie Fruchtsalat in Sirup; vielleicht cremiger mit Marzipan, Vanille und einer Spur Süßholz. Dann anmutig betörend und berauschend, mit Noten von weißer Rose über weicher Creme Brulée. Wasser schließt sein Aroma auf, ohne es zu verändern. Mehr Buttertoffee; dann duftend wie ein altmodischer Obstladen im Sommer

Körper: Mittelschwer

Gaumen: Verlockend, zunächst großzügige weiche Textur; fruchtig süß und insgesamt zuckrig, dann wärmend und herb mit Bratapfel in der Mitte des Gaumens. Schnelle Entfaltung einer appetitlichen Trockenheit mit schwarzem Tee und Kräuter-Hustenbonbons, ausbalanciert durch Rum & Raisin-Eiscreme, Limette und wachsiger Vanille. Schließlich Noten von Ingwer, Nelken und einer Prise Salz. Mit Wasser wird der Apfel leicht karamellisiert und geht mit zuckersüßem Vanillebiskuit einher.

Abgang: Lang anhaltend und wärmend, mit pfeffriger Note. Eichenholzbetont und kräuterig mit trockenen umhüllenden Tanninen und einem sauberen, aromatischen Finish; im Nachgeschmack Gewürze in Kombination mit Milchschokolade und geschliffenem Hartholz. Mit Wasser trockener, aber dennoch wärmend; leichter, mit Nuancen von Zedernholz, wachsig und späten weicheren und längeren Tanninen.

Mannochmore 25 Jahre, Destillation 1990, 53,4% Vol. Region: Speyside

1971 wurde Mannochmore in Birnie südlich von Elgin gegründet. Nach dem „Mannoch Hill“ benannt, der das Wasser für die Destillation liefert; am nördlichen Berghang, in dem die ganze Region Glenlivet liegt – Ein malerisches Gerste-Anbaugebiet, von Flüssen durchzogen.

Es besteht eine Partnerschaft mit der viktorianischen Destillerie Glenlossie, einer Brennerei mit ähnlich aromatischem Charakter

Bisher gab es drei Destillerie-Abfüllungen. Eine 12 Jahre alte „Flora & Fauna”-Abfüllung, die nur Anfang der 90er Jahre erhältlich war. Frisch und rein, mit Aperitif-Charakter und einem für einen Speyside-Malt überraschend trockenen Abgang.

1997 wurde ein 22 Jahre alter Malt in Fassstärke (1974) als „Rare Malt” präsentiert. Frisch, blumiges Bukett, weicher Körper, pfeffrige Frucht auf dem Gaumen, robuster Abgang.

2009 wurde ein 18 Jahre alter Malt (1990) in Fassstärke als Special Release aufgelegt. Abgerundet, köstlich und elegant, mit einer ansprechenden Ausgewogenheit zwischen seidiger, öliger Weichheit und flüchtigeren, aromatischeren Eigenschaften.

Diesmal ist es ein Whisky mit einer einzigartigen Mischung von First-Fill Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche, neuen Fässern aus amerikanischer Eiche und neuen Ex-Bodega-Fässern (Butts) aus europäischer Eiche.

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Verglichen mit dem früheren 18 Jahre alten Special Release (destilliert 1990) ist es eine ähnlich ungewöhnliche Mischung von wiederausgeflammten Ex-Bodega-Sherry-Fässern aus europäischer Eiche, wiederausgeflammten Ex-Bourbon-Fässern und neuen Fässern aus amerikanischer Eiche, die ebenfalls Sherry enthielten

Weltweit sind 3.954 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar

Empfohlener UVP je Flasche 349 €

Offizielle Tasting Notes:

Ungewöhnlich kräftiger MANNOCHMORE, ein sehr kompetenter und souveräner Digestif in natürlicher Fassstärke; mit Wasser gewinnt er an Tiefe und Komplexität. Perfekt gereift, aber dennoch den typischen Charakter der Destillerie bewahrend, ist er ein vollkommenes Beispiel für einen Malt mit appetitlich verkohlter bittersüßer Schärfe.

Farbe: Tiefer Bernsteinton mit kupfernen Reflexionen. Gute Perlung.

Nase: Mild, langsam, tief und ätherisch. Im Wesentlichen fruchtig, mit kandierter Orangenschale, wachsiger roter Apfelschale, süßer Muskattraube, reifen roten und herben grünen Äpfeln. All diese Noten steigen aus einer dichten zuckrigen Schicht von angebranntem Früchtekuchen empor. Wärmend und kräftig, zunehmend leicht würzig und erdig mit einem späten Hauch von Stechginster. Mit etwas Wasser frisch, direkt und mit cremiger Note. Jetzt riecht man Fruchtsalat auf zerstoßenen Ingwernüssen, zitronenglasierten Plunder und frische Kirschen; später mentholartige Kühle.

Körper: Leicht bis mittelschwer

Gaumen: Weiche Textur, umhüllend; zunächst scharf und süß im Geschmack, mit Anklängen von angebrannter Orangenschale, Vanilletoffee und Milchkaffee. Dann duftender und blumiger durch Noten von Orangenöl und Lokum, vor ansprechenden bitteren Nuancen von angebranntem Gebäck und einer aufsteigenden eichenbetonten Trockenheit. In reduzierter Stärke weiche Textur und süßes Aroma, gefolgt von bitterem schwarzen Kaffee; kräuterig und auch ölig, mit kühlender Lakritze.

Abgang: Mittellang, fest, bittersüß und stechend, mit leicht rauchiger Wärme; im Nachgeschmack findet man Stechginster (Kokosnuss) oder gemischte Trockenfrüchte und Eukalytus. Ölig und teerig; mit Wasser reinigend, wärmend und bitter; mit Orangenöl und Orangenschale; im Nachgeschmack Makronen und Milchschokolade.

Port Ellen 37 Jahre, Destillation 1978, 55,2% Vol. Region: Isle of Islay

Port Ellen wurde 1825 als Malt Mill an der berühmten Südküste von Islay gebaut. 1833-92 erfolgte die Weiterentwicklung unter John Ramsay zu einer großen Destillerie. Sie wurde auch zum Direkthandel mit Nordamerika verwendet. 1848 erwarb Ramsay das Recht, Whisky in größeren Fässern zu exportieren und sie vor dem Export in geschlossenen Zoll-Lagern aufzubewahren. Dieses System besteht bis heute.

Auch die Lagerhäuser, die Ramsay baute, sind noch heute vorhanden und stehen unter Denkmalschutz.

Der Rest der Geschichte ist kurz und unspektakulär: 1967 Umbau der Destillerie, Produktion während der 70er Jahre und Stilllegung 1983. Und dann wurde sie Kult.

Der Name Port Ellen wird übrigens durch die Mälzerei der Insel aufrecht erhalten.

Die älteren Sonder-Abfüllungen von Port Ellen wurden auf der IWSC regelmäßig mit Gold- oder Silbermedaillen ausgezeichnet. Ein 29 Jahre alter Whisky wurde zum besten Single Malt Scotch gewählt und erhielt auf der San Francisco World Spirits Competition 2009 zweimal Gold.

Gies ist nun der sechszehnte aus einer Serie jährlicher Abfüllungen in limitierter Edition. Es ist der älteste PORT ELLEN und, wenig erstaunlich, die teuerste Special Release bisher. Frühere Abfüllungen dieser Serie werden unter Sammlern für hohe Summen gehandelt.

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Durch die jährliche Limitierung ist es sehr wahrscheinlich, dass dies nicht die letzte Special Release aus Port Ellen sein wird.

Sie stammt aus wiederbefüllten Fässern (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche – die Abfüllung erfolgte im Jahr 1978

Weltweit gibt es davon nur 2.940 einzeln nummerierte Flaschen

Empfohlener UVP je Flasche 3.459 €

Offizielle Tasting Notes:

Souveräner, fein abgestimmter und äußerst komplexer PORT ELLEN, voller Raffinesse; mit einer mühelosen Balance süßer Fruchtnoten und intensiven köstlichen Aromen von Zitrus, Honig, Rauch, Feuer und Eichenholz – der älteste PORT ELLEN, der bisher abgefüllt wurde. Um es mit den Worten eines Verkosters auszudrücken „diese alten PORT ELLEN werden einfach immer besser!“

Farbe: Poliertes Teakholz, gute Perlung.

Nase: Raffiniert und unaufdringlich; im Wesentlichen trocken; anfangs leichter Rauch, dann entfaltet sich eine Welle bekannter süßer und rauchiger Noten, begleitet von Jute und warmen Holztönen. All dies weist auf sein hohes Alter hin. Ferner Rauch kommt rasch näher und wird duftiger, während darüber die angenehmen Aromen von in Honig mariniertem geräuchertem Fleisch oder Wurzelgemüse schweben. Durch alles hindurch entwickelt sich eine frische reinigende Note, die mit süßer Minze, spritziger Zitrone und weinigen Tönen wetteifert. Schließlich tauchen weiche Noten von dunklem Kakao auf sowie etwas Vanille und weiterer Holzrauch. Mit Wasser, zunächst süß, dann etwas abgetönter und pikanter, bevor die klare fruchtige Süße wiederkehrt.

Körper: Mittelschwer

Gaumen: Wundervoll in natürlicher Fassstärke. Süß, prickelnd und trocken, mit einer großartigen Mischung aus Holzasche, gebrannten Marmeladentörtchen, Melassetoffee und karamelisierter Orange. Dann alles durchdringender Rauch mit würzig-kräutriger Note und Nelken. Wasser macht ihn kühler und milder, verändert aber sein gut ausgewogenes Geschmacksprofil nicht. Zuerst dunkler Toffee, dann Räucherfleisch, Bücklinge, Asche und reinigende Phenole.

Abgang: Lang, kühlend und komplex; trocken, aber auch umhüllend. Sofort appetitlich, mit kandiertem Apfel, angebranntem Toast, Zitronenzesten, reifen roten Äpfeln und gebranntem Pflaumenkuchen. Ausgesprochen kräuterbetont und schwer mit holzigem Rauch, mit Wasser weicher.

Video: Die Cairngorms und Schottland aus der Luft

Sicherlich eine der schönsten Regionen in Schottland sind die Cairngorms, eine Region in den Highlands, die im Winter die Heimat von zahlreichen Wintersportmöglichkeiten ist und für den Rest des Jahres als Wanderparadies genutzt wird. Ihre pittoresken Landschaften sind traumhafte Kulisse für Aufnahmen mit Flugdrohnen. Kirk Watson hat sie, gemeinsam mit anderen Plätzen in Schottland, in unserem heutigen Sonntagsvideo meisterhaft in Szene gesetzt. Gute Unterhaltung mit den kommenden viereinhalb Minuten, entweder hier bei uns oder auf Youtube.

Highland Herold Herbst 2016 erschienen – mit Gratis Download

Der neue Highland Herold für den Herbst ist heute erschienen, und wie immer hat die Redaktion die neue Ausgabe randvoll mit interessanten Inhalten gefüllt. Das Beste daran: der Highland Herold wird wie immer gratis als PDF zum Download angeboten – Sie können hier auf die aktuelle Ausgabe zugreifen.

Wie schon gesagt: das Inhaltsverzeichnis verspricht jede Menge interessanten Lesestoff rund um Whisky:

  • Indian Whisky: Ernst Scheiner schreibt über den indischen Whiskymarkt und über seinen Besuch bei Amrut in Bengaluru. Dazu gibt es drei Blindverkostungen von Whiskys aus dem Portfolio der Amrut Distilleries.
  • Isle of Skye: Das Gesellschaftsspiel mit dem gleichen Namen wie die schottische Insel wurde kürzlich mit dem Preis „Kennerspiel des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Wir haben es gespielt und berichten, wie es funktioniert.
  • Blind verkostet: Der Motörhead Whisky, ein Single Malt hergestellt in der Mackmyra Distillery in Schweden, und der McRaven Single Malt aus der Sauerländer Edelbrennerei.
  • German Independents: Unabhängige Abfüller kommen nicht immer aus Schottland. Thorsten Herold fasst die grundsätzlichen Möglichkeiten beim Fasseinkauf zusammen und stellt drei deutsche Akteure auf diesem Sektor vor.
  • Crossover Cooking: Jan Steinhauer verbindet schottische Zutaten, indische Gewürze und Whisky zu einem Scotch Curry.
  • Just Bottled: Sechs Seiten voll mit neuen Whisky(e)s für den Herbst.

Schöne Wochenend-Lektüre – wir wünschen Ihnen viel Vergnügen damit!

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Whisky im Bild: Einblicke in die Destillerie Tomatin

Heute möchten wir Sie mit Bildern von Marcel Freudenstein in die Destillerie Tomatin einladen. Unsere ersten drei Fotos zeigen Eindrücke aus der Cooperage, wo Fässer aufbereitet und repariert werden:

Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Tomatin Cooperage. Bildrechte: Marcel Freudenstein

Unser nächstes Bild zeigt einen begehbaren Mashtun in der Destillerie, die in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts die größte Brennerei in Schottland war, nun aber nur mehr mit einem Teil ihrer Kapazität arbeitet:

Mashtun in Tomatin. Bildrechte: Marcel Freudenstein
Ein begehbarer Mashtun in der Destillerie Tomatin. Bildrechte: Marcel Freudenstein

Und dann nehmen wir Sie noch in den Raum mit, wo Sie als Besucher der Destillerie sich selbst eine Flasche „handfilled at the distillery“ abfüllen und mitnehmen können:

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Bildrechte: Marcel Freudenstein

Für welches Fass würden Sie sich entscheiden?

Exklusiv: Alles zu den Diageo Special Releases 2016 (Teil 2)

(Hier geht es zu Teil 1) Es ist seit fast zwei Jahrzehnten ein beweglicher Feiertag im Kalender von Whiskyfreunden: Das Erscheinen der Special Releases von Diageo. In diesem Jahr sind die zehn Abfüllungen der Diageo Special Releases 2016 am 21. September auf den Markt gekommen und bei den Händlern verfügbar.

Wir möchten Ihnen diese Sonderabfüllungen in einer dreiteiligen Artikelserie detailliert vorstellen (heute mit Teil 2, den ersten Teil finden Sie hier) – mit den Infos zu den jeweiligen Destillerien, der Bedeutung der Abfüllung im Verlauf der Special Releases und im Zusammenhang mit den anderen offiziellen Abfüllungen der Brennerei. Auch dabei sind die ausführlichen offiziellen Tasting Notes und Infos zur Auflage und zum Preis.

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Heute bringen wir Infos zu insgesamt vier Abfüllungen, aus den Destillerien Caol Ila, Lagavulin, Glenkinchie und Cragganmore:

Caol Ila 15 Jahre, Destillation 2000 (HS), 61,5% Vol. Region: Insel Islay

Caol Ila wurde 1846 gegründet, in der Nähe von Port Askaig durch Hector Henderson. Der Name ist die gälische Bezeichnung für „Islay-Sund”.

Ein Wasserfall lieferte die Energie zum Betrieb der Hebezüge für die Gerste und den Druck für die Hydranten. Heute nutzt ein neuer Wärmetauscher die See zur Kühlung des heißen Prozesswassers, bevor es in die Kondensatoren zurückgeführt wird.

CAOL ILA 12 Jahre und 18 Jahre sowie Abfüllungen in Fassstärke gehören seit 2002 zu den Standards der Destillerie. Caol Ila 12 Jahre und 18 Jahre wurden in 2004, 2005 und 2008 mit der IWSC-Goldmedaille ausgezeichnet. Caol Ila 12Jahre konnte noch viele weitere Preise einheimsen, auch im aktuellen Jahr.

Im Jahr 2010 kamem der neue COAL ILA 25 Jahre und die Moch-Abfüllungen mit neuer Ausstattung zur Produktpalette dazu. Auch diese Abfüllungen sind mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Die Distillers Edition (DE) erhielt Gold und „Best in Class“ beim IWSC 2009, Gold beim ISC 2009, SWM 2010, zweifache Goldmedaille und bester Single Malt Scotch Whisky in SF 2011.

Der Caol Ila 15yo ist die elfte limitierte Abfüllung eines ungetorften CAOL ILA. Er stammt aus einer einmal jährlich produzierten Charge eines ungetorften Malt für das Blending im „Highland”-Stil.

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Die Destillation erfolgte 2000 – damit ist er die erste Abfüllung dieser Serie im neuen Jahrtausend. Der Caol Ila 15yo stammt aus wiederbefüllten Fässern (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche

Empfohlener UVP je Flasche 119 €

Offizielle Tasting Notes:

Dieser komplexe CAOL ILA im kräftigen Stil früherer ungetorfter Malts trägt die typische jugendliche und lebhafte DNA dieser Marke. Er verbindet herrliche Fruchtaromen und maritime Noten mit weichen reifen Tanninen; mit Wasser saftig, weich und entspannt

Farbe: Helles Goldgelb mit grünen Reflexionen. Feine kurze Perlung.

Nase: Geruhsam, fein und präzise; gibt wenig Hinweise auf den kräftigen Gaumen. Frisch und blitzsauber; zunächst frische grüne Äpfel über einer weichen cremigen Schicht von Toffee und Malz. Saure Note, die allmählich ins Maritime übergeht (getrocknetes essbares Seegras, Salz); angenehm spritig, mit Minze und Anklängen von Zitrusfrüchten (frischer Zitrone) sowie einer trockenen Stachelbeer-Schärfe. Rein und insgesamt vorsichtig definiert; Wasser bringt eine weichere kühlere Note von frisch gewaschener Baumwolle hervor, gefolgt von einem ganzen Obststand frischer Früchte sowie Nuancen von Erdbeere, Karamell und Harz.

Körper: Leicht

Gaumen: Anspruchsvoll und vielleicht zu kräftig für den Genuss in natürlicher Fassstärke; dennoch im Wesentlichen frisch, leicht und temperamentvoll; mit süßem Geschmack. Kühlendes Menthol, pikante Frucht, dann viel Malz und Toffee. Mit Wasser viel zugänglicher mit weichem, leicht süßlichem und saftigem Geschmack; die fruchtige Süße wird durch Salz und leichte Säure abgemildert (wie bei Bitterlemon). Am Ende zäh, mit noch mehr Frucht, Gerstenzucker und Minze.

Abgang: Verlockend, aber dennoch kraftvoll! Ausgesprochen wärmend, mit einer späten belebenden Note von Menthol und Eukalyptus. Mit Wasser weich und sanft; kürzer, aber nach wie vor wärmend und ingwerbetont, mit bitterem fenchelähnlichen Charakter und einem Nachgeschmack, der an Pistazien erinnert.

Cragganmore FL, 55,7% Vol. Region: Speyside

Cragganmore wurde 1869 von John Smith, dem ehemaligen Commissioning Manager von Glenlivet, gegründet. Es war die erste Destillerie in der Speyside, die gebaut wurde, um die Eisenbahn als Transportmittel zu nutzen.

Konzipiert wurde sie durch den Altmeister der Whisky-Architekten, Charles Doig of Elgin.

  • Übergang der Kontrolle auf Gordon Smith 1893.
  • Umbau 1901.
  • 1923 Ende der Smith-Dynastie. Übergang der Kontrolle auf ein Konsortium unter der Leitung von Sir Peter Mackie.
  • 1925 „A1”Bewertung durch Blendmaster
  • Schließung von 1931 bis 1934; eingeschränkte Produktion von 1941 bis 1946;
  • Wiederaufbau 1948.
  • Verdopplung der Kapazitäten 1964.
  • 1972 Umstellung der Brennblasen auf Dampf

Der Cragganmore dieses Jahres ist die sechste Abfüllung eines CRAGGANMORE dieser Serie.

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Er stammt aus drei Fasstypen, die aufgrund des Geschmacks ausgewählt wurden: wiederbefüllte sowie wiederaufbereite Fässer (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche und Ex-Bodega-Fässer (Butts) aus europäischer Eiche.

Weltweit sind 4.932 einzeln nummerierte Flaschen verfügbar.

Empfohlener UVP je Flasche 559 €

Offizielle Tasting Notes:

Wundervoll strukturiert und beruhigend mit weicher, süßer Nase – dieser CRAGGANMORE ist beeindruckend durch und durch und bringt den trockenen Charakter der Destillerie voll zur Geltung; verlockender intensiver Geschmack, der durch ein interessantes Zusammenspiel von Eiche und Malz allmählich in einen langen, wärmenden Abgang mündet; mit Wasser herrlich subtil.

Farbe: Warmes Goldgelb, mit guter Perlung.

Nase: Wärmend und einladend: Weich und frisch mit zarten Spuren von Bienenwachs, Orangenzesten oder Mandarinen in Dosen und Fruchtsalat auf einer Basis von dickem weichem Malzbrot. Mit der Zeit entfaltet sich eine herrlich ausgewogene pikante Säure, gefolgt von reifen roten Äpfeln. Später rein und trocken, mit einer etwas trockenen kräuterigen und marzipanischen Süße. Mit Wasser weicher und zugänglicher und einer Spur Menthol; blumig und berauschend, mit Anklängen von Bananen-Kaugummi oder frischem Fruchtsalat mit Crème Anglais. Dann Honig und Butter auf Malzbrot. Leicht nussig.

Körper: Mittelschwer, weich

Gaumen: Anfangs süß mit weicher Textur; zuckrig und intensiv; mit duftendem Fondant in der Mitte des Gaumens. Bald darauf trockener werdend; zedernartig und aromatisch, aber dennoch geschmeidig. Allmählich entwickeln sich herrliche Noten von Kakao und Lakritze, gefolgt von herzhafteren Nuancen von Steinpilzen und etwas Salz. In reduzierter Stärke dennoch weich, aber würziger und voller, kühlend mit weicher Kirschnote, dann echte Spritzigkeit; im Abklingen Minzbonbons und geröstetes Getreide.

Abgang: Lang, wärmend und reinigend. Dann leicht verkohlt, wie verbrannte Früchte auf einem Panettone; rund und trocken, mit späten flintigen Noten und umhüllenden Tanninen: Mit Wasser leichter Rauch und Gewürze; lang und umhüllend, mit frischem Fruchtkompott. Später Minze und schließlich wieder kräuterig; nach wie vor feurig und reinigend.

Glenkinchie 24 Jahre, Destillation 1991, 57,2% Vol. Region: Lowlands

1837 erfolgte die Gründung durch die Bauern George und John Rate. Der Whisky ist auch bekannt als „The Edinburgh Malt” – da die Destillerie nur 20 Meilen von der Stadt entfernt liegt.

  • Umbau als Brennerei-Musteranlage um 1890.
  • Fast kontinuierlicher Betrieb, was ungewöhnlich ist: nur mit kurzer Unterbrechung, sogar während der zwei Weltkriege.
  • 1914 weitere Expansion und Umbau zu einer der fünf Lowland-Destillerien der Scottish Malt Distilleries.
  • 1981 Umbau der Brennerei und Umstellung auf Dampfbetrieb.

Glenkinchie hat zwei der größten Brennblasen Schottlands. Die Rohbrand-Brennblase (wash still) fasst knapp 32.000 Liter.

Glenkinchie ist seit 1987 Vertreter der Lowlands im Rahmen der CLASSIC MALTS.

Dies ist nun die dritte Destillerie-Abfüllung eines GLENKINCHIE in Fassstärke im Rahmen der Special releases. Sie stammt aus wiederbefüllten Fässern (Butts) aus europäischer Eiche und wurde 1991 abgefüllt. Damit ist es der bisher älteste GLENKINCHIE in Fassstärke dieser Serie und die erste Abfüllung aus Fässern aus europäischer Eiche

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Weltweit gibt es 5.928 einzeln nummerierte Flaschen.

Empfohlener UVP je Flasche 419 €

Offizielle Tasting Notes:

Ein lebhafter GLENKINCHIE, mit mehr Körper als jüngere Malts und deutlich mehr Würze. Nach vorsichtigem Start entfalten sich in der Nase klar definierte Aromen von Blüten, Früchten und Cerealien; mit Wasser milder; auf dem Gaumen jedoch komplex und im Abgang herrlich trocken, aromatisch und bittersüß.

Farbe: Kräftiges Goldgelb, klarer Bernsteinton; gute Perlung („Beine“)

Nase: Reif und überlegt; anfangs zart, dann schnell voll und üppig; mit herben Kopfnoten von Limette und kandierten Äpfeln; dann Spuren von Walnüssen auf einer weichen Schicht von süßem Biskuit; begleitet von moosigen Basisnoten mit Spuren von Kiefernharz. Mit der Zeit saftiger durch sich entfaltende Noten von Ananas, Orange und Rosinen, während die Basisnoten aschiger werden; mit Karamell Übergang zu gebräunter Butter. Mit Wasser versetzt geschmacklich trockener und appetitlich herb; man riecht Fruchtkompott und Vanillecreme und eine zunehmende Toffee-Note sowie eine Spur warmes geschliffenes Holz.

Körper: Mittelschwer und ölig

Gaumen: Weiche Textur, wärmend; zunächst bittersüß, bald darauf würzig und holzig, mit Zedernholz, Bananenbonbons und Vanillecreme. Ziemlich trocken und zunehmend wärmer mit ausgeprägter Ingwernote und süßen knusprigen Cerealien. Mit Wasser süß, aber weniger intensiv und weich, delikat mit leichter würziger Schärfe.

Abgang: Lang und warm, mit einer Spur Szechuanpfeffer (im Mund aromatisch und kühlend). Ingwerbetont mit Zimt und Zedernholz; mehr Toffee und schokoladenweichen Tanninen; dann reinigend. Mit Wasser länger, trockener und nach wie vor wärmend, süß und aschig; angebrannter Melassetoffee und bittere Süße.

Lagavulin 12 Jahre, 200. Jubiläum, 57,7% Vol. Region: Insel Islay

Die Destillerie liegt in der Bucht von Lagavulin, unterhalb des Dunyvaig Castle, einer alten Festung der  Lords of The Isles. Sie wurde 1816 von John Johnston auf dem Gelände einer ehemaligen Schwarzbrennerei gegründet und 1838 von Alexander Graham weiterbetrieben.

  • 1890 Übernahme durch Peter Mackie.
  • 1908 Eröffnung von Malt Mill, einer weiteren Destillerie.
  • 1918 Schließung für eine Saison.
  • 1924 Umfirmierung von Mackie & Co. in White Horse Distillers.
  • Schließung von 1941 bis 1945.
  • Elektrisches Licht 1948.
  • Beginn des Umbaus 1951;
  • Explosion und Brand 1952;
  • Wiederaufnahme der Produktion 1953.
  • Schließung von Malt Mill 1962.
  • Umstellung von Lagavulin auf Dampfbetrieb 1969.

Bis 1987 wurde Lagavulin als 12 jähriger abgefüllt, seitdem mit 16 Jahren als Classic Malt.

Der Lagavulin 12 aus dem Jahr 2016 ist die vierzehnte Abfüllung einer Serie 12 Jahre alter Malts aus Originalbeständen der Destillerie. Er stammt aus wiederaufbereiteten Fässer (Hogsheads) aus amerikanischer Eiche mit einer Lagerdauer von jeweils mindestens 12 Jahren

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Auch das Etikett macht sichtbar, dass es sich diesmal um eine Jubiläums-Abfüllung zum 200. Jubiläum der Destillerie (1816-2016) handelt.

Empfohlener UVP je Flasche 109 €

Offizielle Tasting Notes:

Klassischer, gut strukturierter LAGAVULIN, der Liebhaber rauchiger Malts begeistern wird; herrlich rauchig, ölig und bittersüß; rein im Charakter und wundervoll ausgewogen, mit überzeugender Raffinesse; ein Malt, der sowohl zum Essen als auch als Digestif geeignet ist; leichter in Geschmack und Textur und nicht so trocken wie frühere Malts der Serie.

Farbe: Sehr blasses Goldgelb mit graugrünen Reflexen. Langsame Perlung („Beine“).

Nase: Auf der eine Seite, direkt und schnörkellos mit kräftigem schwelenden Torfrauch der sich sofort ausbreitet, begleitet von frischen reinen Noten. Auf der anderen , süßeren Seite, eine breite Fülle süßer Noten; zunächst Puderzucker, kompensiert durch reinigende Noten, gefolgt von Zitrone und Pfefferminz über Sirup auf warmem Baguette. Spuren von Alkohol und Orangenzesten. Später Aromen von Grillfleisch, Ahornsirup und Nuancen von Kiefer und Eukalyptus. Und schließlich Zuckerwatte und vulkanischer Rauch. Mit Wasser jünger und lebhafter. Jetzt süß und minzig, mit herbsüßer Frucht; dann entfernt vulkanischer Rauch und sauberes Zeitungspapier.

Körper: Leicht, weich und ölig.

Gaumen: Erstaunlich mild, weich und süß, durch Salz ausbalanciert. Intensiv und kühl; zunächst mit fruchtiger Schokolade, dann wärmend und rauchig; mit körnigen Cerealien, Minze und vulkanischem Rauch. Aber auch fein und ölig mit weichen Tanninen. Mit Wasser entspannter im Geschmack, kühl und ölig; in eine intensive zähe, von Rauch und Honig geprägte Süße übergehend, die durch Salz ausbalanciert wird; zunehmend leicht verbrannt und wärmend. Insgesamt aromatisch, holzig und leicht reinigend.

Abgang: Sehr lang und raffiniert; zunächst weich und kühlend, dann wärmend, scharf und rauchig mit appetitlich bitterer Note. Mit Wasser bleiben alle Aromen erhalten; lang anhaltend, süß und nach wie vor scharf, aber mit belebenden Kräutern und rauchigem Abgang.

(Weiter zu Teil 3)

Neu: The Dalmore 35yo

Von The Dalmore gibt es eine neue Abfüllung zu vermelden: Die Highland-Destillerie wird im Oktober einen neuen 35jährigen Whisky auf den Markt bringen. Drei verschiedene Fasstypen wurden für den neuen The Dalmore 35yo verwendet: ein Bourbonfass, ein Matusalem Sherry Butt und ein Port Colheita Pipe.

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Der Whisky kommt, dem Alter und wohl auch dem Preis entsprechend, in einem aufwendig gearbeiteten Baccarat-Kristalldecanter mit einem von den schottischen Silberschmieden Hamilton & Inches hergestellten Silberverschluss. Das ganze befindet sich dann in einer hochwertigen Überverpackung.

Der Decanter wird weltweit bei ausgewählten Händlern zu finden sein, über den Preis hüllt man sich in der Presseinformation in vornehmes Schweigen…

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PR: Brown-Forman mit vielen Aktivitäten beim Bar Convent Berlin

Brown-Forman Deutschland hat uns eine Pressemitteilung über die geplanten Aktivitäten des Konzerns beim Bar Convent Berlin, der am 11. und 12. Oktober in der Hauptstadt stattfindet, gesendet. Hier können Sie alles Wissenswerte erfahren:

Brown-Forman Deutschland inszeniert beim BCB 2016 American Whiskey in seiner Vielfalt, setzt die Feier zum 150. Jubiläum der JACK DANIEL Distillery fort und stellt das erstmalig aufgelegte Programm „Master of American Whiskey“ vor.

Besonderes Highlight: Besuch von Jeff Arnett, 7. Master Distiller nach Jack Daniel.

Hamburg, 23. September 2016 – Brown -Forman Deutschland, Genussspezialist und Treiber der Kategorie American Whiskey im deutschen Markt, offeriert dem Fachpublikum beim Bar Convent Berlin am 11. und 12. Oktober 2016 drei thematische Schwerpunkte:

Discovering American Whiskey

Mit dem Launch von Woodford Reserve Kentucky Straight Rye im September 2016 hat Brown-Forman Deutschland das American Whiskey Portfolio erstmals um einen Rye erweitert. Neben Woodford Reserve Kentucky Straight Bourbon Whiskey bereichern damit zwei ganz unterschiedliche Qualitäten aus der kleinen, traditionsreichen Woodford Distillery in Kentucky das Sortiment. Auch die JACK DANIEL’S Markenfamilie aus Lynchburg hat in diesem Jahr mit JACK FIRE Zuwachs bei den Likören mit Whiskey bekommen. Brown-Forman Deutschland stellt die Herkunft und Herstellung der vielfältigen Tennessee, Bourbon und Rye Qualitäten anschaulich in einer Barrel Lounge vor. Am Tasting Stand können sich die Besucher von der Geschmacksvielfalt der American Whiskeys überzeugen. Internationale Bar Teams demonstrieren die Möglichkeiten von American Whiskey beim Cocktail Mixing und begeistern mit innovativen Ideen.

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150 Jahre JACK DANIEL Distillery

Anlässlich des 150. Jubiläums der Distillery präsentiert Brown-Forman das große Erbe, das Jack Daniel, Whiskeypionier, Urvater und Namensgeber des heute mehrfach preisgekrönten und zur weltbekannten Ikone avancierten Tennessee Whiskeys, für die Whiskeywelt hinterlassen hat. Er prägt bis heute unverändert die einzigartige Herstellung und die hohen Qualitätsansprüche: Seit 150 Jahren sickert beim Charcoal Mellowing jeder Tropfen JACK durch eine drei Meter hohe Holzkohleschicht, bevor er zu einem echten Tennessee Whiskey wird. Niemand kennt die Einmaligkeit von JACK DANIEL’S besser als sein Master Distiller.

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Als krönender Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten kommt Jeff Arnett, in 7. Generation Nachfolger von Jack Daniel, zum BCB. Sein Vortrag „JACK DANIEL’S – The quest for consistency not compromising on quality” zeigt, wie der Leitsatz von Jack Daniel „Every day you make it, make it the best you can“ bis heute in der Marke weiter lebt. „So war es. So ist es. Seit 150 Jahren.“ Wer noch tiefer in die authentische Lynchburg Szenerie eintauchen möchte, kann sich mit „Virtual Reality“ Brillen auf die Reise begeben und JACK DANIEL’S hautnah erleben.

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Master of American Whiskey

Das neu aufgelegte Programm „Master of American Whiskey“ zeichnet erstmalig die Whiskeykompetenz von Bartendern innerhalb einer Kategorie aus. Mit den unterschiedlichen JACK DANIEL’S Tennessee Whiskeys sowie den Spezialitäten Woodford Bourbon und Rye bildet Brown-Forman Deutschland mit seinem Portfolio die Vielfalt von American Whiskey ab und ist kompetenter Absender. Beim BCB können sich Interessenten informieren und direkt anmelden. „Master of American Whiskey“ baut die erfolgreiche Kategorie innerhalb der Bargastronomie weiter aus und sorgt für innovative Impulse.

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PR: Messe Bremen veranstaltet zum dritten Mal Whisk(e)y-Messe BOTTLE MARKET

Schon zum dritten Mal findet in Bremen der BOTTLE MARKET statt, diesmal vom 18. bis 20. November – eine Whiskymesse, in deren Rahmen diesmal Whiskys aus 20 verschiedenen Ländern vertreten sind. Hier die Presseinfo dazu, die wir heute erhalten haben:

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Hochprozentiger Genuss aus 20 Ländern

Messe Bremen veranstaltet zum dritten Mal Whisk(e)y-Messe

„I am going, I am going, where streams of whiskey are flowing”, sang die legendäre irische Folk-Punk-Band The Pogues. 2015 kam der Whiskey dann zu ihnen: Die West Cork Destillery hat sich bemüht, den Geist der Band in einem Blend einzufangen. Ob er so schmeckt, wie sich „Whiskey in the Jar“ in der Pogues-Version anhört, das können Besucher des dritten BOTTLE MARKET in der Messe Bremen erfahren. Von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. November 2016, wollen Hersteller, Abfüller, Importeure und Händler die Besucher der Halle 7 in die Welt des flüssigen Goldes entführen und damit buchstäblich auf alle fünf Kontinente. „Whisk(e)yfreunde sind experimentierfreudig“, weiß Großhändler Dieter Kirsch.

Auch in Deutschland gibt es inzwischen durchaus eine Tradition im Whiskybrennen. Zu entdecken ist sie am „German Whisky Point“. Hier sind unter anderem bayerische Sorten und der erste Bremer Whisky zu haben oder auch Whisk(e)ypralinen, darunter eine speziell für den BOTTLE MARKET kreierte. Apropos Sonderedition: Es ist wieder eine eigene Abfüllung anlässlich der Messe erhältlich, diesmal von einem irischen Pot Still mit Rum-Finish – plus entsprechende Praline.

„Die Messe zeichnet sich durch ihre einzigartige Mischung und Vielfalt aus“, sagt Projektleiterin Anja Rickmeier. Nirgendwo sonst im Nordwesten würden die Besucher neben dem „Wasser des Lebens“ stimmungsvolle Accessoires, Reiseideen und weitere Leckereien in Hülle und Fülle finden. Rum entwickelt sich ebenfalls zu einem trendigen Thema, gleich drei Aussteller konzentrieren sich darauf. Andere haben Schokolade, Chips und Fudge im Gepäck.
Passend zu einem guten Schluck können Raucher in der Zigarrenlounge guten Tabak kosten. Zudem wird es ein Rahmenprogramm mit Reisevorträgen und Berichten über schottische und amerikanische Brennereien geben.

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Whisk(e)y ist kein Getränk für den frühen Morgen. Die Organisatoren öffnen darum die Veranstaltung am Freitag erst um 14 Uhr (an den anderen Tagen um 11 Uhr). Besucher können sich am Freitag sogar bis 22 Uhr durch die Destillate probieren, wenn sie am Eingang zur Halle 7 ein Nosingglas kaufen – dann gibt es Drams zum Selbstkostenpreis.
In Tastings, die online buchbar sind, lernen Interessierte viele Whisk(e)ys intensiv kennen. Hier sind Medaillengewinner bei der International Wine & Spirit Competition in London zu kosten. Kenner können auch Brände aus amerikanischen Mikro-Destillen oder Abfüllungen mit klingenden Namen wie „The Dark Secret“ und „Quiet Man“ probieren.

Veranstaltet werden diese Tastings stets von Fachleuten und zum Teil von Größen der Szene. So präsentiert die Masterblenderin Angela d’Orazio schwedische Whiskys. Der Brand Manager Peter Wills stellt Destillate der ersten neugegründeten Destillerie auf der schottischen Insel Islay seit mehr als 125 Jahren vor, der Brennereichef Paul Dempsey verkostet mit seinen Gästen Whisky einer Destille in der Region Speyside Auch über diese drei hinaus sind hochkarätige Gäste zu Besuch: So werden die Inhaber einer schwedischen Destillerie erwartet und Vertreter einer taiwanesischen Brennerei.

Der BOTTLE MARKET ist am Freitag von 14 bis 22 Uhr geöffnet, am Samstag von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7,50 Euro, das Zweitagesticket 14 Euro und das Ticket für drei Tage 18 Euro. Ein Nosingglas für den BOTTLE MARKET kostet 2 Euro. Die Eintrittskarte gilt auch für die gleichzeitig stattfindende Christmas & MORE in Halle 6, die abweichende Öffnungszeiten hat.

Mehr Infos: www.bottle-market.de, www.christmas-more.de

Bilder: Oliver Saul

PR: Die Highlights der 17. Auktion bei Kirschner & Sons

Es geht wieder los: Die neue Auktion des Auktionshauses Kirschner & Sons ist pünktlich um 12:00 online gegangen, und auch diesmal sind wir wieder vorab über einige besondere Flaschen in der Versteigerung informiert worden, darunter auch ein 50jähriger Yamazaki. Ab sofort können Sie um die Auktionslots mitbieten – das Auktionsende ist am Sonntag, den 2. Oktober. Hier die vier Highlights, die so wie alle anderen Flaschen mit einem Ausrufpreis von einem Euro starten, in einer Kurzvorstellung:

Highlight Flaschen der Auktion Nr. 17 (23.09.2016 – 02.10.2016)

Yamazaki 50 Years Old

yamazakiBei unserer 17. Auktion erwartet Sie ein japanischer Hochkaräter. Der Yamazaki 50 Years Old. Dieser, schon seit einigen Jahren ausverkaufte Whisky, sieht man nur noch sehr selten auf dem Markt. Und wenn, dann wird dieser sehr hoch gehandelt. Zuletzt wurde er für ca. 35.000 € (zzgl. 22,5 % Käuferprovision) versteigert. Abgefüllt wurden von diesem flüssigen Diamanten lediglich 150 Flaschen. Auf Wunsch senden wir ernsthaften Interessenten gerne weitere Bildaufnahmen und Informationen zu.

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Port Ellen Old & Rare 35 Years Old Single Cask 1977/2012 (Douglas Laing)

port-ellenSie mögen es gerne alt und rauchig? Dann ist dieser Port Ellen mit seinen 35 Jahren genau das richtige für Sie. Er reifte die gesamte Zeit in einem Refill Hogshead Fass, welches bei der Abfüllung im Jahr 2012 gerade noch 155 Flaschen hergab. Bei unserer Auktion haben wir die Flasche mit der Nummer 133 zu Versteigerung.

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Dalmore Matusalem Sherry Finesse 22 Years Old Vintage 1981

dalmoreLimitiert auf 497 Flaschen erhielt dieser Whisky sein Finish in exklusiven Matusalem-Sherryfässern. Man sagt ihm im Aroma intensive Frucht-, Gewürz- und Sherrynoten nach. Die Dalmore-typische Flasche kommt zusammen mit einer hochwertigen lackierten Box.

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Glen Grant 1968/2008 (Gordon & MacPhail)

glen-grantEin weiterer altgereifter Whisky bieten wir Ihnen mit diesem Glen Grant aus dem Jahr 1968. Die Glen Grant Abfüllungen werden bei Sammlern auf der ganzen Welt immer beliebter und bieten dazu wunderbare Geschmacksnoten. Ob zum Sammeln oder Genießen, bei diesem ca. 40 Jahre alten Whisky machen Sie definitiv nichts falsch.

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